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Freitag, 10. Juli 2015

[Rezension] Zoë Beck - Schwarzblende


Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453410432
ISBN-13: 978-3453410435
Größe und/oder Gewicht: 12 x 3,5 x 18,5 cm

Inhalt gem. Heyne:
Ein grausamer Mord an einem Soldaten erschüttert London – und der junge Kameramann Niall gerät als Zeuge zwischen die Fronten
London. Der Kameramann Niall Stuart wird unfreiwillig Zeuge, als zwei junge Männer einen Soldaten in zivil grundlos angreifen und töten. Niall nimmt die Szene mit seinem Handy auf. Einer der Täter kommt zu ihm, das blutige Messer noch in der Hand, und bekennt, dass er den Mord im Namen Allahs begangen hat. Sein Komplize schwenkt die Flagge des Islamischen Staats. Als Niall wenig später den Auftrag erhält, eine Dokumentation über den Fall zu drehen, ahnt er nicht, dass er mit grausamer Absicht für diese besondere Aufgabe ausgewählt wurde.

Zum Buch:
Kameramann Niall ist eher mit kleineren Aufträgen beschäftigt, bei denen es mehr oder weniger um Landschaftsaufnahmen geht. Während er gerade einen künftigen Drehort inspiziert, laufen 2 Männer mit Macheten an ihm vorbei. Er hält diese für Attrappen, denn wer würde schon mitten in London mit Macheten durch die Gegend laufen? Neugierig geworden, geht er trotzdem hinter den beiden Männern hinterher und rechnet jeden Augenblick damit, dass noch mehr Menschen zusammenkommen, da er es für einen Treffen von Rollenspielern hält. In dem Moment, wo er den Rückweg antreten will, hört er Schreie und geht wieder zurück. Er sieht, wie die beiden mit ihren Macheten auf einen jungen Mann einschlagen. 
Niall beginnt diesen Vorfall zu filmen und muss recht schnell erkennen, dass er einen äußerst brutalen Mord filmt. Die beiden Mörder freut es, dass er es aufnimmt und fordern ihn auf, es auf Youtube zu veröffentlichen. 
Der Beginn eines Albtraums ...

Nachdem die Polizei endlich eingetroffen war, bekam Niall keine Gelegenheit dazu, ihnen zu sagen, dass er nicht zu den beiden Männern gehört, er wird genau wie sie in Gewahrsam genommen und übelst behandelt.

Nachdem sich geklärt hatte, dass er mit ihnen nichts zu tun hat, bekommt er vom Fernsehen das Angebot, eine Reportage über die beiden Männer zu machen, die behaupteten, ein Palästinenser und ein Türke zu sein. Er soll den Werdegang der beiden recherchieren, wie sie zu dem wurden, was sie waren, Mörder im Auftrag von Allah.
Nachdem Niall anfangs zögerte, den Auftrag zu übernehmen, da sein Vater an dem Auftrag mit involviert war, sagt er letztendlich doch zu und geht Dingen auf den Grund, die eine enorme Reichweite haben.

Die Autorin Zoë Beck hat ihren Roman wieder in London spielen lassen. Basierend auf ein Ereignis von vor 2 Jahren, wo zwei Islamisten auf offener Straße in London einen Soldaten töteten, hat sie dieses ebenfalls als Ausgangssituation angesetzt.

Für Niall ist es die Chance, aus dem Bereich der Landschaftsreportagen herauszutreten und sich einen Namen zu machen. Das Thema ist brisant und gefährlich. Er bekommt ein Team zur Seite gestellt, allen voran Beth und Laura, um Recherchen betreiben zu können und die Reportage voranzubringen.

Niall führt viele Interviews, mit den Familien des Opfers und auch der Mörder. Dank seiner eigenen guten Beziehungen auch in der Politik können sie einen allumfassenden Eindruck erhalten, wie es dazu kommen kann, dass Menschen sich von der Gesellschaft abwenden und ihre "eigenen" Wege gehen, Wege, bei denen sie angeheuert und regelrecht rekrutiert wurden. Ausbildungen in Trainingslagern und Gehirnwäsche tun ihr übriges, um aus ihnen gefährliche Waffen zu machen, die auch vor einem Selbstmordkommando nicht zurückschrecken.

Waffenlieferungen in islamische Länder tun ihr übriges und können eines Tages gegen sie selbst gewandt werden.
Die eine Seite sind die Islamisten, die im Namen Allahs alles und jeden töten wollen, die nicht ihrem Gott huldigen, auf der anderen Seite stehen Menschen, die daran verdienen und völlig skrupellos sind. Aber diese agieren im geheimen und verborgenen.

Bis Niall in der Lage ist, alle kausalen Zusammenhänge zu erfassen, muss er durch einen tiefen Sumpf waten und holt dabei Dinge aus der Versenkung, die ihn bis ins Innerste erschüttern.

Zoë Becks Roman ist kein Krimi und schon gar kein Roman, mit dem man sich unterhaltsam die Zeit totschlagen kann. Sie schreibt gesellschaftskritische und politische Romane, die beängstigend sind, da sie so real sind. All das passiert heute in dieser Welt und kann morgen in meiner Stadt passieren. Wann hört der Wahnsinn auf? Solange es noch jemanden gibt, der daran verdienen kann, wahrscheinlich nie.
Ein Buch, das wachrüttelt und nachdenklich macht.
Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.   

Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen von Heyne-Verlag)
Zoë Beck, geboren 1975, lernte Klavier und studierte Literatur. Nach diversen Film- und Theaterjobs arbeitet sie heute als Autorin und Übersetzerin. Für ihre Romane und Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis.






Von Zoë Beck wurden gelesen und rezensiert:


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei dem Verlag 


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Den Heyne-Verlag findet ihr auch auf Facebook



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 8. Juli 2015

[Lesung] Gemeinschaftslesung mit Wiebke Lorenz, Zoë Beck und Melanie Raabe

Sommer, Sonne und viel mehr - derzeit herrscht Wetter, da hält man es in seinen eigenen vier Wänden kaum aus und ehrlich, warum sollte man sich auch Zuhause verkriechen. Wir haben beschlossen, am Dienstagabend nicht direkt nach der Arbeit nach Hause zu fahren, sondern einen kleinen Abstecher einzulegen - denn es stand etwas ganz besonderes in unseren Terminkalendern. Eine Crime-Gemeinschaftslesung, um genau zu sein, und das Katzenpersonal wollte diese auf jeden Fall geschlossen besuchen - so auch geschehen.

Die Buchhandlung Uslar & Rai hat zur Lesung mit Zoë Beck, Wiebke Lorenz und Melanie Raabe eingeladen. Sie lief unter dem Motto "Crème de la Crime" und könnte eine Dauerveranstaltung werden. Diese Lesung war der Auftakt dazu, mal schauen, ob noch weitere folgen werden.


Ankündigung                                                   Bücher der Autorinnen


Nachdem die 3 Autorinnen durch die Buchhandlung begrüßt wurden, riss Wiebke Lorenz sofort das Mikrofon an sich. Sie stellte die beiden anderen Autorinnen vor und riss jede Menge Witze über die Fashion-Week, wie sie sich gegenseitig kennenlernten und was sie zum Abend anziehen wollten oder sollten. Auch männliche Schriftstellerkollegen kamen dabei nicht ganz so gut weg ^^

v.l.: Zoë Beck, Wiebke Lorenz, Melanie Raabe

Man sah den drei Damen an, dass sie ihren Spaß hatten und wir als Publikum ebenso.Anschließend ging es nahtlos zum Lesungsteil über, den Zoë Beck eröffnete. Sie stellte ihr neuestes Werk "Schwarzblende" vor.

    
Zoë Beck liest aus "Schwarzblende"

Sie las uns die Anfangsszene des Buches vor, bei der sie uns nicht nur den Handlungsort London, sondern auch den Protagonisten Niall Stuart vorstellte.
Zoë erzählte, dass sie die Idee des Buches einem realen Ereignis, das vor 2 Jahren in London geschah, angelehnt hatte.
Ein weiterer Leseabschnitt spielte sich in der Synagoge ab, bei der Beth und Niall Bombenattentätern gefolgt sind. Natürlich hörte sie an der spannendsten Stelle auf.

Anschließend moderierte Wiebke Lorenz Melanie Raabe an, die daraufhin beschloss, nur 2 kurze Szenen vorzulesen, denn ganz ehrlich - es war verdammt warm und stickig in der Buchhandlung. Sie stellte ihr Buch "Die Falle" vor.

 
Melanie Raabe liest aus "Die Falle"

Auch sie las zuerst die ersten beiden Kapitel des Buches, in denen wir die Protagonistin Linda kennenlernten. Diese lebt seit der Ermordung ihrer Schwester Anna vor 11 Jahren allein in ihrer Villa und traut sich nicht hinaus. Das "Monster", das ihr Schwester ermordet hat, verfolgt sie in ihren Träumen. Als sie besagtes "Monster" im Fernsehen sieht, beschließt sie, ihm eine Falle zu stellen.
Eine weitere Szene war das erste Aufeinandertreffen von Viktor Lenzen, dem Monster, und ihr in ihrem Haus. Da sie nicht gewillt ist, das Haus zu verlassen, musste er also zu ihr kommen.
Die Autorin machte Andeutungen, was alles sein kann, wer schuldig sein könnte und machte so die Zuhörer nur allzu neugierig auf das Buch.

Als letzte moderierte Zoë Beck nun Wiebke Lorenz an und stellte diese noch kurz vor.
Wiebke Lorenz las aus ihrem neuen Thriller "Bald ruhest du auch".

 
Wiebke Lorenz liest aus "Bald ruhest du auch"

Auch Wiebke Lorenz begann ihre Lesung mit den ersten Seiten des Buches, in diesem Fall einem Prolog, der besagte, dass nur noch 3 h Zeit wären, in der Lena ihr Kind retten könnte. Ihre Tochter Emma wurde entführt und sie selbst soll sich töten, damit das Kind leben kann. 
Kurz lernten wir noch ihre Schwiegermutter Esther kennen, die sich um Lena kümmert, da diese kürzlich Witwe geworden war und hochschwanger ist.
Das nächste gelesene Kapitel spielte auf der Beerdigung, bei der die Tochter aus erster Ehe ihres verstorbenen Mannes Lena eine Szene macht und sie als Mörderin beschimpft. 
Auch da hätten wir gern länger gelauscht, aber auch Wiebke Lorenz hat ihr Ziel erreicht und die Zuhörer neugierig zurückgelassen.

Es war ein toller Abend mit drei wunderbaren Autorinnen, Frauenpower halt.
Nicht nur die 3 Autorinnen hatten Spaß, sondern auch wir Zuhörer. Wir saßen gebannt da und hörten aus drei verschiedenen Romanen Ausschnitte, die uns neugierig auf alle drei Bücher machten.

 

Thrillertime und 3 Autorinnen, die offenbar Spaß hatten.

Wir bedanken uns bei der Buchhandlung, Zoë Beck, Wiebke Lorenz und Melanie Raabe für einen ausgesprochen unterhaltsamen Abend.

Kleeblatt und Kerry

Donnerstag, 5. Dezember 2013

[Rezension] Zoe Beck - Brixton Hill



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453410424
ISBN-13: 978-3453410428

Inhalt gem. Heyne-Verlag:
Wir finden dich. Halte dich bereit!
London, in einem der Luxushochhäuser von Canary Wharf: Erst fällt die Klimaanlage aus, dann der Strom. Sämtliche Ausgänge sind verriegelt, und Rauch strömt aus den Belüftungsschächten. Em muss hilflos zusehen, wie ihre Freundin im 15. Stock panisch ein Fenster zertrümmert und hinausspringt. Kurz darauf wird Em verhaftet. Sie soll sich in die Computer des Gebäudes gehackt und die Freundin dadurch in den Tod getrieben haben. Jemand spielt ein falsches Spiel. Und macht Jagd auf Em …

Zum Buch:
Emma Vine muss hilflos dabei zusehen, wie ihre Freundin Kimmy Rasmussen voller Panik während eines fingierten Notfalls aus dem 15. Stock in den Tod steigt.
Die Polizei nimmt Emma, Em genannt, mit und unterstellt ihr, dass sie mittels ihres Handys ein Signal ausgesendet habe, das Störungen in der Klimaanlage und in der Stromversorgung zur Folge hatte, so dass Rauch ausströmte.
Die Anklage ist haltlos und ihr Zwillingsbruder und Anwalt Eric Vine holt sie dort raus.
War das alles Zufall oder versucht jemand, bewusst den Verdacht auf Em zu lenken? Sie hat einen Verdacht, alles deutet auf ihren Stalker Alan hin und Em macht sich auf die Suche nach der Wahrheit ...

Zoe Beck geht von der Rollenverteilung, dass es einen oder mehrer Ermittler gibt, ab und lässt Emma, eine normale junge Frau, auf die Suche nach der Wahrheit gehen.
Schnell erkennt Em, dass es jemand speziell auf sie abgesehen hat, dass es jemanden gibt, der sie tot sehen will. Nachdem zwei Attentate missglückten und statt ihrer immer andere starben, bekommt sie Angst.
Sie hat keine Ahnung, warum man ihr Böses will.
Sie stellt sich sogar ihrem Stalker Alan und sucht ihn auf. Der Polizei gibt sie Hinweise zu ihm, aber auch denen sind die Hände gebunden, da ihm nichts nachzuweisen ist.
Aber sie ist nicht allein während ihrer Suche, sie bekommt Hilfe.

Dieser Roman von Zoe Beck hat seinen Schauplatz in London. Es ist die Stadt der Superlative. Die Stadt befindet sich im Umbruch, die Gentrifizierung ist im vollen Gange. Geld beherrscht die Welt.
Zoe Beck hat viele Themen angesprochen. Gentrifizierung ist da genauso ein Thema wie die sozialen Netzwerke, Hacker, Terrorismus. Aber auch über Borderline und den Tod Margaret Thatchers hat sie geschrieben.

Als ich das Kapitel las, in dem es um den Tod von Margaret Thatcher ging, spielte sich in meinem Kopf ein Film ab. Straßenszenen, die seinerzeit im Fernsehen liefen, wurden von der Autorin fast 1 : 1 wiedergegeben. In Brixton fanden Freudenfeiern statt. Die Gesänge auf der Straße über die Freude, dass die ungeliebte Frau endlich tot war und das Lied "Ding-Dong! The Witch Is Dead" waren mir wieder gegenwärtig.

Aber auch Einblicke in die Familie von Em erhält der Leser. Em und Eric wurden von ihrer Mutter von einem Tag auf den anderen verlassen, als sie 4 Jahre alt waren. Sie wuchsen bei ihrem Vater auf. Im Hintergrund gibt es noch die Großmutter, die das Familienunternehmen auch mit über 90 Jahren noch fest im Griff hat. Sie hat Unterstützung von deren Tochter und Schwiegersohn.
Em hat sich nie bei ihnen wohlgefühlt, musste sie doch immer wieder feststellen, dass ihr Bruder Eric der erklärte Liebling aller war.

Der Roman entwickelt sich völlig anders, als ich als unbedarfter Leser dachte. Nichts ist so wie es scheint. Die Hintergründe von allem liegen weit weg des Vermuteten und haben mich letztendlich überrascht.
Ein Roman, der sehr gut recherchiert wurde und verdammt nah an der Realität ist.  

Für mich war es der erste Roman von Zoe Beck, obwohl ich alle anderen auch besitze, aber mit Sicherheit nicht der Letzte.  

Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen von Heyne-Verlag)
Zoë Beck, geboren 1975, lernte Klavier und studierte Literatur. Nach diversen Film- und Theaterjobs arbeitet sie heute als Autorin und Übersetzerin. Für ihre Romane und Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis.







An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei dem Verlag 


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Den Heyne-Verlag findet ihr auch auf Facebook



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 4. Dezember 2013

[Lesung] Buchpremiere mit Zoe Beck, die "Brixton Hill" vorstellte

Dienstag Abend. Nebel wabert durch die Straßen. Kalt und ungemütlich ist es draußen. Eigentlich ein Wetter, um zu Hause im Warmen zu sitzen. Was tut das Katzenpersonal? Es geht zu einer Lesung.
Zoe Beck stellte ihr neues Buch "Brixton Hill" vor. Das spielt ebenfalls in London und das ist ja bekannt für Nebel und unheimliche Stimmung.


 

Die Buchlesung fand wieder in der "Alten Kantine Wedding" statt, wo wir Zoe schon einmal lauschen durften.
Da rechtzeitiges Erscheinen gute Plätze sichert, waren wir, nachdem wir unterwegs noch was gegessen hatten, zeitig genug vor Ort, um in der ersten Reihe Plätze zu bekommen.
Auf den Tischen lagen kleine Päckchen mit Tee. Aber nicht im 08/15-Design, nein passend zum Abend.



Der Abend wurde durch Frau Anke Göbel, Lektorin des Heyne-Verlages, eingeleitet. Sie stellte Zoe Beck vor und erzählte ein wenig von ihr.

v.l. Zoe Beck, Anke Göbel
(auch wenn es so aussieht ... sie singen kein Duett)

Dann endlich wurde gelesen. Nachdem Zoe das erste Kapitel gelesen hatte, las sie noch weitere ausgewählte aus dem Buch. Als es so richtig spannend wurde, hörte sie einfach auf.


Nun war es Zeit für Anke Göbel, Fragen zum Buch zu stellen.


So erfuhren wir, dass Zoe Beck sich bewusst London als Handlungsort ausgesucht hat. Sie kennt die Stadt schon seit Jahren und hat bewusst die Veränderungen im Stadtbild wahrgenommen. Sie sprach die ausgesprochen teuren Mieten genau so an wie die Bildung von WG's aus Kostengründen.
Auch erzählte sie, warum sie mit diesem Buch keine polizeilichen Ermittler als Protagonisten hat, sondern eine junge Frau, die beschuldigt wird und die Wahrheit sucht.

Nachdem auch die Fragen aus dem Publikum beantwortet waren, hatte man die Möglichkeit, Bücher der Autorin zu kaufen und sie signieren zu lassen. Für diesen Grund hatte Kleeblatt ihr Exemplar dabei und Zoe war so nett, es zu signieren.


 

Da wir schon öfter beobachtet haben, dass ein Autor bei einer Lesung nie allein ist, sondern sich auch andere dabei einfinden, sind wir natürlich auch da immer bemüht, das zu erkennen und eventuell noch Bücher signieren zu lassen, die zu Hause im Regal stehen.
So konnte sich Kleeblatt ein wirklich wunderschönes Buch von Maike Grunwald signieren lassen, in dem es um Katzen geht. Selbst die beiden Katzen von Zoe Beck, Oscar und Mieps, sind dort zum Thema gemacht worden. Die Rezension zu besagtem Buch steht auch demnächst an.

 
(auf dem Bild links sind Oscar und das Mieps zu sehen / rechts: Maike Grunwald)

Im Normalfall stellen wir ja die Rezension zum vorgestellten Buch am selben Tag ein wie den Lesungsbericht, aber aus Zeitgründen muss diese leider auf Donnerstag mittag verschoben werden, sonst wird das nichts mit dem morgendlichen Aufstehen.

Wir hatten einen wunderschönen Abend, denn wir durften bei der Buchpremiere von Zoe Becks neuem Buch dabei sein.

Auf dem Heimweg mussten wir natürlich noch die Briefkästen in einem Wartehäuschen fotografieren, die sich ebenfalls auf dem Gelände befanden.



Donnerstag, 18. Juli 2013

[Lesung] Benefizlesung mit Micaela Jary, Britta Orlowski, Zoë Beck und Brigitte Kanitz

Oh man, was für ein Tag.
4 namhafte Autorinnen hatten angekündigt, gemeinsam zu lesen. Eine Benefizlesung für die vom Hochwasser geschädigten Buchhandlungen. Die Lesung fand dieses mal aber nicht Berlin statt, sondern in Rathenow, ca 100 km von Berlin weg.
Ich (Kleeblatt) wollte unbedingt dabei sein und nahm kurzfristig Urlaub, alles andere wäre Stress.
Nach einer katastrophalen Hinfahrt (Straßen ohne Vorankündigung gesperrt, keine Umleitungen gekennzeichnet, Baustellen ohne Ende) kam ich beizeiten in ein Rathenow an, in dem die Sonne sich so richtig von der guten Seite zeigte. Ich hatte genügend Zeit, um noch ein wenig Sightseeing zu machen.
Was für eine kleine schöne Stadt, leider auch nicht ohne Baustellen.

Hier ein kleiner Blick auf die Stadt




 
Sankt-Marien Andreas Pfarrkirche

 
links: Die Rathenower Schleusenspucker, rechts: Das Kurfürstendenkmal

Der Bismarckturm

Für alles hat die Zeit leider nicht gereicht, aber vielleicht ist das ja ein Grund, um noch einmal hinzufahren.

Die Lesung fand dann in einem Einkaufscenter in der Walther Specht Buchhandlung statt.


Nach einer kurzen Einführung durch die Filialleiterin übernahm Zoë Beck die Moderation.
Nachdem sie alle vorgestellt wurden, erläuterte Micaela Jary, wie es zu dieser Idee der Benefizveranstaltungen für die vom Hochwasser geschädigten Buchhändler kam.
Alle Eintrittsgelder und Spenden des Abends gehen übrigens ohne Abzüge auf ein Spendenkonto, das für diesen Zweck eingerichtet wurde.

Bevor jede Autorin aus einem ihrer Bücher vorlesen dufte, wurde sie ein wenig interviewt.

Von Britta Orlowski, die als erstes lesen durfte, erfuhren wir, dass sie schon seit sie schreiben kann, Geschichten geschrieben hatte. Bis zu ihrem ersten Buch sollte es aber noch Jahre dauern.
Aus diesem las sie uns dann auch vor.

 
Britta Orlowski liest aus "Rückkehr nach St. Elwine"
(wen es interessiert: Die Rezension gab es HIER)

Weiter ging es mit Zoë Beck, von der wir erfahren durften, dass sie zweisprachig aufgewachsen ist. Sie bewundert Autoren, die für historische Bücher fleißig recherchieren, sie selbst wäre jedoch dafür viel zu faul.

    
Zoë Beck liest ihre Geschichte "Ein zufriedener Mann" aus dem Buch "Berlin blutrot"

Nach einer kurzen Pause zum Füße vertreten und Bücher kaufen folgte der zweite Teil des Abends.

Micaela Jary begann aus ihrem Buch zu lesen, jedoch nicht ohne uns vorher zu erzählen, wieso sie ihren Roman in Sansibar spielen ließ und dass ihr schon unmittelbar nach der Geburt prophezeit wurde, dass sie Schriftstellerin werden würde. Wie das Leben so manchmal spielt.


 
Micaela Jary liest aus "Sehnsucht nach Sansibar"
(wen es interessiert: Die Rezension gab es HIER)

Zum Ende des Abends durften wir dann auch noch der Autorin Brigitte Kanitz lauschen. Von ihr erfuhren wir, dass sie in Italien lebt und aus welchem Grund sie 6 Pseudonyme hat. Ob diese Antwort, die wir bekamen, ernst gemeint war... ich weiß nicht :-)

 
Brigitte Kanitz liest aus ihrem neuen Buch "Oma packt aus"
(Die Rezension zu dem Buch geht heute auch noch online)

Nach der Gemeinschaftslesung wurde natürlich auch ein Gemeinschaftsfoto gemacht.

v.l.: Zoë Beck , Britta Orlowski, Brigitte Kanitz und Micaela Jary

Dieser Tag war richtig schön, wenn man von der Fahrt nach Rathenow absieht.
Ich habe viel gesehen, viel gehört und wieder zwei sympathische Autorinnen, von denen ich schon Bücher gelesen habe, sie aber noch nicht persönlich kannte, kennengelernt.
Die 4 Autorinnen waren an dem Abend ein super Team. Jede las aus einem anderen Genre, so dass es eine sehr schöne Mischung des Gehörten gab.
Im Nu war der Abend vorbei. Ich konnte jedoch nicht eher gehen, als bis Brigitte Kanitz all meine Bücher signiert hatte. 
Von Micaela und Zoë hatte ich schon alles signiert, was ich habe und die Bücher von Britta habe ich nur als E-Book. Das ist der große Nachteil von E-Books, aber sie schenkte mir eine Autogrammkarte, über die ich mich genauso gefreut habe.

Tja und dann hieß es Abschied nehmen, denn ich wollte ja auch wieder nach Hause.
Auf der Heimfahrt habe ich noch ein Bild von einer Postmeilensäule gemacht, die ich auf der Hinfahrt nicht fotografieren konnte, weil ich nicht plötzlich stehen bleiben konnte.

 
Laut Postmeilensäule waren es noch 50 km bis Berlin, bis zu mir nach Hause jedoch 88 km

Und noch ein letzter Gruß aus Rathenow, den ich sehr schön fand.


Bis zum nächsten Mal
Monika