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Dienstag, 31. Januar 2017

[Rezension] Arno Strobel - Das Dorf



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3-596-19834-4
Erscheinungstermin: 18. Dezember 2014 
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer Verlage


Klappentext gem. Fischer Verlage:
Panik, Todesangst, das ist es, was Bastian Thanner in der Stimme seiner Exfreundin hört, als sie ihn völlig unerwartet anruft. Über zwei Monate ist es her, dass Bastian Anna zuletzt gesehen hat, als sie Hals über Kopf und ohne Erklärung einfach verschwunden ist. Jetzt braucht sie dringend seine Hilfe, sie bangt um ihr Leben. Bastian macht sich sofort auf die Suche nach Anna und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Bis zu dem Abend, als Bastian Zeuge einer schrecklichen Zusammenkunft wird. Und auf den Mann trifft, der genau weiß, was mit Anna geschehen ist ... 

Rezension:
Anna und Bastian sind erst seit kurzer Zeit ein Paar, als sie ihn von jetzt auf gleich verlässt. Seitdem hat er nichts mehr von ihr gehört, bis sie sich etwa zwei Monate völlig verzweifelt an ihn wendet und seine Hilfe erbittet. Laut eigener Aussage wird Anna in einem Dorf an der Müritz gefangen gehalten und fürchtet um ihr Leben. Nach dem Telefonat kann Bastian Anna nicht mehr erreichen und wendet sich an die Polizei - doch diese glaubt ihm nicht.

Bastian ist in großer Sorge um seine Ex-Freundin und macht sich zusammen mit seinem Freund Safi auf den Weg, um Anna aus diesem Dorf abzuholen. Das Dorf selbst wirkt düster und verlassen, alles in allem wenig einladend und irgendwas scheint dort nicht zu stimmen, denn Safi, der nur kurz am Wagen warten sollte, verschwindet spurlos.
 
Tatsächlich ist das Dorf gar nicht so verlassen, wie es auf den ersten Blick erscheint. Einige Bewohner sind noch vor Ort und erklären sich bereit, Bastian auf der Suche nach Anna zu unterstützen. Doch auch wenn alle sehr hilfsbereit sind, so bleibt Anna doch unauffindbar und noch schlimmer, langsam aber sicher beginnt Bastian an seiner Selbstwahrnehmung zu zweifeln, denn was auch immer er zu erfahren oder wissen glaubt, stellt sich schnell als gegenteilig heraus. Wird es ihm gelingen, Anna zu finden und zu retten oder wird auch er in dem Dorf verschwinden?


Realität und Wahn liegen nah beieinander! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet, obwohl ich gestehen muss, dass auch ich zwischendrin Probleme hatte zu unterscheiden, was real ist und was nicht. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Die Figur des Bastian hat mich von Beginn an verzückt, denn ehrlich, wie kann man einem Mann nicht förmlich "verfallen", der seiner Ex-Freundin zu Hilfe eilt, obwohl diese ihn von jetzt auf gleich verlassen hat? So ein Mann hat sein Herz auf dem rechten Fleck, oder? Den Schreibstil empfand ich als sehr fesselnd zu lesen, sodass ich zwischendrin Probleme hatte, mich von dem Buch, wenn auch nur kurzfristig, zu trennen. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch schaurig-schöne Lesestunden bereitet hat und ich mich bereits auf den nächsten Roman des Autors freue.

Bewertung: 


Der Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitete bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mittlerweile konzentriert er sich ganz auf das Schreiben und gehört zu den gefragtesten deutschen Thrillerautoren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. (übernommen von Fischer Verlage)







Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

 
Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

 

Dienstag, 3. Januar 2017

[Rezension] Helen Callaghan - Dear Amy



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Knaur HC (10. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426654202
ISBN-13: 978-3426654200
Originaltitel: Bethan Avery
Größe und/oder Gewicht: 48,3 x 38,1 x 3 cm

Inhalt gem. Knaur:
Die Opfer: 15 Jahre jung und verschwunden, für immer
Der Täter: zu allem fähig und niemals zufrieden
Die Erzählerin: psychisch labil und höchst unzuverlässig ...
Die Lehrerin Margot Lewis ist extrem beunruhigt, als ein 15-jähriges Mädchen aus ihrer Klasse verschwindet. Sie ist überzeugt, dass Katie entführt wurde, auch wenn die Polizei dafür noch keinerlei Beweise hat. Dann erhält Margot, die nebenbei die Ratgeber-Kolumne „Dear Amy“ führt, einen unheimlichen Brief: Darin fleht ein Mädchen um Hilfe, das vor 15 Jahren spurlos verschwand. Ein Graphologe bestätigt die Echtheit des Briefes – und dass er nagelneu ist.
Margot, deren Gemütszustand sich rapide verschlechtert, verbeißt sich regelrecht in die Fälle, will unbedingt helfen. Doch was verschweigt sie selbst?

Zum Buch:
Margot Lewis ist mit Leib und Seele Lehrerin. Als eine ihrer Schülerinnen, die 15jährige Katie, verschwindet, ist sie die Einzige, die an eine Entführung glaubt. Es sieht jedoch so aus, als wäre sie von zu Hause abgehauen. So dauert es auch nicht lange, bis die polizeilichen Bemühungen, sie zu finden, ein wenig im Sande verlaufen.
Margot, die neben ihrer Arbeit an der Schule auch für eine Zeitung die Kummerkastenrubrik "Dear Amy" beantwortet, bekommt eines Tages einen Brief von einer gewissen Bethan Avery. Bethan bitte Amy um Hilfe. Sie schreibt, dass sie von einem Mann entführt wurde und in einem Keller haust. Sie hat Angst, dass man aufhört nach ihr zu suchen.
Als Margot mit dem Brief zur Polizei geht, wird sie von diesen belächelt. Bethan Avery ist seit fast 20 Jahren tot, zumindest wird das angenommen, denn ihre Leiche wurde nie gefunden.
Es wird jedoch nach einer Untersuchung eines Graphologen festgestellt, dass die Schrift tatsächlich der von Bethan zuzuordnen sei, der Brief aber erst kürzlich geschrieben wurde. Wie kann das sein?
Als sich Dr. Martin Forrester an sie wendet, versucht sie gemeinsam mit ihm hinter das Rätsel der Briefe zu kommen.
Das ganze hat ungeahnte Folgen...

Margot Lewis befindet sich gerade mitten in ihrer Scheidung und hat damit schon den Kopf voll und genug eigene Probleme.
Nun kommt das Verschwinden einer Schülerin hinzu, das sie nicht kalt lässt. Sie glaubt nicht an die Version der Polizei, dass Katie mit ihrem Freund gemeinsam abgehauen ist. Es berührt etwas in ihr und bringt sie schnell an ihre Grenzen.
Grenzen, die ihr zwar bewusst sind, die aber auch Geschehnisse aus ihrer Vergangenheit betreffen, die sie nicht an die Öffentlichkeit gezerrt haben will. Zumal diese Ereignisse auch ihre Zulassung an der Schule als Lehrerin beeinflussen könnten.

Dieser Psychothriller ist das Erstlingswerk der Autorin Helen Callaghan. Sie schreibt ihren Roman zum größten Teil aus der Sicht der Protagonistin Margot Lewis, zeigt aber auch Sequenzen aus der Sicht von Katie und der des Täters.
Durch Margots Sicht lernt man diese selbst sehr gut kennen, weiß wie sie tickt und versucht gemeinsam mit ihr den rätselhaften Briefen auf die Spur zu kommen, denn es blieb nicht bei dem einen Brief. 
Als Leser ist man lange bemüht, hinter Margots Geheimnis zu kommen, denn dass sie etwas verbirgt, ist schnell klar.
Die Autorin hält sich jedoch mit der Offenbarung recht lange bedeckt, so dass man sich selbst Gedanken macht und die ein oder andere Vermutung hervorgerufen wird.

Obwohl beizeiten Spannung aufgebaut wird, wird der Spannungsbogen erst gegen Mitte des Buches angezogen und die Ereignisse überschlagen sich. Man wird als Leser förmlich mitgerissen und mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin lässt sich das Buch gut lesen. Die Story ist in sich schlüssig und entlässt den Leser mit einem guten Gefühl. 
Auch wenn für mich einiges vorhersehbar war, fühlte ich mich mit dem Buch gut unterhalten.


Bewertung:




Zum Autor:
(Text von Knaur)

Helen Callaghan wurde als Tochter britischer Eltern in Los Angeles geboren. Sie betreute jahrelang das Belletristik-Sortiment großer Buchhandlungen - bis sie sich entschloss, ihr Archäologiestudium in Cambridge abzuschließen, wo sie heute lebt. Nebenher folgt sie ihrer wahren Berufung: "Ich schreibe, wann immer man mich kurz aus den Augen lässt!“
Helen Callaghans Debüt „Dear Amy“ stürmte in Großbritannien sofort die Bestsellerlisten.

               
Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. 

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 26. September 2016

[Hörbuch-Rezension] Caroline Eriksson - Die Vermissten



Lese- und Hörprobe



Eckdaten:
MP3 CD
Verlag: der Hörverlag; Auflage: Gekürzte Lesung (8. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3844523251
ISBN-13: 978-3844523256
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 1 x 14,7 cm

Inhalt gem. Amazon:
Das grünschwarze Wasser leuchtet geheimnisvoll in der untergehenden Sommersonne. Der Abend könnte nicht schöner sein, als Greta, Alex und Tochter Smilla mit dem Boot zur kleinen Insel in der Mitte des Sees fahren. Greta bleibt am Ufer, während die anderen beiden neugierig auf Entdeckungstour gehen. Aber sie kommen nicht mehr zurück. Beunruhigt macht sich Greta auf die Suche – doch von Alex und Smilla fehlt jede Spur … In ihrer wachsenden Verzweiflung wendet sie sich an die Polizei. Schnell wird klar, dass Gretas eigene Geschichte ebenso große Rätsel aufwirft wie das Verschwinden ihrer Lieben. Und die Frage: Hat sie etwas damit zu tun?

Zum Hörbuch:
Es sollte ein schöner Ausflug auf eine Insel werden. Alex, seine Tochter Smilla und Greta setzen mit dem Boot über, aber Greta steigt nicht mit aus. Sie lässt die beiden allein auf die Insel gehen.
Greta wartet auf deren Rückkehr, aber sie kommen nicht. Wo sind sie? Sie wartet lange, bis sie sich entschließt, selbst nach ihnen zu suchen, aber alles ohne Erfolg. Als sie nach erfolgloser Suche und unnützem Warten endlich zur Polizei geht und die beiden als vermisst meldet, stoßen diese auf Ungereimtheiten.
Greta ist sich unschlüssig, was sie tun soll. Weiter warten oder nach Hause fahren, sie weiß nur eins, irgendwas stimmt nicht...

Während Greta auf die Rückkehr der beiden wartet, erfährt der Leser, wer Greta ist und wie sie Alex kennenlernte. Es ist eine seltsame Beziehung, er verheiratet und sie, Greta, ihm fast hörig. Sie kann nicht ohne ihn und sie kommt nicht von ihm los. Auch gibt es da ein Geheimnis aus ihrer Kindheit, das ans Licht kommen will.

Die Geschichte fängt spannend an, versucht man doch als Leser zu erfahren, was es mit dem Verschwinden von Alex und seiner Tochter auf sich hat. Ist ihnen was geschehen, haben sie sich verlaufen, sind sie überfallen worden? 

Während sich Greta auf der Insel umsieht, trifft sie auf zwielichtige Gestalten, die mit der Geschichte so gut wie nichts zu tun haben.
Der Roman flacht ab und zieht sich dahin, bis Greta eines Tages Besuch bekommt. Hier kommt wieder ein wenig Bewegung in die Geschichte, kann das Ruder jedoch nicht mehr herumreißen.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erlebt. In der letzten Zeit habe ich verstärkt Hörbücher gehört, aber ich muss leider sagen, dass es mir noch nie so schwer gefallen ist, einem Buch zu folgen wie diesem.
Erst kurz vor Ende habe ich festgestellt, dass es sich um 3 Sprecherinnen handelte. Zwei von ihnen sind sich so von der Stimme her ähnlich, dass ich keinen Unterschied feststellen konnte. Da alle drei Parts in der Ich-Form geschrieben wurden, habe ich mich öfter gewundert über die Sprünge, die für mich keinen Sinn ergaben. Dem Inhalt zu folgen, fiel mir dadurch unglaublich schwer und war für mich nicht verständlich.
Zumal zwei der drei weiblichen Protagonistinnen aus ihrer Vergangenheit erzählten, die sich auch noch ähnelten.

Auch wenn sich der Klappentext gut anhört, er verspricht leider mehr, als die Autorin umsetzen konnte.
Mich konnte weder das Buch noch die Umsetzung als Hörbuch überzeugen.

Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen von Randomhouse)
Caroline Eriksson, 1976 geboren, hat Sozialpsychologie studiert und als Personalberaterin gearbeitet. Der Thriller "Die Vermissten" hat ihr den internationalen Durchbruch eingebracht. Er erscheint weltweit in über 25 Ländern und wurde in Schweden zum Überraschungsbestseller des Jahres. Caroline Eriksson lebt mit ihrer Familie in Stockholm.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 22. September 2016

[Rezension] Arno Strobel - Die Flut



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3-596-19835-1
Erscheinungstermin: 21. Januar 2016 
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer Verlage


Klappentext gem. Fischer Verlage:
Zwei Pärchen machen Urlaub auf Amrum. In dieser Zeit geschehen grausame Morde. Ein Superintelligenter ist am Werk, um nicht nur den perfekten Mord, sondern die „perfekte Mordserie“ zu begehen. Er entführt Paare und vergräbt nachts bei Ebbe die Frau bis zum Hals im Sand. Den Mann bindet er an einen Pfahl in der Nähe fest, so dass er dabei zusehen muss, wenn seine Frau bei Flut langsam ertrinkt.
Die beschauliche Insel Amrum hat er sich ausgesucht, weil dort normalerweise nie etwas passiert und ihm die entsprechenden Schlagzeilen sicher sind. Das ist es, was er möchte. Die ganze Welt soll erfahren, wie clever er ist. Und es sieht so aus, als hätte er damit Erfolg …

Rezension:
Michael Altmeier arbeitet als wissenschaftlicher Assistent an der Universität und privat ist er seit drei Jahren mit Julia Schönborn liiert. Diese arbeitet bei einer Bank, sodass finanzielle Sorgen bei dem Paar an sich kein Thema sind. In letzter Zeit war es sehr stressig, sodass vor allem Julia eines ist: urlaubsreif. Da kommt das Angebot von Michaels Kollegen Andreas Wagner gerade recht. Andreas und seine Frau Martina besitzen auf Amrun ein kleines Haus und bieten Michael nebst Julia an, dort ein paar Tage mit ihnen zu urlauben.

Kaum angekommen, muss vor allem Julia feststellen, dass nicht alles so paradiesisch ist, wie gedacht, denn gerade Martina erweist sich als echte Zicke, während Andreas den Weiberhelden gibt. Zum Glück ist das junge Paar nicht genötigt, seine ganze Zeit mit Familie Wagner zu verbringen, doch wirkliche Urlaubsstimmung will einfach nicht aufkommen. Hinzu kommt, dass ausgerechnet zu dieser Zeit ein Mörder sein Unwesen unter Urlaubern treibt. Ein Paar wurde entführt, die Frau am Meer im Sand vergraben, auf dass sie bei ansteigender Flut ertrank, während ihr Mann alles gefesselt mit ansehen musste, ohne helfen zu können. Der Täter selbst konnte unerkannt entkommen.

Derweil ermittelt Hauptkommissar Sven Harmsen unter Hochdruck auf der Insel, denn er weiß, dass der Mörder noch immer vor Ort ist. Tatsächlich hat er sogar den Verdacht, dass einer der Urlauber selbst der Mörder sein könnte und seinen Urlaub dazu nutzt, sich in seinen düsteren Bedürfnissen auszutoben. Schnell fällt der Verdacht auf Michael, denn dieser Mann hat etwas an sich, was Harmsen nicht geheuer ist und Michael hat kein stichhaltiges Alibi, ja schlimmer noch, immer mehr Indizien tauchen auf, die ihn mit dem Verbrechen in Verbindung bringen könnten. Michael ist fassungslos und versucht natürlich alles, um seine Unschuld zu beweisen, doch das ist gar nicht so leicht getan. In der Urlaubsgemeinschaft kriselt es immer mehr ...


Urlaubszeit = Mörderzeit! Der Plot des Buches wurde anschaulich und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders fasziniert empfand ich zu beobachten, wie immer mehr Spuren auftauchten, die Michael mit dem Verbrechen in Verbindung bringen und wie dieser fassungslos erkennen musste, dass augenscheinlich jemand ein ganz übles Spiel mit ihm spielt und ihn als Mörder abstempeln will. Ich war natürlich extrem gespannt, wie sich die ganze Geschichte auflöste. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Hier hat mich vor allem die Figur des Michael sehr beeindruckt, der anfänglich noch von einem schlechten Scherz ausgeht, als er des Mordes verdächtigt wird und im Laufe der Zeit feststellen muss, dass das alles gar nicht zum Lachen ist, denn jemand meint es furchtbar ernst. Ich fand es faszinierend zu beobachten, wie Michael mit dieser ganzen Situation umgeht. Etwas genervt war ich von den Figuren der Julia (bei der sich leicht alles zum Drama auswächst) und Martina, der Zicke vom Dienst. Den Schreibstil empfand ich als sehr spannend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch (trotz kleiner Abstriche) fesselnde Lesestunden bereitet hat.

Bewertung: 

Von Arno Strobel bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)



Der Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitete bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mittlerweile konzentriert er sich ganz auf das Schreiben und gehört zu den gefragtesten deutschen Thrillerautoren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. (übernommen von Fischer Verlage)







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Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

[Rezension] Arno Strobel - Der Sarg



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-596-19102-4
Erscheinungstermin: 17. Januar 2013 
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer Verlage


Klappentext gem. Fischer Verlage:
Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen …

Rezension:
Eva Rossmann ist Mitte 30 und eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Doch anstatt den Glamour zu Leben, führt sie ein sehr zurückgezogenes Leben. Tatsächlich hat sie nur eine einzige Freundin: Wiebke Pfeiffer. Dieser vertraut Eva voll und ganz und Wiebke macht sich große Sorgen um ihre Freundin, denn das sie etwas belastet, ist kaum zu übersehen. Tatsächlich leidet Eva unter schrecklichen Alpträumen, in denen sie fortwährend in einem Sarg erwacht - ohne die Möglichkeit sich zu befreien. Auf Anraten von Wiebke ist Eva bereit, denn sie ist mit den Nerven völlig am Ende, einen Psychiater aufzusuchen, denn neben den Alpträumen hat sie in letzter Zeit auch vermehrt Aussetzer. Während dieser Aussetzer fehlt ihr jegliche Erinnerung und sie kommt wieder zu sich, ohne zu wissen, wie sie an diesen Ort gekommen ist oder was sie soeben noch getan hat.

Derweil taucht in Köln eine Frauenleiche auf, welche lebendig in einem Sarg vergraben wurde. Der Täter spielt mit den Ermittlern, denn er gibt ihnen Hinweise, wo das Opfer zu finden ist, doch den Beamten ist es nicht gelungen, das Opfer lebend zu retten. Bernd Menkhoff und Jutta Reithöfer ermitteln unter Hochdruck, doch erst als sie die Identität des Opfers herausfinden, gelingt es ihnen, eine erste Spur zum Täter aufzunehmen.

Tatsächlich handelt es sich bei eben jenem Opfer um die Halbschwester Eva Rossmanns. Die beiden hatten keinen Kontakt. Natürlich ermittelt die Polizei umgehend im Umfeld der Toten, doch es ist offensichtlich, dass der Ehemann mit diesem Verbrechen nichts zu tun hat. Vielleicht kann die Halbschwester ja einen Hinweis geben. Bedauerlicherweise kann Eva den Ermittlern nicht weiterhelfen, doch Menkhoff ahnt, dass es eine Verbindung geben muss. Immerhin ist Eva eine erfolgreiche, wohlhabende Frau und wäre zudem ein leichteres Opfer gewesen. Welchen Grund gab es, die Schwester zu töten? Oder hat das alles gar nichts mit dieser irritierenden Frau zu tun? Derweil versucht eine andere Frau in Köln ihr Leben mehr schlecht als recht zu meistern, was gar nicht so einfach ist, denn sie ist dem Täter näher, als sonst irgendein Mensch auf dieser Erde ...


Lebendig begraben! Der Plot wurde spannend  und abwechslungsreich erarbeitet. Ich muss gestehen, es hat diesmal etwas länger gedauert, bis ich alle Zusammenhänge erfasst hatte, denn die Fäden sind so geschickt gesponnen, dass ich mich von ihnen gerne in die Irre habe führen lassen. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Protagonistin Eva mag in den Augen der Öffentlichkeit eine gestandene Frau in den 30ern sein, welche über ein großes Vermögen und nicht wenig Einfluss verfügt, doch schnell merkt der Leser, dass ihr Naturell eher unsicherer Natur ist und sie durch die ganze verfahrene Situation mit ihren überaus realistischen Alpträumen am Rande des Zusammenbruchs ist. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd-beklemmend erarbeitet, sodass ich mich gar nicht mehr von dem Buch lösen konnte - ich musste einfach wissen, wie es ausgeht. Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch eines meiner liebsten des Autors ist und mir wirklich spannende Lesestunden bereitet hat.

Bewertung: 


Von Arno Strobel bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)




Der Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitete bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mittlerweile konzentriert er sich ganz auf das Schreiben und gehört zu den gefragtesten deutschen Thrillerautoren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. (übernommen von Fischer Verlage)







Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

 
Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch bekam ich geschenkt.

 

Mittwoch, 20. Juli 2016

[Hörbuch-Rezension] Karen Winter - Wenn du mich tötest


Leseprobe



Eckdaten:
Audio CD: 5 Seiten
Verlag: audio media verlag; Auflage: 1 (1. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956390830
ISBN-13: 978-3956390838
Größe und/oder Gewicht: 12,4 x 2,5 x 14,4 cm

Inhalt gem. Droemer:
Nach Kinlochbervie, einem Küstenort in den schottischen Highlands, verirrt sich niemand zufällig. Deswegen sorgt der deutsche Tourist Julian im einzigen Hotel der Gegend durchaus für Aufsehen. Verdreckt, durchnässt und völlig verstört bittet der Backpacker um Hilfe. Seine Frau Laura, mit der er einige Tage am Strand der einsamen Sandwood Bay verbracht hat, ist verschwunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, und bald gerät Julian selbst unter Verdacht. Dann wird südlich der Bay die Leiche einer Frau angespült; nackt und kaum mehr zu identifizieren ...

Zum Buch:
Alle im Pub schauen auf, als der völlig neben sich stehende deutsche Tourist Julian Tahn eintritt und meinte, seine Frau wäre verschwunden.
Er und seine Frau Laura wären zelten gewesen und von dort wäre sie spurlos verschwunden. Nachdem er sich schon erfolglos umgesehen hatte, bittet er nun um Hilfe.
Die Polizei wird eingeschaltet, aber die Frau bleibt verschwunden. Kein Hinweis, wohin sie gegangen und was mit ihr passiert sein könnte.
Es dauert nicht lange, als die Polizei die Vermutung aufstellt, dass Julian etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun haben könnte. Als dann auch noch eine tote Frau an Land gespült wird, die offensichtliche Ähnlichkeit mit Laura aufweist, steht er erst einmal unter Mordverdacht und wird verhaftet.
Wo ist Laura und ist er Schuld an ihrem Verschwinden? ...

Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf und im Zuge derer wird festgestellt, dass Julian, wenn er unter Stress steht, auch gewalttätig wird. Es gab bei einer kürzlich durchgeführten Bootstour mit seiner Frau Streit, die dem Bootsführer Angst machte.
Auch war Julian schon einmal verheiratet und seine erste Frau kam unter ungewöhnlichen Umständen ums Leben. Auch damals wurde ihm Mord unterstellt, er wurde aber freigesprochen.
All das wird ihm jetzt zur Last gelegt und doch behauptet er vehement, dass er seine Frau Laura nicht getötet hätte.

Das und noch einiges andere bringt der ermittelnde Inspector John Gills zum Vorschein und seine Vermutung verstärkt sich, dass Julian seine Frau umgebracht hat bzw. für deren Verschwinden verantwortlich ist.

Dieser Roman von Karen Winter wird als Psychothriller deklariert. Thriller ja, aber als Psychothriller würde ich ihn nicht unbedingt deklarieren.

Die Ermittlungen sind in vollem Gange und bringen nicht nur den Inspector ins Schwitzen, sondern verunsichern auch den Leser. Mehr als einmal war ich hin- und hergerissen zwischen Julians Schuld bzw. Unschuld und habe mir meine Gedanken gemacht, wie das alles zusammenhängen möge.
Es gibt einige Überraschungen, die man nicht hätte voraussehen können.
Zum Beginn des Buches ist nicht absehbar, wie und in welche Richtung sich das Buch entwickeln würde, das macht es interessant.

Die Protagonisten waren so eigen, dass ich mich nicht wirklich mit ihnen anfreunden konnte. Auch wenn einiges aus der Vergangenheit von Julian ans Licht kam, so blieb er mir doch fremd und ich konnte keine Beziehung zu ihm aufbauen.
Die Beschreibungen der Landschaft hingegen macht Lust, sich dort vor Ort umschauen zu wollen.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch konsumiert und mich von der Stimme von Pascal Breuer berieseln lassen. Er hat eine angenehme Stimme und bringt auch die Stimmungen sehr gut rüber. Zu keinem Zeitpunkt wurde die Stimme unangenehm, er hatte sehr gut gelesen.

Es ist ein Buch über eine Ehe, die nicht ganz alltäglich ist. Eine Geschichte, die von Gewalt, Schuld und Unschuld erzählt. 

Bewertung:

Zur Autorin:
(übernommen von Droemer)
Karen Winter ist eine erfolgreiche Spannungsautorin, die seit vielen Jahren mit ihren Thrillern auch die Leser in Frankreich und den Niederlanden begeistert. Sie lebt in Hamburg. Zusammen mit ihrem Mann bereist sie, beruflich wie privat, die Welt. Ihre abenteuerlichen Reisen sind die perfekte Inspirationsquelle für ihre abgründigen psychologischen Romane und äußerst brisanten Thriller.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 9. Juni 2016

[Rezension] Jutta Maria Herrmann - Schuld bist du



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426518511
ISBN-13: 978-3426518519
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3 x 18,8 cm

Inhalt gem. Knaur:
„Schuld bist du!" - Diese mit Blut an eine Fensterscheibe geschmierte Botschaft findet der Journalist Jakob Auerbach in seiner leergeräumten Wohnung vor, als er von einer Dienstreise zurückkehrt. Von seiner Frau Anne und der kleinen Tochter Mia fehlt jede Spur. Auf der Suche nach ihnen hetzt er durch die nächtlichen Straßenschluchten von Berlin, ohne zu ahnen, dass er selbst der Gejagte ist.

Zum Buch:
Sie sind weg!
Der Journalist Jakob Auerbach kommt nach einer Dienstreise nach Hause. Gerade noch rechtzeitig, denkt er, denn sie wollen in den nächsten Tagen umziehen. Aber was er vorfindet ist eine leere Wohnung, aus der bereits alle Sachen verschwunden sind. Am Fenster findet er eine blutige Botschaft "Schuld bist du". Wo sind seine Lebensgefährtin Anne und ihre gemeinsame Tochter Mia?
Ein kurzer panischer Anruf von Mia lässt ihn handeln. Er muss Anne und Mia finden, aber wo und wie? ...

Nachdem ich von "Hotline", dem ersten Thriller der Autorin Jutta Maria Herrmann begeistert war, stand für mich schon bald fest, dass ich mich auch ihrem neuesten Werk widmen werde, welches sie mit diesem Thriller hier vorgelegt hat.

Der Journalist Jakob Auerbach wird immer wieder mit der Hinterlassenschaft eines Mörders mit den Worten "Schuld bist du" konfrontiert. Er kann sich diese Nachrichten nicht erklären, sind diese überhaupt für ihn gedacht oder sprechen sie nicht eher jemand anderes an?
Sein momentan einzig erklärtes Ziel ist es, seine verschwundene Freundin Anne und Tochter Mia zu finden. 
Es beginnt eine Jagd durch Berlin, über Baustellen, in den Wald oder auch zu ihm bekannten Orten. Was er nicht findet - sind Anne und Mia, was er findet - Tote, zumeist Kinder.
Auf seiner Suche begegnet ihm Tamara, seine ehemalige Freundin vor Anne, die ihn bei der Suche tatkräftig zu helfen versucht. Für sie wird die Suche immer mehr zu einem Anlass, an den geistigen Zustand von Jakob zu zweifeln. Was von dem, was Jakob erzählt, ist wahr? 

Parallel zu Jakobs Suche nach seiner Familie erfährt der Leser eine Geschichte, die in einem Krankenhaus erzählt wird. Eine unbekannte Frau erzählt diese einem Komapatienten, ihre eigene Rolle in dem Szenario und die Rolle einer gewissen Grit.

Die beiden Handlungsstränge verlaufen parallel und wechseln sich stetig ab. Sehr lange ist man im Unklaren, wie diese wohl zusammenhängen mögen und vor allem, wie sie sich entwickeln werden. Auch wenn man bei einigen Personen bald eine Ahnung der Identität hat, bleibt vieles offen.

Die Autorin Jutta Maria Herrmann lässt ihren Hauptprotagonisten agieren, lässt ihn voller Angst zurück, Angst über die Ungewissheit, was mit seiner Familie geschehen ist. Angst vor der Tatsache, dass er sie vielleicht nicht rechtzeitig findet und Angst bei jeder gefundenen Leiche, es könnte Mia sein. Diese Angst ist fast greifbar und man hofft gemeinsam mit Jakob, dass alles gut ausgehen möge, dass es seinen Lieben gut geht und er sie rechtzeitig, vor was auch immer, finden und beschützen kann.

Jutta Maria Herrmann greift sich den Leser und nimmt ihn mit auf diese Jagd. Eine Hetzjagd durch Berlin und Umgebung, wobei Jakob nicht nur Jäger, sondern auch Gejagter ist. Eine Jagd voller Spannung und offener Fragen, die sich nicht nur Jakob stellt, sondern die selbst dem Leser ständig durch den Kopf gehen.
Es gibt Begebenheiten, die man sich so nicht vorstellen kann, die unglaubhaft wirken. Die Fragezeichen über meinem Kopf mehrten sich, immer nach dem Motto, na das muss die Autorin mir aber wirklich glaubhaft erklären können.
Schon der Auflösung wegen, die man anstrebt, ist man nicht in der Lage, das Buch aus der Hand zu legen.
Noch eine Seite und noch eine Seite, viele Seiten, die mir den Nachtschlaf raubten und nicht zur Ruhe kommen ließen.

Von Beginn an gelingt es der Autorin Spannung zu erzeugen. Den anfangs gelegten Spannungsbogen kann sie nicht nur durchgängig halten, sie steigert ihn sogar. Man wird förmlich durchs Buch gejagt.

Die Protagonisten sind in ihrer Darstellung glaubhaft angelegt. 
Ein Vater, der seine Familie sucht, eine Mutter, die ihr Kind verloren und Rache geschworen hat und eine Frau, die ein Versprechen gegeben hat. Zusätzlich eine ehemalige Freundin, die nach Jahren urplötzlich wieder aufgetaucht ist.
Genug Stoff, um daraus einen spannenden Psychothriller zu machen, was der Autorin auch mit Bravour gelungen ist.

Es ist ein Thriller mit vielen Wendungen und einem überraschenden Ende.
Ein Buch, das mir atemlose Stunden beschehrt hat und welches ich sehr gern weiterempfehle.

Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen von Knaur)
Mitte der Achtziger strandete die Saarländerin Jutta Maria Herrmann in Berlin, studierte Germanistik und Filmwissenschaften, sympathisierte mit der Hausbesetzerszene und stürzte sich ins Nachtleben. Sie war u.a. als Buchhändlerin, Putzfrau, Sekretärin, Synchrondrehbuch-Autorin und Veranstalterin von Punkkonzerten tätig. Heute arbeitet sie für eine Tageszeitung und lebt mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, vor den Toren Berlins. 






Von Jutta Maria Herrmann wurden gelesen und rezensiert:


Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Jutta Maria Herrmann und der




bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 13. November 2015

[Rezension] Arno Strobel - Das Skript



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 400
ISBN: 978-3-596-19103-1
Erscheinungstermin: 13. Januar 2012 
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer Verlage


Klappentext gem. Fischer Verlage:
Wenn Bestseller Angst machen – der neue packende Psychothriller von Arno Strobel!
Eine Studentin bekommt per Post rätselhafte Botschaften zugeschickt – auf Menschenhaut geschrieben. Die Polizei verdächtigt den früheren Bestsellerautor Christoph Jahn: In dessen Roman schneidet ein Serienkiller jungen Frauen die Haut vom Körper, um darauf den Anfang seines Romans, der von allen Verlagen abgelehnt worden ist, auf grausige Weise neu zu schreiben. So erhofft er sich die Aufmerksamkeit für sein Werk, die es seiner Meinung nach verdient hat. Doch Jahn schiebt die Schuld auf einen geisteskranken Fan, der bereits vor Jahren Verbrechen aus seinen Romanen ›nachgestellt‹ haben soll, aber nie gefasst wurde. Die grausige Geschichte scheint sich zu wiederholen …
Ein Entführungsfall, ein Serienkiller und ein Hauptverdächtiger mit beängstigender Phantasie: Brutal raffiniert erzählt Arno Strobel eine furchterregende Geschichte mit doppeltem Boden.

Rezension:
Studentin Nina staunt nicht schlecht, als sie unerwartet ein UPS-Paket erhält. Sie hat mit keiner Sendung gerechnet und auch der Inhalt kommt ihr mehr als suspekt vor. Es ist ein bespannter Keilrahmen, auf dem geschrieben steht "DER LESER, Kriminalroman von Anonymus". Da Nina das Ganze nicht geheuer ist, informiert sie die Polizei. Diese ist sehr interessiert, erweckt doch die Leinwand den Anschein, als könne sie aus Menschenhaut sein (denn es ist etwas zu erkennen, das ein Tattoo sein könnte). Nach entsprechenden Tests steht fest, es ist menschliche Haut. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich hierbei um Haut eines Entführungsopfers handelt, der Tochter eines Zeitungsverlegers - was auch den Tatsachen entspricht.

Als kurz darauf die Leiche einer Frau aufgefunden wird, gehen die ermittelnden Beamten Stephan Erdmann und Andrea Matthiessen davon aus, dass es sich um das Entführungsopfer handelt, zumal auch diesem Leichnam Haut fehlt, doch sie täuschen sich. Dem Opfer steht auf der Stirn 1-2 geschrieben, ein Hinweis darauf, dass ihre Haut für die Kapitel 1 und 2 herhalten musste, nicht jedoch für das Deckblatt, wie die Haut der Verlegertochter, diese könnte also noch am Leben sein. 

Eher durch Zufall stoßen die Ermittler auf ein Buch namens "Das Skript" von einem gewissen Christoph Jahn, der seit seinem Umzug nach Hamburg jedoch nicht mehr schreibt. Schnell befindet sich jener Jahn als Hauptverdächtiger im Mittelpunkt der Ermittlungen, denn bereits in seiner Vergangenheit gab es einen ähnlich gearteten Fall - Morde, begangen nach seinen literarischen Vorlagen. Zwar macht Jahn dafür einen verrückten Fan verantwortlich, doch der Täter konnte seinerzeit nicht ermittelt werden. Wer steckt wirklich hinter der Entführung und wird das Opfer sterben müssen, bevor die Polizei sie findet und sind womöglich noch weitere Frauen in Gefahr, denn das Buch "Das Skript" von Christoph Jahn umfasst sehr viele Kapitel ..


Auf Menschenhaut geschrieben! Der Plot wurde spannend und teils echt grausig erarbeitet, jedoch gibt es ein paar Kleinigkeiten, die mich doch etwas gestört haben. Dies betrifft vor allem die Ermittlertätigkeiten, denn wenn klar ist, dass sich die gesamte Mordserie an einem bereits existierendem Buch orientiert, warum lesen die Ermittler dies nicht gleich von vorn bis hinten, um so dem Täter zuvor zu kommen? Immerhin ist so ein Buch schneller gelesen, als einem Menschen Haut abgeschält und diese so weiterverarbeitet, dass darauf geschrieben werden kann und wer sind die Opfer, die gefunden werden und dennoch namenlos bleiben? Wurden diese nicht vermisst, soll wirklich nur die Verlegertochter als vermisst gemeldet worden sein? Irgendwie kann ich mir das in der realen Welt so gar nicht vorstellen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, auch wenn die Ermittler in meinen Augen leider keine Sympathieträger sind, wohl geschuldet der Tatsache, dass ich mit deren Ermittlertätigkeit so nicht einverstanden bin, siehe oben. Den Schreibstil empfand ich als sehr fesselnd erarbeitet, sodass ich mich in diesem Punkt kaum vom Buch lösen konnte. Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch durchaus mit einer packenden Story und einem fesselnden Schreibstil aufwartet, es jedoch leider nichts das beste Werk des Autors ist.

Bewertung: 

Von Arno Strobel bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)



Der Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitete bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mittlerweile konzentriert er sich ganz auf das Schreiben und gehört zu den gefragtesten deutschen Thrillerautoren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. (übernommen von Fischer Verlage)







Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

 
Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir günstig über das Internet gekauft.

[Rezension] Arno Strobel - Das Rachespiel

Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 352
ISBN: 978-3-596-19694-4
Erscheinungstermin: 20. Januar 2014 
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer Verlage


Klappentext gem. Fischer Verlage:
»Erfüllst du deine Aufgabe, kommt er frei. Erfüllst du sie nicht, wird er sterben.«

Frank Geissler glaubt an einen Scherz, als er die Website aufruft: Ein Mann, nackt, am Boden festgekettet, in Todesangst. Daneben ein Käfig voller Ratten, unruhig, ausgehungert.
Frank kann den Mann retten, heißt es. Aber nur wenn er Teil des »Spiels« wird und seine erste Aufgabe erfüllt. Angewidert schließt er die Website, doch kurz darauf ist der Mann tot. Und Frank beginnt zu zweifeln. Hätte er dem Unbekannten helfen können? Hätte er nicht sofort die Polizei informieren müssen? Aber es ist zu spät. Und nicht nur für den Toten. Auch Frank ist schon mittendrin. Mittendrin in einem Spiel, in dem er einer der Vier ist, einer der vier Kandidaten, für die es um alles geht. Um ihr eigenes Leben. Aber auch um das Leben aller, die ihnen etwas bedeuten … 

Rezension:
Frank Geissler führt ein sehr zufriedenes Leben in Tier. Beruflich ist er erfolgreich und mit Frau und Kind auch privat glücklich. Das ändert sich jedoch schlagartig, als er in seinem Briefkasten einen Umschlag findet, in dem sich ein USB-Stick befindet. Zwar weiß er nicht, von wem der Stick kommt, doch seine Neugierde siegt und er schließt ihn an seinen PC an. Er wird auf eine Website umgeleitet und sieht dort einen Mann, nackt und festgekettet. Neben diesem ein Käfig voller Ratten - und die Information, dass Frank den Mann retten könne, wenn er bereit wäre, ein Spiel zu spielen. Frank hält das ganze für einen Scherz und schließt die Website. Kurz darauf wird vom Fund einer Leiche berichtet, bei der es den Anschein hat, als wäre sie von Nagern attackiert worden. 

Frank ist klar, das ist kein Spiel, dass jemand mit ihm spielt, das ist die grausame Wirklichkeit und wenn er nicht will, dass seiner Familie etwas passiert, muss er das Spiel mitspielen. Kurz darauf trifft er an einer Bunkeranlage auf seine Freunde aus Kindertagen - Jens, auf Grund seiner roten Haare "Kupfer" genannt, Torsten, der als Kind nur "Fozzie" hieß und Manuela. Sie alle haben Familie und Menschen, die sie lieben und all diese sind durch den Spielmacher bedroht. Gemeinsam müssen sie das Spiel spielen, denn vor vielen Jahren begingen sie alle gemeinsam einen großen Fehler, dessen Nachwirkungen bis in die heutige Zeit reichen. 

Doch sobald sie die alte Bunkeranlage betreten wissen sie, dass sie in der Falle sitzen, denn ein Herauskommen ist erst möglich, wenn der Spielmacher dies zulässt und der Spielmacher hat ganz eigene Vorstellungen zu seinem Spiel. Alle vier haben die Möglichkeit innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens Punkte zu gewinnen - vier gibt es insgesamt, doch nur wer zwei Punkte sein Eigen nennt, rettet sich und seine Lieben, wer nur einen Punkt erringt, rettet lediglich sein eigenes Leben und wer keinen Punkt erzielt, der ist des Todes am Ende des Spieles. Mögen die Spiele beginnen ...


Mögen die Spiele beginnen! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich erst nach und nach, mittels kurzer Passagen, welche in die Vergangenheit führten, offenbart, warum die vier Erwachsenen dieses "Spiel" spielen müssen und dass dieses Spiel durchaus als "gerechte" Strafe anzusehen ist, für das was sie als Kinder getan haben. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders gut haben mir die Figuren des Frank und Torsten gefallen, Torsten, weil er kein Blatt vor den Mund nimmt und bereit ist mit dem Kopf durch die Wand zu  gehen, nur um die zu retten, die er liebt und Frank, weil er trotz dieser nervenaufreibenden Situation meist einen kühlen Kopf bewahrt und versucht sich mittels seines Verstandes innerhalb des Spieles zu orientieren. Den Schreibstil empfand ich als sehr spannend arbeitet, sodass ich mich kaum von dem Buch lösen konnte. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch sehr fesselnde Lesestunden bereitet hat - ABER: Ich mir wohl bei nächster Gelegenheit mal den Herrn Strobel schnappen muss, um ihm meine Meinung zur Tierquälerei (insbesondere bei Katzen) zu verklickern.

Bewertung: 

Von Arno Strobel bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)




Der Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitete bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mittlerweile konzentriert er sich ganz auf das Schreiben und gehört zu den gefragtesten deutschen Thrillerautoren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. (übernommen von Fischer Verlage)







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Wie ich zu dem Buch kam:
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, das Buch habe ich geschenkt bekommen.