Posts mit dem Label Styria Regional werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Styria Regional werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 9. Juni 2014

[Rezension] Erwin Steinhauer / Günther Schatzdorfer - Einfach. Gut



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 216 Seiten
Verlag: Styria Regional; Auflage: 1 (27. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 370120165X
ISBN-13: 978-3701201655
Größe und/oder Gewicht: 20 x 12 x 1,4 cm

Inhalt gem. Styria:
Erwin Steinhauer, der Schauspieler, und Günther Schatzdorfer, der Schriftsteller, machen sich auf die Suche nach den einfachen Dingen des Lebens zwischen Tolmezzo und Triest, zwischen Grado und Görz. Sie besuchen Weinbauern, die in keinem Guide stehen, deren Wein nicht nach Brombeeren und Vanille schmeckt, sondern nach Tokai und Cabernet, wo nicht Sommeliers, sondern die Nachbarn ein und aus gehen. Die Freunde entdecken Kulturdenkmäler, die von der Geschichte des Volkes berichten, also nicht so sehr die Burgen und Dome, sondern die Dorfkirchen, die alten Bauernhöfe, die verfallenden Villen des verarmten Landadels und die Inseln in der Lagune mit ihren Fischerhütten.
Das Buch ist ein Reiseführer, der nicht alles verrät, sondern neugierig macht. Der Leser muss sich selbst auf Spurensuche begeben, um seinen persönlichen Weg vom Gebirge ans Meer zu finden. "Einfach gut" ist ein Handbuch für fröhliche Genießer, die das Nachdenken über Genuss noch nicht verlernt haben.



Zum Buch:
Erwin Steinhauer, der Schauspieler, und Günther Schatzdorfer, hier der Poet genannt, sind Freunde und Gourmets.
Gemeinsam bereisen sie des öfteren die Landschaft im Nordosten Italiens um die Stadt Udine, das Friaul, und Triest, eine Stadt an der Grenze zu Slowenien.
Es geht ihnen weniger um Sehenswürdigkeiten, sondern eher um Kulinarisches.
Sie sind dem ursprünglichen auf der Spur, das, was nicht jeder Tourist zu essen bekommt, nur weil er in Italien ist.

Gemeinsam haben sie dieses Buch herausgebracht, aus dem nicht nur ihre Liebe zum Essen, sondern auch der Kultur und den Menschen spricht.

Es ist ebenfalls ein Gang durch die Geschichte der Region, die sehr gut recherchiert wurde.

Wie erreiche ich Grado, die Sonneninsel? Es gibt eine Strecke über die Autobahn, mit der man recht zügig ans Ziel kommt, oder man nimmt die Straße, die entlang der südlichen Ausläufer der Alpen langführt. Mit dieser hat man die schönste Strecke vor sich, aber auch eine Anreise von einem Tag.
Für mich wäre klar, welche Strecke ich vorziehen würde.

Neben vielen Orten, wo die beiden gut bewirtet wurden, erfährt man auch so ganz nebenbei, was es mit der Gabel auf sich hat, der fehlenden wohlgemerkt. Der Poet führt neben einem Rucksack auch immer einen Flaschenöffner, Korkenzieher, ein solides Schweizer Messer und einen Löffel mit sich. Die Frage nach der fehlenden Gabel beantwortet er im Buch.

Wer wusste schon von einem Wendekreis der Sardine? Das ist der Bereich, der so weit ins Landesinnere reicht, wie man die Fracht mit Karren oder Maultiere bis zur Mittagshitze verfrachten konnte.

An diesen Informationen und vielen anderen lassen die beiden den Leser teilhaben, während sie von Ort zu Ort, von Winzer zu Winzer unterwegs sind. Und Winzer treffen sie wirklich viel, ist es doch eine hervorragende Weingegend. 

Interessant ist auch die Tatsache, dass die Gerichte, die sich einst nur arme Leute leisten konnten, heute kaum mehr jemand leisten kann.

Sie berichten von Höhlen, die heute nur noch nach Voranmeldung besichtigt werden können oder von Resten einer römischen Straße, die so ohne weiteres nicht aufgesucht werden kann.

Dieses und vieles andere interessante, auf das man in Reiseführern nicht stößt, vermittelt dieses Buch. 
An Kulinarischem versuche die beiden Feinschmecker alles, was ihnen auf den Teller kommt. Einiges wird vorher beargwohnt, wie die "Eierpilze", anderes wird nur auf Bitten für sie gekocht.
Einiges Kurioses erfahren sie ebenfalls auf ihren Reisen und lassen den Leser gern daran teilhaben.

Auch für dieses Buch hätte ich gern eine Karte gehabt, um nachvollziehen zu können, wo die beiden unterwegs waren. Ich musste tatsächlich googeln, um überhaupt zu erfahren, wo Friaul und Triest sich befinden.

Dieses Buch unterhält, es bildet, es lehrt und als Leser hat man sein Vergnügen daran. 
Einige Speisen werden in Kurzform noch einmal zusammengefasst.
Leider gingen diverse Bezeichnungen der Gerichte an mir vorbei, da ich der italienischen Sprache nicht mächtig bin.
Aber alles in allem ein unterhaltsames Buch über einen kulinarischen Tripp mit Ergänzungen in Geschichte und Kultur. 

Bewertung:


Zum Autor:

(übernommen vom Styria Verlag)
Günther Schatzendorfer: geboren 1952 in Oberösterreich, Matura und Militärdienst in Salzburg, Studienjahre 1972–1977 in Wien, Berlin und Bremen. Seit 1978 freier Schriftsteller und Maler. Er lebt in Wien und zwischen Isonzo und Piave. Er veröffentlichte mehrere Bücher über Reisen und Leben in Triest, Friaul und Veneto, von denen zwei in Österreich Bestseller wurden. 2007 war er „Buchliebling“ des Jahres. Er verfasste seit 1975 zahlreiche Beiträge für Funk und Fernsehen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz und publiziert kulinarisch-kulturelle Texte sowie Satiren in diversen Zeitungen und Zeitschriften. Claudio Magris hat den Autor – nicht ohne Ironie – als „spiritus rector“ von Duino bezeichnet. Zuletzt bei Carinthia ­erschienen: „Besser einfach“, „Einfach gut“, „50 Jahre Appetit“.Günther Schatzdorfer erlag im Mai 2011 seiner Krankheit.
Erwin Steinhauer: Ohne Übertreibung: Erwin Steinhauer ist einer der beliebtesten Film-, Bühnen und Kabarettdarsteller Österreichs.\x0D\x0A1951 in Wien geboren, war er 1974 Mitbegründer des Kabarettensembles "Keif", mit dem er Engagements in Österreich und Deutschland hatte.
Bei Styriabooks war die Schilderung der kulinarisch-kulturellen Friaul-Reise EINFACH. GUT. (mit Günther Schatzdorfer) einer der großen Bucherfolge
.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Wolfgang Böck / Günther Schatzdorfer - Besser. Einfach



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 204 Seiten
Verlag: Styria Regional; Auflage: 1 (27. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3701201668
ISBN-13: 978-3701201662
Größe und/oder Gewicht: 20 x 12 x 1,4 cm

Inhalt gem. Styria:
Wolfgang Böck, der TV-Kommissar und Günther Schatzdorfer, der Poet, machen sich auf den Weg nach Venedig, um geheimnisvolle Plätze zu suchen, die weder als Schauplätze für Hochglanz-Gourmet-Guides noch für literarische Morde taugen.
Sie nähern sich auf mehreren Routen an die Serenissima an, scheitern jeweils kurz vor dem Ziel, erleben aber den Zauber der Lagunen, des Festlandes und der Inseln. Sie lernen verstehen, dass die Stadt nicht nur aus Dogenpalast, Markusplatz und Rialto besteht, sondern aus ihrem Umland und den merkwürdigen Menschen, deren Ursprung sich in den Nebeln der Geschichte verliert. Die beiden Freunde erzählen einander während der Reise Geschichten. Erlebte. Erfundene. Lassen sich überraschen, genießen Wildenten und Sardinen, also ein einfach besseres Leben. Der Weg ist ihr Ziel, die Reise wird zum Lebensinhalt. Venedig selbst bleibt, was es ist: ein Traum, der nur mehr in der Literatur existiert, der alten Lockruf, dem die Stadt ihren Namen verdankt: "Vieni etiam!". "Komm auch du!"

Zum Buch:
Zwei Freunde, die das Leben lieben, gern Essen und immer für einen guten Schluck zu haben sind, bereisen Venedig und die umliegenden Inseln.
Sie nennen sich der Poet und der Kommissar.
Nicht auf die herkömmliche Art, sondern sie sind mit einem Hausboot unterwegs, abwechselnd auch mal auf Autostraßen.
Sie mieten ein Boot und einen Fährmann und ab geht es. Der Hauptaugenmerk liegt nicht bei den allbekannten Sehenswürdigkeiten Venedigs, sondern dem, was fernab der Touristen liegt. Dabei nehmen sie so gut wie jedes Wirtshaus mit, probieren die  unterschiedlichsten Speisen und Getränke und erzählen.

Sie plaudern über alles, was sie erleben, Empfindungen, die sie beim Essen hatten und auch ein wenig über Venedig.
Einige der Speisen, die sie genossen hatten, fanden auch ihren Weg ins Buch.

Dem Poeten fiel eines Tages ein, dass er mal einen Mann kennnengelernt hatte, der einst der Chauffeur von Hemingway gewesen war. Sie wollten ihn aufsuchen, erfuhren aber, dass nur noch seine Witwe lebte und die lud sie ein. Sie erzählte, was auch ihr Mann hätte erzählen können, ein wenig über Hemingway und bewirtete die beiden.

Aber auch viel geschichtliches lassen die beiden Freunde in ihr Buch einfließen. So erfährt man vom Landstrich zwischen dem Unterlauf des Tagliamento und der Lagune, einem dem Meer abgerungenen Landstrich. Er wurde von den Römern urbar gemacht, im Mittelalter wurde dort Reis angepflanzt und Salz gewonnen, im 20. Jh. gab es vorwiegend Milchhaltung und Schweinezucht und heute findet man Mais, Rüben, Soja und Raps. Ob Römer, Napoleons Garnisonen oder Mussolinis Scharen, sie alle hatten mit dem Landstrich ihre Sorgen und Nöte.

Nicht alles, was die beiden Freunde aufsuchen wollten, fanden sie auch. Die römische Hafenstadt Eraclea suchten sie vergebens, sie ist abgetaucht unter Agrarland.

Die beiden kommen viel rum, sehen viel und erleben einiges. Sie lernen Menschen kennen, mit denen sie auf einer Wellenlänge liegen. Sie reden, diskutieren mit ihnen, essen viel und gut und wissen das zu schätzen.
An all dem lassen sie den Leser teilhaben, der die Möglichkeit hat, ein wenig über die Geschichte Venedigs zu erfahren, die Esskultur und die Menschen.
Unterhaltsam geschrieben, macht es Spaß, die beiden auf ihrer Erkundungsreise durch ein Venedig abseits der großen Touristenattraktionen kennenzulernen.

Neben den Rezepten, die Bestandteil des Buches sind, findet man auch ein paar Seiten mit Fotos, die diese Reise wiederspiegeln.
Vermisst habe ich eine Karte, anhand derer man hätte nachvollziehen können, wo sie durch das Land zu Lande und per Boot unterwegs waren.

Bewertung:


Zum Autor:

(übernommen vom Styria Verlag)
Günther Schatzendorfer: geboren 1952 in Oberösterreich, Matura und Militärdienst in Salzburg, Studienjahre 1972–1977 in Wien, Berlin und Bremen. Seit 1978 freier Schriftsteller und Maler. Er lebt in Wien und zwischen Isonzo und Piave. Er veröffentlichte mehrere Bücher über Reisen und Leben in Triest, Friaul und Veneto, von denen zwei in Österreich Bestseller wurden. 2007 war er „Buchliebling“ des Jahres. Er verfasste seit 1975 zahlreiche Beiträge für Funk und Fernsehen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz und publiziert kulinarisch-kulturelle Texte sowie Satiren in diversen Zeitungen und Zeitschriften. Claudio Magris hat den Autor – nicht ohne Ironie – als „spiritus rector“ von Duino bezeichnet. Zuletzt bei Carinthia ­erschienen: „Besser einfach“, „Einfach gut“, „50 Jahre Appetit“.Günther Schatzdorfer erlag im Mai 2011 seiner Krankheit.
Wolfgang Böck: geboren in Linz, Schauspieler, bekannt von Bühne und TV („Kaisermühlenblues“, „Trautmann“, etc.), seit 2003 Intendant der Schlossspiele Kobersdorf. Gemeinsam mit Autor Ernst Hinterberger wurde er von der Vereinigung der Bundeskri-minalbeamten Österreichs zum „Ehrenkieberer“ ernannt.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt