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Montag, 14. August 2017

[Rezension] Martina Sahler - Die Stadt des Zaren



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Verlag: List Hardcover (11. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 347135154X
ISBN-13: 978-3471351543
Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 4 x 22,2 cm

Inhalt gem. List:
Der große Roman über die Gründung von Sankt Petersburg

Zar Peter setzt im Mai 1703 an der Newa den ersten Spatenstich. Er will eine Stadt nach westlichem Vorbild bauen: Sankt Petersburg. Ein monumentales Vorhaben, das Aufstiegschancen und Abenteuer verheißt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen die Menschen an: Graf Fjodor mit seiner intriganten Frau und ihrer Tochter, die sich nach dem Wunsch der Eltern mit dem Zaren verloben soll. Ein italienischer Architekt, der seine Geliebte in Florenz zurücklässt und von der Vergangenheit eingeholt wird. Der deutsche Arzt Dr. Albrecht mit seinen Töchtern. Während die Jüngere mit einem holländischen Tischlergesellen abenteuerlustig durch die Sumpflandschaft streift, verliert die Ältere ihr Herz an einen Mann, der zum Mörder wird. Langsam wächst eine Stadt heran, eine historische Meisterleistung, dem sumpfigen Grund abgerungen.

Zum Buch:
Peter der Große, Zar von Russland, ist fasziniert von der Lebensweise der Europäer. Vieles davon will er in seiner Heimat, Russland, umsetzen. Er schreibt vor, wie die Menschen sich zu kleiden haben bzw. verlangt von den Männern, dass sie ihre Bärte abrasieren.
Ein weiteres großes Ziel von ihm ist, an der Newa eine neue Hauptstadt des Landes auferstehen zu lassen. Sie soll das Tor zu Europa werden, mit einem Hafen, von wo aus Russland zu Ruhm und Ansehen gelangen soll.
Die Stadt soll St. Pieterburch heißen. Da, wo sich 1702 nur das schlammige Newa-Delta befindet, will er ab 1703 seine Vision wahr werden lassen.
Es soll eine Stadt werden, die mit Kanälen durchzogen wird, ganz nach dem Vorbild von Amsterdam.

Zur Verwirklichung seines Traumes lädt er persönlich viele europäische Handwerker und Ärzte ein, ihm bei der Durchsetzung seines Traumes zu helfen, von denen viele die Einladung annehmen. 
Diese kommen mit Hoffnungen auf etwas Großes, wissend, dass die Anfänge schwer werden, denn eine vorgegebene Infrastruktur gibt es noch nicht.
An dem Aufbau der neuen Hauptstadt kommen aber nicht nur Geladene, sondern es werden ebenfalls Gefangene und Leibeigene eingesetzt, die keine Wahl haben, sie müssen unter schwersten Bedingungen Fronarbeit leisten und auch zum Teil ihr Leben lassen...

Die Geschichte des Romans umfasst den Zeitraum von 1703, wo der erste Spatenstich erfolgte, bis ins Jahr 1712, der offiziellen Ernennung von St. Petersburg zur Hauptstadt Russlands.

Die Autorin Martina Sahler hat die Entstehung der Hauptstadt nicht nur sehr gut recherchiert, sie hat diese auch mittels historischen und fiktiven Protagonisten sowie deren Lebensgeschichten für den Leser zum Leben erweckt.

Neben den historischen Personen wie Zar Peter Alexejewitsch, seinem Freund und Berater Fürst Alexander Menschikow, seiner Ehefrau wie auch seiner Geliebten stehen fiktive Personen gegenüber wie der deutsche Arzt Richard Albrecht mit seiner Frau und den Kindern Paula, Helena und Gustav, dem Tischler Theodorus van der Linden aus Amsterdam mit seinem Sohn Willem, den beiden italienischen Architektenbrüdern Matteo di Gregorio und Francesco, schwedischen Kriegsgefangenen sowie russische Leibeigene.

Der Leser ist vom ersten Spatenstich an zur Gründung der neuen Hauptstadtmetropole unmittelbar am Geschehen dabei. Man hat förmlich das Wachsen der Stadt vor Augen, kämpft gemeinsam mit den Beteiligten gegen die Widrigkeiten der Natur und kann sich auch vor Rückschlägen nicht verwehren. 
Unter zum Teil unmenschlichen Bedingungen wird eine Stadt aus dem Boden gestampft, die ohnegleichen ist.
Zar Peter weicht nicht einen Schritt von seinem Traum ab und versucht ihn, egal, was es kostet, umzusetzen. Dabei spielen Menschenleben keine Rolle.

Neben dem einzigartigen Aufbau der Stadt erfährt der Leser nebenbei auch ein wenig von Russlands Geschichte, den militärischen Angriffen, denen Zar Peter auch ausgesetzt ist.

Der Roman lebt durch seine Protagonisten, denen die Autorin hier Leben einhaucht. Sie zeigt die Lebensumstände, unter denen die Gefangenen oder Leibeigenen zu leben haben, aber auch ihre Träume und Hoffnungen. Genauso gnadenlos skizziert sie auch die Tatsache, dass diese keinerlei Rechte haben, sondern zum Spielball der Mächtigen werden.

In ihrem Roman ist alles vertreten, es reicht von Liebe, Hass, Leidenschaft, Eifersucht, Träumen, Hoffnungen bis zur Geschichte, Kriegen, Mord und Macht. 
Mir hat es Spaß gemacht, die Entstehung von St. Petersburg mit Hilfe des Romans vor meinem bildlichen Auge auferstehen zu lassen. Ich habe gern die baulichen Veränderungen beobachtet und die Protagonisten in ihrem Wirken, Denken und Tun begleitet.
Ich habe mit ihnen gehofft und gebangt und manch einem sein Schicksal gegönnt, das ihn ereilt hatte, im positiven wie auch im negativen Sinne.

Für mich war es das erste Buch von Martina Sahler, aber mit Sicherheit wird es nicht das letzte sein.
Wer gern historische Romane liest, dem empfehle ich dieses Buch gern weiter.  


Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von Ullstein)
Martina Sahler erfüllt sich mit diesem Roman den persönlichen Traum, die Gründungsgeschichte ihrer Lieblingsstadt Sankt Petersburg zu erzählen. Mit ihren bisherigen historischen Serien hat sie viele begeisterte Leser gewonnen. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Köln. 

Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Ullstein-Verlag bedanken
der mir dieses Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 13. Februar 2017

[Rezension] Corina Bomann - Winterblüte



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: List Hardcover (14. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3471351426
ISBN-13: 978-3471351420
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3,7 x 19,5 cm

Inhalt gem. Ullstein:
Im eleganten Kurort Ostseebad Heiligendamm bereitet sich die Hotelierfamilie Baabe im Jahr 1900 auf den großen Winterball vor. Feierlich soll die Verlobung von Tochter Johanna bekannt gegeben werden, doch die wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich ihre große Liebe heiraten zu dürfen. Leider ist der junge Mann in den Augen ihrer Eltern keine gute Partie. Da wird eine junge Frau am Strand angespült, die einzige Überlebende eines Schiffsunglücks. Sie kann sich nicht an ihren Namen oder ihre Herkunft erinnern, verzweifelt hält sie einen kleinen Zweig umklammert, der sich in ihrem Kleid verfangen hat. Im Hotel findet sie eine neue Heimat und in Johanna eine Freundin. Die Namenlose weiht Johanna in die Adventstradition des Barbarazweigs ein: Die beiden Frauen stellen am 4. Dezember frisch geschnittene Obstzweige in eine Vase, jede mit der für sie dringendsten Frage – der knospende Zweig wird ihnen die Zukunft weisen. Beide hoffen auf Blüten zum Weihnachtsfest.

Zum Buch:
Anfang Dezember 1902 findet Christian Baabe eine schiffbrüchige Frau am Strand des Ostseebades Heiligendamm. In ihren Händen hält sie einen Zweig, den sie sich auch nicht wegnehmen lässt. 
Christians Familie führt in Heiligendamm das Hotel Baabe, wohin er auch die junge Frau mitnimmt.
Sie jedoch weiß weder, wo sie herkommt noch wie sie heißt. Mit dieser Tatsache ist sie Christians Mutter ein Dorn im Auge.
Die junge Frau freundet sich mit Christians Schwester Johanna an. Diese soll nach dem Willen ihrer Eltern demnächst verheiratet werden - mit einem Mann, den sie nicht liebt. Die Familie ihres Liebsten ist mit ihren Eltern seit ewigen Zeiten im Streit, so dass keine Hoffnung besteht, den Mann heiraten zu können, den sie liebt.
Die junge unbekannte Frau wird von Johanna Barbara genannt, denn der Zweig, den sie in Händen hielt, ist ein Barbarazweig. An diese Tradition konnte sich die Fremde noch erinnern und erzählt Johanna davon. 
Wer am 04.12. einen Obstzweig ins Wasser stellt und dessen Blüten zu Weihnachten aufgehen, soll im nächsten Jahr eine gehörige Portion Glück haben.
Johanna, die wegen der ungeliebten Hochzeit alles Glück der Welt brauchen kann, schneidet sich ebenfalls einen Zweig. Beide Frauen hoffen nun auf das große Wunder, denn gebrauchen können sie es beide...

Mit ihrem neuesten Roman entführt die Autorin Corina Bomann den Leser zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Heiligendamm.
Es ist eine Zeit, in der oftmals noch die Ehen nach dem Willen der Eltern geschlossen wurden. Da ging es nach Ansehen und Stand, persönliche Belange der zu Vermählenden waren nicht gewünscht.

So sind in diesem Roman Johanna und Christian die Leidtragenden. Johanna liebt einen Mann, den sie nie heiraten darf, da ihre Eltern in Streit liegen. Christian fühlt sich zu der fremden jungen Frau hingezogen, die in den Augen seiner Mutter nicht standesgemäß ist. Zudem weiß ja auch niemand, wo sie herkommt und was sie im Schilde führt.
Die Mutter unterbindet alles im Keim und drückt den Anfängen ihren eigenen Stempel auf.

Corina Bomann versteht es wieder einmal mehr, den Leser in ihren Bann zu ziehen.
Die Geschichte spielt in der Vorweihnachtszeit und bringt dem Leser auch die Tradition der Barbarazweige nahe. Mir war diese bislang völlig unbekannt, aber sie fasziniert mich, so dass ich mich im kommenden Dezember auch einmal daran versuchen werde.

Die Protagonisten des Romans kommen dem Leser sehr authentisch vor. Man lernt die sympathische Fremde kennen, wie auch die Geschwister Johanna und Christian und kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Man nimmt als Leser an ihren Schicksalen Anteil und wünscht ihnen nur das allerbeste.
Bei den Eltern reicht es leider nur bis zum Kopfschütteln, die zwar selbst seinerzeit aus Liebe geheiratet haben, dies aber ihren Kindern verwehren wollen.
Die Sympathieträgerin des Buches ist für mich die fremde Frau, die Barbara genannt wird. Sie kommt zu Leuten, die sie nicht kennt, in eine ihr unbekannte Umgebung und weiß nicht, wer sie ist. Sie versucht verzweifelt, sich zu erinnern. Auch die Anfechtungen von Christians Mutter nimmt sie ruhig und beherrscht auf, beugt sich allem, was ihr dort widerfährt, ohne aufzubegehren. Sie zeigt eine Größe, die bewundernswert ist und die sie absolut liebenswert erscheinen lässt. Eine Frau, die man selbst gern als Freundin hätte.

Ein wunderbarer Roman, den man nicht aus der Hand legen möchte. Man leidet, liebt und agiert mit den Protagonisten und ist sofort mittendrin im Geschehen.
Der Schreibstil der Autorin macht es möglich, das Buch genießen zu können. Es gibt keine Längen oder Schnörkel, die es künstlich in die Länge ziehen, da ist jede Zeile es wert, gelesen zu werden.

Das Cover des Buches ist ausgesprochen gelungen. Die Blüten werden mit kleinen glitzernden, in Gold gehaltenen, Tupfen umrahmt, die etwas erhaben auf dem Cover zu finden sind.

Auch für dieses Buch spreche ich eine klare Leseempfehlung aus.


Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von Ullstein)
Corina Bomann lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern und hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben.
Mehr über die Autorin findet ihr HIER



Von Corina Bomann / Dana Paul wurden gelesen und rezensiert:
        


Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Ullstein-Verlag bedanken
der mir dieses Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Samstag, 11. Februar 2017

[Rezension] Dana Paul - Ein Zimmer über dem Meer




Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: List Taschenbuch (12. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548613241
ISBN-13: 978-3548613246
Größe und/oder Gewicht: 12 x 2,6 x 18,7 cm

Inhalt gem. Ullstein:
Sie kann die Felskante unter ihren Füßen spüren. Die Tiefe ist so verlockend nah, sie könnte sich jetzt einfach fallen lassen und ihrer großen Liebe in den Tod folgen. Doch jemand hält Kim zurück: eine alte Frau, die sie mitnimmt in ihr Haus am Meer. Dieser Ort hat schon viele Schicksale gesehen, und so erfährt Kim aus einem uralten Tagebuch die dramatische Geschichte der taubstummen Leandra, die genauso verzweifelt war wie sie. Auch Leandra wollte sich im Lichtkegel des nahen Leuchtturms das Leben nehmen, und auch sie wurde gerettet – vom damaligen Leuchtturmwärter. Kim ist tief berührt von der tragischen Liebesgeschichte der zwei – doch wie sieht es in ihrem eigenen Herzen aus? Gibt es auch dort Platz für eine neue Liebe?

Zum Buch:
Als Kims Verlobter Jake mit dem Flugzeug über dem Meer abstürzt, bricht für sie eine Welt zusammen. Ein Leben ohne ihn ist für sie unvorstellbar geworden, so dass sie beschließt, ihrer großen Liebe in den Tod zu folgen.
Sie sucht sich eine Klippe, die in der Nähe des Absturzortes liegt, und will dort ihrem Leben ein Ende bereiten. Während sie noch zögernd auf der Klippe steht, kommt die alte Janet vorbei und verhindert den Sprung. 
Janet, die in der Nähe der Klippen wohnt, nimmt Kim mit zu sich, wo diese zur Ruhe kommen soll. 
Ihr Enkel Dan, der in regelmäßigen nach seiner Großmutter sieht und für sie Besorgungen macht, ist von dieser Idee so gar nicht begeistert, denn niemand weiß, wo die Fremde her kommt und was sie im Schilde führt.
Kim ist noch lange nicht soweit, ihr Vorhaben aufzugeben, da gibt ihr Janet ein altes Tagebuch, in dem sie eine Geschichte aus ferner Zeit zu lesen bekommt.
Es ist das Tagebuch, in der die stumme Leandra ihren Leidensweg mit einem ungeliebten Ehemann aufgezeichnet hat. Auch sie wollte einst von der Klippe springen und wurde gerettet.
Aber was soll Kim mit der Geschichte anfangen, wird sie ihr helfen, die richtige Entscheidung zu treffen?...

Das Pseudonym Dana Paul ist der bekannten Autorin Corina Bomann zuzuordnen, dessen Bücher mich immer wieder in ihren Bann ziehen.
So geschehen auch mit diesem Buch, das den Leser an die Küste Cornwalls bringt.

Klippen haben ihren eigenen Reiz. Sie liegen meist in einer wundervollen Landschaft mit Blick aufs Meer, aber sie können auch Orte des Todes werden, nämlich genau in dem Moment, in dem man sich von ihnen zu stürzen gedenkt.
Mit genau diesem Ziel sucht sich Kim die Klippe aus, von der sie ihrem verstorbenen Verlobten Jake in den Tod folgen will. Bevor sie jedoch ihr Vorhaben in die Tat umsetzen kann, wird sie von Janet von den Klippen weggebracht.
Während Kim noch in den ersten Tagen nach ihrem verschobenen Vorhaben vor sich hin brütet, versucht Janet sie wieder zu erden.
Mit dem Tagebuch von Leandra, das sich seit 200 Jahren im Besitz ihrer Familie befindet, hofft sie auf ein Umdenken Kims, in dem sie es ihr zum lesen gibt.
Kim ist fasziniert von der Geschichte, die aber Fragen offen lässt und denen sie nun auf die Spur geht.

Ein weiterer wundervoller Roman der Autorin Corina Bomann, der sich nicht nur um Trauer, Verlust und Resignation dreht, sondern der auch Hoffnung, Liebe und Glauben wiederspiegelt.

Dan, der Kim anfangs mit widerstrebenden Gedanken und Gefühlen begegnet und glaubt, dass sie seine Großmutter nur ausnutzen will, wird sich besinnen und auf Kim bauen, als Not am Mann ist.

Der Autorin gelingt es mühelos, den Leser mit nach Cornwall zu nehmen. Man spürt förmlich, wie der Wind einem um die Nase weht und der Geruch des Meeres ist fast greifbar.
Eine traumhafte Kulisse, sympathische Protagonisten und eine Story, die den Leser nicht nur die gegenwärtigen Ereignisse erleben lässt, sondern ihn auch mit in eine Vergangenheit zieht, runden das Bild ab. 
Man mag das Buch nicht aus der Hand legen, zumindest ging es mir so. Ich wollte wissen, wie es Kim ergehen wird und auch, was mit Leandra passiert ist.

Ob alle Fragen geklärt werden, müsst ihr schon selbst herausfinden.
Ich spreche für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aus. 

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von Ullstein)
Corina Bomann lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern und hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben.
Mehr über die Autorin findet ihr HIER



Von Corina Bomann / Dana Paul wurden gelesen und rezensiert:
    
 


Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Ullstein-Verlag bedanken
der mir dieses Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 4. Januar 2017

[Rezension] Stefan Ahnhem - Fabian Risk 03: Minus 18°



Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 560 Seiten
Verlag: List Hardcover (2. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3471351248
ISBN-13: 978-3471351246
Originaltitel: Arton grader minus
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 3,5 x 20,5 cm

Inhalt gem. List:
In Helsingborg an der schwedischen Westküste wird ein Auto aus dem Hafenbecken geborgen. Eigentlich wäre der Fall klar: ein Unfall. Doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer schon lange tot war, als das Auto ins Wasser stürzte. Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen untersuchen den mysteriösen Todesfall. Jemand glaubt, den Toten erst letzte Woche gesehen zu haben. Wie ist das möglich? Risk hat einen Verdacht, aber der ist so absurd, dass er ihn zunächst selbst nicht glauben will. Die Indizien lassen nur einen Schluss zu - es handelt sich um einen Mörder, der das Leben seiner Opfer komplett übernimmt. Er tötet sie, kleidet sich wie sie, spricht wie sie. Nur durch Zufall ist die Polizei jetzt auf seine Spur gekommen. Der Tote im Hafenbecken war nicht sein erstes Opfer, und noch lange nicht sein letztes ...

Zum Buch:
Fabian Risk, der schwedische Ermittler, ist wieder mit einer Reihe von Mordfällen beschäftigt.

Ein Mann fährt nach einer Verfolgungsjagd mit seinem Auto über eine Kaimauer und landet im Wasser. Als er aus dem Wasser gefischt wurde, kann nur noch der Tod festgestellt werden. Nach der Obduktion ist klar, dass der Tote schon mehr als 2 Monate tot war. Wie passt das mit der Tatsache zusammen, dass der Tote vor ein paar Tagen noch gesehen wurde?

Weitere Tote tauchen auf und auch sie sind unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Auffällig ist, dass sie alle sehr gut betucht waren. Eine Gemeinsamkeit ist erst einmal nicht zu erkennen, aber die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Währenddessen macht sich Dunja Hourgaard, eine dänische Polizistin,  auf die Suche nach Tätern, die sich an Obdachlosen vergehen. Was erst nur mit Schlägereien begann, endet nunmehr mit dem Tod von diesen. Die Täter filmen ihre Taten und stellen die Filme ins Internet, wo sie zwar seit den Morden nicht mehr leicht zu finden sind, aber immerhin.
Dunja ist inzwischen in den Streifendienst eingeteilt worden, weil ihr ehemaliger Chef nicht vergessen kann, dass sie ihn fast zu Fall gebracht hätte. Dieser führt einen privaten Rachefeldzug gegen sie und weiß sich auch die Unterstützung ihrer Chefs zu sichern. Dunja, die offiziell nicht nach den Jugendlichen ermitteln darf, die die Obdachlosen drangsalieren, lässt sich krankschreiben und ermittelt auf eigene Faust, denn die zuständigen Beamten ermitteln ihrer Meinung nach nicht richtig.

Obwohl die beiden Mordserien nicht unmittelbar zusammenhängen, gibt es Berührungspunkte zwischen dem schwedischen Fabian Risk und der dänischen Dunja Hourgaard.

Fabian Risk versucht, seine Familie zusammenzuhalten. Sonja, seine Frau ist stark mit ihrer Kunst beschäftigt und hat auch einen großen Auftrag geordert, der sie ihr Privatleben opfert. Sie haben sich auseinandergelebt, aber Fabian kämpft noch immer um sie, auch wegen der Kinder.

Trotz der vielfältigen Mordermittlungen, sowohl in Schweden wie auch in Dänemark, kommt auch in dem nunmehr dritten Teil um den Polizisten Fabian Risk das Privatleben der Protagonisten nicht zu kurz. Es lenkt den Leser kurz von der Brutalität der Morde ab, die doch recht detailliert geschildert werden.

Privatleben mit Beruf unter einen Hut zu bringen, vor allem, wenn es um Berufe geht, die nicht nur 8h am Tag dauern, ist genauso ein Thema wie Repressalien gegenüber den Hilf- und Wehrlosen, in diesem Falle die Obdachlosen. 

Die Suche nach den Mördern läuft auf vollen Touren, ist spannend geschrieben und lässt den Leser nicht zur Ruhe kommen. Die Ermittlungen sind vielseitig, logisch und nachvollziehbar. Es macht Spaß, die beiden Protagonisten zu begleiten, ihnen über die Schulter zu gucken und zu hoffen, dass sie unbeschadet aus der ganzen Sache rauskommen.

Das Buch endet mit kleinen Cliffhangern, so dass man als Leser hoffen kann, dass die Reihe weitergeführt werden wird. Es sind einige Fragen offen geblieben, die noch auf eine Antwort warten und ich als Leser kann nur hoffen, dass ich nicht allzu lange darauf warten muss.
Nachdem der 2. Band der Reihe ein wenig schwächelte, fühlte ich mich mit diesem hier wieder ausgesöhnt. 

Reiheninfo:
Fabian Risk 01: Und morgen du
Fabian Risk 02: Herzsammler
Fabian Risk 03: Minus 18°

Bewertung:



Zum Autor:
(Text von Ullstein)
Stefan Ahnhem, geboren 1966, ist ein bekannter schwedischer Drehbuchautor, unter anderem für die Filme der Wallander-Reihe. Er lebt mit seiner Familie in Stockholm. Und morgen du ist sein erster Roman und der erste Teil einer Krimiserie um den Kommissar Fabian Risk.

Von Stefan Ahnhem wurden gelesen und rezensiert:
  

Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Ullstein-Verlag bedanken
der mir dieses Leseexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Stefan Ahnhem - Fabian Risk 02: Herzsammler



Leseprobe





Eckdaten:
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: List Taschenbuch (13. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548613144
ISBN-13: 978-3548613147
Originaltitel: Den nionde graven
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 3,5 x 18,7 cm

Inhalt gem. List:
Stockholm, Metropole des Nordens. Fabian Risk wollte eigentlich mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Doch dann taucht die brutal zugerichtete Leiche des Justizministers auf, und Risk wird um Hilfe bei den Ermittlungen gebeten. Es bleibt nicht bei einem Opfer. Die einzige Verbindung zwischen den Toten: Jedem wurde ein Organ geraubt. Als ein Verdächtiger Selbstmord begeht, glauben Risks Kollegen, den Fall gelöst zu haben. Nur Risk hat Zweifel. Er hat eine Vermutung, was eigentlich hinter alldem steckt. Und er ahnt, dass der Mörder mit seinem Rachefeldzug noch lange nicht fertig ist …

Zum Buch:

Als der schwedische Justizminister, ein Freund von Fabian Risks Chef, verschwindet, wird dieser auf den Fall angesetzt. Es ist jedoch zu spät für ihn, er kann nur noch tot aufgefunden werden. Auffällig ist, dass dem Toten ein Organ entnommen wurde.
Während Fabian Risk ermittelt, gibt es weitere Tote. Der Fall scheint abgeschlossen zu sein, als der Tatverdächtige nach einem Selbstmord ebenfalls tot aufgefunden wird. Der Fall wird als abgeschlossen angesehen, nur Fabian kann der Sache noch nicht ganz trauen, im Gegenteil, er hat das Gefühl, als wäre der Mörder noch nicht fertig.
Während Fabian Risk gemeinsam mit seiner schwangeren Kollegin Malin Rehberg in Schweden ermittelt, ist Dunja Hougaard in Dänemark ebenfalls einem Mörder auf der Spur.
Es dauert lange, bis sie erkennen, dass es zwischen den Fällen Parallelen gibt und ermitteln dann gemeinsam...

Das Buch beginnt mit einem Prolog in einem israelischen Gefangenentransport, 10 Jahre vor der eigentlichen Handlung. Eine Zuordnung zur Handlung fällt sehr schwer, eine Aufklärung dazu kann der Leser erst sehr spät erkennen.

Der Thriller wird unterteilt in zwei Handlungsstränge, die zum einen in Schweden mit den Protagonisten Fabian und Malin spielen und zum anderen in Dänemark mit der Polizistin Dunja. Sie laufen lange Zeit parallel, auch hier anfangs ohne erkennbare Gemeinsamkeiten. Diese ergeben sich erst im Laufe der Ermittlungen.

Neben den polizeilichen Ermittlungen ist es dem Autor gelungen, die Protagonisten dem Leser nahezubringen. Ein großer Teil der Story beruht auch auf dem familiären Hintergrund der Protagonisten. Fabian Risk ist verheiratet mit Sonja und hat 2 Kinder. Seine Frau Sonja versucht sich gerade selbst zu verwirklichen, sie ist Künstlerin, so dass die Sorgen  und Probleme mit den Kindern auf Fabian ruhen bleiben. Das jedoch immer mit seinem stressigen Job, der keine festen Arbeitszeiten hat, in Einklang zu bringen, ist eine Aufgabe, der er sich jedoch stellt.

Die dänische Ermittlerin Dunja Hougaard wird von ihren Kollegen boykottiert und von ihrem Vorgesetzten angemacht. Aber sie ist taff und versucht sich durchzusetzen, eine Aufgabe, die ihr einiges abverlangt.

Die Geschichte scheint anfangs ein wenig verworren zu sein. Erschwerend sind die einzelnen Kapitel nicht so ohne weiteres den jeweiligen Handlungsorten, Schweden / Dänemark, zuzuordnen, so dass man sich erst einlesen muss, um der Handlung wieder folgen zu können.

Die Story an sich ist jedoch strukturiert aufgebaut und hinterlässt zum Schluss keine losen Enden.
Neben einer spannenden Story, deren Spannungsbogen stetig steigt, lernt der Leser die Protagonisten kennen und ist bei den polizeilichen Ermittlungen hautnah dabei.

Obwohl dieser Krimi der 2. der Fabian-Risk-Reihe ist, spielt er vor der Handlung des des 1. Teiles "Und morgen du". Da jedoch beide in sich abgeschlossen sind, ist ein Lesen und Verstehen der Story kein Problem.

Reiheninfo:
Fabian Risk 01: Und morgen du
Fabian Risk 02: Herzsammler
Fabian Risk 03: Minus 18°

Bewertung:





Zum Autor:
(Text von Ullstein)
Stefan Ahnhem, geboren 1966, ist ein bekannter schwedischer Drehbuchautor, unter anderem für die Filme der Wallander-Reihe. Er lebt mit seiner Familie in Stockholm. Und morgen du ist sein erster Roman und der erste Teil einer Krimiserie um den Kommissar Fabian Risk.

Von Stefan Ahnhem wurden gelesen und rezensiert:
  

Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Ullstein-Verlag bedanken
der mir dieses Leseexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 27. Juli 2016

[Rezension] Vanessa da Mata - Blumentochter



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: List Hardcover (6. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3471351132
ISBN-13: 978-3471351130
Originaltitel: A filha das flores
Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 3,1 x 21 cm

Inhalt gem. List:
In einer kleinen Stadt in den brasilianischen Tropen, in einer farbenfrohen Welt voller Mango- und Avocadobäume, lebt die junge Giza mit ihren Tanten Florinda und Margarida. Hinter ihrem Haus bestellen sie einen prächtigen Garten. Die Blumen verkauft Giza überall in der Stadt, und so erfährt sie auch von Liebesgeschichten, über die sonst nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt wid. Doch Giza fühlt sich wie eine Außenseiterin. Die junge Frau sehnt sich danach, so frei davonfliegen zu können wie die buntschillernden Papageien über ihrem Kopf. Als Florinda ihre erste große Liebe verhindert, flieht Giza in die große Stadt. Erst zwölf Jahre später kehrt sie zurück, mit ihrem Sohn, bereit sich ihrer Liebe und ihrer Vergangenheit zu stellen. Vanessa da Matas Debütroman überzeugt dank der Kraft ihrer Phantasie und der Musikalität ihrer Sprache.

Zum Buch:
Die junge Adalgiza, Giza genannt, wächst mit ihren wenig älteren Tanten Florinda und Margarida auf. In ihrer Kindheit ist sie viel mit Florinda, die nur 4 Jahre älter ist, zusammen und verbringt viel Zeit mit ihr.
Mit der Pupertät verschiebt sich das Verhältnis.
Sie unterhalten einen wundervollen Garten voller Blumen, die sie verkaufen. Der Garten ist so groß, dass noch lange nicht alle Teile erschlossen sind, was aber langsam nachgeholt wird.
Während Giza die Blumen in der Stadt verkauft, bekommt sie das ein oder andere mit, wie Liebschaften und Geheimnisse.

Als Giza durch Zufall in den Stadtteil Vila Morena gelangt, spürt sie, dass die Menschen dort ausgegrenzt sind, fühlt sich ihnen aber sehr verbunden.
Sie muss sich heimlich hinschleichen, weil ihre Tanten eine Verbindung mit diesen Leuten nicht billigen würden.
Der bislang herzliche Kontakt zu ihren Tanten schwindet und Giza weiß nicht wieso. Sie vermutet ein Geheimnis, zu dem sie keinen Zugang hat. Ihre einzige Verbündete ist die Haushälterin Dede.

Das Verhältnis zu ihren Tanten bricht, als diese ihre erste große Liebe verhindern...

Giza ist ein kleines Kind, als sie in den Haushalt ihrer Tanten kam und wuchs bei und mit ihnen auf. Ihre Herkunft blieb lange im Buch ungeklärt und schwebte für mich immer im Raum mit.
Als die Verbundenheit untereinander in der Zeit von Gizas Pupertät nachlässt, sucht sie sich andere Verbündete und findet diese in Vila Morena, einem ausgegrenzten Ort vor der Stadt. Es gibt kaum Kontakte zwischen diesen und den Leuten aus der Stadt. Die Zusammenhänge werden Giza und dem Leser erst sehr spät offenbart.

Der Autorin Vanessa da Mata gelingt es hervorragend, Blumen und Örtlichkeiten zu beschreiben. Diese kann sie sehr genau beschreiben, so dass man sich recht schnell zurechtfindet und dem Leser auch die Blumen nicht fremd sind.

Ich habe eine Weile gebraucht, um in das Buch hineinzufinden. Der Sprachstil ist gewöhnungsbedürftig und die Beschreibungen das ein oder andere Mal etwas zu langatmig gehalten. Es erforderte Disziplin, um an der Stange zu bleiben.

Vorn im Klappentext standen Dinge, die sich wirklich erst auf den letzten Seiten zutrugen, so dass ich das ganze Buch über wartete, wann es denn passieren würde. Das fand ich ein wenig unpassend, denn so wusste ich schon im voraus, worauf es hinausläuft.

Wirklich glücklich wurde ich mit dem Buch nicht und es konnte mich schwer begeistern. Sehr blumig geschrieben, eine nette Story, aus der man sicherlich mehr herausholen könnte. 

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text von List)
Die Brasilianerin Vanessa da Mata, geboren 1976, ist in ihrem Heimatland eine sehr erfolgreiche Sängerin und Songwriterin. Sie gewann den Latin Grammy Award und wurde zu einer der 25 kreativsten Frauen gewählt. 

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Ullsteinverlag 


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 23. Oktober 2015

[Rezension] Nele Neuhaus - Schneewittchen muss sterben (Band 4)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 537
ISBN: 978-3548609829
Erscheinungstermin: 11. Juni 2010 
Format: Taschenbuch
Verlag: List


Klappentext gem. Ullstein:
Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd…


Rezension:
Tobias Sartorius kehrt nach Hause zurück - nach zehn Jahren Abwesenheit, doch auf ihn wartet kein herzlicher Empfang in seinem Heimatdorf, nein, pure Verachtung schlägt ihm entgegen, denn die letzten zehn Jahre seines Lebens verbrachte der mittlerweile 30-jährige Tobias wegen Mordes im Gefängnis. Vor zehn Jahren verschwanden zwei junge Frauen aus seinem Umfeld, eine war seine Freundin gewesen und sie tauchten beide bis zum heutigen Tag nicht mehr auf. Auf Grund von Indizienbeweisen wurde Tobias der Prozess gemacht und er verurteilt - doch was hat er wirklich damals getan? Er selbst behauptet, sich an die besagte Zeit nicht erinnern zu können.

Mit Tobias kehrt Unruhe in das Dorf ein und kurz darauf wird eine ältere Frau von einer Autobahnbrücke gestoßen. Sie überlebt schwer verletzt, der Täter entkommt. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei der Frau um die Mutter von Tobias handelt. Wer trachtet ihr nach dem Leben? Nach der Verurteilung ihres Sohnes zerbrach ihre Ehe und sie nahm nach der Scheidung wieder ihren Mädchennamen an, um ein möglichst unerkanntes Leben zu führen - doch nicht unerkannt genug. Dieser Mordanschlag ruft Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff auf den Plan, denn diese nehmen die Ermittlungen auf.

Obwohl es sogar einen Zeugen gab, ist der Täter nicht zu ermitteln. Viele haben, auf Grund des verurteilten Tobias, ein  Motiv, doch alle ein Alibi. Deckt das ganze Dorf den Täter? Dann verschwindet ein weiteres junges Mädchen, eines, das einem der vorherigen, noch immer vermissten Opfer, fast zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Zeit drängt, denn auch sie läuft Gefahr, für immer zu verschwinden. Was steckte wirklich hinter dem Verschwinden der beiden Mädchen von vor zehn Jahren und wird es diesmal gelingen, wenigstens das letzte Mädchen zu retten?


4. Band der Bodenstein/Kirchhoff-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Im Besonderen hat mir hier gefallen, wie die Ereignisse sich mit den Geschehnissen von vor zehn Jahren verknüpfen und wie schnell klar ist, dass die Ermittler erst die damaligen Taten aufklären müssen, um überhaupt eine Chance zu haben, hinter das Geheimnis der laufenden Ermittlungen zu kommen. Jedoch muss ich gestehen, dass mich der Plot nicht voll und ganz überzeugt hat, ich hätte mir hier, gerade zum Schluss, durchaus eine andere Wendung gewünscht. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Noch immer bin ich ein großer Fan von Pia Kirchhoff, die mir mit jedem Buch immer sympathischer wird, was ich allerdings von Oliver von Bodenstein so nicht behaupten kann, irgendwie werde ich mit diesem einfach nicht warm. Den Schreibstil empfand ich als sehr mitreißend erarbeitet, sodass ich mich förmlich an das Buch gefesselt gefühlt habe. Auf die weiteren Bände der Reihe bin ich schon sehr gespannt.



Bewertung


Von Nele Neuhaus bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)


Die Autorin: 
Nele Neuhaus, geboren 1967 in Münster / Westfalen, lebt seit ihrer Kindheit im Taunus und schreibt bereits ebenso lange. Ihr 2010 erschienener Kriminalroman Schneewittchen muss sterben brachte ihr den großen Durchbruch, seitdem gehört sie zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen Deutschlands. Außerdem schreibt die passionierte Reiterin Pferde-Jugendbücher und, unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg, Unterhaltungsliteratur. Ihre Bücher erscheinen in über 20 Ländern. (übernommen von Ullstein)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich von meiner Mutter geschenkt bekommen.