Posts mit dem Label Diana werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Diana werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 29. Mai 2017

[Hörbuch-Rezension] Stefanie Gerstenberger - Stella und Nicola 01: Das Sternenboot


Hör- und Leseprobe



Eckdaten:
MP3 CD: 1 Seiten
Verlag: RADIOROPA Hörbuch; Auflage: 1. (2. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3836811863
ISBN-13: 978-3836811866
Größe und/oder Gewicht: 14 x 12,2 x 0,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
Nicola kommt mit einem Lächeln zur Welt. Als Wunschkind seiner Eltern wächst er einem kleinen Fischerdorf bei Palermo, ärmlich, aber behütet auf. Stella hingegen, am selben Tag, im selben Ort geboren, wird von ihrer Mutter keines Blickes gewürdigt. Die schöne Adlige hat wenig Verwendung für ein drittes Mädchen. So könnten Stella und Nicola nicht unterschiedlicher sein, und es vergehen Jahre, bis sich ihre Wege kreuzen. Doch diese Begegnung wird ihr Leben für immer verändern, und auch das Schicksal ihrer Familien ist fortan untrennbar miteinander verbunden …

Zum Hörbuch:
Nicola Messina und Maristella di Camaleo, Stella genannt, werden am selben Tag auf Sizilien in einem kleinen Dorf geboren. Während Nicola, der Sohn eines Polizisten, ein absolutes Wunschkind war, wird Stella anstatt des lang ersehnten Sohnes als dritte Tochter eines verarmten Adligen geboren. Von der Mutter ungeliebt und abgelehnt, vom Vater ohne Unterstützung, wird diese zu ihrer Tante Aussunta und den Großeltern abgeschoben. Dort erfährt sie die Liebe, die ihre Eltern ihr verweigern. Aber es kommt der Tag, an dem sie ihre Tante verlassen und zurück in die Villa ihrer Eltern muss, wo sie fortan wie eine Bedienstete arbeiten muss und auch als solche behandelt wird.

Nicola wird von seinen Eltern vergöttert und geliebt. Als sein Vater jedoch umgebracht wird, als er ca 2 Jahre alt ist, wird er allein von seiner Mutter Flora aufgezogen, dessen Lebensinhalt er wird.
Nicola begegnet Stella in jungen Jahren an einem Brunnen und ist von ihr fasziniert, ja fast besessen. Er weiß schon als Junge, dass sie sein Schicksal sein wird.
Aber sie kommen beide aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und eine Verbindung ist nahezu unmöglich...

Das Buch ist der erste Teil um die beiden Protagonisten Stella und Nicola.

Die Geschichte beginnt im Jahre 1947 mit den Geburten der beiden und führt den Leser durch die ersten 18 Jahre von Stella und Nicola.
Der Werdegang der beiden könnte nicht unterschiedlicher sein.
Nicola wächst zu einem gut aussehenden jungen Mann heran, der für sein Leben gern taucht. Seine Zukunft sieht er auf bzw. im Wasser.

Stella ist im Haus ihrer Eltern das Aschenputtel. Aufgaben, die niemand übernehmen will, werden ihr übertragen. Selbst ihre beiden Schwestern beachten sie nicht und wenn doch, dann nur, um Schabernack mit ihr zu treiben oder sie anderweitig zu ärgern.
Stellas Mutter hält ihr Leben nur noch mit Betäubungsmitteln aus, nachdem der langersehnte Sohn sehr jung verstorben war. Sie tut alles, um Stella das Leben schwer zu machen, jede Bosheit ist ihr recht. Stellas Vater hat dem nichts entgegenzusetzen, so dass sie völlig allein dasteht. Unterstützung erfährt sie lediglich durch ihre Tante Aussunta und der Bediensteten Maria.

Es dauert lange, bis sich Stella und Nicola begegnen, aber von Freundschaft kann noch lange nicht die Rede sein, im Gegenteil.

Recht eindrucksvoll schildert die Autorin Stefanie Gerstenberger das Leben auf Sizilien und vor allem das der beiden Protagonisten Stella und Nicola.
Es ist eine traurige, anrührende Geschichte, die beklommen macht. Soviel Leid und Kummer sind in ihr vereint, dass sie den Leser rührt.

Aber die Autorin schafft es auch, die Angst dem Leser nahezubringen, die schon allein durch das Wort Mafia geschürt wird.
Die Mafia ist allgegenwärtig, hat Macht, schürt Angst und weiß sich präsent zu halten. Wer nicht spurt, muss die Folgen tragen und nicht nur derjenige, sondern auch Freunde und Familie.

Die Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen. Nicola habe ich bewundert, dass er nie aufgegeben hat, die Aufmerksamkeit von Stella zu erlangen, egal was kam. Stella ist mir sympathisch, weil auch sie nie aufgegeben hat, nie den Mut verloren und immer nach vorn gesehen hat.

Im Schlusswort war von der Autorin zu erfahren, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, was mich persönlich noch betroffener machte. 

Ich habe dieses Buch als Hörbuch konsumiert und möchte auch dazu ein paar Worte verlieren.
Eingelesen wurde das Buch von der Schauspielerin Sabine Svoboda.
Die Sprecherin hat für mich eine gewöhnungsbedürftige Textbetonung drauf, die mich schon nach kurzer Zeit anfing zu stören, massiv zu stören. Bei mehr als 16 h Laufzeit wurde das Anhören ausgesprochen anstrengend und ich hätte das Buch, wenn es mir als Printexemplar vorgelegen hätte, als dieses weitergelesen und das Hörbuch abgebrochen.
Das ist allein mein Empfinden, es kann sein, dass es andere nicht stört, mich störte es extrem.
Nur aus diesem Grund ziehe ich in der Bewertung 1 Pfötchen ab.

Das Buch an sich empfehle ich jedoch sehr gern weiter. 

Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen von Diana)
STEFANIE GERSTENBERGER, 1965 in Osnabrück geboren, studierte Deutsch und Sport, bis sie erkannte, dass sie keine Lehrerin werden wollte. Nach einem Wechsel in das Hotelfach lebte und arbeitete sie auf Elba und Sizilien, in der Karibik und in San Francisco. Während der folgenden Jahre als Requisiteurin für Film und Fernsehen musste sie viele Drehbücher lesen und begann selbst zu schreiben. Ihr erster Roman "Das Limonenhaus" (Diana, 2009) wurde von der Presse hoch gelobt und auf Anhieb ein großer Erfolg, gefolgt von ihrem zweiten Roman "Magdalenas Garten" (Diana, 2010). Heute lebt sie mit ihrer Familie in Köln.

Von Stefanie Gerstenberger wurden gelesen / gehört und rezensiert:
    


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 14. Dezember 2016

[Rezension] Kate Eberlen - Miss you



Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 576 Seiten
Verlag: Diana Verlag (29. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453291832
ISBN-13: 978-3453291836
Originaltitel: Miss You
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 4,3 x 20,5 cm

Inhalt gem. Diana:
Was, wenn du deine große Liebe immer ganz knapp verpasst?
Eine Sekunde lang treffen sich ihre Blicke, doch bevor sie sich anlächeln oder ein paar Worte wechseln können, ist der Moment schon wieder vorbei. Von da an beginnt für Tess und Gus eine Reise, die sich Leben nennt. Große und kleine Augenblicke warten auf sie, Kummer und Freude. Doch beide ahnen, dass sie Wege gehen, die nicht glücklich machen. Weil ihnen das Entscheidende fehlt. Was sie nicht wissen: Tess und Gus sind perfekt füreinander, und obwohl sie sich längst begegnet sind, haben sie es nicht bemerkt. Wann ist der alles entscheidende Moment für die große Liebe endlich da?

Zum Buch:
Tess und Gus machen Urlaub in Italien, wo sie sich zum ersten Mal begegnen. Außer ein paar Worten und einem Lächeln passiert nicht viel. Sie verlieren sich aus den Augen, der Moment ist vorbei.
Beide stehen kurz vor ihrem Studium in London, sogar an ein und derselben Universität, aber das Schicksal will es anders.
Als Tess nach dem Urlaub nach Hause kommt, findet sie ihre Mutter sterbenskrank vor. 
Ihre jüngste Schwester braucht nach dem Tod ihrer Mutter eine Bezugsperson, die nicht der Vater oder der Bruder sein wird, sondern Tess. Ihr Traum vom Studium ist aus, auch wenn sie es ihrer Mutter versprochen hatte, ihren eigenen Weg zu gehen, sie bleibt zu Hause und opfert sich auf, für Hope, ihre Schwester, die Autistin ist.
Gus geht seinen Weg, studiert und heiratet.

Sie leben beide ihre Leben, nicht gerade himmelhochjauzend und glücklich, aber auch nicht wirklich unglücklich. Tess hat schon den ein oder anderen Moment, in dem sie alles hinschmeißen würde, denn ihre Aufopferung wird in keinster Weise gewürdigt, alle profitieren davon, dass sie sich selbst aufgegeben hat.

Gus und Tess begegnen sich im Laufe der Zeit immer mal wieder, erkennen sich aber nicht. Entweder passt es gerade nicht oder sie bemerken ihre Anziehung zueinander nicht. Sie driften wieder auseinander.

Die Geschichte wird jeweils aus der Sicht von Gus und der von Tess erzählt. Man nimmt als Leser Anteil an ihr Leben und hat schon das Gefühl, man müsste ihnen einen Schubs geben.
Aber sie gehen einen langen Weg, bis sie eines Tages aufeinandertreffen.

Sehr gefühlvoll erzählt die Autorin von Tess und Gus, ihre Höhen und Tiefen, man ist als Leser immer aktuell in jeder Lebensphase mit dabei.
Im Hinterkopf hat man immer, dass sie sich eines Tages finden werden, denn es wird ja als Liebesroman deklariert.
Dass es bis dahin ein sehr weiter Weg ist, empfand ich als ein wenig störend. Gefühlt auf den letzten paar Seiten entwickelte sich die Story dahin, worauf man als Leser hingehibbelt hatte.
Meines Erachtens kommt die eigentliche Geschichte mit Tess und Gus zu kurz. Wenn man sich als Leser damit arrangiert hat, ist das Buch zu Ende, was ich sehr schade fand.

Trotz einiger Längen im Buch hat man ein Werk in den Händen, das nicht nur gut unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt.
Die Frage der Selbstaufgabe steht genauso wie der Umgang mit dem Tod von Angehörigen. Was ist richtig, was falsch und wieweit kann man andere damit belasten?

Das Buch hat den Begriff Liebesgeschichte nicht wirklich verdient, da wie schon gesagt, die eigentliche Geschichte der Protagonisten zu kurz kam.
Dennoch hat es mir Spaß gemacht, Tess und Gus all die Jahre zu begleiten.

Bewertung:


Zur Autorin: 
(Text übernommen von Diana)
Kate Eberlen wuchs in einer Kleinstadt in der Nähe von London auf und verbrachte ihre Kindheit damit, zu lesen und sich in fremde Welten zu träumen. Nach ihrem Studium der klassischen Philologie hatte sie mehrere Jobs in der Verlags- und Medienbranche. Heute lehrt sie Englisch als Fremdsprache und verbringt so viel Zeit wie möglich in ihrem Sehnsuchtsland Italien. Kate Eberlen ist verheiratet und hat einen Sohn.



Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 22. November 2016

[Rezension] Nora Roberts - Ein Leuchten im Sturm




Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Diana Verlag (29. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453291824
ISBN-13: 978-3453291829
Originaltitel: The Liar
Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 4,7 x 22,2 cm

Inhalt gem. Diana:
Shelby ist erschüttert, als sie nach dem tragischen Unfall ihres Mannes auch noch erfährt, dass Richard ihr Schulden in Millionenhöhe hinterlassen hat. Zudem entdeckt sie in seinem Bankschließfach gefälschte Ausweise und Papiere. Der Mann, den sie geliebt hat, ist nicht nur tot – er hat niemals existiert. Shelby flüchtet zu ihrer Familie nach Tennessee und lernt Griffin kennen, der zu einer wichtigen Stütze für sie und ihre Tochter wird. Doch Richards Lügen und Geheimnisse folgen Shelby bis in ihre Heimat – und werden für sie zur tödlichen Bedrohung.

Zum Buch:
Für Shelby bricht eine Welt zusammen, als sie nach dem Unfalltod ihres Mannes, der auf See verunglückte, erfuhr, dass er ihr Schulden in Millionenhöhe hinterlassen hat. Mit allen Mitteln versucht sie nun, die Schulden abzutragen. Sie verkauft, was nur geht, neben den Designerklamotten auch die kostbare Uhrensammlung ihres Mannes und letztendlich auch das Haus, in dem sie lebten, in dem sie sich jedoch nie wohl fühlte.
Beim Durchsuchen seiner Sachen fand sie einen kleinen Schlüssel, der zu nichts passte, was sie kannte. War es ein Bankschließfach, ein Safe, sie wusste es nicht. Eines war ihr jedoch klar, sie musste wissen, wohin der Schlüssel gehörte und was er dort verschlossen gehalten hatte.
Ihr wird klar, dass der Mann, mit dem sie 5 Jahre lang verheiratet war und ein Kind hat, nicht der Mann war, für den sie ihn gehalten hatte. Wer zum Teufel war Richard, der Mann, mit dem sie so lange zusammen war?...

Shelby zweifelt an sich selbst. Kannte sie den Mann überhaupt, den sie geheiratet hat? Er hat sie vereinnahmt, hat sie ihrer Familie entfremdet und getan, was immer er wollte, ohne groß Rücksicht auf sie zu nehmen. Aber was sich ihr jetzt eröffnet sieht aus, als wäre er keinem normalen Job nachgegangen, sondern als wäre er ein Verbrecher gewesen.
Woher sollte wohl sonst das viele Geld kommen, dass sie schließlich findet? Und dann gibt es da auch noch eine Frau, die plötzlich vor ihrer Tür steht und unglaubliches behauptet.

Shelby versucht alles hinter sich zu lassen und zieht mit ihrer kleinen Tochter zu ihren Eltern. Dort erfährt sie die Unterstützung, die sie praktisch und seelisch braucht. Ihre Eltern und ihr Bruder stehen ihr zur Seite. Ihr Bruder Forrest ist Polizist und passt besonders auf seine Schwester auf.
Da holt sie ihre Vergangenheit plötzlich wieder ein und alles, was sie hat und dabei ist, sich aufzubauen, wird bedroht.

Ach ja, Nora Roberts und ihre Romane. Ich bin bekennender Fan der Autorin und so war es für mich bezeiten klar, dass ich auch dieses Buch lesen musste. Das Buch beinhaltet nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern vereint auch kriminelle Aspekte, die das Buch spannend machen und den Leser nicht ruhen lassen.

Shelby, die ein wenig blauäugig in die Ehe mit Richard gerät und unter seinem Einfluss zu keiner eigenen Handlung fähig ist, muss aus der Not heraus Entscheidungen treffen. Sie hat den Willen, die Schulden ihres verstorbenen Mannes abzutragen und sucht sich Arbeit. Sie ist nicht zimperlich und nimmt an, was sich ihr anbietet. Aus einer unselbständigen Frau wird eine taffe Frau, mit der man rechnen muss, die weiß, was sie will und vor allem auch, was sie nicht mehr will. Sie ist mir als Leser sympathisch und ich habe sie sehr gern auf ihrem Weg begleitet.
Auch die anderen Protagonisten nehmen den Leser für sich ein, man muss sie einfach mögen.

Mit diesem Buch hat Nora Roberts wieder alle Register gezogen und ich merkte wieder, warum sie eine meiner Lieblingsautoren ist.
Geschickt verbindet sie eine super Story mit Liebe und Verbrechen und schon hat sie den Leser am Haken. 

Für dieses Buch spreche ich, wie für fast alle Nora Roberts Romane eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.

Bewertung:



Zur Autorin: 
(übernommen von Randomhouse)
Durch einen Blizzard entdeckte Nora Roberts ihre Leidenschaft fürs Schreiben: Tagelang fesselte sie 1979 ein eisiger Schneesturm in ihrer Heimat Maryland ans Haus. Um sich zu beschäftigen, schrieb sie ihren ersten Roman. Zum Glück - denn inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.
Unter dem Namen J.D. Robb veröffentlicht Nora Roberts seit Jahren ebenso erfolgreich Kriminalromane.


Von Nora Roberts wurden gelesen und rezensiert:
           


 An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Den Goldmann-Verlag findet ihr auch auf Facebook 

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Samstag, 21. Mai 2016

[Rezension] Katherine Webb - Italienische Nächte



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Diana Verlag (31. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453291735
ISBN-13: 978-3453291737
Originaltitel: The Night Falling
Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 4,5 x 22,1 cm

Inhalt gem. Diana:
Ein Sommer in Italien. Ein Moment, in dem sie Liebe findet – für immer und doch vergänglich
Clare folgt ihrem Mann, als sie 1921 von England in die Hitze Apuliens reist. Boyd arbeitet dort als Architekt für den reichen Grundbesitzer Leandro Cardetta, und möchte, dass Clare den Sommer bei ihm verbringt. Doch Boyd empfängt sie abweisend und scheint etwas zu verbergen. Auf sich allein gestellt erkundet Clare die fremde Umgebung und lernt dabei Ettore kennen, den Neffen des Grundbesitzers. Clare fühlt sich unbändig zu ihm hingezogen – zu einer Welt, in die sie nicht gehört und die droht, für beide zum Verhängnis zu werden …
Apulien 1921: Clare Kingsley hat eine lange Zugfahrt hinter sich: von England bis nach Süditalien. Gemeinsam mit ihrem Stiefsohn besucht sie ihren Ehemann Boyd, der dort Arbeit als Architekt angenommen hat. Doch das heiße und raue Leben in Apulien wird für die junge Frau zur Herausforderung. Boyd ist verschlossen, und Clare ahnt, dass er und sein Auftraggeber Leandro Cardetta eine dunkle Vergangenheit verbergen. Dann wird Leandros Neffe schwer verletzt in das Haus der Cardettas gebracht. Ettore hegt eine tiefe Abneigung gegen die privilegierte Lebensweise seines Onkels und nimmt nur widerstrebend dessen Hilfe an. Während sich außerhalb der schützenden Mauern die Konflikte aufheizen, kommen Ettore und Clare sich langsam näher. Er gibt ihr, wonach sie sich in ihrer Ehe sehnt, und obwohl Ettore nach dem Tod seiner Verlobten eine tiefe Trauer in sich trägt, zögert auch er seine Rückkehr ins Dorf immer weiter hinaus. Kann ihre Beziehung eine Zukunft haben? Und welchen Preis sind Clare und Ettore bereit, für ihre Liebe zu zahlen?

Zum Buch:
Italien in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. 
Boyd arbeitet als Architekt in Apulien für den reichen Grundbesitzer Leandro Cradetta und dessen Frau. Als auf dessen Geheiß seine Frau Clare und sein Sohn Philip, Pip genannt, nachkommen sollen, ist er nicht begeistert. Auch Clare kann sich für diese Idee nicht erwärmen und wäre lieber mit ihrem Stiefsohn Pip im heimischen England geblieben.
In Apulien lernt sie Leandros Neffen Ettore kennen, der noch immer in Armut lebt. Als er nach einem Angriff verletzt wird, kommt er zu Leandro ins Haus und Clare pflegt ihn. Dabei kommen sich beide näher, denn Clare findet bei ihm das, was sie von Boyd nicht bekommt...

Leandro Cardetta hat es zu Reichtum gebracht. Aus der Armut kommend hat er sich zum Grundbesitzer emporgeschwungen. Seine Verwandschaft, die noch immer in Armut leben, hat den Kontakt zu ihm abgebrochen bzw. versuchen sie diesen so gering wie nötig zu halten.
Er beschäftigt den englischen Architekten Boyd, mit dem ihn ein Geheimnis aus deren gemeinsame Vergangenheit verbindet. Diesen drängt er auch, seine Frau und seinen Sohn ebenfalls nach Apulien zu holen.
Um Unruhen in der Stadt zu entgehen, ziehen sie gemeinsam aufs Land, nur Boyd muss arbeitstechnisch ab und an in die Stadt.

Dort auf dem Land gibt es ebenfalls Unruhen und so kommt es, dass Leandros Neffe Ettore verletzt wird. Seine Verwundung kuriert er im Hause Leandros aus, wo er unter anderem auch von Clare gepflegt wird.
Als die beiden sich näher kommen, müssen sie ihre Beziehung verstecken. Clare liebt Ettore. Obwohl sie weiß, dass ihre Beziehung keine Zukunft hat, kann sie nicht von ihm lassen. 
Boyd verhält sich ihr gegenüber eigenartig. Er kann oder will ihr nicht erklären, was Leandro ihm gegenüber in der Hand hat, dass er durchsetzen konnte, dass sie nach Apulien fahren mussten. Als einzige Erklärung bringt er, dass Leandro gefährlich ist. 
Pip, ihr Stiefsohn, geht dort ebenfalls seine eigenen Wege und hält sich viel bei Leandros Frau Marcie auf, was Clare mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis nimmt.

Ich mag die Bücher der Autorin, spielten sie doch bisher immer auf 2 Zeitebenen. 
Das ist bei diesem Werk jedoch völlig anders. Sie hat sich die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts ausgesucht, eine Zeit kurz nach dem 1. Weltkrieg. 
Auch in Italien gibt es noch immer die Kluft zwischen Arm und Reich, was zu Unruhen führt.
Es gelingt der Autorin hervorragend, die Stimmungen im Land wiederzugeben, die Unterschiede zwischen Arm und Reich aufzuzeigen, so dass das Geschriebene zur Realität wird.
Sie hat diese Epoche der italienischen Geschichte sehr gut recherchiert, so dass dem Leser keine Zweifel kommen, es könnte sich anders zugetragen haben. 
Das Zusammenspiel der Protagonisten ist höchst spannend und lässt den Leser mitfiebern, denn es sind von Beginn an Fragen aufgetreten, die einen nicht ruhen lassen. 
Was verbindet Leandro und Boyd, was passierte mit Boyds 1. Frau, wie hat Leandro es geschafft, der Armut zu entkommen?
Fragen, die sich durch das Buch schlängeln und tatsächlich erst zum Ende beantwortet werden. Als Leser erfährt man Dinge, die man sich so nicht hätte vorstellen können.

Mit diesem Buch hält man nicht nur eine Liebesgeschichte in den Händen, sondern auch eine Wiederspiegelung der italienischen Geschichte aus den 20er Jahren des 20. Jh.
Emotionsgeladen lässt die Autorin den Leser teilhaben an eine Welt, die in Arm und Reich unterteilt ist und deren Konflikte.
Das Buch hatte ein paar Längen, so dass ich ein Pfötchen abziehe.
Für Fans von Katherine Webb ist auch dieses Buch ein Muss.


Bewertung:


Zur Autorin: 
(Text übernommen von Diana)
Katherine Webb, 1977 geboren, wuchs im englischen Hampshire auf. Nach ihrem Geschichtsstudium verbrachte sie einige Jahre in London und Venedig. Ihre Romane Das geheime Vermächtnis, Das Haus der vergessenen Träume und Das verborgene Lied waren internationale Erfolge und eroberten auch in Deutschland die Bestsellerlisten. Katherine Webb lebt heute in einem Cottage in der Nähe von Bath, England.





Von Katherine Webb wurden gelesen und rezensiert:
(Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)



Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim 


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 25. April 2016

[Hörbuch-Rezension] Kate Morton - Das Seehaus


Leseprobe



Eckdaten:
Audio CD
Verlag: Random House Audio; Auflage: Gekürzte Lesung (29. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3837133230
ISBN-13: 978-3837133233
Originaltitel: The Lake House (Allen & Unwin)
Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 2,8 x 14,5 cm

Inhalt gem. Diana:
Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft
Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.
Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …

Zum Buch:
Cornwall 1933: Eine große Party auf dem Anwesen der Edevanes nimmt ihren Lauf. Ein Mittsommernachtsfest ist in vollem Gange, bei dem der jüngste Spross des Hauses, der 2-jährige Theo, spurlos verschwindet. Er bleibt unauffindbar.
Die Familie verlässt daraufhin das Anwesen und kehrt nie wieder zurück.

Cornwall 2003: Nach einem dummen Fehler, den die Polizistin Sadie Sparrow gemacht hatte, verkroch sie sich nach Cornwall zu ihrem Großvater. Beim Joggen trifft sie auf das verlassene Anwesen der Edevanes und fragt sich, wie man alles stehen und liegen lassen und ein solches Landgut sich selbst überlassen kann.
Sie fragt rum und erfährt dabei, was vor 70 Jahren dort geschehen ist. Sie fängt an zu recherchieren, denn das Schicksal des verschwundenen Jungen hat sie neugierig gemacht. Dabei erfährt sie, dass die älteren Schwestern des Jungen noch leben und beginnt, in der Vergangenheit zu graben und kommt so langsam einem Geheimnis auf die Spur...

Eine einzige Nacht verändert das Leben vieler von einem Tag auf den anderen nachhaltig.

Ich liebe Familiengeheimnisse und wenn diese sich über mehrere Zeitebenen ausbreiten, gleich noch mehr.
Das ausschlaggebende Ereignis passierte im Jahr 1933 auf dem Landgut der Familie deShiel / Edevane, als der 2-jährige Theo auf dem angestammten Landsitz spurlos verschwindet. Die Polizei stand seinerzeit vor einem Rätsel und konnte den Jungen nie finden.

Zwischenzeitlich sind 70 Jahre vergangen, in denen Theo nie wieder auftauchte. Als die Polizistin Sadie sich für die Geschichte interessiert, taucht sie tief in die Leben und Geschichten der noch lebenden Anverwandten ein wie auch die der inzwischen verstorbenen ein. Alice Edevane, die seinerzeit gerade einmal 16 Jahre alt war und einer der Schwestern von Theo war, lebt inzwischen in London und ist Autorin. Sie hat das Anwesen geerbt, auch wenn sie nie wieder dort gelebt hatte. Sadie nimmt Kontakt zu ihr auf und erhält die Erlaubnis, sich auch im Inneren des Hause umzusehen. Ebenso nimmt sie Kontakt zu dem damals ermittelnden Polizisten auf, der sich selbst nach so langer Zeit noch gut an den Fall erinnern kann.

Anhand von Briefen und alten Tagebucheinträgen kommt sie der Wahrheit recht nahe.

Die Autorin arbeitet, wie schon gewohnt, auf verschiedenen Zeitebenen. In diesem Buch sind es zum einen die Zeit 1931 - 1933, in der Theo verschwand, das Jahr 2003, in dem die Geschichte aufgeräufelt wird und rückblickend die Jahre 1911 - 1914, in der die Ereignisse ihren Lauf nahmen.
Sie nimmt den Leser, in meinem Fall den Hörer, mit auf die Reise in die Vergangenheit, um einem nie geklärten Fall im Jahr 1933 das Geheimnis des Verbleibs eines verschwundenen Jungen zu entlocken.
Die Zeitebenen wechseln sich ab und auch die Sichten der Protagonisten.

Mir hat es Spaß gemacht, Sadie bei ihren Ermittlungen zu begleiten und gemeinsam mit ihr sich auf die Reise in die Vergangenheit zu machen. Sie erfährt Wahrheiten, die sie nie für möglich gehalten hätte.

Ein einziger Satz in der Mitte des Buches brachte mich auf den Weg, wie es enden könnte und genauso entwickelte es sich auch, was aber meinem Hörvergnügen keinen Abbruch tat.

Ich habe dieses Buch durch die Stimme der Schauspielerin Esther Schweins gehört und war restlos begeistert. Sie könnte mit ihrer Stimme auch Rezeptbücher vorlesen und es wäre ein Vergnügen.
So hat das Buch durch das Vorlesen durch Esther Schweins nicht nur vom Inhalt her gepunktet, sondern auch durch die Wiedergabe der Schauspielerin. Sie hat emotionsvoll gelesen und hielt den Hörer bei der Stange.

Die Geschichte bildet durch die 3 Zeitebenen letztendlich eine Einheit, deren Zusammenhänge man verständlicherweise erst zum Ende erkennt. Die Spannung wird bis dahin gehalten und flacht nicht ab.

Mir hat es sehr gut gefallen und ich empfehle es sehr gern weiter.


Bewertung:

Zur Autorin:
(Text übernommen vom Diana-Verlag)
KATE MORTON, geboren 1976, wuchs in Queensland, Australien, auf und studierte in London Theaterwissenschaften und Englische Literatur. Ihre Romane Das geheime Spiel (2007), Der verborgene Garten (2009) und Die fernen Stunden (2010) sind in mehr als dreißig Ländern erschienen und waren internationale Bestseller. Auch in Deutschland eroberte Kate Morton ein Millionenpublikum, alle drei Romane sind SPIEGEL-Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Brisbane, Australien.






Von Kate Morton wurden gelesen und rezensiert:
(Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 29. März 2016

[Rezension] Petra Hammesfahr - Fremdes Leben



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 496
ISBN: 978-3-453-35893-5 
Erscheinungstermin: 8. März 2016
Format: Hardcover
Verlag: Diana


Klappentext: gem. Diana
"Mach sie tot, mach sie tot!" Mit diesen Worten im Kopf erwacht eine Frau auf einer Intensivstation. Doch wer hat das gesagt? War sie gemeint? Wer ist sie überhaupt? Fast zwei Jahre soll sie im Koma gelegen haben, doch sie weiß nichts mehr. Den Mann, der sie mit Claudia anspricht und sich als ihr Ehemann Carsten Beermann vorstellt, kennt sie nicht. Auch der erwachsene Sohn, der von seiner leidvollen Kindheit erzählt, ist ihr fremd. Erst als sie sich an einen kleinen Jungen erinnert, der in einer brennenden Wohnung nach seiner Mutter ruft, keimt in ihr ein entsetzlicher Verdacht …

Rezension:

Der 10. September 2014 soll das Leben der Frau, die vor knapp zwei Jahren einen fast tödlichen Unfall schwer verletzt überlebte, für immer verändern, denn das ist der Tag, an dem bei ihrer Betreuung als Komapatientin in einer privaten Pflegeeinrichtung so einiges schief geht. Um ihr Leben zu retten, wird sie ins Krankenhaus gebracht und dort geschieht nach fast zwei Jahren das Wunder: sie erwacht. Doch die vergangenen zwei Jahre haben Spuren bei ihr hinterlassen. So weiß sie lediglich noch, dass sie Cilly heißt und Mitte 30 ist und mit Achim Castrup verheiratet - und, dass ihr jemand nach dem Leben trachtete, denn sofort beim Erwachen hat sie die Worte "Mach sie tot! Mach sie tot!" im Ohr.

Mit Hilfe ihrer Ärztin Doktor Lina Scheuer macht sie in der kurzen Zeit auf der Intensivstation enorme Fortschritte und doch scheint ihr Gehirn eventuell doch eine Schädigung aufzuweisen, denn entgegen ihrer eigenen Aussage ist sie nicht Cilly Castrup, sondern die 48-jährige Claudia Beermann. Sie kann es nicht glauben, hat sie doch wenige Erinnerungen an ihr Leben als Cilly, doch an ein Leben als Claudia Beermann kann sie sich gleich gar nicht erinnern. Ansonsten scheint ihr Gedächtnis jedoch intakt, denn sie kann sich an geschichtliche Gegebenheiten erinnern, auch an solche, die sie nicht selbst erlebt hat, doch ihre persönlichen Erinnerungen bleiben im Dunkeln.

Tatsächlich muss sich Claudia allerdings damit auseinandersetzen, dass sie tatsächlich verheiratet ist, jedoch ihre Ehe wohl nur noch auf dem Papier bestand, denn in all der Zeit hat ihr Mann sie nicht besucht. Auch hat sie einen erwachsenen Sohn, von dem sie nichts weiß. Erst nach und nach kommen zumindest kleine Erinnerungsstücke zurück, doch ein klares Bild ergeben sie nicht. Sie erinnert sich daran, Zeugin eines Mordes an einer Frau gewesen zu sein, doch in welchem Zusammenhang diese Frau zu ihr steht, ist ihr nicht ganz klar - und hat sie tatsächlich diesen Tatort verlassen und das kleine Kind des Opfers in einer brennenden Wohnung zurückgelassen? Nur langsam kommen die Erinnerungen zurück, doch noch immer schwebt sie in großer Gefahr, denn was, wenn ihr Unfall, gar kein "Unfall" gewesen ist und derjenige es erneut versuchen wird? Wer hätte einen Grund, ihr nach dem Leben zu trachten und vor allem: warum?


"Mach sie tot! Mach sie tot!" (S. 7) Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Ich muss gestehen, es dauert etwas, bis ich mich in die Geschichte eingefunden hatte, denn die Erinnerungen der Protagonistin offenbaren sich erst nach und nach, sodass es dem Leser ebenfalls erst analog der Protagonistin möglich ist, sich ein genaues Bild der Geschichte zu machen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei hier ziemlich schnell feststeht, dass Protagonistin Claudia, zumindest in der Vergangenheit, alles andere als eine Sympathieträgerin war und immer wieder stellt sich anhand ihrer Erinnerungen die Frage: ist sie Opfer oder Täterin? Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch rätselhaft-einnehmende Lesestunden bereitet hat.

Bewertung
Die Autorin:
Petra Hammesfahr wurde mit ihrem Bestseller "Der stille Herr Genardy" bekannt. Seitdem erobern ihre Spannungsromane die Bestsellerlisten, werden mit Preisen ausgezeichnet und erfolgreich verfilmt, wie "Die Lüge" mit Natalia Wörner in der Hauptrolle. Zuletzt erschienen: "Die Frau, die Männer mochte", "An einem Tag im November" und "Fremdes Leben". (übernommen von Randomhouse)



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.

Montag, 28. September 2015

[Rezension] Jessica Brockmole - Eine Liebe über dem Meer


Leseprobe


Eckdaten:
Broschiert: 336 Seiten
Verlag: Diana Verlag (10. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453357639
ISBN-13: 978-3453357631
Originaltitel: Letters from Skye
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 2,9 x 18,9 cm

Inhalt gem. Diana:
Isle of Skye, 1912. Eines Tages erhält die schottische Schriftstellerin Elspeth einen Brief aus Amerika. Der Absender, ein junger Mann namens David, bewundert ihre Gedichte. Obwohl ein Ozean zwischen ihnen liegt, ist es der Beginn einer tiefen Liebe. Erst die Wirren des Weltkrieges führen die beiden zusammen, nur um sie unter tragischen Umständen wieder zu trennen. Mehr als zwei Jahrzehnte später stößt Elspeths Tochter Margaret auf Davids Briefe und kommt so der Geschichte dieser schicksalhaften Liebe auf die Spur …

Zum Buch:
1912: Die junge, auf der Insel Isle of Skye lebende, Autorin Elspeth erhält aus den USA einen Fanbrief zu ihrem letzten Gedichtband. David, der den Brief geschrieben hatte, hatte diesen während eines Krankenhausaufenthaltes gelesen und war begeistert.
Elspeth ist erfreut darüber, dass ihr ein Fan schreibt und antwortet David. Es bleibt nicht bei dem einen Brief, sie schreiben sich viele Jahre und es entsteht eine Liebe, die nicht greifbar ist. Sie gestehen sich ihre Gefühle und Ängste ein und lernen sich besser kennen, als ihre sie umgebenden Mitmenschen.
Elspeth ist verheiratet mit Iain, der sich bald freiwillig an die Front meldet. Es ist der 1. Weltkrieg und enthusiastisch ziehen die Männer fort.
Als die USA in den Krieg mit einsteigen, ist auch David einer der Freiwilligen, die sich an die Front melden. Elspeth kann es nicht verstehen. Ihr Mann ist inzwischen als tot gemeldet worden.

1940: Margaret, Elspeths Tochter, fällt ein Brief in die Hände, den ihre Mutter während eines Streites verloren hatte. Er ist an eine Sue gerichtet und spricht voller Liebe. Sie hat keine Ahnung, wer diese Sue ist und schon gar nicht ahnt sie, dass es Briefe sind, die ihre Mutter einst von David erhalten hat.
Sie beginnt nachzuforschen, was es damit auf sich hat und erlebt eine Reise in die Vergangenheit...

Ein Roman, der in Briefform geschrieben wurde. Es ist erstaunlich, wie die Autorin es geschafft hat, alle Stimmungen, Ängste und Sorgen so in Briefe zu verpacken, dass man als Leser nicht das Gefühl hat, dass etwas vergessen wurde oder fehlt. 

Der Roman spielt in 2 Zeitebenen, in der Zeit von 1912 - 1919 (1. Weltkrieg) und 1940 (2. Weltkrieg). Abwechselnd erfährt der Leser aus den beiden Zeitebenen, die Überschriften lauten jeweils Elspeth bzw. Margaret.
Die beiden Zeitebenen verschmelzen zueinander und ergeben ein Gesamtbild.
Margaret, die ihre Mutter nie hat von der Vergangenheit reden hören, lernt eine Mutter kennen, die sie so nicht kannte.

Aber auch Elspeth selbst macht sich auf die Suche nach der Vergangenheit. Nachdem ihre Tochter den Brief gefunden hat, verschwindet sie von einem Tag auf den anderen und geht selbst auf die Suche. Eine Suche nach einer verlorenen Liebe, die sie nie vergessen konnte.

Der Autorin gelingt mit ihrem Erstlingswerk ein Werk, in das man versinken kann. Über Liebe, Nöte, Ängste, Kriege und Verluste kann man lesen, aber auch über Vertrauen und Hoffnung. 
Es ist ein mitreißender Roman, einer, den man nicht mehr aus der Hand legen kann, der einen nicht ruhen lässt, bis man ihn ausgelesen hat.
Ich zumindest konnte es nicht, weshalb ich ihn auch in einem Ritt durchgelesen habe.
Natürlich habe ich mit Elspeth gehofft, dass sich alles zum Guten wenden möge, aber der Krieg und das Schicksal taten ihr übriges. Elspeth ist jedoch eine Frau, die nie aufgegeben hat, ebensowenig wie Margaret, die wissen wollte, was es mit Sue auf sich hatte und der Vergangenheit ihrer Mutter.

Es ist ein Buch, das einen mitreißt und nicht mehr loslässt.
Ich hatte schöne Stunden mit ihm und empfehle es sehr gern weiter.  


Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von Diana)
Jessica Brockmole verbrachte mehrere Jahre in Schottland. Die Idee zu ihrem ersten Roman entstand während einer langen Fahrt von der schottischen Isle of Skye nach Edinburgh. Die Autorin lebt heute mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern in Indiana und schreibt gerade an ihrem zweiten Roman.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt