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Dienstag, 8. Dezember 2015

[Rezension] Isabel Abedi - Lucian



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 560
ISBN: 978-3-401-50655-5
Erscheinungstermin: 1. Mai 2012 
Format: Taschenbuch
Verlag: Arena


Klappentext gem. Arena:
Immer wieder taucht er in Rebeccas Umgebung auf, der geheimnisvolle Lucian, der keine Vergangenheit hat und keine Erinnerungen. Sein einziger Halt ist Rebecca, von der er jede Nacht träumt. Und auch Rebecca spürt vom ersten Moment an eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. Aber noch bevor sie erfahren können, welches Geheimnis sie teilen, werden sie getrennt. Mit Folgen, die für beide grausam sind. Denn das, was sie verbindet, ist weit mehr als Liebe.

Rezension:
Die 16-jährige Rebecca lebt in einer eher ungewöhnlichen Familienkonstellation in Hamburg. Ihre Familie besteht, neben ihr selbst, aus ihrer Mutter Janne und deren Lebensgefährtin Spatz. Bei einer gemeinsamen "Ladies Night" auf dem heimischen Dachboden, bei der sie eigentlich Überflüssiges für einen bevorstehenden Flohmarkt heraussuchen wollen, schwelgen sie in Erinnerungen. Doch irgendwas ist seltsam, denn Rebecca spürt plötzlich einen kleinen feinen Riss in sich. Erklären kann sie es nicht wirklich. 

Etwas ist jedoch anders. Kurz darauf sieht sie ihn erstmalig, den Jungen, dem sie immer wieder begegnen soll, der sie anzieht und dennoch unnahbar zu sein scheint. Auch als sie ins Gespräch kommen, bleibt der Junge für sie rätselhaft, denn er kann sich nicht an seine Vergangenheit erinnern, ja nicht einmal an seinen Namen. Er selbst gibt sich den Namen Lucian, doch wer er wirklich ist, das bleibt im Dunkeln. Fast ist zu befürchten, dass es sich bei diesem Lucian um einen Stalker handelt, denn immer wieder taucht er an den unterschiedlichsten Orten in Rebeccas Nähe auf. 

Als Rebecca jedoch ihrer Mutter von Lucian erzählt, ist diese absolut gegen diesen Jungen, obwohl sie ihn nicht kennt. Da Rebecca ihre Mutter so nicht kennt, beschließt sie, nachzuforschen, denn irgendwas stimmt da ganz und gar nicht und tatsächlich, in der therapeutischen Praxis ihrer Mutter findet sie Unterlagen über Lucian, der Jannes Patient ist. Doch noch bevor sich ihr ein klares Bild ergibt, eskaliert die Situation ...


Mehr als Liebe! Der Plot wurde abwechslungsreich und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie die Figuren der Rebecca und des Lucian miteinander agierten und wie sie sich von ihrer Interaktion mit anderen unterschied, wenn sie nicht zusammen waren - es war für mich fast so, als wären es zu diesem Zeitpunkt fast verschiedene Menschen. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Besonders angetan hat es mir die Figur der Rebecca, die bis zu dem Zeitpunkt, als Lucian in ihr Leben tritt, durchaus immer das wohlerzogene Mädchen war, das andere in ihr sahen, doch als es hart auf hart kommt, zeigt sie allen, was in ihr steckt. Den Schreibstil empfand ich als sehr einfühlsam und einnehmend erarbeitet, sodass ich das Buch förmlich wie im Rausch gelesen habe.


Bewertung: 

Von Isabel Abedi bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)




Die Autorin:
Isabel Abedi hat 13 Jahre lang als Werbetexterin gearbeitet. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautorinnen Deutschlands. Ihr Roman "Whisper" wurde für den deutschen Jugendliteraturpreis 2006 nominiert, der Roman "Isola" war Spiegel-Bestseller. Isabel Abedi lebt mit ihrer Familie in Hamburg. (übernommen von Arena)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.




 
Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich geschenkt bekommen.

Dienstag, 3. Januar 2012

[Rezension] Isabel Abedi - Whisper


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 275
ISBN: 978-3-401-06116-0
Erscheinungstermin: 1. Juni 2005 (Sonderausgabe 2007)
Format: Taschenbuch

Verlag: Arena

Klappentext:
Whisper - so nennt Noa das alte Haus auf dem Land, in dem sie zusammen mit ihrer Mutter die Ferien verbringen soll. Eine unheimliche Stille, drückend und erwartungsvoll, liegt über dem Gebäude, aber außer Noa scheint das niemand zu spüren. Zusammen mit David, einem Jungen aus dem Dorf, und angestiftet von der merkwürdigen Atmosphäre im Haus, versucht sich das Mädchen an einer Geister-Seance - nur so ein bisschen Gläserrücken. Doch zum Entsetzen der beiden jungen Leute erscheint ihnen tatsächlich ein Geist. Es ist der Geist eines verstorbenen Mädchens, das behauptet, vor genau 30 Jahren in diesem Haus ermordet worden zu sein.


Rezension:
Die 16-jährige Noa hat eigentlich so gar keine Lust auf Urlaub in einem kleinen Dorf im Westerwald. Lediglich das Versprechen einer eigenen Dunkelkammer konnte sie davon überzeugen, zusammen mit ihrer Mutter Kat, eine bekannten Schauspielerin und deren schwulen besten Freund Gilbert, den Urlaub zu verbringen. Von dem Haus sind alle sehr angetan, immerhin ist es 500 Jahre alt, wenn auch sperrlich möbliert und ausgesprochen renovierungsbedürftig, aber alles in allem sehr schön.

Bereits am ersten Abend schafft es Kat im Mittelpunkt des Dorfes zu stehen. Noa ist das Verhalten ihrer Mutter, wie so oft, ausgesprochen unangenehm, doch auf die Art und Weise lernen die 3 David kennen, einen jungen Mann aus dem Dorf, der ihnen bei der Renovierung des Hauses behilflich sein will.

Bereits am nächsten Tag beginnen die Arbeiten im Haus. Noa ist vom ersten Moment an angetan von David und auch er scheint sie zu mögen, aber wie es gewöhnlich zwischen Mann und Frau abläuft, immer wieder gibt es Missverständnisse zwischen den Beiden. Nichts desto trotz werden sie Freunde und David ist schon bald ein gern gesehener Gast im Hause. Eines Abends, nach getaner Arbeit, überredet Esoterik-Buchhändler Gilbert alle zu einer Seance. Anfangs stoßen sie auf einen nicht sonderlich gesprächigen Geist, der 2. Versuch landet bei Vincent van Gogh. Kat wird das Ganze zu viel, sie bricht die Seance ab und auch Gilbert zieht sich zurück.

Noa und David hingegen beschließen, noch einen Versuch einer Beschwörung zu wagen und scheinen tatsächlich Erfolg zu haben. Ein Geist antwortet auf ihre Anrufung, Eliza. Doch was sie ihnen zu sagen hat, erschüttert die beiden jungen Leute: Sie wurde vor 30 Jahren in diesem Haus ermordet, ihre Leiche wurde nie gefunden und der Täter nie bestraft.

Die beiden können gar nicht glauben, was sie erlebt haben. Unabhängig voneinander beschließen sie, Nachforschungen anzustellen, ob es hier wirklich ein Mädchen namens Eliza gab und was aus ihr wurde. Doch überall wo sie nachfragen, stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Nach und nach gelingt es ihnen, kleine Puzzleteile von Elizas Geschichte zu finden, doch wie sieht das Gesamtbild aus und wer hatte einen Grund, diese junge Frau zu ermorden? David und Noa beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen - und ahnen nicht, in was für eine Gefahr sie sich begeben.


Bereits von dem Buch "Imago" der Autorin war ich sehr angetan und ich wusste bereits damals, dass ich noch weitere Bücher von ihr lesen wollte und was soll ich sagen: Dieses Buch ist fantastisch. Der Plot ist wunderbar ausgearbeitet und auch die beiden Protagonisten David und Noa wurden mit viel Liebe zum Detail und Tiefe in Szene gesetzt. Den Schreibstil kann ich nur als mystisch-fesselnd beschreiben, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mochte. Eines steht fest, ich will mehr davon und ich hoffe, dass mir bald wieder ein Buch dieser Autorin in die Hände fällt.

Bewertung: Note 1


Die Autorin:
Isabel Nasrin Abedi wurde am 3. März 1967 in München geboren, wuchs aber in Düsseldorf auf. Nach ihrem Abitur arbeitete sie als Au-pair und Praktikantin ein Jahr lang bei einer Filmproduktion in Los Angeles. Als sie danach nach Deutschland zurückkehrte, machte sie eine Ausbildung zur Werbetexterin und arbeitete dreizehn Jahre in diesem Beruf.

Während dieser Zeit begann sie mit dem Schreiben von Kindergeschichten und der Wunsch, ganz davon leben zu können, reifte immer mehr in ihr. Inzwischen konnte sie sich diesen Traum erfüllen: Zahlreiche Bücher sind in verschiedenen Verlagen erschienen und wurden bereits in Fremdsprachen übersetzt und mit Preisen ausgezeichnet.

Die "Kinderbuchautorin aus Leidenschaft" lebt mit ihrem Mann und den beiden Töchtern in Hamburg.


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Bei einem Bibliotheksbesuch entdeckte ich dieses mir noch unbekannte Werk der Autorin und da ich von "Imago" bereits sehr angetan war, stand es natürlich außer Frage, dass ich Wisper umgehend entleihen musste.


Dienstag, 22. November 2011

[Rezension] Isabel Abedi - Imago


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 404
ISBN: 978-3-401-02908-5
Erscheinungstermin: Januar 2008 (2. Auflage)
Format: Taschenbuch

Verlag: Arena

Klappentext:
Wanja weiß nicht, wer ihr Vater ist. Sie weiß nicht einmal, wie er aussieht. Doch dann bekommt sie eines Tages eine Einladung zu der Ausstellung Vaterbilder. Und stößt auf ein Bild, das sie im Innersten berührt. Wenig später passiert etwas Magisches. Wanja wird in das Bild hineingezogen und findet sich in einem Land namens Imago wieder. Dort trifft sie auf den Luftakrobaten Taro. Er scheint so etwas wie der Vater zu sein, den sie sich immer gewünscht hat. Doch Imago ist ein Land voller Rätsel. Warum muss Wanja das Bild jedes Mal beim dritten Schlag eines Gongs verlassen? Und woher kommt der schreckliche schwarze Vogel, der Taro bedroht? Wanja wird das Geheimnis um Imago erst lösen, wenn sie erkennt, was das Bild mit ihrem realen Leben zu tun hat.


Rezension:
Wanja Walters führt das Leben eines ganz normalen Schulmädchens, wie es sie überall in Hamburg gibt. Sie mag ihre Freundinnen Sue, Tina und Britta, wobei letztere Freundschaft mehr auf Gewohnheit beruht und sie hasst Mathe und ihren Mathelehrer. Deutsch hingegen ist ihr absolutes Lieblingsfach, vor allem, wenn sie eigene Geschichten schreiben darf, wofür sie eine Begabung besitzt. Sie lebt allein mit ihrer Mutter und ihrem Kater in einem Häuschen am Waldrand, der Vater ist ein absolutes Tabu-Thema, sowohl gegenüber ihrer Mutter, als auch ihrer Großmutter.

Doch mit ihren 12 Jahren drängt sich ihr immer mehr die Frage auf, wer sie wirklich ist und wer ihr Vater ist. Diesbezügliche Fragen führen im Hause Walters immer zu Streit. Eines Nachts, als Wanja nicht schlafen kann, leuchten die Ziffern ihres Weckers plötzlich um Mitternacht rot und aus dem Wecker kommt eine Stimme, die sie zu einer Ausstellung namens "Vaterbilder" einlädt. Am 24. Mai soll sie sich in der Kunsthalle von Hamburg einfinden und durch eine rote Tür gehen. Wanja ist verwirrt, vielleicht hat sie sich das ganze auch nur eingebildet, denn in den darauf folgenden Nächten ist der Wecker einfach nur wieder ein Wecker.

Dennoch entschließt sich Wanja an dem genannten Termin in die Kunsthalle zu gehen, obwohl nirgends eine Ausstellung mit Namen "Vaterbilder" erwähnt wird. Überrascht stellt sie fest, dass sie nicht die einzige Jugendliche ist, die die Kunsthalle allein, eine Begleitung wurde hier nicht gestattet, besucht. Unter den anderen Jugendlichen befindet sich auch der 13-jährige Mischa, den Wanja bereits aus der Schule vom Sehen kennt. Der Junge macht einen etwas verwahrlosten Eindruck, zumal sich in der Schule das Gerücht hält, das sein Vater ein Alkoholproblem hat. Doch was macht er in der Kunsthalle, warum will er eine Ausstellung mit Namen "Vaterbilder" besuchen?

Trotz aller Bedenken geht Wanja, wie auch die anderen Jugendlichen, durch die rote Tür. Hinter dieser Tür wird ein Saal sichtbar und eine alte Frau erklärt ihnen, dass sie sich in der Ausstellung "Vaterbilder" befinden und sich die Jugendlichen die Bilder in den vorhandenen Alkoven ansehen sollen. Das Bild, das sie persönlich anspricht, sollen sie berühren. Wenn sie jedoch den Gong 3-mal schlagen hören, müssen sie zurück. Wanja ist irritiert, von wo zurück? Sie begibt sich zu den verschiedenen Bildern und eines spricht sie tatsächlich an. Es ist ein Bild mit einem Seiltänzer und ohne groß darüber nachzudenken, ergreift sie der Zwang, dieses Bild zu berühren.

Sobald ihre Hand das Gemälde berührt, wird sie förmlich in dasselbe hineingezogen und befindet sich kurz darauf im Zirkus Anima in der Welt Imago. Erstaunt muss sie feststellen, dass sie nicht allein ist, neben ihr befindet sich Mischa, der Junge, den sie bereits aus der Schule kennt. Wider erwartend scheinen die beiden erwartet zu werden, denn der Seilartist Taro begrüßt sie ganz ungezwungen, führt sie herum und stellt ihnen die anderen Mitglieder der Zirkus-Familie vor. Mit dem 3. Gong verlassen Wanja und Mischa Imago und hoffen dennoch, wiederkehren zu können. In der Tat erhalten die beiden, sowie auch alle anderen Jungendlichen, immer wieder auf verschiedenen Wegen Einladungen zum Besuch der Ausstellung "Vaterbilder" und immer wieder gehen die Jugendlichen in ihre jeweiligen Bilder. Taro, den sowohl Wanja, als auch Mischa sehr mögen, ja fast lieben, ist wie ein Vater für die Beiden.

Doch dann taucht Unheil in Imago auf. Ein schwarzer Vogel, der erst alle Farben verschwinden lässt und es anscheinend auf Taro abgesehen hat und egal was die Zirkus-Leute versuchen, der Vogel ist nicht zu vernichten, im Gegenteil, er wird immer größer, je mehr man ihn bekämpft und Taros Lebens ist angesichts dieser Gefahr nicht mehr sicher. Liegt es in der Macht von Wanja und Mischa, den Vogel zu besiegen und so Taro zu retten und was hat ihr Vater damit zu tun?


Bei diesem Buch handelt es sich um das 1. Buch der Autorin, das ich gelesen habe und ich muss sagen, ich war sehr angetan. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, wobei es hier jedoch die ein oder andere Länge gab, die das Gesamtbild jedoch nicht trübt. Begeistert war ich von der Gestaltung der Charaktere, sowohl im heimischen Hamburg, wie auch in der Fantasiewelt Imago. Alle Charaktere weisen sehr viel Liebe zum Detail, Wärme bzw. Kälte und Tiefe auf, wobei ich jedoch regelrecht entzückt war von der Entwicklung, die Wanja und Mischa genommen haben, zumal hier auch ausreichend Zeit für eine glaubhafte Entwicklung gelassen wurde, da das Buch in einem Zeitraum von ca. einem Jahr spielt. Dies mag das 1. Buch von Isabel Abedi gewesen sein, das ich gelesen habe, aber mit Sicherheit nicht das letzte!

Bewertung: Note 2


Die Autorin:Isabel Nasrin Abedi wurde am 3. März 1967 in München geboren, wuchs aber in Düsseldorf auf. Nach ihrem Abitur arbeitete sie als Au-pair und Praktikantin ein Jahr lang bei einer Filmproduktion in Los Angeles. Als sie danach nach Deutschland zurückkehrte, machte sie eine Ausbildung zur Werbetexterin und arbeitete dreizehn Jahre in diesem Beruf.

Während dieser Zeit begann sie mit dem Schreiben von Kindergeschichten und der Wunsch, ganz davon leben zu können, reifte immer mehr in ihr. Inzwischen konnte sie sich diesen Traum erfüllen: Zahlreiche Bücher sind in verschiedenen Verlagen erschienen und wurden bereits in Fremdsprachen übersetzt und mit Preisen ausgezeichnet.

Die "Kinderbuchautorin aus Leidenschaft" lebt mit ihrem Mann und den beiden Töchtern in Hamburg.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Ich glaube schon fast, dass mein SuB den Tag verflucht, an dem ich mich in der Bibliothek angemeldet habe, aber was soll´s. Bei einem meiner Besuche entdeckte ich dieses Buch und erinnerte mich sofort an eine begeisterte Rezension dazu. Also habe ich das Buch umgehend entliehen. Nun können wir ja noch die Urheberin namentlich benennen: Sabine ist Schuld ;-D