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Freitag, 24. November 2017

[Premierenlesung] zu "Böses Kind" von Martin Krist

Ende November, das Wetter ist mehr als trist und dennoch trieb es uns anstatt in unsere gemütlichen Heime ins Theater und zwar genauer gesagt ins Berliner Kriminal Theater, denn hier stand am Mittwoch Premierenlesung zu "Böses Kind" von und mit Martin Krist an. Kerry hat schon vor Wochen Karten für dieses Event besorgt und natürlich hatten wir wieder unsere Lieblingsplätze - über allen anderen, direkt vor der Regie ^^

https://www.amazon.de/B%C3%B6ses-Kind-erste-Kommissar-Henry/dp/3745035291/ref=sr_1_1_twi_pap_1?ie=UTF8&qid=1511478369&sr=8-1&keywords=b%C3%B6ses+kind

Dieses Mal hatte der Autor für seine Buchpremiere ein großes Aufgebot dabei ^^ Die Moderation übernahm Carolin Reif, die weiblichen Leseparts wurden von Nina Hohlfeld und Anne Forman übernommen. Für die musikalische Begleitung sorgte Cihat Celik (mit Songs, die eigens für das Hörbuch "Böses Kind" geschrieben wurden). 

Martin Krist und Carolin Reif

Und diese starteten auch gleich los und sorgten für ordentlich Stimmung im Publikum. 


die musikalische Begleitung des Abends


Gleich zu Beginn wurde darauf hingewiesen, dass Martin Krist dieses Buch in Eigenregie als Selfpublisher veröffentlicht hat. Er hat sich zu diesem Schritt entschieden, da er sich von den Verlagen in seinem Schaffen ausgebremst gefühlt hat. Mittlerweile hat sich Selfpublishing etabliert und Martin sieht dem Erfolg seines Buches sehr optimistisch entgegen.

Auch unterscheidet sich sein Ermittler, Kriminalhauptkommissar Henry Frei deutlich von anderen, gängigen Ermittlern, denn er ist ein glücklich verheirateter Familienvater mit einer intakten Familie - sprich, weder Alkohol noch Depressionen sind seine inneren Dämonen. 

Martin Krist im Gespräch

Zwischendurch hat Carolin Reif begeisterte Rezensionen von bereits veröffentlichen Buchbesprechungen widergegeben.

Der erste Lesepart brachte uns gleich in eine beklemmende Situation - eine Frau erwacht gefesselt in einem Keller oder ähnlichem und muss feststellen, dass dort ein Verbrechen stattgefunden hat, denn sie findet dort Blut, Knochensplitter und Gehirnmasse vor. Gleichzeitig lernen wir Suse kennen, die weibliche Protagonistin, die alleinerziehende Mutter von drei Kindern und mit ihrem derzeitigen Leben überfordert ist. Erst recht, als ihre 14-jährige Tochter Jacky verschwindet. 


Nina Hohlfeld, Martin Krist, Carolin Reif und Anne Forman


Dann sollte ein zweiter musikalischer Part eingelegt werden, was fast an der Technik gescheitert wäre - doch schlussendlich ging alles gut, wobei die zwei Brüder auch durchaus ohne Musik für Unterhaltung sorgten.



Anschließend erfuhren wir etwas über die Figurenentwicklung und warum die Bücher von Martin Krist grundsätzlich in Berlin spielen, denn der Autor lebt nicht nur seit 17 Jahren hier, sondern ist auch der Meinung, dass gerade in Berlin die Geschichten auf der Straße liegen - Inspiration ist überall.

Im nächsten Lesepart lernten wir den Ermittler Henry Frei und seine Kollegin kennen und obwohl Henry ein glücklicher Mensch ist, hat er doch so die ein oder andere Eigenart, so hasst er zum Beispiel Unpünktlichkeit und Unordnung. 

Abschließend entführte man das Publikum erneut in eine überaus beklemmende Situation - zurück zur Gefangenen ...

Ganz zum Schluss der Veranstaltung wurden wir mit einer Interpretation von "Ist da jemand" verabschiedet.

Im Anschluss konnte man sich Bücher signieren lassen - Kerry, als großer Fan des Autoren hatte dieses noch nicht und hat Kleeblatt mit einem Zaunpfahl zu verstehen gegeben, dass ein signiertes Exemplar dieses Buches hervorragend in ihrem Nikolausstiefel aussehen würde ^^ 


Ach ja, zumindest eine weitere Autorin wurde im Publikum gesichtet - Kerstin Hohlfeld, deren Tochter Nina auf der Bühne lesend in Aktion war.

Kerstin Hohlfeld und Nina Hohlfeld - und Herr Miez hat sich auch auf das Foto geschmuggelt

Natürlich musste noch mit dem Autoren das obligatorische Foto gemacht werden und auch hier wollte Herr Miez unbedingt mit aufs Bild ^^




An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen Beteiligten für diesen wundervollen Abend bedanken und allen, die noch nie eine Lesung des Autoren besucht haben, eine solche unbedingt ans Herz legen!!!

Kerry und Kleeblatt

Donnerstag, 15. September 2016

[Rezension] Martin Krist - Märchenwald (Band 5)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 416
ISBN: 978-3-548-28764-5
Erscheinungstermin:
12. August 2016 (1. Auflage)
Preis: 9
,99 EUR 
Format:
Taschenbuch
Verlag:
Ullstein


Klappentext gem. Ullstein:
Mitten in der Nacht wird Max von seiner Mutter geweckt. »Seid still«, sagt sie weinend, als sie den Zehnjährigen und seine vier Jahre alte Schwester Ellie in einen Wandschrank sperrt. »Geht zu Opa ...«, hören die Kinder sie noch flüstern, dann fliegt krachend die Haustür auf. Ihre Mutter schreit. Ellie weint. Um sie zu beruhigen, erzählt Max ihr die Geschichte vom Märchenwald. Während Max und Ellie auf dem Weg zu ihrem Großvater sind, erwacht auf dem Alexanderplatz eine junge Frau blutüberströmt und ohne Gedächtnis. Im Wedding stehen die Mordermittler Paul Kalkbrenner und Sera Muth vor dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Und der Märchenwald birgt nichts Gutes.


Rezension:
"Im Märchenwald wird immer alles gut", das weiß der 10-jährige Max und dieses Spiel spielt er zu gerne mit seiner Mutter und seiner 4-jährigen Schwester Ellie. So ist es natürlich aufregend, als er nachts von Mama geweckt wird und ganz leise sein muss, denn Gefahr ist im Anmarsch. Er soll sich mit seiner Schwester in der kleinen Kammer der Wohnung verstecken - gesagt getan. Mama schließt zur Sicherheit sogar ab - und dann wird es erst laut, Mama schreit und dann ist Mama ganz still. Am nächsten Morgen sind Max und Ellie noch immer in der Kammer, doch Max ist schon ein großer Junge und schafft es, sich und seine Schwester zu befreien. Von Mama ist weit und breit keine Spur, doch sie hatte ihnen ja gesagt, sie sollen zu Opa fahren. Sicherlich wird Mama dort auf sie warten. So machen sich die beiden Kinder allein in der Berliner Großstadt auf den Weg zu ihrem Opa, um zu ihrer Mama zu kommen.

Kriminalhauptkommissar Paul Kalkbrenner hat hingegen ganz andere Sorgen. Seine schwangere Tochter Jessy steht kurz vor ihrer Paris-Reise, die sie dazu nutzen will, um sich dort eine Wohnung zu suchen, denn nach der Geburt des Kindes wird sie dort ihr Kunststudium mittels Stipendium weiterführen. Paul ist nicht wohl bei dem Gedanken, seine Tochter und Enkel so weit weg zu wissen,  doch die Pflicht ruft. Ein Einbruch in einen Friseursalon in Friedrichshain endete für einen der Einbrecher tödlich. Dass dieser einen Komplizen hatte steht schnell fest, doch von diesem fehlt jede Spur. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um Silviu Kiculescu handelt, einen einschlägig vorbestraften Rumänen, doch warum wollte dieser in einen Friseursalon einbrechen? Fastt umgehend steht fest, dass Silviu nicht allein agiert hat, denn es werden Fingerabdrücke von Gregor Wopalka am Tatort gefunden und aus den Akten der jungen Männer können die Beamten ersehen, dass dies nicht die erste gemeine Tat der beiden ist - wohl aber die letzte.

Derweil erwacht eine junge blonde Frau in einer Berliner Gasse. Ihr fehlt jegliche Erinnerung was geschehen ist, wie sie dort hingekommen ist und wer sie überhaupt ist. Tatsächlich weiß sie lediglich, dass sie sich in Berlin befindet - alles andere liegt in einem Nebel. Sie ist verletzt, doch anstelle ihr zu helfen, wird sie von einer Horde betrunkener Männer angegriffen, die sich an ihr vergehen wollen. In letzter Sekunde erfolgt die Rettung aus der Not durch einen jungen Mann, der sie zu kennen scheint. Er nennt sie Zoe und instinktiv weiß sie, dass dieser Name der ihre ist. Der junge Mann stellt sich ihr als Gee vor und bietet ihr seine Hilfe an. Tatsächlich ist Zoe versucht, diese anzunehmen, doch als sie Gees Kumpel erblickt, weiß sie, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist und ergreift die Flucht. Dass ihr Instinkt sie nicht getäuscht hat, ist schnell klar, denn Gee ist ihr dicht auf den Fersen und denkt gar nicht daran, sie ziehen zu lassen.

Trotz der noch unklaren Situation im Friseursalon hat es Paul Kalkbrenner geschafft, sich etwas Luft zu verschaffen, um ein letztes Mal mit seiner Tochter zu frühstücken, bevor diese nach Paris fährt. Leider währt die Ruhe nicht lange, denn noch während er bei ihr ist, erhält er einen Anruf, der ihn zu einem weiteren Tatort beordert. Der pensionierte Lehrer Ernst-Hubert Dieppe wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Augenscheinlich verstarb er an einem Herzinfarkt - soweit so gut und an sich kein Fall für die Berliner Kriminalpolizei, wäre da nicht ein grausiger Fund, der gemacht wurde. In der Kühltruhe Dieppes wurden Teile eines menschlichen Körpers gefunden, dessen Identität nicht auf Anhieb geklärt werden kann, doch noch ein schlimmer Verdacht steht im Raum: könnte Dieppe die restlichen Teile verzehrt haben? Paul Kalkbrenner und sein Team ermitteln auf Hochtouren, um diesen mysteriösen Fund aufzuklären, doch sie haben es mit einem Gegner zu tun, mit dem sie niemals gerechnet hätten ...


Der 5. Band der Paul-Kalkbrenner-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Ehrlich gesagt bin ich kaum dazu gekommen Luft zu holen, denn ich wusste gar nicht, mit wem ich zuerst mitfiebern sollte - mit den Kindern, der jungen Frau oder Kalkbrenner im Laufe seiner Ermittlungen? Das war auf jeden Fall wieder ein Buch, dass ich nicht aus der Hand legen konnte - oder anders gesagt: Martin Krist hat es einfach drauf! Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Protagonist Paul Kalkbrenner hat in diesem Band an mehreren Fronten zu kämpfen, denn sowohl beruflich, wie auch privat, läuft es nicht optimal. So passiert es, dass dem sonst so gewissenhaften Mann ein folgenschwerer Fehler unterläuft. Der Leser taucht erneut in das Seelenleben des Kommissars ein, der im Job ein harter Bursche ist, privat jedoch mit einigen Verlusten zu kämpfen hat. Besonders entzückt hat mich die Figur des kleinen Max. Dieser Junge ist erstaunlich reif für sein Alter und dennoch so emphatisch, dass er voll und ganz auf seine kleine Schwester eingeht und ihr weitestgehend die Angst in dieser beängstigenden Situation so ganz ohne Mama nimmt. Hut ab vor diesem kleinen Kerl. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd zu lesen, ich bin nur so durch das Buch durchgerauscht, es gab einfach kein Halten für mich. Abschließend kann ich auf jeden Fall sagen, dass dieses Buch ein Highlight meines Lesejahres ist und ich mich bereits jetzt wahnsinnig auf die Fortsetzung der Reihe freue.

Bewertung

Von Martin Krist bereits gelesen und rezensiert: (Das Banner wird erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)



Der Autor:
Martin Krist ist das Pseudonym des erfolgreichen Autors Marcel Feige. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und lebt seit 1998 als Schriftsteller in Berlin. (übernommen von Ullstein)







 


Zur Homepage von Marcel Feige kommt ihr hier.


Zur Homepage von Martin Krist kommt ihr hier.




Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag



und


bedanken, die mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.

[Premierenlesung] Martin Krist stellt "Märchenwald" vor

Mitte der Woche, das Wetter ist herrlich - was will man mehr, als sich in der Sonne dem Müßiggang hinzugeben? Richtig, eine Lesung besuchen, aber nicht irgendeine Lesung, sondern die Premierenlesung zu "Märchenwald" von Martin Krist. Tatort war dieses Mal das Berliner Kriminal Theater, in dem wir sehr gerne zu Gast sind, denn das Lesungsprogramm ist immer sehr erlesen - also passte die Premierenlesung ^^

https://www.amazon.de/M%C3%A4rchenwald-Thriller-Ein-Paul-Kalkbrenner-Thriller-Band/dp/3548287646/ref=sr_1_1_twi_pap_1?ie=UTF8&qid=1473887068&sr=8-1&keywords=m%C3%A4rchenwald

Wie so oft haben wir natürlich zugesehen, dass wir die besten Plätze hatten und nein, diese waren nicht in der ersten Reihe, sondern auf dem Rang. Da oben waren wir zwar ziemlich alleine und es war auch recht warm, aber die Aussicht war ja sowas von genial ^^

Der Autor hatte dieses Mal eine Menge weiblicher Unterstützung dabei - in Gestalt von Karla Paul, Anne Forman und Nina Hohlfeld. Karla Paul führte durch den Abend und Autor Martin Krist stand ihr Rede und Antwort.

Karla Paul verschaffte sich erst einmal einen Überblick über das Publikum.

Nachdem Karla Paul die Agierenden des Abends vorgestellt hat, ging es auch schon los. Tatsächlich kam die Sprache gleich auf das letzte veröffentlichte Buch des Autoren "Gewaltloser Rebell: Die Lebensgeschichte von Mahatma Gandhi" zu sprechen und von dort aus zu der Idee seines neuesten Werkes "Märchenwald". Tatsächlich war hier die Idee um zwei Kinder ausschlaggebend für das Buch.

Gleich im ersten Lesungsteil wurden wir in eine schaurige Szene eingeführt, in der es um ein gefangenes jungen Paar ging, das ein Schicksal wie Hänsel und Gretel erleiden sollte. Ob dies geschehen ist? - lest das Buch!

von links nach rechts: Anne Forman, Martin Krist, Karla Paul, Nina Hohlfeld

Sofort darauf machten wir die Bekanntschaft von Max und seiner kleinen Schwester Ellie, die von ihrer Mutter in einer Kammer versteckt werden, bevor diese selbst angegriffen wird. Tatsächlich muss der kleine Junge sie danach unter Aufbietung all seiner Kräfte und seines Köpfchens aus eben jener Kammer wieder befreien.

Das besondere an dieser Lesung war nicht nur, dass wir Passagen vorgestellt bekommen haben, die es so nie wieder auf einer Lesung geben wird, sondern auch, dass Nina Hohlfeld, Anne Forman und Martin Krist mit einander agierend lasen - ein perfektes Zusammenspiel, das können wir euch versichern und ein Genuss für die Ohren. Aber ihr wisst ja, von Nina Hohlfelds Vorträgen sind wir von jeher begeistert. 

Anne Forman lesend
 
Im Anschluss berichteten uns Martin Krist und Karla Paul, wie das Leben des Schriftstellers Martin Krist (der bereits, auch unter anderem Pseudonym und Real-Namen 50 Bücher herausgebracht hat) verlaufen ist bzw. wie Martin das Handwerk des Schreibens erlernte. Denn bereits seit Jahrzehnten schreibt er, auch wenn seine Bücher aus Kindheitstagen (zum Glück laut eigener Aussage) nicht veröffentlicht wurden.

Martin Krist und Karla Paul im Gespräch


In der nächsten Lesepassage lernten wir den Protagonisten des Buches kennen: Kriminalhauptkommissar Paul Kalkbrenner, der an einen eher unscheinbaren Tatort gerufen wird, an dem jedoch eine grausige Entdeckung gemacht wurde. Hier wurde der eventuellen Nahrungsaufnahme nach der Lesung gleich einmal ein Riegel davor geschoben, nur mal so ;-)

Nina Hohlfeld wartet auf ihren Einsatz

Natürlich stellte sich bzw. Karla Paul die Frage, wie viel von Martin Krist in Paul Kalkbrenner steckt - gar nichts, so lautete die Antwort, aber eine andere Figur des Buches hat sehr viel von Martin in sich. Auch wurden wir aufgeklärt, wie es zu der beachtlichen Anzahl an Buchveröffentlichungen (50!!!) kam bzw. wie Martin Krist vom Journalisten zum Co-Autoren und final zum Autoren wurde. 

Martin Krist


Der finale Lesungsteil machte uns mit einer jungen Frau bekannt, die in einer Berliner Gasse aufwacht und keinerlei Erinnerungen mehr an die Vergangenheit hat. Tatsächlich wird sie in dieser misslichen Lage auch noch von einigen Betrunkenen angegriffen, doch ein junger Mann namens Gee eilt ihr zu Hilfe. Sie ist fast bereit, seine anschließende Hilfe auch noch anzunehmen,  doch irgendetwas in ihrem Inneren warnt sie - sodass sie die Flucht vor ihm ergreift. Dass es sich hierbei um eine gute Entscheidung handelte, ist schnell klar, denn Gee heftet sich ihr auf die Fersen und will ihrer unbedingt habhaft werden. Doch wir die junge Frau ohne Erinnerung es schaffen, ihrem Häscher zu entkommen?

Nina Hohlfeld lesend
 
Abschließend kam das Gespräch noch auf Autoren und deren Verdienst bzw. wie viel ein Autor in etwa vom Verkaufserlös seiner Bücher erhält und wie illegale Download-Seiten im Internet oder auch günstige Bücher unbekannter Autoren nicht nur die Existenz der Autoren bedrohen, sondern auch die Existenz des Buchsortiments, wie wir es kennen.

Abschließend musste natürlich noch Kerrys Exemplar des Buches veredelt werden und da wir so viele bekannte Geschichter getroffen haben, wurden noch reichlich Fotos "neben der Reihe" gemacht, aber seht selbst.

Kerrys Exemplar von Märchenwald wird veredelt

ein topaktuelles Bild von Martin Krist

Kerry und Timo Kümmel

Nina Hohlfeld hatte Unterstützung in Form von Mama und Bruder dabei


 
auch Thomas Nommensen nebst Gattin Jutta Maria Herrmann ließen sich diese Lesung nicht entgehen


An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen Beteiligten für diesen wundervollen Abend bedanken und allen, die noch nie eine Lesung des Autoren besucht haben, eine solche unbedingt ans Herz legen.

Kerry und Kleeblatt

Mittwoch, 10. Februar 2016

[Lesung] Martin Krist liest aus "Der Tod steckt im Detail"

Dienstag Abend, das Wetter in Berlin ist nass, kalt, windig, mit anderen Worten ungemütlich. Bei so einem Wetter will man doch eigentlich nur nach Hause, oder? Was gibt es schöneres, als sich mit einem Buch zurückzuziehen, während es draußen so ungemütlich ist? Da Lesen immer eine Option ist ^^ haben wir natürlich die Gunst der Stunde genutzt, ABER ... wir haben nicht selbst gelesen, sondern uns vorlesen lassen, denn die Lesung von Martin Krist aus seinem Buch "Der Tod steckt im Detail" stand an, eine Lesung, die wir auf keinen Fall verpassen wollten.

der "Aushang"

Da rechtzeitiges Erscheinen die besten Plätze sichert, war zumindest Kerry wieder überpünktlich vor Ort und Plätze in der ersten Reihe waren uns sicher.

was er wohl in dem Moment dachte?


Bevor der Autor mit der Lesung begann, machte er sein Publikum erst einmal heiß auf sein neues Werk "Märchenwald", welches im August erscheint und ehrlich, Kerry hat ordentlich gequängelt, dass es noch so lange bis dahin ist. ^^

Dann ging es auch schon los, indem Martin Krist uns erst von seinem heutigen Tag berichtete, um damit die Überleitung zum ersten Lesungspart zu schaffen (und diese Überleitung war echt genial!!!). Zuerst hörten wir die Kurzgeschichte

"Erste Hilfe" (Auszug aus der Rezension von Kerry)
"Alex Brandner irrt mit einer Schusswunde durch den Wald. Nach Stunden des Herumirrens trifft er auf eine Straße und findet schlussendlich eine Mitfahrgelegenheit bei Claudia, die ihm helfen und zurück nach Berlin bringen will ..."



Da es sich bei diesem Buch um eine Sammlung von Kurzgeschichten aus den letzten 20 Jahren des schriftstellerischen Schaffens des Autoren handelt, erklärte er uns, dass Kurzgeschichten an sich ihm ja so gar nicht liegen, denn auch wenn es eine Kurzgeschichte ist, so "schüttelt er sie nicht so leicht aus dem Ärmel", sondern arbeitet durchaus an einer solchen ca. 3 - 4 Wochen lang, von daher sind Kurzgeschichten bei Martin Krist eher rar gesät und werden eigentlich nur als Auftragsarbeit geschrieben ^^

Anschließend konnten wir der Kurzgeschichte "Urlaub" lauschen.

"Urlaub" (Auszug aus der Rezension von Kerry)
Es ist Winter in Berlin und Paul Kalkbrenner will bei einem Straßenhändler eine Chapka kaufen, doch es gibt partout keine mehr. Seine letzte Hoffnung ist Juri Stankowski, der seinen Stand in der Nähe des Checkpoint Charlie hat und tatsächlich, dieser hat noch ein paar Chapkas. Doch eigentlich will Paul Juri wegen einer anderen Angelegenheit sprechen. Juris Frau wurde von ihrem Bruder als vermisst gemeldet - doch Juri kann diesen Umstand aufklären: Lydia wollte immer um die Welt reisen und hat augenscheinlich ihren Mann verlassen ...

Martin Krist lesend

Doch damit nicht genug - aller guten Dinge sind drei, sodass wir noch (zumindest zum Teil) der Titelgeschichte "Der Tod steckt im Detail" lauschen durften.

"Der Tod steckt im Detail" (Auszug aus der Rezension von Kerry)
Kriminalhauptkommissar Paul Kalkbrenner freut sich sehr auf sein erstes Enkelkind. Seine Tochter ist mittlerweile im 6. Monat schwanger und hat ihm bereits verraten, dass sie einen Jungen erwartet. Dann wird er zu einem Raubüberfall in einem Spätkauf gerufen. 4 Todesopfer sind zu beklagen und es gibt nur einen Ohrenzeugen, den Sohn der Inhaberin, der im Rollstuhl sitzt ...

Abschließend konnten wir noch Fragen stellen, was Kerry natürlich umgehend nutzte, ist ja klar, oder? Sie ist nun mal neugierig ;-)

Natürlich hat es sich Kerry nicht nehmen lassen, sich ihr Exemplar des Buches signieren zu lassen.

bei der "Veredelung" von Kerrys Exemplar

Wie bereits angekündigt, wird uns jetzt zu den Lesungen entweder Herr Miez oder Fräulein Maunz begeleiten und heute hatte Herr Miez sein Debüt (und es perfekt gemeistert)

sind sie nicht niedlich zu einander?

ein aktuelles Bild des "wirklich bösen Buben unter den deutschen Krimi-Schreibern"

An dieser Stelle möchten wir uns bei der Krimibuchhandlung Totsicher und Martin Krist für den tollen Abend bedanken und wir wissen schon genau, wann wir wieder vor Ort sein werden ^^


Kerry und Kleeblatt

Mittwoch, 11. November 2015

[Rezension] Martin Krist - Der Tod steckt im Detail



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 205
ISBN: 978-3-95835-097-7
Erscheinungstermin:
30. September 2015
Preis: 9
,99 EUR 
Format:
Taschenbuch
Verlag:
Luzifer


Klappentext gem. Luzifer:
Ein Polizist mit einer Knarre am Kopf. Ein Kronzeuge auf der Flucht. Ein Weichei als Killer. Und ein Hausdrache, der endlich Urlaub macht.


Rezension:
*Der Tod steckt im Detail*
Kriminalhauptkommissar Paul Kalkbrenner freut sich sehr auf sein erstes Enkelkind. Seine Tochter ist mittlerweile im 6. Monat schwanger und hat ihm bereits verraten, dass sie einen Jungen erwartet. Dann wird er zu einem Raubüberfall in einem Spätkauf gerufen. 4 Todesopfer sind zu beklagen und es gibt nur einen Ohrenzeugen, den Sohn der Inhaberin, der im Rollstuhl sitzt ...

*Erste Hilfe*
Alex Brandner irrt mit einer Schusswunde durch den Wald. Nach Stunden des Herumirren trifft er auf eine Straße und findet schlussendlich eine Mitfahrgelegenheit bei Claudia, die ihm helfen und zurück nach Berlin bringen will ...

*Urlaub*
Es ist Winter in Berlin und Paul Kalkbrenner will bei einem Straßenhändler eine Schapka kaufen, doch es gibt partout keine mehr. Seine letzte Hoffnung ist Juri Stankowski, der seinen Stand in der Nähe des Checkpoint Charlie hat und tatsächlich, dieser hat noch ein paar Schapkas. Doch eigentlich will Paul Juri wegen einer anderen Angelegenheit sprechen. Juris Frau wurde von ihrem Bruder vermisst gemeldet - doch Juri kann diesen Umstand aufklären: Lydia wollte immer um die Welt reisen und hat augenscheinlich ihren Mann verlassen ...

*Schwätzer!*
Frank wurde überfallen und befindet sich derzeit im Krankenhaus. Er hat keine Papiere bei sich und kann sich an alles erinnern - doch was wird er der Polizei sagen?

*Nicht reden, handeln!*
Mandy Braukmann war eine Angestellte von Herrn Gregorsen in seinem Puff Lovelight. Doch wer hätte ihr etwas antun sollen? Gregorsen vermutet, dass es die Russen waren, zu denen Mandy wechseln wollte, doch Paul Kalkbrenner hat einen anderen Verdacht.

*Berliner Fritten sind die besten*
Seit ein paar Tagen ist Fietje von Fietjes Fritten verschwunden. Paul Kalkbrenner ermittelt in dieser Angelegenheit und befragt dazu auch den Inhaber der "Bulette", das direkt gegenüber der Frittenbude steht. Dieser weiß nur, dass Fietje seit ein paar Tagen nicht mehr geöffnet hat - erst selbst hat damit zu tun, seine Fritten & Co unters Volk zu bringen.

*Töten*
Ist es leichter zu töten oder leben zu lassen?

*Chefsache*
Marc hat 500.000 € unterschlagen. Damit sein Chef die Sache auf sich beruhen lässt, soll er eine Kleinigkeit für ihn erledigen - dessen Frau töten.

*Dortmunds Domina 09*
Junkie Danny will den großen Deal für sich und seine Freundin Ulli, die er aus dem Millieu holen will, wagen - doch es geht schief. Kurz darauf ist es an der Zeit, Rache zu nehmen.

*Der Anruf*
Andreas Birkholz erhält einen Anruf. Er muss eine Straftat begehen, um das Leben seiner Familie, so wie es jetzt ist, zu bewahren.

*Schöner Gruß*
Ferdinand Bodenbach ist mit seiner Frau im Urlaub wandern. Während sie Migräne hat, zieht er los in die Berge, beobachtet aber während einer "Sitzung" eine Waffenübergabe. Noch an diesem Abend kommt es zu einem Mord ...

*Für immer*
Wie ein erstes Date aus den Fugen geraten kann!

*Grenzen*
Was passiert, wenn bisher geltende Grenzen überschritten werden!

*Fluch*
Frank ist ein erfolgreicher Profikiller und ein Ordnungsfanatiker - doch ein tropfender Wasserhahn bringt ihn fast um den Verstand ...


*Die Prinzessin*
Roland Müller ist mit einem Studium fertig und fährt nach Berlin, um seinen Job bei der Botschaft anzutreten. Während der Bahnfahrt macht er die Bekanntschaft einer überaus faszinierenden Frau, mit der er eine unvergessliche Nacht verbringt. Am nächsten Morgen ist sie verschwunden ...

*Beseelt*
Er hat Herzschmerzen, doch kein Arzt kann feststellen, was sich hinter diesen verbirgt. Es ist an ihm selbst, eines Nachts, dieses Rätsel zu lösen ...


Kriminell gute Kurzgeschichten! Generell bin ich kein allzu großer Fan von Kurzgeschichten, da sie mir als Leser kaum die Möglichkeit geben, die Figuren näher kennen zu lernen, ehe die Geschichte auch schon wieder vorbei ist - ganz anders in diesem Buch. Ich bin ein großer Fan der Paul-Kalkbrenner-Reihe von Martin Krist und konnte natürlich nicht widerstehen, mehr über diesen Kommissar und sein Leben zu erfahren, hier in Form einiger Kurzgeschichten. Als Bonus betrachte ich die übrigen Kurzgeschichten, die mich einen kurzen Blick in menschliche Abgründe werfen lassen - wobei hier ein kurzer Blick gereicht hat, um mir die Abgründe menschlicher Verhaltensweisen aufzuzeigen. Fakt ist, dieses Buch ist eine Sammlung von 16 kriminell guten Kurzgeschichten, wobei die Erzählweise und auch die Herangehensweise an die Geschichten mit unter stark variieren, mir jedoch Lesevergnügen pur bereitet haben.


Bewertung

Von Martin Krist bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor:
Martin Krist ist das Pseudonym des erfolgreichen Autors Marcel Feige. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und lebt seit 1998 als Schriftsteller in Berlin. (übernommen von Ullstein)







 


Zur Homepage von Marcel Feige kommt ihr hier.


Zur Homepage von Martin Krist kommt ihr hier.




Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag


und

bedanken, die mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.

Samstag, 21. März 2015

[Lesung] Martin Krist las aus "Engelsgleich"

Freitag Abend, die Arbeitswoche ist vorbei, doch die Woche noch lange nicht, denn wir hatten noch einen Termin auf dem Plan, auf den wir uns sehr gefreut haben. Mit einer 3-wöchigen Verspätung (wegen Krankheit des Autoren) fand endlich die Lesung zu 


http://www.amazon.de/Engelsgleich-Martin-Krist/dp/3548286399/ref=sr_1_1_twi_1_pap?ie=UTF8&qid=1426900605&sr=8-1&keywords=engelsgleich


statt. Kerry hat das Buch bereits gelesen und war sehr begeistert *Rezension*, sodass sie sich gleich doppelt auf die Lesung freute. Aber auch Kleeblatt war schon gespannt auf die Lesung, denn immerhin hatten wir bereits im letzten Jahr einer Lesung des Autoren in Kerstins Lesesalon lauschen dürfen.

Wie gewohnt wurden wir und die übrigen Gäste wieder herzlichst von Kerstin und ihrem Mann aufgenommen und begrüßt. An diesem Abend stand uns die jüngste Tochter der Familie, Mia, zur musikalischen Begleitung nicht zur Verfügung, aber wie Kerstin so schön sagte: "Ich habe noch mehr Kinder" und ein weiteres, ihre älteste Tochter Nina, übernahm an diesem Abend einen entscheidenden Part der Abendgestaltung.

Nach einer kurzen Einführung und Vorstellung des Autoren Martin Krist ging es dann auch schon los. Vorab wurden wir noch aufgeklärt, wie so der Alltag eines schreibenden Künstlers aussehen kann bzw. bei Martin Krist aussieht. So erfuhren wir, dass Martin es morgens eher ruhig angehen lässt und lieber länger im Bett liegen bleibt, dafür aber ab dem frühen Nachmittag bis in den späten Abend schriftstellerisch tätig ist.

Kerstin Hohlfeld

Dann begann Martin Krist zusammen mit Nina mit der Vorstellung des Buches. Wir erfuhren vom Verschwinden eines 15-jährigen Teenagers und ebenso vom Auffinden gleich mehrerer Leichen an einem Tatort. Besonders gut kam hier die Harmonie zwischen Martin und Nina zu Geltung, die Beiden haben sich ganz wunderbar ergänzt und wir dürfen behaupten, dass das gesamte Publikum gebannt lauschte. Zwischendurch berichtete der Autor, wie er auf die Idee zum Roman kam und was es mit seinen Pseudonymen in verschiedenen Literaturbereichen auf sich hat.

 Martin Krist und Nina Hohlfeld



Martin Krist

Im Anschluss hatte man noch die Möglichkeit, ein Exemplar des Buches zu erwerben


Büchertisch

und sich dieses gleich veredeln / signieren zu lassen, so wie Kerry, die natürlich die Gunst der Stunde nutzte und sich ihr Exemplar signieren ließ.

Martin Krist signierend

Anschließend wartete wieder ein wundervolles und leckeres Buffet auf uns, das von den Gastgebern mit viel Liebe und Können zubereitet wurde. Auch wenn es so erscheinen mag, so wie wir immer schwärmen, nein, wir gehen nicht nur wegen dem lecker Essen zu den Lesungen, diese sind aber ein Bonus, der seinesgleichen sucht.



Buffet

Buffet

Buffet

Auch dieses Mal war das Buffet nicht nur eine Augenweide, es war auch wahnsinnig lecker und wie immer, ja, wir geben es zu, haben wir wieder viel zu viel gegessen, aber was soll man machen, wenn es wirklich so lecker schmeckt? Und wir waren nicht die einzigen, die so dachten, denn es wurde allgemein sehr gut gegessen und nebenbei viel geplauscht.



Futterneid? Nicht nötig, es war wirklich reichlich vorhanden - und sehr lecker noch dazu.

Martin Krist und Begleitung beim Genuss des berühmt-berüchtigten "Hemingway"

Doch damit war der Abend noch nicht vorbei. Bereits im Vorfeld wurde angekündigt, dass Martin Krist bei Interesse eine Kurzgeschichte um Paul Kalkbrenner, dem Protagonisten aus "Engelsgleich", vorlesen würde, denn am Ende des Jahres wird ein weiteres Buch des Autoren erscheinen, in dem Kurzgeschichten rund um Kommissar Paul Kalkbrenner veröffentlicht werden. Nach der bereits erfolgreichen Lesung war natürlich klar - wir wollten auch noch die Kurzgeschichte hören!!!

unser Wunsch war ihm Befehl - Martin Krist liest eine noch unveröffentlichte Kurzgeschichte um Paul Kalkbrenner

Da wir noch immer nicht genug hatten von diesem tollen Abend, blieben wir (und andere) noch und plauschten und plauschten und *huch* es war nach Mitternacht. Zu diesem Zeitpunkt traten wir dann doch noch den Heimweg an und ließen Kerstin und Familie mit dem Küchenchaos allein ^^

Abschließend können wir nur sagen, dass wir wieder einen ausgesprochen gelungenen Abend bei sehr guter Unterhaltung und mega-leckerem Essen verbracht haben, ja, es gefiel uns sogar so gut, dass wir es noch nicht einmal zu einer "gesitteten" Zeit schaffen, uns zu verabschieden.

Kerstin und Thomas, wir haben uns bei euch wieder sehr wohl gefühlt und freuen uns schon auf das nächste Mal.