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Dienstag, 31. Januar 2017

[Rezension] Arno Strobel - Das Dorf



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3-596-19834-4
Erscheinungstermin: 18. Dezember 2014 
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer Verlage


Klappentext gem. Fischer Verlage:
Panik, Todesangst, das ist es, was Bastian Thanner in der Stimme seiner Exfreundin hört, als sie ihn völlig unerwartet anruft. Über zwei Monate ist es her, dass Bastian Anna zuletzt gesehen hat, als sie Hals über Kopf und ohne Erklärung einfach verschwunden ist. Jetzt braucht sie dringend seine Hilfe, sie bangt um ihr Leben. Bastian macht sich sofort auf die Suche nach Anna und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Bis zu dem Abend, als Bastian Zeuge einer schrecklichen Zusammenkunft wird. Und auf den Mann trifft, der genau weiß, was mit Anna geschehen ist ... 

Rezension:
Anna und Bastian sind erst seit kurzer Zeit ein Paar, als sie ihn von jetzt auf gleich verlässt. Seitdem hat er nichts mehr von ihr gehört, bis sie sich etwa zwei Monate völlig verzweifelt an ihn wendet und seine Hilfe erbittet. Laut eigener Aussage wird Anna in einem Dorf an der Müritz gefangen gehalten und fürchtet um ihr Leben. Nach dem Telefonat kann Bastian Anna nicht mehr erreichen und wendet sich an die Polizei - doch diese glaubt ihm nicht.

Bastian ist in großer Sorge um seine Ex-Freundin und macht sich zusammen mit seinem Freund Safi auf den Weg, um Anna aus diesem Dorf abzuholen. Das Dorf selbst wirkt düster und verlassen, alles in allem wenig einladend und irgendwas scheint dort nicht zu stimmen, denn Safi, der nur kurz am Wagen warten sollte, verschwindet spurlos.
 
Tatsächlich ist das Dorf gar nicht so verlassen, wie es auf den ersten Blick erscheint. Einige Bewohner sind noch vor Ort und erklären sich bereit, Bastian auf der Suche nach Anna zu unterstützen. Doch auch wenn alle sehr hilfsbereit sind, so bleibt Anna doch unauffindbar und noch schlimmer, langsam aber sicher beginnt Bastian an seiner Selbstwahrnehmung zu zweifeln, denn was auch immer er zu erfahren oder wissen glaubt, stellt sich schnell als gegenteilig heraus. Wird es ihm gelingen, Anna zu finden und zu retten oder wird auch er in dem Dorf verschwinden?


Realität und Wahn liegen nah beieinander! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet, obwohl ich gestehen muss, dass auch ich zwischendrin Probleme hatte zu unterscheiden, was real ist und was nicht. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Die Figur des Bastian hat mich von Beginn an verzückt, denn ehrlich, wie kann man einem Mann nicht förmlich "verfallen", der seiner Ex-Freundin zu Hilfe eilt, obwohl diese ihn von jetzt auf gleich verlassen hat? So ein Mann hat sein Herz auf dem rechten Fleck, oder? Den Schreibstil empfand ich als sehr fesselnd zu lesen, sodass ich zwischendrin Probleme hatte, mich von dem Buch, wenn auch nur kurzfristig, zu trennen. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch schaurig-schöne Lesestunden bereitet hat und ich mich bereits auf den nächsten Roman des Autors freue.

Bewertung: 


Der Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitete bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mittlerweile konzentriert er sich ganz auf das Schreiben und gehört zu den gefragtesten deutschen Thrillerautoren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. (übernommen von Fischer Verlage)







Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

 
Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

 

Montag, 23. Januar 2017

[Hörbuch-Rezension] Stephenie Meyer - The Chemist



Lese- und Hörprobe



Eckdaten:
Audio CD
Verlag: Argon Verlag; Auflage: 2 (8. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 383981541X
ISBN-13: 978-3839815410
Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 1,8 x 15,3 cm

Inhalt gem. Fischer:
Nach dem sensationellen Welterfolg ihrer »Twilight«-Serie mit weltweit über 155 Millionen verkauften Exemplaren nun der neue Ausnahme-Pageturner der Weltbestsellerautorin Stephenie Meyer – knallhart, kompromisslos und ultraspannend.
Sie hat für eine geheime Spezialeinheit der US-Regierung als Verhörspezialistin gearbeitet. Sie weiß Dinge. Zu viele Dinge. Deshalb wird sie jetzt selbst gejagt, bleibt nie länger an einem Ort, wechselt ständig Name und Aussehen. Drei Anschläge hat sie knapp überlebt. Die einzige Person, der sie vertraut hat, wurde umgebracht. 
Doch jetzt hat sie die Chance, wieder ein normales Leben zu führen. Dafür soll sie einen letzten Auftrag ausführen. Was sie dabei herausfindet, bringt sie jedoch in noch größere Gefahr, macht sie verwundbar. Denn zum ersten Mal in ihrem Leben gibt es einen Mann an ihrer Seite, der ihr wirklich etwas bedeutet. Und sie muss alles dafür tun, damit sie beide am Leben bleiben – mit ihren ganz eigenen Mitteln …

Zum Hörbuch:
An Juliana Fortis kommt man nicht so ohne weiteres vorbei. Sie ist Verhörspezialistin, hat sie doch lange für eine geheime Spezialeinheit der US-Regierung gearbeitet. Sie weiß Dinge, die ihr gefährlich werden können, so dass sie auf der Abschussliste ist und sich somit auf der Flucht befindet.
Als man ihr anbietet, einen allerletzten Auftrag zu übernehmen, greift sie zu, da man ihr versicherte, sie könnte sich anschließend ins Privatleben zurückziehen.
Ihre Aufgabe ist es, Informationen zu erlangen, die bestimmte Personen verweigern. Sie hat ihre eigenen Methoden, letztendlich an die Infos zu kommen. Dank ihrer Kenntnisse als Biochemikerin an Gasen und giftigen Substanzen ist es ihr bislang immer gelungen, diese aus ihnen "herauszukitzeln".
Ihr letzter Auftrag befasst sich mit dem Lehrer Daniel Beach, der eine biologische Katastrophe im großen Rahmen geplant hat. Alles soll sie aus ihm herausholen und sie wird nicht zimperlich sein. Sie greift tief in ihre Trickkiste, um ihm die Informationen zu entlocken, aber er weigert sich vehement, etwas zu verraten. Aber Dr. Fortis hat bis jetzt jeden geknackt und sie wird es auch mit einem Lehrer aufnehmen können, oder? ...

Juliana Fortis ist eine Frau, die ständig ihre Namen und Wohnorte ändert. Sie arbeitete lange für eine US-Spezialeinheit, die sich auf Verhöre spezialisiert hat. Juliana kennt sich bestens aus, was die Methoden angeht, Informationen von Menschen zu erlangen, die diese nicht freiwillig preisgeben wollen. Sie sind nicht schön und nicht fein, sie sind brutal und hinterlistig. Aber sie tut dies für ihren Staat und glaubt, das richtige zu tun.
Auch als sie auf Daniel Beach trifft, glaubt sie daran, dass alles seine Berechtigung hat und sie eine Katastrophe verhindern kann. Aber mit diesem, ihrem letzten, Auftrag läuft alles quer. Nicht nur, dass Daniel ihr versucht klarzumachen, dass er der Falsche ist, sie fängt auch noch an, ihm das zu glauben und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und die ist gefährlich.

Der Name Stephenie Meyer suggeriert dem Leser eine spannende Geschichte. Bislang bekannt durch ihre Twilight-Saga mit Vampiren und einer großen Liebe, war ich natürlich neugierig, wie sich die Autorin in einem völlig anderen Genre schlagen wird. 
Mit diesem Buch vereint die Autorin Thrillerelemente mit einer Liebesromanze und bringt diese auch glaubhaft dem Leser nahe.

Juliana ist eine taffe Biochemikerin, die nicht zimperlich ist und glaubt, dass das, was sie tut, richtig ist. Sie will ihren Staat schützen und tut dafür, was sie mit ihren Mitteln machen kann.
Daniel ist Lehrer, ausgesprochen sympathisch und kann nicht glauben, was ihm passiert und auch nicht, dass trotz des Geschehens sich Gefühle für Juliana entwickeln.
Juliana und Daniel geraten in einen Strudel, der gefährlich ist, ihnen den Tod bringen kann, der sie aber auch aneinander kettet.

Das Buch beginnt schleppend, zu viele Details und Beschreibungen, die man auch hätte kürzer fassen können. Die Geschichte wird dann aber spannend und erfährt einen stetigen Wechsel zwischen Thriller und Liebesgeschichte. 
Eine völlig andere Stephenie Meyer tut sich dem Leser hier auf, die hier zwar mit bekannten Elementen, wie der Liebesgeschichte punkten kann, aber auch überraschenderweise mit dem Genre Thriller anbandelt. Die Autorin hat den Sprung gewagt und er ist geglückt.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erleben dürfen. Das Buch wurde durch die Schauspielerin und Synchronsprecherin Luise Helm eingelesen. Ihre Stimme übt auf mich immer wieder aufs Neue ihre Faszination aus. Ich mag es, wie sie liest und bin immer wieder auf der Suche nach Hörbüchern, die sie eingelesen hat. Sie liest ruhig und bestimmt und vermag es, zumindest mich, mit ihrer Stimme zu fesseln. 

Mir hat das Buch / Hörbuch gut gefallen und ich empfehle es gern weiter, egal, ob als Buch oder als Hörbuch.

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen vom Fischer-Verlag)
Stephenie Meyer, geboren 1973 in Connecticut, ist Weltbestsellerautorin. Ihre vierbändige »Twilight«-Serie verkaufte sich weltweit über 155 Millionen Mal, erschien in 50 Ländern und wurde in 37 Sprachen übersetzt. Die Verfilmungen sind Hollywood-Blockbuster. Jetzt hat sie mit »The Chemist – Die Spezialistin« einen neuen großen Roman geschrieben. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Söhnen in Phoenix, Arizona.

Von Stephenie Meyer wurden gelesen / gehört und rezensiert:
     


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 22. September 2016

[Rezension] Arno Strobel - Die Flut



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3-596-19835-1
Erscheinungstermin: 21. Januar 2016 
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer Verlage


Klappentext gem. Fischer Verlage:
Zwei Pärchen machen Urlaub auf Amrum. In dieser Zeit geschehen grausame Morde. Ein Superintelligenter ist am Werk, um nicht nur den perfekten Mord, sondern die „perfekte Mordserie“ zu begehen. Er entführt Paare und vergräbt nachts bei Ebbe die Frau bis zum Hals im Sand. Den Mann bindet er an einen Pfahl in der Nähe fest, so dass er dabei zusehen muss, wenn seine Frau bei Flut langsam ertrinkt.
Die beschauliche Insel Amrum hat er sich ausgesucht, weil dort normalerweise nie etwas passiert und ihm die entsprechenden Schlagzeilen sicher sind. Das ist es, was er möchte. Die ganze Welt soll erfahren, wie clever er ist. Und es sieht so aus, als hätte er damit Erfolg …

Rezension:
Michael Altmeier arbeitet als wissenschaftlicher Assistent an der Universität und privat ist er seit drei Jahren mit Julia Schönborn liiert. Diese arbeitet bei einer Bank, sodass finanzielle Sorgen bei dem Paar an sich kein Thema sind. In letzter Zeit war es sehr stressig, sodass vor allem Julia eines ist: urlaubsreif. Da kommt das Angebot von Michaels Kollegen Andreas Wagner gerade recht. Andreas und seine Frau Martina besitzen auf Amrun ein kleines Haus und bieten Michael nebst Julia an, dort ein paar Tage mit ihnen zu urlauben.

Kaum angekommen, muss vor allem Julia feststellen, dass nicht alles so paradiesisch ist, wie gedacht, denn gerade Martina erweist sich als echte Zicke, während Andreas den Weiberhelden gibt. Zum Glück ist das junge Paar nicht genötigt, seine ganze Zeit mit Familie Wagner zu verbringen, doch wirkliche Urlaubsstimmung will einfach nicht aufkommen. Hinzu kommt, dass ausgerechnet zu dieser Zeit ein Mörder sein Unwesen unter Urlaubern treibt. Ein Paar wurde entführt, die Frau am Meer im Sand vergraben, auf dass sie bei ansteigender Flut ertrank, während ihr Mann alles gefesselt mit ansehen musste, ohne helfen zu können. Der Täter selbst konnte unerkannt entkommen.

Derweil ermittelt Hauptkommissar Sven Harmsen unter Hochdruck auf der Insel, denn er weiß, dass der Mörder noch immer vor Ort ist. Tatsächlich hat er sogar den Verdacht, dass einer der Urlauber selbst der Mörder sein könnte und seinen Urlaub dazu nutzt, sich in seinen düsteren Bedürfnissen auszutoben. Schnell fällt der Verdacht auf Michael, denn dieser Mann hat etwas an sich, was Harmsen nicht geheuer ist und Michael hat kein stichhaltiges Alibi, ja schlimmer noch, immer mehr Indizien tauchen auf, die ihn mit dem Verbrechen in Verbindung bringen könnten. Michael ist fassungslos und versucht natürlich alles, um seine Unschuld zu beweisen, doch das ist gar nicht so leicht getan. In der Urlaubsgemeinschaft kriselt es immer mehr ...


Urlaubszeit = Mörderzeit! Der Plot des Buches wurde anschaulich und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders fasziniert empfand ich zu beobachten, wie immer mehr Spuren auftauchten, die Michael mit dem Verbrechen in Verbindung bringen und wie dieser fassungslos erkennen musste, dass augenscheinlich jemand ein ganz übles Spiel mit ihm spielt und ihn als Mörder abstempeln will. Ich war natürlich extrem gespannt, wie sich die ganze Geschichte auflöste. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Hier hat mich vor allem die Figur des Michael sehr beeindruckt, der anfänglich noch von einem schlechten Scherz ausgeht, als er des Mordes verdächtigt wird und im Laufe der Zeit feststellen muss, dass das alles gar nicht zum Lachen ist, denn jemand meint es furchtbar ernst. Ich fand es faszinierend zu beobachten, wie Michael mit dieser ganzen Situation umgeht. Etwas genervt war ich von den Figuren der Julia (bei der sich leicht alles zum Drama auswächst) und Martina, der Zicke vom Dienst. Den Schreibstil empfand ich als sehr spannend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch (trotz kleiner Abstriche) fesselnde Lesestunden bereitet hat.

Bewertung: 

Von Arno Strobel bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)



Der Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitete bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mittlerweile konzentriert er sich ganz auf das Schreiben und gehört zu den gefragtesten deutschen Thrillerautoren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. (übernommen von Fischer Verlage)







Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

 
Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

[Rezension] Arno Strobel - Der Sarg



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-596-19102-4
Erscheinungstermin: 17. Januar 2013 
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer Verlage


Klappentext gem. Fischer Verlage:
Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen …

Rezension:
Eva Rossmann ist Mitte 30 und eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Doch anstatt den Glamour zu Leben, führt sie ein sehr zurückgezogenes Leben. Tatsächlich hat sie nur eine einzige Freundin: Wiebke Pfeiffer. Dieser vertraut Eva voll und ganz und Wiebke macht sich große Sorgen um ihre Freundin, denn das sie etwas belastet, ist kaum zu übersehen. Tatsächlich leidet Eva unter schrecklichen Alpträumen, in denen sie fortwährend in einem Sarg erwacht - ohne die Möglichkeit sich zu befreien. Auf Anraten von Wiebke ist Eva bereit, denn sie ist mit den Nerven völlig am Ende, einen Psychiater aufzusuchen, denn neben den Alpträumen hat sie in letzter Zeit auch vermehrt Aussetzer. Während dieser Aussetzer fehlt ihr jegliche Erinnerung und sie kommt wieder zu sich, ohne zu wissen, wie sie an diesen Ort gekommen ist oder was sie soeben noch getan hat.

Derweil taucht in Köln eine Frauenleiche auf, welche lebendig in einem Sarg vergraben wurde. Der Täter spielt mit den Ermittlern, denn er gibt ihnen Hinweise, wo das Opfer zu finden ist, doch den Beamten ist es nicht gelungen, das Opfer lebend zu retten. Bernd Menkhoff und Jutta Reithöfer ermitteln unter Hochdruck, doch erst als sie die Identität des Opfers herausfinden, gelingt es ihnen, eine erste Spur zum Täter aufzunehmen.

Tatsächlich handelt es sich bei eben jenem Opfer um die Halbschwester Eva Rossmanns. Die beiden hatten keinen Kontakt. Natürlich ermittelt die Polizei umgehend im Umfeld der Toten, doch es ist offensichtlich, dass der Ehemann mit diesem Verbrechen nichts zu tun hat. Vielleicht kann die Halbschwester ja einen Hinweis geben. Bedauerlicherweise kann Eva den Ermittlern nicht weiterhelfen, doch Menkhoff ahnt, dass es eine Verbindung geben muss. Immerhin ist Eva eine erfolgreiche, wohlhabende Frau und wäre zudem ein leichteres Opfer gewesen. Welchen Grund gab es, die Schwester zu töten? Oder hat das alles gar nichts mit dieser irritierenden Frau zu tun? Derweil versucht eine andere Frau in Köln ihr Leben mehr schlecht als recht zu meistern, was gar nicht so einfach ist, denn sie ist dem Täter näher, als sonst irgendein Mensch auf dieser Erde ...


Lebendig begraben! Der Plot wurde spannend  und abwechslungsreich erarbeitet. Ich muss gestehen, es hat diesmal etwas länger gedauert, bis ich alle Zusammenhänge erfasst hatte, denn die Fäden sind so geschickt gesponnen, dass ich mich von ihnen gerne in die Irre habe führen lassen. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Protagonistin Eva mag in den Augen der Öffentlichkeit eine gestandene Frau in den 30ern sein, welche über ein großes Vermögen und nicht wenig Einfluss verfügt, doch schnell merkt der Leser, dass ihr Naturell eher unsicherer Natur ist und sie durch die ganze verfahrene Situation mit ihren überaus realistischen Alpträumen am Rande des Zusammenbruchs ist. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd-beklemmend erarbeitet, sodass ich mich gar nicht mehr von dem Buch lösen konnte - ich musste einfach wissen, wie es ausgeht. Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch eines meiner liebsten des Autors ist und mir wirklich spannende Lesestunden bereitet hat.

Bewertung: 


Von Arno Strobel bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)




Der Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitete bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mittlerweile konzentriert er sich ganz auf das Schreiben und gehört zu den gefragtesten deutschen Thrillerautoren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. (übernommen von Fischer Verlage)







Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

 
Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch bekam ich geschenkt.

 

Donnerstag, 25. August 2016

[Rezension] Jana Oliver - Riley Blackthorne: Aller Anfang ist Hölle (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 560
ISBN: 978-3-596-18859-8
Erscheinungstermin: 26. September 2012 
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer Verlag


Klappentext: gem. Fischer Verlage
Die siebzehnjährige Riley, einzige Tochter des legendären Dämonenfängers Paul Blackthorne, hat schon immer davon geträumt, in seine Fußstapfen zu treten. Jetzt ergreift sie die Chance, sich zu beweisen.

Im Jahr 2018 hat Luzifer die Zahl der Dämonen in allen größeren Städten erhöht. Wenn sie nicht mit ihren Hausaufgaben beschäftigt ist oder mit ihrer wachsenden Zuneigung zum engelsgleichen Dämonenfänger-Azubi Simon, ist Riley in Atlanta unterwegs, um geplagte Bürger vor Höllenbrut zu bewahren – nur Dämonen ersten Grades natürlich, gemäß den strikten Regeln der Zunft. Das Leben ist so alltäglich, wie es nur sein kann für eine ganz normale Siebzehnjährige. Aber dann ruiniert ein mächtiger Geo-Dämon fünften Grades Rileys Routineauftrag in einer Bibliothek und bringt ihr Leben in Gefahr. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, trifft eine unvorhergesehene Tragödie die Fängerzunft. Nun hat Riley eine gefährlichere Zukunft vor sich, als sie sich jemals vorzustellen vermocht hat.


Rezension:
Die 17-jährige Riley Blackthorne ist ein fast normales Mädchen. Sie geht zur Schule, macht ihre Hausaufgaben und hilft ihrem Vater bei der Arbeit. Dieser bildet sie auch aus, denn Riley weiß, dass sie unbedingt ihrem Vater nacheifern will. Nur das ihr Vater Paul Blackthorne ist - ein Dämonenfänger und nicht nur irgendeiner - nein, Paul ist legendär. Riley selbst befindet sich noch am Anfang ihrer Ausbildung, sodass sie nur Dämonen der Stufe 1 eigenständig fangen darf, alles darüber hinaus ist noch zu gefährlich für das sie. Obwohl Paul recht gut verdient, geht es den beiden finanziell nicht besonders gut, denn noch sind Schulden abzuzahlen, welche während der schweren und leider auch tödlichen Krankheit von Rileys Mutter aufgelaufen sind.

Die Dämonenfänger sind in einer Zunft organisiert und Riley hat in dieser einen schweren Stand, denn sie ist das einzige Mädchen und wird gerade von den älteren Mitgliedern nicht ernst genommen. Dabei hat sie wirklich Talent und Köpfchen und könnte es weit bringen und unter der Anleitung ihres Vaters wird ihr das auch gelingen. Da sie kleinere Aufträge mittlerweile selbstständig abarbeiten darf und sie auf dieses Einkommen angewiesen sind, geht Riley zu einem neuen Auftrag, dem Fangen eines Dämonen der Stufe 1, in eine Bibliothek, doch von da an geht alles bergab. Bedauerlicherweise bleibt das Missgeschick in der Bibliothek nicht unbemerkt und Riley erlangt eine unrühmliche Bekanntheit. Ihr Leben bricht jedoch vollends auseinander, als Paul eines abends nach einem gemeinsamen Auftrag mit Beck nicht wieder nach Hause kommt.

Paul ist tot und Riley von nun an auf sich allein gestellt. Sie weiß nicht, wie sie die Miete zahlen soll und auch die Schulden sind noch abzubezahlen und dabei hat sie kein nennenswertes Einkommen und kann auch nicht nachts auf Dämonenjagd gehen, um Geld zu verdienen, denn sie muss die Totenwache am Grab ihres Vaters halten, bevor die Nekromanten sich seines Körpers bemächtigen können und ihn zu einem willenlosen Zombie machen, ehe er vollständig verfällt. Tatsächlich wird ihr sogar Geld für den Leichnam angeboten, doch sie kann ihn nicht verkaufen, aber auch nicht verstümmeln, um ihn für die Leichenhändler uninteressant zu machen. Riley ist völlig fertig, zumal sich auch noch der ärgste Konkurrent ihres Vaters "bereit erklärt hat", ihre Ausbildung fortzuführen. Kurz nach Pauls Tod findet Riley heraus, dass er ein Geheimnis hatte ...


Der 1. Band der Riley-Blackthorne-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders schön fand ich dargestellt, wie Atlanta (USA), aber auch andere Großstädte, förmlich überschwemmt werden von Dämonen und wie sich nach und nach herausstellt, dass dies tatsächlich nicht grundlos geschehen ist. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Fasziniert war ich von der Figur der Riley, die trotz ihres Alters bereits über eine taffe Persönlichkeit und einen starken Charakter verfügt. Ich bin sehr gespannt, wie sich diese Figur in den Folgebänden weiterentwickelt. Den Schreibstil empfand ich, bis auf minimale Längen, fesselnd zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.


Bewertung

Die Autorin: 
Jana Oliver, geboren und aufgewachsen in Iowa, ist eine preisgekrönte Autorin. Sie ist am glücklichsten, wenn sie haarsträubende Legenden recherchiert, auf alten Friedhöfen umherwandert und neue Geschichten erträumt. Sie glaubt wirklich, dass sie den besten Job der Welt hat.
Jana Oliver lebt wie ihre Heldin in Atlanta, Georgia. (von Fischer Verlage übernommen)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

  
Wie ich zu dem Buch kam: 
Das Buch bekam ich geschenkt

Dienstag, 2. August 2016

[Rezension] Rhiannon Lassiter - Böses Blut


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 400
ISBN: 978-3-596-80803-8
Erscheinungstermin: 4. April 2008
Format:
Hardcover
Verlag: Fischer Schatzinsel


Klappentext: gem. Fischer
Ein altes Haus. Eine geheime Kammer. Eine grauenerregende Entdeckung. Hätte Katherine geahnt, was sie im Kinderzimmer ihrer verstorbenen Mutter erwartet, hätte sie die Tür zu dem geheimen Spielzimmer nie geöffnet. Sie hätte die Vergangenheit ruhen lassen. Doch manchmal wehrt sich die Vergangenheit gegen das Vergessenwerden …


Rezension:
Patchwork-Familien, bestehend aus Vater, Mutter und deren jeweiligen Kindern, können eine wunderbare Bereicherung für das Leben sein - oder auch nicht. Peter und Harriet sind seit über zwei Jahren verheiratet, soweit so gut. Die Probleme fangen eigentlich erst an bei Katherine und John (Peters Kindern) und Catriona und Roland (Harriets Kindern) an. Die Jungs John und Roland "Roley" kommen an sich gut miteinander und der Situation zurecht, doch bei den Mädchen ist Zickenkrieg angesagt. Catriona beansprucht den Spitznamen "Cat" für sich, wodurch die jüngere Katherine hier eindeutig das Nachsehen hat. Dies ist ein ständiger Streitpunkt in der Familie und gerade Katherine fühlt sich immer zurückgesetzt.

Völlig unerwartet erhält die Familie die Nachricht, dass sie die Möglichkeit haben, in Annes Elternhaus (Peters verstorbener Frau) Urlaub zu machen, bevor dieses verkauft wird. Auf finanzieller Sicht ist dieser Vorschlag ausgesprochen verführerisch für die Patchwork-Familie und eigentlich kann so ein Aufenthalt in einer etwas abgeschiedeneren Gegend ja auch nur gut für den Familienzusammenhalt sein. Kurzentschlossen beschließen die Elternteile, dieses Angebot anzunehmen und so werden die wichtigsten Sachen samt Kindern eingepackt und es geht los.

Vor Ort angekommen, herrscht zumindest bei den Kindern sehr schnell Ernüchterung. Das Haus ist verdammt alt und entspricht keineswegs den technischen Gegebenheiten, die sie von Zuhause gewohnt sind. Nun ja, sie müssen das beste aus dem ganzen machen. Bei der Erkundung des Hauses stößt Katherine auf das ehemalige Zimmer ihrer Mutter, in dem sich noch deren alten Bücher befinden - und eine Puppe nebst deren Drohnen, welche keine Augen haben. Etwas Merkwürdiges geht in dem Haus vor, das ist vor allem Katherine schnell klar, denn egal wo auch immer sie hingeht, egal was sie macht, immer wieder taucht diese alte Puppe mit ihren Drohnen auf. Es ist regelrecht unheimlich, es ist fast so, als würde die Puppe ein Eigenleben führen. Dann entdeckt Katherine in den Aufzeichnungen ihrer Mutter ein Spiel - und das Unheil nimmt seinen Lauf ...


Cat-Fight! Der Plot des Buches wurde mystisch und detailliert erarbeitet. Besonders gut fand ich die Darstellung der Gegebenheiten, in denen die Puppe in Szene tritt - die fand ich echt gruselig. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, aber ehrlich, dieser Zickenkrieg zwischen den Mädels ging mir manchmal echt zu weit. Sicherlich hat keine ein Einsehen mit der Anderen, immerhin sind beide mitten in der Pubertät, aber musste das hier so ausführlich beschrieben werden? Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, an einigen Stellen jedoch empfand ich kleinere Längen, die meinen Lesefluss etwas gestört haben. Abschließend kann ich sagen, dass es sich hierbei sicherlich um ein schönes Gruselbuch für Jugendliche um die 12 Jahre haltet, für eine deutlich ältere Altersklasse allerdings nur bedingt geeignet ist.


Bewertung

Die Autorin:
Rhiannon Lassiter kam 1977 in London zur Welt und studierte in Oxford, wo sie noch heute lebt. Sie ist die älteste Tochter der Jugendbuchautorin Mary Hoffman. Ihren ersten Roman ›2367 – Experiment Hex‹ veröffentlichte sie im Alter von neunzehn Jahren. Am liebsten liest und schreibt sie Fantasy und Science Fiction, arbeitet aber auch als Journalistin und Webdesignerin. Ihre Bücher wurden in zehn Sprachen übersetzt. (von Fischer Verlage übernommen)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch war ein Spontan-Kauf.


Dienstag, 19. Juli 2016

[Rezension] Ritta Jacobsson - Gefährliches Schweigen (Band 2)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 240
ISBN: 978-3-596-81170-0
Erscheinungstermin: 22. August 2013
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer


Klappentext gem. Fischer-Verlage:
Der zweite Fall für Svea Andersson: An Sveas Schule scheinen viele Schüler vor etwas Angst zu haben. Als die schüchterne Natalie dann auch noch droht, vom Schuldach zu springen, fängt Svea an, Fragen zu stellen. Sie trifft aber nur auf eine Mauer des Schweigens. Doch Fragen stellt man an Sveas Schule nicht ungestraft: Die Täter lassen ihre Wut an Sveas Hund aus. Sie begreift allmählich, womit sie es zu tun hat. Und dann ist es schon fast zu spät …

Rezension:
Sveas Leben ist wieder zur Ruhe gekommen. Nach wie vor lebt sie mit ihren Eltern in einem ruhigen Stockholmer Vorort und ist heimlich in den Nachbarsjungen Linus verliebt. Bei einem Spaziergang mit ihrer Hündin Wuff sieht Svea, wie eine Jungenbande die Hecke eines Grundstücks anzündet. Svea selbst gelingt es, das Feuer zu löschen, ohne dass dieses auf das Haus übergreift, doch anstelle von Dankbarkeit, schlägt ihr der Verdacht entgegen, sie selbst könnte das Feuer gelegt haben. Svea ist empört - sie wollte doch nur helfen!

Das irgendetwas merkwürdiges in der Luft liegt, ist schnell klar, als sie bemerkt, dass sich ihre Mitschüler in der Schule sehr merkwürdig benehmen - so als hätten sie Angst vor irgendetwas. Doch es soll noch schlimmer kommen. Einer von Sveas Mitschülern behauptet, von ihr verprügelt worden zu sein und seine Verletzungen scheinen für diese Behauptung zu sprechen. Als auch noch ein paar gestohlene Ohrringe in ihrer Schultasche auftauchen, ahnt Svea, dass jemand ein ganz übles Spiel mit ihr spielt, doch wie soll sie es beweisen, wo ihr doch niemand glaubt? Wie kommen ihre Mitmenschen nur auf einmal auf die Idee, sie würde all die Dinge, die ihr unterstellt werden, getan haben?

Svea weiß, dass ihr niemand glauben wird, wenn sie nicht stichhaltige Beweise für ihre Unschuld aufweisen kann, doch wo soll sie diese nur finden? Sie hat einen Verdacht, denn seit kurzem treibt eine Jugenbande ihr Unwesen in dem Viertel. Doch um Beweise gegen diese Bande zu sammeln, muss sie sich mitten in die Höhle der Löwen begeben. Svea wäre jedoch nicht Svea, die zukünftige Polizistin, wenn sie solche Aussichten schrecken würden - doch sie schwebt in sehr großer Gefahr ...


Der 2. Band der Svea-Andersson-Reihe! Der Plot wurde realistisch erarbeitet. In diesem Band steht das Thema Mobbing in der Schülerschaft klar im Vordergrund und es wird aufgezeigt, wie weit Mobbingopfer mitunter getrieben werden können und das wirklich jeder ein solches Opfer sein kann, mag derjenige auch eine noch so starke Persönlichkeit haben. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Besonders gut hat mir hier wieder die Figur der Svea gefallen, die nicht bereit ist aufzugeben, auch wenn wirklich niemand in ihrem Umfeld an sie glaubt. Doch das Mädchen ist taff und sie will die Wahrheit ans Licht bringen, koste es, was es wolle. Etwas enttäuscht war ich von der Figur des Linus. Diesen habe ich ja bereits im ersten Band kennengelernt, doch muss ich sagen, ich hatte damals einen vollkommen anderen und vor allem positiveren Eindruck von ihm. Den Schreibstil empfand ich spannend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch sehr schöne Lesestunden bereitet hat.


Bewertung

Von Ritta Jacobsson bereits gelesen und rezensiert: (Das Banner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)

 
Die Autorin:
Ritta Jacobsson ist das Pseudonym von Helena Nurmi. Sie wurde 1950 in Tampere, Finnland, geboren und ist dort auch aufgewachsen. Sie ist eine schwedisch-finnische Autorin, schreibt vor allem für junge Erwachsene und lebt heute in Stockholm. (übernommen von Fischer)

Wie ich zu dem Buch kam:

Dieses Buch habe ich mir geliehen.

[Rezension] Ritta Jacobsson - Todeswald (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 256
ISBN: 978-3-596-81167-0
Erscheinungstermin: 21. Februar 2013
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer


Klappentext gem. Fischer-Verlage:
Der erste Fall für Svea Andersson: An einem kalten Novemberabend verschwindet Sveas Freundin Mikaela spurlos. Nach einigen Tagen wird die Leiche des Mädchens im Wald gefunden. Ermordet! In Svea keimt der Verdacht, dass sie den Mörder kennt. Und der Täter weiß um Sveas Vermutungen ...

Rezension:
Aphrodite Svea Andersson geht in die achte Klasse und ist eigentlich eine ganz normale Schülerin. Sie kommt aus einem intakten Elternhaus und ist das einzige Kind der Familie. Ihr Vater ist Vertreter und ihre Mutter eine Künstlerin. Auf Grund der Exzentrik ihrer Mutter wurde sie mit ihrem ersten Vornamen "gesegnet", doch wird sie von allen nur Svea genannt. Svea hat einen ausgesprochen regen Geist und für sie steht fest, dass sie später Polizistin werden will. Komplettiert wird ihre Familie durch ihre Hündin Wuff. 

Svea ist etwas eigen und hält mit ihrer Meinung auch nicht hinter den Berg, weswegen sie in ihrer klasse nicht unbedingt zu den Beliebten gehört, doch sie hat eine beste Freundin, mit der sie in der Schule durch dick und dünn geht. Privat sehen sich die beiden nicht, da ihre Interessengebiete sehr weit auseinander liegen. Svea verbringt ihrer Freizeit meistens mit Sport und in Begleitung von Wuff. Bei einem abendlichen Spaziergang findet sie im Wald einen verletzten Hund und erkennt sofort, es ist Glöckchen, der Hund von Linus, in den sie heimlich verliebt ist. Mit Sveas Hilfe gelingt es, Glöckchen in Sicherheit zu bringen und sie tierärztlich versorgen zu lassen, sodass sie zwar nicht von jetzt auf gleich die alte ist, doch dank Svea und Wuff hat Glöckchen überlebt und wird wieder genesen, wofür ihr Linus sehr dankbar ist.

Für Svea steht fest, dass Glöckchen absichtlich verletzt liegen gelassen wurde, doch noch ehe sie ihren Verdacht auch nur äußern kann, überschlagen sich die Ereignisse, denn ihre Mitschülerin Mikaela ist nach einer heimlichen Party verschwunden. Trotz diverser Suchaktionen fehlt von dem jungen Mädchen jede Spur. Anfänglich ist die Sorge um Mikaela nicht übermäßig groß, denn sie lief bereits mehrmals von Zuhause weg, doch je mehr Zeit vergeht, desto sicherer ist man sich, dass ihr etwas passiert sein muss und tatsächlich wird im Wald, in demselben Wald, in dem Svea auch Glöckchen gefunden hat, die Leiche Mikaelas aufgefunden und es steht fest: sie wurde ermordet! Die Ermittler stehen vor einem Rätsel, denn niemand hatte Grund, die Schülerin umzubringen, nur Svea hat einen Verdacht - kann es sein, dass die Verletzungen Glöckchens und die Ermordung Mikaelas im Zusammenhang stehen könnten? Da ihr niemand zuhören will, befasst sich Svea selbst mit den Ermittlungen und begibt sich dabei in große Gefahr ...


Der 1. Band der Svea-Andersson-Reihe! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass man als Leser zwar die Geschehnisse um Mikaela mitverfolgen kann, hier aber im Verborgenen bleibt, mit wem sie zusammen ist, als sie ermordet wird. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir die Figur der Svea gefallen, denn diese ist anders als ihre Mitschüler und scheut sich auch nicht, dies auch auszuleben, obwohl sie weiß, dass eine Anpassung in der Klassengemeinschaft für den sozialen Status besser wäre. Doch sie hat ihren eigenen Kopf und der ist verdammt clever. Den Schreibstil empfand ich als spannend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieser Auftaktband angenehme Lesestunden bereitet hat.


Bewertung

Von Ritta Jacobsson bereits gelesen und rezensiert: (Das Banner wird erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)

 
Die Autorin:
Ritta Jacobsson ist das Pseudonym von Helena Nurmi. Sie wurde 1950 in Tampere, Finnland, geboren und ist dort auch aufgewachsen. Sie ist eine schwedisch-finnische Autorin, schreibt vor allem für junge Erwachsene und lebt heute in Stockholm. (übernommen von Fischer)

Wie ich zu dem Buch kam:

Dieses Buch habe ich mir geliehen.

Mittwoch, 4. Mai 2016

[Hörbuch-Rezension] Fredrik Backman - Ein Mann namens Ove


Leseprobe


Eckdaten:
Audio CD
Verlag: Argon Verlag; Auflage: 5 (23. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839892775
ISBN-13: 978-3839892770
Originaltitel: En man som heter Ove
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 2,4 x 14,3 cm

Inhalt gem. Amazon:
Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, das richtige Werkzeug und was sonst noch wirklich zählt im Leben – witzig, rührend, grummelig, großartig.
Haben Sie auch einen Nachbarn wie Ove? Jeden Morgen macht er seine Kontrollrunde, schreibt Falschparker auf, räumt Fahrräder an ihren Platz und prüft die Mülltrennung. Aber hinter seinem Gegrummel verbergen sich ein viel zu großes Herz und eine berührende Geschichte. Seit Oves geliebte Frau Sonja gestorben ist und man ihn vorzeitig in Rente geschickt hat, sieht er keinen Sinn mehr in seinem Leben. Doch dann zieht im Reihenhaus nebenan eine junge Familie ein, die als Erstes mal Oves Briefkasten umnietet …

Zum Buch:
Ove ist 59 Jahre alt und gerade zwangspensioniert worden, das heißt, man hat ihn entlassen.
Er wohnt schon seit Jahrzehnten in einer Kleinstadtsiedlung, nun allein, da seine Frau Sonja verstorben ist. Eigentlich ist er der Typ Mann, den man nicht gerne als seinen Nachbarn haben möchte. Ein griesgrämiger Einsiedler, der zwar für Recht und Ordnung in seiner Siedlung sorgt, aber auch ganz gerne mal Falschparker meldet. Kinder hatten Sonja und Ove keine, so dass er seit dem Tod seiner Frau des Lebens müde ist.
Da schrammt doch eines Tages ein Auto sein Haus. Was er nun zu sehen bekommt, wird sein weiteres Leben ändern. 
Ein Mann, von Ove Trottel genannt, versucht mit einem Hänger rückwärts einzuparken. Neben dem Auto steht eine ausländisch aussehende Frau und versucht, ihn einzuweisen. Oh Gott, Oves neue Nachbarn. Kinder haben sie auch noch und das nächste ist unterwegs. Mit Oves Ruhe ist es nun aus, denn die Familie ist weder ruhig, noch lässt sie Ove in Ruhe ...

Ove hat es schwer, damit klarzukommen, dass er zwangsberentet wurde. Er ist der Typ Mann, der immer etwas zu tun braucht. Nun fällt er in ein tiefes Loch, denn außer, dass er morgens seinen "Ordnungsrundgang" durch die Siedlung macht, hat er nichts mehr zu tun. Er sieht seit dem Tod seiner Frau Sonja, die sein Lebensinhalt war, keinen Sinn mehr und versucht, diesem ein Ende zu setzen. Aber da scheint es andere Kräfte zu geben, die das noch nicht zulassen wollen, denn was er auch versucht, irgendwas ist immer und sei es seine Nachbarin Parvaneh, die ihn nicht in Ruhe lässt.
Die neuen Nachbarn, Patrick und Parvaneh mit ihren beiden Kindern sind in der Lage, Ove zu beschäftigen und den grantigen alten Mann mehr oder weniger zu integrieren. Dabei gibt es Situationen, bei denen man sich des Schmunzeln einfach nicht entziehen kann.
Dann ist da auch noch die Katze, die der Meinung ist, Ove ist nunmehr für sie zuständig. Er will die Katze nicht, die jedoch sieht das ganz anders.

Während der Leser die aktuellen Ereignisse verfolgt, gibt es immer wieder Rückblenden zu besonderen Stationen aus Oves Leben. Aus seiner Kinderzeit, als sein Vater starb und er dessen Platz in der Firma einnahm, das Bauen eines Hauses, das Kennenlernen seiner Frau Sonja und viele andere Ereignisse, die belegen, wie aus Ove der Mann geworden ist, der er heute ist.
Er ist nie den leichten Weg gegangen und tat immer das, was getan werden musste.
Nach einem schweren Unfall seiner Frau änderte sich auch sein Leben. Er musste sich und ihr vieles erkämpfen und wurde aus Liebe dessen nie müde.

Ove ist ein Mann, den man sich als Frau an seiner Seite wünschen würde. Wenn auch grantig und grummelig, so doch mit einem Herzen an der rechten Stelle. 
Nach Sonjas Tod konnte er sich selbst nicht leiden und zeigte allen Mitmenschen, wie unleidlich er sein konnte. Aber glücklicherweise ließen sich seine neuen Nachbarn nicht von ihm verschrecken und holten das Gute und Hilfsbereite aus ihm heraus.

Ein humorvolles, warmherziges Buch, in dem es um Verluste und Freundschaften geht. 
Ich habe dieses Buch als Hörbuch erleben dürfen und erfreute mich an der Stimme von Heikko Deutschmann. Genau die richtige Stimme, um dieses Buch zu hören, kann ich nicht anders sagen. Es war herrlich, seiner leicht sarkastischen Stimme zu lauschen und mit ihr das Buch zu erleben. 

Ein tolles Buch, das auch zum Nachdenken anregt und das ich sehr gern weiterempfehle.

Bewertung:


Zum Autor:
(übernommen vom Fischer-Verlag)
Fredrik Backman, geboren 1981, war Journalist, Blogger, Gabelstaplerfahrer, Gastronomiehilfskraft und vieles mehr – heute ist er Familienvater und einer der erfolgreichsten Autoren Schwedens. Sein Debüt ›Ein Mann namens Ove‹ eroberte weltweit die Herzen und die Bestsellerlisten und wurde mit Rolf Lassgård fürs Kino verfilmt. Auch Fredrik Backmans folgende Romane sind große internationale Erfolge. Der Autor lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Solna bei Stockholm.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 23. Februar 2016

[Rezension] Kerstin Gier - Silber: Das zweite Buch der Träume (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 416
ISBN: 978-3-8414-2167-8
Erscheinungstermin: 26. Juni 2014
Format: Hardcover

Verlag: Fischer


Klappentext: gem. Fischer Verlage:
Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?

Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts …


Rezension: 
Liv hat die Ereignisse rund um die Anbetung eines Dämonen, der ihr und anderen Schülern ihrer Schule das Traumwandeln ermöglicht hatte, mehr oder weniger unbeschadet überstanden, doch es hat sich vieles verändert. Die einstige Gruppe ist ein Stück weit zerbrochen, denn es offenbarte sich, dass nicht alle mit offenen Karten spielten. Doch Liv ist glücklich, ist doch Henry ihr fester Freund, sowohl in der realen, wie auch in der Traumwelt.

Leider ist nicht alles eitel Sonnenschein, denn plötzlich fängt Livs kleine Schwester Mia an zu Schlafwandeln und bringt sich dabei in tödliche Gefahr. Für Liv steht fest, dass jemand ihre kleine Schwester beeinflusst hat, doch nicht nur diese Ereignisse machen ihr das Leben unnötig schwer. Secrecy, die geheime Betreiberin des Klatsch-Blogs der Schule, weiß um Livs dunkelste Geheimnisse und offenbart diese der Welt und wie es nun mal so ist, ist jeder froh, Klatsch und Tratsch über andere zu lesen, sodass Livs Stand in der Schule nicht unbedingt besser wird.

Als wäre das noch nicht alles schlimm genug, nehmen die Zukunftspläne von Livs Mutter mit ihrem Freund konkrete Formen an in Richtung Hochzeit. Anstatt sich für die beiden zu freuen, ist die Bräutigamsmutter alles andere als begeistert von der Frau an der Seite ihres ältesten Sohnes und das lässt sie sie auch spüren. Doch Liv wäre nicht Liv, wenn sie sich nicht zu wehren wüsste bzw. es nicht mal an der Zeit wäre, sich an diesem alten Drachen zu rächen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sie und Mia über das Ziel hinausschießen und auch in der Traumwelt, in die sich Liv so gerne mit Henry zurückzieht, treibt ein Feind sein Unwesen ...


Der 2. Band der Silber-Trilogie! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich Protagonistin Liv mit allerhand Problemen auseinandersetzen musste, denn das Ende des ersten Buches deutete auf ein vorzeitiges Happy End hin und das hätte ich hier als arg langweilig empfunden, wenn alles glatt gegangen wäre. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Mir hat hier sehr die Entwicklung der Figur der Liv gefallen, die sich allerlei Problemen stellen muss und diese nicht immer auf die feine, englische Art löst, aber sie dennoch löst und auch bereit ist, die Konsequenzen zu tragen, wenn etwas nicht so lief, wie es hätte laufen wollen. Den Schreibstil empfand ich als sehr bildhaft gehalten, sodass ich mir die jeweiligen Szenen jederzeit vor Augen führen konnte.


Bewertung


Von Kerstin Gier bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Die Autorin:
Kerstin Gier ist Bestsellerautorin und schreibt überaus erfolgreiche Bücher für Jugendliche und Erwachsene. Ihre Leser lieben die Romane besonders für ihren einmaligen Witz, ihren unvergleichlichen Erzählton und ihre perfekte Mischung aus Humor, Romantik und Spannung. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln. (übernommen von Fischer Verlage)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich  mir geliehen.