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Donnerstag, 2. Juni 2016

[Rezension] Peter Merten - Alles auf Anfang


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1384 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 416 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: 
B01ACLY7O6


Klappentext gem. Amazon:
Der Dieb Reeycot Varda entdeckt ein uraltes Artefakt, mit dem der anhaltende Verlust des Sonnenlichts seiner Welt aufgehalten, vielleicht sogar dauerhaft umgekehrt werden kann. Er bringt es in seinen Besitz und macht sich auf den Weg in die Hauptstadt.
Da ihm nur wenig Zeit bleibt, sein Ziel zu erreichen, heuert er die eigenwillige Luftschiffkapitänin Fade an.
Aber Can Fade hütet ein gefährliches Geheimnis, das nicht nur Vardas Leben, sondern darüber hinaus auch die Zukunft des ganzen Landes in Gefahr bringen kann.


Rezension:
Die Welt Pyres ist dem Untergang geweiht, denn die eigentlich friedfertige Welt, in der Wissenschaft und Magie nebeneinander existieren steht kurz vor ihrem Ende. Die Sonne, der Grundstein des Lebens, weist immer mehr schwarze Flecken auf und weder Wissenschaftlern noch Magiern ist es gelungen herauszufinden, warum dies der Fall ist oder gar diesen Zustand aufzuhalten bzw. umzukehren. Lediglich der Leiter der Akademie der förderlichen Wissenschaften, Bovart Seitenfärber, hat eine Idee, wie die drohende Sonnenfinsternis abgewendet werden kann. In der Akademie entdeckte er eine Maschine, welche seit Angedenken der Zeiten dort befindlich sein muss, doch diese könnte die Lösung für den drohenden Untergang darstellen. Bedauerlicherweise fehlt ein entscheidendes Teil, doch Bovart hat Hoffnung, denn er weiß, dass das Teil bereits gefunden wurde und auf dem Weg zu ihm ist.

Famola, Bovarts Nichte und Assistentin, ist da weniger optimistisch, vor allem als sie erfährt, das ausgerechnet Reeycot Varda das fehlende Teil gefunden hat und es zu Bovart bringen will. Generell hat Famola keine besonders hohe Meinung von Reeycot, schmuggelt er sich doch bereits Zeit seines Lebens durchs Leben, hat keine anständige Arbeit und sichert sich seinen Lebensunterhalt durch diverse Gaunereien. Noch dazu ist er träge und über alle Maßen von sich selbst eingenommen - Famola hat also allen Grund, Reeycot zu misstrauen. Zu allem Unglück wird die Akademie, genauer gesagt deren Bibliothek, von Mangold Dunk, einem Lichtmeister der Vereinigung der Diener des Lichts, überfallen. Zwar kann er weder Bovart, noch Famola stellen, doch durch eine Notiz weiß er, was sich in Reeycots Besitz befindet. Das Reeycot sein Ziel nicht erreichend darf, steht außer Frage.

Derweil plant Tab Valniwow mit einem Luxusmodell der Luftschifffahrtsindustrie eine gemächliche Reise nach Muceport, der Stadt, in der sich auch die Akademie befindet. Obwohl Tab niemanden etwas getan hat, wird er noch auf dem Flugfeld von Lichtbringern gejagt, doch ihm gelingt die Flucht. Allerdings verpasst er seine Passage, sodass er sich als blinder Passagier auf die Pryde schmuggelt, ein Luftschiff, das allerdings eher für Warentransporte geeignet ist, aber in die selbe Richtung fliegt, in der sein Ziel liegt. Tatsächlich bleibt er unentdeckt, zumindest so lange, bis die Lichtbringer die Pryde angreifen und er sich bekennen muss. Es gelingt ihm, die Kapitänin des Schiffes, Candrine Ogrem Fade, zu erweichen, ihn zu retten. Nur den beiden gelingt die Flucht, das Schiff und seine Mannschaft sind verloren. Tab gelingt es Fade zu überzeugen, ihn auf seiner Reise zu begleiten, doch die Lichtbringer sind weiter hinter ihnen her, denn Tab ist eigentlich gar nicht Tab Valniwow, sondern Reeycot Varda ...


Pyres droht der Untergang! Der Plot wurde spannend und fantastisch erarbeitet. Besonders gut hat mir die Harmonie von Wissenschaft und Magie in der Welt von Pyres gefallen, denn eigentlich sollte man ja davon ausgehen, dass diese sich ausschließt, aber es funktioniert und zwar ganz hervorragend. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Ans Herz gewachsen ist mir natürlich die Figur des Reeycot, der wirklich alles verkörpert, was man von einem Anti-Helden erwartet und dennoch schaffte er es immer wieder, mich zu überraschen und tatsächlich kristallisierten sich im Laufe des Buches eine Menge positive Eigenschaften bei diesem Lebemann heraus. Die Interaktion der Figuren des Reeycot und der Fade empfand ich faszinierend zu lesen, denn sie ist ihm gegenüber von Beginn an eher unwirsch eingestellt, während er auf den ersten Blick erkennt, dass diese Frau so viel mehr ist, als es auf den ersten Blick erscheint und er fühlt sich sofort zu ihr hingezogen - was sich auch nicht ändert, als er ihre Meinung zu seiner Person erfährt. Den Schreibstil fand ich fesselnd zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch hervorragende Lesestunden bereitet hat.


Bewertung: 

Von Peter Merten bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)



Der Autor über sich:
Meine Großmutter väterlicherseits war tatsächlich eine talentierte Märchenerzählerin und mein Großvater mütterlicherseits ein ständiger Quell Antworten auf alle Fragen, die Kinder stellen.
Ich will noch immer Geschichten erzählen, die den kalten Dingen ein Herz und den stummen Dingen eine Stimme geben.
Das aktuelle Projekt trägt den Arbeitstitel ‚Sonnenflecke’. (übernommen von HP)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:  
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei



Peter Merten

bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat. 


Donnerstag, 17. September 2015

[Rezension] Peter Merten - Cornell, der Barde



Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2480 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 260 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: 
B0156PA7KG


Klappentext gem. Amazon:
Cornell, dessen Vergangenheit durch einen Unfall in einem grauen Nebel liegt, wird von einer Fremden beschuldigt, den Tod ihres Vaters herbeigeführt zu haben. In Wirklichkeit wäre er ein Leibwächter und kein Barde, selbst sein Name wäre die Lüge eines alten Mannes.
Die Wahrheit ist schwer zu entdecken, vor allem wenn man sich nicht erinnern kann, was einmal war, und alles, was man bislang als eigene Lebensgeschichte betrachtet hat, sich als Lügen herausstellen.
Nach und nach findet Cornell heraus, wer er wirklich ist, doch der Mensch, der ihm dann im Spiegel begegnet, ist niemand, dem man gern die Hand schüttelt.
Hin und her gerissen zwischen dem Wunsch, ein einmal gegebenes Versprechen einzulösen und der immer stärker werdenden Versuchung, das Leben als fahrender Sänger fortzusetzen, muss er sich irgendwann entscheiden, wer weiterleben wird: der Krieger oder der Lautenspieler.


Rezension:
Die ersten Jahre seines Lebens wuchs Torvil Aratei wohlbehütet bei seiner Tante Thalita auf. Seine Mutter starb kurz nach seiner Geburt und einen Vater hat er auch nicht, aber er war glücklich und zufrieden mit seinem Leben. Doch seine Tante hat große Sorgen. Vor einigen Tagen war ein Mann namens Slavik an ihrem Haus und fragte nach dem Weg ins nächste Dorf. Seit diesem Zusammentreffen merkt Thalita, dass sie krank ist, ja, es ihr immer schlechter geht und sie befürchtet, dass sie nicht mehr lange leben wird. Doch was wird aus dem kleinen Torvil?

Kurz darauf erscheint ein weiter Mann namens Herzmann bei Thalita und unterrichtet sie darüber, dass er Torvil mitnehmen und ihm im Namen des Fürsten von Lendorial ausbilden wird. Thalita ist entsetzt, kann aber in ihrem geschwächten Zustand nichts dagegen tun - zumindest bleibt ihr der Trost, dass Torvil bis zu ihrem Ende bei ihr sein wird, denn erst danach wird Herzmann aufbrechen. Tatsächlich stirbt Thalita kurz darauf und Herzmann bringt den kleinen Torvil zur Burg Weißfels. Hier wird er in der Kampfkunst und der Magie ausgebildet und schlussendlich fällt er selbst sein Urteil über eine endgültige Berufung: er wird ein Assassin werden. Mit Anfang 20 ist Torvils Ausbildung abgeschlossen und er hat sich bereits bewehrt. Sein neuer Auftrag wird es sein, einen Richter und vor allem dessen Tochter zu beschützen. Doch dann wird Burg Weißfels angegriffen ...

Vier Jahre später ist der Barde Cornell auf dem Weg von Heetland nach Burnyk. Die Seefahrt bekommt ihm nicht, was er immer noch nicht so recht glauben mag, denn immerhin ist er der Sohn eines Fischers, doch so genau weiß er das alles gar nicht mehr, denn dies weiß er nur auf Grund der Erzählungen seines Lehrers Dalio. Auf dem Schiff gibt es auch einen Matrosen namens Rauk, der Cornell immer wieder ärgert, ihm zur Not jedoch zu Hilfe eilt. Auch andere Passagiere sind auf dieser Reiserute auf dem Schiff unterwegs, so auch Cevena Karacan. Als sie den Barden erblickt, weiß sie sofort, um wen es sich handelt. Sie stellt ihn zur Rede, doch Cornell weiß nicht, wovon sie spricht. Behauptet diese junge, durchaus gutaussehende Frau doch tatsächlich, er wäre in Wirklichkeit ein gewisser Torvil Aratei und er würde am Tod ihres Vaters Schuld tragen. Nun soll besagter Torvil mit ihr in den Kampf gegen Malakit, den Fürsten von Lendorial und mutmaßlichen Mörder ihres Vaters, ziehen und diesen ein für alle mal verjagen. Cornell will von all dem nichts wissen - immerhin ist er nur ein Barde, dem es Freude macht, anderen Geschichten zu erzählen und ihnen Lieder vorzutragen - oder ist er doch nicht Cornell und weiß es nur nicht?


Noch einmal nach Artesian! Der Plot wurde erlebnis- und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gelungen fand ich die Idee, aus einem ausgebildeten Krieger einen friedfertigen Barden zu machen, ohne dass dieser in seinem neuen Leben überhaupt auf die Idee gekommen wäre, er wäre jemals etwas andere gewesen, wenn ihm nicht eine Person aus seiner Vergangenheit begegnet wäre. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Der Protagonist Cornell schaffte es sofort, mich von sich zu überzeugen und auch seine gegensätzlichen Leben fand ich sehr gut in der Figur vereint, wobei man den wahren Cornell erst besser kennenlernt, je mehr er sich an einen Teil seiner wenig ruhmreichen Vergangenheit erinnert und dennoch, ich fand ihn wirklich großartig erarbeitet, mich hat er voll und ganz überzeugt. Aber auch die Figur der Cevena fand ich sehr gelungen in Szene gesetzt, denn diese junge Frau, die einst zu einer mächtigen Familie gehört, ist auch nach dem Sturz derselben nicht bereit aufzugeben und zumindest etwas Rache zu nehmen, denn die Toten könnte sie mit allen Racheplänen der Welt nicht wieder zum Leben erwecken. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen mitreißend erarbeitet, sodass es gar nicht so einfach war, das Buch zwischenzeitlich aus der Hand zu legen.


Bewertung: 

Von Peter Merten bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor über sich:
Meine Großmutter väterlicherseits war tatsächlich eine talentierte Märchenerzählerin und mein Großvater mütterlicherseits ein ständiger Quell Antworten auf alle Fragen, die Kinder stellen.
Ich will noch immer Geschichten erzählen, die den kalten Dingen ein Herz und den stummen Dingen eine Stimme geben.
Das aktuelle Projekt trägt den Arbeitstitel ‚Sonnenflecke’. (übernommen von HP)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:  
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei



Peter Merten

bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Dienstag, 13. Januar 2015

[Rezension] Peter Merten - Schneefrei



Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1199 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 99 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: 
B00PIU5R3M


Klappentext gem. Amazon:
Schneefrei - 12 Kurzgeschichten

Eine Frau geht eine Straße entlang und zieht eine Sense hinter sich her. Ein Mann schreibt einen Brief ohne Stift und Papier. Welche Geräusche lassen auf die Anwesenheit eines Einbrechers schließen? Gibt es tatsächlich vernunftbegabte Wesen von der Größe eines Daumens? Wie viel Stille ruht in einem einzigen Schwung?
Schneefrei erzählt Geschichten aus der Tiefe eines schneebedeckten Holzstuhls, der inmitten eines verschneiten Gartens steht, und beschreibt skurrile Personen einer alltäglichen Welt, unserer Welt. Vom Leben und der allgegenwärtigen Zeit getrieben sucht darin jeder nach seinem kleinen Stückchen Himmel und hofft, das Paradies zu finden.


Rezension:
*Die Frau  mit der Sense*
Eine überaus gelungene skurrile Geschichte, in der Frau sich als Tod behaupten muss. 
Hier habt ihr die Möglichkeit, die Kurzgeschichte komplett zu lesen.

*Verdächtige Geräusche*
Nächtliche Geräusche im eigenen Heim machen den Hausherrn, gelinde gesagt, sehr nervös. Sind etwa Einbrecher vor Ort und wenn ja, wie viele? Sind sie gewalttätig? Und das ausgerechnet nachts!

*Sie*
Er führt ein gutbürgerliches Leben, ist verheiratet und Vater und dennoch trifft er jeden Morgen um 6:43 Uhr "Sie". Er weiß so gut wie nichts über "Sie", aber ein Leben ohne "Sie" kann er sich nicht mehr vorstellen.

*Aphrodite*
In den 1960ern hat man es als alleinstehende Frau nicht einfach, vor allem nicht, wenn man in ein neues Viertel gezogen ist und Gerüchte den Umlauf machen, man wäre ein Hermaphrodit. Aber ein kleines, achtbeiniges Wesen vermag einiges zu ändern.

*Der Junge und der Drechsler*
In dieser Geschichte geht es um einen jungen Mann, der voller Zweifel ist und einen alten Drechsler, der die Welt so sieht, wie sie tatsächlich ist.

*Die Frau von Gegenüber*
Herr Lüthi lebt in Trennung von seiner Familie. Erstmalig seit Jahren bewohnt er allein eine Wohnung und hat es sich zur Angewohnheit gemacht, vom Balkon aus, seine Nachbarn zu beobachten, vorerst ohne etwaige Hintergedanken. Bis Gegenüber eine neue Nachbarin einzieht, die sein Interesse erweckt ...

*Pizza, Tee und Veilchenduft"
Ein ganz normaler Abend in der Pizzeria Quathro Stagioni, der sich jedoch schlagartig ändert, als eine enorme Pizzabestellung für die (eigentlich verlassene) Villa auf dem Hügel eintrifft. Das Leben von zumindest einem Angestellten wird sich grundlegend ändern ...

*Scherben und Asche*
Ein Mann verliert seine Frau durch einen Autounfall, den diese auf einer Geschäftsreise hatte. Er ist untröstlich, doch wenige Wochen später bekommt er einen Brief - von ihrem Liebhaber ...

*In flagranti*
Lars "Pin" Pinak ist Privatdetektiv und wird von Lara Richards beauftragt, herauszufinden, ob ihr Mann sie betrügt. Er nimmt den Auftrag an und macht eine erstaunliche Entdeckung ...

*Neun Krieger*
Die Bergleute und die Waldleute, jeweils Gruppen, die sich wohl nie verstehen werden, denn sie wollen alle nur das eine: Das Leder - und bekriegen sich, um es zu bekommen.

*Lampengeistmärchen*
Ein Dschinn wurde bei einer Reinigungsaktion aus seiner Lampe rausgespült. Nun ist er heimatlos und springt einfach in die nächste sich bietende (und nach Pistazien riechende) Jackentasche. Entsprechender Mensch zu dieser Jackentasche ist erst einmal erstaunt über seinen neuen Hausgast und dieser hat nichts besseres zu tun, als sein Leben so richtig auf den Kopf zu stellen.

*Die Stille des Schwungs*
Wie ein Gefangener ohne Fesseln verharrt er an einem Ort und dennoch drehen sich seine Gedanken nur um die Eine: Seine Frau und seine Liebe zu ihr ...


Eine tolle Kurzgeschichten-Sammlung! Bei diesem E-Book handelt es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten, mal skurril, mal nachdenklich, mal lustig, aber auf jeden Fall immer lesenswert. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, wobei ich gestehen musste, dass mich bereits die erste Geschichte so in ihren Bann gezogen hatte, dass ich nicht mehr von dem E-Book lassen konnte.


Bewertung: 

Von Peter Merten bereits gelesen und rezensiert:


Der Autor:
Es heißt, seine Großmutter väterlicherseits sei eine talentierte Märchenerzählerin und sein Großvater mütterlicherseits ein ständiger Quell von Antworten auf alle Fragen gewesen, die Kinder stellen.
Er will Geschichten erzählen, den kalten Dingen ein Herz und den stummen Dingen eine Stimme geben.
Mit 14 Jahren schreibt er die erste Kurzgeschichte, zwei Jahre später folgen Entwürfe für einen Roman, der aber nie fertiggestellt wird.
Im Alter von 20 Jahren verlässt er Trier und geht nach Düsseldorf, erarbeitet sich auf dem zweiten Bildungsweg die Voraussetzungen für ein Studium der Sozialwissenschaften.
In dieser Zeit entstehen erste ernst gemeinte Arbeiten, Kurzgeschichten und Gedichte.
Gemeinsam mit einem befreundeten Komponisten schreibt er am Ende der 1990er das Fantasy-Musical Dara und Gomo und seinen ersten Roman, Der falsche Auserwählte.
2001 wird die erste Kurzgeschichte im Rahmen einer SF- Anthologie veröffentlicht, die im Shadowrun-Universum angesiedelt ist.
Aufgrund einschneidender Veränderungen ruht das Schreiben anschließend für etwa 10 Jahre.
Books on Demand nimmt in diesen Jahren einen immer größeren Raum ein, neue Autoren veröffentlichen mit geringen Mitteln gute Arbeiten und finden interessierte Leser.
Der falsche Auserwählte wird 15 Jahre nach seiner Fertigstellung bearbeitet und veröffentlicht. Der Roman Goldhand folgt.
Das aktuelle Projekt trägt den Titel: 'Der dritte Kontinent' und wird voraussichtlich im Sommer 2013 erscheinen. (übernommen von amazon)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei


bedanken, die mir dieses wundervolle Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 4. Oktober 2013

[Rezension] Peter Merten - Der dritte Kontinent (Band 3)


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 606 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 473 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: 
B00F5WYA5Y


Klappentext gem. Amazon:
Nach dem Anschlag auf sein Leben findet Hockster Beltrim sich in einem Labyrinth am anderen Ende der Welt wieder.
Für ihn gibt es nur ein Ziel: So schnell wie möglich einen Ausgang finden und dann den langen Weg nach Hause antreten. Er muss zurück zu Madigan, bevor sie Artesian verlässt und ihr sagen, dass er sie liebt.
Doch unversehens entdeckt er in einer der großen Kavernen des Labyrinths eine gläserne Armee, die nur darauf wartet, unter der Führung der grausamen Chetekken nach Norden zu marschieren und die Menschen zu vernichten.
Hin und her gerissen zwischen Ehre und Liebe setzt er alles daran, die Menschen Heetlands zu warnen und Madigan doch noch rechtzeitig zu erreichen.

Artesian ist eine Welt voller Magie und zauberhafter Orte. Sie wird bevölkert von Menschen und Tieren, von schlangengleichen Nat Chatkas und wahrhaft ehrenhaften Drachen, von gläsernen Kriegern und mutigen und stolzen Frauen, von einem herausragenden Heiler, einem Baumbehüter, und einem Mann, der auf der Suche nach seiner einzigen und wahren Liebe ist.
Der dritte Kontinent ist ein in sich abgeschlossener Roman. Gleichzeitig werden die in den beiden vorangegangenen Büchern ’Der falsche Auserwählte’ und ’Goldhand’ begonnenen Geschichten beendet und die letzten Geheimnisse endlich aufgedeckt.


Rezension:
Hockster Beltrim ist tot, er starb in den Armen seiner Geliebten Madigan "Goldhand" DeVille, zumindest glauben das seine Freude. Doch Hockster starb nicht bei dem Angriff des Chetekkenmagiers Zyrc, sondern wurde fortgerissen und nun wandelt er durch Tazkys, dem Traumland am Ende der Welt auf dem dritten Kontinent von Artesian. Hockster hat jedoch nur ein Ziel: aus dem Tazkys zu entkommen und wieder zu Madigan zu gelangen, denn er weiß, sein weiteres Schicksal ist unaufhörlich an diese Frau gebunden. Die Hoffnung, dass sie sich nach wie vor auf Artesian aufhält und sie wieder zu sehen, ist das einzige, was ihn am Leben erhält. Hilfe findet er in diesem Labyrinth von ganz unerwarteter Seite. Er trifft auf das kleine Drachenmädchen Tippet, das bereit ist, ihn aus dem Tazkys zu führen.

Doch noch während ihrer Flucht entdeckt Hockster, dass in einer der Höhlen Glaskrieger stehen und er weiß, dass diese eine weit größere Gefahr als die Nat Chatkas darstellen werden, wenn sie erwachen und angreifen. Wenn er es heil aus dem Tazkys schaffen wird, muss er zuerst seinen König informieren, bevor er zu Madigan zurückkehren kann. Tatsächlich gelingt es den Beiden, dem Tazkys zu entkommen. Sie müssen jedoch feststellen, dass sie sich auf Zatkan befinden, dem dritten Kontinent Artesians und der Heimat der Nat Chatkas, also mitten im Feindesland. Mit Tricks und List gelingt ihnen jedoch die endgültige Flucht aus Zatkan und sie treten gemeinsam die gefahrvolle Reise in die Heimat an.

Derweil versucht Madigan sich ein Leben ohne Hockster aufzubauen. Sie ist tough und die kommandierende Befehlshaberin der Söldner und dennoch, es hat so viele Verluste auf ihrer Seite gegeben und ein Leben ohne Hockster ist für sie nur schwer vorstellbar, zumal sie ein Kind von ihm erwartet, eine Tatsache, die sie ihm vor seinem vermeintlichen Tod nicht mehr mitteilen konnte. Trotz allem ist Madigan nicht bereit aufzugeben, der Preis dafür wäre viel zu hoch. Wider erwartend gelingt es Hockster tatsächlich, wieder zu Madigan zu stoßen, was er jedoch nicht ahnte, die Glaskrieger sind ihnen schon dicht auf den Fersen. Zusammen mit Alep Dieron Elders, Kwin Bohnthal und dem Drachen Wigget machen sie sich auf, in die alles entscheidende Schlacht zu ziehen ...


Mein drittes Artesian-Abenteuer! Der Plot wurde wieder wahnsinnig fesselnd und abwechslungsreich erarbeitet, ja es war sogar dermaßen schlimm, dass ich das gesamte Buch am Stück lesen musste, weil es mir einfach nicht möglich war, es auch nur kurzfristig aus der Hand zu legen. In diesem Band hat mir besonders gut die Geschichte der Nat Chatkas gefallen, denn nun ist endlich klar, warum sie die anderen Völker angegriffen haben und was die Ursache ihres Hasses gegen alle Lebewesen auf Artesian ist und ich muss sagen, ich hätte ja mit allem gerechnet, aber nicht damit. Die Figuren wurden wieder detailliert und facettenreich erarbeitet und ganz ehrlich, ich habe sie alle unheimlich ins Herz geschlossen und ja, ich kann sogar die Nat Chatkas verstehen, obwohl diese sehr weit von dem entfernt sind, was man allgemein als "menschliches Wesen" anerkennt. Den Schreibstil empfand ich wieder als ausgesprochen fesselnd und wie bereits in den vorherigen Bänden hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und partout nicht mehr losgelassen. Bedauerlicherweise endet an dieser Stelle vorläufig das Abenteuer Artesian und dennoch möchte ich meine Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass es vielleicht doch irgendwann noch weiter geht, denn ich bin fasziniert, fasziniert von dieser Welt, ihren Figuren, ihrer Geschichte und ja, auch der Schreibstil des Autoren faszinierte mich zum wiederholten Male durch seine klare und dennoch bildhafte Sprache.


Bewertung: 

Reiheninfo:
1. Band - Der falsche Auserwählte
2. Band - Goldhand
3. Band - Der dritte Kontinent

Von Peter Merten bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor: 
Es heißt, seine Großmutter väterlicherseits sei eine talentierte Märchenerzählerin und sein Großvater mütterlicherseits ein ständiger Quell von Antworten auf alle Fragen gewesen, die Kinder stellen.  

Er will Geschichten erzählen, den kalten Dingen ein Herz und den stummen Dingen eine Stimme geben.
Mit 14 Jahren schreibt er die erste Kurzgeschichte, zwei Jahre später folgen Entwürfe für einen Roman, der aber nie fertiggestellt wird.
Im Alter von 20 Jahren verlässt er Trier und geht nach Düsseldorf, erarbeitet sich auf dem zweiten Bildungsweg die Voraussetzungen für ein Studium der Sozialwissenschaften.
In dieser Zeit entstehen erste ernst gemeinte Arbeiten, Kurzgeschichten und Gedichte.
Gemeinsam mit einem befreundeten Komponisten schreibt er am Ende der 1990er das Fantasy-Musical Dara und Gomo und seinen ersten Roman, Der falsche Auserwählte.
2001 wird die erste Kurzgeschichte im Rahmen einer SF- Anthologie veröffentlicht, die im Shadowrun-Universum angesiedelt ist.
Aufgrund einschneidender Veränderungen ruht das Schreiben anschließend für etwa 10 Jahre.
Books on Demand nimmt in diesen Jahren einen immer größeren Raum ein, neue Autoren veröffentlichen mit geringen Mitteln gute Arbeiten und finden interessierte Leser.
Der falsche Auserwählte wird 15 Jahre nach seiner Fertigstellung bearbeitet und veröffentlicht. Der Roman Goldhand folgte.
Das aktuelle Projekt trägt den Titel: 'Der dritte Kontinent' und wird voraussichtlich im Sommer 2013 erscheinen. (übernommen von amazon)

Wie ich zu dem Buch kam:  
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei



Peter Merten

bedanken, die mir dieses wundervolle Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat. 





Mittwoch, 24. Juli 2013

[Rezension] Peter Merten - Goldhand


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 698 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 572 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00AD5JTUO


Klappentext gem. Amazon:
Auf der Suche nach einer bedeutsamen Unternehmung erhält Hockster Beltrim, seines Zeichens entwurzelter Reisender, hilfsbereiter Gelehrter und skeptischer Magier den Auftrag, das Wissen der Welt zu bewahren.
Die ohnehin kaum zu bewältigende Aufgabe wird zusätzlich durch die Bedrohung einer feindlichen Macht erschwert, die das Land verheert und das auszuradieren versucht, was Hockster so unbedingt bewahren will. Zwar gehört der Begriff ‚aufgeben’ nicht unbedingt zu Hocksters Lieblingsworten, aber manchmal kommt auch der Tapferste an seine Grenzen, wo Mut, Leidenschaft und Durchhaltewillen nicht mehr ausreichen, drohendes Unheil abzuwenden.


Rezension:
Im Weltall herrscht Krieg. Die Miltek-Flotte hat nach und nach verschiedene Planeten unterworfen. Ihnen entgegen stellen sich die Litkor-Söldner, um für die Freiheit zu kämpfen. Unter ihnen ist Leutnant Madigan "Maddy" DeVille, eine erfahrene Kämpferin. Vor Jahren verlor sie bei einer Schlacht einen Arm, sodass sie seitdem eine silberne Armprothese trägt. Ihr Adoptivvater ist Feldwebel Cygar DeVille, einer der Anführer der Söldner. Die letzte Schlacht steht bevor und es sieht nicht gut aus für die Freiheitskämpfer und in der Tat, sie werden vernichtend geschlagen. Madigan gelingt es zu flüchten, denn die Hoffnung, den Widerstand wieder aufzubauen, hält sie am Leben. Ihre Reise endet auf einem Planeten namens Artesian. Auf diesem muss sie sich durchschlagen, bis die Zeit gekommen ist, diesen Planeten zu verlassen und wieder in den Kampf zu ziehen.

Der 26-jährige Hockster Eltrim ist ein Wanderer aus dem Tarrasgebirge. Er ist ein mäßiger Steinzauberer und ist ausgezogen, seine Magie zu stärken und einen Lebensinhalt zu finden, denn in seiner Heimat war er ein Ausgestoßener. Hockster ist ein herzensguter Mensch, wenn auch etwas naiv in seiner Einstellung. Als er auf seiner Reise miterleben muss, wie eine Bande Räuber einen Mann zu töten versuchen, gelingt es ihm mit Magie und List, diesem zu Hilfe zu kommen. Bei dem Erretten handelt es sich um Rok Talusien, einen Söldner, der von nun an durch Lebensschuld dazu verpflichtet ist, ein Jahr an seiner Seite zu bleiben oder diese Schuld durch die Rettung Hocksters Leben wieder gut zu machen. So muss er, ob er will oder nicht, sich zusammen mit Hockster auf die Reise nach Hornburg machen. Sie treffen auf Madigan und Hockster verliebt sich auf den ersten Blick in sie. Hockster ist Madigan auch nicht egal, doch sie hat andere Pläne, sodass sie sich von den beiden Männern trennen muss.

Doch auch Hockster und Rok kommen nicht weit, denn der Anführer der Anführer der Räuber macht sie ausfindig. Eigentlich scheint sein Schicksal besiegelt, doch Hockster ist in einer Mission unterwegs und kann ihn überzeugen, ihn nicht nur am Leben zu lassen, sondern ihm auch noch Land zu überlassen, ihm ein Haus zu erbauen und sein Vorhaben zu unterstützen. Da es für Rok doch zu gefährlich ist, zieht dieser von dannen. Hockster widmet sich derweil um den Aufbau einer Wissensgemeinschaft - denn das ist seine Aufgabe, Artesians Wissen zu bewahren. Doch die Chétekken, die Nat Chatkas, die Erzfeinde der friedlichen Bewohner Artesians, sind auf dem Vormarsch, um Artesian ein für alle Mal zu unterwerfen - und alles Leben außer ihrer eigenen Art zu vernichten. Noch ahnt es Hockster nicht, doch in diesem Kampf wird er eine entscheidende Rolle spielen ...


Mein zweites Artesian-Abenteuer! Der Plot wurde wieder sehr bildhaft und spannend erarbeitet, sodass mich auch das zweite Artesian-Buch in seinen Bann gezogen und nicht mehr los gelassen hat. Besonders gut hat mir gefallen, dass ich unter anderem alte Freunde wie Alep und Kwin wieder getroffen habe und ganz ehrlich, dieses Buch hat mich schlicht und ergreifend begeistert. Die Figuren wurden wieder ausgesprochen facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei mir hier besonders gut die Figur des Hockster gefallen hat, der eigentlich ein typischer Anti-Held ist und dennoch in der Lage ist, über sich hinaus zu wachsen und großes zu vollbringen. Den Schreibstil empfand ich wieder als ausgesprochen spannend, sodass ich gar nicht anders konnte und das Buch am Stück gelesen habe - ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Nun hoffe ich sehr, dass schnellstmöglich der nächste Band erscheint, denn ganz ehrlich, ich würde ja gerne behaupten, dass mich dieses Buch genauso begeistert zurückgelassen hat wie "Der falsche Auserwählte", aber nein, es ist schlimmer, denn dieses Buch hat mich vollkommen begeistert, aber mit einem bösen Cliffhanger zurück gelassen, sodass ich hoffentlich bald erfahre, wie es weiter geht.

Bewertung: 

Von Peter Merten bereits gelesen und rezensiert:


Der Autor: 

Es heißt, seine Großmutter väterlicherseits sei eine talentierte Märchenerzählerin und sein Großvater mütterlicherseits ein ständiger Quell von Antworten auf alle Fragen gewesen, die Kinder stellen.
Er will Geschichten erzählen, den kalten Dingen ein Herz und den stummen Dingen eine Stimme geben.
Mit 14 Jahren schreibt er die erste Kurzgeschichte, zwei Jahre später folgen Entwürfe für einen Roman, der aber nie fertiggestellt wird.
Im Alter von 20 Jahren verlässt er Trier und geht nach Düsseldorf, erarbeitet sich auf dem zweiten Bildungsweg die Voraussetzungen für ein Studium der Sozialwissenschaften.
In dieser Zeit entstehen erste ernst gemeinte Arbeiten, Kurzgeschichten und Gedichte.
Gemeinsam mit einem befreundeten Komponisten schreibt er am Ende der 1990er das Fantasy-Musical Dara und Gomo und seinen ersten Roman, Der falsche Auserwählte.
2001 wird die erste Kurzgeschichte im Rahmen einer SF- Anthologie veröffentlicht, die im Shadowrun-Universum angesiedelt ist.
Aufgrund einschneidender Veränderungen ruht das Schreiben anschließend für etwa 10 Jahre.
Books on Demand nimmt in diesen Jahren einen immer größeren Raum ein, neue Autoren veröffentlichen mit geringen Mitteln gute Arbeiten und finden interessierte Leser.
Der falsche Auserwählte wird 15 Jahre nach seiner Fertigstellung bearbeitet und veröffentlicht. Der Roman Goldhand folgt.
Das aktuelle Projekt trägt den Titel: 'Der dritte Kontinent' und wird voraussichtlich im Sommer 2013 erscheinen. (übernommen von amazon)

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei


Peter Merten

bedanken, die mir dieses wundervolle Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Samstag, 25. Mai 2013

[Rezension] Peter Merten - Der falsche Auserwählte


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1017 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 808 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B008QAV7VM


Klappentext gem. Amazon:
Ausgestattet mit der Gabe der Magie, steht der eher zur Zurückhaltung neigende Alep Dieron Elders vor der Frage, was er mit seinem Leben anfangen soll.
Eines Tages erscheint ein Golem mit wichtiger Nachricht und fordert ihn auf, den drohenden Untergang aller Magie und Zauberkraft abzuwenden.
Alep macht sich auf den Weg und folgt, gemeinsam mit dem Tischler Kwin und einem belebten Holzdrachen der Einladung des Golems in die Hauptstadt des Landes als Gäste des Meistermagiers Pretorius. Denn Alep ist, so behauptet es der Text einer alten Prophezeiung, der Retter der Magie. Doch schon bald wird klar, dass es mit der Weissagung nicht weit her ist und außer Alep noch jede Menge andere Kandidaten in Frage kommen, das drohende Unheil abzuwenden.
Alep sucht und findet Antworten, die die Ereignisse auf den Kopf stellen und wird unversehens in einen Machtkampf verwickelt, an dessen Ende ihm der König, der Meistermagier und die Soldaten der Königsgarde als Feinde gegenüberstehen.


Rezension:
Der 19-jährige Alep Dieron Elders lebt zusammen mit seiner Familie auf dem Land. Seine Familie lebt von der Bewirtschaftung des eigenen Hofes und auch Alep hat sich als Bauer versucht, musste jedoch feststellen, dass dies einfach nichts für ihn ist. Sein älterer Bruder Bak hingegen ist mit Leib und Seele Bauer und schon jetzt steht fest, dass er den Hof eines Tages übernehmen wird. Doch Alep will mehr vom Leben. Auch eine Ausbildung zum Schied erwies sich nicht als das Richtige für ihn, sodass er derzeit mehr oder weniger in der Schwebe hängt.

Eine nächtliche Begegnung hingegen soll sein Leben von Grund auf verändern. Der Golem Knoll stattet Alep nachts in seinem Elternhaus einen Besuch ab und fordert ihn, als Auserwählten, auf, sich umgehend zu Pretorius und der Magiergilde von Hornburg zu begeben, um dort sein Erbe anzutreten. Alep ist mehr als skeptisch und entschließt sich, der Aufforderung nicht nachzukommen, denn was auch immer er sein mag, ein Auserwählter ist er mit Garantie nicht. Seine Einstellung soll sich jedoch schnell ändern, denn Nat Chatkas (eine Mischung aus Mensch und Echse) greift sein Dorf an und richtet schweres Unheil an. Viele Opfer sind zu beklagen, aus Aleps Familie überleben nur seine kleine Schwester Ria und seine Großeltern. Während dieses Angriffs offenbart Aleps Großmutter ihr gut gehütetes Familiegeheimnis: Sie ist eine Hexe und es gelingt, mit ihrer Hilfe den Angriff niederzuschlagen. Alep weiß, dass die Nat Chatkas nur seinetwegen den Überfall begangen haben und entschließt sich, sein anscheinend vorbestimmtes Schicksal anzunehmen.

Doch Alep ist nicht allein auf seiner Reise. Sein bester Freund, das Findelkind Kwin Bohnthal sowie dessen Hund Twist begleiten ihn und zusammen stehen ihnen einige gefährliche Abenteuer bevor. Doch nicht nur um ihr Leben müssen sie kämpfen, auch steht für Alep immer noch die Frage im Raum: Ist er wirklich der Auserwählte und ist es sein Schicksal, Artesian die verloren gegangene Magie wieder zurück zu bringen? Was Alep jedoch noch nicht ahnt - er hat Feinde, die den Erfolg seiner Mission auf jeden Fall verhindern wollen!


Ich bin ein Artesian-Fan! Der Plot wurde sehr bildhaft und abwechslungsreich erarbeitet, sodass ich jederzeit das Geschehen förmlich vor Augen hatte. Besonders gut hat mir hier die Entwicklung von Alep von einem eher unsicheren Jüngling zu einem gefestigten jungen Mann gefallen, der weiß, dass man für das, was man erreichen will, auch kämpfen muss. Die Figuren wurden ausgesprochen facettenreich und tiefgründig erarbeitet. Hier hat mir im Besonderen gefallen, dass der Autor den Leser immer wissen ließ, warum sich eine jede Figur so und nicht anders verhalten hat. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und spannend zu lesen. Dieses Buch habe ich innerhalb von 2 Tagen gelesen, am ersten Tag beim "Anlesen" schon ca. 300 Seiten und am darauffolgenden habe ich einfach begonnen und konnte nicht mehr aufhören. Leider, leider war das Buch dann aber auch schon wieder viel zu schnell zu Ende, davon hätte ich gerne noch mehr gelesen, denn mal ehrlich, Alep und Kwin sind mehr sehr ans Herz gewachsen.

Bewertung: 

Der Autor:
Es heißt, seine Großmutter väterlicherseits sei eine talentierte Märchenerzählerin und sein Großvater mütterlicherseits ein ständiger Quell von Antworten auf alle Fragen gewesen, die Kinder stellen.
Er will Geschichten erzählen, den kalten Dingen ein Herz und den stummen Dingen eine Stimme geben.
Mit 14 Jahren schreibt er die erste Kurzgeschichte, zwei Jahre später folgen Entwürfe für einen Roman, der aber nie fertiggestellt wird.
Im Alter von 20 Jahren verlässt er Trier und geht nach Düsseldorf, erarbeitet sich auf dem zweiten Bildungsweg die Voraussetzungen für ein Studium der Sozialwissenschaften.
In dieser Zeit entstehen erste ernst gemeinte Arbeiten, Kurzgeschichten und Gedichte.
Gemeinsam mit einem befreundeten Komponisten schreibt er am Ende der 1990er das Fantasy-Musical Dara und Gomo und seinen ersten Roman, Der falsche Auserwählte.
2001 wird die erste Kurzgeschichte im Rahmen einer SF- Anthologie veröffentlicht, die im Shadowrun-Universum angesiedelt ist.
Aufgrund einschneidender Veränderungen ruht das Schreiben anschließend für etwa 10 Jahre.
Books on Demand nimmt in diesen Jahren einen immer größeren Raum ein, neue Autoren veröffentlichen mit geringen Mitteln gute Arbeiten und finden interessierte Leser.
Der falsche Auserwählte wird 15 Jahre nach seiner Fertigstellung bearbeitet und veröffentlicht. Der Roman Goldhand folgt.
Das aktuelle Projekt trägt den Titel: 'Der dritte Kontinent' und wird voraussichtlich im Sommer 2013 erscheinen. (übernommen von amazon)


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei

Peter Merten

bedanken, die mir dieses wundervolle Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.