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Freitag, 31. Juli 2015

[Hörbuch-Rezension] David Safier - 28 Tage lang


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl der Printausgabe: 416
ISBN: 978-3839813065
Erscheinungstermin: 25. März 2014
Format:
CD
Länge: 7 h 10 min
Verlag: Argon Hörbuch


Klappentext: gem. argon hörbuch
Was für ein Mensch willst du sein?

Die sechzehnjährige Mira schmuggelt Lebensmittel, um im Warschauer Ghetto zu überleben. Als sie erfährt, dass die gesamte Ghettobevölkerung umgebracht werden soll, schließt sich Mira dem Widerstand an. Der kann der übermächtigen SS länger trotzen als vermutet. Viel länger. Ganze 28 Tage.
28 Tage, in denen Mira Momente von Verrat, Leid und Glück erlebt.
28 Tage, in denen sie sich entscheiden muss, wem ihr Herz gehört.
28 Tage, um ein ganzes Leben zu leben.
28 Tage, um eine Legende zu werden.


Rezension:
Wir schreiben die Zeit des 2. Weltkrieges - die 16-jährige Mira lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihrer 12-jährigen Schwester Hannah im Warschauer Ghetto. Mira selbst schmuggelt Lebensmittel von der polnischen Seite ins Ghetto, um sie dort zu verkaufen - die einzige Einnahmequelle ihrer Familie. Ihr Vater, einst ein angesehener Mann, beging Selbstmord, sodass alle Last auf den Schultern der 16-jährigen liegt.

Als wäre die Situation für die Juden im Ghetto nicht schon hart genug, räumt die SS schlussendlich dasselbe. Wer nicht freiwillig zum Abtransport geht oder sich gar versteckt, wird erschossen. Miras Familie hat noch "Glück", denn ihrem Bruder gelingt es, für die Mutter gefälschte Papiere zu besorgen, welche sie als kriegswichtige Arbeitskraft in einer Fabrik ausgibt und welche einen Schutz für Mutter und Kinder darstellt. Doch als auch diese ihre Gültigkeit verlieren, versteckt sich die Familie. Als Mira kurz das Versteck verlässt, wird in diesem Zeitraum ihre Familie ermordet. Mira weiß, dass es Zeit ist zu handeln und sie schließt sich dem Widerstand an.

Ziel dieser Widerstandsgruppe ist es nicht, um jeden Preis zu überleben, sondern im Falle eines Falles so viele Feinde mit sich in den Tod zu nehmen, wie es nur geht. Tatsächlich gelingt es ihnen, dem Feind immer wieder empfindliche Schäden zuzufügen, doch sie sind wenige und die SS sind so viele. Auch von den Polen können sie keine Hilfe erwarten - sie sind vollkommen auf sich allen gestellt und der Feind kommt immer näher ...


Widerstand im Warschauer Ghetto! Der Plot wurde düster und emotional erarbeitet. Wie nicht anders zu erwarten, wird dem Leser hier vor Augen geführt, wie es seinerzeit für die jüdischen Bewohner des Ghettos gewesen sein muss, gefangen, ohne Hilfe und als wäre das nicht schon alles schlimm genug, wurde das Ghetto auch noch geräumt und die Bewohner in Arbeitslager "verfrachtet". Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei ich mir gerade von Protagonistin Mira doch ab und an ein paar stärkere Gefühlsregungen gewünscht hätte, immerhin erlebt der Leser hier live und in Farbe mit, wie ihre gesamte Welt auseinander bricht. Die Sprecherin, Maria Koschny, entführt den Hörer in eine grausame Zeit, in der Menschenwürde nichts galt. Sehr eindringlich gibt sie den Text wieder und lässt den Hörer förmlich direkt in das Geschehen eintauchen.


Bewertung

Von David Safier bisher gelesen und rezensiert:


Der Autor:
David Safier ist ein internationaler Bestsellerautor. Seine Romane erreichten Millionenauflagen. Neben seiner Schriftstellertätigkeit arbeitet David Safier als Drehbuchautor. Für seine TV-Serie Berlin, Berlin gewann er den Grimme-Preis sowie den International Emmy. (von Argon Verlag übernommen)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Die Sprecherin:
Maria Koschny leiht ihre eindringliche, klare Stimme u. a. Anna Paquin in der Serie True Blood. Seit 2007 wirkt sie sehr erfolgreich an Hörbuch- und Hörspielproduktionen mit, z. B. in Die Tribute von Panem. (von Argon Verlag übernommen)


  
Wie ich zu dem Buch kam: 
Auch bei diesem Hörbuch handelt es sich um eine Leihgabe der örtlichen Bibliothek.

Freitag, 2. September 2011

[Rezension] David Safier - Jesus liebt mich











Klappentext:
Marie hat das beeindruckende Talent, sich ständig in die falschen Männer zu verlieben. Kurz nachdem ihre Hochzeit geplatzt ist, lernt sie einen Zimmermann kennen. Und der ist so ganz anders als alle Männer zuvor: einfühlsam, selbstlos, aufmerksam. Dummerweise erklärt er beim ersten Rendezvouz, er sei Jesus persönlich. Zunächst denkt Marie, dieser Zimmermann habe nicht alle Zähne an der Laubsäge. Doch bald dämmert ihr: Joshua ist wirklich der Messias. Und Marie fragt sich, ob sie sich diesmal nicht in den falschesten aller Männer verliebt hat.

Zum Buch:
Der Hochzeitstag von Marie und Sven ist da. Sie stehen beide in der Kirche und Marie sagt NEIN. Das Ergebnis ist, dass sie mit Sack und Pack wieder bei ihrem Vater zu Hause einzieht, in ein Zimmer, in dem es vom Dach her durchregnet. 
Der Zimmermann, der das Dach dann schließlich reparieren soll, entpuppt sich als Jesus. Er behauptet es nicht nur, er ist es wirklich.
Gleichzeitig mit ihm tummeln sich der Satan in Gestalt von George Clooney und der Erzengel Gabriel auf der Erde und mischen ordentlich mit.
Jesus ist eigentlich nur auf der Durchreise nach Jerusalem und wollte noch einmal als Zimmermann arbeiten, bevor er sich mit dem Satan zur großen Schlacht trifft und das Himmelreich auf Erden geschaffen werden soll.
Marie, die anfänglich glaubt, Joshua alias Jesus hat nicht mehr alle Latten am Zaun, verliebt sich letztendlich in Jesus und auch ihm ist Marie nicht gleichgültig. 
Aber Gott hat da auch noch ein Wörtchen mitzureden...

Meine Meinung:
David Safier hat es sich nicht nehmen lassen, Jesus in die heutige Zeit zu bringen mit dem Wissenstand von vor 2000 Jahren. Dass es da nicht ganz ohne Komplikationen abgeht, ist schon durch die Tatsache an sich vorprogrammiert. Ein witziges humorvolles Buch ist entstanden, das noch zusätzlich durch die kleinen Comics von Marie's Schwester aufgelockert wird.
Die Idee an sich fand ich jedoch ein wenig weit her geholt, so dass ich einen Punkt zum Abzug bringe.

Bewertung: Note 2


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt