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Donnerstag, 2. Juni 2016

[Rezension] Peter Merten - Alles auf Anfang


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1384 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 416 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: 
B01ACLY7O6


Klappentext gem. Amazon:
Der Dieb Reeycot Varda entdeckt ein uraltes Artefakt, mit dem der anhaltende Verlust des Sonnenlichts seiner Welt aufgehalten, vielleicht sogar dauerhaft umgekehrt werden kann. Er bringt es in seinen Besitz und macht sich auf den Weg in die Hauptstadt.
Da ihm nur wenig Zeit bleibt, sein Ziel zu erreichen, heuert er die eigenwillige Luftschiffkapitänin Fade an.
Aber Can Fade hütet ein gefährliches Geheimnis, das nicht nur Vardas Leben, sondern darüber hinaus auch die Zukunft des ganzen Landes in Gefahr bringen kann.


Rezension:
Die Welt Pyres ist dem Untergang geweiht, denn die eigentlich friedfertige Welt, in der Wissenschaft und Magie nebeneinander existieren steht kurz vor ihrem Ende. Die Sonne, der Grundstein des Lebens, weist immer mehr schwarze Flecken auf und weder Wissenschaftlern noch Magiern ist es gelungen herauszufinden, warum dies der Fall ist oder gar diesen Zustand aufzuhalten bzw. umzukehren. Lediglich der Leiter der Akademie der förderlichen Wissenschaften, Bovart Seitenfärber, hat eine Idee, wie die drohende Sonnenfinsternis abgewendet werden kann. In der Akademie entdeckte er eine Maschine, welche seit Angedenken der Zeiten dort befindlich sein muss, doch diese könnte die Lösung für den drohenden Untergang darstellen. Bedauerlicherweise fehlt ein entscheidendes Teil, doch Bovart hat Hoffnung, denn er weiß, dass das Teil bereits gefunden wurde und auf dem Weg zu ihm ist.

Famola, Bovarts Nichte und Assistentin, ist da weniger optimistisch, vor allem als sie erfährt, das ausgerechnet Reeycot Varda das fehlende Teil gefunden hat und es zu Bovart bringen will. Generell hat Famola keine besonders hohe Meinung von Reeycot, schmuggelt er sich doch bereits Zeit seines Lebens durchs Leben, hat keine anständige Arbeit und sichert sich seinen Lebensunterhalt durch diverse Gaunereien. Noch dazu ist er träge und über alle Maßen von sich selbst eingenommen - Famola hat also allen Grund, Reeycot zu misstrauen. Zu allem Unglück wird die Akademie, genauer gesagt deren Bibliothek, von Mangold Dunk, einem Lichtmeister der Vereinigung der Diener des Lichts, überfallen. Zwar kann er weder Bovart, noch Famola stellen, doch durch eine Notiz weiß er, was sich in Reeycots Besitz befindet. Das Reeycot sein Ziel nicht erreichend darf, steht außer Frage.

Derweil plant Tab Valniwow mit einem Luxusmodell der Luftschifffahrtsindustrie eine gemächliche Reise nach Muceport, der Stadt, in der sich auch die Akademie befindet. Obwohl Tab niemanden etwas getan hat, wird er noch auf dem Flugfeld von Lichtbringern gejagt, doch ihm gelingt die Flucht. Allerdings verpasst er seine Passage, sodass er sich als blinder Passagier auf die Pryde schmuggelt, ein Luftschiff, das allerdings eher für Warentransporte geeignet ist, aber in die selbe Richtung fliegt, in der sein Ziel liegt. Tatsächlich bleibt er unentdeckt, zumindest so lange, bis die Lichtbringer die Pryde angreifen und er sich bekennen muss. Es gelingt ihm, die Kapitänin des Schiffes, Candrine Ogrem Fade, zu erweichen, ihn zu retten. Nur den beiden gelingt die Flucht, das Schiff und seine Mannschaft sind verloren. Tab gelingt es Fade zu überzeugen, ihn auf seiner Reise zu begleiten, doch die Lichtbringer sind weiter hinter ihnen her, denn Tab ist eigentlich gar nicht Tab Valniwow, sondern Reeycot Varda ...


Pyres droht der Untergang! Der Plot wurde spannend und fantastisch erarbeitet. Besonders gut hat mir die Harmonie von Wissenschaft und Magie in der Welt von Pyres gefallen, denn eigentlich sollte man ja davon ausgehen, dass diese sich ausschließt, aber es funktioniert und zwar ganz hervorragend. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Ans Herz gewachsen ist mir natürlich die Figur des Reeycot, der wirklich alles verkörpert, was man von einem Anti-Helden erwartet und dennoch schaffte er es immer wieder, mich zu überraschen und tatsächlich kristallisierten sich im Laufe des Buches eine Menge positive Eigenschaften bei diesem Lebemann heraus. Die Interaktion der Figuren des Reeycot und der Fade empfand ich faszinierend zu lesen, denn sie ist ihm gegenüber von Beginn an eher unwirsch eingestellt, während er auf den ersten Blick erkennt, dass diese Frau so viel mehr ist, als es auf den ersten Blick erscheint und er fühlt sich sofort zu ihr hingezogen - was sich auch nicht ändert, als er ihre Meinung zu seiner Person erfährt. Den Schreibstil fand ich fesselnd zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch hervorragende Lesestunden bereitet hat.


Bewertung: 

Von Peter Merten bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)



Der Autor über sich:
Meine Großmutter väterlicherseits war tatsächlich eine talentierte Märchenerzählerin und mein Großvater mütterlicherseits ein ständiger Quell Antworten auf alle Fragen, die Kinder stellen.
Ich will noch immer Geschichten erzählen, die den kalten Dingen ein Herz und den stummen Dingen eine Stimme geben.
Das aktuelle Projekt trägt den Arbeitstitel ‚Sonnenflecke’. (übernommen von HP)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:  
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei



Peter Merten

bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat. 


Samstag, 7. Mai 2016

[Hörbuch-Rezension] Douglas Preston / Lincoln Child - Pendergast 01: Relic - Museum der Angst



Leseprobe 


Eckdaten:
Taschenbuch: 560 Seiten
Verlag: Droemer Knaur; Auflage: 1. (1995)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426603586
ISBN-13: 978-3426603581
Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 3,8 x 19,3 cm

Inhalt gem. Amazon:
Ein herrenloses Cargoschiff voller Toter erreicht New York und im Museum of natural History in New York, das kurz vor der Eröffnung einer Ausstellung über Aberglaube steht, werden weitere grausam verstümmelte Leichen gefunden. Ein Monster wütet anscheinend im Museum. Spezial Agent Pendercast, Lieutenant D'Agosta und Evolutionsbiologin Margo Green versuchen alles um es zu stoppen.

Zum Hörbuch:
New York. Im Museum of Natural History soll demnächst eine Ausstellung eröffnet werden. In dieser wird auch ein Exponat gezeigt werden, das 1986 im Regenwald bei dem Kothoga-Stamm gefunden wurde. Seinerzeit hatte sich eine Expedition auf gemacht, um den Kothoga-Stamm zu finden und Informationen zu sammen über ihre MBwun Legende.
Nun, kurz vor und während der Ausstellungseröffnung, werden grausam zugerichtete Leichen gefunden.
Der Ausstellungsdirektor und die eilig herbeigerufene Polizei versuchen das zu vertuschen, um die Eröffnung nicht zu gefährden. 
Da kommen Spezial Agent Pendergast und Lieutenant D'Agosta ins Spiel und ermitteln auf ihre eigene Art.
Auch die Museumsangestellte und Evolutionsbiologin Margo Green hat ein großes Interesse an der Findung des Mörders.
Es stellen sich die Fragen, ob die ehemalige Expedition zum Kothoga-Stamm im Zusammenhang steht mit der Eröffnung des Museums und wer oder was ist der Mörder...

Mit diesem ersten Teil um den Spezial Agenten Pendergast offenbart sich dem Leser ein Spektrum von Thriller, Mystik und Fantasy in Form von Sci-fi. Eine Kombination, die in diesem Fall nicht nur genial ist, sondern auch spannungsgeladen.
Mysteriöse Morde, die von wem oder was auch immer ausgeführt wurden. Schnell ist klar, dass die Morde von jemandem ausgeführt wurden, der über enorme Kraft verfügen muss. Er schlägt zu, wenn man es nicht vermutet, wahllos oder doch gezielt?
Während Pendergast, D'Agosta und Green auf der Suche nach dem Mörder sind, versucht der Museumsdirektor die ganze Sache mit seinen Gehilfen zu vertuschen.
Pendergast und Green haben die Vermutung, dass mit der damaligen Exkursion zum Kothoga-Stamm etwas mit eingeschleppt wurde, das nun sein Unwesen treibt. Die Exkursion überlebte seinerzeit niemand, die Exponate schlummerten jahrelang im Keller. Hatte sich dort etwas eingenistet?

Fragen über Fragen, die den Leser förmlich durchs Buch peitschen. Man kann es nicht mehr beiseite legen. Man ist angefixt und rätselt mit. Wer oder was steckt hinter all dem?
Bei einer Jagd durch den Keller spürt man förmlich das Unbehagen der Beteiligten. Die Atmosphäre wurde so realitätsnah beschrieben, dass man Gänsehaut bekommt. Man wünscht sich, dabei zu sein und doch fernab von allem Geschehen. Neugierde und Angst paaren sich selbst beim Leser.

Douglas Preston arbeitete einige Zeit im Museum of Natural History. Dem Buch merkt man an, dass er weiß, wovon er schreibt. 
Als er seinerzeit auf Lincoln Child traf, der aus Recherchegründen das Museum aufsuchte, entwickelten die beiden bei einer Nachtführung durch das Museum die Idee zu vorliegendem Buch. Etwas besseres hätte nicht passieren können.
Die beiden haben ein Buch vorgelegt, das nach einem etwas zögerlichem Anfang den Leser voll in seinen Bann zu ziehen vermag und ihn nicht mehr loslässt.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erlebt, welches von Thomas Piper eingelesen wurde. Seine Stimme passt hervorragend zum Inhalt des Buches, so dass es auch Spaß machte, ihm zu lauschen.
Für mich war dieses Buch ein absolutes Highlight, so dass ich es auch sehr gern weiterempfehle.

Reiheninfo:
Pendergast 01: Relic - Museum der Angst
Pendergast 02: Attic - Gefahr aus der Tiefe
Pendergast 03: Formula - Tunnel des Grauens
Pendergast 04: Ritual - Höhle des Schreckens
Pendergast 05: Burn Case - Geruch des Teufels
Pendergast 06: Dark Secret - Mörderische Jagd
Pendergast 07: Manic - Fluch der Vergangenheit
Pendergast 08: Darkness - Wettlauf mit der Zeit
Pendergast 09: Cult - Spiel der Toten
Pendergast 10: Fever - Schatten der Vergangenheit
Pendergast 11: Revenge - Eiskalte Täuschung
Pendergast 12: Fear - Grab des Schreckens
Pendergast 13: Attack - Unsichtbarer Feind
Pendergast 14: Labyrinth - Elixier des Todes
Pendergast 15: Demon - Sumpf der Toten (Jan 17)

Bewertung:


Zu den Autoren: (übernommen von Knaur)
Lincoln Child wurde 1957 in Westport, Connecticut, geboren. Nach seinem Studium der Englischen Literatur arbeitete er zunächst als Verlagslektor und später für einige Zeit als Programmierer und System-Analytiker. Während der Recherchen zu einem Buch über das »American Museum of Natural History« in New York lernte er Douglas Preston kennen und entschloss sich nach dem Erscheinen des gemeinsam verfassten Thrillers »Relic«, Vollzeit-Schriftsteller zu werden. Obwohl die beiden Erfolgsautoren 500 Meilen voneinander entfernt leben, schreiben sie ihre Megaseller gemeinsam: per Telefon, Fax und Internet. Lincoln Child publiziert darüber hinaus auch eigene Bücher (»Das Patent«, »Eden«). Er lebt mit Frau und Tochter in New Jersey.
Douglas Preston wurde 1956 in Cambridge, Massachusetts, geboren. Er studierte in Kalifornien zunächst Naturwissenschaften und später Englische Literatur. Nach dem Examen startete er seine Karriere beim »American Museum of Natural History« in New York. Eines Nachts, als Preston seinen Freund Lincoln Child auf eine mitternächtliche Führung durchs Museum einlud, entstand dort die Idee zu ihrem ersten gemeinsamen Thriller, »Relic«, dem viele weitere internationale Bestseller folgten. Douglas Preston schreibt auch Solo-Bücher (»Der Codex«, »Der Canyon«, »Credo«, »Der Krater«) und verfasst regelmäßig Artikel für diverse Magazine. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern an der Ostküste der USA.

Von Child / Preston wurden gelesen / gehört und rezensiert:
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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 8. April 2016

[Rezension] Hugh Howey - Silo (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 560
ISBN: 978-3-492-30503-7
Erscheinungstermin: 10. Juni 2014
Format: Taschenbuch
Verlag: Piper



Klappentext gem. Piper:
In einer feindlichen, zerstörten Umwelt gibt es nicht mehr viele Menschen. Sie haben sich in ein riesiges Silo unter der Erde geflüchtet. Um zu überleben, müssen sie die strengen Regeln des Silos befolgen. Aber einige Wenige tun das nicht. Sie sind gefährlich. Sie wagen es zu hoffen und zu träumen und stecken andere mit ihrer Hoffnung an. Ihre Strafe ist einfach und tödlich. Sie müssen nach draußen. Raus aus dem Silo. Juliette ist eine von ihnen. Vielleicht ist sie die Letzte.


Rezension:
Die Welt, wie die Menschheit sie einst kannte, existiert nicht mehr, ja schlimmer noch, sie ist fast zerstört, sodass es den Menschen nicht mehr möglich ist, auf der Erdoberfläche zu überleben. Einigen von ihnen gelang es, in einem Silo eine neue Zivilisation aufzubauen. Seit Generationen leben sie unter der Erde, müssen sich, um das Überleben aller zu gewährleisten, an strenge Regeln halten - doch nicht jeder tut es. Einige wenige rebellieren - ihre Strafe: die Verbannung an die Erdoberfläche.

Holston ist Sheriff im Silo und seine Aufgabe ist es, für Recht und Ordnung zu sorgen. Das ist nicht immer ganz einfach, gibt es doch eine Strenge Hierarchie auf den 150 Etagen des Silos, beginnend, nahe der Erdoberfläche, mit der Führungsringe und endend ganz unten bei den Mechanikern. Diese sind auch in der gesamten Gesellschaftsschicht ganz unten angeordnet, obwohl sie es sind, die das Silo am Laufen halten. Holston nimmt seine Aufgabe sehr ernst, doch er ist nicht mit vollem Herzen dabei, denn vor drei Jahren entschied sich seine Frau, das Silo und somit ihn zu verlassen. Sie ist tot, das weiß er und dennoch, ein Leben ohne sie ist für ihn auch nach drei Jahren noch nicht denkbar. Im Laufe der letzten Wochen jedoch erahnte er, was seine Frau zu diesem dramatischen Schritt bewegte und er beschließt, ihr zu folgen.

Da das Silo nicht ohne Sheriff sein kann, wird ein neuer gewählt und die Wahl fällt ausgerechnet auf Juliette, eine Mechanikerin. Tatsächlich ist sie die beste Wahl für diese Aufgabe, weiß sie doch um die Unzufriedenheit in den unteren Ebenen und vermag es, die Wogen zwischen den Gesellschaftsschichten zu glätten. Juliette ist jedoch nicht die formbare Figur, die die Führungsebene gerne in ihre sehen würde, nein, sie hat ihren eigenen Kopf und geht den Dingen auf den Grund. Tatsächlich beginnt sie, Nachforschungen aufzunehmen und Fragen zu stellen, über Ereignisse, die bisher immer heruntergespielt wurden. Sie kommt einigen Geheimnissen im Silo sehr nahe und bringt sich damit in akute Gefahr ...


Der 1. Band der Silo-Trilogie! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders fasziniert war ich von der seit Jahrhunderten bestehen Gesellschaftsform, die in dem Silo herrscht und das tatsächlich ein Überleben der Menschheit über einen so langen Zeitraum unterhalb der Erde möglich ist. Manche Szenen empfand ich dann allerdings doch eine Kleinigkeit zu detailliert dargestellt. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Protagonistin Juliette, in der deutlich mehr steckt, als es auf den ersten Blick erscheint, denn sie weiß, was sie will und ist bereit, alles zu riskieren, um sich selbst treu zu bleiben. Den Schreibstil kann ich nur als bildgewaltig beschreiben, sodass ich das Buch fast wie im Rausch gelesen habe. Jetzt hoffe ich, dass ich bald dem Nachfolgeband "Level" habhaft werden kann.
Bewertung
 

Der Autor:
Hugh Howey, Jahrgang 1975, verdiente sein Geld als Skipper, Bootsbauer, Dachdecker und Buchhändler, bevor er als Romanautor erfolgreich wurde. Mit seiner Trilogie um den dystopischen Science-Fiction-Thriller »Silo«, die er vorerst selbst verlegte, erschloss er sich eine schnell wachsende Leserschaft und schaffte den internationalen Durchbruch. Hugh Howey lebt mit seiner Frau in Jupiter, Florida. (übernommen von Piper)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

Donnerstag, 12. Februar 2015

[Rezension] Andreas Dresen - Wilhelmstadt. Die Abenteuer der Johanne deJonker - Die Maschinen des Saladin Sansibar (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 264 
ISBN: 978-3-862-82274-4
Erscheinungstermin:
14. Juli 2014
Preis: 1
2,90 EUR (D)
Format: Taschenbuch
Verlag: ACABUS

Klappentext gem. Acabus:
Wilhelmstadt, 1899. Das stählerne Venedig Deutschlands. Eine dem Braunkohle-Rausch verfallene, hochindustrialisierte Stadt als Schauplatz einer verschwörerischen Intrige inmitten von Dampfmaschinen und mechanischen Apparaturen.
Mitten in der Nacht versinkt die „Juggernauth“ in den Fluten des Rheins. An Bord ist auch der Neffe von Kaiser Wilhelm II. Nur der Ingenieur Julius deJonker überlebt das Unglück, liegt aber unwiederbringlich im Koma. Trotzdem zeichnet der Kaiser ihn verantwortlich für die Katastrophe und enteignet ihn all seiner Besitztümer.
Nur seine Tochter Johanne ist von der Unschuld ihres Vaters überzeugt. Verarmt, aber voller Entschlußkraft, macht sie sich zusammen mit Miao, einer verstoßenen Luftnomadin mit einem Dampfbein, auf die Suche nach den wahren Schuldigen. Doch der Geheime Kommerzienrat Oppenhoff setzt alles daran, ihre Suche zu vereiteln und seine Spuren zu verwischen.


Rezension:
1877 wurde Wilhelmstadt offiziell von Kaiser Wilhelm gegründet. Acht herausragende Ingenieure waren an der Gründung dieser aufstrebenden Stadt beteiligt, die Herren deJonker, Oppenhoff, Vandenvries, von Eyth, Barabas, Motte, Pilow und Hessen. 22 Jahre später, im Jahr 1899, ist Wilhelmstadt die modernste Stadt des Kaiserreiches. Der alte Kaiser ist nicht mehr, doch die Stadt wächst und gedeiht weiter, in ihr werden Erfindungen gemacht, die die Welt noch nicht gesehen hat. Nicht alle Ingenieure sind weiterhin aktiv an der Weiterentwicklung der Stadt beteiligt. Einige sind bankrottgegangen oder es ereilte sie an anderes Unglück.

Bis vor kurzem war Julius deJunker jedoch nach wie vor ein erfolgreicher Ingenieur, doch dann geschah ein Unglück. Bei einem Experiment auf dem Schiff Juggernauth ging dieses unter - nur Julius überlebte schwer verletzt. Er liegt seitdem im Koma. Doch das war noch nicht einmal das schlimmste an der Tragödie. Mit an Bord der Juggernauth befand sich Carl Anton von Sachsen-Meiningen, der Lieblingsneffe des Kaisers. Auch dieser kam ums Leben, doch seine Leiche wurde bisher nicht geborgen. Auf Grund dieses Unglücks verlor die Familie deJunker alles, ihr gesamtes Hab und Gut, ihre Titel, ihr Vermögen, ihre Würde. Auguste deJunker ertrug diesen Ruin nicht und starb an gebrochenem Herzen. Die einzige Tochter des Ehepaares, Johanne, befand sich zum Zeitpunkt der Tragödie außer Landes - nach ihrer Rückkehr muss sie nun in dieser für sie völlig neuen Welt zurechtkommen. Hilfe erhält sie vom Grafen von Eyth, einem der Mitbegründer von Wilhelmstadt, engstem Freund ihres Vaters und Johannes Patenonkels. Auch dieser kann sie nicht vor dem sozialen Abstieg bewahren, doch dank seiner Hilfe haben sie und ihr Gefolge, bestehend aus Josef, dessen Frau Marianne und Johannes Leibwächterin Miao, wenigstens ein Dach über dem Kopf.

Für Johanne steht fest, dass ihr Vater keinesfalls Schuld an diesem Unglück haben kann, zu genau war er in seinen Planungen und Durchführungen. Es muss einen anderen Grund gegeben haben, warum die Juggernauth unterging. Ihr einziges Lebensziel ist von nun an: Rache und Gerechtigkeit für ihre Familie. Zwar kann sie erste Indizien für eine Verschwörung sammeln, doch echte Beweise hat das nicht. Nur ihr Vater könnte alles aufklären, doch dieser liegt im Koma und ist nicht ansprechbar. Dann erfährt Johanne durch Zufall von Saladin Sansibar, der die Gedanken von Menschen offenbaren kann. Johanne weiß sofort, dass dies die einzige Möglichkeit ist, an die Erinnerungen ihres Vaters zu kommen. Tatsächlich willigt Saladin Sansibar ein, der jungen Frau zu helfen, doch was sich dann offenbart, wirft mehr Rätsel auf, als Johanne jemals vermutet hätte. Wird sie jemals den guten Namen ihrer Familie wieder herstellen und Rache nehmen können?


Der 1. Band der Johanne-deJunker-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Immer wieder fasziniert bin ich davon, wie der Autor die Symbiose zwischen Historie und SciFi geschafft hat, denn so wie er diese in seinem Roman geschildert hat, wirkt diese so wirklichkeitsnah, dass man sich unwillkürlich fragt: warum hatten die Menschen früher nicht solche Erfindungen? Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet, wobei natürlich die Figur der Protagonistin Johanne deutlich hervorsticht. Diese ist, entgegen der damaligen gesellschaftlichen Normen, nicht unbedingt das, was man als folgsames Töchterchen kennt, sondern hat ihren eigenen Kopf und sie ist auch bereit, diesen zu riskieren, wenn sie der Meinung ist, dass die Sache es wert ist. Den Schreibstil empfand ich als sehr spannend erarbeitet, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte und es am Stück gelesen habe. Nun bin ich sehr gespannt, wie es mit Johanne weitergeht, aber ich denke, von der jungen Frau dürfen wir noch einiges erwarten.

Bewertung
Von Andreas Dresen bereits gelesen und rezensiert:


Der Autor: 
Andreas Dresen, Jahrgang 1975, lebt und arbeitet in seiner Heimatstadt Aachen. Schon immer war er von fremden Welten fasziniert - von der wilden Atlantik-Küste Südirlands genauso wie von den Sagen und Legenden seiner Heimat. Bereits in seinem Debütroman 'Ava und die STADT des schwarzen Engels' - ebenfalls im ACABUS Verlag erschienen - findet sich eine fesselnde, gleichsam skurrile und charmante Mischung aus Fantasy-Elementen, klassischer Mythologie und einem scharfen Blick für die Kuriositäten der Gesellschaft und des Alltags.
In seinem zweiten Roman 'Das Buch des Hüters' entwirft Andreas Dresen eine post-apokalyptische Welt zwischen seelenloser Industrialisierung und 'Ökofaschismus', in der sich neben Menschen auch Mutanten und gefährliche 'Viecher' tummeln. Ein fantastischer Roman über den verantwortungsvollen Umgang miteinander - spannend, unterhaltsam und außergewöhnlich erzählt.
Mit den Abenteuern der Johanne deJonker folgt nun ein mehrteiliges Steampunk-Werk. (übernommen von Acabus)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Samstag, 11. Mai 2013

[Rezension] Ray Bradbury - Fahrenheit 451


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 192
ISBN: 978-3-453-16412-3
Erscheinungstermin: März 2000
Format:
Taschenbuch
Verlag: Heyne


Klappentext gem. Heyne:
451 Fahrenheit oder 232 Celcius - die Temperatur, bei der Papier verbrennt. Guy Montag ist Feuerwehrmann. Es ist seine Aufgabe, Bücher zu beschlagnahmen und zu verbrennen. Denn Bücher sind die Quelle allen Unglücks. Ray Bradburys Klassiker in vollständig überarbeiteter Neuausgabe. Mit einem Vorwort von Brian W. Aldiss.


Rezension:
Die vereinigten Staaten von Amerika in der Zukunft: Der 30-jährige Guy Montag arbeitet beim staatlichen Ordnungsdienst. Seit 10 Jahren ist er als Feuerwehrmann tätig, doch im Gegensatz zur heutigen Zeit, sind zukünftig die Feuerwehrmänner dafür da, versteckte Bücher und Zeitschriften zu finden und zu zerstören, denn Feuerwehrmänner legen vom Staat angeordnete Feuer.

Dann lernt er eines Abends auf dem Heimweg die 16-jährige Clarisse McClellan kennen und ist fasziniert von der jungen Frau. Sie begegnen sich an vielen Abenden und Clarisse öffnet Guy nach und nach die Augen über die gesellschaftlichen Formen, die herrschen und über das Wesen von Büchern und Geschichten. Guy wird immer weiter in Clarisses Welt hineingezogen und beginnt, eigenständig zu denken, etwas, dass in Zukunft nicht wirklich erforderlich und/oder gewünscht ist.

Eines Abends jedoch ist Clarisse nicht da - und Guy beginnt, sich zu sorgen. Sein Hauptmann bei der Feuerwache kann ihm mitteilen, dass die junge Frau bei einem Unfall verstorben ist - doch Guy befallen Zweifel. Immer mehr gerät er in die Zwickmühle. Kann er so weitermachen, seinem zerstörerischen Job nachgehen und mit seiner stumpfsinnigen Frau Mildred weiter zusammenleben oder soll er ausbrechen? Damit jedoch nicht genug, ein neuer Krieg steht bevor und dann überschlagen sich die Ereignisse ...


Ich hatte definitiv mehr erwartet! Die Idee des Plotes hat mir unheimlich gut gefallen, die Umsetzung jedoch weniger. Ich empfand es als ausgesprochen unrealistisch, dass ein Mann, dessen Lebensinhalt es seit 10 Jahren ist, Bücher zu zerstören, innerhalb weniger Tage zum Umdenken bekehrt werden kann. Die Figuren empfand ich als ausgesprochen farblos, mir fehlte hier eindeutig die Tiefe und ich empfand die Fülle der Masse an Figuren als zu gering, einige weitere Figuren hätten für mehr Facettenreichtum sorgen können. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, jedoch konnte dieser den Lesegenuss des Buches leider nicht mehr retten.


Bewertung
 
Der Autor:
Ray Douglas Bradbury (* 22. August 1920 in Waukegan, Illinois; † 5. Juni 2012 in Los Angeles)war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Drehbuchautor, zu dessen Schwerpunkten Science-Fiction, Horror und Phantastik zählten. (übernommen von Wikipedia)


Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Für eine Challenge benötigte ich ein Buch, in der es um eine Welt geht, in der Bücher vernichtet werden. Meine Wahl fiel auf dieses Buch, das ich mir zum Glück fix organisieren konnte.

Freitag, 23. März 2012

[Rezension] Haruki Murakami - 1Q84 (Buch 3)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 575
ISBN: 978-3-832-19588-5
Erscheinungstermin: 7. Oktober 2011 (1. Auflage)
Format: Hardcover
Verlag: Dumont


Klappentext:
Als Tengo seinen komatösen Vater im Krankenhaus besuchen will, findet er in dessen Krankenbett eine ›Puppe aus Luft‹ vor, die ein Abbild Aomames als junges Mädchen in sich birgt. Er greift nach ihrer Hand, und eine unsichtbare Verbindung entsteht. Fortan wartet Tengo darauf, der Puppe nochmals zu begegnen, doch vergebens. War das Signal nicht stark genug, um die zwischen Leben und Tod schwankende Aomame zu retten? Unterdessen setzt die gefährliche Sekte alles daran, um den Mord an ihrem ›Leader‹ aufzuklären. Aomames Spur wird von einem so unheimlichen wie unangenehmen Agenten aufgenommen. Er ermittelt mit tödlicher Präzision, doch schließlich bringt er mehr in Erfahrung, als gut für ihn ist …

Rezension:
Buch 3 beginnt direkt im Anschluss an Buch 2! Wer Buch 1 und Buch 2 nicht gelesen hat, dies aber noch vorhat, sollte hier nicht weiterlesen!

Tengo und Aomame befinden sich immer noch im Jahr 1Q84 und sind nach wie vor auf der Suche nach einander. Tengo hat ihm Bett seines sterbenden Vaters eine "Puppe aus Luft" mit dem Abbild Aomames gesehen. Er beschließt, einige Zeit bei dem alten Mann zu verweilen, vielleicht erscheint die "Puppe" erneut und gibt ihm einen Hinweis darauf, wo sich Aomame aufhält. In dieser Zeit versucht Tengo sich derweil mit seinem komatösen Vater auszusöhnen.

Aomame hingegeben hält sich vor den Mitgliedern der Sekte, deren "Leader" sie getötet hat, versteckt. Sie weiß, dass diese Menschen Vergeltung geschworen haben, denn sie hat ihr Sprachrohr zu den Stimmen bzw. Little People umgebracht. Nach wie vor stehen ihr Tamaru und die alter Dame hilfreich zur Seite, doch die Zeit drängt. Es ist Mitte September und Aomame soll so schnell wie möglich endgültig untertauchen, um ihr Leben zu retten. Doch diese will zuerst Tengo finden und beschließt, bis zum Ende des Jahres in ihrem Versteck auszuharren, in der Hoffnung, dass Tengo, der sich ganz in der Nähe aufhalten muss, sie findet.

Derweil gibt es noch einen weiteren Mitspieler in dieser Welt: Ushikawa, ein ehemaliger Anwalt und mittlerweile "Mädchen für alles" in der Unterwelt. Dieser wird von den Mitgliedern der Sekte beauftragt, Aomame zu finden, damit sie ihrer gerechten Strafe zugeführt werden kann. Und Ushikawa ist gut, er schafft es tatsächlich, Aomame nach und nach auf die Spur zu kommen, indem er mit dem Anfang ihres Lebens beginnt.

Wir Aomame es schaffen, ihren Häschern zu entkommen und Tengo zu finden, oder ist Ushikawa ihr bereits einen Schritt zu nahe gekommen?


Ein würdiger Abschluss dieses fantastischen Epos! Der Plot ist, wie bereits in Buch 1 und 2, sehr gut und auch sehr detailreich ausgearbeitet. Dieses Mal wird die Geschichte wie gewohnt aus der Sicht Aomames und Tengos berichtet. Hinzugekommen ist die Sichtweise Ushikawas, der einiges an Hintergrundinformationen aufweist. Nach wie vor bin ich begeistert über diesen bild- und wortgewaltigen Schreibstil, der mich alles um mich herum vergessen ließ. Die Protagonisten wurden wieder mit sehr viel Tiefe und Wärme in Szene gesetzt. Hier fand ich sehr schön die Gedanken der jeweiligen Handelnden dargestellt, an denen der Autor mich hat teilhaben lassen. Bedauerlicherweise empfand ich das Ende doch etwas arg erzwungen bzw. vorhersehbar, sodass sich hier leider nicht restlos überzeugt bin. Dennoch kann ich abschließend sagen, dass mir dieses Buch sehr schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung


Der Autor:
Haruki Murakami wurde 1949 in Kyoto, Japan geboren und wuchs in Kobe auf. Nach abgeschlossenem Studium verließ er 1975 die Waseda-Universität in Tokio, wo er anschließend sieben Jahre lang Eigentümer einer kleinen Jazz-Bar war.

Zur Homepage der Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Nachdem mich ja bereits Buch 1 und 2 wahnsinnig begeistert zurück gelassen haben, bin ich immer wieder in die Bücherei gegangen, um zu schauen, ob dieses Buch endlich zum Entleihen ausliegt. Vorbestellen wollte ich es nicht, ich wollte es dem Zufall überlassen, wann ich es lese und beim letzten Büchereibesuch war es so weit. Ganz unschuldig stand es im Regal und wurde trotzdem entdeckt und umgehend entliehen.


Dienstag, 14. Juni 2011

[Rezension] Haruki Murakami - 1Q84 (Buch 1 und 2)


Klappentext:
1984. Aomame hat zwei verschieden große Ohren. Beim Rendezvous mit einem reichen Ölhändler zückt sie eine Nadel und ersticht ihn – ein Auftragsmord, um altes Unrecht zu sühnen. Tengo ist Hobby-Schriftsteller. Er soll einen Roman der exzentrischen 17-jährigen Fukaeri überarbeiten, damit sie einen Literaturpreis bekommt. Der Text ist äußerst originell, aber schlecht geschrieben – ein riskanter Auftrag. Aomame wundert sich, warum die Nachrichten ihren Mord nicht melden. Ist sie in eine Parallelwelt geraten? Um diese Sphäre vom gewöhnlichen Leben im Jahr 1984 zu unterscheiden, gibt Aomame der neuen, unheimlichen Welt den Namen 1Q84.


Rezension:
Aomame ist 29 Jahre alt und arbeitet in einem Fitness-Studio. Doch gerade jetzt steckt sie im Stau zu einem ganz anderen Termin. Denn Aomame ist auf einer Mission: Sie sühnt begannenes Unrecht. Doch nach und nach bemerkt sie kleine Veränderungen in der ihr bekannten Welt, sei es die Uniformen von Polizisten, die plötzlich anders aussehen oder an bestimmte Ereignisse, von denen sie nichts weis. Sie beginnt zu forschen und kommt zu der Erkenntnis: Sie ist nicht mehr in ihrer Welt im Jahr 1984, sondern in einer ähnlichen, die sie 1Q84 nennt. Bis sie einen Weg zurückfindet, lernt sie, sich in dieser Welt anzupassen.

Dann ist da noch Tengo. Er ist Mathematiklehrer und Hobby-Schriftsteller. Er hat Talent, jedoch noch nichts eigenes veröffentlicht. Ein Verleger bittet ihn ein Buch zu überarbeiten, damit dieses die Chance hat, einen Literaturpreis zu gewinnen - und tatsächlich. Das Buch gewinnt den Preis und wird zum Bestseller.

Doch dieser Bestseller, der eine fantastische Geschichte erzählt, ist realer als vorerst angenommen und durch die Veröffentlichung schweben sowohl Aomame, wie auch Tengo in höchster Gefahr ...


Was für ein Buch, noch immer bin ich sprachlos. Dieses Buch, ja dieser Schreibstil hat mich so gepackt und nicht mehr losgelassen. Die sprachliche Gestaltung ist derart mitreißend, wortgewaltig und auch bildgewaltig, so etwas habe ich lange nicht mehr erlebt. Ich konnte mir wirklich jede Szene dieses Buches haargenau bildlich vorstellen - einfach Wahnsinn. Auch die Protagonisten dieses Buches sind sehr detailliert dargestellt, ohne dass es übertrieben oder es langweilig wird. Der 3. und letzte Band erscheint am 12.10.2011 und ich weiß: Den muss ich lesen.

Bewertung: Note 1+

Der Autor:
Haruki Murakami wurde 1949 in Kyoto, Japan geboren und wuchs in Kobe auf. Nach abgeschlossenem Studium verließ er 1975 die Waseda-Universität in Tokio, wo er anschließend sieben Jahre lang Eigentümer einer kleinen Jazz-Bar war.

Mehr zu dem Autoren erfahrt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Irgendwo im www habe ich etwas über dieses Buch gelesen was mich veranlasst hat, es auf meine Wunschliste zu packen. Als ich die Tage in der Bibliothek war (wohlgemerkt, nur um zu schauen, ob sich eine Anmeldung lohnen würde), sah ich es bei den Bestellern und habe mich prompt anmeldet und das Buch mitgenommen.