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Dienstag, 14. Februar 2017

[Rezension] Klaus Schuker - Kontrolle. Macht. Tod.


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 271
ISBN: 978-3-944788-31-9
Erscheinungstermin:
28. September 2016
Preis:
16,95 EUR
Format:
Taschenbuch
Verlag: Fabulus Verlag


Klappentext gem. Fabulus: 
Eine schöne Frau zu quälen verschafft ihm Befriedigung. Ihren Willen zu brechen ist besser als jeder Sex. Von dieser Erkenntnis führen den Unbekannten nur wenige Schritte bis zum perfide kalkulierten Mord. Das erste Opfer ist eine Jurastudentin, das grausame Spiel beginnt. Es wird sechzehn lange, entsetzliche Tage dauern.
Wer steckt dahinter? Die Polizei tappt im Dunkeln, während der 54-jährige Privatdetektiv Molden mitten in die Ermittlungen gerät. Für seine Auftraggeberin verfolgt er Spuren, die sich als trügerisch erweisen, und verliebt sich leidenschaftlich in eine faszinierende Frau. Dabei merkt er nicht, dass er unaufhaltsam selbst in den Fokus des Mörders rückt. Und mit ihm Greta, deren bezauberndes Lachen seinen wunden Punkt berührt.


Rezension:
Der 54-jährige Molden bestreitet seinen Lebensunterhalt als Privatdetektiv. Es handelt sich um ein Einzelunternehmen, sprich, er arbeitet für sich selbst und kann sich seine Aufträge somit aussuchen. Auch braucht er nicht allzu viele Aufträge, um sein Geschäft am Leben zu halten, sodass hier nicht wirklich von Arbeitsüberlastung gesprochen werden kann. Derzeit hat er fünf Aufträge, die ihn beschäftigen, wobei es sich hierbei um die gewöhnliche Spannbreite wie zum Beispiel Ladendiebstahl oder Ehebruch handelt. Mit der Ruhe ist es jedoch vorbei, als Greta Sommer in sein Leben tritt. Die junge Steuerberaterin möchte Molden engagieren. Molden selbst ist sofort hin und weg von der jungen Frau, die sein Interesse erregt, wie es keine Frau vor ihr schaffte. Nur ist Greta bereits verheiratet.

Derweil stolpert der 30-jährige Georg Maier, genannt Babbel-Georg, über eine Frauenleiche. Georg ist geistig zurückgeblieben, sodass er die Situation nicht einschätzen kann, ihn stört einfach nur die Frau, die da auf seinem Arbeitsweg liegt. Auch auf dem Rückweg ist die Frau noch immer da und obwohl Georg versucht, sie zum Gehen zu bewegen, reagiert sie überhaupt nicht. Fortan beschließt Georg, diesen Weg zu meiden. Die Leiche bleibt nicht lange unentdeckt und auf Grund gefundener Indizien am Fundort der Leiche wird Georg schnell zum Hauptverdächtigen. Durch glückliche Umstände jedoch, gelingt es Georg, der Polizei zu entwischen.

Tatsächlich handelt es sich bei der aufgefundenen Frauenleiche bereits um eine zweite. Erst vor wenigen Tagen wurde eine ähnlich zugerichtete Leiche gefunden, sodass die Polizei hier von einer Mordserie, wenn nicht sogar von einem Serientäter ausgehen muss und in der Tat, der Täter hat ein weiteres Opfer bereits im Visier. Auch Molden wird in diese Mordserie hineingezogen, als Ruth Bromkamp ihn beauftragt, einen anonymen Anrufer ausfindig zu machen, der ihren Sohn des Mordes bei der Polizei beschuldigt hat. Zwar kann besagter junger Mann ein Alibi aufweisen, dennoch sieht Frau Bromkamp den guten Namen der Familie in Gefahr. Molden soll im Falle etwaiger Rufschädigungen ermitteln, damit die Sache notfalls vor Gericht geklärt werden kann. Molden nimmt sich des Auftrages an, doch eigentlich will er nur eines - Greta Sommer nahe sein ...


Ein verliebter Detektiv und eine Mordserie! Der Plot wurde abwechslungsreich und realistisch erarbeitet. Interessant fand ich, wie der Autor es schaffte, diesen komplexen Plot um einen verliebten Detektiv herum zu erarbeiteten, denn obwohl bei besagtem Detektiv Frühlingsgefühle ausgebrochen sind, so vermag er dennoch seinen logischen Verstand zu nutzen und nach und nach hinter die Facetten seiner Mitmenschen zu blicken. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei ich gerade die Figur des Molden ausgesprochen faszinierend fand, denn ich hätte nicht gedacht, dass ein gesetzter und mitten im Leben stehender Mann mittleren Alters von jetzt auf gleich Frühlingsgefühle für eine ihm bis dato völlig unbekannte Frau entwickelt. Auf den ersten Blick bzw. vom ersten Kennenlernen her, hätte ich die Figur des Molden anders eingeschätzt und bin froh, dass er sich in eine solche Richtung entwickelt hat. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung
Der Autor:
Jahrgang 1959, arbeitete zunächst als Polizeibeamter, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Neben Krimis veröffentlichte er Kurzgeschichten, Erzählungen und Filmbesprechungen. 2003 rief er die »Schulpatenschaften mit Autoren« ins Leben, die u. a. von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert werden. 2009 brachte er eine Schreibwerkstatt zum Thema »Berufsfindung und Identität« mit EU-Fördergeldern auf den Weg. Klaus Schuker hat bis heute über 2000 Lesungen und Schreibwerkstätten absolviert. (übernommen von Fabulus)


Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


http://fabulus-verlag.de/de/
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Dienstag, 18. Oktober 2016

[Rezension] Yvonne Richter - Casting: Spiel ums Leben


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 295
ISBN: 978-3-944788-28-9
Erscheinungstermin:
25. August 2016
Preis:
16,95 EUR
Format:
Hardcover
Verlag: Fabulus Verlag


Klappentext gem. Fabulus: 
Lovis ist ein Siegertyp. Geschickt bewegt er sich in der schillernden Spielewelt, deren Gesetze längst in sämtlichen Bereichen des Lebens gelten. Eine Clique von selbstverliebten Juroren hält das Karussell der Castings und Contests in Gang. Sie sorgen mit drastischen Methoden dafür, dass niemand aus der Reihe tanzt. Als Lovis sich mit Jo anfreundet, beginnt er am Sinn der strengen Regeln zu zweifeln. Das Mädchen und er gehen auf gefährliche Touren. Was sie dabei hinter den Kulissen der Vergnügungsmaschinerie entdecken, stellt alles Gewohnte infrage. Mit einigen Gleichgesinnten finden sie Zuflucht in einer alten Manufaktur und proben den Widerstand. Aber Detektive sind ihnen bereits auf der Spur. Wird es den Ausreißern gelingen, sich gegen das übermächtige System zu behaupten und ihren eigenen Ideen zu folgen?


Rezension:
In der Welt der Zukunft wird das Leben  der Menschen durch Castings bestimmt. Es gibt die privilegierte Gesellschaft, die dem Konsum von Castingshows im Fernsehen frönt und es gibt die "normalen" Menschen, die ihren Lebensunterhalt durch Castings bestreiten. Wohnanspruch, Nahrung, Bildung - all das muss ercastet werden, denn einen Anspruch auf solche Luxusgüter hat niemand. Von klein auf wird  die Gesellschaft in Castings gedrillt, angefangen mit Baby-Castings bis hin zu dem Lebensabschnitt, in dem man ausgecastet wird. Menschen, die körperlich oder geistig nicht mehr in der Lage sind, an Castings teilzunehmen, werden zur Zwangsarbeit in Fabriken gesteckt, wo sie für den Rest ihres Lebens für Nahrung und Unterkunft die Gewinne der Castingshows herstellen müssen.

Das System hat sich bewährt, niemand zweifelt an diesem, denn ist es nicht immer schon so gewesen? Lovis ist ein Teenager und bestreitet erfolgreich diverse Castings. Immerhin hat er derzeit einen 3-monatigen Wohnanspruch gewonnen, was viel wert ist, müsste er doch sonst in einem Park übernachten. Derzeit nimmt er an einem Casting teil, in dem es ein großes Essenspaket zu gewinnen gibt - und sich endlich mal wieder richtig satt zu essen, das wäre wundervoll. Jovis ist auf sich allein gestellt, denn seine Mutter wurde bereits vor einiger Zeit ausgecastet. Die Castings sind jedoch nicht kostenlos - nein, die Teilnehmer müssen eine Gebühr bezahlen, um an diesen teilnehmen zu können. Tatsächlich verhält es sich für Lovis so, dass er bei diesem bewussten Casting zwar ins Finale kommt, jedoch von einem Mädchen namens Jo besiegt wird. Dieser Sieg soll Lovis jedoch in Erinnerung bleiben, denn dieses ihm unbekannte Mädchen bietet ihm an, ihren Gewinn mit ihm zu teilen. Schnell schließen die beiden Freundschaft und Lovis lässt Jo heimlich bei sich übernachten (was auf gar keinen Fall gestattet ist) und fortan treten sie zusammen zu Castings an.

Während eines weiteren Castings (wo auch sonst) lernen die beiden ein Mädchen namens Schlawine kennen, die mit allen Wassern gewaschen ist und mit unter auch mal mogelt, um zu gewinnen. Die drei verstehen sich auf Anhieb, ebenso mit Quecke, einem weiteren Mädchen, dass sie durch ein Casting kennenlernen. Die vier treffen immer aufeinander, sind sie doch in derselben Tretmühle gefangen. Zwischen ihnen spinnt sich eine Freundschaft, die weit über Casting-Gefährten hinausgeht. Als die vier bei einem weiteren Casting einen Jungen namens Admiral Kahlo kennenlernen, ist die Gruppe komplett, doch ehrlich - sie haben sowas von die Nase voll von Castings, alle fünf. Immer wieder müssen sie kämpfen, immer wieder sich beweisen, nur um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen und wenn sie es mal nicht schaffen, werden sie fallengelassen - und alles nur, um die Zuschauer an den Fernsehgeräten zu unterhalten. Die fünf beschließen, etwas Unruhe in die geordnete Castingwelt zu bringen und machen dabei eine überaus interessante Entdeckung - es gibt noch ein Leben außerhalb der Castings ...


Nieder mit den Castings! Der Plot wurde  abwechslungsreich erarbeitet. Ich fand die Welt, die in diesem Buch erarbeitet wurde, ausgesprochen faszinierend, denn so etwas wie Familienverbände oder Gemeinschaften, gibt es nicht mehr und anstelle zu Arbeiten und damit die Wirtschaft voranzubringen, müssen die Menschen immer wieder gegeneinander antreten, um ihre Grundbedürfnisse zu stillen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders beeindruckt hat mich hier die Figur der Jo, die von sich aus den ersten Schritt getan hat und bereit war, ihr hart erkämpftes Essen mit einem Unterlegenen zu teilen, den sie bis dato überhaupt nicht kannte. Trotz all der widrigen Umstände, in denen sie lebt (und sie sind wirklich widrig), hat sie sich ein gutes Herz bewahrt. Besonders schön fand ich auch die Namen der Figuren, so zum Beispiel ein gewisser Herr Kon To oder eine gewisse Kami Katze. Den Schreibstil kann ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung

Die Autorin:
Jahrgang 1956, baute nach dem Kunststudium in München und einer Station als Kunsterzieherin das erste mobile Kindermuseum in Deutschland mit auf. Sie war als Figurentheaterspielerin und Performancekünstlerin unterwegs und arbeitet beim Kinder- & Jugendmuseum Nürnberg. In ihren Geschichten verbindet sich die Lust am Fabulieren mit hintergründigem Humor und Toleranz. (übernommen von Fabulus)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


http://fabulus-verlag.de/de/
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Donnerstag, 31. März 2016

[Rezension] Klaus Schuker - Engelsspiel


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 420
ISBN: 978-3-944788-21-0
Erscheinungstermin: 9
. März 2016
Preis:
14,95 EUR
Format:
Taschenbuch
Verlag: Fabulus Verlag


Klappentext gem. Fabulus: 
Was bringt die bildhübsche Janina nur auf diese perfide Idee?
Sie sieht toll aus, steht mit ihren siebzehn Jahren kurz vor dem Abitur, die Männerwelt lässt sich von ihr um den Finger wickeln, bald ist sie volljährig – und dann das? Eine Viertelstunde verändert alles, auch im Leben von Daniel Schönwind. Die Verkettung der widrigen Umstände führt ihn gnadenlos in den Abgrund. Doch das Allerschlimmste ist, dass sich seine Partnerin von ihm trennt und sein heißgeliebtes Töchterchen Ramona mitnimmt. Als auch der Suff keinen Trost mehr spendet, findet er heraus, welch dreckiges Spiel mit ihm getrieben wurde. Jetzt hält ihn nur noch das Ansinnen auf Rache aufrecht, und so nehmen die Ereignisse ihren Lauf …


Rezension:
Der 38-jährige Daniel Schönwind führt ein ruhiges und beschauliches Leben mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Karin Ruppmann und ihrer gemeinsamen 8-jährigen Tochter Ramona. Karin wünscht sich schon lange, dass Daniel ihr endlich einen Antrag macht, doch er ist mit der Situation, wie sie derzeit ist, zufrieden und will daran nichts ändern. Er arbeitet erfolgreich als Baubiologe und Karin ist Lehrerin. Ihnen geht es gut, sie haben ein schönes Haus und führen ein fast perfektes Familienleben.

Janina Heitmann ist 17 Jahre alt und steckt mitten in den Abivorbereitungen. Sie sieht nicht nur gut aus, sie hat auch Köpfchen, welches sie geschickt einzusetzen weiß, denn sie weiß um ihre Wirkung auf Männer und bekommt so eigentlich immer, was sie will. Ihre Eltern sehen in ihr, ihrem einzigen Kind, die perfekte Tochter, doch dies ist eine Illusion, die sie für sie spielt, denn Janina weiß, wie sie bekommt, was ihr ihrer Meinung nach zusteht. Auf Grund ihrer Art hat Janina tatsächlich nur eine Freundin, Kim. Dieser vertraut sie fast alles an, doch ein Geheimnis wahrt sie seit Monaten vor ihr, denn Janina hat eine Beziehung zu einem deutlich älteren Mann, doch wer es ist, das hat sie nicht einmal ihrer besten Freundin offenbart.

Eine Feier in Daniels Firma soll das Leben von ihm und Janina für immer verändern und das, obwohl sie sich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht kennen. Auf der Heimfahrt von der Party nimmt Daniel die junge Frau in seinem Auto mit. Da sie spät dran ist, will sie per Anhalter fahren und Daniel erbarmt sich ihrer. Tatsächlich geschieht das Unerwartete und sie haben tatsächlich noch ein heftiges Techtelmechtel in Daniels Wagen, doch seine Welt gerät völlig aus den Fugen, als am nächsten Morgen Kriminalhauptkommissarin Beatrice Weber und deren Kollege Georg Plattner bei Daniel zu Hause auftauchen und ihn vorläufig wegen des Verdachts der Vergewaltigung zum Nachteil von Janina Heitmann festnehmen. Für Daniel und auch Karin bricht eine Welt zusammen - doch dies ist erst der Anfang ...


Rufmord oder Tatsache? Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Faszinierend empfand ich ganz besonders den Aufbau des Buches, denn es beginnt wenige Stunden vor der Tat und berichtet aus verschiedenen Perspektiven, wie es den Figuren nach der Tat ergeht. Weiter hat mir sehr gefallen, dass die Story sehr realistisch erarbeitet wurde, sodass hier in der Auflösung der Story ein sehr großer Teil meiner Faszination lag. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei ich sagen muss, dass ich weder die Figur des Daniel, noch die der Janina besonders mochte - es sind beide, wenn man hinter die Fassade schaut, einfach keine Sympathieträger. Gerne würde ich sagen, ich konnte mich in diese oder jene Figur einfühlen, doch das war mir nicht möglich - lest das Buch, dann wisst ihr warum. Den Schreibstil kann ich nur als spannend bis mitreißend beschreiben, ich hätte das Buch am liebsten in einem Rutsch gelesen. Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch mit einer überaus perfiden und sehr verzwickten Story aufwartet und trotz einer Disharmonie mit den Figuren meinerseits zusätzlich einen solch reizvollen Schreibstil aufwies, dass ich abschließend nur sagen kann, das mir das Buch wirklich tolle Lesestunden bereitet hat.

Bewertung
Der Autor:
Jahrgang 1959, arbeitete zunächst als Polizeibeamter, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Neben Krimis veröffentlichte er Kurzgeschichten, Erzählungen und Filmbesprechungen. 2003 rief er die »Schulpatenschaften mit Autoren« ins Leben, die u. a. von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert werden. 2009 brachte er eine Schreibwerkstatt zum Thema »Berufsfindung und Identität« mit EU-Fördergeldern auf den Weg. Klaus Schuker hat bis heute über 2000 Lesungen und Schreibwerkstätten absolviert. (übernommen von Fabulus)


Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


http://fabulus-verlag.de/de/
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

[Rezension] Liza Patrick - Secrets of Jade - Mit den Augen der Liebe



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: fabulus Verlag (26. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3944788338
ISBN-13: 978-3944788333
Größe und/oder Gewicht: 15,6 x 3,5 x 21,8 cm

Inhalt gem. Fabulus:
Die junge Studentin Jade verliebt sich in Joshua – und kann sich die Wucht ihrer Gefühle nicht erklären. Doch ihre Liebe wird mit gleicher Intensität erwidert. Joshua ist ein Jade-Mensch aus dem Edelsteinzirkel. Dieser will das Aussterben der Jade-Menschen verhindern und den Kreis der wenigen noch lebenden Mitglieder vergrößern. Trägt auch Jade diese besonderen Gene in sich? Kräfte innerhalb des Kreises stehen einer Liaison zwischen Joshua und Jade ablehnend gegenüber und wollen die beiden getrennt sehen. Auch die Liebe von Jade zu Joshua steht vor Zerreißproben. Können sie ihre Liebe bewahren und leben? Mit großer Eindringlichkeit erzählt die Autorin diese besondere Liebesgeschichte, deren Ausgang keinen Leser unberührt lässt.

Zum Buch:
Jade, eine junge Studentin, soll gem. ihrer Eltern auf eigenen Beinen stehen, obwohl Geld keine Rolle spielt. Sie sucht sich einen Nebenjob als Kellnerin, was denen nicht ganz passt.
Nachts träumt sie in letzter Zeit von einem Mann mit grünen Augen, immer und immer wieder. Die Augen lassen ihr auch am Tag keine Ruhe und plötzlich sieht sie ihn, nur leider fällt sie gerade da in Ohnmacht.
Er erscheint ihr weiterhin in ihren Träumen und eines Tages trifft sie ihn, Joshua. Er erzählt ihr, dass auch er seit Jahren von ihr träumte und sie suchte.
Zwischen den beiden ist es Liebe auf den sprichwörtlichen ersten Blick.
Von ihrer Großmutter erhält Jade ein Tagebuch, aus welchem sie erfährt, dass sich das Schicksal der Großmutter ihren ähnelte. Auch sie träumte seinerzeit von einem Mann. Aber das Schicksal meinte es nicht gut mit ihnen.
Denn beide waren Jademenschen, die vom Aussterben bedroht sind. Aber es gibt auch Menschen, die nicht wollen, dass sich Jademenschen finden und lieben.
Das muss leider auch Jade erkennen, denn irgendwer will verhindern, dass sie Joshua liebt...

Irgendetwas geht vor, es gibt jemanden, der verhindern will, dass sie mit Joshua eine Einheit bildet. 
Jade erfährt, dass die Menschen in Edelsteine eingeteilt werden und sie in die Gruppe der Jademenschen fällt. Diese sind jedoch vom Aussterben bedroht und von daher sind reine Jademenschen sehr selten.
Sie erfährt von einem Zirkel, dem auch ihre Großmutter angehört, wie auch Joshua. Aber es muss auch einen Verräter unter ihnen geben. Wem kann man trauen?

Es ist eine etwas andere Liebesgeschichte. Eine Liebe, die nach Meinung von ein paar Personen nicht sein soll und aus diesem Grund verhindert werden soll.

Das Cover und der mintfarbene Schnitt des Buches sind wahre Eyecatcher, sie ziehen das Auge an und fordern den Leser heraus, es in die Hand zu nehmen und darin lesen zu wollen.
Nach dem Rückentext bekommt man auch tatsächlich Lust, genau dieses zu tun. 
Mich hat dieses Buch noch zusätzlich angesprochen, da es in Irland spielt. Die genannten Örtlichkeiten waren mir vertraut und ich träumte mich während des Lesens zurück an die Küste und dem Downpatrick Head, wo ich mir schon den Wind um die Nase habe wehen lassen.
Aber außer den paar genannten Örtlichkeiten hätte das Buch auch in jedem anderen Land spielen können, es gab keine direkte Verbindung zum Land.

Die Protagonisten kamen ein wenig flach daher. Über ein oberflächliches Kennenlernen hinaus kam man als Leser leider nicht, es fehlte ihnen an Tiefe. Eine der Protagonistinnen war die Granny von Jade, aber was war mit den Eltern? Diese wurden nur kurz am Rand erwähnt und spielten ansonsten keine Rolle. 
Andere Fragen, die sich stellten, blieben auch nach dem Ende des Buches ungeklärt.
Dieses Buch ließ mich ein wenig enttäuscht zurück, mit einigen Fragezeichen im Kopf.
Das finde ich sehr schade, denn ich hatte mir viel davon versprochen und blieb doch ein wenig ratlos zurück.  

Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Fabulus-Verlag)
Die Autorin lebt und arbeitet in Deutschland und Irland.
*Sie schreibt, seit sie schreiben kann und liest mindestens genauso lange. (*Angaben der Autorin)
In dem Roman „Sectrets of Jade“ geht Liza Patrick der Frage nach, ob Menschen füreinander bestimmt sein können.
Die packende Handlung führt ihre Leser von Irland bis ins nördliche Finnland.



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 7. Oktober 2015

[Rezension] Tanja Höfliger - Cináed: Zum Werkzeug der Macht (Band 3)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 260
ISBN: 978-3-944788-08-1
Erscheinungstermin: 1
3. Juli 2015
Preis:
14,95 EUR
Format:
Hardcover
Verlag: Fabulus Verlag


Klappentext gem. Fabulus: 
Um weitere Todesopfer zu vermeiden, müssen sich Daniel und Lou in einem Wettlauf gegen die Zeit begeben. Spielt der Leiter der Akademie, Sir Edmund, ein böses Spiel gegen die beiden? Und was hat Daniels eigene Familiengeschichte damit zu tun, dass er ein „Auserwählter“ ist?

Der Roman „Cináed: Zum Werkzeug der Macht“ ist das Ende der spannenden Jugendbuch-Trilogie, in der das Rätsel um Daniel Frayne und seinen Stift Cináed gelüftet wird.


Rezension:
Die Schlacht auf dem Friedhof ist geschlagen, Daniel Frayne hat überlebt, ebenso Lou. Auch ihre Stifte Cináed und Gwyrdd, doch auch Verluste müssen beklagt werden. Cassis, Daniels Vertrauter und Helfer hat sich geopfert, um ihn zu retten. Auch Mr. Green und sein Sohn Kilian haben überlebt und Daniel weiß, sie werden weiter Jagd auf die Stifte machen. Noch wissen sie nur, dass Daniel ein Stiftträger ist, Lou wurde nach wie vor nicht durch sie enttarnt. Derzeit hat Daniel sich in seinem Elternhaus in Swansea verkrochen, doch er weiß, dass er zurück nach Conwy muss, um sich seinen Feinden zu stellen.

Tatsächlich kommt sogar Levi, Lous Zwillingsbruder und Daniels bester Freund, um ihn zurück ins Internat zu begleiten. Leider muss Levi berichten, dass Mr. Green wieder an der Akademie ist, als wäre nie etwas geschehen, als wäre nicht er verantwortlich für Cassis Tod. Das ausgerechnet Miss Michel die beiden abholt, erbaut die Jungen wenig, zumal bereits kurze Zeit später klar ist, dass sie ihr auf gar keinen Fall trauen können, denn unterwegs betäubt sie die Jungen. Schlussendlich landen die drei dennoch in der Akademie, was jedoch nur auf die Hilfe von Cináed zurückzuführen ist. Dort angekommen erholt sich Daniel mit Hilfe von Cináed schnell von dem injizierten Gift und macht gleich noch die Entdeckung, dass die Stifte enorm an Macht zugenommen haben müssen, denn mittlerweile können er und Lou telepathisch miteinander kommunizieren.

Daniel weiß, dass er und Lou unbedingt den dritten Stift finden müssen, um den Stiften endgültig zu ihrer wahren Macht zu verhelfen, doch um diesen dritten Stift zu finden, muss Daniel erst einmal die Geschichte von Cináed und Gwyrdd erfahren. Hilfe ereilt ihn von ganz ungewohnter Stelle: Cassis hatte vor seinem Tod für Daniel eine Nachricht hinterlassen, in der er ihm die Geschichte der Stifte erzählt. Etwas ist jedoch merkwürdig auf der Akademie. Seit seiner Rückkehr hat Daniel den Schulleiter Sir Edmund Spencer nicht mehr gesehen und auch Lou ist schon auf der Suche nach ihm. Wird er von Steve Green und Miss Michel gefangen gehalten oder ist er der Drahtzieher hinter der Jagd nach den Stiften?


Der 3. Band der Cináed-Trilogie! Die Geschichte beginnt unmittelbar nach dem Ende des 2. Band. Auch dieses Mal wurde der Plot wieder spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Ich persönlich habe fast bis zum Ende gerätselt, was es genau jetzt mit dem Schulleiter Sir Edmund auf sich hatte und wäre von allein wohl nicht darauf gekommen. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. In diesem Band hat mich die Figur der Lou besonders beeindruckt zurück gelassen, denn der Ärmsten wird teils ganz schön übel mitgespielt und dennoch ist sie bereit, alles zu geben, um endlich den Fluch der Stifte von den Trägern zu nehmen. Den Schreibstil empfand ich als sehr packend, sodass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe.

Bewertung

Von Tanja Höfliger bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)


Die Autorin:
Die Literatur hat Tanja Höfliger, Jahrgang 1970, schon sehr lange in ihren Bann gezogen. Als Jugendliche las sie z. B. begeistert Michael Ende – und traute sich, inspiriert davon, erste Geschichten zu schreiben. Um 2009 begann sie mit der Arbeit an ihrer Fantasy-Trilogie „Cináed“ – und ihr war schnell klar, dass sie bei der Veröffentlichung frei von Reglementierungen sein wollte. So gründete Höfliger 2013 den Fabulus Verlag - als erster Titel erschien dort Teil I. von „Cináed“, „Cináed – aus dem Feuer geboren“.
Als Autorin wie als Verlegerin ist ihr der Zugang zu den Lesern besonders wichtig und sie bietet spannende und mitreißende Bücher für Jugendliche und Erwachsene an. Ihre Geschichten entwickeln sich vor allem beim Gehen, einer Leidenschaft von Höfliger. Sie braucht die Bewegung, dann fließen die Gedanken, und sie schreibt am liebsten in Cafés, im Trubel. Tanja Höfliger lebt in Fellbach und liebt neben der Literatur und dem Gehen auch die Fotografie, das Reisen und natürlich „ihren“ Romanhelden Daniel Frayne: 16 Jahre alt und ein „Auserwählter“. (übernommen von Fabulus)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


http://fabulus-verlag.de/de/
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Freitag, 3. April 2015

[Rezension] Tanja Höfliger - Cináed: Durch Blut getränkt (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 255
ISBN: 978-3-944-78800-5
Erscheinungstermin: 10
. März 2015
Preis:
14,95 EUR
Format:
Hardcover
Verlag: Fabulus Verlag


Klappentext gem. Fabulus: 
Die Situation spitzt sich dramatisch zu, als beim Kampf um die Macht des Stiftes „Cináed“ ein Mensch ums Leben kommt, der Daniel nahe stand. Der Tod stürzt den jungen Helden in tiefe Verzweiflung. Vom Leben enttäuscht, kehrt Daniel zurück in seine Heimatstadt Swansea, doch er weiß, dass er nicht mehr hierhin gehört. Daniel kennt nun Lous Geheimnis, das beide nur noch enger aneinander bindet. Er sehnt sich nach seiner großen Liebe. Das Problem: Seit einem Unfall bei den Wettkämpfen kann er Lou nicht mehr körperlich berühren. Können die beiden die Trennung überwinden und das Rätsel um den Stift lösen?


Rezension:
Erst wenige Wochen ist es her, dass sich das Leben des 16-jährigen Daniel an seinem Geburtstag änderte. Seitdem ist Cináed, der magische rote Stift, an seiner Seite, er besucht die Conwy-Akademie und musste dort einige knifflige Aufgaben bewältigen, in Levi, einem Mützenträger der Conwy-Akademie hat er einen neuen Freund gefunden und in Lou, seiner Zwillingsschwester, seine große Liebe. Doch so gut sich das alles auf den ersten Blick anhört, ist es nicht, denn Lou ist ebenso wie Daniel eine Auserwählte und Stiftträgerin und als solche, sie ist die Trägerin des lange verschollenen grünen Stiftes, ist es ihr nicht möglich, Daniel zu berühren, ohne sich in Lebensgefahr zu begeben. Noch dazu hat sie als Mädchen die Wettkämpfe der Akademie gewonnen und verbringt mit Kilian, Daniels ärgstem Feind auf der Akademie und Sieger bei den Jungen, drei Wochen in Japan. Daniel durfte als Zweitplatzierter eine Woche Ferien Zuhause machen, doch in Wales fühlt er sich nicht mehr heimisch und das nach so wenigen Wochen Abwesenheit aus seinem Elternhaus. Ferner hat er große Sehnsucht nach Lou, die er einfach nicht erreichen kann.

Als wäre das Dilemma damit nicht schon schlimm genug, offenbart ihm auch noch ausgerechnet sein Vater, dass der Leiter der Akademie, Sir Edmund, sein Handy abhören lässt und von daher voll umfänglich involviert ist, um die Vorgänge in seinem Leben und folglich auch Bescheid weiß, dass Daniel der Stiftträger des roten Stiftes ist. Daniel wird das einfach alles zu viel, er ist doch erst 16 und so reist er überstürzt von Zuhause ab und geht wieder zur Akademie, denn er weiß zwar noch nicht, was es mit den Stiften auf sich hat, doch dass des Rätsels Lösung dort liegt, ist ihm klar und tatsächlich findet er ein Dokument, das darauf hindeutet, dass es nicht nur den roten und den grünen Stift gibt, sondern dass der "Erfinder" derselben noch einen weiteren Stift erschaffen hat.

Diesen dritten Stift muss er zusammen mit Lou finden, denn nur so wird es ihnen möglich sein, hinter das Geheimnis um die Stifte zu kommen. Hilfe bekommen sie von unerwarteter Seite. Miss Joseph, Daniels Ausbilderin auf der Akademie, steht ihm hilfreich zur Seite, doch muss er auch Vorsicht walten lassen, denn Mr. Green, Ausbilder der Mützenträger und sein Sohn Kilian würden alles tun, um der Stifte und deren Macht habhaft zu werden. Auf Grund eines  Rätsels, dass sein Vorfahr hinterlassen hat, weiß Daniel, dass er und Lou sich einem Kampf stellen müssen, um den dritten Stift zu erringen, doch wie stehen die Chancen für zwei Teenager, die in ihren Gefühlen für einander förmlich gefangen sind und noch immer nicht die volle Macht ihrer Stifte erahnen können, diesen Kampf zu gewinnen, vor allem, da ihnen Gefahr von verschiedenen Seiten droht?


Der 2. Band der Cináed-Trilogie! Der Plot schließt unmittelbar an den 1. Band an und wurde wieder spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Faszinierend empfand ich in diesem Band, wie es Daniel nach und nach gelingt, hinter das Geheimnis des Vermächtnisses seines Vorfahren zu gelangen. Auf dem Weg zur Lösung müssen er und Lou viele Gefahren überstehen. Die Figuren wurden wieder facettenreich und realistisch erarbeitet. Hier empfand ich besonders die Weiterentwicklung der Figuren des Daniel und der Figur der Lou sehr gelungen, wobei sich gerade bei der Figur der Lou Dinge offenbarten, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Den Schreibstil empfand ich als sehr fesselnd zu lesen, sodass ich das Buch einfach am Stück lesen musste. An dieser Stelle eine kleine Warnung: Dieser Band endet mit einem bösen Cliffhanger, sodass ich hoffe, dass der Nachfolgeband nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Bewertung

Von Tanja Höfliger bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin:
Die Literatur hat Tanja Höfliger, Jahrgang 1970, schon sehr lange in ihren Bann gezogen. Als Jugendliche las sie z. B. begeistert Michael Ende – und traute sich, inspiriert davon, erste Geschichten zu schreiben. Um 2009 begann sie mit der Arbeit an ihrer Fantasy-Trilogie „Cináed“ – und ihr war schnell klar, dass sie bei der Veröffentlichung frei von Reglementierungen sein wollte. So gründete Höfliger 2013 den Fabulus Verlag - als erster Titel erschien dort Teil I. von „Cináed“, „Cináed – aus dem Feuer geboren“.
Als Autorin wie als Verlegerin ist ihr der Zugang zu den Lesern besonders wichtig und sie bietet spannende und mitreißende Bücher für Jugendliche und Erwachsene an. Ihre Geschichten entwickeln sich vor allem beim Gehen, einer Leidenschaft von Höfliger. Sie braucht die Bewegung, dann fließen die Gedanken, und sie schreibt am liebsten in Cafés, im Trubel. Tanja Höfliger lebt in Fellbach und liebt neben der Literatur und dem Gehen auch die Fotografie, das Reisen und natürlich „ihren“ Romanhelden Daniel Frayne: 16 Jahre alt und ein „Auserwählter“. (übernommen von Fabulus)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


http://fabulus-verlag.de/de/
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.


[Rezension] Tanja Höfliger - Cináed: Aus dem Feuer geboren (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 319
ISBN: 978-3-944-78803-6
Erscheinungstermin:
23. Oktober 2014
Preis:
14,95 EUR
Format:
Hardcover
Verlag: Fabulus Verlag


Klappentext gem. Fabulus: 
Daniel Frayne kann es nicht fassen. Statt eines Surfboards schenken ihm seine Eltern zum 16. Geburtstag nur einen Stift mit roter Mine. Doch bald merkt er, dass dieser Stift eine geheimnisvolle Macht über ihn ausübt. Und als wäre das nicht verwirrend genug, wird Daniel auch noch in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auf die Akademie des mysteriösen Sir Edmund auf Castle Conwy im Norden von Wales geschickt, um eine Elite-Ausbildung anzutreten. Als dort die alljährlichen Wettkämpfe anstehen, ruft der magische Stift viele Neider auf den Plan. Kilian, sein Widersacher, plant etwas gegen Daniel, und der junge Held muss zahlreiche Abenteuer bestehen. Zum Glück ist da Levi, Daniels Freund, und dessen Schwester Lou, die jedoch ein Geheimnis trägt. Daniel wird bewusst, dass er ein „Auserwählter“ ist, denn nur er kann den Stift, den er „Cináed“ nennt, tragen. Wie geht er mit der Verantwortung um?


Rezension:
Der 15-jährige Daniel Destin Frayne führt das Leben eines ganz normalen Teenagers in Swansea, Wales. Er treibt in seiner Freizeit gerne Sport, hier vor allem das Surfen und ist geschlagen mit drei älteren Schwestern, zu denen er allerdings ein sehr gutes Verhältnis hat. In wenigen Tagen wird Daniel 16 und auf das bevorstehende Ereignis freut er sich schon sehr, da seine Eltern ihm ein ganz besonderes Geschenk angekündigt haben. Die Enttäuschung allerdings ist groß, als sich jenes Geschenk als ganz gewöhnlicher Stift mit roter Mine entpuppt. Was soll er denn davon halten?

Damit jedoch  nicht genug. Knall auf Fall und ohne wirklich gefragt zu werden, wird Daniel auch noch auf ein Internat verfrachtet und dabei hat er sich nichts zu Schulden kommen lassen. Sir Edmund, ein Freund seiner Eltern, ist der Leiter der Conwy-Akademie nahe London und hier soll Daniel nunmehr seine Schulausbildung beenden. An sich wirkt das Internat sehr exklusiv, doch etwas merkwürdig ist es schon, denn neben der normalen Schulbildung werden die Schüler noch in speziellen Gruppen ausgebildet: den Kämpfern, den Helfern, den Findern, den Mützenträgern und den Erben. Was genau es damit auf sich hat, ist Daniel noch nicht ganz klar, zumal bei der Zuordnung ein kleines Problem auftritt: Erst hat er bei seiner Ankunft als einziger keinen sogenannten Paten, der ein Schüler des Internats ist, der bereits länger vor Ort ist und den Neulingen den Einstieg erleichtert und dann kann er keinen Ausbildungszweig zugeordnet werden. Durch eine List gelingt es ihm, Levi, einen Schüler und Mützenträger, den er gleich bei seiner Ankunft kennengelernt hat und der ihn freundlich aufgenommen hat, als seinen Paten zu gewinnen und in den Zweig der Erben aufgenommen zu werden, doch wirklich schlau wird er aus dem ganzen System nicht.

Es dauert jedoch nicht lange, bis er herausbekommt, dass sich alles um zwei Stifte dreht, einen roten und einen grünen, denen große Macht innewohnt und die zu finden Aufgabe der Schüler ist - bisher versagten Generationen. Schnell ist ihm jedoch auch klar, dass es sich bei dem roten Stift um eben jenen handelt, den er von seinen Eltern zum Geburtstag bekommen hat. Dieser Stift ist nicht bloß ein normaler Stift, denn er kann Verbindung mit Daniel aufnehmen und hilft ihm in so manch misslicher Lage. Schnell entsteht eine Art "Freundschaft" zwischen Daniel und dem Stift, dem er den Namen "Cináed" gibt. Daniel selbst ist also ein "Auserwählter" und "Stiftträger", doch er ist nicht der erste seiner Familie. Im Internat findet er heraus, dass sein Onkel ebenfalls einer war und auf Grund eines Unfalls  mit Cináed vor Jahren ums Leben kam, als er in seinem Alter war. Noch ist ihm nicht ganz klar, warum Sir Edmund dem Stift habhaft werden will, doch er weiß, dass er in Gefahr schwebt, wenn er als Stiftträger identifiziert wird. Es ist nicht leicht, dieses Geheimnis zu wahren, nur Levi und Daniels Familie wissen davon, doch bevor er sich offenbart, muss er erst herausfinden, welches Geheimnis sich hinter den Stift verbirgt.


Der 1. Band der Cináed-Trilogie! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich mit einem Hauch Mystik erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie sich Protagonist Daniel mit immer neuen, für ihn unbekannten Situationen auseinandersetzen muss und wie er es, dank seiner Verbindung zu Cináed schafft, diese zu meistern, für einen 16-jährigen, der plötzlich entwurzelt wird, sicherlich keine einfachen Situationen. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders sticht hier natürlich Protagonist Daniel ins Auge. Ich fand es faszinierend zu erleben, wie dieser auf den ersten Blick gewöhnliche, sportverrückte Teenager, über sich hinauswächst und seinen überaus wachen Verstand, natürlich auch mit Hilfe von Cináed und Levi, zu nutzen vermag und so immer wieder in verzwickten Situationen besteht. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch einen faszinierenden Auftakt einer vielversprechenden Trilogie darstellt, die ich  mit Spannung verfolgen werde.

Bewertung

Von Tanja Höfliger bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin:
Die Literatur hat Tanja Höfliger, Jahrgang 1970, schon sehr lange in ihren Bann gezogen. Als Jugendliche las sie z. B. begeistert Michael Ende – und traute sich, inspiriert davon, erste Geschichten zu schreiben. Um 2009 begann sie mit der Arbeit an ihrer Fantasy-Trilogie „Cináed“ – und ihr war schnell klar, dass sie bei der Veröffentlichung frei von Reglementierungen sein wollte. So gründete Höfliger 2013 den Fabulus Verlag - als erster Titel erschien dort Teil I. von „Cináed“, „Cináed – aus dem Feuer geboren“.
Als Autorin wie als Verlegerin ist ihr der Zugang zu den Lesern besonders wichtig und sie bietet spannende und mitreißende Bücher für Jugendliche und Erwachsene an. Ihre Geschichten entwickeln sich vor allem beim Gehen, einer Leidenschaft von Höfliger. Sie braucht die Bewegung, dann fließen die Gedanken, und sie schreibt am liebsten in Cafés, im Trubel. Tanja Höfliger lebt in Fellbach und liebt neben der Literatur und dem Gehen auch die Fotografie, das Reisen und natürlich „ihren“ Romanhelden Daniel Frayne: 16 Jahre alt und ein „Auserwählter“. (übernommen von Fabulus)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


http://fabulus-verlag.de/de/

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.