Posts mit dem Label Astrid Ule werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Astrid Ule werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 7. März 2016

[Rezension] Ule Hansen - Neuntöter (Band 1)




Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 496
ISBN: 978-3-453-43804-0 
Erscheinungstermin: 29. Februar 2016
Format: Paperback
Verlag:
Heyne 

Klappentext gem. Heyne:

Vor Menschen hat sie Angst. Serienmörder versteht sie.

Berlin, Potsdamer Platz. Beim Klettern auf einem Baugerüst macht ein Junge eine grausame Entdeckung: Drei Leichen, einbandagiert in Panzertape, hängen in schwindelerregender Höhe an den Gerüststangen. Sie sehen aus wie Mumien und scheinen in dieselbe Richtung zu blicken, als würden sie auf etwas warten. Als die menschenscheue Fallanalystin Emma Carow auf den Fall angesetzt wird, ist ihr schnell klar, dass er für ihre Karriere entscheidend ist. Doch je fester sie sich verbeißt, desto mehr droht ein altes Trauma sie in den Abgrund zu ziehen.


Rezension: 
Es ist Oktober in Berlin und in dieser bereits recht tristen Jahreszeit holt Emma Carow ihre Vergangenheit wieder ein. Als 19-jährige Studentin wurde sie von einem Kommilitonen vergewaltigt und schwer verletzt - aber sie überlebte: gebrochen. Sie selbst ging zur Polizei, um solche Täter wie ihn zur Strecke zu bringen - er landete im Gefängnis und hat seine Strafe mittlerweile abgesessen. Er wurde zwischenzeitlich rehabilitiert und schrieb sogar ein Buch über seine Tat und seine anschließende Wandlung zum Gutmenschen - nur Emma blieb als ewiges Opfer zurück. Emma hat jedoch nicht viel Zeit, um sich mit ihren privaten Problemen auseinander zu setzen, denn hinter einem verhangenen Fassadengerüst wurden drei Leichen gefunden.

Die Leichen könnten kaum grausiger anzusehen sein, denn sie hängen an dem Gerüst und sind, bis auf das Gesicht, komplett mit Panzertape eingewickelt. Emma und ihr Team werden mit der Erstellung eines Profils beauftragt. Emma weiß, das ist ihre Chance sich zu beweisen, denn ihre Abteilungsleiterin, Karen Brennemann, ist hochschwanger und wird bald in den Mutterschutz gehen und Emma rechnet sich gute Chancen für deren Schwangerschaftsvertretung aus, was sich auch sehr gut auf ihre eigene Karriere auswirken würde. Leider läuft das jedoch nicht ganz so glatt. In der Abteilung gibt es einen neuen Kollegen, Felix Schreiner, Vater von 1-jährigen Zwillingssöhnen, der ebenfalls ein Auge auf diesen Posten geworfen hat, denn seiner Frau zuliebe will er weg von der Straße und einen Schreibtischjob annehmen, der sich allerdings auch finanziell lohnt.

Doch noch muss Emma sich um das Täterprofil kümmern. Die Opfer geben ihr Rätsel auf, denn es handelt sich um zwei Frauen in den 20ern und einen alten Mann. Was verbindet sie? Laut ersten Ermittlungen hatte keine der Personen mit der anderen zu tun und auch die Zeitpunkte der jeweiligen Tode liegen teilweise Wochen auseinander. Auch wenn Emma noch nicht genau weiß, was hinter den Morden steckt, so weiß sie, dass dies nicht die Tat eines Einzeltäters ist, sondern einer ganzen Gruppe. Emma ahnt - sie müssen dieser Mördergruppe schnell auf die Spur kommen, denn die drei gefundenen Leichen sind erst der Anfang ...


Der 1. Band der Emma-Carow-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir die Story hinter den Morden gefallen, die sich erst nach und nach offenbart und so auf den ersten Blick nicht zu erahnen war. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet, wobei Protagonistin Emma hier nicht unbedingt eine Sympathieträgerin ist, denn so gut sie in ihrer fachlichen Kompetenz sein mag, ihre soziale Kompetenz ist, auch dank der Ereignisse, die ihr als Teenager widerfahren sind, sehr unterentwickelt, für sie zählt nur das Ziel, nicht der Weg dorthin. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch spannende Lesestunden bereitet hat und ich mich bereits jetzt auf weitere Ermittlungen mit Emma Carow freue.

Bewertung

Die Autoren:
Ule Hansen ist das Pseudonym eines Berliner Autorenduos. Astrid Ule ist zudem Lektorin, Eric T. Hansen freier Journalist. Gemeinsam haben Sie bereits mehrere Dreh- und Sachbücher verfasst. Sie teilen eine Leidenschaft für nächtliche Gespräche bei gutem Whisky, exzentrische Halloweenpartys und ziellose Streifzüge durch die vergessenen Ecken der Stadt. NEUNTÖTER ist ihr erster Thriller. (übernommen von Randomhouse)





Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag



bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte. 

 

Schauplatzbegehung zu "Neuntöter" mit Ule Hansen

Sonntag, das Wetter ist, nennen wir es mal "bescheiden", es ist nass, es ist kalt - das Katzenpersonal ist gerade erst wieder halbwegs gesundet und dennoch, nichts konnte uns halten, denn wir hatten einen ganz tollen Termin in unserem Kalender stehen, dem wir schon entgegengefiebert haben, denn:

Das Autorenduo Ule Hansen aka Astrid Ule und Eric T. Hansen sowie der Heyne-Verlag haben zu einer Schauplatzbegehung ihres ersten Thrillers Neuntöter eingeladen - eine Einladung, die wir nur zu gerne angenommen haben.

Treffpunkt und auch gleich erster Schauplatz war das Café im Ritz Carlton am Potsdamer Platz. In diesem Hotel beginnt auch das Buch.

ein erstes Kennenlernen
von links nach rechts: Katharina Wank (Heyne Verlag), Eric T. Hansen, Anne (von Goldschrift), nef (von den Buchjunkies), Astrid Ule, Kerry und Petra (von Buchblinzler)


Natürlich war auch wieder Herr Mietz mit dabei - solch eine Gaudi wollte er sich nicht entgehen lassen und ehrlich, er ist ja mal ganz gerne im Mittelpunkt - und, das hat er doch hier super hinbekommen, oder?


Eric T. Hansen, Astrid Ule und Herr Mietz (der kleine Schelm)


Da dies erst der erste Punkt auf dem Programm war, machten wir uns schlussendlich fertig und wagten uns wieder hinaus in das kalte Nass, denn der erste Tatort wartete nur wenige Meter entfernt auf uns.

großes Fassaden-Werbegerüst am Potsdamer Platz - dem 1. Tatort im Buch


 Gruppenbild vor der Tür des 1. Tatortes

Anschließend stiegen wir alle in ein Sammeltaxi und es ging auf große Schauplatz-Tour durch Berlin.

Wir schauten an besetzten Häusern vorbei




und machten uns dann auf zu einem weiteren Tatort - einer Eismanufaktur. An die Eismanufaktur kamen wir nicht wirklich ran, aber wir konnten sie aus der Ferne aus dem Teepeeland bestaunen.

 Ule Hansen am Eingang von Teepeeland


 vorne: Teile von Teepeeland / im Hintergrund: die Eismanufaktur

Natürlich wollten uns die Autoren auch noch näher mit ihrer Protagonistin Emma Carow bekannt machen und so "besuchten wir sie Zuhause", denn Emma wohnt neben dem Haus, in das die U-Bahn fährt.

die U-Bahn fährt tatsächlich durch das Haus

Wo wir schon dabei waren, haben wir natürlich noch fix Emmas Arbeitsplatz, dem LKA 1, einen Besuch abgestattet ^^


Eingang des LKA 1

und natürlich haben wir noch einen Blick "rein" riskiert - und das gab einen WOW-Effekt


die imposante Eingangshalle

interessante Geschichte des Hauses
 
 Autor Eric kniete sich für seine Bilder voll rein (das ist lediglich ein Beispiel-Foto, derer gab es sehr viele ^^)


Dann ging es auch schon weiter - zu einem der hässlichsten Wahrzeichen Berlins


der "Bierpinsel" spielt eine nicht unwichtige Rolle in Neuntöter


noch ein Gruppenbild am Bierpinsel

Abschließend wollten wir diesen aufregenden Tag noch quatschend und eistastisch beenden - also wurde noch ins Vanille & Marille eingekehrt und geschlemmt ohne Ende (das ist wortwörtlich zu nehmen - es gab Eis satt, soviel man wollte und der Laden hat extra nur für uns 8 Personen aufgemacht - offizielle Eröffnung ist erst wieder am 15.03. ^^ und zu Kerrys unendlicher Freude: es gab veganes Eis)

wie der Zufall es wollte - unser Eis-Dealer ist ein zukünftiger Kripo-Beamter ^^


An dieser Stelle gibt es von uns ein riesen Dankeschön an Astrid Ule und Eric T. Hansen sowie Katharina Wank vom Heyne-Verlag für diesen absolut gelungenen Tag, das tolle Programm, die spannende Schauplatzführung durch Berlin, die netten Gespräche und vieles mehr.

Wir freuen uns schon, euch die Tage nochmal zu treffen.

Kerry und Kleeblatt