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Samstag, 11. Juli 2015

[Rezension] Barry Lyga - Das Böse erwacht (Band 0 / Vorgeschichte zur Jasper-Dent-Reihe)


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 683 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 69 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00VRJZDC8
Verlag: blanvalet


Klappentext: gem. blanvalet
Eigentlich passiert in der verschlafenen Kleinstadt Lobo’s Nod nie etwas Spannendes. Doch dann tauchen gleich zwei Leichen auf: Die beiden Mädchen sind brutal vergewaltigt und ermordet worden. Lange hat Sheriff Tanner keine heiße Spur – nur durch Zufall kann er eine Verbindung zu einer vergangenen, äußerst gewaltsamen Mordserie herstellen. Und ihm wird klar: In einem kleinen Ort wie Lobo’s Nod muss der Killer jemand sein, den Tanner bereits kennt …

Rezension:

Lobo´s Nod ist eine kleine verschlafene Stadt im Nirgendwo. Viel passiert dort nicht, jeder kennt jeden und Geheimnisse hat man doch in solch einer Kleinstadt eh nicht voreinander. G. William Tanner ist der Sheriff des Countys, in dem Lobo´s Nod liegt und seinen Amtssitz hat er in jener Kleinstadt. G. William hatte es in letzter Zeit nicht leicht. Der 62-jährige hat er kürzlich seine Frau Joyce verloren, welche an Krebs erkrankte und trotz aller versuchter Therapien, verstarb. Kinder hatte G. William keine, sodass er eigentlich nur noch für die Arbeit lebt.

Da ein vorzeitiger Ruhestand eher nichts für ihn ist, beschließt er, trotz seiner 62 Jahre, erneut als Sheriff zu kandidieren. Die entsprechenden Wahlen sollen in einem Monat stattfinden, doch dieses Mal hat er einen ernstzunehmenden Herausforderer. Dennoch stehen seine Chancen auf eine Wiederwahl nicht schlecht, hat er sich doch einen guten Ruf erarbeitet und genießt das Vertrauen der Bürger.

Doch obwohl Lobo´s Nod eine Kleinstadt ist, nicht immer geht es dort so harmonisch zu, wie es sein könnte. Derzeit hat G. William ganz andere Sorgen. Die 18-jährige Cara Swinton ist verschwunden. Von ihren Eltern wurde sie als vermisst gemeldet und es fehlt jede Spur von ihr. Caras Eltern schließen aus, dass ihre Tochter ausgerissen ist, doch ihre Freunde bestätigen, dass Cara sich schon länger mit dem Gedanken trug, Lobo´s Nod zu verlassen und immerhin ist sie volljährig. Dann wird jedoch die grausam zugerichtete Leiche der 16-jährigen Samantha Louise Reed gefunden und G. William ahnt bereits, dass Cara ein ähnliches Schicksal widerfahren ist. Hat er einen Mörder in seiner Gemeinde, womöglich sogar einen Serienmörder, der in der Stadt sein Unwesen treibt? Für G. William ist es nicht einfach, Fortschritte in den Ermittlungen zu erzielen, denn der Killer war sehr gründlich und hat keine Spuren am Opfer hinterlassen. Je länger er ermittelt, desto unwahrscheinlicher erscheint es G. William, dass er den Täter schnappen kann und wenn, wo ist die Leiche von Cara? Nach und nach wird ihm klar: seine Wiederwahl steht und fällt mit diesem Fall, doch wo beginnen, wenn keine Spuren vorhanden sind. Doch nicht nur das belastet G. William. Nach wie vor hat er Probleme damit, dass er sein Leben als Witwer fortan allein führen muss, doch zumindest hier hat er Unterstützung in Form von Billy Dent. Dent ist vor Jahren die Frau weggelaufen und hat ihn mit ihrem Jungen zurückgelassen. Wenn jemand weiß, wie es ist, plötzlich alleine dazustehen, dann Dent. Wenn er nur wenigstens eine Spur zum Killer hätte ...


Die Vorgeschichte zur Jasper-Dent-Reihe! Der Plot wurde, obwohl das Ende bereits vorab bekannt ist, spannend erarbeitet. Die Figuren wurden authentisch dargestellt. In diesem Band geht es hauptsächlich um die Figur des G. William Tanner (und ja, jeder der sich das gefragt hat, hier erfahrt ihr, wofür das G. steht) und wie es ihm gelungen ist, den größten Serienkiller aller Zeiten zu stellen. Faszinierend empfand ich, in welch seelischem Ungleichgewicht sich G. William zu diesen Zeitpunkt befand, denn in den übrigen Bänden macht er zwar einen (von der Jugend) teils genervten Eindruck, aber er wirkt immer gefestigt. Hier kann man erlesen, dass dem nicht immer so war. Den Schreibstil empfand ich wieder als sehr fesselnd zu lesen und ganz ehrlich, wie hätte ich mir diesen Short-Thriller entgehen lassen können, wo ich doch vom Rest der Reihe so begeistert bin?

Bewertung
Der Autor:
Barry Lyga hat bereits mehrere in den USA gefeierte Jugendbücher geschrieben. Seit seinen Recherchen für seinen Debüt-Thriller Ich soll nicht töten weiß er beunruhigend gut über alle Methoden Bescheid, wie man eine Leiche verschwinden lässt. Der Autor lebt und arbeitet in New York City. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
Nachdem mich bereits die gesamte Reihe in ihren Bann gezogen hat, kam ich natürlich um diesen Short-Thriller nicht herum und habe ihn mir fix bei amazon gezogen.

[Rezension] Barry Lyga - Im Namen meines Vaters (Band 3)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 448
ISBN: 978-3-734-10126-7
Erscheinungstermin: 22. Juni 2015 (1. Auflage)
Preis: 9,99 EUR (D), 10,30 EUR (A), 13,90 CHF 
Format: Taschenbuch
Verlag: blanvalet

Klappentext: gem. blanvalet
azz Dent wurde angeschossen und totgeglaubt in New York City zurückgelassen. Seine Freundin Connie befindet sich in der Gewalt von Jazz’ Vater, dem brutalen Serienkiller Billy. Sein bester Freund Howie ist schwer verletzt und droht zu verbluten. Trotz alldem müssen die drei irgendwie wieder zusammenfinden, um Billy endlich zur Strecke zu bringen. Und dann tut Jazz genau das, wovor er sich immer am meisten gefürchtet hat. Und alle Welt fragt sich: »Ist der Sohn aus dem gleichen Holz geschnitzt wie sein Vater?«

Rezension:

New York hat dem 17-jährigen Jasper "Jazz" Francis Dent kein Glück gebracht. Zwar konnte er dem NYPD helfen, die Serienkiller "Hut&Hund" zu identifizieren, doch als man ihm keinen Glauben schenkte, machte er sich selbst auf die Suche nach ihnen, denn er wusste: Sie können ihn zu Billy Dent führen, dem größten Serienmörder aller Zeiten und seinem Vater. Tatsächlich konnte Jazz einen Killer des Duos stellen und doch es ist alles schief gegangen, was nur schief gehen konnte. Als er mit Hilfe der FBI-Beamtin Jennifer Morales den Killer stellen wollte, wurden sowohl besagte FBI-Beamtin, wie auch der Killer tödlich getroffen. Jazz wurde ebenfalls lebensgefährlich verletzt und ist in einem abgeschlossenen Lagerraum, zusammen mit den beiden Leichen, dem Tod näher als dem Leben. Er weiß, dass er sterben wird und er weiß, dass er alles falsch gemacht hat.

Was Jazz jedoch noch nicht weiß: Seine Freundin Conscience "Connie" Hall wurde durch Billy nach New York gelockt und wird von ihm gefangen gehalten. Was ihr blüht, ist ihr bewusst, denn sie weiß, zu welchen Gräueltaten Billy fähig ist, sie weiß, sie wird sein erstes farbiges Opfer sein. Sie hat jedoch Glück im Unglück: Obwohl sie schon mit dem Leben abgeschlossen hat, bekommt sie durch einen Telefonanruf eine Gnadenfrist, denn Billy wird vom überlebenden Killer des Duos darüber informiert, wo Jazz ist und in welcher misslichen Lage er sich befindet. Billy sperrt Connie in eine schallisolierte Kammer seiner Wohnung und eilt zu Jazz, um ihm das Leben zu retten, denn der Machtkampf zwischen Vater und Sohn sollte nicht auf diese Weise enden. Tatsächlich gelingt es Billy, Jazz am Leben zu halten, bis er später einen Notarzt informiert, der seinem Filius endgültig über den Berg bringt, wenn auch nicht ohne bleibende Schäden. Derweil trifft Connie in besagter Kammer auf eine weitere Gefangene Billys: Es handelt sich um Janice, Jaspers totgeglaubte Mutter, die vor Jahren von ihrem Mann floh. Diese ist mit Handschellen an ein Bett gefesselt. Wider erwartend gelingt es den beiden Frauen, zumindest Connie von ihren Fesseln zu befreien und schlussendlich gelingt ihr tatsächlich das Unglaubliche: Die Flucht vor Billy Dent.

Doch auch in Lobo´s Nod lief nicht alles nach Plan. Howie Gersten, Jaspers bester Freund, sollte ein Auge auf die Sicherheit seiner Tante Samantha sowie seiner Großmutter haben. Als Howie wieder zu sich kommt, liegt er im Krankenhaus, ebenso Jaspers Großmutter und Samantha ist verschwunden. Ihm ist klar, dass Jazz in großen Schwierigkeiten steckt und er tut das einzige, was ihm einfällt: er informiert Sheriff G. William Tanner, der seinerzeit Billy Dent stellen konnte.

Jazz hingegen hat nur ein Ziel vor Augen: Er will Billy vernichten für das, was er ihm, seiner Mutter, seiner Freundin, seinen Opfern angetan hat. Doch Jazz ist noch immer verletzt und steht unter polizeilicher Beobachtung, noch dazu in New York, einer Stadt, in der er sich nicht auskennt. Doch er weiß: Es kann nur einen geben, ihn oder Billy und so macht er sich daran, seine eigene Flucht zu planen, um das in Angriff zu nehmen, was schon immer sein Schicksal war: Den schlimmsten Serienmörder aller Zeiten zur Strecke zu bringen oder bei den Versuch zu sterben ...


Der 3. Band der Jasper-Dent-Reihe schließt unmittelbar an den 2. Band "Blut von meinem Blut" an. Der Plot besticht durch eine spannungsgeladene und actionreiche Geschichte, in der Geheimnisse ans Licht kommen, mit denen wohl niemand so gerechnet hat. Im Besonderen hat mir gefallen, dass auch die totgeglaubte Janice in diesem Buch eine größere Nebenrolle spielen durfte, denn bisher war über die Mutter von Jazz wenig bekannt, abgesehen von der Tatsache, dass sie bisher für tot gehalten wurde. Die Figuren wurden wieder facettenreich und authentisch verarbeitet. Geradezu fasziniert war ich in diesem Band vom Protagonisten, denn gerade jetzt merkt man, wie sehr er gereift ist und sich gewandelt hat, im Vergleich zu den vorherigen Büchern. Auch die Figur des Billy Dent hat es mir mit seiner Bosheit angetan, wobei ich an dieser Stelle betonen möchte, dass ich so einem Menschen nie und nimmer im realen Leben begegnen möchte. Ebenso empfand ich es wundervoll, in diesem Band mehr von der Figur der Janice zu erfahren, sodass hier mehr oder weniger Einblick auf eine komplette Familie möglich ist. Den Schreibstil kann ich nur als ausgesprochen fesselnd beschreiben, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und es am Stück lesen musste. Von solchen Büchern hätte ich gerne mehr.

Bewertung
Der Autor:
Barry Lyga hat bereits mehrere in den USA gefeierte Jugendbücher geschrieben. Seit seinen Recherchen für seinen Debüt-Thriller Ich soll nicht töten weiß er beunruhigend gut über alle Methoden Bescheid, wie man eine Leiche verschwinden lässt. Der Autor lebt und arbeitet in New York City. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag






bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Dienstag, 8. April 2014

[Rezension] Barry Lyga - Blut von meinem Blut (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 512
ISBN: 978-3-442-38140-1
Erscheinungstermin: 17. Februar 2014 (1. Auflage)
Preis: 9,99 EUR (D), 10,30 EUR (A), 14,90 CHF 
Format: Taschenbuch
Verlag: blanvalet

Klappentext: gem. blanvalet
Um zu beweisen, dass er nicht wie sein Vater ein psychopathischer Killer ist, arbeitete der siebzehnjährige Jazz Dent bereits mit der Polizei seiner kleinen Heimatstadt Lobo’s Nod zusammen. Und jetzt bittet ein zu allem entschlossener Detective aus New York City den jungen Mann um Hilfe. Ein Serienmörder erfüllt die Bürger und die Polizei der Ostküstenmetropole mit Entsetzen, und nur Jazz scheint fähig, den grausamen Killer zu stellen. Doch in den Häuserschluchten des Big Apple wird er bald selbst vom Jäger zum Gejagten …

Rezension:

Der 17-jährige Jasper "Jazz" Francis Dent lebt nach wie vor in Lobo´s Nod bei seiner verrückten Großmutter. Obwohl er helfen konnte, einen Killer zu stellen, hat es sein Leben nicht unbedingt leichter gemacht, denn was auch er immer macht, er wird immer der Sohn des Serienmörders William "Billy" Cornelius Dent sein. Ihm zur Seite stehen G. William Tanner, der Sheriff des Ortes und Howie Gersten, sein bester Freund, sowie Jazzs Freundin Conscience "Connie". Auch das FBI überwacht Jazz, denn nach Billys Flucht aus dem Gefängnis könnte er ja wieder bei seinem Sohn auftauchen. Jazz ist da zwar ganz anderer Meinung, aber das FBI hält trotzdem an der Überwachung fest. Doch Jazz hat nur einen Gedanken - Durchhalten, nur noch 6 Monate, dann ist er volljährig, dann kann er das alles hinter sich lassen, ohne Angst haben zu müssen, dass der Sozialdienst ihn unter seine Fittiche nimmt. Diese Gefahr drohte vor nicht allzu langer Zeit und nur durch einen Mord Billys konnte Jazz dieser drohenden Gefahr entgehen.

Eines Tages taucht jedoch ein Detective des NYPD. Brooklyn South, Morddezernat bei Jazz auf und bittet ihn um Hilfe. In New York treibt ein Serienkiller "Hut&Hund" sein Unwesen. Auf unterschiedlichste Art und Weise tötet er seine Opfer, egal ob Mann oder Frau, niemand ist mehr sicher. Detective Louis Hughes ist der Meinung, dass Jazz dem NYPD helfen könnte, denn immerhin ist er unter einem Serienkiller aufgewachsen und weiß, wie Soziopathen "ticken". Um ein für alle Mal zu beweisen, dass er nicht wie sein Vater ist, stimmt Jazz zu, dem NYPD zu helfen. Er will allein nach New York fliegen, da er Angst um Connies Sicherheit hat.

Nachdem er es geschafft hat, seine Tante Samantha, Billys ältere Schwester, davon zu überzeugen, dass sie ihre Mutter während seiner Abwesenheit betreuen muss, macht er sich auf die Reise und muss mit Entsetzen feststellen, dass Connie von Zuhause abgehauen ist und bereits in New York auf ihn wartet. Kaum in New York angekommen, macht Jazz sich an die Arbeit und es gelingt ihm tatsächlich, dem NYPD einige Hinweise zu geben, die aus Sicht eines Soziopathen interessant sein könnten. Doch auch Connie hat beschlossen, dieses Mal nicht als schmückendes Beiwerk zu fungieren, sondern ihren Freund aktiv zu unterstützen. Was jedoch zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt - es gibt jemanden, der sie ganz genau im Auge behält und es nicht gut mit ihnen meint ...


Der 2. Band der Jasper-Dent-Reihe! Der Plot wurde ausgesprochen spannend und ausgesprochen dramatisch erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich die Geschichte immer weiter zugespitzt hat und mit Wendungen aufgewartet hat, mit denen ich beim besten Wille nicht gerechnet habe. Zum Glück ist die Atmung ein natürlicher Reflex des Menschen ... ich hätte sie mitunter vergessen, wenn dem nicht so wäre. Die Figuren wurden wieder facettenreich und authentisch verarbeitet. Beeindruckt zurückgelassen hat mich die Figur der Connie, die in diesem Band von einer Nebenfigur zu einer entscheidenden Rolle aufsteigt, mit der auf jeden Fall zu rechnen ist. Aber auch Jazz konnte mich wieder voll und ganz von sich überzeugen und ganz ehrlich, ich bin ein großer Fan von ihm, auch wenn er einem zwischendrin schon ganz schön Angst einjagen kann, mit seiner soziopathischen Sicht auf die Welt. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd zu lesen, ich wollte und konnte das Buch zwischendrin nicht aus der Hand legen und sah mich gezwungen, es am Stück zu verschlingen. Da das Ende mit einem ganz gemeinen Cliffhanger aufwartete, warte ich nunmehr sehnsüchtig und ungeduldig auf die Übersetzung des nächsten Bandes "Blood of My Blood", der im September 2014 im englischen Original erscheinen wird und, wenn es nach mir geht, simultan übersetzt und gleich bei uns ebenfalls veröffentlicht wird.

Bewertung
Der Autor:
Barry Lyga hat bereits mehrere in den USA gefeierte Jugendbücher geschrieben. Seit seinen Recherchen für seinen Debüt-Thriller Ich soll nicht töten weiß er beunruhigend gut über alle Methoden Bescheid, wie man eine Leiche verschwinden lässt. Der Autor lebt und arbeitet in New York City. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag




bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.

Donnerstag, 23. Januar 2014

[Rezension] Barry Lyga - Ich soll nicht töten (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-442-38043-5
Erscheinungstermin:
18. Februar 2013
Format: Taschenbuch
Verlag: blanvalet 


Klappentext gem. blanvalet: 
Heimlich beobachtet der 17-jährige Jasper »Jazz« Dent ein Ermittlerteam am Schauplatz eines brutalen Mordes. Dem jungen Mann wird sofort klar, dass er in großen Schwierigkeiten steckt. Denn der Killer hat seinem Opfer mehrere Finger abgeschnitten und als Souvenir mitgenommen. Und genau das war das Markenzeichen von Jazz’ Vater. Doch der berüchtigte Serienmörder befindet sich seit Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis. Jazz weiß, dass nun alle ihn für den Täter halten müssen – bis er den wahren Schuldigen zur Strecke bringt.


Rezension:
Der 17-jährige Jasper "Jazz" Francis Dent ist auf den ersten Blick ein ganz  normaler Teenager - allerdings wirklich nur auf den ersten Blick, denn Jazz ist der Sohn von William Cornelius "Billy" Dent, dem berüchtigtsten Serienmörder aller Zeiten der USA. Vor vier Jahren gelang Sheriff G. William Tanner das fast unmöglich: Nachdem Billy zwei Morde in Lobo´s Nod begangen hat, seinem Heimatort, konnte Tanner Billy endlich überführen. Seitdem lebt Jazz bei seiner verrückten Großmutter, der Mutter von Billy. Seine Mutter "verschwand" einfach eines Tages.

Jazz lebt immer noch in Lobo´s Nod und an einem Sonntagmorgen beobachtet er ein Ermittlerteam am Fundort einer Leiche. Durch seinen Polizeifunk-Scanner erfuhr er von dem Leichenfund und machte sich umgehend auf den Weg dorthin. Denn auch wenn Jazz aussieht wie ein normaler Teenager und sich bemüht, wie einer aufzutreten, ist er dennoch durch Erziehung / Vererbung / Prägung auf "Serienmörder" programmiert. Er denkt nicht wie ein "normaler" Teenager, sondern immer aus dem Blickwinkel eines Mörders, sodass er sich natürlich solch einen Leichenfund nicht entgehen lassen kann. Schon am Fundort wird Jazz klar, dass dieser Leichenfund in Lobo´s Nod kein Zufall sein kann, denn genauso hat sein Vater vor vielen Jahren ebenfalls eines seiner Opfer zurück gelassen. Bei diesem Opfer fehlen lediglich zusätzlich noch Finger.

Jazz, der niemals so werden will wie sein Vater, beschließt, der Polizei bzw. Tanner seine Hilfe bei der Aufklärung des Verbrechens anzubieten, denn Jazz weiß einfach, wie Serienmörder ticken. Tanner lehnt natürlich die Hilfe des Jugendlichen ab, sodass sich Jazz förmlich gezwungen sieht, selbst zu ermitteln. Ihm zur Seite steht ihm sein einziger Freund Howie, ein Bluter, dem er als Kind einmal in einer Notsituation geholfen hat. Seitdem sind die Beiden unzertrennlich, daran konnte auch Connie, die Freundin von Jazz nichts ändern und wollte es auch nicht. Auch als Jazz und Howie beim Einbruch ins örtliche Leichenschauhaus erwischt werden, ist Jazz nicht bereit, seine Ermittlungen einzustellen. Als eine weitere Leiche auftaucht, wird Jazz schnell klar, dass es sich hierbei um einen Nachahmungstäter handelt, der die ersten Morde seines Vaters nachstellt. Zwar kommt Jazz dem Täter immer näher, doch dieser ist weiterhin auf der Jagd und hat seine nächsten Opfer schon im Visier ...


Der 1. Band der Jasper-Dent-Reihe! Der Plot wurde realistisch und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Autor die Geschichte in einer Kleinstadt angesiedelt hat, in der vor vier Jahren bereits ein Serienkiller gestellt werden konnte bzw. dass die Geschichte zu einem Großteil auf den Ereignissen um diesen damaligen Serienmörder beruht. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch verarbeitet, wobei mir hier die Figur des Jazz ganz besonders ans Herz gewachsen ist, da dieser wirklich gewillt ist, alles nur Erdenkliche zu tun, um nicht so zu werden, wie sein Vater bzw. es seine Umwelt mehr oder weniger von ihm erwartet. Besonders gut fand ich seinen emotionalen Zwiespalt zwischen dem, was er sein will (ein normaler Teenager) und dem was er ist (ein Killer, der noch nicht getötet hat) dargestellt. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und durchaus packend zu lesen, wobei ich mir an machen Stellen doch etwas mehr Thrill gewünscht hätte. Nichts desto trotz bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung "Blut von meinem Blut".

Bewertung

Von Barry Lyga bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor:
Barry Lyga hat bereits mehrere in den USA gefeierte Jugendbücher geschrieben. Seit seinen Recherchen für seinen Debüt-Thriller Ich soll nicht töten weiß er beunruhigend gut über alle Methoden Bescheid, wie man eine Leiche verschwinden lässt. Der Autor lebt und arbeitet in New York City. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Dieses Buch bekam ich von meiner Mutter geschenkt.

Montag, 18. Februar 2013

[Rezension] Barry Lyga - Ich soll nicht töten




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (18. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344238043X
ISBN-13: 978-3442380435
Originaltitel: I Hunt Killers

Inhalt gem. Blanvalet-Verlag:
Stell dir vor, der berüchtigtste Serienkiller der Welt wäre dein Vater …
Heimlich beobachtet der 17-jährige Jasper »Jazz« Dent ein Ermittlerteam am Schauplatz eines brutalen Mordes. Dem jungen Mann wird sofort klar, dass er in großen Schwierigkeiten steckt. Denn der Killer hat seinem Opfer mehrere Finger abgeschnitten und als Souvenir mitgenommen. Und genau das war das Markenzeichen von Jazz’ Vater. Doch der berüchtigte Serienmörder befindet sich seit Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis. Jazz weiß, dass nun alle ihn für den Täter halten müssen – bis er den wahren Schuldigen zur Strecke bringt.

Zum Buch:
Jasper Dent, Jazz genannt, wäre ein ganz normaler 17-jähriger Highschoolschüler, wenn sein Vater Billy Dent nicht einer der gefährlichsten Serienkiller Amerikas gewesen wäre. Seit 4 Jahren sitzt er im Gefängnis und hat nach 124 Morden nicht die Chance, jemals wieder auf freien Fuß zu kommen.
Jazz lebt bei seiner alten und senilen Großmutter. Sein bester Freund Howie ist ihm aus Jugendtagen treu geblieben wie auch seine Freundin Connie. Auf diese beiden kann er sich verlassen.
Eines Tages sieht Jazz, wie das Ermittlerteam um Sheriff G. William Tanner Spuren in einem Mordfall sichert. Er kann erkennen, dass dem Opfer Finger abgeschnitten wurden. Das war das Markenzeichen seines Vaters, der aber sitzt noch immer im Gefängnis. 
Er möchte dem Sheriff bei den Ermittlungen helfen, dieser will aber davon nichts wissen.
Wenn Jazz im Zusammenleben mit seinem Vater eines gelernt hat, dann das, wie ein Psychopath zu denken, denn Billy hat seinen Sohn angelernt und ihn zu seinem Assistenten gemacht.
Jazz versucht mit Hilfe von Howie und Connie ebenfalls zu ermitteln und gerät in die Schusslinie des Mörders ...

Jazz will in seinem Leben alles werden, nur nie das, was sein Vater aus ihm machen wollte, einen Mörder und Soziopathen.
Schon von frühester Kindheit an mit den Morden seines Vaters konfrontiert, wehrt er sich heftig dagegen. Er weiß, wie sein Vater tickte und er weiß in der Theorie alles über das Morden. Sein Vater war ein sehr guter Lehrmeister.
Aber Jazz will das nicht und seine Pein lässt der Autor den Leser sehr gut nachvollziehen. 
Er leidet darunter, der Sohn eines Massenmörders zu sein und das brachte der Autor sehr gut zum Vorschein.
Er hört die Stimme seines Vaters und hat Träume, von denen er nicht weiß, was davon wirklich geschehen ist und was nicht.
Trotzdem versucht er, in einer Stadt ganz normal zu leben, obwohl alle wissen, wer sein Vater ist.

Die Geschichte ist spannend geschrieben. Es wird gleich zu Beginn Spannung aufgebaut, die sich das Buch über hält. Das Ende ist überraschend und war so nicht vorhersehbar.
Der Protagonist Jazz konnte mich nicht vollends überzeugen, dazu war er den Erwachsenen gegenüber zu überheblich, auch wenn sie ihm helfen wollten. Er wusste, dass sie sein bestes wollten, aber er hat abgeblockt. Punkten konnte er jedoch bei seiner Freundschaft zu Howie und Connie, für die er durchs Feuer gegangen wäre. Als Howie, der ein Bluter ist, durch seine Schuld fast um Leben kommt, macht er sich heftige Vorwürfe.

Ob ein 17-jähriger jetzt wirklich in der Lage ist, einen großen Teil selbst zu ermitteln, mag ich in Frage stellen, selbst wenn er wie ein Soziopath denken kann und dadurch dem Sheriff gegenüber einige Vorteile hat.

Das Buch endet mit einem Cliffhanger, so dass es mit großer Sicherheit einen weiteren Teil um Jazz Dent geben wird.

Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen vom Blanvalet-Verlag)
Barry Lyga hat bereits mehrere in den USA gefeierte Jugendbücher geschrieben. Seit seinen Recherchen für seinen Debüt-Thriller Ich soll nicht töten weiß er beunruhigend gut über alle Methoden Bescheid, wie man eine Leiche verschwinden lässt. Der Autor lebt und arbeitet in New York City.



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei 
und dem Verlag 

bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt