Posts mit dem Label Beatriz Williams werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Beatriz Williams werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 16. Juni 2014

[Rezension] Beatriz Williams - Im Herzen des Sturms



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442383153
ISBN-13: 978-3442383153
Originaltitel: A Hundred Summers
Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 12,5 x 3,8 cm

Inhalt gem. Blanvalet:
New York, 1931. Lily Dane begleitet ihre selbstbewusste beste Freundin Budgie Byrne zu einem Football-Spiel, bei dem sich die junge High Society trifft. Dabei lernt Lily den gutaussehenden, jüdischen Nick Greenwald kennen, in den sie sich sofort verliebt. Er erwidert ihre Gefühle, und gegen den Widerstand ihrer Familien versprechen sie sich die Liebe …
Rhode Island, 1938. Wie jedes Jahr verbringt Lily den Sommer im Strandhaus ihrer Familie im Örtchen Seaview. Doch ein Sturm kündigt sich an: Auch Budgie kehrt nach Jahren dorthin zurück – gemeinsam mit ihrem Ehemann Nick Greenwald …
Beatriz Williams erweckt das glamouröse Amerika der 1930er Jahre zu neuem Leben.

Zum Buch:
Lily Dane und Budgie Byrne sind seit Jahren beste Freundinnen.
1931 nimmt Budgie, die mit dem Footballspieler Graham zusammen ist, Lily mit zu einem Spiel, bei dem diese den attraktiven Nick Greenwald kennenlernt. Sehr bald spüren die beiden, dass sie zusammengehören und auch -bleiben wollen. Die Sache hat nur einen Haken ... wie schon der Name Greenwald vermuten lässt, ist Nick jüdischer Herkunft, zumindest hat er einen jüdischen Vater. Lilys Vater ist strickt gegen die Verbindung und verweist Nick seines Hauses.
Da bleibt Lily und Nick nur noch, abzuhauen und heimlich zu heiraten.

1938 verbringt Lily wie jedes Jahr ihren Sommer auf Rhode Island, nur wird dieses Jahr Budgie auch wieder anwesend ... mit ihrem Ehemann, Nick Greenwald. Lily versucht, sich für das Wiedersehen emotional zu wappnen, aber kann sie das? ...

Die Geschichte ist in 2 Zeitschienen eingeteilt.
1931 / 1932 nimmt der Leser Anteil am Kennenlernen von Lily und Nick und dem Wachsen ihrer Liebe. Es ist eine sehr emotionsreiche Zeit, die geprägt ist von Liebe, Hoffnung und Vertrauen.

1938 hat man als Leser noch keine Kenntnis, warum die Beziehung zwischen Lily und Nick gescheitert ist, Fakt ist nur, das Budgie nunmehr mit Nick verheiratet ist statt mit Lily.
Budgie versucht, wieder an das Freundschaftsverhältnis von früher mit Lily anzuschließen. Obwohl es für mich schlecht vorstellbar war, lässt sich Lily darauf ein.

Lily ist derweil ohne Kiki, ihre 6 Jahre alte Schwester, nicht mehr vorstellbar. Ihre Mutter hat sie ihr damals in die Arme gedrückt und Lily akzeptierte das. Sie weiß, wie es ist, von der Mutter nicht geliebt zu werden und füllt bei Kiki die Mutterrolle aus.

Vieles, was zum Anfang der 30-er Jahre ungesagt blieb, kommt jetzt ans Licht.
So nach und nach wird für den Leser die Vergangenheit aufgearbeitet und man erfährt den Grund, warum sie sich damals getrennt hatten.
Missverständnisse, Irrungen und Wirrungen spielten eine sehr große Rolle, aber auch Lügen, Betrug und Egoismus.

Dabei kommt ein Familiengeheimnis zu Tage, das Lily die Füße vom Boden reißt.

Die Protagonisten sind glaubhaft gezeichnet und ich habe sie gern begleitet. Mein Hauptaugenmerk lag dabei ganz klar bei Lily und Nick, denen ich schon 1931 die große Liebe gegönnt habe.
Lily ist dabei die Person mit dem ganz großen Herzen, die Idealistin, die in allem nur das Positive und Gute sieht.

Ich hatte ernsthaft überlegt, ob ich dieses Buch lesen will. Nachdem ich seinerzeit "Das Meer der Zeit" gar nicht abwarten konnte, weil ich mir so viel davon versprochen hatte und so enttäuscht wurde, war ich mir nicht sicher, ob ich mich darauf einlassen wollte.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich froh bin, es gewagt zu haben, denn man hier ein Buch vor sich, das in sich stimmig ist, sehr emotional ist und Hoffnung ausstrahlt.

Deshalb empfehle ich dieses Buch auch sehr gern weiter.

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen von Blanvalet)
Beatriz Williams besitzt Abschlüsse der amerikanischen Universitäten Stanford und Columbia. Während sie als Beraterin in London und New York arbeitete, versteckte ihre Schreibversuche zunächst auf ihrem Laptop. Heute schreibt sie in ihrem Haus an der Küste Connecticuts, wo sie mit ihrem Mann und ihren vier Kindern lebt.

Von Beatriz Williams wurden gelesen und rezensiert:


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 7. Januar 2013

[Rezension] Beatriz Williams - Das Meer der Zeit




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 560 Seiten
Verlag: Knaur TB (3. Dezember 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426508184
ISBN-13: 978-3426508183
Originaltitel: Overseas
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 3,4 cm

Inhalt gem. Knaur-Verlag:
Eine junge Frau auf der Suche nach Glück und Erfolg. Ein geheimnisvoller Mann, der nicht aus dieser Zeit zu stammen scheint. Eine Liebe, die keine Zukunft haben kann.
Als die junge New Yorkerin Kate den attraktiven und reichen Julian kennenlernt, glaubt sie zu träumen, denn er ist fast zu perfekt, um wahr zu sein. Da erhält sie eines Tages mit der Post ein Buch, in dem die Geschichte eines gefeierten britischen Poeten erzählt wird, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Das Bild auf der Buchrückseite zeigt – IHREN Julian!

Zum Buch:
Kate, die an der Wall Street arbeitet, lernt während eines Meetings den Milliardär Julian Ashford kennen. Er verhält sich merkwürdig, als würde er Kate schon lange kennen.
Sie verabreden sich und Kate fühlt sich zu ihm ebenso hingezogen wie er augenscheinlich zu ihr. Da die beiden jedoch geschäftlich miteinander zu tun haben, wollen sie eine Beziehung erst einmal nicht angehen.
Ein paar Monate sehen sie sich nicht, bis Kate eines Abends beim Joggen angegriffen wird. Ihr Retter in der Not ist Julian, der wie man erfährt, sie schon eine Weile beim Joggen als Schatten begleitet.
Von diesem Tag an sind die beiden fast unzertrennlich. Kate zog mit nur ein paar Sachen zu Julian, damit er sie beschützen kann. 
Julian will um alles in der Welt Kate beschützen, die Bedrohung ist noch nicht real, aber er weiß, dass sie kommt.
Dann wird Kate ein Buch mit der Biographie von Captain Julian Laurence Spencer Ashford zugespielt, einem Dichter, der 1916 während des 1. Weltkrieges fiel. Die Fotografien zeigen einen Mann, der wie der heutige Julian Ashford aussieht, nur ein paar Jahre jünger. Wenn Kate nicht wüsste, dass es keine Zeitreisen gibt, würde sie glatt behaupten, der Julian aus dem Buch ist identisch mit ihrem Julian ...

Beatriz Williams hat sich mit diesem Buch an das Thema Zeitreisen herangewagt. 
Seit ich die Geschichte um Jamie und Claire aus der Highlandsaga von Diana Gabaldon gelesen habe, habe ich ein Faible für Zeitreiseromane, so dass es eine Frage der Zeit war, dass ich mir diesen Roman vornehme.
Der Roman spielt hauptsächlich in den Jahren 2007 / 2008 und abweichend im Jahre 1916.

Gleich zu Beginn befindet sich Kate im Jahre 1916 und sucht dort die Bekanntschaft von Captain Julian Ashford, den sie 2007 kennenlernte. Sie ist gekommen, um ihn zu warnen, aber wie soll sie ihm erklären, dass sie aus der Zukunft kommt?
Vor genau dem selben Problem befindet sich Julian im New York des Jahres 2007. 
Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kate zu beschützen, ohne ihr zu sagen, dass er aus der Vergangenheit kommt. Kate, eine selbstbewusste Frau der heutigen Zeit hat ihre Probleme mit dem Beschützersyndrom von Julian, sie fühlt sich eingeengt, zumal auch keine direkte Bedrohung besteht. Julian hält sich mit Erklärungen zurück.

Die beiden sind füreinander bestimmt, denn sowohl 1916 wie auch 2007 fühlen sie sich zueinander hingezogen.
Die Art der Zeitreise erschließt sich dem Leser erst gegen Ende des Buches. bis dahin rätselt man, wie es möglich war, dass Julian in der Gegenwart erschien und wie es Kate ermöglicht wurde, in die Zeit zurückzureisen. Die Erklärung fand ich nicht wirklich geglückt, denn genauere Erläuterungen, warum es geschehen konnte, fehlten leider. Lediglich für ein wie und durch was fand die Autorin eine Erklärung.

Julian ist ein Mann der alten Schule. Kate erkennt sehr schnell, dass mit ihm etwas anders ist als die Männer, die sie bislang kannte. Ein Mann, der vorehelichen Sex nicht wirklich gutheißen mag, erscheint in der heutigen Zeit schon weltfremd. 
Die Kennlernphase der beiden zog sich meines Erachtens zu sehr hin. Nach 200 Seiten, in denen die Geschichte sich nicht wirklich bewegte, wurde sie lebendig und es machte Spaß, die beiden Protagonisten Kate und Julian zu begleiten. Zum Ende hin überschlugen sich dann die Ereignisse und man mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Kate erzählt, sie erzählt sie wie eine Erinnerung.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich angenehm lesen, wenn es wie schon erwähnt, anfangs auch sehr schleppend geht.

Ich habe lange überlegt, ob ich 3 oder 4 Pfötchen gebe, habe mich aber dann für 4 entschieden, weil die Geschichte mich doch noch gepackt hatte. 


Bewertung:




Zur Autorin:
(Text von Knaur)
Beatriz Williams hat an der Columbia University einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaft gemacht. Ihre große Leidenschaft aber gilt dem Schreiben, dem sie so oft frönt, wie es ihre vier Kinder zulassen.


Von Beatriz Williams wurden gelesen und rezensiert:



Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. 



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt