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Dienstag, 16. August 2016

[Rezension] Jonas Jonasson - Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 352
ISBN: 978-3-570-58562-7
Erscheinungstermin: 7. April 2016
Format: Hardcover

Verlag: carl´s books



Klappentext: gem. Random House:
Johan Andersson – seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch »Mörder-Anders« genannt – ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job sowie neue Freunde. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftstüchtigen Pfarrerin Johanna Kjellander, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotel-Rezeptionisten Per Persson gründen sie eine »Körperverletzungsagentur« mit Mörder-Anders in der Rolle des Auftragsschlägers. Die Nachfrage läuft blendend. Bis Mörder-Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt, sich plötzlich für Gott interessiert und friedfertig werden will. Doch Stockholms Gangsterbosse haben mit ihm noch eine Rechnung offen und nehmen Mörder-Anders und seine Freunde gründlich in die Zange …


Rezension: 
Johan Andersson hat seine besten Jahre schon hinter sich und diese stilecht im Knast verbraucht. Seit seiner Jugend ist er in den staatlichen Verwahranstalten ein und aus gegangen und auch wenn er nach einem jeden Aufenthalt Besserung gelobte, so sorgte doch der Alkohol dafür, dass diese Vorsätze im Rausch schnell wieder dahin waren und Andersson schon bald wieder einfuhr. Auf Grund seiner Vergangenheit wird Johan Andersson auch von niemand mehr mit seinem bürgerlichen Namen angesprochen, sondern nur noch als Mörder-Anders. Derzeit ist er frisch aus der Haft entlassen und dieses Mal soll es wirklich das letzte Mal gewesen sein! Zukünftig will er sich von allem fernhalten, was ihm auch nur im entferntesten wieder in sein altes Leben zurückbringen könnte - von daher braucht er einen völligen Neufang, inklusive neuer Behausung und neuer Freunde.

Eine kleine Pension soll seine neue Unterkunft sein - und dort bietet sich auch gleich die Möglichkeit neue Freundschaften zu schließen. Rezeptionist Per Persson ist der Auserkorene, der von nun an Mörders-Anders Freund sein wird, ob er will oder nicht und ehrlich gesagt, er will nicht, traut sich aber nicht, es diesem zu sagen, denn immerhin ist Mörder-Anders ein Mörder. Überhaupt fühlt sich Per Persson vom Leben überaus gebeutelt - nicht nur, dass er einen trostlosen Job hat, keine Freunde und somit auch keine wirkliche Erfüllung in seinem Leben, nein, zu allem Unglück hat er auch noch Mörder-Anders als Freund am Hals. Eigentlich kann es nur noch bergauf gehen - eigentlich.

Während einer Pause von seiner Arbeit (und Mörder-Anders) trifft Per Persson auf Johanna Kjellander, eine vom Glauben abgefallene Pfarrerin. Also was skurrile Gestalten in seinem Leben angeht, dafür hat Per Persson wirklich ein Händchen. Tatsächlich freunden sich Johanna und Per schnell an und da es bei beiden finanziell bisher nicht so gut aussieht, haben sie eine Idee - eine Körperverletzungsagentur, mit Mörder-Anders als ausführendem Organ, während Per und Johanna die organisatorische Leitung übernehmen. Denn wer ist prädestinierter dafür, Schulden anderer Leute einzutreiben, als ein ehemaliger Mörder? Tatsächlich boomt innerhalb kürzester Zeit das Geschäft, es kommen immer mehr Aufträge rein, auch wenn Johanna und Per ganz schön zu tun haben, Mörder-Anders zur Arbeit anzuhalten, denn dieser hat das Arbeiten nun einmal nicht erfunden. Wenn er nur alle Aufträge bedienen würde, die hereinkommen, alle drei wären in absehbarer Zeit reich - doch dann befällt Mörder-Anders etwas, womit niemals zu rechnen war - der Glauben an Gott und das es Mörder-Anders Aufgabe wäre, Gutes zu tun. Nun ist guter Rat teuer, denn nach wie vor stehen Aufträge aus und Mörder-Anders weigert sich strikt, seiner bisherigen Berufung nachzugehen - die Religion hat ihn voll vereinnahmt ...


Der Mörder, die Pfarrerin und der Rezeptionist! Der Plot wurde, wie die vorherigen Bücher des Autors, wieder herrlich skurril erarbeitet. Besonders gut haben mir die herrlichen Richtungswechsel innerhalb des Plots gefallen, sodass ich mir als Leser nie sicher war, wohin mich diese Geschichte führen wird. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir die Figur des Per Persson, denn dieser arme Tropf ist in eine völlig unmögliche Situation geraten und vermag es dennoch, das beste aus ihr zu machen, wobei er immer wieder den durchgeknallten Mörder auf Spur bringen muss. Den Schreibstil empfand ich als locker-leicht zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch sehr humorvolle Lesestunden bereitet hat.

Bewertung


Von Jonas Jonasson bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Der Autor:
Jonas Jonasson, geboren 1961 im schwedischen Växjö, arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Journalist unter anderem für die Zeitungen „Smålandsposten“ und „Expressen“. Später gründete er eine eigene Medien-Consulting-Firma. Doch nach 20 Jahren in der Medienwelt verkaufte er seine Firma und schrieb den Roman, über den er schon jahrelang nachgedacht hatte: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand. Das Buch trat in Schweden eine regelrechte Allan-Karlsson-Manie los und wurde zu einem Weltbestseller. Auch die Verfilmung war international höchst erfolgreich. Im November 2013 erschien Jonassons zweiter Roman Die Analphabetin, die rechnen konnte in Deutschland und wurde sofort zum Nr.-1-Bestseller. (übernommen von Random House)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich  mir geliehen. 


Freitag, 29. April 2016

[Rezension] Jonas Jonasson - Die Analphabetin, die rechnen konnte



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 448
ISBN: 978-3-570-58512-2  
Erscheinungstermin: 15. November 2013
Format: Hardcover

Verlag: carl´s books



Klappentext: gem. Random House:
Die aberwitzige Geschichte der jungen Afrikanerin Nombeko, die zwar nicht lesen kann, aber ein Rechengenie ist, fast zufällig bei der Konstruktion nuklearer Sprengköpfe mithilft und nebenbei Verhandlungen mit den Mächtigen der Welt führt. Nach einem besonders brisanten Geschäft setzt sie sich nach Schweden ab, wo ihr die große Liebe begegnet. Das bringt nicht nur ihr eigenes Leben, sondern gleich die gesamte Weltpolitik durcheinander...


Rezension: 
Die kleine Nombeko muss schon als 5-jährige schwere Eimer voller menschlicher Exkremente im Soweto schleppen, denn so etwas wie eine funktionierende Kanalisation gibt es in der Townshipsiedlung nicht. Nombeko ist ein cleveres Mädchen, das vielleicht nicht lesen kann, dafür aber besser rechnen, als jeder Taschenrechner. Schnell steigt das Mädchen in der Hierarchie der Exkrementenbeseitigung auf und wird die rechte Hand des Chefs. Als dieser abgesetzt wird, übernimmt sie diesen Posten. Tatsächlich gelingt es ihr, die wenigen Geldern, die ihr zur Verfügung stehen, zu verwalten und dennoch sind ihre Tage gezählt. Als Nombeko genügend Geld zusammen hat, will sie ihr Glück in der großen Stadt versuchen.

Doch kaum dort angekommen, wird sie von einem betrunkenen Ingenieur angefahren. Anstatt sie vor Gericht Schmerzensgeld zugesprochen bekommt, muss sie jahrelang beim Ingenieur arbeiten, um die Schäden an seinem Wagen abzubezahlen. Nombeko scheint einfach kein Glück zu haben - zumindest nicht, wenn es darum geht, ihre eigenen Träume zu verwirklichen. Beim Ingenieur lernt sie drei chinesische Schwestern kennen, die ihren Nutzen aus der Arbeit beim Ingenieur ziehen.

Nachdem der Ingenieur, der mit dem Bau von einer Atombombe beauftragt wurde, bei der Regierung in Ungnade fällt, gelingt Nombeko schlussendlich die Flucht nach Schweden. Dort angekommen gelingt es ihr durch einen Trick, das Asylheim zu verlassen und unterzutauchen. Final trifft sie in Schweden auf Holger und dessen Zwillingsbruder Holger. Als wäre das nicht schon verwirrend genug, gibt es da noch eine Kleinigkeit, die Nombeko mit im Gepäck hat - eine Atombombe, die es nicht geben dürfte ...


Die Analphabetin und die Atombombe! Der Plot wurde herrlich skurril und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders schön fand ich, wie unvorhersehbar der Plot erarbeitet war. Das einzige, was für mich von Anfang an feststand, ist, dass mich die Reise nach Schweden führen würde - vom Rest habe ich mich einfach überraschen lassen. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir der (intelligente) Holger, der einfach nur sein Herz auf dem rechten Fleck hat, jedoch leider in seinem Leben auch immer nicht so vorankommt, wie es ihm zustünde, da er wiederholt die Fehler seines Zwillingsbruders Holger ausbügeln muss. Den Schreibstil empfand ich sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung


Von Jonas Jonasson bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Der Autor:
Jonas Jonasson, geboren 1961 im schwedischen Växjö, arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Journalist unter anderem für die Zeitungen „Smålandsposten“ und „Expressen“. Später gründete er eine eigene Medien-Consulting-Firma. Doch nach 20 Jahren in der Medienwelt verkaufte er seine Firma und schrieb den Roman, über den er schon jahrelang nachgedacht hatte: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand. Das Buch trat in Schweden eine regelrechte Allan-Karlsson-Manie los und wurde zu einem Weltbestseller. Auch die Verfilmung war international höchst erfolgreich. Im November 2013 erschien Jonassons zweiter Roman Die Analphabetin, die rechnen konnte in Deutschland und wurde sofort zum Nr.-1-Bestseller. (übernommen von Random House)

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Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich  mir geliehen. 


Dienstag, 19. Januar 2016

[Rezension] Vina Jackson - 4 Seasons: Zeiten der Lust (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3-570-58543-6
Erscheinungstermin: 10. November 2014  (1. Auflage)
Preis: 1
2,99 EUR (D), 13,40 EUR (A), 17,90 CHF
Format: Paperback 
Verlag: carl´s books

Klappentext gem. carl´s books:
Die attraktive rothaarige Summer, erfolgreiche Violinistin, ist durch den unerwarteten Tod ihres Liebhabers Dominik am Boden zerstört. Sie zieht sich von Freunden und Bekannten zurück und widmet sich ausschließlich der Musik. Um ihren Schmerz zu überwinden, begibt sie sich mit ihrer Violine auf eine Welttournee. Doch selbst Konzerte und Affären mit Unbekannten ändern nichts daran, dass Erinnerungen an die Nächte mit Dominiksie überwältigen und an den Rand der Selbstaufgabe treiben.

Dann wird Summer eines Tages von Antony, einem mysteriösen Theaterdirektor und Autor, kontaktiert – er lädt sie ein, die Musik zu einer Theateradaption von Dominiks zweitem Roman zu komponieren und aufzuführen. Antony weiß nichts von der intensiven und schmerzvollen Liebesbeziehung zwischen den beiden. Summer willigt ein und fühlt sich bald unwiderstehlich zu dem seltsamen Antony hingezogen ... Wird Antony die schöne Summer von Trauer und Schmerz erlösen können?

Rezension:
Summer und Dominik mussten einige Hürden überstehen, um endlich glücklich zusammen zu sein, doch mittlerweile, ja mittlerweile ist das Leben perfekt für die Beiden. Seit drei Jahren leben sie zusammen in seinem Haus und sind beruflich erfolgreich. Dominik widmet sich weiterhin der Schriftstellerei und Summer ist nach wie vor eine erfolgreiche Violistin. Doch zu Weihnachten schlägt das Schicksal zu.

Als Summer nach einem Benefizauftritt nach Hause kommt und Dominik überraschen will, findet sie diesen nur noch tot vor. Er ist an einem Herzinfarkt gestorben, inmitten seiner geliebten Bücher - doch Summer bleibt gebrochen zurück. Für Summer bricht ihre komplette Welt zusammen, denn ein Leben ohne Dominik erscheint ihr unmöglich. Zwar stehen ihr ihre Freunde zur Seite, doch aus ihrem Tief vermag sie keiner herauszuholen, ja schlimmer noch, Summer, die erfolgreiche Musikerin verlässt kaum noch das Haus und igelt sich immer weiter in ihrem Kummer ein.

Dann jedoch nimmt Antony mit Summer Kontakt auf. Dieser möchte Dominiks Buch, welches von Summers Violine erzählt, auf die Bühne bringen und bittet Summer nicht nur als Nachlassverwalterin um deren Erlaubnis, sondern auch um ihre musikalische Mitarbeit, denn nur sie könne diesem Stück Leben einhauchen und tatsächlich kehrt Summer durch diese Aufgabe langsam wieder ins Leben zurück und auch Antony erregt ihr Interesse ...


Der 1. Band der 4-Seasons-Reihe! Der Plot wurde abwechslungsreich und sinnlich erarbeitet, doch leider, ja ich muss es zugeben, ist in meinen Augen die falsche Person gestorben. Von der Kombination Summer/Dominik empfand ich Dominik schon immer als faszinierenderen Part des Paares, doch leider ist dieser jetzt nicht mehr. Sicherlich ist Summer eine durchaus interessante Persönlichkeit, doch mit ihr verbinde ich nicht so das Feeling, welches ich mit Dominik assoziierte. Auch kann ich Summers Beweggründe teils nur sehr schwer nachvollziehen, da sie sehr gefühlsbetont agiert und ich diesen Interpretationen nicht immer folgen kann. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, werde diese Reihe wohl aber nicht fortsetzen, da mich die Figur der Summer, die mir teilweise doch sehr egoistisch und selbstzerstörerisch erscheint, wenig anspricht.

Bewertung: 

Von Vina Jackson bereits gelesen und rezensiert:


Die Autoren:
Vina Jackson ist ein Pseudonym hinter dem sich zwei etablierte Autoren verbergen, die bei diesem Buch zum ersten Mal zusammenarbeiten. Er ist ein bekannter Lektor, Radiojournalist, Kolumnist, der bereits neun Romane veröffentlicht hat und eine große Sammlung von Erotika besitzt. Sie hat ebenfalls bereits Bücher geschrieben, arbeitet im Finanzsektor und ist eine feste Größe in der Londoner Fetisch-Szene. (übernommen von Randomhouse)

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei



bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.

Dienstag, 20. Oktober 2015

[Rezension] Susanne Kliem - Trügerische Nähe



Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 352
ISBN: 978-3-570-58550-4
Erscheinungstermin: 14. September 2015 (1. Auflage)
Preis: 14,99 EUR (D), 15,50 EUR (A), 20,50 CHF
Format: Paperback 
Verlag: carl´s books

Klappentext gem. carl´s books:
In einem Dorf vor den Toren Berlins erfüllen sich zwei Paare Mitte vierzig ihren Traum: Sie ziehen auf einen stilvoll renovierten Hof und freuen sich auf ein beschauliches, naturnahes Landleben. Die beiden Männer kennen sich aus Studienzeiten, auch ihre Partnerinnen Marlis und Nora verstehen sich gut. Als ganz unerwartet Livia, Marlis’ attraktive Tochter aus erster Ehe, auftaucht, setzt sie eine gefährliche Dynamik in Gang. Die junge Frau wirkt verzweifelt, scheint in etwas verstrickt, über das sie nicht sprechen möchte. Alle sorgen sich um sie. Doch Livia verfolgt ihre ganz eigenen abgründigen Interessen und spielt die Bewohner gnadenlos gegeneinander aus. In kürzester Zeit verwandelt sich der idyllische Hof in einen beklemmenden Ort: Eifersucht, Neid und Verdächtigungen vergiften alle Beziehungen und enden in erbitterter Feindschaft. Dann wird auf einer Waldlichtung eine Leiche gefunden. Und allen ist klar, dass der Täter nur einer von ihnen sein kann …

Rezension:
Seesendorf bei Berlin, die neue Heimat von Alexander und Nora sowie Johannes und Marlis. Alexander und Johannes sind Studienfreunde und das Leben in der Stadt leid, sodass sie die Chance nutzen, gemeinsam auf einem geerbten Bauernhof, den sie von Grund auf renovieren, einen ruhigen Lebensabend zu verbringen. Zwar sind beide Paare erst in den Vierzigern, dennoch sehen sie sich nach Ruhe auf dem Lande. Die Männer werden nach wie vor täglich in die Stadt pendeln, immerhin hat Johannes dort ein Architekturbüro und Alex ist Professor (Parasitologe) an der Universität, doch die Frauen müssen nicht täglich diese Strapazen auf sich nehmen. Marlis betreibt einen Onlineshop, hier ist es egal, von wo aus sie ihre Ware versendet und Nora, ja Nora macht eine längere Pause vom Berufsleben. Vor nicht allzu langer Zeit war sie eine erfolgreiche Galeristin und auch heute noch gehört ihr die Galerie, doch nach einem Burn-Out ist sie derzeit nicht in der Lage, wieder zu arbeiten - hier soll das Landleben Abhilfe schaffen und sie endlich zur Ruhe kommen.

Obwohl sie neu in Seesendorf sind, finden die beiden Paare schnell Anschluss. Gleich gegenüber wohnt die überaus sympathische Ärztin Diana Wolf, mit der sich die Paare schnell anfreunden. Jedoch gibt es, wie wohl in jeder Dorfgemeinschaft, auch die etwas verschrobenen Typen, hier in Form von Nachbar Norbert Dierks, der nach dem Tod seiner Frau zusammen mit seiner geistig zurückgebliebenen Tochter Hanna auf einem heruntergekommenen Hof lebt. Dianas Herzensprojekt ist es, mit den Dorfbewohnern ein Theaterstück auf die Bühne zu stellen - damit rennt sie bei Marlis offene Türen ein. Zwar schauspielert sie nicht selbst, aber Livia, ihre Tochter aus einer früheren Beziehung macht derzeit eine Schauspielausbildung in München, sodass Marlis ja fast "vom Fach ist".

Dann jedoch taucht, völlig unerwartet und angemeldet, eben jene Livia auf dem Hof auf und bringt allein durch ihre Anwesenheit das harmonische Gleichgewicht durcheinander, denn Livia gehört zu den Frauen, die sich nehmen, was ihnen gefällt, sei es ein Kleidungsstück aus einem fremden Kleiderschrank oder gar einen Ehemann einer anderen Frau. Vor allem Nora hofft, dass Livia bald wieder vom Hof verschwindet und zurück nach München geht, doch Livia hat so ihre ganz eigenen Pläne und kurz darauf gibt es eine Leiche im angrenzenden Wald ...



(Alb)Traum Landleben! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie die Autorin es schaffte, wirklich grundverschiedene Figuren (freiwillig) an einem Ort zu versammeln und durch das Erscheinen einer weiteren Figur dieses sehr sensible Konstrukt nach und nach zu Einsturz zu bringen, sodass sich nach und nach die wirklichen Facetten der einzelnen Figuren offenbaren. Die Figuren selbst wurden authentisch und einzigartig erarbeitet, sodass ein hoher Wiedererkennungswert jederzeit gegeben war. Den Schreibstil kann ich nur als packend, ja teilweise beklemmend beschreiben, sodass ich mich am liebsten gar nicht mehr von dem Buch getrennt hätte.

Bewertung: 

Von Susanne Kliem bereits gelesen und rezensiert:





Die Autorin:
Susanne Kliem wurde 1965 am Niederrhein geboren. Sie arbeitete u.a. als Pressereferentin für Fernsehserien von ARD und ZDF und für das größte deutsche Theaterfestival »Theater der Welt«. Ihre Krimis wurden bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihr 2013 bei carl's books Die Beschützerin. (übernommen von Randomhouse)
Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.

Donnerstag, 3. September 2015

[Rezension] Mathias Malzieu - Der kleinste Kuss der Welt


Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 144
ISBN: 978-3-570-58547-4
Erscheinungstermin: 31. August 2015 (1. Auflage)
Preis: 12,99 EUR (D), 13,40 EUR (A), 17,90 CHF
Format: Paperback 
Verlag: carl´s books

Klappentext gem. carl´s books:
Leseprobe: Ich hatte den kleinsten Kuss der Welt im Théâtre du Renard verloren. Er war mir mitten in der Nacht beim Tanzen von den Lippen geglitten, als mein Blick auf ein blaues Petticoatkleid mit großen weißen Tupfen fiel. Anmut, Sinnlichkeit und Verlockung. Ein Hauch von Geheimnis. Immer, wenn ich mich ihr nähern wollte, entwischte sie mir. Nach einem getänzelten Slalom stand ich endlich der Frau gegenüber, die mich magnetisierte. Ich brachte kein Wort heraus. Aus Angst, die Flut könnte sie abermals davonspülen, küsste ich sie. Der Anflug eines Kurzschlusses. Wir berührten einander kaum. Der kleinste Kuss der Welt. Ein grelles Licht, und dann nichts. Sie war fort. Als wäre ihr Mund ein magischer Schalter – wenn man ihn umlegt, löst sie sich in Luft auf. Ich hörte sie davongehen, hörte ihre Schritte verklingen. Sie war also gar nicht verschwunden, sie war bloß unsichtbar geworden! Wir hatten einander den kleinsten Kuss der Welt gegeben, und sie hatte sich verflüchtigt, abrupt wie ein Stromausfall. Ich musste sie unbedingt wiederfinden.

Rezension:
Er ist ein 37-jähriger deprimierter Erfinder, der im Théâtre du Renard den kleinsten Kuss der Welt verloren hat. Als er sie sah, war er sofort von ihr fasziniert, doch kaum berührten seine Lippen die ihren, war sie verschwunden, einfach unsichtbar, denn er wusste, dass sie noch da war, er hörte das Geräusch ihrer Schritte, nur sah er sie nicht mehr. Doch wie soll er sie, die Unsichtbare, in einer großen Stadt wie Paris nur wiederfinden?

Erstaunlicherweise weiß seine Apothekerin Rat. Louisa weiß von einem pensionierten Privatdetektiv, der auf solch spezielle Fälle ausgerichtet ist. Kurz darauf macht er die Bekanntschaft von Gaspard Neige, in den er all seine Hoffnungen steckt, doch dieser verweist ihn auf seinen überaus talentierten Papagei, der schon immer eine Schwäche für schöne Frauen hatte und diese anhand ihrer speziellen Merkmale findet. Tatsächlich weiß er nicht viel von ihr, nur dass ihre Lunge einen Pfeifton in d-Moll von sich gibt und ihre Lippen nach elektrischen Himbeeren schmecken. Nun ist guter Rat teuer, denn damit der Papagei die Unsichtbare finden kann, muss er erst den Pfeifton hören und optimaler Weise auch ihre Lippen schmecken.

Tatsächlich gelingt es ihm mit einer List und dank der Hilfe der Apothekerin Louisa, an den Lungenpfeifton zu kommen und er schickt damit den Papagei durch Paris. Dieser kommt mit einigen Antworten wieder, doch sind diese nicht eindeutig. Zum Glück ist er Erfinder, wenn auch ein deprimierter, doch es liegt in seiner Natur, Dinge zu erfinden und so wird er alles daran setzen, den Geschmack von elektrischen Himbeeren einzufangen, denn so sollte es dem Papagei möglich sein, die eine zu finden ...


Ein alles verändernder Kuss! Der Plot wurde wieder fantastisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie sich der Erfinder und die Unsichtbare miteinander arrangieren, nachdem er sie endlich gefunden hat. Die Protagonisten wurden facettenreich erarbeitet, wobei mein Herz hier eindeutig für die Unsichtbare schlägt, denn diese hat kein leichtes Schicksal und dass sie nach einem Kuss unsichtbar wird, macht das ganze nicht besser, aber sie weiß was sie will und ist bereit alles zu riskieren, um das zu schützen, was sie liebt. Den Schreibstil empfand ich als geradezu bezaubernd zu lesen, ich fühlte mich förmlich in die Geschichte hinein katapultiert und habe sie erst nach Ende der Lektüre wieder verlassen.
Bewertung: 

Von Mathias Malzieu bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor:
Mathias Malzieu, geboren 1974 in Montpellier, Frontmann der französischen Kultband "Dionysos", ist ein Meister im Erfinden von einzigartigen Traumwelten. Nach dem internationalen Überraschungsbestseller Die Mechanik des Herzens wurde auch Metamorphose am Rande des Himmels zu einem sensationellen Erfolg in Frankreich. Malzieus nächster Roman erscheint in Kürze in Frankreich. (übernommen von Randomhouse)
Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben. 

Mittwoch, 26. August 2015

[Rezension] François Saintonge - Dolfi und Marilyn


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 288
ISBN: 978-3-570-58537-5
Erscheinungstermin:
8. September 2014 (1. Auflage)
Preis: 1
4,99 EUR (D), 15,50 EUR (A), 20,50 CHF
Format:
Broschiert
Verlag:
carl´s books


Klappentext gem. carl´s books:
Paris im Jahr 2060. Der geschiedene, alleinerziehende Geschichtsprofessor Tycho Mercier gerät durch einen Tombolagewinn in den Besitz eines Klons. Doch er bekommt nicht irgendeinen Klon vom Supermarkt geliefert: Es ist A.H.6, der sechste existierende, eigentlich verbotene Klon von Adolf Hitler. Dieser ist allerdings ganz anders als der Lieferant seines genetischen Materials: Er ist sanftmütig, bescheiden, unterwürfig und für Tychos Sohn ein willkommener Spielkamerad bei Computerkriegsspielen. Zu diesem merkwürdigen Hausgast gesellt sich bald noch ein Klon von Marilyn Monroe, den Tycho Mercier von seinem Nachbarn erbt. Sie verkörpert den Schwarm seiner Jugendjahre, aber auch sie riecht nach Ärger, denn es handelt sich um eine Raubkopie aus Südostasien …


Rezension:
Der 50-jährige Tycho Mercier lebt ein ruhiges und bescheidenes Leben in einem Pariser Vorort. Er arbeitet als Dozent für Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts an der Universität und ist mit seinem Leben recht zufrieden. Die Ehe mit seiner Frau Phoebé zerbrach vor einigen Jahren und der gemeinsame 10-jährige Sohn Bruno lebt nach wie vor beim Vater, wobei er alle zwei Wochenenden bei seiner Mutter verbringt. Phoebé ist zwischenzeitlich wieder anders liiert und leitet ihr eigenes Fitnessstudio, eine Tätigkeit, die voll und ganz ihrem Naturell entspricht. Wobei es in Tychos Leben doch etwas gibt, das in ihm Begehren weckt - Marilyn, jedoch nicht das Original, denn die ist ja schon einige Jahrzehnte tot, sondern die Marilyn von Bassompierre, einem Notar im Ruhestand, der einen Marilyn-Klon besitzt.

Doch mit der Ruhe im Haushalt Mercier ist es vorbei, als ein Gewinn die beiden erreicht. Vor kurzem hatte Phoebé im Beisein ihres Sohnes an einem Gewinnspiel im Supermarkt teilgenommen und für den Fall eines Gewinns die Adresse ihres Sohnes angegeben. Tatsächlich hat gerade dieses Los den Hauptgewinn eingebracht - einen Klon. Doch nicht irgendeinen Klon, es ist ein Klon von Adolf Hitler, eine Klonreihe, die erst kürzlich verboten wurde. Nun hat Tycho ein Problem, denn selbst der Besitz eines solchen Klons ist verboten. Ein Dutzend davon wurden gezüchtet und wurden auch wieder zurück gerufen. Wie dieser ausgerechnet bei ihm landen konnte, ist Tycho nicht ganz klar. Als jedoch Tycho in Phoebés Beisein am nächsten Tag versucht, den Klon im Supermarkt zurückzugeben, wird dieser nicht zurückgenommen. Frustriert nimmt er Nr. 6 (von 12) wieder mit nach Hause, sehr zur Freude von Bruno, der in Dolfi bereits einen Freund gefunden hat.

Tatsächlich stellt sich heraus, dass es sich bei Dolfi um ein sehr friedliches Exemplar handelt, sodass er vorerst (zähneknirschend seitens Tycho) bei den Merciers bleiben und sich im Haushalt nützlich machen darf. Doch es kommt noch schlimmer. Plötzlich steht eine völlig verzweifelte Marilyn bei Tycho in der Tür. Ihr Besitzer hatte einen Schlaganfall und man einigt sich darauf, dass besagte Marilyn so lange bleiben darf, bis Bassompierre wieder aus dem Krankenhaus entlassen wird. Als dieser jedoch kurz darauf verstirbt, ist guter Rat teuer, denn zwischenzeitlich hat Tycho mitbekommen, dass es sich bei Marilyn nicht um einen legalen Klon handelt, sondern um eine illegale Raubkopie. Als dann auch noch die Polizei vor der Tür steht, ergreifen die beiden ungleichen Klone die Flucht ...


Illegale Klone berühmter Persönlichkeiten! Der Plot wurde futuristisch-real und abwechslungsreich erarbeitet. Mag man auch von der Idee des Klonens generell halten, was man will, aber wenn das Klonen von Menschen eines Tages tatsächlich möglich sein sollte, wo ist die Grenze? Wer darf wie oft geklont werden? Ist das die moderne Sklaverei der Zukunft, denn Klone sind ja keine vollwertigen Menschen? Auf jeden Fall bietet dieses Buch interessante Denkansätze in diese Richtung. Die Figuren wurden durchaus facettenreich erarbeitet, wobei ich hier eindeutig sagen muss, dass in meinen Augen die meiste Persönlichkeit ausgerechnet der Klon Marilyn hatte. Selbst Tycho, als Protagonist, blieb etwas blass neben dieser schillernden Persönlichkeit, von dem anderen, sehr zurückhaltenden Klon mal nicht zu sprechen. Der Schreibstil empfand als sehr angenehm zu lesen, ich hatte keinerlei Probleme, hier voll in das Buch einzutauchen.

Bewertung

Der Autor: 
François Saintonge ist das Pseudonym eines erfahrenen französischen Schriftstellers. Der Urheber selbst bezeichnet sich als Klon eines Autors, der entschlossen ist, im Hintergrund zu bleiben, um zu verhindern, dass seine physische Präsenz sich vor sein Werk und die faktische Wahrnehmung seiner Worte schiebt. Wer glücklich schreiben will, schreibe im Verborgenen! (übernommen von Randomhouse)

 Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Donnerstag, 9. Juli 2015

[Rezension] Alessia Gazzola - Die Spur der Principessa (Band 3)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-570-58551-1
Erscheinungstermin:
15. Juni 2015 (1. Auflage)
Preis: 1
4,99 EUR (D), 15,50 EUR (A), 20,50 CHF
Format:
Broschiert
Verlag:
carl´s books


Klappentext gem. carl´s books:
Die angehende Rechtsmedizinerin Alice Allevi sitzt in der Klemme: Immer wieder hat sie davon geträumt, ihre zickige und karrieresüchtige Kollegin Ambra della Valle loszuwerden. Jetzt ist Ambra wirklich verschwunden, ohne jede Nachricht oder Spur. Kurz darauf fördern Baggerarbeiten ein Skelett zutage. Auf dem Schädel befindet sich eine Kinderkrone aus Plastik. Polizeiinspektor Calligaris beginnt mit den Ermittlungen und bittet Alice um Unterstützung. Bei dem Skelett handelt es sich um die Überreste von Viviana Montosi, einer begabten Archäologiestudentin, die seit 2006 vermisst wird. Alice beginnt sich näher mit Vivianas Leben zu beschäftigen. Als sie entdeckt, wer ihre beste Jugendfreundin war, kriegt sie es mit der Angst zu tun: Es war Ambra della Valle …

Mit unkonventionellen Methoden, Neugier und besonderem Einfühlungsvermögen gelingt es Alice erneut, den Fall zu lösen. Und das, obwohl sie nebenbei von ihrer neuen Mitbewohnerin auf Trab gehalten wird und immer noch mit Beziehungsproblemen zu kämpfen hat.


Rezension:
Eigentlich könnnte es im Leben der chaotischen Assistenzärztin Alice Allevi nicht besser laufen. Gut, ihre neue Mitbewohnerin ist depressiv, nimmt jedoch brav ihre Pillen und ist auch noch die Tochter ihres obersten Chefs, sodass sie sich da jetzt wirklich nicht beschweren kann und das Beste ist: Seit einem Monat ist die Oberzicke Ambra Negri Della Valle verschwunden. Nun ja, es sollte das Beste sein, doch Ambra ist spurlos verschwunden und irgendwie findet Alice nicht den Frieden, denn sie sich erhofft hatte, wenn sie nicht mehr in ihrem Leben vorhanden ist. Ist Ambra ausgestiegen, geflohen oder ist ihr was passiert? Und wenn Alice ganz ehrlich ist, seit Ambras Verschwinden herrscht eine unterschwellige Angst in den Fluren des Instituts für Gerichtsmedizin. Könnte vielleicht Claudio Conforti, Ambras Ex-Freund und eine Ex-Affäre von Alice, etwas mit ihrem Verschwinden zu tun gehabt haben?

Doch damit nicht genug. Als sie zufällig mit Claudio beim Essen ist, wird dieser zu einem Leichenfundort gerufen. Alice begleitet ihn kurzerhand und trifft vor Ort auf Inspettore Roberto Calligaris. Vor Ort befindet sich tatsächlich die Leiche einer jungen Frau, die bereits seit Jahren dort ruht. In ihrem Grab ist ebenfalls eine Spielzeugkrone aus Plastik - woraufhin die Tote nur noch die "Principessa" ist. Doch wer war die junge Frau und warum wurde sie in solch einem unwürdigen Grab verscharrt?

Mittels rechtsmedizinischer Untersuchungen steht schnell fest, dass die Unbekannte europäischer Herkunft war. Danke einer DNA-Analyse anhand von Vermisstenfällen kann die Tote als Viviana Montosi identifiziert werden. Doch auch wenn die Ermittler nun wissen, wer die Tote ist, finden sie dennoch kein Motiv, welches die Ermordung der Archäologiestudentin rechtfertigt. Im Auftrag von Calligaris schnüffelt Alice etwas mit ihrer unnachahmlichen Art in Vivianas Vergangenheit und macht dabei eine schockierende Entdeckung: Viviana und Ambra waren einst in einer Klasse ...


Der 3. Band der Alice-Allevi-Reihe! Der Plot wurde abwechslungsreich und spannend erarbeitet. Dieser spielt u. a. auf zwei Zeitebenen, denn das Opfer korrespondierte kurz vor ihrem Tod, sodass der Leser aus diesen gesammelten Unterlagen aus der Sicht der Toten nachverfolgen konnte, wie es zu ihrem Tod kam. Besonders faszinierend empfand ich, dass gerade jene Tote eine gemeinsame Vergangenheit mit Ambra Negri Della Valle hatte, welche alles andere als eine Sympathieträgerin in den bisherigen Bänden war und ganz ehrlich, deren rätselhaftes Verschwinden empfand ich schon als sehr gespenstisch. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei hier auch in diesem Band mein Herz für Protagonistin Alice schlug, denn dieses schusselige junge Frau schafft es doch immer wieder, sich in größte Schwierigkeiten zu bringen und diese dennoch mehr oder weniger unbeschadet zu überstehen. Der Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, gerade in Bezug auf das Verschwinden von Ambra hat die Autorin sehr geheimnisvoll agiert. An dieser Stelle ist erst einmal wieder Schluss mit der Reihe, jedoch hoffe ich, dass möglichst bald ein 4. Band um die schusselig-geniale Alice Allevi erscheint.

Bewertung

Von Alessia Gazzola bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin: 
Alessia Gazzola, geboren 1982 in Messina, ist Chirurgin und hat gerade ihre Facharzt-Ausbildung zur ihrem Traumberuf beendet - Rechtsmedizinerin. Ihre weitere große Leidenschaft ist seit ihrer Kindheit das Schreiben. Mit ihrem Krimidebüt Mit Skalpell und Lippenstift (carl's books 2012) erlebte sie einen riesigen internationalen Erfolg. Auch Herzversagen wurde in Italien sofort ein Bestseller. Im Moment schreibt sie am dritten Band der erfolgreichen Serie. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Mittwoch, 19. März 2014

[Rezension] Susanne Kliem - Die Beschützerin


Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 320
ISBN: 978-3-570-58531-3
Erscheinungstermin: 3. März 2014 (1. Auflage)
Preis: 1
4,99 EUR (D), 15,50 EUR (A), 21,90 CHF
Format: Paperback 

Klappentext gem. carl´s books:
Janne Amelung, erfolgreiche Event-Managerin bei einem Berliner Fernsehsender, muss ihre Abteilung vor Unternehmensberatern präsentieren. Die Atmosphäre ist angespannt – es steht viel auf dem Spiel. Umso erleichterter ist Janne, dass Vanessa Ott aus dem Beraterteam aufgeschlossen und sympathisch wirkt und sogar den privaten Kontakt zu ihr sucht. Janne lässt sich dankbar darauf ein – auch wenn sie das starke Interesse der Beraterin insgeheim irritiert. Aber Nein sagen ist nicht gerade ihre Stärke.
Kurze Zeit später hat sich Jannes Situation komplett gewendet: Sie wird zum Opfer von Mobbing und Intrigen, selbst ihre engsten Kollegen misstrauen ihr nun. Dann dringt jemand heimlich in ihre Wohnung ein, benutzt ihre persönlichsten Dinge. Als ihr eine Affäre angehängt wird und ihre große Liebe Gregor sich von ihr abwendet, erkennt Janne, dass sie Opfer eines teuflischen Plans ist. Aber wer steckt dahinter?
Es ist jemand, der sie ganz genau durchschaut und ihr immer einen Schritt voraus ist ...

Rezension:
Janne Amelung ist eine Frau, die mitten im Leben steht. Sie arbeitet als Event-Managerin beim Berliner Fernsehsender Alfa.Sat und geht mit Begeisterung ihrer Tätigkeit nach, denn die Marketingabteilung ist für die Spendensammlung zu Gunsten von Kinderhilfsprojekten verantwortlich. Zwar bringt dies häufig Überstunden mit sich, doch Janne ist der Meinung, dass es sich lohnt. Ihr Freund Gregor Behrendt sieht das ein bisschen anders, zumal bereits mehr als einmal gemeinsame Aktivitäten durch ihre Arbeit abgesagt werden mussten. Nunmehr steht eine Überprüfung durch die Bloomsdale Consulting ins Haus, um die Abteilung effektiver zu gestalten - sprich: Geld einzusparen, wo es nur geht. Gunter von Hirten, Jannes Chef, ist seitdem er von der Überprüfung erfahren hat, extrem nervös und reizbar, denn allen ist bewusst, dass Einsparungen mit Entlassungen einhergehen könnten und allgemein hat von Hirten nicht unbedingt den besten Ruf in der Abteilung.

Die Überprüfung wird von Seiten Bloosdale von Vanessa Ott und Mark Winter durchgeführt. Mark macht auf Janne einen eher reservierten Eindruck, während Vanessa sehr offen und freundlich wirkt. Janne willigt sogar ein, mit Vanessa ihre Pause zu verbringen, obwohl es ihr eigentlich nicht recht ist, doch sie will sie nicht verärgern, immerhin hängt viel von der Beurteilung ab. Doch bei einem Mittagessen soll es nicht bleiben. Irgendwie gelingt es Vanessa, sich auch abends mit Janne zu treffen. Janne fühlt sich etwas bedrängt, mach sicht allerdings keine weiteren Gedanken darüber, denn zufälligerweise kann man sich ja begegnen, auch wenn Berlin groß ist.

Langsam geht Janne allerdings auf, das mit Vanessa Ott irgendwas nicht zu stimmen scheint. Diese schafft es, sich von Janne, gegen deren Willen, zu einem abendlichen Konzert von ihrem neuen Nachbarn Sebastian Grolmann einladen zu lassen. Was jedoch am irritierendsten ist - während Vanessa ihr privat immer näher zu kommen scheint, geht sie, was die berufliche Ebene ist, scheinbar immer wieder auf Distanz. Janne kann sich ihr Verhalten überhaupt nicht erklären, muss aber schnell feststellen, dass irgendwer ihr übel mitspielt. Bei einer Präsentation fehlen die richtigen Unterlagen und die Daten auf ihrem PC sind manipuliert worden. Kurz darauf wird ihr Affäre angedichtet, doch das alles ist nur der Anfang. Wer setzt alles daran, ihr berufliches, wie auch privates Leben zu zerstören und vor allem: Warum?


Sei vorsichtig, mit wem du dich einlässt! Der Plot wurde packend und beklemmend zugleich gestaltet. Ausgesprochen fasziniert hat mich der Aspekt zurück gelassen, wie schnell wir anscheinend jemanden ahnungslos in unser Leben lassen können und wie es demjenigen möglich ist, dieses auf erschreckende Art und Weise sehr schnell zu zerstören. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Hier hat die Figur der Janne einen ausgesprochen starken Eindruck auf mich hinterlassen, denn diese entwickelt sich im Verlaufe des Buches zu einer stärkeren Persönlichkeit, als ich zu Beginn gedacht hätte. Auch Vanessa Ott hab bei mir definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen, denn was als unschuldige Freundschaftsbekundung begonnen haben mag, kann ganz schnell ins Gegenteil umschlagen und das mit einer Präzision, die wahrlich nur als erschreckend zu bezeichnen ist. Den Schreibstil empfand ich als geradezu fesselnd zu lesen, die Spannung baute sich immer weiter auf, sodass es mir eigentlich gar nicht möglich war, das Buch auch nur kurzfristig aus der Hand zu legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht.


Bewertung: 

Die Autorin:
Susanne Kliem wurde 1965 am Niederrhein geboren. Sie arbeitete als Pressereferentin für Fernsehserien von ARD und ZDF und für das größte deutsche Theaterfestival »Theater der Welt«. Seit 2009 schreibt sie Krimis, für die sie bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. (Text übernommen von Randomhouse)

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Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat. 

Samstag, 21. Dezember 2013

[Rezension] Tonino Benacquista - Malavita


Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 304
ISBN: 978-3-570-58528-3
Erscheinungstermin: 14. Oktober 2013 (2. Auflage)
Preis: 1
4,99 EUR (D), 15,50 EUR (A), 21,90 CHF
Format: Paperback 

Klappentext gem. carl´s books:
In dem beschaulichen Ort Cholong-sur-Avre in der Normandie lässt sich eine amerikanische Familie nieder. Fred Blake schreibt ein Buch über die Landung der Alliierten; seine Frau Maggie engagiert sich bei Wohltätigkeitsveranstaltungen; Belle, ihre Tochter, verdreht allen Männern den Kopf; und Sohn Warren wird zum Rächer des Schulhofs. Eine ganz normale Familie also? Nein, denn Fred heißt in Wahrheit Giovanni Manzoni. Er war einer der ganz großen Mafia-Bosse in den USA, bis er im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms nach Frankreich umgesiedelt wurde. Und weil es den Blakes nicht wirklich gut gelingt, sich unauffällig zu verhalten, ist vorprogrammiert, dass die Tarnung bald auffliegt …

Rezension:
In einer Nacht- und Nebelaktion ziehen Frederick "Fred" und Maggie Blake mit ihrer 17-jährigen Tochter Belle, ihrem 14-jährigen Sohn Warren und ihrem Australischen Schäferhund Malavita nach Cholong-sur-Avre in der Normandie. Fred gedenkt ein Buch über die Landung der Alliierten in der Normandie zu schreiben, Maggie ist Hausfrau und Mutter, die sich ebenfalls in Wohltätigkeitsaktionen engagiert und die Kinder gehen noch zur Schule. Eigentlich eine ganz normale Familie - eigentlich.

Vor sechs Jahren mussten Giovanni und Livia Manzoni fluchtartig ihr heimatliches Domizil in Newark, New Jersey, verlassen, ja schlimmer noch, sogar aus Amerika mussten sie fliehen, denn Giovanni hat das noch nie dagewesene getan: der Mafia-Boss hat vor Gericht ausgesagt und somit die Cosa Nostra und deren Familien öffentlich bloßgestellt bzw. dafür gesorgt, dass viele von ihnen hinter Gittern landeten. Seitdem leben sie als Familie Blake in Frankreich, leider auch hier immer wieder an wechselnden Orten, da Fred das Zeugenschutzprogramm immer wieder mit seinen Aktionen unterwandert. Der für die Familie Blake zuständige FBI-Agent Thomas Quintiliani hat somit seit mehr als sechs Jahren alle Hände voll zu tun.

Die Blakes versuchen wirklich, sich in Cholong-sur-Avre zu integrieren, aber die Einheimischen machen es ihnen nicht unbedingt leicht. So kann es schon einmal vorkommen, dass nach einem Besuch im örtlichen Supermarkt das Schaufenster in Flammen steht (legt euch nicht mit Maggie an), Jungs mit gebrochenen Nasen zurückbleiben (legt euch nicht mit Belle an), Handwerker mit gebrochenen Armen in der Notaufnahme landen (legt euch bloß nicht mit Fred an) und mafiaähnliche Strukturen in der Schule herrschen (Warren hilft immer wieder gern). Wider erwartend gelingt es Familie Blake dann doch, sich einzuleben - doch wie lange kann eine Mafiafamilie wirklich unerkannt leben, ohne dass ihre Verfolger ihnen auf die Schliche kommen?


Legt euch nicht mit den Blakes an! Der Plot wurde ausgesprochen erfrischend und abwechslungsreich gestaltet und ganz ehrlich, ich kann verstehen, warum die Figuren so gehandelt haben, wie sie es taten, ich hätte es wahrscheinlich in deren Situation nicht anders gemacht. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei gerade die Figur des Fred sehr tiefgründig entwickelt wurde, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass dieser seine Memoiren schreibt. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen angenehm zu lesen, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch mir herrliche Lesestunden und ein vergnügliches Kopfkino bereitet hat. Jetzt bin ich am überlegen, ob ich mir nicht doch die entsprechende Verfilmung anschauen sollte.


Bewertung: 

Der Autor:
Tonino Benacquista, geboren 1961 als Sohn italienischer Einwanderer, lebt in Paris. Nach einem begonnenen Filmstudium organisierte er sich mit Jobs als Schlafwagenschaffner und Pizzabäcker Geld und Stoff für seine originellen Kriminalromane, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. "Malavita" wurde von Luc Besson mit Robert DeNiro, Michelle Pfeiffer und Tommy Lee Jones verfilmt. (übernommen von Randomhouse)

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag




bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

[Rezension] Vina Jackson - 80 Days. Die Farbe der Liebe (Band 6)


Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 352
ISBN: 978-3-570-58530-6
Erscheinungstermin: 14. Oktober 2013 (1. Auflage)
Preis: 1
2,99 EUR (D), 13,40 EUR (A), 18,90 CHF
Format: Paperback 
Verlag: carl´s books

Klappentext gem. carl´s books:
Im Zentrum des abschließenden Bandes der erfolgreichen 80-Days-Serie steht Aurelia, ein Londoner Waisenkind, das an ihrem 18. Geburtstag erfährt, dass es einen unbekannten Gönner hat, der ihr ein gutes Leben ermöglicht. Doch er stellt eine pikante Bedingung ... Neben Aurelias Abenteuern erfahren die Leser im letzten Roman »Die Farbe der Liebe« wie die Geschichten von Lily und Lauralynn, aber auch Summer und Dominik enden – der furiose Abschluss der englischen Erfolgsserie.

Rezension:
Einst lernte sich im Rahmen des "Balls" eine junge Frau, die die Ball-Maitresse werden sollte und ein Ingenieur kennen und lieben und diese Liebe veränderte alles, denn die junge Frau war nicht mehr gewillt, das ihr vorbestimmte Schicksal zu erfüllen. Zusammen mit dem jungen Mann floh sie. Weit weg, in einer kleinen Stadt in Amerika ließen sie sich nieder und bekamen eine kleine Tochter. Kurze Zeit später jedoch sterben beide. Das Kind wächst in England bei sehr liebevollen Adoptiveltern John und Laura Carter auf, ihr Adoptivvater war zudem ein Freund ihres leiblichen Vaters.

Aurelia ist dieses Kind. Sie ist mittlerweile 18 Jahre alt und hängt am liebsten mit ihrer besten Freundin Siv ab. In der Liebe ist sie noch unerfahren, immer passierten merkwürdige, ja teils kuriose Ereignisse, die bestimmte Dinge zu verhindern schienen. Eines Tages erhält sie von dem Anwalt Gwilliam Irving eine Nachricht. Als sie ihn daraufhin aufsucht, muss sie feststellen, dass sie einen Wohltäter hat, der ihre finanzielle Zukunft gesichert hat. An ihrem 21. Geburtstag soll sie vollumfänglich über das Geld verfügen können, jedoch muss sie zwei Bedingungen erfüllen: Ihre Ausbildung bis zu diesem Zeitpunkt machen und nicht heiraten.

Aurelia und Siv beschließen gemeinsam, ihre Zukunft in Amerika zu suchen. Siv möchte in die Akrobatenschule, während Aurelia sich ein Jahr Auszeit gönnt, um zu entscheiden, was sie schlussendlich mit ihrem Leben anfangen will. Eigentlich fällt es den Mädchen nicht schwer, England den Rücken zu kehren, doch kurz vor ihrer Abreise hat Aurelia einen Mann kennen gelernt, der sie in England halten könnte, wenn sie nur wüsste, wer er wäre. Schlussendlich gehen die Mädchen doch nach Amerika, was sie jedoch noch nicht ahnen, Aurelias Schicksal ist wie das ihrer Mutter schon lange vorherbestimmt worden ...


Der 6. Band der 80-Days-Reihe! Dieser Band der Reihe besticht durch einen abwechslungsreichen und faszinierenden Plot, rund um das Mädchen Aurelia und die Geschichte des "Balls". Besonders gut hat mir gefallen, dass die Geschichte desselben in verschiedenen zeitlichen Etappen erzählt wurde, sodass der Leser nachverfolgen konnte, wie sich derselbe in den letzten Jahrhunderten entwickelt hat. Die Protagonisten wurden sehr facettenreich erarbeitet und gerade Aurelia sowie der "unbekannte Mann", konnten hier einen großen und positiven Eindruck auf mich hinterlassen. Der Schreibstil empfand ich als wieder sehr angenehm zu lesen, sodass sich das Buch förmlich von selbst gelesen hat. Leider endet an dieser Stelle die 80-Days-Reihe, aber wer weiß, man soll ja nie nie sagen.

Bewertung: 

Von Vina Jackson bereits gelesen und rezensiert:



Die Autoren:
Vina Jackson ist ein Pseudonym hinter dem sich zwei etablierte Autoren verbergen, die bei diesem Buch zum ersten Mal zusammenarbeiten. Er ist ein bekannter Lektor, Radiojournalist, Kolumnist, der bereits neun Romane veröffentlicht hat und eine große Sammlung von Erotika besitzt. Sie hat ebenfalls bereits Bücher geschrieben, arbeitet im Finanzsektor und ist eine feste Größe in der Londoner Fetisch-Szene. (übernommen von Randomhouse)

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei



bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben. 

Freitag, 22. November 2013

[Rezension] Alessia Gazzola - Herzversagen (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 430
ISBN: 978-3-570-58514-6
Erscheinungstermin:
30. September 2013 (1. Auflage)
Preis: 1
4,99 EUR (D), 15,50 EUR (A), 21,90 CHF
Format:
Broschiert
Verlag:
carl´s books


Klappentext gem. carl´s books:
Ein neuer Fall für die charmante Rechtsmedizinerin Alice Allevi: Ein alter, renommierter Schriftsteller soll von seinen Söhnen entmündigt werden. Kurz darauf ist er tot, ein rätselhafter Abschiedsbrief liegt vor. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass es kein Selbstmord war. Alice Allevi nimmt sich die Familiengeschichte und die Werke des Schriftstellers vor und entdeckt Ungereimtheiten, die sie an die Polizei weiterleitet. Auch in Alices Privatleben geht es turbulent zu: Die Beziehung zum Reisejournalisten Arthur scheint ohne Zukunft zu sein; dagegen beginnt ausgerechnet ihr Kollege Claudio Conforti einen heftigen Flirt mit ihr, und sie weiß nicht, wie sie damit umgehen soll. Und nicht zuletzt beschließt auch noch ihre geliebte Mitbewohnerin Yukino ganz plötzlich, zurück nach Japan zu gehen.


Rezension:
Die chaotische Assistenzärztin Alice Allevi tut alles, um in der institutsinternen Prüfung als Beste abzuschneiden, denn als Belohnung winkt eine Forensik-Weiterbildung in Paris, der Stadt der Liebe, wo sich rein zufällig auch gerade ihr liebster Arthur Malcomess, der Sohn von ihrem Chef, aufhält. Tatsächlich schneidet sie am besten ab, doch zur Weiterbildung darf sie dennoch nicht - die Wahl fällt auf Ambra Negri Della Valle, ihre verhasste Kollegin und Ex-Freundin von Claudio Conforti, dem Institutsschönling. Alice ist natürlich gefrustet, doch ihr Chef hat genau gewusst, warum Alice partout zu dieser Weiterbildung will und hat sie aus diesem Grund vom Auswahlverfahren ausgeschlossen.

Derweil muss sich Alice noch mit Niccolò Laurenti herumärgern, ein Kollege, mit dem sie bei einem Entmündigungsverfahren um den Schriftsteller Konrad Azais zusammenarbeiten muss - wobei sich diese Zusammenarbeit alles andere als einfach herausstellt. Dessen Söhne bestehen darauf, dass ihr Vater nicht mehr in der Lage ist, eigene Entscheidungen zu treffen, seine Tochter jedoch ist da ganz anderer Meinung und auch Alice und Laurenti sind gegensätzlicher Meinung, was den Geisteszustand von Azais angeht.

Bevor alle Beteiligten jedoch zu einem eindeutigen Ergebnis kommen können, stirbt Azais. Auf den ersten Blick sieht es wie Selbstmord aus, doch Alice glaubt nicht wirklich daran. Auch hat der Autor, der für seine Rätselleidenschaft bekannt ist, eine verschlüsselte Botschaft hinterlassen, die auf eine gewisse Amelie Volange verweist. Doch wer ist diese Frau und was hatte Azais mit ihr zu tun. Alice ermittelt auf eigene Faust, unterstützt von Ispettore Roberto Calligaris und tatsächlich kommt sie hinter das Rätsel, das Konrad Azais hinterlassen hat. Doch dann wird Amelie Volange tot aufgefunden ...


Der 2. Band der Alice-Allevi-Reihe! Der Plot ausgesprochen abwechslungsreich und spannend erarbeitet. Immer wieder habe ich gerätselt, was hinter dem Rätsel des Konrad Azais steckte, doch sobald dieses geknackt war, tauchten neue auf. Es hat ganz schön gedauert, bis das ganze Netz im Hintergrund entwirrt war - und ehrlich, ich habe es nicht von alleine rausbekommen, ich musste mich auf Alice verlassen, dass sie mir die Lösungen präsentiert. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei hier natürlich Protagonistin wieder durch ihre warmherzige und doch chaotische Art sehr besticht und sich einfach in das Herz des Lesers stiehlt. Jedoch auch die Wandlung von Ambra, die auf Grund der äußeren Umstände einer völligen Wandlung widerfährt, hat mir sehr gut gefallen. Hier bin ich ausgesprochen gespannt, wohin sich diese Figur schlussendlich entwickeln wird. Der Schreibstil empfand ich wieder als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am Stück lesen musste, Alice und die ganze Story haben mich einfach nicht mehr losgelassen. Jetzt hoffe ich natürlich, dass baldmöglichst ein weiterer Band erscheint, das Ende dieses Bandes war schon einmal ausgesprochen vielversprechend, was einen 3. Teil der Reihe angeht. 

Bewertung

Von Alessia Gazzola bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin: 
Alessia Gazzola, geboren 1982 in Messina, ist Chirurgin und hat gerade ihre Facharzt-Ausbildung zur ihrem Traumberuf beendet - Rechtsmedizinerin. Ihre weitere große Leidenschaft ist seit ihrer Kindheit das Schreiben. Mit ihrem Krimidebüt Mit Skalpell und Lippenstift (carl's books 2012) erlebte sie einen riesigen internationalen Erfolg. Auch Herzversagen wurde in Italien sofort ein Bestseller. Im Moment schreibt sie am dritten Band der erfolgreichen Serie. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich beim Verlag



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.