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Montag, 29. Juni 2015

[Rezension] E. M. Ross - Devoted Angels (Band 4)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 376
ISBN: 978-3-944-94831-7
Erscheinungstermin:
15. Juni 2015
Preis:
11,95 EUR 
Format:
Taschenbuch
Verlag: Medu


Klappentext gem. Medu:
In New York wird eine grausam verstümmelte Leiche mit einem Sack über dem Kopf gefunden. Die junge Schülerin wurde vergewaltigt und anschließend regelrecht hingerichtet. Der dritte Mord des sadistischen „Friday Killers“. Der FBI-Ermittler Sean Caver und sein Team stehen vor einem Rätsel, denn zwischen den Frauen scheint es keine Verbindung zu geben. Was treibt diesen Mann an? Wie wählt er seine Opfer aus?

Dabei quälen Ermittler Sean Caver selbst existenzielle Sorgen. Der Tod schwebt wie ein Damoklesschwert über seinem Haupt. Sean muss sich entscheiden: Er oder sein ungeborenes Kind. Nur einer kann leben.
„Das fulminante Ende der erfolgreichen Angels-Reihe“


Rezension:
FBI-Agentin Catherine "Cat" Kampell ist schwanger. Was für andere eine beglückende und schöne Nachricht ist, stellt für ihren Vorgesetzten und Lebenspartner Sean Caver eine Katastrophe da. Geplant war diese Schwangerschaft nicht, denn vor nicht allzu langer Zeit wurde ihm vom Erzengel Gabriel mitgeteilt, dass wenn Cat sein Kind austragen würde, sowohl sie, als auch Sean sterben würden. Sie würden mit ihrem Leben für das Leben ihres Kindes zahlen müssen. Für Sean steht fest, dass Cat um jeden Preis abtreiben muss, denn auch wenn er alles geben würde, um Vater zu werden, das Leben der Frau, die er liebt, wird er dafür nicht opfern. Cat hingegen ist sich durchaus der Gefahr bewusst, in der sie leben, doch ist sie nicht gewillt, eine erneute Abtreibung vornehmen zu lassen, zu schmerzlich sind die Erinnerungen an die Geschehnisse von vor sieben Jahren.

Sean besteht auf einer Abtreibung, die Cat nach wie vor verweigert. Um doch noch eine Lösung zu finden, verlässt er sie und zieht sich kurzfristig zurück, denn er will die Hoffnung nicht aufgeben, doch noch irgendetwas tun zu können, um Cats Leben zu retten. Cat verlässt ihn daraufhin, denn diese Alleingänge, ob zu ihrem Wohl oder nicht, damit kann sie nicht mehr leben. Sie flüchtet zu ihrem Vater nach Paris, doch wird sie dort von Sean aufgespürt, der zwischenzeitlich eine Lösung für ihr Problem gefunden hat. In der Tat hat sich der Erzengel Gabriel bereit erklärt, sowohl Cat, als auch seinem Kind das Leben zu lassen, jedoch nur, wenn Sean sich seines nimmt. Es kann nur einer überleben, entweder Sean oder das Kind, das nie hätte entstehen sollen. Sean weiß sofort, was er tun wird.

Derweil wird in New York die 16-jährige Florentine Ebersheimer entführt. Kurz darauf wird ihre misshandelte Leiche gefunden. Sie ist bereits das 3. Opfer des Friday-Killers (alle bisherigen Opfer wurden an einem Freitag gefunden). Sean und sein Team werden angefordert, die Ermittlungen zu übernehmen, da es sich um eine staatenübergreifende Mordserie handelt. Sean ist wenig begeistert, will er doch so viel Zeit wie möglich mit Cat verbringen, denn er weiß, dass seine Tage gezählt sind. Schlussendlich übernimmt Sean doch die Leitung des Ermittlerteams, zu dem auch Cat gehört, zumindest so lange, wie sie ihre Schwangerschaft nicht behindert. In New York treffen Sean, Cat und Don Viggen (Seans bester Freund und ebenfalls Ermittler) auf die exzentrische Dr. Emanuele "Mandy" Snow, eine örtliche Pathologin, die auf Grund zweier der Opfer die Schlussfolgerung auf einen Serienkiller treffen konnte. Kaum hat Don Mandy erblickt, ist es um ihn geschehen. Der Mann, der wahre Liebe immer für einen Irrglauben hielt (zumindest bis er Sean und Cat miteinander erlebte), verliebt sich auf der Stelle in diese ungewöhnliche Frau und sie kommen sich schnell näher. Die Ermittlungen jedoch stagnieren, denn nach Florentine werden keine weiteren Opfer gefunden. Zwar kann Sean in etwa ein Alter des Täters bestimmen und seinen Wohnraum, doch weitere Informationen könnte er erst sammeln, wenn es weitere Opfer gäbe. Doch augenscheinlich hat der Mörder seine Mordserie eingestellt. Nur warum? Sean und sein Team sind frustriert über den Fortgang der Ermittlungen, doch ist dies nicht auch eine Chance für ihn, noch eine letzte Zeit mit Cat zu verbringen, bevor alles enden muss?


Der 4. Band der Angels-Reihe! Der Plot wurde wieder spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Dieses Buch spielt auf mehreren Ebenen, zum einen sind da die Ermittlungen in der Friday-Killer-Mordserie, dessen Täter sich sehr geschickt dem Gesetz entzieht, zum anderen das persönliche Drama um Protagonist Sean, der entscheiden muss, wer leben darf: Er selbst oder sein Kind? Die Figuren wurden wieder facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie sich Protagonist Sean mit der Tatsache auseinandersetzen muss, dass er auf Grund eines einzigen Fehlers, der zur Schwangerschaft von Cat führte, ihr Leben in Gefahr gebracht hat, denn er kannte die Prophezeiung bereits lange vorher und das er nicht bereit ist, kampflos das Leben der Frau aufzugeben, die er liebt, sei es auch gegen ihren Willen. Wirklich überrascht in diesem Band wurde ich von der Figur des Don Viggen, denn es war herrlich erfrischend mitzuerleben, wie dieser Macho plötzlich verdammt handzahm wird, wenn es um eine ganz bestimmte Frau geht. Auch den Täter empfand ich als ausgesprochen faszinierend erarbeitet, denn erst nach und nach offenbart sich, was genau hinter dieser Mordserie steckt und aus welchen Gründen der Täter seine Morde begeht. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, ich konnte und wollte das Buch nicht aus der Hand legen, denn ich musste einfach wissen, wie die Geschichte von Sean und Cat (vorläufig) enden wird. Wie gesagt, vorläufig endet diese Reihe erst einmal, doch ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich die Figuren allesamt zusammentun und der Autorin so lange auf die Nerven gehen, bis sie sich  hinsetzt und sie wieder literarisch auferstehen lässt.

Bewertung

Von E. M. Ross bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin:
E. M. Ross wurde 1962 im Ruhrgebiet geboren. Als Finance Manager war Ross für einen großen amerikanischen Konzern tätig und lebte unter anderem in Frankreich, England, Russland, Singapur, Thailand und China. Im Jahre 2006 kehrte Ross nach Deutschland zurück und wohnt seither im Großraum Frankfurt am Main. „Desperate Angels“ ist Ross’ erster Roman. (übernommen von Medu)







 

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei


E. M. Ross


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellthat und eine Bitte noch: Lass mich nicht allzu lange warten, bis du die Geschichte um Sean und Cat und Don und Mandy und ... weitererzählst.

Donnerstag, 5. März 2015

[Ankündigung] E. M. Ross - Devoted Angels

Wie ja einige von euch sicherlich wissen, bin ich der größte Fan der Angels-Reihe von E. M. Ross und ich freue mich, dass ich mit der Autorin auch außerhalb ihrer Bücher in Kontakt stehe und euch heute etwas ganz Besonderes zeigen darf.

*Trommelwirbel*


Ja ihr Lieben,

bald, bald ist es soweit (das Buch steht förmlich schon in den Startlöchern) - nach

Band 1 - Desperate Angels

Band 2 - Guardian Angels und 

Band 3 - Fanatic Angels

erscheint er endlich - der lang ersehnte Band 4 - der gleichzeitig der Abschlussband der Angels-Reihe ist. 

So, jetzt mal eine Frage in die Runde: 

Wer freut sich noch sie irrsinnig auf dieses Buch und hibbelt ihm sehnsüchtig entgegen???

Kerry


PS: Ich habe vorab schon etwas reingelesen und kann es kaum erwarten, das ganze Buch in den Händen zu halten und die gesamte Geschichte zu verschlingen. Ach ja, wenn ich das Buch endlich in meinen Händen halte, bin ich bis zum Abschluss der Lektüre nicht mehr erreichbar, denn bei Büchern dieser Reihe bin ich grundsätzlich nicht ansprechbar!!!

Freitag, 29. August 2014

[Rezension] E. M. Ross - A Fucking Business - Die wahre Geschichte eines Escort Girls


Vorab ein paar Eckdaten:
Format: Epub
Dateigröße: 1.164 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 144 Seiten

Verlag: Christine Janson Verlag
Sprache: Deutsch


Klappentext gem. Christine Janson Verlag:
Sandra ist dreiundzwanzig Jahre, Studentin und in massiven Geldnöten. Sie sucht einen lukrativen Nebenjob und fängt voller Naivität bei einem Escort Service an. Schon der Bewerbungstest lässt keinen Zweifel offen, dass es beim Escort nicht nur um Begleitung geht.
A Fucking Business, ist die wahre Geschichte eines jungen Callgirls in der Mainmetropole Frankfurt. Ein Jahr lang stellt Sandy ihren Körper, manchmal auch ihr Herz, jedem zahlungskräftigen Kunden zur Verfügung. Vom Schweineliebhaber, bis zum attraktiven Geschäftsmann, mit sadistischen Zügen, lernt sie die geheimen sexuellen Wünsche der Männer kennen, für die käufliche Liebe zum Alltag gehört…


Rezension:
Die 23-jährige Sandra zieht vom Land nach Frankfurt um zu Studieren. An sich nichts ungewöhnliches, nur ist das Leben in Frankfurt um einiges teurer, ihre Mutter alleinerziehend, sodass sich Sandy einen Halbtagsjob im Pflegedienst suchen muss. Doch trotz aller Mühen, das Geld reicht vorne und hinten nicht. Ein zweiter Teilzeitjob muss her, denn zu diesem Zeitpunkt weiß sie nicht, woher sie das Geld für die nächste Miete nehmen soll.

In der Zeitung stößt sie auf ein Inserat eines Escort-Service, das ihr Interesse weckt. Naiv wie sie ist, geht sie zu einem Vorstellungsgespräch. Ihre Vorstellungen davon, wohlbetuchte Herren zu diversen Anlässen zu begleiten, werden gleich im Keim erstickt, denn es geht um nichts weiter als Sex, genauer gesagt Prostitution. Doch Sandy ist in großer finanzieller Not, sodass sie sogar bereit ist, den Einstellungstest ihres Chefs zu absolvieren. Diesen besteht sie und so beginnt ihre Karriere im Escort-Service.

Jeder, der an "Pretty Woman" denkt, liegt falsch. Es geht nur um das eine: Befriedung der sexuellen Bedürfnisse von Männern gegen Bezahlung. Zu einem Event hat Sandy nie einen ihrer Kunden begleitet, dafür hatte sie teilweise mehrere Kunden in einer Nacht. 35 Prozent des Verdienstes konnte sie behalten und darum arbeitete sie viel, denn eine Stunde brachte 75 Euro ein, viel Geld für eine Studentin, vor allem, wenn man es in einer Nacht vervierfachen kann. Schnell verliert Sandy jegliche Illusion im Bezug auf die menschliche Gesellschaft. Sicher, sie hatte nette und angenehme Kunden, doch auch abartige waren darunter, die von der jungen Frau teilweise Sachen verlangten, die ich mir so nicht vorstellen konnte. Ein Jahr lang prostituiert sich Sandy, sie lernt die unterschiedlichen Typen Menschen kennen und schließt sogar Freundschaften, aber das Leben im ältesten Gewerbe der Welt ist hart, sehr hart.


Ein Jahr lang Escort-Girl! Bei diesem Buch handelt es sich um einen biographischen Erotikroman, der jedoch auf dem Leben der tatsächlichen Sandy basiert. Die Autorin E. M. Ross hat sich von eben jener Sandy ihr Leben während der Zeit schildern lassen, in klaren, deutlichen Worten, ohne irgendetwas zu beschönigen. Sie berichtet, wie es dazu kam, dass Sandy anschaffen gehen musste und was sie in diesem einem Jahr an angenehmen, aber auch unangenehmen Erfahrungen sammeln musste. Obwohl es sich bei diesem Buch um einen Tatsachenroman handelt, war ich immer wieder erstaunt und teilweise schockiert, denn Sandy bzw. die Autorin lässt den Leser immer wieder in Abgründe blicken, mit denen ich im Leben nicht gerechnet hätte. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und mitunter prickelnd zu lesen, wobei an dieser Stelle noch gesagt werden muss, dass Sandy E. M. Ross zwar ihre Lebensgeschichte erzählt hat, die Autorin diese jedoch in ihren eigenen (abgemilderten jedoch nicht milden) Worten wiedergibt. Abschließend kann ich sagen, dass es sich um einen erstaunlichen biographischen Roman handelt, der deutlich mehr in sich birgt, als es auf den ersten Blick scheint.

Bewertung

Von E. M. Ross bereits gelesen und rezensiert:




Die Autorin:


E. M. Ross wurde 1962 im Ruhrgebiet geboren. Als Finance Manager war Ross für einen großen amerikanischen Konzern tätig und lebte unter anderem in Frankreich, England, Russland, Singapur, Thailand und China. Im Jahre 2006 kehrte Ross nach Deutschland zurück und wohnt seither im Großraum Frankfurt am Main. „Desperate Angels“ ist Ross’ erster Roman. (übernommen von Medu)







 

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim



und

E. M. Ross


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.


Sonntag, 23. März 2014

[Wanderbuch] "Desperate Angels" möchte Reisen

Kennt ihr das? Es gibt Bücher, die euch begeistern, die ihr euch Buchstabe um Buchstabe einverleibt habt und die euch einfach nicht loslassen? Und dann die Frage zurückbleibt: Warum ist dieses Buch kein Bestseller geworden? Warum hat es noch nicht jeder gelesen? Warum wurde dieses Buch noch nicht leidenschaftlich diskutiert?

Ich habe den Verdacht, dass es viele dieser Bücher gibt und die Antwort auf die Frage lauten könnte: Der Autor ist (noch) zu unbekannt oder der Verlag ist zu klein oder es gibt sie nicht in den Filialen der großen Buchladenketten zu kaufen, etc.

Warum ich euch das schreibe? Ganz einfach, es gibt ein solches Buch bzw. eine Buchreihe, die mich einfach nicht mehr loslässt!

Es handelt sich um die Angels-Reihe von E. M. Ross, die ich mit Begeisterung verschlungen habe (ich bin grundsätzlich nicht ansprechbar, wenn ich eines dieser Bücher lese, ich gehe nicht ins Internet, nicht ans Telefon, bin über Handy nicht zu erreichen und wehe, jemand sollte es wagen, an meiner Tür zu klingeln - hier ist jegliche Störung untersagt!).

Warum ich euch das schreibe? Ganz einfach, ich möchte, dass ihr das Buch lest und mir eure Meinung dazu schreibt (gerne in Form einer Rezension). Deshalb möchte ich, dass Desperate Angels auf Wanderschaft geht - und ganz ehrlich, ich möchte meine Begeisterung für dieses Buch mit euch teilen und hoffe, dass es euch genauso ergeht wie mir ^^


"Drei tote Teenager in Virginia: blutjung, superreich und unschuldig. Man findet jedes der ermordeten Mädchen arrangiert als Engel in weißem Rüschenkleid mit betenden Händen, einem Engelsflügeltattoo und Sperma. Die Spezialeinheit des FBI rekrutiert den jungen Agenten Nathaniel Caim, der die Sonderkommission Angel als Profiler unterstützen soll. Als er undercover mit seiner abgebrühten Partnerin Tandra Romano okkulte Sekten infiltriert, fängt unerwartet für ihn selbst ein abartiger Albtraum an: Tandra wird während eines Rituals brutal vor seinen Augen abgeschlachtet, Nathaniel hält man anschließend monatelang in einer winzigen Zelle in Dunkelhaft, er wird allabendlich tätowiert und vergewaltigt. Knapp mit dem Leben entkommen, doch psychisch wie physisch fürs Leben gezeichnet, muss er bald feststellen, dass er eine Art Galionsfigur der Sekte der Desperate Angels geworden ist. Trotz neuer Identität und Zeugenschutzprogramm heften sich ihm die Desperate Angels und, wie es scheint, auch noch andere Mächte erneut an die Fersen. Der unfassbare Albtraum seines Lebens geht gnadenlos weiter ..." 

Wer mal schauen mag, ich verlinke euch hier mal meine Meinungen zu Band 1, Band 2 und Band 3.  

Der Ablauf:
Wenn dieses Buch dein Interesse geweckt hat und es bei dir Zwischenstation auf seiner Wanderschaft machen darf, dann kommentiere bitte unter diesem Post und schicke mir parallel dazu deine Adresse an kerry5@gmx.de. Gebt mir bitte Bescheid, wenn das Wanderbuch bei euch angekommen ist, ich schicke euch dann die Adresse der nächsten Wanderstation. Eure Adressen werden nur für diese Wanderbuchroute genutzt und anschließend gelöscht!

Als Verweildauer bei euch dachte ich so an 2 - 3 Wochen (glaubt mir, wenn ihr angefangen habt, werdet ihr auf gar keinen Fall so lange brauchen), damit die nächste Station nicht so lange warten muss. 

Gerne möchte ich auch eure Meinungen sammeln und hier verlinken, von daher hätte ich auch sehr gerne den Link zu eurer Rezension.

Wenn ihr ein bisschen Werbung für dieses Wanderbuch machen möchtet, würde mich das sehr freuen, denn je weiter die Wanderroute, desto schöner und wir können uns ausgiebig austauschen ^^

Ich werde dieses Wanderbuch, so lange, wie es wandert, auf der linken Seite des Sideboards verlinken, damit ihr immer sehen könnt, wo es sich gerade befindet und euch schon einmal die Meinungen der vorherigen Wanderstationen durchsehen.

Nun bleibt mir nur, auf eure hoffentlich zahlreichen Anmeldungen und eure Meinungen ganz hibbelig zu warten.

Kerry

Teilnehmer:
1. Kerstin --> Rezension 
2. Lena --> Rezension
3. Heike --> Rezension
4. Melanie
5. Lord Byron 
6. Betty N.  
7. Belle Morte
8. Katja 
9. Maggy17 

10. Simone

Samstag, 26. Oktober 2013

[Interview] Das Katzenpersonal befragt E. M. ROSS

Auch E. M. Ross, Autorin von Kerrys liebster Mysterythriller-Reihe



erklärte sich bereit, dem neugierigen Katzenpersonal ein paar Fragen (oder ein paar mehr) zu beantworten.




E. M., du schreibst unter einem geschlechtsneutralem Pseudonym. Auch deiner offiziellen Biografie ist nicht zu entnehmen, welchem Geschlecht du angehörst. Was hat es damit auf sich?
Für mich war nur der Thriller wichtig, ich wollte jegliche Ressentiments gegen eine Weibliche oder einen Männlichen Autorin/Autor von Anfang aus dem Spiel halten. Egal ob Mann oder Frau, die Story sollte den Ausschlag geben. Klar war das nicht lange durchzuhalten, denn sobald man das erste Presseinterview gibt, legt meine seine Persönlichkeit offen.

Warum hast du angefangen Bücher zu schreiben?
Eigentlich wollte ich vor langer Zeit Literaturwissenschaft studieren und im Journalismus Fuß fassen, doch wie das Leben so spielt, landete ich in der Finanzwelt. Fulltime-Job, damals alles eine Zeitfrage, fand ich immer Zeit zum Lesen, doch wenn ich schrieb, dann Finanzpläne und Berichte, die im Übrigen auch eine Art von Thrillern sind, grins!
 
Sicherlich hast du auf positive Resonanz deiner Bücher gehofft, aber ganz ehrlich, was war das für ein Gefühl, als dich eine begeisterte Rezension nach der anderen erreichte?
Man hofft immer! Schau, ich schreibe in erster Linie aus Spaß daran. Aber wenn ich es schaffe Leser zu begeistern, zu fesseln, das ist dann die Belohnung für die Mühe. Eine super Rezension ist für einen Autor wie der Applaus für den Schauspieler. Ein tolles Gefühl, an manchen Tagen bekam ich ein Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.

Bei der Angels-Reihe handelt es sich um Mystery-Thriller – wie kam es, das du mit diesem Genre debütiert hast?
Ich lese und rezensiere selbst sehr viele Thriller da lag es auf der Hand einen Thriller zu schreiben. Aber ich wolle eine außergewöhnliche Story! Eine okkulte Sekte sollte es unbedingt sein und damit ist man schnell mal im Mystischen angekommen, aber Desperate Angels war so viel mehr. Eine Liebesgeschichte, ein männlicher Protagonist, mit vielen Facetten, der auch einiges erleiden musste, dass normalerweise nur weiblichen Opfern passiert. Es ging mir auch um den 21.12.2012, ich wollte zeitnah schreiben, das Buch erschien im Mai 2012 und zielte auf den sogenannten Weltuntergangstag ab. Es passierte einigen Lesern, dass sie ein Kapitel mit der Überschrift „8. September 2012“ lasen und merkten: „Ups das ist ja heute!“

Band 4 der Angels-Reihe, der gleichzeitig der Abschlussband ist, ist in Arbeit. Wann wird dieser erscheinen und kannst du uns schon etwas darüber berichten?
Oh, Oh, versuchst du gerade was aus mir raus zu kitzeln (meine Augenbrauen gehen nach oben…) Kerry, darin bist du  ja wirklich gut, das weiß ich mittlerweile!  OK, was wäre wenn Don Viggen einer Frau begegnet, die ihn in ein stotterndes Irgendwas mit Hundeblick verwandelt. Mehr kriegst du dieses Mal nichts aus mir raus! Grins!
Band 4 ist für die Frankfurter Buchmesse 2014 geplant. Danach schauen wir mal. Sag niemals NIE!

Die Cover deiner Bücher zeichnen sich durch ein wundervolle Zeichnungen von Crossvalley Smith aus. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit (wobei ich hierbei anmerken muss, dass ich gerade auf Grund des Covers von „Desperate Angels“ auf deine Bücher aufmerksam wurde)?

Es sind keine Zeichnungen mit denen Crossvalley arbeitet, es ist  Photoshop Artwork oder Digital Graphic Design. Der Verlag hat diesen Künstler für Desperate Angels entdeckt. Nachdem er das erste Buch begeistert gelesen hatte, bekamen wir persönlichen Kontakt und das war fantastisch. Denn dadurch konnten wir Band II und III gemeinsam erarbeiten.  Das läuft dann so ab, dass ich ihm meine ungefähren Vorstellungen beschreibe und ein wenig von der Geschichte erzähle. Dann legt er los und für Fanatic Angels brauchten wir insgesamt nur drei Entwürfe. Erst wenn er und ich denken, das Cover ist ideal, bespreche ich das mit dem Verlag. Meist hat Medu dann noch die eine oder andere Idee, um dem Ganzen das Sahnehäubchen zu verpassen. Ich muss sagen, die Freiheit, die mir mein Verlag in der Hinsicht gewährt ist phänomenal. Abgesehen davon ist Crossvalley Smith  bemerkenswert, als Künstler und Mensch.

Leider ist ein Ende der Angels-Reihe in Sicht. Werden wir weitere Werke von dir zu lesen bekommen, vielleicht eine neue Reihe oder ein neues Genre, in dem du dich verwirklichen willst?
Nach Band vier, werde ich definitiv erst einmal eine andere Story schreiben. Leider ist die schon wieder so klar in meinem Kopf, dass ich am liebsten Morgen anfangen würde, doch das würde ich Nate niemals antun! Es wird wieder ein Thriller, in dem es um eine Gruppe von befreundeten Teenagern geht, die in einen Mordfall hineingezogen werden. Außerdem habe ich auch noch eine Science Fiction Trilogie, die überarbeitet werden muss, aber im Grunde bereits geschrieben ist. Ja, und meine Angels… schon jetzt suchen mich Don und der Rest der Gang heim und nörgeln rum, dass es nur vier Bände gibt. Ich kann Dir sagen, das sind Diskussionen!
 
Du selbst rezensierst ebenfalls Bücher und veröffentlichst diese Rezensionen jedoch unter deinem bürgerlichen Namen (den wir hier natürlich nicht Preis geben werden). Haben die Rezensionen deiner eigenen Bücher deine Besprechungen zu anderen Büchern beeinflusst?
Mhm, jetzt war erst einmal nachdenken angesagt. Gute Frage Kerry. Ehrlich, nein haben sie nicht. Ich habe immer genau so hart eine Rezi geschrieben wie vor meiner Schreiberei, aber hier und da mit einem schlechten Gewissen. Ich habe mich selbst gefragt, wer bist du eigentlich, dass du so hart urteilst. Da aber die kleine Zeitung für die ich schreibe nur positive Rezis veröffentlicht, habe ich nie einen Autor diskreditiert. Die wirklich schlechten Rezis schicken wir normalerweise an die Pressesprecher der Verlage.
Das hatte auch sehr positive Effekte. Ich las einen wirklich guten Regio-Thriller, die Story fantastisch, doch nach dem hundertsechzigstem Fehler habe ich aufgehört zu zählen. Also schrieben wir an den Verlag: „Meine Güte, was tut ihr dem armen Autor an, das ist eindeutig ein Problem des Lektorats.“ Ich habe richtig mitgefühlt, was der arme Autor mitmachen musste.
Doch der Verlag kam auf uns zurück und sagte uns: „ Wir wissen, was passiert ist und haben die gesamte Auflage zurückgezogen und eingestampft, die Neue korrigierte ist bereits unterwegs.“ Gut dachte ich, das ist wirklich die richtige Reaktion, auch wenn so etwas Unmengen an Geld verschlingt.
Ich war sehr beeindruckt von diesem Verlag, denn du musst wissen, es gibt zwei richtig große Momente für einen Autor.
  1. Man hält das erste fertig gedruckte Buch des neuen Roman in der Hand. Das fühlt sich an wie Weihnachten, so ganz nebenbei.
  2. Man liest es als Autor noch einmal. Hört sich verrückt an, ist aber so, denn man liest auf Fehler jeglicher Art. Dabei klopft das Herz bis zum Hals und wenn man einen vierhundert Seiten Roman mit nur vier Fehlern wieder aus der Hand legt, dann atmet man auf.
Ob man nun ein Buch schreibt oder auch das Lektorat eines Buches, alles ist wie ein normaler Job. Wir alles wissen, es passieren Fehler, mal ist man schlecht drauf, man verwechselt eine Datei oder im schlimmsten Fall, man beherrscht seinen Job nicht.
Also ist die richtige Antwort: „Nein meine eigenen Thriller und die Rezensionen dazu beeinflussen nicht mein Urteilsvermögen bei anderen Büchern. Ich versuche nicht zu vergleichen. Ich schreibe Rezensionen wie ein Leser, nicht wie ein Autor!“

Nate, dein Protagonist aus der Angels-Reihe ist eine wirklich außergewöhnliche Figur. Wie kamen dir die Ideen zu ihm? Wurde er von einem realen Menschen beeinflusst?
Einen real existierenden Nate, mhm, ob es den wohl gibt? Dann möchte ich gerne wissen wo, smile!
Nate ist schon besonders, ein Mann, wie er mir in meinem Leben nur bruchstückhaft begegnet ist. Nehme ich all die Männer, die mir imponiert haben zusammen, dann kann man daraus einen Nate bastelt. Jeder von ihnen hatte gewisse Teile, aber nie das gesamte Paket, grins.
Ich hatte von Anfang an eine sehr genaue Vorstellung davon wie Nate sein sollte.
Ein Protagonist, mit Schwächen und Stärken. Außerdem sollte er ein sehr präsenter Mann.  Verletzlich, weich, ehrgeizig, irgendwie auch genial und voller Freude auf das Leben. So fängt er mit seinen sechsundzwanzig Jahren beim FBI an. Dann holt ihn das Leben ein, er leidet und das richtig, denn seine Erlebnisse lösen ein Trauma aus. Nichts Unrealistisches, denn wenn jemand so etwas erlebt, dann ist er gebrochen und braucht Hilfe. Er reift, wird erwachsen an seinen Erlebnissen, doch gibt nie die Hoffnung auf. Die Hoffnung, das einzigartige Gefühl der Liebe wieder zu finden. Er ist sehr verantwortungsvoll, was seinen Beruf angeht und achtet auf seine Mitmenschen, Freundschaft ist wichtig für ihn.
Er reift zu einem erwachsenen Mann, der mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen steht, doch in Fanatic Angels zeigen sich dann plötzlich auch Charaktermerkmale, die überraschen. Nate kann hart sein auch zu den Menschen, die er liebt, reagiert zügellos und egoistisch.  Nun ja, im vierten Teil kommt dann eine letzte Komponente von Nate zu Vorschein, dann ist das Bild komplett.

Du hast Nate eine eindrucksvolle Partnerin „Catherine“ und einen wunderbaren Freund „Don“ zur Seite gestellt. Wie entstanden diese Figuren?
Cat, sie ist genau wie Nate im Wandel. Aus der ungezogenen Göre wird eine Frau, klug, stark und noch viel mehr. Wo sie in Guardian Angels, den Überblick behält und die größte Stütze wird für Nate, so zeigt sie in Fanatic Angels auch ihre unerfahrenen, jugendlichen Anteile. Es ist entscheidend Gegensätze zu schaffen und diese zu konfrontieren. Don ist das beste Beispiel, er ist äußerlich das extreme Gegenteil von Nate. Ein Mann versnobt, reich, ein Genie, rüpelhaft aber hat trotzdem Herz. Lass solche Gegensätze aufeinander los und du hast interessante Handlungen, Dialoge. Manchmal witzig und das ist wichtig, denn der Leser und auch Autor braucht Verschnaufpausen. Es ist wichtig mal zu lachen und zu entspannen beim Lesen, denn sein wir ehrlich, Kindermorde und Nazis sind keine leichte Kost, weder für den Leser noch für den Autor.
 
Deine Bücher behandelten bisher jedes Mal ein anderes Thema. Wie schwierig und aufwendig ist hierzu die Recherche?
Manchmal ganz schwierig. 
Bei Desperates Angels, habe ich die Dunkelhaftszenen nur nachts geschrieben, mich voll auf Serienmörder eingelassen und musste dann immer wieder morgens um vier Uhr raus in die Realität, Schnee schaufeln war angesagt. Guardian Angels, die Recherche zu den Kindermorden war schlimm, aber um glaubhaft zu bleiben, muss man sich in die Materie reinknien. Für die Recherche zu Fanatic Angels, war ich gezwungen die Webseiten der einschlägigen Neonazis der USA zu besuchen, Videos anzusehen und Berichte zu lesen. Es ist unglaublich, was für menschenverachtende Rassisten immer noch auf der Welt ihr Unwesen treiben. Ergo es ist schwierig und aus diesem Grund mache ich momentan eine kleine Pause, bevor ich mich ganz auf Teil vier konzentriere. Ich habe mir wieder ein extrem schwieriges Thema für den Thriller ausgesucht und die Recherche ist fast abgeschlossen. 
 
Man trifft dich (zum Glück) öfter auf Buchmessen. Wie wichtig ist dir der Leserkontakt und das direkte Feedback deiner Leser?
Also die Buchmessen sind das Event des Jahres für mich. Erstens quatsche ich gerne und es gibt nichts Schöneres als sich mit bereits  überzeugten Fans der Angels Reihe oder auch ganz neuen Lesern zu unterhalten. Ich liebe es, weil mich Menschen interessieren! Außerdem, je mehr ich von meinen Lesern höre, desto besser kann ich verstehen, wie meine Bücher wirken und vor allen Dingen lernen. Stell Dir mal vor, ein eigentlich fremder Mensch kommt zu Dir und sagt: „Deine Bücher haben mich für Momente richtig glücklich gemacht!“ Etwas Schöneres kann einem gar nicht gesagt werden. 
 
Wie sieht dein normaler Tagesablauf aus?
Kerry!? Muss ich das jetzt zugeben? 
Ich gebe Dir Stichpunkte. Also, mein Verlag weiß, dass man mich nie vor 14:00Uhr anruft, genau wie Freunde. Ich bin ein Nachtmensch! 
Ergo schreibe ich viel in der Nacht, vor allem die dunklen Szenen. 
Ich habe genau wie jeder andere Mensch Verpflichtungen, denen ich nachkommen muss, das packe ich zwischen 15:00Uhr und  20:00Uhr, wenn es möglich ist. Manchmal auch um 7:30Uhr, Oh je, das geht meist schief! 
Ich füttere die Meerschweinchen meiner Nachbarin, beziehungsweise, die Meerschweinchen ihrer Kinder im Alter von neun und dreizehn wenn sie im Urlaub sind. Kürzlich kam die Neunjährige zu mir, meinte sie hat eine Kindergeschichte geschrieben und müsste jetzt doch mal mit einer gleich gesinnten Autorin zusammenarbeiten. Das war in der Zeit des Lektorats von Fanatic Angels. Ich sagte: „Ok, komm rein, aber ich muss arbeiten, du musst für dich selbst schreiben, alles klar?“ „Klar, kein Problem.“ 
Das Ende vom Lied, ich habe das erste Mal in meinem Leben eine Maschine Wäsche aufgesetzt ohne Waschpulver, vergessen, weil ich Nonstop zu getextet wurde von ihrer Geschichte. Habe im Internet nach Namen googelt, weil in ihrer Geschichte alle Vornamen mit W anfingen.  Dann malte ich auch noch stundenlang mit ihr, wie es aussehen könnte, wenn ein Drache ein Haustier transportiert… Sie wollte ein Halteseil, worauf ich bemerkte, dass, das Haustier ununterbrochen kotzen würde, wenn es so am Seil daher fliegt. Nun ja, wir haben uns dann auf Packtaschen geeinigt. Wie du siehst, bin ich beschäftigt und habe es geschafft nicht zu genau deine Frage zu beantworten, smile! 
 
Mit welchem Buch erwachte deine Liebe zur Literatur?
„Es lebe die Republik“, von Jan Prochazka, eines der wunderbarsten Kinder-Jugendbücher, die ich gelesen habe, es steht immer noch, mittlerweile ganz vergilbt auf meinem Nachtisch bei meinen Top Ten Büchern. 
 
Ganz ehrlich, sammelst du signierte Bücher / Buchreihen oder dergleichen? 
Nein. Klar, wenn ich die große Ehre habe ein Interview mit Jussi Adler Olsen oder Markus Heitz oder auch Arnaldur Indridason, führen zu können, dann lass ich mir ein Buch signieren.
Buchreihen sammeln ist das falsche Wort.  Ich habe sie, da ich sie lesen muss, Karin Slaughter, Jussi Adler Olsen, Naomi Novik, Peter van Brett, Harlan Coben, Lean Hearn, Michael Robotham, Tom Rob Smith, Markus Heitz, Surzack, Larson, Mankell, Doetsch, Koonz, Castaneda, Kästner, Hesse, Mann, Schmidt, Hauptmann, Fontane, Tolstoi, Brecht, Böll, … Ich finde kein Ende, habe mittlerweile über viertausend Bücher in meinem Haus, darum frag nicht weiter, sonst nimmt das kein Ende.
 
Welches Buch befindet sich aktuell auf deinem Nachttisch?
Wie gesagt, ich habe auf meinem Nachtisch meine Top Ten, die ich irgendwann einmal in meinem Leben gelesen habe und die mich tief beeindruckt haben.  
Da ich selten im Bett lese, das mache ich im Arbeits- oder Wohnzimmer, liegen die aktuellen Bücher dort rum. Habe gerade heute ein ausgezeichnetes Buch von Peter Schulz gelesen, ein Insiderbericht über das SEK, Spezialeinsatzkomanndo, der deutschen Bundespolizei. Werde eine herausragende Rezi dazu schreiben.  
 
Als du begonnen hast zu schreiben, hast du dies nur für dich gemacht oder hattest du von Anfang an feste Unterstützer an deiner Seite, die genau wussten, was in dir steckte und die dich immer in deinem Tun bestätigt haben?  
Nein hatte ich nicht, muss aber grinsen, denn wie es dazu kam, dass ich einen Mentor fand, ist eine hübsche Geschichte: 
Bei uns im Städtchen, gibt es vier Mal im Jahr einen Bücherflohmarkt, dort traf ich ihn, wir hatten uns schon öfters unterhalten und er war ein wandelndes Lexikon, was Literatur und aktuelle Bücher anging. Er erzählte mir, dass sein großes Interesse für Bücher daher komme, dass er Rezensionen für eine kleine Zeitung schreibt. Ich hatte gerade mein zweites Buch der Sciene Fiction Serie fertiggestellt und fand einfach keinen adäquaten Vorkoster (Rohfassungsleser). Also polterte ich völlig spontan heraus: „Sagen Sie mal, würden Sie meinen Roman lesen, ich habe noch nichts veröffentlich, brauche mal jemanden der mir sagt ob das alles ‚Quatsch‘ ist oder ‚OK‘. 
Er lächelte mich an, nickte und steckte mir seine Visitenkarte zu. 
Als ich wieder zu Hause war, fiel mir ein, dass ich mich ihm noch nicht mal vorgestellt hatte, ich rief an und entschuldigte mich und wir vereinbarten ein Treffen. Ich brachte ihm 120 Seiten mit als Leseprobe. Etwa drei Stunden später an dem Sonntagabend bekam ich von ihm einen Anruf: „Sagen Sie mal, das ist ja ein Science Fiction, so gar nicht mein Genre, aaaaaaber teuflisch gut.“ 
Zwei Tage später eine Mail, „her mit dem Rest“. Gesagt, getan. Eine Woche später: „Wo ist der zweite Teil, wenn ich nicht gleich weiß, wie es weiter geht, dann werde ich verrückt.“ So entstand eine mir sehr wichtige und liebenswerte Freundschaft. Durch ihn kam ich zur gleichen Zeitung, für die ich Rezis schreibe und auch Interviews führe auf der Buchmesse. Er, Stephan, liest alles von mir, bevor ich mich damit an einen Verlag wende. Er hat eine Spürnase und ich konnte mich immer auf sein Urteil verlassen. Wenn er sagt, schau noch mal auf die Szene oder das ist mir eigentlich zu lang, dann spitze ich die Ohren. In Guardian Angels, gibt es doch die Szenen mit der Almbäuerin, die ein hartes Bayrisch spricht. Man war ich in der Zwickmühle, da mein Bayrisch nicht gesellschaftsfähig ist, schon gar nicht schreibfähig. 
Ich fragte ihn, ob er jemanden kennt, der des Bayrischen mächtig ist. „Klar meine Frau kommt aus Bayern, kein Problem, her mit dem Text.“ Sie hat sich dann stundenlang mit den zwei Seiten auseinandergesetzt und ins Bayrische übersetzt. 
Ist das nicht klasse! In der Hinsicht bin ich echt happy, ob es nun Crossvalley oder mein Stephan Schwammel oder auch das Medu Team ist, das mit einem Augenrollen fast jede meiner verrückten Ideen akzeptiert und auch möglich macht. Das braucht man als Autor. Ohne Menschen, die an dich glauben ist es nicht zu machen.
 
Hast du selbst ein Lieblingsbuch bzw. eine Lieblingsbuchreihe? Ganz schwer zu beantworten, da ich so unglaublich viel lese. Aber die drei Bücher, die ich in meinem Leben immer wieder gelesen habe, sind „Der Herr der Ringe“, Tolkien war genial. Vor allem hat er sich viele Jahre genommen um das Werk zu schreiben, das merkt man. Ich gehöre zu den armen Seelen, die das Werk seit meinem sechszehnten Lebensjahr etwa alle drei Jahre wieder liest.  
Ach, bevor ich es vergesse, die Angels Serie ist auch nicht schlecht, freches Grinsen!!! 
 
Welches ist das schlechteste Buch, das du jemals gelesen hast?
Das schlechteste Buch, gibt es nicht. Sagen wir mal so, es gibt Autoren, bei denen ich mich mittlerweile  weigere, weiter zu lesen. Besonders was Rezis betrifft. 
Es gibt Autoren, die ich ablehne. Nein, ich gebe Dir die Namen nicht preis, da ich selbst als Autor, nicht möchte, das jemals jemand sagt, das Desperate, Guardian oder Fanatic Angels und die Autorin die schlechtesten Bücher waren, die sie je gelesen haben. Das hat nichts mit „einer Krähe pickt der Anderen das Auge nicht aus“, zu tun. Für mich ist es nur Respekt. Was „ich“ als schlecht empfinde, muss nicht schlecht sein. Ich sehe es so und schweige, da ich nur positive Rezensionen veröffentliche!  
 
Was wünschst du dir für die Zukunft?
Maserati Quadroporte, Royal Clipper Charter, Charlie Tango im Garten. 
Quatsch, nur ein Scherz!

Was wünsche ich mir? Lange zu leben, um noch viele Bücher zu schreiben, die bereits Gestalt in meinem Kopf angenommen haben. Gesundheit um das zu tun. Den gleichen Frieden, den ich jetzt habe in jeglicher Hinsicht. Spaß daran!Vielleicht auch den Wunsch, dass ich so viel Glück habe, wie ich immer hatte: 
„Am richtigen Punkt zur richtigen Zeit zu sein!“ 
Ach, es fällt mir noch was ein, etwas was Sandra Bullock sagte in ihrem Film „Miss Undercover“: 
„World Peace!“  
 

Herzlichen Dank an E. M. Ross für die Beantwortung der Fragen.