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Freitag, 7. November 2014

[Rezension] Beatrix Gurian - Stigmata



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Arena (Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401069993
ISBN-13: 978-3401069999
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,4 x 4,4 cm

Inhalt gem. Arena:
Kurz nach dem Tod ihrer Mutter erhält Emma von einem unbekannten Absender eine alte Schwarz-Weiß-Fotografie, die ein Kleinkind zeigt. Dem Foto beigefügt ist die rätselhafte Aufforderung, die Mörder ihrer Mutter zu suchen. Angeblich soll Emma die Täter in einem Jugendcamp finden, das in einem abgelegenen Schloss in den Bergen stattfindet. Dort stößt sie immer wieder auf unheimliche Fotografien aus der Vergangenheit des Schlosses. Und auch in der Gegenwart häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle …

Zum Buch:
Emma, deren Mutter gerade nach einem Unfall verstorben ist, ist verstört, als sie kurz darauf einen Brief bekommt, in dem ein Foto steckt und die Aufforderung, in einem Camp nach dem Mörder ihrer Mutter zu suchen.
Obwohl sie geschockt ist von der Aussage, dass es kein Unfall gewesen sein soll, muss sie nicht lange überlegen, sondern meldet sich in dem benannten Camp an. Schon allein die Anreise gilt als Bewährungsprobe und als sie endlich ankam, findet sie dort ein heruntergekommendes Gebäude vor. 
Eigenartige Dinge passieren, viele von ihnen sind nicht erklärbar.

Die Lehrer wie auch Emmas 3 Mitstreiter Phillipp, Tom und Sophia sind von ihr schwer einzuschätzen. Es stellt sich die Frage, kann man ihnen trauen oder ist man besser dran, wenn man für sich bleibt.

Es dauert nicht lange und Emma ist sich sicher, dass ihre Mutter in ihrem Alter in genau demselben Camp gewesen ist, obwohl sie diese nie davon hat sprechen hören. Was geschah damals und wieso ist ihre Mutter umgebracht worden und vor allem, von wem?

Der Autorin Beatrix Gurian ist es gelungen, den Leser mit in dieses Camp zu nehmen. Es ist ein Trip, der einen schauern lässt und die Gänsehaut aktiviert. Ich fühlte mich regelrecht in dieses Camp hineinversetzt. Das schaurige und beklemmende, das die alten Gemäuer ausstrahlen, wirkte auch auf mich. Die Ängste, die Emma im Keller fühlte, als sie dort eingeschlossen war, waren auch meine.
Ich habe lange nicht mehr erlebt, wie jemand diese Atmosphäre mit Worten so gut beschreiben kann, dass man als Leser das Gefühl hat, man würde es tatsächlich erleben.
Großen Anteil daran hat mit Sicherheit auch die Gestaltung des Buches. Ausgestattet mit vielen auf alt getrimmte, in grün / schwarz hinterlegte Fotos, die genau das widerspiegeln, was Inhalt des Buches ist. Die Fotos haben etwas unheimliches an sich, sind schaurig und geheimnisvoll.

Diese Fotos werden Emma zugespielt. Sie stehen alle im Zusammenhang mit ihrer Mutter, mal ist sie selbst abgebildet, mal sind es Notizen von ihr. Emma lernt bei ihrer Suche eine Mutter kennen, die sie so nicht kannte. Eine junge Frau, die ihr ihr Leben lang fremd war. Im Nachhinein musste Emma feststellen, dass sie aus der Jugend ihrer Mutter nichts wusste.

Zwischen den Ereignissen, die sich heute abspielen, sind kleinere Episoden enthalten, die von Agnes erzählen, Emmas Mutter.

Lange fragt sich der Leser, wohin das alles führen soll. Es werden Vermutungen angestellt, wem sie diese Camperfahrungen zu verdanken hat und wer der Täter sein könnte. Die Autorin hält sich diesbezüglich bis zum Ende bedeckt. Die Auflösung ist überraschend, im Nachhinein aber logisch und glaubhaft.

Die Gestaltung des Covers ist mehr als gelungen. Es ruft einen regelrecht, wenn man es im Buchladen liegen sieht. Man muss es sich ansehen. Auch dieses ist in grün / schwarz gehalten mit silberner Schrift und Ranken. Ein absoluter Hingucker. 
Die Kapitelanfänge sind in grüner Farbe gedruckt und wurden jeweils mit einem Schnörkel versehen.
Die Abschnitte, in denen es um Agnes' Erlebnisse geht, sind auf der jeweils ersten Seite mit einem grünfarbigem Band gekennzeichnet. Es ist absolut stimmig und steigert die Lust am Lesen.

Es ist ein wunderbares Buch voller Spannung, Geheimnisse und der Suche nach der Wahrheit.
Mir hat es sehr gut gefallen und so empfehle ich es auch sehr gern weiter.   


Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Diana-Verlag)
Beatrix Mannel studierte Theater- und Literaturwissenschaften und arbeitete dann als Redakteurin beim Fernsehen. Heute ist Beatrix Mannel freie Autorin und schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene. Nach Die Hexengabe und Der Duft der Wüstenrose ist Die Insel des Mondes ihr dritter Roman im Diana Verlag. Beatrix Mannel lebt mit ihrer Familie in München.

Von Beatrix Mannel / Beatrix Gurian wurden gelesen und rezensiert:





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin 
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 13. April 2012

[Rezension] Beatrix Gurian - Höllenflirt


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 245
ISBN: 978-3-401-06386-7
Erscheinungstermin: 9. Juni 2009 (2. Auflage)
Format: Taschenbuch

Verlag: Arena

Klappentext:
Toni ist unsterblich verliebt. Noch nie hat sie einen Menschen getroffen, der sie so fasziniert. Für Valle würde sie einfach alles tun – und das will sie ihm auch beweisen. Die kleine Mutprobe gerät jedoch außer Kontrolle und Toni gelangt an ihre Grenzen. Noch weiß sie nicht, dass dies erst der Anfang ist. Denn Valles Vergangenheit birgt ein düsteres Geheimnis, das nicht nur Tonis Leben in Gefahr bringt.


Rezension:
Toni (Antoinette) Freitag ist 17, Leadsängerin in der Band ihres Freundes Robert und anders als andere Mädchen in ihrem Alter, was nicht nur an ihren bunt gefärbten Haaren liegt. Ihre Mutter ist Ärztin, deren Lebengefährte Anwalt und ihre Schwester macht ein Praktikum beim Fernsehen, nur Toni ist mehr oder weniger die Rebellin der Familie. Bei einem Auftritt ihrer Band lernt sie Valle (Valentin) Behrmann kennen und ist total perplex, weil dieser sie, an statt ihren Auftritt zu loben, eher rund macht. Doch dieser Valle ist anders als andere Jungen - er geht Toni nicht mehr aus dem Kopf, sie trennt sich sogar von Robert, obwohl es nicht danach aussieht, dass Valle etwas von ihr wollte. Doch wider erwartend findet doch noch ein Treffen zwischen den Beiden statt, doch auch hier kommt es zum Streit.

Erst ein paar Tage später meldet sich Valle wieder bei Toni und erklärt ihr klipp und klar, dass er Satanist ist. Toni nimmt diese Tatsache ziemlich gelassen auf und noch mehr. Um ihm zu beweisen, was sie für ihn empfindet, ist sie bereit ihre Grenzen auszutesten - und zu stehlen. Doch der Diebstahl misslingt, sie wird vom Kaufhausdetektiv erwischt, der bei einem Unfall getötet wird. Toni ist vollkommen fertig mit den Nerven und bittet Valle um Hilfe. Dieser lässt mit Hilfe seiner Satanistenschwester Giltine die Leiche verschwinden. Doch damit fangen die Probleme für Toni erst an, immer tiefer gerät sie in dem Strudel um Geheimnisse und Abhängigkeit. Als sie beschließt, das Geheimnis Valles herauszufinden gerät sie in tödliche Gefahr ...


Jugendliche in der Satanisten-Szene. Der Plot des Buches ist an sich gut ausgearbeitet, allerdings an vielen Stellen auch vorhersehbar. Den Schreibstil hätte ich mir deutlich dramatischer bzw. mystischer gewünscht, in Anbetracht der Umstände, in welcher Szene dieses Buch unterwegs ist. Mit den Protagonisten konnte ich leider auch nicht allzu viel anfangen, hier hat mir die Tiefe der Figuren gefehlt und auch die Beweggründe waren mir nicht immer ersichtlich. Alles in allem ein Buch was man lesen kann, aber nicht unbedingt muss.


Bewertung

Die Autorin:
Beatrix Mannel studierte Theater- und Literaturwissenschaften, die sie 1988 mit dem Magister Artium abschloss. Danach arbeitete sie als Redakteurin knapp zehn Jahre bei verschiedenen Fernsehproduktionen, bis sie  begann Bücher zu schreiben.
Ihr Debütroman „Jule – Filmreif“ schaffte es 2001 auf Anhieb auf die Liste der 100 besten Bücher für Kinder und Jugendliche, 2003 erhielt sie das einjährige Stipendium der Akademie Goldener Spatz.
Seitdem hat sie mehr als 30 Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder veröffentlicht, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Neben ihren sehr erfolgreichen Jugendthrillern, die sie unter dem Namen Beatrix Gurian schreibt,  befasst sie sich gern mit historischen Themen, die vom Barock bis zum Ende des 19. Jahrhunderts reichen. Ihr neuester Roman für Erwachsene „Der Duft der Wüstenrose“ spielt 1893 in der ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch-Südwest, dem heutigen Namibia. Vor der majestätischen Landschaft Südwestafrikas entwickelt sich eine tragische Liebesgeschichte um Fanny und ihre magischen Glasperlen.


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Bei diesem Buch handelt es sich mal wieder um eine Spontan-Ausleihe aus meiner Bücherei.



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