Eckdaten: Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Tinte & Feder (4. April 2017) Sprache: Deutsch ISBN-10: 1612185355 ISBN-13: 978-1612185354 Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 2,5 x 12,6 cm Inhalt gem. Amazon: Eine junge Ärztin, ein wertvolles Gemälde und ein Geheimnis, das die Zeit überdauert hat. Im Sommer 1990 gerät das Leben der jungen Ärztin Leilani Vonderhoff aus den Fugen. Von den Menschen die ihr wichtig waren verlassen, bricht sie ihre Zelte in Berlin ab und macht sich auf die Suche nach einem Neubeginn, um wieder Ruhe und Ordnung in ihr Leben zu bringen. Auf der Insel Rügen glaubt sie all das zu finden. Die Beschaulichkeit ihrer kleinen neuen Welt ist jedoch nur von kurzer Dauer. Völlig unerwartet wird sie mit dem Vermächtnis ihrer Familie konfrontiert. Neugierig begibt sie sich auf Spurensuche, an deren Ende nichts mehr so sein wird, wie es bisher schien. Zum Buch: Es kommt eins zum anderen. Nicht nur Rose, Leilanis Mutter, stirbt, sondern ihr verheirateter Kollege und zudem Liebhaber wendet sich ungeniert einer jüngeren Kollegin zu. Während sie den Nachlass ihrer Mutter durchsieht und auf deren Wunsch das Haus verkaufen will, findet sie ein Gemälde, das recht wertvoll zu sein scheint und welches eine Villa darstellt. Leilani kann sich schwer vorstellen, wie ihre Mutter an dieses Gemälde gekommen sein soll, denn finanziell wäre sie definitiv dazu nicht in der Lage gewesen. Da sie momentan nichts mehr in Hannover hielt, macht sie kurzerhand gemeinsam mit ihrer Freundin Urlaub und ist auf den Weg an die Küste, wo sie recht bald auch dem Charme der Insel Rügen unterliegt. Tief vom Verrat ihres Liebhabers getroffen, nimmt sie die Chance eines Neuanfangs auf der Insel Rügen war, als sie sich ihr in Form einer Praxis dort bietet... Auch dieser Roman der Autorin Annette Hennig spielt auf 2 Zeitebenen. Während die in der Vergangenheit die Zeit von 1945 bis 1961 umfasst, spielt die andere im Jahr 1990 als Gegenwart. Der Vergangenheitsteil schließt nahtlos an Teil 1, "Floras Traum vom roten Oleander" an. Der Leser erfährt, wie es mit der Familie von Langenberg weitergeht, wobei das Hauptaugenmerk auf das Heranwachsen von Viola geht. Flora von Langenberg, ihre Mutter, hat noch immer das Zepter in der Hand und bestimmt nach eigenem Gütdünken über die Geschicke ihrer Familie. Obwohl als Mensch sehr dominant und fast nicht tragbar, ist sie andererseits erfolgreich und durchsetzungsfähig. Deutlich spürbar ist die Abweisung, die Flora ihrer Tochter Viola entgegenbringt. Die Reue kommt zu spät, Viola und auch ihrer geliebten Schwester Rose gegenüber. Im Jahr 1990 ist Leilani die Hauptprotagonistin, eine Ärztin, die in Hannover lebt. Nach dem Tod der Mutter und dem Vertrauensbruch ihres Liebhaber zieht sie sich auf die Insel Rügen zurück, wo sie einen Neuanfang wagt. Das Gemälde, das sie von ihrer verstorbenen Mutter hat, lässt sie Nachforschungen betreiben. Sie findet das Haus auf Rügen. Ihr kommen Fragen und Zweifel, wer war ihre Mutter Rose? Sie war ihre einzige Verwandte, aber stimmte das so? Fragen zu ihrem Vater wurden nie beantwortet. Andere Gegenstände kommen ihr zwischen die Finger, die neue Fragen aufwerfen. Wird es ihr gelingen, diese Fragen alle zu beantworten? Sehr gekonnt hat Annette Hennig wieder die beiden Zeitebenen miteinander verwoben. Fragen, die nach dem Lesen des 1. Bandes beantwortet wurden, bringen neue auf. Auch dieser Teil endet mit einem Cliffhanger und lässt den Leser hoffend zurück, dass es mit der Fortsetzung nicht so lange dauern möge. Altbekannte Protagonisten, wie beispielsweise Flora und Heinrich aus Teil 1 sind auch hier wieder anzutreffen, denn ihre Geschichte wird ja weitererzählt. Neu hinzugekommen ist Leilani, eine sympathische junge Frau, die einfach nur Pech mit Männern hat. Auch wenn sie zu Beginn des Buches noch einiges verklärt sah, so ist sie doch eine Frau, die weiß, was sie will und auch, was nicht. Sie muss man einfach mögen, ob man will oder nicht. Mit Flora ist das so eine andere Sache. Ich weiß nicht wirklich, ob ich die Frau so verdammen soll, wie ich es fühle. Sie ist inzwischen eine alte Frau, die versucht, einiges gut zu machen, zwar immer noch sehr dominant, aber doch bemüht, vergangenes Unrecht wieder gut zu machen. Ich mag Bücher mit Familiengeheimnissen, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen. So ist es für mich einfach ein Muss, die Bücher von Annette Hennig zu lesen. Sie kann das, nimmt mich mit auf die Reise und zieht mich in den Strudel der vergangenen und gegenwärtigen Zeit. Durch Angaben der Zeiten fällt es dem Leser leicht, sich zu orientieren. Es ist eine wunderbare Geschichte, die noch immer nicht zu Ende ist. Ich fühlte mich wohl beim Lesen und wollte das Buch nicht aus der Hand legen. Das Buch und ich waren verwachsen, schließlich wollte ich wissen, wie es ausgeht. Nun heißt es wieder warten, bis der letzte Teil der Trilogie erscheint. Ich mag die Bücher der Autorin und empfehle sie immer gern weiter, so dass ich auch für dieses nur eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen kann. Jedoch sollte vor dem Lesen dieses Buches der 1. Teil gelesen werden.
Reiheninfo: Blütenträume 01: Floras Traum vom roten Oleander Blütenträume 02: Leilani - Die Blume des Himmels Blütenträume 03: Jasmin - Zeit der Träume
Bewertung: Zur Autorin: Annette Hennig über sich selbst findet ihr HIER Von Annette Hennig wurden gelesen und rezensiert:
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Annette Hennig
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte
Eckdaten: Taschenbuch: 344 Seiten Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (9. Januar 2016) Sprache: Deutsch ISBN-10: 1523313196 ISBN-13: 978-1523313198 Größe und/oder Gewicht: 12,9 x 2,2 x 19,8 cm Inhalt gem. Amazon: Eine weiße Villa, eine adlige Familie und der Traum vom großen Glück. Im Frühjahr 1939 träumt die 19-jährige Flora Hoffmann von einem besseren Leben. Mit fünf Schwestern in einfachen Verhältnissen aufgewachsen, ist der Alltag der Familie in der ländlichen Idylle der Insel Rügen von Arbeit und Entbehrungen geprägt. Doch Flora sehnt sich nach Reichtum und Macht, eben jener Art von Wohlstand, die sie in ihrer Stellung als Hausmädchen täglich erlebt. Bald schon kennt die junge Frau nur noch ein Ziel. Den Weg dorthin verfolgt sie mit aller Kraft und trifft dabei Entscheidungen, die nicht nur ihr Leben für immer verändern. Fünfzig Jahre später kehrt Flora Gräfin von Langenberg zum ersten Mal in den kleinen Badeort an der Ostseeküste zurück, an dem alles begann. Seinem letzten Wunsch entsprechend trägt sie ihren verstorbenen Mann in heimatlicher Erde zu Grabe. Noch einmal streift die Gräfin durch die alte Villa, der einst ihre ganze Sehnsucht galt. Einsam und zugleich entschlossen beginnt die fast Siebzigjährige eine Reise in die Vergangenheit, die ihr weit weniger Hoffnung als Schmerzen bereitzuhalten scheint. Doch auch dieses Mal geht sie unbeirrt ihren Weg. Wird Flora letztlich finden was sie längst verloren glaubte? Zum Buch: 1939 auf Rügen: Die 19-jährige Flora ist in Armut aufgewachsen. Als eine von 6 Mädchen war sie froh, dem häuslichen Elend entkommen zu sein, als sie Arbeit in der weißen Villa bei den von Langenbergs bekommt. Dort ist sie Mädchen für alles, aber sie hat hohe Ziele. Sie will nicht weniger, als die Herrin dieses Anwesens werden und ihr ist jedes Mittel dazu recht. Heinrich, der Sohn der Gräfin, kommt ihr da gerade recht. Sie flirtet mit ihm und verführt ihn, bis sie ihm die Nachricht geben wird, dass sie schwanger ist. Heinrich, verliebt bis über beide Ohren, kann es nicht abwarten, sie zu heiraten, selbst gegen den Willen seiner Mutter, die Flora durchschaut hat. Flora scheint ihr Ziel erreicht zu haben. Aber sie ist eine böse und herrische Herrin, der es nicht schwer gefallen ist zu vergessen, von wo sie gekommen ist. Selbst ihre Mutter behandelt sie wie eine Untergebene. Sie ist unbeliebt, hat keine Freunde. Als Heinrich in den Krieg zieht, liegt es an ihr, das Anwesen am Leben zu erhalten. Mit unglaublicher Kraft gelingt ihr auch das. Ihre Untergebenen und Bediensteten fürchten sie. Sie hat alles und ist doch mit sich und der Welt im unreinen. Auf Viola, ihre Tochter, ist sie eifersüchtig, liebt ihr Mann diese doch heiß und innig. 1990 auf Rügen: Nach 50 Jahren kommt Flora, Gräfin von Langenberg, wieder auf die Insel. Der letzte Wunsch ihres Mannes war, dass man ihn dort beerdigen möge. Auch ihre Tochter Viola ist vor Ort, vermeidet jedoch ein Treffen mit ihrer Mutter, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. In der Vergangenheit ist etwas geschehen, was sie ihrer Mutter nie verzeihen konnte, bis heute. Viola hat Kontakt zu ihrer ehemaligen Amme, Martha, aufgenommen, die es nach der Wende wieder auf die Insel zurückgezogen hatte. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach jemanden, den Viola vor vielen Jahren verloren hatte... Auch dieser Roman der Autorin Annette Hennig spielt in zwei Zeitebenen. Im Jahr 1990 laufen alle Fäden zusammen, um von da aus wieder zurück in die Vergangenheit zu gehen. Mit diesem Band hält man den 1. Teil der Reihe Blütenträume in den Händen. Ich hatte bereits ihre erste Trilogie gelesen, die mir sehr gut gefallen hatte. Dieses Buch jedoch hat mich regelrecht begeistert. Die Protagonistin Flora ist eine selbstsüchtige, arrogante Person, die für sich das Beste will und es auch bekommt. Erst kommt sie, dann lange Zeit niemand. Sie wird gefürchtet von ihrem Personal, hat so gut wie keine Freunde, ist aber geschäftstüchtig. Ihrem starken Willen und Ehrgeiz ist es zu verdanken, dass es auch nach dem Krieg noch dieses Anwesen gibt. Sie ist eigentlich eine einsame Frau, was besonders im Alter erkennbar ist. Von ihrer Tochter entfremdet, hat sie nur einen Anwalt, auf den sie rechnen kann. Durch die vielen Rückblicke zurück ins Jahr 1939 und den folgenden ist sehr gut ersichtlich, wie dieser Mensch aus ihr geworden ist. Wenn sie nicht so hartherzig und böse ihr Leben lang gewesen wäre, könnte man sie fast bemitleiden. So kann man eigentlich nur denken - selber schuld. Während der ganzen Rückblicke seitens Flora wie auch von Viola kommen Fragen auf. Fragen, die einem während des Lesen durch den Kopf gehen. Andeutungen machen alles noch spannender, will man doch wissen, was es mit diesen auf sich hat. Zum Ende hat die Autorin einen fiesen Cliffhanger eingebaut, der einen fassungslos zurückblicken lässt und einen hoffen lässt, dass man bitte schnell Teil 2 lesen möchte. Der Schreibstil der Autorin ist klar und kommt ohne viele Schnörkel aus. Sie braucht keine Lückenfüller, um das Buch in die Länge zu ziehen. Sie hat in diese 340 Seiten eine Story gepackt, die den Leser schon von Beginn an in seinen Bann zieht und ihn nicht mehr loslässt. Ganz im Gegenteil, man wünscht sich, sofort weiterlesen zu können. Es ist ein unglaubliches Buch, das noch lange nachgeklungen hat. Wie wird es weitergehen, wie entwickeln sich die Protagonisten weiter? Viele Fragen wurden gestellt und nicht beantwortet, so dass ich einerseits zum Schluss dachte, "hach, war das schön" und andererseits "wie kann die Autorin mich jetzt mit all den Fragen allein lassen?" Ich für meinen Teil kann es nicht erwarten, Teil 2 in meinen Händen zu halten. Für dieses Buch spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus. Dieses Buch sollte man unbedingt lesen, wenn man an Familiengeheimnissen, so wie ich, nicht vorbei kommt. Das ist mehr als gute Unterhaltung! Reiheninfo: Blütenträume 01: Floras Traum vom roten Oleander Blütenträume 02: Leilani - Die Blume des Himmels
Bewertung: Zur Autorin: Annette Hennig über sich selbst findet ihr HIER Von Annette Hennig wurden gelesen und rezensiert (Das Laufband ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar) An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Annette Hennig
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte
Eckdaten: Taschenbuch: 284 Seiten Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (17. Juni 2015) Sprache: Deutsch ISBN-10: 1512126357 ISBN-13: 978-1512126358 Größe und/oder Gewicht: 12,9 x 1,8 x 19,8 cm Inhalt gem. Amazon: Das Finale der großen Familiensaga um Liebe, Leid und Leidenschaft Argentinien 1945: Arthur Weimann flieht in ein neues Leben, ein fremdes Land, fern seiner Heimat. Er bekommt eine zweite Chance, heiratet eine Tochter aus reichem Hause und wird dennoch nicht restlos glücklich. Die Vergangenheit überschattet die Ehe mit seiner blutjungen Frau und er schreibt sich in einem Brief an seine große Liebe alles von der Seele. Erst 70 Jahre später treffen seine Zeilen ein, die Empfängerin ist, genau wie er, längst verstorben. Nun ist es an seinen Nachfahren, das Geheimnis aufzudecken, das er ihnen hinterlassen hat. Werden seine Kinder und Kindeskinder ihn verstehen oder werden sie ihn verurteilen? Können sie ihm vergeben? Eine fesselnde, dramatische Liebesgeschichte - geheimnisvoll und spannend erzählt! Zum Buch: 70 Jahre sind ins Land gegangen, bis ein Brief seinen Empfänger findet. Nicht direkt ihn selbst, sondern seine Nachfahren. Der Empfänger ist inzwischen verstorben, wie auch der Adressat selbst. Der Adressat war Arthur Weimann, Deutscher, der vor 70 Jahren aus Überzeugung in den Krieg zog und nie wieder kam. Er hinterließ Frau und Kind in dem Glauben, er wäre gefallen. Nun dieser Brief, der für alle Beteiligten zu spät kam. Der Brief erreichte nur noch die Nachkommen, die schon einen Teil aus Arthurs Geschichte in Erfahrung bringen konnten, die aber nun doch überrascht sind, aus Argentinien die letzten Lebenszeichens ihres Vaters, Großvaters bzw. Urgroßvaters zu erhalten. Aber es ist noch nicht zu spät, um Beteiligte aufsuchen zu können und die restlichen Puzzleteile aus Arthurs Leben zu erfahren. Es wird ein Trip in die Vergangenheit und gleichzeitig ein Abschluss der Trilogie um Arthur Weimann... Was habe ich gewartet auf den Schlussband der Trilogie um Arthur Weimann, denn durch die beiden Vorbände konnte man erfahren, wie es ihm zu Kriegszeiten ergangen ist. Von zu Hause weggegangen, um das Dritte Reich als Soldat zu unterstützen und um nie wiedergekommen. Nun endlich erfährt man als Leser, wo es Arthur letztendlich hin verschlagen hatte. Er verbrachte seine letzten Jahre, Jahrzehnte in Argentinien, wo er reich geheiratet hat. Isabel, die Tochter eines Weinguts setzte sich in den Kopf, Arthur Weimann, den neuen Verwalter des Gutes, zu ehelichen. Seit sie ihn gesehen hat, ging ihr dieser Mann nicht mehr aus dem Kopf. Da war es völlig uninteressant, dass er mehr als doppelt so alt war wie sie selbst. Arthur, der im Leben nichts mehr zu verlieren hat, heiratet Isabel und macht sie glücklich. Sie weiß, dass er sie auf seine Art liebt, aber sie weiß auch, dass er nicht grenzenlos glücklich mit ihr ist. Arthur hatte schon ein Leben, das in der Vergangenheit liegt und über das er nie mit ihr gesprochen hat. Obwohl er seiner jungen Frau so gut wie jeden Wunsch erfüllt, weigert er sich beharrlich, mit ihr nach Deutschland, seinem Heimatland zu reisen. In der Gegenwart erhält Elisa, Agnes und Walthers Tochter, den Brief, der 70 Jahre zu spät kam. Abwechselnd erzählt die Autorin Annette Hennig die Geschehnisse aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Am interessantesten fand ich die Ereignisse der Vergangenheit, die von Arthurs und Isabels Leben handelte. Man lernt ein ungestümes Mädchen kennen, dem jeder Wunsch erfüllt wird und einen ruhigen, besonnenen Mann, der die Jugend schon weit hinter sich gelassen hat und der sich ein weiteres Mal auf eine Beziehung einlässt. Argentinien wird Arthurs letzte Heimat, in der er auch sterben wird. Drei Bücher, drei Familien und die verschiedensten Schicksale durfte man in der Trilogie kennenlernen. Mehr als einmal sind mir die Tränen gekommen. So blieb auch in dem Abschlussband mein Auge nicht trocken, lag es daran, dass es so gut und einfühlsam geschrieben wurde oder daran, dass ich eh nah am Wasser gebaut bin? Die Protagonisten sind durchweg sympathisch, die aus der Vergangenheit wie auch die aus der Gegenwart. Arthur hat es sich sein Leben lang nicht leicht gemacht und immer versucht, aus der jeweiligen Situation das beste zu machen. Parallel dazu hatte der Leser die Möglichkeit, die "zurückgebliebene" Familie von Arthur, angefangen von Agnes, über Elisa und Nina wie auch deren Kinder und Kindeskinder mitzuerleben. Eine komplexe Familiengeschichte, die in den 40er Jahren des vergangenen Jh. begann und 2014 endet. Ich bin ein wenig traurig, dass ich diese Familie nun endgültig verlassen muss, die Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen und ich habe sie durch all die Jahre gern begleitet. Die Trilogie ist mehr als nur lesenswert, sie vermittelt auch ein klein wenig Geschichtswissen. Obwohl man durchaus jedes Buch für sich lesen kann, empfehle ich doch, es als Ganzes zu sehen und mit Band 1 zu beginnen. Ich habe es nicht bereut und viele angenehme Stunden beim Lesen der Bücher verbracht. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.
Reiheninfo: Und immer war es Liebe 01: Agnes Geheimnis Und immer war es Liebe 02: Das Geheimnis der Uhr Und immer war es Liebe 03: Das Geheimnis des Briefes
Bewertung: Zur Autorin: Annette Hennig über sich selbst findet ihr HIER Von Annette Hennig wurden gelesen und rezensiert (Das Laufband ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar) An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Annette Hennig
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte
Eckdaten: Taschenbuch: 280 Seiten Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (1. November 2014) Sprache: Deutsch ISBN-10: 1503054748 ISBN-13: 978-1503054745 Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,8 x 20,3 cm Inhalt gem. Amazon: Alexa, Agnes' Urenkelin, trifft in ihrem Urlaub in Frankreich nicht nur auf den gutaussehenden Achille, der ihr Herz höher schlagen lässt. Sie entdeckt auch eine kostbare alte Taschenuhr, die ihre Familie zusammen mit dem Mann, dem sie einst gehörte, in der normannischen Erde begraben glaubt. Eine Zeitreise durch die vergangenen 70 Jahre beginnt, an dessen Ende die Familien durch ein lange gehütetes Geheimnis aufeinander treffen. Schmerzvolle Erinnerungen verbinden diese unterschiedlichen Menschen zweier Nationen, die nichts voneinander ahnten. Neugierig und tapfer nehmen sie ihr Schicksal an. Werden Sie es schaffen, Gemeinsam den Weg zu gehen, den eine frühere Generation ihnen vorbestimmt hat. Zum Buch: Alexa macht gemeinsam mit ihrer Tochter Laura-Marie Urlaub in Frankreich. Als sie eines Tages in ein kleines Antiquariat kommt, bemerkt ihre Tochter dort eine Uhr, die ihr aus Erzählungen bekannt vorkommt. Auch Alexa erkennt diese wieder, kann es aber nicht so wirklich glauben, denn nach Erzählungen ihrer Großmutter ist diese Uhr gemeinsam mit ihrem in Frankreich während des 2. Weltkrieges gestorbenen Großvaters beerdigt worden. Wie kann es sein, dass diese Uhr doch nicht verloren gegangen ist und sich nun scheinbar vor ihnen in einer Vitrine befindet? Wird es ihnen gelingen, hinter das Geheimnis der Uhr zu kommen? ... Der Roman beginnt im Jahr 1943 zur Zeit des 2. Weltkrieges. Madlon, eine junge Französin in Paris, lernt den deutschen Offizier Walther kennen und verliebt sich in ihn. Er ist der Feind, ein Deutscher und sie zu allem auch noch Jüdin, aber das weiß Walther nicht. Er war 1939 mit einer der Ersten gewesen, der sich meldete, um für die gute und richtige Sache zu kämpfen und ließ seine Frau Agnes mit seiner Tochter in Deutschland zurück. Auch er verliebt sich in Madlon, obwohl sie so gar nicht sein Typ ist. Madlon, die auch für die Résistance arbeitet, lebt gefährlich. Ihre Freunde versuchen, sie dazu zu bringen, dass sie Walther ausfragt, aber das kommt für sie nicht infrage. Ihre Beziehung halten sie geheim, denn auch die Deutschen sehen diese Verbindung nicht gern. Walther hatte seinerzeit von seiner Frau eine Uhr geschenkt bekommen, die 70 Jahre später wieder auftaucht, nachdem sie viele Jahre als verschollen galt.
Als Alexa und Laurie die Uhr finden, versuchen sie, hinter das Geheimnis zu kommen. 70 Jahre, die aufgearbeitet werden müssen und die noch so manches Geheimnis bergen. Die Mutter des Antiquars ist Madlon, hat ihrem Sohn aber nie die Geschichte der Uhr erzählt, obwohl ihr Sohn schon oft danach gefragt hatte. Es beginnt eine Reise zurück in die Erinnerungen, zurück zu den 40er Jahren. Madlon erzählt ihre Geschichte und lässt die Leser daran teilhaben. Sie kommt stückchenhaft, mal erzählt sie allen Anwesenden einen Teil der Geschichte, mal nur ihrem Enkel. Nur der Leser bekommt sie komplett zu hören. Natürlich kommt dieser Roman auch nicht ohne Liebesgeschichte aus. Alexa verliebt sich in den gutaussehenden Achille, der jedoch nicht das zu sein scheint, was er vorgibt. Auch hier sind Konflikte vorprogrammiert. Neben der Geschichte von Madlon und Walther und der Suche nach der Wahrheit lockern die Ereignisse in der Gegenwart das Ganze ein wenig auf. Krieg und Widerstand der Résistance wie auch der Rassenhass gegen die Juden wurden von der Autorin Annette Hennig hervorragend recherchiert und hier glaubhaft zu Papier gebracht. Die Geschichte wird lebendig mit all ihren Grausamkeiten, Ängsten und Sorgen der Menschen. Madlon ist eine junge und starke Protagonistin, die der Gefahr zwar ins Auge sieht, aber gegen die Liebe nicht ankommt. Man muss sie einfach mögen, sie ist lebenslustig und steht für ihre Freunde ein. Obwohl die gegenwärtigen Ereignisse um Alexa auch ihre Berechtigung haben, habe ich mich mehr in der Vergangenheit verloren. Ich habe mit den beiden gebangt, gelitten und auf ein glückliches Ende gehofft. Dieser Roman der Autorin ist der 2. Teil aus der Trilogie "Und immer war es Liebe". Die ersten beiden Teile haben zumindest mich schon mal überzeugt, so dass ich wirklich gespannt bin, was sie sich für den Schlussband ausdenken wird. Wer gern wie ich Geschichten liest, in denen es um längst vergessene Geheimnisse geht und dem die Verschmelzung von Gegenwart und Vergangenheit gefällt, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Man hält hier nicht nur eine bzw. 2 Liebesgeschichten in der Hand, sondern erhält auch noch eine kleine Auffrischung in Geschichte.
Reiheninfo: Und immer war es Liebe 01: Agnes Geheimnis Und immer war es Liebe 02: Das Geheimnis der Uhr Und immer war es Liebe 03: Das Geheimnis des Briefes
Bewertung: Zur Autorin: Annette Hennig über sich selbst findet ihr HIER Von Annette Hennig wurden gelesen und rezensiert: An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Annette Hennig
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte
Eckdaten: Taschenbuch: 286 Seiten Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (25. Juni 2014) Sprache: Deutsch ISBN-10: 1500286702 ISBN-13: 978-1500286705 Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 12,9 x 1,8 cm Inhalt gem. Amazon: Nina ist Mutter von drei Kindern, Ehefrau und Hausfrau. Sie liebt ihr Leben, hat es sich immer so erträumt. Bis zu dem Tag, als nach 32 Jahren ein verhängnisvoller Brief ihre heile Welt wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen lässt. Sie wagt einen Neuanfang, verlässt Mann und Heim. Zu allem Überfluss erfährt sie von einem lange gehüteten Geheimnis ihrer geliebten Oma Agnes, das ihr gerade neu begonnenes Leben abermals auf den Kopf stellt. Schafft Nina es, allen widrigen Umständen zum Trotz, wieder glücklich zu werden? Zum Buch: Agnes 1978: Sie blickt auf fast 70 Jahre Leben zurück. Sie wollte schon von klein auf immer nur Hausfrau und Mutter sein und das hat sie auch gelebt. Aber Agnes blickt auch schon viele Jahre auf ein Geheimnis zurück, das sie ihrer Enkelin Nina vermachen wird. Es bedrängt sie arg und sie hofft, dass Nina, ihre Lieblingsenkelin, sie nicht später einmal dafür hassen wird. Nina 2010: Nina ist, wie ihre Großmutter, ebenfalls Hausfrau und Mutter. Mehr wollte auch sie nicht. Ihre Kinder sind aus dem Haus, sie ist fast 50 Jahre und so langsam fällt ihr die Decke auf den Kopf. Sie nimmt sich vor, halbtags zu arbeiten, um der Langeweile zu entgehen, indem sie abends auf ihren Mann Paul wartet. Da erhält sie eines Tages einen Brief, der alles, woran sie glaubte, zunichte macht, ihr Leben mit Paul sieht für sie wie eine Lüge aus. Als sie das gemeinsame Haus verlässt und zu ihrer Schwester zieht, nimmt sie nur die Bibliothek ihrer geliebten Großmutter Agnes mit und zwei Truhen, die auf dem Boden standen. In diesen findet sie die Tagebücher ihrer Großmutter und kann nicht fassen, was sie dort zu lesen bekommt... Gleich mit Beginn des Romans gelingt es der Autorin mühelos, Spannung aufzubauen. Es gibt zwei große Geheimnisse, das eine betrifft Paul, Ninas Mann, und das andere Agnes, Ninas Großmutter. Es hat mich ehrlich gesagt, wahnsinnig gemacht, bis ca. zur Hälfte des Buches immer nur mit Andeutungen leben zu müssen. Die Autorin ging immer soweit, dass man als Leser fast etwas erfahren hätte, dann schwenkte sie wieder ab. Da war es egal, um welches Geheimnis es ging, für den Leser blieben die Geheimnisse im Dunkeln. So nach und nach wurden die Geheimnisse gelüftet. Aber jetzt galt es, etwas mit dem Wissen anzufangen. Nina, die beide Geheimnisse direkt betreffen, wuchs über sich selbst hinaus. Sie war nicht mehr wiederzuerkennen. Eine Frau, die alles für ihren Mann getan hat, selbst auf vieles verzichtet hatte, stand auf wie Phoenix aus der Asche und meisterte alles mit Bravour. Entschlossen und energisch geht sie die Probleme an, obwohl es ihr nicht leicht fällt. Die Protagonistin ist eine sympathische Frau, die glaubwürdig in ihren Handlungen ist. Eine starke Frau, die erst durch widrige Umstände selbst erfahren muss, zu was sie in der Lage ist und wie stark und selbstbewusst sie eigentlich ist. Die Autorin hat einen fantastischen Plot vorgelegt und diesen wunderbar umgesetzt. Ich konnte dieses Buch nicht aus den Händen legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Zusammenhänge waren und vor allem natürlich, wie es ausgehen wird.
Unglaublich, dass die Autorin mit diesem Roman es nicht geschafft hat, eine Agentur für ihr Buch zu finden. Mich hat die Autorin mit ihrem Debütroman überzeugt und ich warte sehnsüchtig auf Teil 2. Für Leser wie mich, die gerne in Familiengeheimnissen schmökern, gibt es eine absolute Leseempfehlung. Reiheninfo: Und immer war es Liebe 01: Agnes Geheimnis Und immer war es Liebe 02: Das Geheimnis der Uhr Und immer war es Liebe 03: Das Geheimnis des Briefes
Bewertung: Zur Autorin: Annette Hennig über sich selbst findet ihr HIER Von Annette Hennig wurden gelesen und rezensiert: An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Annette Hennig
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte