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Montag, 29. Februar 2016

[Rezension] Lauren Oliver - Panic: Wer Angst hat, ist raus



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3-551-58329-1
Erscheinungstermin: 21. November 2014
Format: Hardcover

Verlag: Carlsen

Klappentext gem. Carlsen:
HEATHER hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist.
DODGE war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.


Rezension:
Heather Nill hat es fast geschafft, fast ist sie mit der Schule fertig und kann in ein eigenständiges Leben starten, denn nichts wünscht sie sich mehr, als endlich von ihrer Mutter weg zu kommen. Heathers Leben war nie einfach. Ihre Mutter ist den Drogen und dem Alkohol mehr zugetan als ihren Töchtern, sodass es Heathers Aufgabe ist, sich um ihre jüngere Schwester Lily zu kümmern. Doch die häusliche Situation wird von Tag zu Tag unerträglicher. Sie weiß um das Spiel, das der Abschlussjahrgang alljährlich spielt, ein gefährliches Spiel, lebensgefährlich - aber der Gewinn lockt dennoch viele. Heater selbst wollte nie daran teilnehmen, doch als sie den Jungen sieht, der sie kurz zuvor verlassen hat, tritt sie aus Trotz dennoch zur ersten Mutprobe an.

Dodge Mason ist ebenfalls im Abschlussjahrgang und auch er weiß von Panic, dem Spiel der Spiele des Abschlussjahrgangs. Für ihn steht jedoch seit zwei Jahren fest, dass er an Panic teilnehmen wird, koste es, was es wolle. Auch Dodge hatte es in seinem bisherigen Leben nicht leicht. Seine Mutter ist alleinerziehend und opfert sich förmlich auf, um ihre Kinder durchzubringen. Dodge hat eine ältere Schwester, die vor zwei Jahren an Panic teilnahm, doch mit den Folgen hatte zum damaligen Zeitpunkt niemand gerechnet - doch wie werden die junge Frau für den Rest ihres Lebens begleiten.

Heather und Dodge sind jedoch nur zwei Teilnehmer von Panic. Viele nehmen an diesem "Spiel" teil, sei es aus Spaß, aus dem Verlangen, ihren Mut zu beweisen oder auch einfach nur des Geldes wegen, denn der Jackpot ist hoch und kann das Startkapital für ein neues Leben bieten. Viele werden nicht allzu weit kommen, doch wie weit werden diejenigen gehen, die ein eigenes Ziel, abseits der "Ehre", das Spiel gewonnen zu haben, vor Augen haben? Fest steht nur: Panic - wer Angst hat, ist raus ...


Lebensgefährliches Spiel! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir die Darstellung der unterschiedlichen Motivationen gefallen, an diesem Spiel teilzunehmen, denn dieses mag zwar zum Teil Nervenkitzel bieten, jedoch auch ohne weiteres tödlich enden. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Beeindruckt hat mich die Figur der Heather, die in ihren jungen Jahren bereits sehr erwachsen ist, denn sie ist es, die sich um ihre jüngere Schwester kümmert, sie ist es, die sie vor der Mutter, die ihre Zeit lieber mit diversen Männerbekanntschaften und Rauschmitteln verbringt, schützt, doch eigentlich ist auch sie fast noch ein Kind, das Schutz gebrauchen könnte. Auch die Figur des Dodge empfand ich überzeugend dargestellt, gerade in Hinblick auf seine Motivation, an Panic teilzunehmen. Den Schreibstil kann ich nur als spannend beschreiben, muss aber sagen, dass ich mir nicht ganz sicher bin, ob dieses Buch schlussendlich die richtige Botschaft aussendet, denn hier fehlte mir eine eindeutige Aussage.


Bewertung

Von Lauren Oliver bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)


Die Autorin:
Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn. (übernommen vom Carlsen)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

Montag, 6. Februar 2012

[Rezension] Lauren Oliver - Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 447
ISBN: 978-3-551-58231-7 
Erscheinungstermin: 1. September 2010
Format: Hardcover
Verlag: Carlsen


Klappentext:
Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten?
Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben: mit ihren Freundinnen zur Schule fahren, die sechste Stunde schwänzen, zu Kents Party gehen. Stattdessen ist es ihr letzter Tag. Sie stirbt nach der Party bei einem Autounfall. Und wacht am Morgen desselben Tages wieder auf. Siebenmal ist sie gezwungen diesen Tag wieder und wieder zu durchleben. Und begreift allmählich, dass es nicht darum geht, ihr Leben zu retten. Zumindest nicht so, wie sie dachte ...


Rezension:
Der 12. Februar beginnt wie jeder andere Tag in Sam(antha) Kingstons Leben. Sie steht mehr als reichlich knapp auf, schafft es gerade noch rechtzeitig, aber grußlos, aus dem Haus, den ihre Freundin Lindsay wartet bereits im Auto auf sie, um sie mit in die Schule zu nehmen. Unterwegs steigen noch zwei weiteren Freundinnen hinzu, Elody und Ally. Sam und ihre Freundinnen sind die angesagteste Mädchen-Clique an der Schule, wobei Lindsay die Anführerin ist. Der 12. Februar ist ein Freitag und das bedeutet, es ist der letzte Schultag vor Valentinstag, sodass es heute darauf ankommt, wer die meisten Rosen geschickt bekommt. Mit der Anzahl der Rosen wird der soziale Auf- oder Abstieg in der Schule besiegelt. Doch noch etwas anderes zeichnet diesen Tag aus: Heute will Sam zum ersten Mal mit ihrem Freund Rob schlafen und ist natürlich entsprechend aufgeregt.

In der Schule läuft es wie immer, die Loser werden fertig gemacht und die Stars umjubelt. Zum Glück gehört Sam zu den Stars, andernfalls wäre das Leben kein Zuckerschlecken. Und auch bei den Rosenpräsenten schneiden die vier Mädchen wieder sehr gut ab, wie jedes Jahr. Im Laufe des Tages macht eine Einladung zu einer Party am Abend die Runde - Gastgeber ist Kent, ein ehemaliger Freund von Sam. Sam, früher selbst ausgesprochen uncool, hat den sozialen Aufstieg in der Schule geschafft, Kent nicht. Die Mädchen beschließen, abends bei der Party vorbei zu schauen und ein bißchen zu feiern. Danach will Sam dann zu Rob.

Der Abend entwickelt sich wie erwartet. Es handelt sich mehr oder weniger um ein Saufgelage unter Highschool-Schülern. Doch an diesem Abend kommt es zu einem Eklat: Juliet, ein Mitschülerin taucht auf dieser Party auf und wagt es zum ersten Mal Anklage gegen Lindsay und ihre Clique zu erheben, denn Juliet ist seit Jahren ein systematisches Opfer der Mädchen. Nach diesem Vorfall ist die Party für die Mädchen gelaufen und sie beschließen, nach Hause zu fahren. Doch auf dem Heimweg läuft irgendetwas Lindsay vors Auto. Sie hat einen Unfall und fährt gegen einen Baum und Sam´s letzte Gedanken sind: "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie, aber bei mir war es nicht so." ...

Am nächsten Morgen erwacht Sam in ihrem eigenen Bett und geht davon aus, dass es sich um einen schrecklichen Alptraum gehandelt hat, bis sie feststellen muss, dass es sich um Freitag, den 12. Februar handelt. Wird sie es schaffen, den Tag so zu verändern, dass sie überlebt?


Was für ein überaus interessantes und faszinierendes Buch. Bereits nach den ersten Seiten war mir klar, ich mag die Mädchen nicht, überhaupt nicht. Sie sind oberflächlich und gemein den vermeintlich schwächeren gegenüber und dennoch, rechtfertig dieses Verhalten den Tod der Protagonistin Sam? Die Figuren wurden auf den ersten Blick recht oberflächlich in Szene gesetzt, doch diese Sicht ändert sich, sobald der Leser mehr über die Hintergründe erfährt, denn jeden Tag, den Sam wieder erlebt, erfahren wir mehr über sie und ihre Freundinnen und was in der Vergangenheit passierte, warum sie so geworden sind. Der Schreibstil weist einige Längen auf, ist jedoch auch stellenweise zu mitreißend geschrieben, dass mir die Tränen kamen.

Bewertung


Die Autorin:
Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Dieses Buch ging ja eine zeitlang recht intensiv durch die Buchblogger-Szene und das hat mich neugierig gemacht. Also habe ich bei einer günstigen Gelegenheit zugeschlagen und mir selbst ein Exemplar gegönnt.