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Dienstag, 11. April 2017

[Rezension] Lena Johannson - Strandzauber



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (9. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3352006784
ISBN-13: 978-3352006784
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 2,2 x 19,5 cm

Inhalt gem. Aufbau:
Carolina hat die Nase voll – von Mann, Kindern, Alltag. Also haut sie ab an einen Ort, an dem sie einmal glücklich war, nach Rügen. Kaum auf der Insel angekommen, fühlt sie sich frei und unbeschwert wie seit Jahren nicht. Endlich kann sie tun und lassen, was sie will. Sie radelt bis an die Spitze von Klein Zicker, wo nichts mehr kommt, außer ganz viel Ostsee. Am zweiten Abend verschlägt es sie in ein Fischrestaurant in Lobbe. Als Carolina den Mann hinter der Theke sieht, kriegt sie eine Gänsehaut. Es ist Jens, in den sie als junges Mädchen bis über beide Ohren verliebt war. Jens erkennt sie sofort, und plötzlich ist es, als wäre die Zeit nie vergangen …

Zum Buch:
Carolina hat der Familie wegen auf eine berufliche Laufbahn verzichtet. Da war sie sich mit ihrem Mann einig. 
Inzwischen hat sie 2 Kinder und der Alltag ruht mehr oder weniger auf ihren Schultern. Dass sie nunmehr aber von ihrem Mann so gut wie gar nichts mehr sieht, war so nicht abgemacht.
Dieser kann sich von der Arbeit nicht loseisen, irgendetwas ist immer, etwas muss immer fertig werden. Urlaub - was ist das? Gern würde sie einmal mit ihrem Mann wegfahren, im Notfall auch mal nur ein paar Tage, nur er und sie. 
Als daraus nichts wird, stellt sie ihn vor die Tatsache, dass sie allein für eine Woche verreisen wird. Sie will nach Rügen, eine Insel, die sie von Kindheit an liebt und auf der sie schon lange nicht mehr gewesen ist.
Auf der Insel kommen auch bald die Erinnerungen an früher, als sie mit ihrer Mutter dort Urlaub machte. Auch an ihre erste Liebe Jens erinnert sie sich. Diesem läuft sie doch auch tatsächlich über den Weg und plötzlich sind sie wieder da, die Schmetterlinge, die sie schon damals gespürt hatte.
Auch Jens erinnert sich an sie und die schöne Zeit, die sie seinerzeit dort verlebt haben. 
Ist Jens der Schlüssel zu all ihren Sorgen und Problemen?...

Es ist immer wieder erfrischend, wenn die Erinnerungen an längst vergangene Zeiten auch in der Gegenwart bestehen können. So erging es Carolina, als sie ihre Jugendliebe Jens wiedertrifft. Sie spürt noch immer dieses Kribbeln, wenn er ihr nahe kommt.

Durch ihn lernt sie auch ein altes Ehepaar kennen, das sich auf Rügen ein Haus gekauft hat und dieses umbauen will. 
Carolina, die sich Jens gegenüber als ledig und ungebunden gibt, erzählte ihm, dass sie Innenarchitektin geworden ist und als diese berät sie das Ehepaar bei ihren Umbauplänen.
Dabei spürt sie die Freude, die sie hat, wenn sie arbeitet und selbst etwas schaffen kann. Aber ist das in ihrem eigentlichen Leben umsetzbar?

Die Autorin Lena Johannson hat ihren Roman auf die Insel Rügen verlegt. Eine traumhaft schöne Insel, auf der man sich schon verlieren kann.
Sie macht es der Protagonistin Carolina jedoch nicht ganz so einfach, hat sie diese doch mit zwei inneren Stimmen ausgestattet, die mit ihr reden - die verträumte Jeannette und die vernünftige Hildegard. Beide sind ihr Gewissen, auf das sie hört oder auch nicht.

Die Geschichte lässt sich gut lesen. Die Story ist leider sehr voraussehbar, so dass mit Überraschungen nicht zu rechnen ist, was ich sehr schade finde. Mit ihren nicht einmal 200 Seiten ist diese auch recht schnell weggelesen, so dass es eine nette Abwechslung bietet, wenn man einfach schnell mal was zwischendurch lesen möchte, ohne nachdenken zu müssen.

Zur Entspannung oder zum Lesen am Strand ist es genau die richtige Lektüre.

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Lena Johannson, 1967 in Reinbeck bei Hamburg geboren, war Buchhändlerin, bevor sie freie Autorin wurde. Vor einiger Zeit erfüllte sie sich einen Traum und zog an die Ostsee. Bei Rütten & Loening und im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Dünenmond“, „Rügensommer“, „Himmel über der Hallig“, „Der Sommer auf Usedom“, „Die Inselbahn“, „Liebesquartett auf Usedom“, „Strandzauber“, „Sommernächte und Lavendelküsse“ sowie die Kriminalromane „Große Fische“ und „Mord auf dem Dornbusch“ lieferbar. Mehr Information zur Autorin unter www.lena-johannson.de.

Von Lena Johannson wurden gelesen und rezensiert:
 

Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Aufbau Verlag bedanken,


der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 20. Dezember 2016

[Rezension] Angela Ochel - Ein Weihnachtsmann fürs Leben



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (19. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 374663279X
ISBN-13: 978-3746632797
Größe und/oder Gewicht: 11,5 x 2,2 x 18,8 cm

Inhalt gem. Aufbau:
Ein Fest zum Verlieben.
Luisa will ihrer Mama dieses Jahr etwas ganz Besonderes zu Weihnachten schenken: einen Mann. Schließlich fehlt ihr der noch zum Glück. Das sagt sie zumindest immer. Und weil Luisa schon weiß, dass die Weihnachtsgeschenke aus dem Kaufhaus kommen, sucht sie hier nach einem Mann für Mama. Bloß, woher weiß man, wer der Weihnachtsmann fürs Leben ist?
Berührend und wunderschön erzählt: Ein modernes Weihnachtsmärchen.

Zum Buch:
Die 5-jährige Luisa hört ein Gespräch, dass ihre Mama und Oma führen. Da geht es um einen Prinzen, den sich ihre Mama wünscht, aber woher nehmen?
Luisa, die 7 € gespart hat, hat einen Plan. Mit Hilfe ihrer Freundin entwischt sie aus der Kita und geht ins Kaufhaus Wunder, in dem auch ihre Mutter als Fotografin arbeitet. Dort macht sie sich auf die Suche nach dem Prinzen und will den ihrer Mutter zu Weihnachten schenken. Die Suche jedoch gestaltet sich alles andere als leicht...

Luisa, die durch ihre vielen Besuche auf Mutters Arbeit die meisten der Verkäufer und Angestellten kennt, hofft auf deren Hilfe bei der Suche nach dem Traumprinzen für ihre Mutter. Sie stellt sich schon die Frage, warum ihre Mutter einen Prinzen haben möchte. Zum Reden hat sie ja schließlich Oma und zum liebhaben sie. Aber sie will ihrer Mutter gern diesen Wunsch erfüllen.
Auf ihrer Suche trifft sie auf Menschen, die ihr ihre eigene Geschichte erzählen, wie sie ihre Ehepartner kennengelernt haben. Luisa hört aufmerksam zu und fügt anschließend den Anforderungen, die der Prinz mitbringen muss, weitere wichtige hinzu.

Luisa ist die Protagonistin des Buches. Ein kleines 5-jähriges Kind, das seiner Mutter einen Wunsch erfüllen wird, auch wenn sie ihn nicht ganz nachvollziehen kann. Sie ist taff, clever, ein wenig vorlaut, aber absolut liebenswert.
Die Geschichte ist vom Schreibstil her so geschrieben, als hätte Luisa sie geschrieben. Kindlich, verständlich und sehr gut nachvollziehbar. Ich denke mir, dass man die Geschichte auch einem Kind vorlesen könnte, es hätte mit dem Verstehen sicher keine Probleme.
Worte, die Luisa vom Alter her nicht verstand, wurden ihr erklärt, so dass auch ein kleines Kind der Geschichte folgen könnte.

Ein kleines Mädchen, das viel bewirkt. 
Mit ihrem unglaublichen Optimismus, den Prinzen zu finden und dem Umdenken bei bestehenden Gegebenheiten wirkt sie echt. 
Sie stiftet einige Unruhe im Kaufhaus, ungewollt. Aber es bewirkt auch ein Umdenken bei dem ein oder anderen. Luisa macht sich Gedanken, nicht nur um sich, ihre Mutter oder ihre Belange, sondern auch um andere, von denen sie gehört hat.

Es ist ein wunderbarer Roman, der kurz vor Weihnachten spielt. Mit einer reizenden Protagonistin macht es einfach nur Spaß, sich auf das Buch einzulassen und Luisa bei ihrer Suche nach dem Glück für ihre Mutter zu suchen.

Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Angela Ochel, 1970 in Bielefeld geboren, arbeitete lange Zeit als Projektleiterin. Den Stoff für ihre Romane findet sie in ihrer eigenen Familie. Angela Ochel lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen bei Frankfurt am Main. Im Aufbau Taschenbuch liegen bisher ihre Romane „Ein Baby und zwei Opas“ und „Ein Weihnachtsmann fürs Leben“ vor. Mehr zur Autorin unter www.angelaochel.de.

Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Aufbau Verlag bedanken,


der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Samstag, 17. Dezember 2016

[Kinderbuch-Rezension] Thomas Brussig - Die Weihnachtsgans Hermine




Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (19. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3351036485
ISBN-13: 978-3351036485
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 6 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 18,7 x 1 x 24,1 cm

Inhalt gem. Aufbau:
Es geht um seinen Ruf als bester Fernsehkoch. Denis F. Degenkolb will das weihnachtliche Kochduell mit einem Gänsebraten gewinnen. Da kommt es ihm gerade recht, dass per Post ein großes Paket mit der Aufschrift »Lebende Tiere« eintrifft, aus dem eine Gans ihren Kopf reckt. Seine Kinder taufen sie Hermine. Besonders der sechsjährige Fabio hat seinen Spaß mit ihr, nachdem er entdeckt hat, dass sie sofort stillsteht, wenn man einen Staubsauger einschaltet. So ist das Glück allgemein, bis Vater Degenkolb sein Messer wetzt und »zur Sache kommen will«. Unter lautem Geschnatter reißt Hermine aus. Fabio ist untröstlich, Vater Degenkolb hat ein schlechtes Gewissen und die Mutter den rettenden Einfall.

Thomas Brussigs sprechende Gans Hermine könnte eine Urenkelin der bei Jung und Alt beliebten Weihnachtgans Auguste von Friedrich Wolf sein: keck, witzig und liebenswert. Ein Lesespaß für die ganze Familie.

Zum Buch:
Der Klappeninhalt des Verlages gibt den Inhalt zum Buch schon so genau wieder, dass ich an dieser Stelle nichts hinzufügen möchte, ohne mehr zu verraten.

Vielen ist die Geschichte der Weihnachtsgans Auguste von Friedrich Wolf ein Begriff. Ich persönlich kenne sie seit mehr als 50 Jahren und erfreue mich noch immer an ihr. Es ist eine, die, auch ohne dass man sie wiederholt nachlesen muss, im Kopf hängen geblieben ist.
Nun hat Thomas Brussig in Anlehnung an diese Originalgeschichte eine neue Weihnachtsgans geschaffen - Hermine.

Auch Hermine soll das ursprüngliche Schicksal von Auguste teilen, nämlich einen Ehrenplatz auf der weihnachtlichen Festtafel erhalten.
Aber auch hier kommt es anders als man denkt. Schnell hat das angedachte Essen einen Namen erhalten und gehört zur Familie. Die Kinder haben Hermine ins Herz geschlossen und Eigenheiten der Gans festgestellt.
Als es ihr dennoch an den Kragen bzw. Hals gehen soll, bekommt sie flinke Füße, mit denen sie sich auf und davon macht. Eine Suchaktion findet statt.

Es ist eine herrliche Weihnachtsgeschichte, die der Autor Thomas Brussig geschrieben hat. Mit wundervollen Zeichnungen wird das Buch komplettiert, die von der Illustratorin Katja Wehner in Szene gesetzt wurden.
Zu jeder gedruckten Seite gehört passend dazu eine Illustration.

Das Buch ist hervorragend geeignet zum Vorlesen, selbst lesen und zum anschauen.
Der Preis an sich ist recht hoch, aber die Wertigkeit des Buches rechtfertigt den Preis. Es ist ein Hardcover-Buch und teilweiser Leinenbespannung. Diese wurde zusätzlich mit Gold bedruckt, so dass man mit dem Buch eine wirklich schöne und wertige Ausgabe in Händen hält. Ob das was für Kinderhände ist, sei dahingestellt, die Erwachsenen erfreuen sich definitiv daran. 

Für mich ist diese Geschichte gleichzeitig eine mit Blick auf die Vergangenheit in Richtung Auguste. So wie mich Auguste erfreute, tat das auch Hermine. Beide ähneln sich, sind aber nicht gleich.
Wer Auguste mag, wird auch die sprechende Hermine ins Herz lassen.

Mir hat diese Geschichte gefallen und ich hoffe, dass sie viele Leser finden wird.

Bewertung:




Zum Autor:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Thomas Brussig, 1964 in Berlin geboren, wuchs im Ostteil der Stadt auf und arbeitete nach dem Abitur u. a. als Möbelträger, Museumspförtner und Hotelportier. Er studierte Soziologie und Dramaturgie und debütierte 1991 unter dem Pseudonym Cordt Berneburger mit dem Roman „Wasserfarben“. 1995 erschien sein in zahlreiche Sprachen übersetzter und ebenfalls verfilmter Roman „Helden wie wir“. Nach dem Film „Sonnenallee“ schrieb er die Romanversion „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“. 2004 erschien „Wie es leuchtet“ und zuletzt „Das gibts in keinem Russenfilm“ (2015), wo man erfährt, warum die DDR bis heute als höchst erfolgreicher Staat existiert und wie „Wasserfarben“ entstand.


Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Aufbau Verlag bedanken,


der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 7. November 2016

[Rezension] Martina André - Templer 03: Die Rückkehr der Templer



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 764 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 2 (19. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746629519
ISBN-13: 978-3746629513
Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 4,9 x 20,7 cm

Inhalt gem. Aufbau:
Der Templer Gero und seine gefährlichste Mission -
Hannah Schreyber hat den ehemaliger Tempelritter Gero von Breydenbach geheiratet, den es mittels eines Timeservers aus dem Jahr 1307 in die Gegenwart verschlagen hat. Doch den beiden ist keine Ruhe gegönnt. Wissenschaftler finden heraus, dass die beiden ehemaligen Besitzerinnen des Servers im 12. Jahrhundert in Jerusalem festsitzen. Und dass es Hinweise gibt, dass die Vereinigten Staaten und Europa vor dem Untergang stehen. Gero und seine Templer müssen durch die Zeit reisen, um die jungen Frauen zu retten – und herausfinden, wie man die Apokalypse verhindern kann. Ein Himmelfahrtskommando beginnt ...

Zum Buch:
Gero von Breydenbach und seine Kameraden leben nun schon seit 1 Jahr mit ihren Frauen gemeinsam im Jahr 2005. Sie sind jedoch nicht frei, sondern leben auf einer amerikanischen Militärbasis in der Eifel, wo sie mehr oder weniger unter Verschluss gehalten werden. Die NSA führt noch immer Versuche mit den Templern durch.
Als Wissenschaftlern bekannt wird, dass sich 2 Frauen aus der Zukunft im Jahr 1153 in Jerusalem befinden, wollen sie die Templer hinterherschicken, um die beiden Frauen zurückzuholen. Die Frauen kommen aus einer Zukunft, die sich von der heutigen Welt drastisch unterscheidet. Es wird einen Krieg geben, der das Weltgefüge, wie man es kennt, verändern wird. Das muss unbedingt verhindert werden...

Die Templer versuchen vor ihren Frauen zu verheimlichen, was ihr Auftrag sein wird und wohin es sie verschlagen soll. Hannah, Geros Frau, kann das so nicht auf sich beruhen lassen und es gelingt ihr auch, in Erfahrung zu bringen, zu welch einem Himmelfahrtskommando ihre Männer ausersehen wurden. Kurzerhand versucht sie gemeinsam mit den anderen Frauen der Templer ihren Männern zu folgen. Auch sie landen, getrennt von ihren Männern, im Jahr 1153.

Die Reihe um die Templer Gero von Breydenbach und seinen Kameraden geht in die 3. Runde.
Dieser Band spielt auf 3 Zeitebenen, die Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft betreffen.

Die Welt im Jahre 2151 hat sich verändert, zum Negativen. Der eigene Wille der Menschen wird unterdrückt. Rebellengruppen haben sich gebildet. Eine davon ist die um den Rebellenführer Lion. Dieser schickt die beiden Schwestern Rona und Lyn sowie deren Bruder mit einem Timeserver zurück ins 12. Jh. Dort sollen sie den Grundstein für eine Änderung der Entwicklung legen. 

Die Autorin Martina André erzählt abwechselnd die Erlebnisse der Schwestern Rona und Lyn, von Gero und seinen Templerbrüdern sowie die der Frauen der Templer.
Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr von den Ereignissen erzählen, um den Lesern nicht die Spannung zu nehmen.

Spannung ist dem Leser jedoch garantiert. 
Wer die Vorgänger gelesen hat, kommt auch um diesen Band nicht herum.
Martina André nimmt den Leser an die Hand und geleitet ihn in das 12. Jh. nach Jerusalem. Die genaue Recherche der Autorin macht es dem Leser leicht, sich in der Zeit zurechtzufinden.
Viele der genannten Personen haben tatsächlich gelebt und finden auch in diesem Buch ihren Platz.

Man findet Spannung, Liebe, Krieg, Verrat, Hoffnung, Glauben, Zeitreisen, Fantasy und vieles mehr in diesem Mammutwerk vor. Zu keiner Zeit jedoch hat man das Gefühl, dass es langweilig wird, dafür ist einfach zu viel Bewegung in der Geschichte.
Die Protagonisten, die man bereits aus den Vorbänden kennt, finden auch hier wieder ihren Platz und werden mit weiteren Protagonisten ergänzt.

Lange Zeit laufen die einzelnen Stränge parallel, zum Ende jedoch sind bilden sie eine Einheit und runden die ganze Story ab.

Mir hat es wieder viel Spaß gemacht, Gero und Hannah sowie all die anderen Protagonisten zu begleiten.
Es ist nicht nur eine spannende und emotionale Reise in die Vergangenheit, sondern auch eine Geschichtslektion für den Leser. 
Martina André ist es wieder einmal gelungen, mich ans Buch zu fesseln und nicht mehr loszulassen. Wunderbar geschrieben und recherchiert, da kann man gar nicht anders, als sich im Buch fallenzulassen und gemeinsam mit den Protagonisten auf die Reise zu gehen.

Ich spreche dafür eine klare Leseempfehlung aus.

Reiheninfo:
Templer 01: Das Geheimnis des Templers
Templer 02: Das Rätsel der Templer
Templer 03: Die Rückkehr der Templer
Templer 04: Das Schicksal der Templer

Bewertung:




Zur Autorin:
(Text von Aufbau)
Martina André wurde 1961 in Bonn geboren. Der französisch klingende Nachname ist ein Pseudonym und stammt von ihrer Urgroßmutter, die hugenottische Wurzeln in die Familiengeschichte miteinbrachte. Sie hat mit „Die Gegenpäpstin“ sowie den Romanen „Das Rätsel der Templer“ und „Die Rückkehr der Templer“ drei Bestseller vorgelegt. Martina André lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Koblenz sowie in Edinburgh/Schottland, das ihr zur zweiten Heimat geworden ist.


Mehr über die Autorin erfahrt ihr HIER 

Die Bibliographie von Martina André und Rezensionen findet ihr auf unserer Autorenseite


Von Martina André wurden gelesen / gehört und rezensiert:
     


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 8. August 2016

[Rezension] Frida Mey - Elfie Ruhland 03: Mord ahoi!




Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (13. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746630541
ISBN-13: 978-3746630540
Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 2,7 x 19 cm

Inhalt gem. Amazon:
Mops an Bord Selten wurde so nett und freundlich gemordet wie von Elfie Ruhland, diesmal an Bord eines Kreuzfahrtschiffs und in Begleitung von Mops Amadeus: Während Kommissarin Alex das plötzliche Verschwinden des Chefcroupiers aufzuklären versucht, soll die patente Elfie eigentlich die Arbeitsabläufe an Bord in Ordnung bringen. Dabei trifft sie erneut auf einen Vorgesetzten, der seine Mitarbeiter schikaniert. Und das gefällt ihr gar nicht …

Zum Buch:
Elfie Ruhland, die Frau, die bei unangenehmen Mitmenschen gern mal Selbstjustiz ausübt, erhält den Auftrag, eine Kreuzfahrt zu machen und dort auf dem Schiff nach dem Rechten zu sehen. 
Dem Schiffseigner kommen dort auf dem Schiff einige Dinge nicht ganz koscher vor und so lässt er Elfie als unauffällige Person mitfahren, auf dass sie ihm regelmäßig Bericht erstatten soll.
Sie darf noch jemanden mit an Bord nehmen und entschied sich, nachdem ihr guter Freund sein Antiquariat nicht kurzfristig schließen konnte, für die Polizeikommissarin Alexandra von Liechtenstein. Diese hat gerade Urlaub und muss ihn allein verbringen, da ihr Verlobter eine ihm genehmere Beschäftigung vorgezogen hatte. Selbstverständlich darf auch Amadeus, der Mops, nicht fehlen.
Das an Bord nicht alles rechter Dinge ist, bemerkt Elfie recht schnell. 
Viel Geld versandet im Spielcasino unter den Händen des Croupiers Leo Spielberg. Als er Elfie dann auch noch droht, ist es mit ihrer guten Meinung vorbei. Sie überlegt, ob sie sich nicht wieder ihren "Projekten" zuwenden soll und stellt den Croupier auf ihre noch nicht vorhandene Liste.
Am nächsten Tag ist er verschwunden.
Dieses Projekt hat sich also erledigt, aber was macht sie mit dem Kreuzfahrtdirektor Max Kaiser? Zu den Gästen an Bord ist er die Hilfsbereitschaft und Liebenswürdigkeit in Person, aber seinen Kollegen gegenüber, das geht ja gar nicht.
Elfie ist sich unsicher, wie sie vorgehen soll...

Was Elfie erst als gute Idee ansieht, nämlich die Polizeikommissarin Alex von Liechtensein mit an Bord zu nehmen, gefällt ihr spätestens auf dem Schiff so gar nicht mehr. Alex ahnt schon länger etwas, was Elfies "Projekte" angeht. Es ist schon auffällig, wenn in Elfies Umgebung ständig Menschen sterben, wohlgemerkt, keine Kranken oder Alten. Bis jetzt konnte Alex aber Elfie noch nichts nachweisen.
Elfie, die mit sich ringt, ob sie sich Notizen für einen neuen Fall zulegen soll oder nicht, ist sich nicht schlüssig. Natürlich kann sie nicht so agieren, wie sie es ohne Alex machen würde. Glücklicherweise hat sie ja noch immer die Ausrede, dass sie dienstlich auf dem Schiff ist, um Alex weitestgehend aus dem Weg gehen zu können.  

Dieser Krimi ist nun schon der 3. seiner Art mit der Protagonistin Elfie Ruhland. 
Sicher kann man dieses Buch als Einzelbuch lesen, mehr Spaß an der Protagonistin hat man jedoch, wenn man die beiden Vorbände auch gelesen hat. Man weiß, wen man mit Elfie vor sich hat und wie sie tickt.

Ich würde das Buch gar nicht als Krimi bezeichnen, irgendwie hat der schwarze Humor, der im Buch überwiegt, nichts mit einem Krimi gemein. Das was dort ermittelt wurde, empfand ich auch als Unterhaltung, habe das nicht wirklich ernst genommen wie bei einem anderen Krimi.
Das ist jetzt abwertend gemeint, denn ich mag diese Art schwarzen Humor, den die beiden Autorinnen hier gemeinsam zustande bringen.

Auf jeden Fall macht es wieder Spaß, Elfie bei ihren Projekten zu begleiten. Die Verlockung ist groß, die Polizei mit an Bord.
Ich mag die Listen von Elfie, die von Gut und Böse zeugen und Elfie mehr als einmal ins Schwanken bringen.

Lange rätselt man in diesem Fall auch mit, was denn mit dem Croupier passiert sein könnte. Die Sorglosigkeit der Beteiligten ist hervorragend zu Papier gebracht worden.

Ich liebe Elfie und ich mag ihre Art zu denken und ihre Entscheidungen zu überdenken. Die Fragen bezüglich ihrer Projekte an ihren Verlobten, der seit 30 Jahren tot ist, ist bemerkenswert. Elfie kann mit den Antworten gut leben und macht ihr eigenes Ding. 
Einfach nur lesenwert.

Ich habe, wie schon bei den ersten beiden Bänden, dümmlich grinsend in der S-Bahn gesessen und mich hervorragend amüsiert und unterhalten gefühlt.
Ich hoffe doch stark, dass es nicht das letzte Buch mit Elfie Ruhland gewesen ist.

Reiheninfo:
Elfie Ruhland 01: Manchmal muss es eben Mord sein
Elfie Ruhland 02: Radieschen von unten
Elfie Ruhland 03: Mord ahoi 


Bewertung:




Zu den Autorinnen:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Hinter Frida Mey verbergen sich Friedlind Lipsky und Ingeborg Struckmeyer, die ihre Figuren am liebsten gemeinsam um die Ecke bringen. Für sie ist eben Mord manchmal die beste Lösung. Friedlind Lipsky, geboren 1957, stammt aus dem Weserbergland, arbeitet als Journalistin und lässt sich von den Abgründen ihres Umfelds zu ihren mörderischen Geschichten inspirieren. Ingeborg Struckmeyer, geboren 1942, ist Diplom-Bibliothekarin und lebt in München. Ihre Mordserfahrung sammelte sie in Kurzgeschichten, die mehrfach ausgezeichnet wurden.

Von Frida Mey wurden gelesen und rezensiert:
  

Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich bei den Autorinnen bedanken, bei denen ich das Buch auf Lovelybooks gewonnen hatte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Samstag, 7. Mai 2016

[Hörbuch-Rezension] Martina André - Templer 02: Das Rätsel der Templer



Leseprobe 




Eckdaten:
MP3 CD: 3 Seiten
Verlag: RADIOROPA Hörbuch; Auflage: 4. (13. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3836802899
ISBN-13: 978-3836802895
Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 2,7 x 12,4 cm

Inhalt gem. Aufbau:
Das größte Geheimnis des Mittelalters
Im Jahr 1156 bringt der Großmeister der Templer einen geheimnisvollen Gegenstand aus Jerusalem nach Frankreich. Dieses Artefakt sorgt dafür, dass der Orden zu unermesslichem Reichtum gelangt - und dass für die Templer die Grenzen von Raum und Zeit verschwinden. Als der Orden 150 Jahre später verboten wird, soll Gero von Breydenbach, ein Ritter aus Trier, dieses sogenannte Haupt der Weisen nach Deutschland überführen, um den Untergang des Ordens zu verhindern. Mit ein paar Getreuen macht er sich auf den Weg, doch plötzlich findet er sich in einer anderen Zeit wieder - in einem Dorf in der Eifel im Jahr 2004.

Zum Hörbuch:
1307: Die Templer stehen kurz davor, vom französischen König Philipp IV. aufgelöst zu werden. Ihnen wird u.a. zur Last gelegt, ein geheimes Haupt zu verehren. Dieses soll auch mit der Grund dafür sein, dass der Orden über unermesslichen Reichtum verfügt und scheinbar die Grenzen von Raum und Zeit überwinden kann.
Um der vollkommenen Vernichtung zu entgehen, wird der Ordensritter Gero von Breydenbach nach Deutschland geschickt, um dieses Artefakt in Sicherheit zu bringen.
Bei einem Angriff der Ordensbrüder findet er sich plötzlich im Jahr 2004 wieder...

Gemeinsam mit seinem 12-jährigen Knappen strandet Gero urplötzlich im Jahr 2004. Eine Welt, die so gar nicht seine ist und in der er sich sehr schwer tut. Sein Knappe passt sich erstaunlicherweise schneller an als er selbst.

Tom und Paul sind Mitarbeiter in einem Forschungszentrum, das sich mit Zeitreisen beschäftigt. Als es einen Unfall während eines Experiments gibt, geht das Labor in Flammen auf und zwei vorher nicht dagewesene Gestalten befinden sich urplötzlich in den Trümmern. Was auch immer geschehen mag, sie wissen, dass sie diese in Sicherheit bringen müssen, denn die Amerikaner, die maßgeblich an den Forschungen beteiligt sind, und ihr Professor haben mit Sicherheit nichts Gutes im Sinn. Um den beiden Gestalten ein Leben als Laborratten zu ersparen, fliehen sie mit ihnen und finden Unterschlupf bei Hannah, der Ex-Freundin von Tom. Diese sträubt sich zwar anfangs, hält sie doch alles nicht für rechtens, lässt sich aber dann doch darauf ein.

Gero begreift so langsam, was sich hinter dem Artefakt verbirgt. Die Möglichkeit, in eine andere Zeit zu reisen, hat sich ihm offenbart und das, wie ihm klar wird, schon 150 Jahre vor seiner Zeit.
Er erfährt in der Zukunft, dass die Orden der Tempelritter seinerzeit vernichtet wurden und setzt nun alles daran, dieses zu verhindern, was für ihn bedeutet, dass er wieder in seine Zeit zurückgehen muss, um genau das zu verhindern.
Es wird ihm auch gelingen, wieder in seine Zeit zurückzukehren, aber auch da geht nicht alles nach Plan.

Zeitreisen lese ich seit der Schottlandsaga von Diana Gabaldon bevorzugt. So war es eine Frage der Zeit, dass ich mich auch dem Thema Tempelritter von Martina André zuwende.
Nachdem ich das Hörbuch "Das Geheimnis des Templers" konsumiert hatte, in dem es um das Vorleben von Gero von Breydenbach ging, war es klar, dass ich mich auch der Folgebände annehmen werde, zumal es sich ja auch um Zeitreiseromane handelt.
Auch für diesen Roman hat die Autorin Martina André wieder hervorragend recherchiert. Die Tempelritter und ihr Artefakt sind geschichtlich verbürgt.

Im Internet findet man Hinweise, dass man im Haus des Tempels zu Paris einen Kopf aus Holz fand, eine Art Reliquienkästchen in dem sich zwei kleinere menschliche Schädelknochen befanden. Der Kopf trug die Beschriftung: Caput LVIII („Kopf 58“).
Dieses Detail, das Leben der Tempelritter sowie die Verknüpfung von Gegenwart und Zukunft mittels Zeitreisen machen dieses Buch spannend und mitreißend. Gepaart mit einer Liebesgeschichte, vielen geschichtlichen Erwähnungen und Örtlichkeiten, die man teils noch heute aufsuchen kann, lassen nicht einen Moment den Gedanken an Langatmigkeit oder Langeweile aufkommen.

Man ist sofort in der Geschichte drin und wird mit ihr mitgezogen. Ich mochte mein Hörbuch gar nicht ausschalten, so packte es mich.
Das liegt sicherlich auch mit am Sprecher Siegfried Knecht gelegen haben mochte. Es spricht für ihn, dass ich ihn auch noch nach mehr als 25 h hören mochte.

Ein wunderbares Buch für Leser / Hörer, die gern Historisches lesen / hören, sich von einer gut recherchierten Story mitreißen lassen und auch einer integrierten Liebesgeschichte nicht abgeneigt sind.
Ich habe dieses Buch genossen und freue mich auf den nächsten Teil.

Ein Buch / Hörbuch, das ich sehr gern weiterempfehle.


Reiheninfo:
Templer 01: Das Geheimnis des Templers
Templer 02: Das Rätsel der Templer
Templer 03: Die Rückkehr der Templer
Templer 04: Das Schicksal der Templer

Bewertung:




Zur Autorin:
(Text von Aufbau)
Martina André wurde 1961 in Bonn geboren. Der französisch klingende Nachname ist ein Pseudonym und stammt von ihrer Urgroßmutter, die hugenottische Wurzeln in die Familiengeschichte miteinbrachte. Sie hat mit „Die Gegenpäpstin“ sowie den Romanen „Das Rätsel der Templer“ und „Die Rückkehr der Templer“ drei Bestseller vorgelegt. Martina André lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Koblenz sowie in Edinburgh/Schottland, das ihr zur zweiten Heimat geworden ist

mehr über die Autorin erfahrt ihr HIER 

Die Bibliographie von Martina André und Rezensionen findet ihr auf unserer Autorenseite


Von Martina André wurden gelesen / gehört und rezensiert:
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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Samstag, 16. April 2016

[Rezension] Ellen Berg - Alles Tofu, oder was?



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 334 Seiten
Verlag: Aufbau TB; Auflage: 2 (18. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746631289
ISBN-13: 978-3746631288
Größe und/oder Gewicht: 13,3 x 3 x 20,3 cm

Inhalt gem. Aufbau:
Aber bitte mit Soja!
Für Dana kommt’s dicke: Erst lässt sie ihr Freund Paul nach einem völlig verunglückten romantischen Dinner sitzen. Dann zieht ihr nörgeliger Vater bei ihr ein und raubt ihr den letzten Nerv. Auch ihr Plan, die Gäste ihres kleinen Bistros mit veganer Kost zu beglücken, schlägt fehl, selbst ihr Koch Hung Tai hält Danas Essen für einen Anschlag auf den guten Geschmack. Allein ihr Stammgast Philipp lässt sich nicht abschrecken und stochert sich tapfer durch Tofu-Algen-Ragout und Seitan-Schnitzel. Zugleich nehmen die Schikanen der fiesen Maklerin Müller-Mertens überhand, die es auf das Haus mit Danas Restaurant abgesehen hat. Doch dann entdeckt Dana die besänftigende Wirkung eines veganen Liebesmenüs und beschließt, um ihre Existenz zu kämpfen. Dabei erweist sich ausgerechnet ihr fleischliebender Vater als große Unterstützung. Womit Dana jedoch am allerwenigsten gerechnet hat: Ganz unverhofft steht ihr Herz in Flammen.

Zum Buch:
Alles scheint den Bach runterzugehen. Danas Freund Paul macht sich aus dem Staub, als er einmal zuviel ihr veganes Essen vorgesetzt bekam. Fleisch und tierische Produkte gibt es bei Dana schon lange nicht mehr.
Auch ihr Lokal betreibt sie gemeinsam mit ihren Koch Hung Tai vegan, leider mit mäßigem Erfolg. Die Gäste bleiben aus, bis auf ihren Stammgast Philipp kann sie nicht groß mit Kunden aufwarten.
Zu allem Unglück gerät sie auch noch an die Immobilienmaklerin Frau Müller-Mertens, die sie in 3 Wochen an die Luft setzen will. Den Erhalt der Kündigung hatte Paul unterschrieben, ohne ihr Bescheid zu geben.
Diese umfasst nicht nur die Schließung des Lokals, sondern auch die der Wohnung, denn sie wohnt über dem Lokal.
Paul war gerade aus dem Haus, da stand ihr Vater mit Sack und Pack vor ihrer Tür und suchte eine Bleibe. Er könnte doch jetzt einziehen, da Paul nicht mehr da wäre, denn mit Danas herrischer Mutter könnte er nicht mehr zusammenleben.

Eines Tages verirrt sich ein sich streitendes Pärchen in das Lokal und Dana wächst über sich selbst hinaus und kreiert den beiden ein Menü, das sich sehen lassen konnte. 
Schon allein die fantasievollen Namen, die die Gerichte bekamen, machten Appetit auf mehr, denn es wurde zu einem wahren Liebesmenü. Die beiden waren begeistert und empfehlen das Lokal weiter.
Die Besucher kommen und Dana weiß, dass sie jetzt kämpfen muss, kämpfen gegen die Schließung und gegen Frau Müller-Mertens von der Pro Domo GmbH...

Manchmal ist es wirklich gut, wenn man einfach mal die Klappe hält. 
Dana, die ihr Lokal mit Herzblut führt und den Gästen anhand von Vorträgen über gesundes Essen und dem Verzicht von Fleisch die Ohren zusabbelt, merkt nicht, dass sie damit über das Ziel hinausschießt.
Es dauert ein wenig, bis sie bemerkt, dass sich "Ginger Love Story" viel besser verkauft als der schnöde Name "Polenta-Taler". Ihr Liebesmenü schlägt ein wie eine Bombe und schon bald kann sie sich nicht mehr retten vor Reservierungen.

Frau Müller-Mertens kämpft mit allem, was ihr zur Verfügung steht, um Dana hinauszudrängen. Aber Dana steht nicht allein da, sie bekommt Hilfe und lässt nicht locker. Sie will ihr Lokal und ihr Heim nicht verlieren.

Während sie um den Erhalt von beidem kämpft, hat sie nebenbei auch noch ihre Tochter Leonie und ihren Vater zu versorgen. Er hilft ihr, wenn er sie auch das ein oder andere Mal erpressen muss, denn er ist nicht bereit, auf alle fleischlichen Genüsse zu verzichten. Auch ihre Tochter würde lieber ein Würstchen essen als immer nur das gesunde Zeug. Dana lernt, mit Kompromissen zu leben, wenn es ihr auch das ein oder andere Mal den Magen umdreht.

Ein herrlich humorvoller Roman, den die Autorin Ellen Berg hiermit wieder vorgelegt hat. Für mich ist der Name eng verbunden mit guter Unterhaltung, Humor, Witz und Problemen, die den Leser einfach nur zum schmunzeln bringen.
In diesem Buch erlebt man den unfairen Kampf einer Immobilienmaklerin mit einer Frau, die verteidigt, was sie liebt.
Liebevoll gezeichnete Protagonisten runden das Buch ab. Der chinesische Koch mit seinen Weisheiten sind der absolute Knaller. 
Dana ist eine rundum sympathische Frau, die man einfach nur mögen muss.

In dem Roman geht es nicht nur um den Kampf ums nackte Überleben, sondern auch um Liebe, Freundschaft und Loyalität.
Mit ihrem gewohnt lockeren Schreibstil macht die Autorin das Buch zu einer Lektüre, die man nicht aus der Hand legen möchte. Ich konnte es nicht und habe das Buch mit einer Sitzung durchgelesen. Es hat mich gefesselt und erst wieder entlassen, als es gelesen war.
Bewundernswert fand ich wieder die Einfälle, die der Autorin nur so zuzufliegen scheinen, um bestimmte Situationen zuzuspitzen und den Leser damit zu erfreuen.
Nunmehr kann ich sagen, dass ich alle 9 Bücher der Autorin gelesen habe und verspüre noch immer Lust auf mehr. 
Einmal Ellen Berg, immer Ellen Berg. In mir hat sie einen treuen Fan, denn ich mag diese Art Bücher, die mich unterhalten und den Alltag vergessen lassen.
Wer unterhaltsame und humorvolle Bücher mag, dem sei dieses wärmstens empfohlen.

Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt sie und lebt mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu. Ihr erster Roman "Du mich auch. Ein Rache-Roman" wird verfilmt.


Von Ellen Berg wurden gelesen und rezensiert:
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Die Bibliographie von Ellen Berg und Rezensionen findet ihr auf unserer Autorenseite


Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 


bedanken, der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 7. April 2016

[Rezension] Ellen Berg - Mach mir den Garten, Liebling!



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 2 (16. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746631467
ISBN-13: 978-3746631462
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 2,4 x 20,4 cm

Inhalt gem. Aufbau:
Die Lust am Gärtnern – und am Gärtner …
Zur Hölle mit dem Job! Statt der überfälligen Beförderung bekommt Luisa einen arroganten Fiesling vor die Nase gesetzt. Sie ist frustriert. 14-Stunden-Arbeitstage und Bürointrigen – wofür das alles?
Ausgerechnet jetzt muss sie sich um den Schrebergarten ihrer Tante Ruth kümmern. Komposthaufen statt Karriere, geht gar nicht. Doch dann stellt Luisa fest, dass Gärtnern sogar glücklich machen kann. Wenn nur nicht dieser rasend charmante Mann im Nachbargarten wäre, der so gar nicht in ihr Leben passt …

Zum Buch:
Luisa Fröhlich ist Single, Ende dreißig und ein Workaholic, wie er im Buche steht. 14 Stunden auf Arbeit oder am Wochenende für den Chef Gewehr bei Fuß stehen sind keine Seltenheit. "Great Fun Connction" heißt die Firma und ihr Chef, Hans-Martin Haase, genannt Karnickel, hat ihr den Posten als Geschäftsführerin in Aussicht gestellt.
Beim Firmenjubiläum wollte er es bekannt geben, aber es kommt ganz anders als geplant.
Statt ihr den begehrten Posten zu geben, bekommt ihn Robin Konrad. Robin Konrad ist ein Neuer und er bringt Geldgeber mit, denn die Firma ist leider nicht mehr das, was sie einmal war. Das hat einige personelle Konsequenzen, denn Robin Konrad hat Großes mit der Firma vor.
Gleichzeitig kündigt Luisas Tante Ruth ihren Besuch an und freut sich darauf, Luisa und ihren Garten wieder zu sehen. Den hatte sie, bevor sie nach Italien ausgewandert ist, in Luisas Hände gelegt. Diese hatte aber weder Interesse noch Zeit, sich um diesen zu kümmern und macht sich auf den Weg, um selbst zu sehen, wie er überhaupt aussieht.
Was sie dort vorfindet, verdient den Begriff Garten nicht, denn er befindet sich in deinem gruseligen Zustand.
Nun ist guter Rat teuer. Der Nachbar Rudi Kasunke droht ihr auch noch, den Zustand des Gartens zu melden und für diesen eine Neubesetzung zu veranlassen.
Luisa ist mit den Nerven zu Ende. Auf Arbeit geht alles den Bach runter und hier im Garten schwimmen ihr auch alle Felle weg. Was soll sie nur machen?...

Die Autorin Ellen Berg schafft es immer wieder, mich mit ihren humorvollen Romanen sehr gut zu unterhalten.
In diesem Roman gibt es zwei gravierende Schwerpunkte zu bewältigen. Zum einen geht die Firma, für die Luisa arbeitet, den Bach runter. Der neue Geschäftsführer Robin Konrad blockiert alle Ideen und Vorschläge, die von ihr kommen. Luisa ist ratlos. 
Zum anderen steht der Besuch ihrer Tante an, die den Garten sehen will. Wie soll sie in zwei Wochen das verwahrloste Grundstück in einen Garten verwandeln?
Tja, und dann ist da noch Eddy, ein Traum von einem Mann, Italiener und Inhaber eines Ökoladens.

Es passiert so einiges in Ellen Bergs "Gartenroman".
Luisa ist die Hauptprotagonistin, die versucht, alle "Brände" gleichzeitig zu löschen. Aus einer Frau, die eigentlich keiner mag, da sie sich aus allem raushält und zurückzieht, wird eine Frau, die im Mittelpunkt steht und deren Wort Gewicht hat.
Viele Protagonisten machen eine Wandlung durch, die ich als Leser gern mitverfolgt habe. Nicht jeder jedoch entwickelt sich positiv und so steht die ein oder andere Überraschung an.
Obwohl einige Ereignisse vorausschauend waren, hat es mir Spaß gemacht, diese zu verfolgen.

Ich habe alle Bücher von Ellen Berg und bin immer wieder überrascht, welchen Themen sie sich annimmt. Dieses Mal hat es sie in eine Kleingartenkolonie verschlagen und als Leser ist man fast körperlich anwesend, wenn dort gewerkelt wird. Mit ihrem feinen Humor macht sie ihre Bücher zu einem Leseerlebnis.

Wie schon ihre anderen Bücher empfehle ich auch dieses gern weiter.

Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt sie und lebt mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu. Ihr erster Roman "Du mich auch. Ein Rache-Roman" wird verfilmt.


Von Ellen Berg wurden gelesen und rezensiert:
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Die Bibliographie von Ellen Berg und Rezensionen findet ihr auf unserer Autorenseite


Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 


bedanken, der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt