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Donnerstag, 18. Februar 2016

[Rezension] Dan Smith - Big Game: Die Jagd beginnt (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 304
ISBN: 978-3-551-52073-9
Erscheinungstermin: 24. April 2015
Format:
Hardcover
Verlag: Chicken House


Klappentext: gem. Carlsen
In der Nacht vor seinem dreizehnten Geburtstag muss Oskari allein in die Wildnis, so verlangt es die Tradition. Bewaffnet mit Pfeil und Bogen soll er ein Tier erlegen, um seine Männlichkeit zu beweisen. Dass Oskari den Bogen kaum spannen kann, erleichtert die Sache nicht gerade. Doch dann fällt ihm der amerikanische Präsident quasi direkt vor die Füße. Er ist nur knapp einem Attentat entkommen und sieht trotz seines schicken Anzugs nicht so aus, als hätte er die Lage im Griff. Jetzt kann Oskari zeigen, was in ihm steckt.


Rezension:
Finnland: In dem Volk, dem der 12-jährige Oskari angehört, ist es Tradition, dass die Jungen die Nacht vor ihrem 13. Geburtstag allein in der Wildnis verbringen und an ihrem Geburtstag ein Tier erlegen, wobei hier die Größe und Gefährlichkeit des Tieres maßgebend ist, welchen Status der Junge anschließend in der Gruppe hat. Diese Nacht ist für Oskari nun gekommen, doch ihm ist alles andere als wohl bei der Sache. Sein Vater erlegte bei seiner Prüfung einen Bären, etwas, dass noch nie jemandem vorher gelungen ist. Nur mit Pfeil und Bogen bewaffnet, will Oskari es allen Männern vor ihm gleich tun, doch wirklich vielversprechend sieht die Prüfung nicht für ihn aus, denn Oskari ist ein kleiner, sehr schmächtiger Junge.

Tatsächlich ist er noch nicht einmal stark genug, um den traditionellen Jagdbogen zu spannen und es scheint klar, dass Oskari diese Prüfung auf gar keinen Fall bestehen kann. Auch Oskari selbst weiß, wie seine Chancen stehen und dennoch ist er nicht gewillt aufzugeben, er will, ja er muss irgendein Tier erlegen, sei es auch noch so klein, denn sein Versagen würde auch auf seinen Vater zurückfallen. In der Tat scheinen sich Oskaris schlimmste Befürchtungen zu bewahrheiten - denn wenn er noch nicht einmal in der Lage ist, den Bogen zu spannen, wie soll er ein Tier erlegen?

Durch Zufall stößt er mitten in der Wildnis auf eine Gruppe Jäger, hält sich aber vor diesen Verborgen, da er ahnt, dass sie nichts Gutes im Schild führen. Als auch noch "zufällig" ein Flugzeug abstürzt und die Jägergruppe sich auf den Weg dorthin macht, ist auch Oskari neugierig, was es damit auf sich hat. Mitten in der Wildnis stößt Oskari auf eine Kapsel, die durchaus den Anschein erweckt, als würde sie aus dem Weltall stammen und da ist jemand drin! Mit Hilfe des Insassen gelingt es ihm, die Kapsel via Code zu öffnen und er staunt nicht schlecht, als er daraus den US-amerikanischen Präsidenten entsteigen sieht. Doch für langes Erstauen bleibt auf beiden Seiten nicht viel Zeit, denn Oskari ahnt, warum die Jäger wirklich im Wald sind und tatsächlich sind diese bereits auf der Jagd, auf der Jagd nach dem Präsidenten. Nun muss sich Oskari entscheiden, was für ein Mann er sein will und er trifft seine Wahl und beschließt, dem Präsidenten zur Flucht zu verhelfen und ihm sein Überleben in der Wildnis zu sichern, was gar nicht so einfach ist, denn der Präsident an sich ist alles andere als ein Outdoor-Experte und die Jäger sind ihnen dicht auf den Fersen ...


Spannender Reihenauftakt! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut haben mir vor allem die bildhaften Beschreibungen gefallen, denn hier hatte ich jederzeit das Gefühl, direkt mit Oskari in der Wildnis zu sein und ums Überleben zu kämpfen, es fühlte sich fast real an. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch bearbeitet, wobei mir hier die Figur des Oskari sehr ans Herz gewachsen ist, denn dieser kleine, schmächtige Junge, dem man auf den ersten Blick so gar nichts zutraute, wächst über sich hinaus und es gelingt ihm ein ums andere Mal, ihre Verfolger auszutricksen. Auch fand ich die emotionale Entwicklung des Oskari sehr überzeugend dargestellt. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd und sehr bildgewaltig beschreiben, sodass ich mich gar nicht von dem Buch trennen konnte und es am Stück gelesen habe. Abschließend kann ich sagen, dass es sich um einen sehr spannenden Reihenauftakt handelt und ich mich auf die Fortsetzung bereits jetzt freue.
Bewertung

Der Autor:

Dan Smith führte bisher drei Leben. Im ersten musste er den eintönigen Alltag im Internat durchstehen. Im zweiten reiste er um die Welt und stürzte sich auf den Reisfeldern Asiens und dem brasilianischen Dschungel in zahlreiche Abenteuer. Im dritten denkt er sich Geschichten aus und hat so eine ganze Welt für sich alleine. Manche sagen, dass er darin den Großteil seiner Zeit verbringt. Den Rest teilt er mit seiner Frau und seinen Kindern in Newcastle. (übernommen von Carlsen

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.


Dienstag, 3. März 2015

[Rezension] Tim O`Rourke - Ich sehe was, was niemand sieht



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3-551-52074-6
Erscheinungstermin:
26. Februar 2015 (1. Auflage)
Format: Softcover
Verlag:
ChickenHouse


Klappentext gem. Carlsen:
Charley sieht Dinge, die sonst niemand sieht. Ihre Visionen sind wie Blitze, kurz und intensiv – ein Mädchen, Schreie, das Rattern eines Zugs. Charley ist felsenfest davon überzeugt, dass sie Verbrechen sieht, bevor sie geschehen. Niemand glaubt ihr, bis auf Tom. Der attraktive junge Police Officer bearbeitet gerade seinen ersten Fall: ein totes Mädchen, das auf Bahngleisen gefunden wurde.
Während die Polizei noch nach der Todesursache sucht, hat Charley wieder Visionen: ein anderes Mädchen, Schreie, das Rattern eines Zugs ...


Rezension:
Natalie Dean ist tot, überrollt von einem Zug, als sie eine Abkürzung über die Bahngleise auf dem Weg zu ihrer Freundin nehmen wollte. Für ihre beste Freundin, die 17-jährige Charley Shepard, ist eine Welt zusammen gebrochen, denn mit Natalie hat sie nicht nur ihre einzige Freundin verloren, sondern auch ihre Vertraute. Charley ist anders, als andere Mädchen ihres Alters. Ihre Mutter beging vor elf Jahren Selbstmord, seitdem lebt sie mit ihrem Vater allein, der das Geld für beide als Taxifahrer verdient. Doch das ist nicht das, war Charley "anders" macht - seit dem Tod ihrer Mutter, seit nunmehr elf Jahren, hat sie Blitzerscheinungen. Während dieser "Anfälle" sieht sie Bilder von Sterbenden vor ihren Augen und erlebt deren Tod mit. Einher gehen diese "Anfälle" mit extremen Kopfschmerzen, die sie teilweise das Bewusstsein verlieren lassen.

Trotzdem Charley diese Anfälle bereits den Großteil ihres Lebens hat, werden sie in letzter Zeit immer heftiger und immer intensiver. Kurz nach der Beerdigung von Natalie hat sie erneut eine Blitzerscheinung. Sie sieht ein Mädchen, etwa in ihrem Alter, dass gegen ihren Willen festgehalten und schlussendlich bewusstlos auf die Bahngleise gelegt wird. Ihr Name ist Kerry und ihr letzter Wunsch ist es, mit ihrer Mutter zu telefonieren. Während dieses Anfalls verliert Charley das Bewusstsein und wird kurz darauf von ihrem Vater gefunden. Dieser weiß, dass irgendwas mit seiner Tochter nicht stimmt, aber an ihre Blitzerscheinungen glaubt er nicht. Charley weiß nicht, ob das, was sie während der Anfälle sieht, gerade geschieht, bereits geschehen ist oder noch geschehen wird, aber eines weiß sie: es ist real!

Tatsächlich stirbt in jener Nacht die 18-jährige Kerry Underwood auf den Bahngleisen. Zwar sieht alles nach einem Unfall aus, doch irgendwer ist misstrauisch, ob es sich tatsächlich um einen solchen handelt und schaltet die Kriminalpolizei ein. Mit vor Ort ist Police Constable Tom Henson. Dieser ist erst seit einer Woche in Marsh Bay und hat unter seinen Kollegen auf Grund des Berufes seines Vaters (erfolgreicher und bekannter Anwalt) und auf Grund seines Alters (erst 20 Jahre alt), einen eher schweren Stand als "Fischling". In der Nähe des Fundortes von Kerrys Leiche trifft Tom am nächsten Tag auf Charley. Diese ist auf der Suche nach Spuren, denn sie meint, den Ort aus ihrer Blitzvision erkannt zu haben, um zu beweisen, dass das, was sie sieht, wahr ist. Tom ahnt, dass Charley nicht grundlos vor Ort ist und beschließt, der jungen Frau etwas auf den Zahn zu fühlen und in der Tat, irgendetwas sagt Charley, dass sie Tom vertrauen kann und sie erzählt ihm, von ihren Visionen. Zwar mag er ihr anfänglich nicht voll und ganz glauben, doch Charley weiß Details, die sie nur wissen kann, wenn sie vor Ort gewesen wäre und das schließt Tom aus. Tom beschließt, dem, was er von Charley erfahren hat, nachzugehen und in der Tat gibt es Ungereimtheiten beim Todesfall von Kerry Underwood. Tom weiß, dass er den Fall  mit Charleys Hilfe lösen kann - doch nicht nur die Visionen der jungen Frau interessieren ihn, irgendwie fasziniert ihn die ganze Person Charley Shepard ...


Den Tod vor Augen! Der Plot wurde mysteriös und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir hier gefallen, dass Protagonistin Charley in ihren Visionen dem Mörder immer Stück für Stück näher kommt und sich erst relativ spät im Buch herauskristallisiert, wer nun für den Tod der jungen Frau verantwortlich war und vor allem, warum. Die Figuren wurden facettenreich und realistisch erarbeitet. Besonders gut hat mir die Figur der Charley gefallen, die, obwohl sie ihr Leben lang Ablehnung erfahren hat, gewillt ist, alle Risiken einzugehen, um zu beweisen, dass ihre Visionen wahr sind. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Gefühlsentwicklung zwischen Charley und Tom dann doch teils etwas zu schnell von statten ging, hier fehlte mir doch ein Teil "Realität", zumal Charley ja bisher Zeit ihres Lebens auf der Hut war, wem sie vertraut und wem nicht. Den Schreibstil empfand ich als sehr spannend und angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch sehr schöne Lesestunden bereitet hat und die Geschichte mich definitiv in ihren Bann gezogen hat.

Bewertung

Der Autor:
Tim O’Rourke ist vom Schreiben besessen. Wenn er nicht als Police Officer im Einsatz ist, verbringt er jede freie Minute über seinen Laptop gebeugt, vollkommen versunken in die Welten, die er erfindet. Mehr als 30 Romane hat er als Selfpublisher bereits veröffentlicht, darunter Erfolgsserien wie Kiera Hudson und Samantha Carter, die in über 50 Ländern gelesen werden und zusammen tausende begeisterte Bewertungen auf einschlägigen Online-Plattformen erhalten haben. Mit seiner Frau, drei Söhnen und einer Katze lebt Tim O‘Rourke in Buckinghamshire. (übernommen von Carlsen)

Zum Blog des Autoren kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich gerne beim Verlag


 bedanken, der mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Donnerstag, 28. August 2014

[Rezension] Fletcher Moss - Der Giftschmecker


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 336
ISBN: 978-3-551-52064-7
Erscheinungstermin: 22. Juli 2014
Format:
Hardcover
Verlag: Chicken House


Klappentext gem. Chicken House:
Dalton Fly hat schon eine Menge Gift geschluckt. Der Waisenjunge kostet das Essen der Schönen und Reichen von Highlions vor und merkt sofort, wenn irgendetwas damit nicht stimmt. Doch nach dem letzten Auftrag ist sein Freund Bennie tot und Dalton kommt nur mit viel Glück davon. Wer steckt hinter dem Mord? Und warum wird Dalton seitdem verfolgt? Gemeinsam mit der schönen Scarlet Dropmore, die Dalton ihr Leben verdankt, sucht er nach Antworten. Die Spur führt zu den mächtigsten Männern der Stadt – und damit auch zu den gefährlichsten.


Rezension:
Der etwa 14-jährige Dalton Fly ist ein Giftschmecker bei "Oscar Wrights redlichem Dutzend" in Highlions. Von eben jenem Oscar wurde er als Kind in einem Fass gefunden, "aufgezogen" und ausgebildet, um möglichst immun gegen diverse Gifte zu sein. Denn als Giftschmecker ist es Daltons Aufgabe, die Speisen der Reichen vorzukosten. Nach einem solchen Auftrag kommt Dalton wieder zu sich. Zusammen mit seinem Freund Bennie Jinks hatte er den Auftrag, die Speisen zum Fest einer gewissen Scarlet Dropmore vorzukosten. Doch nur Dalton kommt wieder zu sich - Bennie liegt tot im Zimmer, vergiftet. Ehe Dalton die Situation voll erfassen kann, muss er auch schon die Flucht ergreifen, denn nach einem Giftanschlag wollen die Wächter des Hauses Dropmore auf Nummer sicher gehen.

Mit Hilfe von Scarlet gelingt im die Flucht. Bei seinem Freund Sal Sleepwell, ebenfalls einem Giftschmecker Oscars, angekommen, kann dieser ihn in letzter Minute retten. Doch damit ist Dalton noch lange nicht in Sicherheit. Die Wachen des Hauses Dropmore machen weiterhin Jagd auf ihn und er will auf jeden Fall Bennie aus dem Haus herausholen, um ihn zu bestatten. So einfach jedoch, wie Dalton sich das vorgestellt hat, geht das Ganze nicht von statten. Ehe er es sich versieht, ist er mit Sal und Scarlet auf der Flucht vor Meisterin Gellis, der Aufpasserin Scarlets und deren Wachen.

Scarlet will herausfinden, warum jemand versucht, sie umzubringen. Schnell stellt sich heraus, dass sie nicht die einzige ist, deren Leben bedroht ist. Tatsächlich sind bereits andere junge Leute, die in einer ähnlichen Situation wie sie sind, verstorben. Zu Dritt gelingt es ihnen, einem Komplott auf die Spur zu kommen, das solch immense Ausmaße hat, womit niemand gerechnet hat. Eine aufregende Jagd beginnt - können sie das Schlimmste noch verhindern?


Wer bist du, Dalton Fly? Der Plot wurde abwechslungsreich und sehr spannend erarbeitet. Erst nach und nach kristallisiert sich heraus, was hinter dem Giftanschlag auf Scarlet steckt und welch immense Ausmaße diese Entdeckung nach sich zieht. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei hier besonders Protagonist Dalton sehr hervorsticht. Dieser hat sich, trotz seines beschwerlichen Lebens, einen Teil seiner kindlichen Unschuld erhalten, die ich überaus faszinierend fand. Besonders hat mir hier gefallen, dass dieser Junge, der immer wieder einen Blick in die Welt der Reichen erhaschen kann, dennoch keinerlei Missgunst oder dergleichen aufweist. Die Nebenfiguren wurden individuell erarbeitet, doch leider fehlte es hier manchmal in meinen Augen etwas an Tiefe. Gerne hätte ich über die ein oder andere Nebenfigur, sowohl der guten wie auch der bösen, mehr erfahren zum jeweiligen Werdegang bzw. individueller Persönlichkeitsmerkmale. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass sich das Buch förmlich wie von selbst gelesen hat. Abschließend kann ich sagen, dass es sich hierbei um ein sehr spannendes und abenteuerliches Jugendbuch für Mädchen, wie auch für Jungen handelt, das mir schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung

Der Autor: 
Fletcher Moss arbeitete bereits als Regalauffüller und LKW-Fahrer in Frankreich und Spanien, bis er schließlich stellvertretender Schulleiter wurde. Mit seinem Debüt „Der Giftschmecker“ hat er den Times-Chicken-House-Schreibwettbewerb 2012 gewonnen. Er lebt mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in Manchester. (Text von Carlsen

 

Wie ich zu dem Buch kam:

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Samstag, 26. Juli 2014

[Rezenion] Fletcher Moss - Der Giftschmecker



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Chicken House (22. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 355152064X
ISBN-13: 978-3551520647
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre
Originaltitel: The Poison Boy
Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 15,6 x 3,6 cm

Inhalt gem. Chicken House:
Dalton Fly hat schon eine Menge Gift geschluckt. Der Waisenjunge kostet das Essen der Schönen und Reichen von Highlions vor und merkt sofort, wenn irgendetwas damit nicht stimmt. Doch nach dem letzten Auftrag ist sein Freund Bennie tot und Dalton kommt nur mit viel Glück davon. Wer steckt hinter dem Mord? Und warum wird Dalton seitdem verfolgt? Gemeinsam mit der schönen Scarlet Dropmore, die Dalton ihr Leben verdankt, sucht er nach Antworten. Die Spur führt zu den mächtigsten Männern der Stadt – und damit auch zu den gefährlichsten.

Zum Buch:
Dalton Fly ist ein Giftschmecker. Als Waisenkind gefunden, wuchs er bei Oscar auf, der ihn zum Giftschmecker ausbildete, indem er ihn viele Gifte zu sich nehmen ließ, damit er gegen sie resistent ist.
Bei einem Auftrag, für den er und Bennie Jinks zugeteilt waren, stirbt Bennie qualvoll an den Folgen eines Giftes.
Zu allem wird Dalton auch noch gejagt und er hat keine Ahnung, wieso. 
Aus dem Haus, wo er als Giftschmecker eingesetzt war, kann er nur fliehen, nachdem ihm Scarlet, die Tochter des Hauses, geholfen hatte.
Ihm gelingt die Flucht, doch gemeinsam mit seinem Freund Sal will er später versuchen, den Leichnam von Bennie aus dem Haus zu holen.
Sie schmuggeln sich während einer Festlichkeit ein, da gibt es eine Explosion, der sie nur knapp entkommen. Sie treffen wieder auf Scarlet und diese gibt ihnen zu verstehen, dass der Giftanschlag wie auch die Bombe ihr galten.

Ein Herzog stirbt, eine geheimnisvolle Karte taucht auf, es gibt weitere Tote, die auf der Karte verzeichnet waren. Irgendwie scheint alles zusammenzuhängen und die Zeit drängt. Dalton, Sal und Scarlet versuchen, weitere Morde zu verhindern und der Sache auf den Grund zu gehen ...

Gleich zu Beginn wird man in die Geschichte hineinkatapultiert. Man erlebt Dalton, der sich versteckt und um sein Leben bangen muss. Sein Freund Bennie ist gerade qualvoll verstorben, Dalton ist ebenfalls mit dem Gift in Kontakt gekommen, konnte es bisher jedoch mehr oder weniger verarbeiten und er wird gejagt.

Die Geschichte verspricht nicht nur mit diesem Anfang spannend zu werden, sie wird es auch.
Gemeinsam machen sich die Jugendlichen auf und versuchen hinter das Geheimnis der geheimnisvollen Karte und den markierten Personen, den Verborgenen zu kommen.
Dabei kommen sie einem Geheimnis auf der Spur, das große politische Konsequenzen nach sich ziehen wird. Das Fatale an der Suche ist, dass sie nur ein bestimmtes Zeitfenster haben und man ihnen ebenfalls auf der Spur ist.
Irgendjemand versucht mit aller Macht zu verhindern, dass sie Erfolg haben, aber wer und warum.


Dieses Buch wird als Jugendbuch ab 12 Jahre ausgegeben, wobei es für meinen Geschmack dort anfangs ein wenig zuviel Blut gibt.
Zu Beginn des Buches hatte ich beim Lesen ein wenig die Geschichte von Oliver Twist im Kopf, aber das ist sie beileibe nicht. Der einzige Zusammenhang besteht darin, dass sowohl Oliver als auch Dalton Waisenkinder sind und sie von jemandem aufgezogen wurden, der sie ausbildete und diese dann für sie arbeiten lässt.
Dalton wird im Gegensatz zu Oliver aber nicht ausgebeutet und schlecht behandelt. Oscar, wenn auch fast immer von Drogen umnebelt, hilft Dalton sogar weiter, als er nach seiner Herkunft fragt.

Interessant fand ich die Darstellungen der vielen verschiedenen Gifte und deren Gegenmittel. Hier hat der Autor sehr intensiv und genau recherchiert, so dass die Geschichte sehr glaubhaft wird.

Das Cover finde ich an der Stelle erwähnenswert, weil ich es sehr gelungen finde. Dieses grün gehaltene Titelbild wirkt optisch giftig auf mich, so dass man schon beim Blick aufs Cover auf den Inhalt des Buches eingestimmt wird.

Ein wunderbares Jugendbuch, das zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt. Die Protagonisten sind immer in Bewegung und sie bringen überraschendes heraus.
Für die anvisierte Altersgruppe absolut empfehlenswert. 

Bewertung:



Zum Autor:
(übernommen von Chicken House)
Fletcher Moss arbeitete bereits als Regalauffüller und LKW-Fahrer in Frankreich und Spanien, bis er schließlich stellvertretender Schulleiter wurde. Mit seinem Debüt „Der Giftschmecker“ hat er den Times-Chicken-House-Schreibwettbewerb 2012 gewonnen. Er lebt mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in Manchester.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 6. Mai 2014

[Rezension] Melvin Burgess - Death


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 352
ISBN: 978-3-551-52061-6
Erscheinungstermin: 21. Februar 2014 (1. Auflage) 
Format:
Paperback
Verlag: Chicken House


Klappentext: gem. Chicken House:
Death ist Kult. Jeder spricht über die neue Droge. Wer sie nimmt, hat die beste Zeit seines Lebens. Den ultimativen Höhenflug. Den absoluten Kick. Es gibt keine Grenzen, alles ist möglich – eine Woche lang. Den achten Tag erlebt man nicht. Denn Death ist tödlich.
Soll Adam die kleine Pille schlucken? Sein Bruder ist tot, bei dem Mädchen, in das er verliebt ist, hat er keine Chance und seine Zukunftsaussichten sind alles andere als rosig. Adam glaubt, dass er nichts zu verlieren hat. Und die beste Woche seines Lebens ist greifbar nah.


Rezension:
Der 17-jährige Adam Whitely besucht zusammen mit seiner Freundin Lizzie Hollier das Konzert von Jimmy Earle. An sich nichts besonderes, doch dieses Konzert ist anders, denn Jimmy hatte bekannt gegeben, dass er vor acht Tagen Death zu sich genommen hat. Wenn dies den Tatsachen entspricht, wird Jimmy am Ende des Konzertes sterben und Mitglied des Klub 27 sein, denn Death ist eine Droge aus der Sterbehilfe, die eigentlich unheilbar Kranken einen schnellen und schmerzlosen Tod bescheren soll. Sobald man sie eingenommen hat, erlebt man die beste Woche seines Lebens - doch der Preis ist hoch, denn Death ist immer tödlich. Tatsächlich geschieht das, was alle erwartet haben - Jimmy stirbt und ganz Manchester ist in Aufruhr, denn Jimmy war ein Idol, bereits zu diesem Zeitpunkt war Death die erste Wahl bei Selbstmorden von Teenagern, doch nunmehr ist der Droge Tür und Tor geöffnet worden.

Doch dies ist erst der Anfang einer Tragödie, die über Adam hereinbricht. Die Gesellschaft ist gespalten, die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Adams Familie geht es nicht sonderlich gut, nachdem sein Vater durch einen Unfall Invalide wurde, bringen seine Mutter und sein älterer Bruder Jess die Familie durch. Adam hatte die Hoffnung, im Fussball erfolgreich zu sein, doch diese Hoffnung hat sich zerschlagen. Kurz nach dem Konzert bekommt seine Familie einen Trauerumschlag zugestellt - mit diesem geben die Zeloten, eine Widerstandsgruppe, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzt, den Tod ihrer Kämpfer/Mitglieder bekannt. Adams Familie war bis dahin nicht bewusst, dass Jess Mitglied der Zeloten war und jetzt, wo er tot ist, sieht es noch düsterer für die Zukunft aus.

Als es auch noch zu einem Streit mit Lizzie kommt, sieht Adam keinen anderen Ausweg mehr - er nimmt Death. Nun steht ihm die genialste Woche seines Lebens bevor und sein Ziel ist es, seine eigene Draufgeh-Liste abzuarbeiten. Er schafft es tatsächlich, sich mit Lizzie auszusöhnen, denn mit ihr will er seine letzte Woche verbringen, doch er ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dies die schlimmste Woche seines Lebens werden wird, denn was euphorisch beginnt, endet im Grauen ...


"Es ist Zeit zu Leben - genau jetzt!" Der Plot wurde abwechslungsreich und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir hier gefallen, dass sich nach und nach ein Bild des gesellschaftlichen Gefüges herauskristallisiert und somit auch dem Leser nach und nach klar wird, warum so viele Jugendliche Death schlussendlich für ihren einzigen Ausweg halten. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, hier hätte ich mir jedoch mehr Emotionen gewünscht. Manchmal kamen die Dialoge bzw. Gedankengänge der einzelnen Figuren etwas "gestelzt" daher. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Abschließend kann ich sagen, dass es sich hier um ein Jugendbuch zur Thematik "Tödliche Droge" und "Gesellschaftlichen Aufruhr" handelt, dass mich gut unterhalten hat, wenn es auch kleinere Schwächen aufweist.

Bewertung

Der Autor: 
Melvin Burgess wurde in London geboren und ist in Surrey und Sussex aufgewachsen. Er hat als Journalist gearbeitet, bevor er sich der Schriftstellerei zuwandte. Seine Jugendbücher wurden unter anderem mit dem Guardian Fiction Award und mit der Carnegie Medal ausgezeichnet. Burgess lebt in Hebden Bridge, in der Nähe von Manchester. (Text von Carlsen


Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:

Dieses Buch bekam ich von Lord Byron geschenkt - Danke nochmal dafür.

Samstag, 2. März 2013

[Rezension] Rachel Ward - Numbers: Den Tod im Griff (Band 3)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 313
ISBN: 978-3-551-52037-1
Erscheinungstermin: Mai 2012
Format:
Taschenbuch
Verlag: Chicken House


Klappentext: gem. Chicken House:
2030 - Adam ist kein Unbekannter mehr. Seit er versucht hat, die Menschen vor der bevorstehenden Katastrophe zu warnen, weiß jeder von seiner Gabe. Denn wenn Adam in fremde Augen schaut, kann er das Todesdatum seines Gegenübers sehen. Und genau das macht ihn zum Objekt der Begierde von Saul und seinen Männern. Um Adam unter Druck zu setzen, entführen sie Sarahs Tochter Mia. Adam bleibt nur eins: Er muss so tun, als wäre er zur Zusammenarbeit bereit. Denn noch ahnt niemand, dass auch Mia eine unheimliche Gabe besitzt. Und die kann zu ewigem Leben verhelfen ...


Rezension:
Knapp 2 Jahre sind vergangen, seit den dramatischen Ereignissen, die einen Großteil der Bevölkerung Engelands vernichtet hätte, wäre Adam nicht gewesen (Den Tod vor Augen). Doch seitdem hat sich das Leben der Bevölkerung und auch Adams und Sarahs Leben nicht verbessert. Ein Großteil Englands ist noch immer zerstört und eine Versorgung der Bevölkerung nicht gewährleistet. So leben bzw. überleben viele, indem sie von Ort zu Ort wandern und sich selbst versorgen, so auch Adam, Sarah, ihre Tochter Mia und ihre Brüder Marty und Luke. Adam, der noch immer vor der Regierung flieht, will mit seiner kleinen Familie nicht an einem Ort bleiben, doch Sarah ist es leid, immer umherzuziehen, zumal sie hochschwanger ist und ihr Kind nicht ohne Hilfe zur Welt bringen will.

Durch Zufall stoßen sie auf ein Lager, in dem sie, dank Adams Berühmtheit, willkommen geheißen werden. Sarah will vor Ort bleiben, zumal Daniel, der Anführer des Lagers, vor der Katastrophe Arzt gewesen ist und ihr bei der Geburt des Kindes beistehen könnte. Adam jedoch hat noch immer Angst, dass die Regierung ihn findet und zur Mitarbeit zwingen will, denn er ist nicht bereit mit Hilfe seiner Gabe zu bestimmen, wer leben darf und wer stirbt. Doch bereits am ersten Abend im Lager werden sie von Saul, einem Vertreter der Regierung, im Lager aufgespürt. Da sowohl Adam, wie auch Mia, Chips implantiert bekommen haben, ist eine Ortung der Gruppe nicht weiter schwer gewesen. Saul macht Adam den Vorschlag, mit ihm zu gehen, zusammen mit seiner Familie und für die Regierung zu arbeiten. Dafür hätten er, Sarah und die Kinder die bestmögliche medizinische Versorgung, genügend Nahrung und würden an einem sicheren Ort untergebracht werden. Adam jedoch lehnt dieses "Angebot" ab, zu sehr widerstrebt es ihm, über das Leben anderer Menschen zu bestimmen.

Als Saul das Feld räumt, ist Adam noch misstrauisch, zu schnell hat dieser aufgegeben und in der Tat, am nächsten Morgen entführt Saul Sarahs Tochter Mia und zwingt so die Eltern, dem Kind zu folgen. Sarah und Adam willigen ein, Saul zu begleiten, solange er sie nur zu Mia bringt, dann wollen sie sehen, wie sie von dort wieder verschwinden können. Doch unterwegs erleidet Adam einen Unfall und verliert einen Teil seines Gedächtnisses. Diese Tatsache nutzt Saul sofort aus, um so viele Informationen zu seiner Gabe aus Adam herauszubekommen, wie nur möglich. Sarah indes kämpft um ihre Tochter und darum, Adam sehen und dafür sorgen zu können, dass dieser nicht alle seine Geheimnisse preisgibt. Doch was kann eine hochschwangere Frau schon gegen die Regierung unternehmen?


Ein gelungener Abschluss! Der Plot wurde wieder sehr abwechslungsreich und spannend erarbeitet. Ich muss gestehen, dass ich richtig erschrocken war, wie sich das fiktive England in den zwei Jahren seit dem vorherigen Band der Reihe zum Negativen verändert hat. Die Figuren wurden wieder facettenreich erarbeitet. Besonders gut hat mir die gereifte Sarah gefallen und auch Adam, der zu seinen Prinzipien steht, egal was für Sanktionen ihm blühen. Solch eine Willensstärke hätte ich auch gerne. Den Schreibstil empfand ich wieder als sehr angenehm und spannend zu lesen, sodass sich das Buch förmlich von selbst gelesen hat. Leider endet mit diesem Band die Reihe um Adam und seine besondere Gabe. Ich hätte allerdings nichts dagegen, wenn es noch einen 4. Teil geben würde.

Bewertung

Von Rachel ward bereits gelesen und rezensiert:
 

 Die Autorin: 1964 geboren, wuchs Rachel Ward in der Grafschaft Surrey südlich von London auf und studierte Geografie in Durham. Erst mit 40 Jahren widmete sie sich dem Schreiben. Ihr Debüt "Numbers - Den Tod im Blick" wurde international vielfach ausgezeichnet und 2011 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Rachel Ward lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Bath, England. (Text von Carlsen)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:

Bereits seit einiger Zeit bin ich in der Bücherei immer um diese Buchreihe herumgeschlichen, aber es waren immer nur 2 der 3 Bände vorrätig. Als ich allerdings bei meinem letzten Bücherei-Besuch alle 3 Bücher vorfand, habe ich diese umgehend und sofort entliehen.


Samstag, 12. Januar 2013

[Rezension] Rachel Ward - Numbers: Den Tod vor Augen (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 432
ISBN: 978-3-551-52016-6
Erscheinungstermin: April 2010
Format:
Taschenbuch
Verlag: Chicken House


Klappentext: gem. Chicken House:
01.01.2028 - An diesem Tag werden sie sterben. Hunderte, Tausende von Menschen. Adam weiß es. Denn wenn er in fremde Augen schaut, sieht er das Todesdatum seines Gegenübers. Diese Gabe, diesen Fluch, hat er von seiner verstorbenen Mutter geerbt. Und offenbar hat auch sie irgendetwas über die bevorstehende Katastrophe gewusst. Adam trifft eine Entscheidung. Er wird versuchen, das Schlimmste zu verhindern. Er wird das Schicksal herausfordern.


Rezension:
Der 16-jährige Adam Dawson lebt zusammen mit seiner Urgroßmutter Val an der Küste Englands. Auf Grund einer Überschwemmung müssen sie in ihre alte Heimat London übersiedeln, genau der Ort, an dem Adam nicht sein will, denn er weiß, dass am 01.01.2028 ein Unglück passieren wird und dieses in London mit voller Gewalt zuschlagen wird. Adam ist nicht irgendein Junge, er ist der Sohn von Jem und Spinne (Den Tod vor Augen) und hat von seiner Mutter die Gabe geerbt, das Todesdatum eines jeden Menschen zu sehen. Jem starb jung und auch Spinne starb schon vor der Geburt seines Sohnes, sodass Adam nur noch Val auf der Welt hat. Diese besteht darauf, in London das gewohnte Leben wieder aufzunehmen, sprich: Adam muss zur Schule gehen.

Dort begegnet er gleich am ersten Tag Sarah Halligan, doch diese ergreift panikartig die Flucht, als sie ihn sieht, denn Sarah hat Alpträume, in denen Adam ihr ihr Kind entreißt. Was bis dahin nur Sarah weiß: Sie ist schwanger - das Ergebnis der nächtlichen Überfälle ihres Vaters auf sie und sie hat beschlossen, von zu Hause wegzulaufen, um wenigstens ihr Kind vor ihrem Vater zu schützen. Die Begegnung mit Adam bestärkt ihren Entschluss, die Flucht zu ergreifen. Sarah, die ziemlich planlos von zu Hause wegläuft, landet schließlich bei Vinny, einem Drogendealer, in einem besetzten Haus. Dieser nimmt sich Sarahs an und sie erlebt bei ihm die glücklichste Zeit ihres Lebens. Als dann ihre Tochter geboren wird, scheint das Glück perfekt - doch die bevorstehende Katastrophe kommt immer näher und wird auch vor Sarah und ihrer kleinen "Familie" nicht halt machen.

Adam ist verwirrt. Warum hat Sarah die Flucht ergriffen? Er weiß, dass Sarah, so wie er auch, anders ist als andere Menschen und sie geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Da ist jedoch noch die drohende Katastrophe. Adam versucht alles, um aus London heraus zu kommen, doch ohne Erfolg. Da er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, die Menschen ihrem Schicksal zu überlassen, beginnt er zu ergründen, was genau am 01.01.2028 passieren könnte, um die Menschen zu warnen. Mit Hilfe von Nelson Pickard, einem hochbegabten Mitschüler, gelingt es Adam wenigstens zu lokalisieren, wo die Katastrophe mit voller Wucht zuschlagen wird. Doch wird er es schaffen, die Menschen zu waren und werden sie auf einen 16-jährigen Teenager hören und wird er auch Sarah mit ihrem Kind finden und sie in Sicherheit bringen, denn eines steht fest: Er kann Sarah einfach nicht vergessen.


Eine gelungene Fortsetzung! Der Plot wurde wieder sehr spannend und detailliert erarbeitet. Dieses Mal hatte ich zwar eine Ahnung, wo in etwa das Buch enden wird, der Weg dorthin hat mich jedoch immer wieder überrascht und begeistert. Die Figuren wurden wieder facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt. Besonders gut hat mir hier Protagonistin Sarah gefallen, ihre innere Zerrissenheit, die Stärke, mit der sie ihr Schicksal annimmt und die tiefe Liebe, die sie für ihr Kind empfindet, obwohl dies kein Kind der Liebe ist. Den Schreibstil empfand ich wieder als ausgesprochen emotional und spannend zu lesen, sodass ich das Buch am Stück gelesen habe. Abschließend kann ich sagen, dass mir auch der 2. Band der Reihe wundervolle Lesestunden bereitet hat und mich bereits jetzt auf den 3. Band "Den Tod im Griff" freue, der zum Glück bereits bei mir SuBt.

Bewertung

Von Rachel ward bereits gelesen und rezensiert:

Die Autorin:
1964 geboren, wuchs Rachel Ward in der Grafschaft Surrey südlich von London auf und studierte Geografie in Durham. Erst mit 40 Jahren widmete sie sich dem Schreiben. Ihr Debüt "Numbers - Den Tod im Blick" wurde international vielfach ausgezeichnet und 2011 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Rachel Ward lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Bath, England. (Text von Carlsen)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:

Bereits seit einiger Zeit bin ich in der Bücherei immer um diese Buchreihe herumgeschlichen, aber es waren immer nur 2 der 3 Bände vorrätig. Als ich allerdings bei meinem letzten Bücherei-Besuch alle 3 Bücher vorfand, habe ich diese umgehend und sofort entliehen.

Samstag, 5. Januar 2013

[Rezension] Rachel Ward - Numbers: Den Tod im Blick (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 364
ISBN: 978-3-551-52007-4
Erscheinungstermin: April 2010
Format:
Taschenbuch
Verlag: Chicken House

Klappentext: gem. Chicken House:
Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird.
Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt - und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es - um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Spinne und Jem werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher ...


Rezension:
Auf den ersten Blick wirkt die 15-jährige Jem Marsh wie ein Teenager in der schlimmsten Trotzphase. Sie meidet den Kontakt zu anderen Menschen und will nur für sich allein sein - doch das ist nur der erste Blick. In Wirklichkeit ist Jem ein einsames Mädchen, deren Mutter an einer Überdosis gestorben ist, als sie 7 Jahre alt war und das ihren Erzeuger nie gekannt hat, denn dieser war ein Freier ihrer Mutter. Auch Liebe hat sie in ihrem Leben nicht kennen gelernt, ihrer Mutter war immer nur der nächste Schuss am Wichtigsten und nach deren Tod erlebte Jem eine Odyssee von einer Pflegefamilie in die nächste. Zurzeit lebt Jem bei Karen und geht in der örtlichen Schule in eine "Spezialklasse" für Schüler mit besonderen Schwierigkeiten. In diese Klasse geht auch Terry Dawson, genannt Spinne.

Jem ist der Schulbildung gegenüber nicht unbedingt aufgeschlossen, sodass sie auch gerne mal ihre Tage außerhalb der Schule verbringt, an ruhigen, einsamen Orten versteht sich. Doch eines Tages muss sie feststellen, dass der Kanal, den sie sich ausgesucht hat, gar nicht so einsam ist: Spinne ist ebenfalls dort und was am schlimmsten ist, der Typ lässt sich einfach nicht abhängen. Wieder erwartend werden die beiden innerhalb kürzester Zeit Freunde und verbringen ihre Freizeit miteinander.

Als jedoch in London ein Attentat verübt wird und Jem und Spinne noch vor dem Anschlag fliehen können, fordert Spinne die Wahrheit und Jem offenbart sich ihm: Seit ihrer Geburt sieht sie das Todesdatum jedes einzelnen Menschen, wenn sie diesem in die Augen sieht und am Ort des Anschlages hatten alle Menschen das Datum dieses Tages, sodass sie wusste, das irgendetwas passieren wird. Doch was sie Spinne nicht erzählt, belastet ihre Seele weit mehr, denn Spinnes Todesdatum ist nur noch wenige Tage entfernt. Die Beiden wurden jedoch auf Video aufgezeichnet, wie sie den Anschlagort kurz vor der Detonation der Bombe verließen und werden nun von der Polizei gejagt. Zusammen wollen sie fliehen, denn die Polizei wird ihnen nicht glauben, dass sie nichts mit dem Anschlag zu tun hatten - sie sind beide aus der Unterschicht, solchen Menschen glaubt man bekanntlich nicht, vor allem nicht, wenn man einen Schuldigen sucht. Doch wird ihnen die Flucht gelingen und wird Jem es schaffen, Spinne seinem Schicksal zu entreißen?


Ein faszinierender Auftakt! Der Plot wurde sehr spannend und detailliert erarbeitet, ich hatte fast bis zum Schluss keine Ahnung, wohin mich das Buch führen wird. Die Figuren wurden facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, besonders gut haben mir die innere Zerrissenheit, ja teilweise Unsicherheit verbunden mit Hoffnung von Jem und die unheimlich positive Sicht der Dinge von Spinne gefallen. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen emotional und spannend zu lesen, sodass es, ja, ich gebe es zu, zu Tränen bei mir kam, ich konnte nichts dagegen tun. Abschließend kann ich sagen, dass mir dieses Buch wundervolle Lesestunden bereitet hat und mich mit hohen Erwartungen auf den 2. Band "Den Tod vor Augen" zurücklässt, das zum Glück bereits bei mir SuBt.

Bewertung

Die Autorin:
1964 geboren, wuchs Rachel Ward in der Grafschaft Surrey südlich von London auf und studierte Geografie in Durham. Erst mit 40 Jahren widmete sie sich dem Schreiben. Ihr Debüt "Numbers - Den Tod im Blick" wurde international vielfach ausgezeichnet und 2011 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Rachel Ward lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Bath, England. (Text von Carlsen)

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Wie ich zu dem Buch kam:

Bereits seit einiger Zeit bin ich in der Bücherei immer um diese Buchreihe herumgeschlichen, aber es waren immer nur 2 der 3 Bände vorrätig. Als ich allerdings bei meinem letzten Bücherei-Besuch alle 3 Band vorfand, habe ich diese umgehend und sofort entliehen.