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Montag, 5. Dezember 2016

[Rezension] Petra Schier - Weihnachtswunsch 03: Vier Pfoten retten Weihnachten



Leseprobe



Eckdaten gem. Weltbild:
Produktdetails
2016, 382 Seiten, Maße: 12,5 x 18,7 cm, Geb. mit Su., ISBN-10: 3959731574, ISBN-13: 9783959731577, Erscheinungsdatum: 20.10.2016

Inhalt gem. Weltbild:
Die Designerin Elena hat nach ihrer Scheidung die Nase voll von Männern. Dann aber, kurz vor Weihnachten, begegnet sie dem jungen Witwer Steffen und verliebt sich in ihn. Alles könnte wunderschön sein, auch für Steffens Kinder Sabrina und Jan. Doch Elena und Steffen schrecken noch vor einer neuen Beziehung zurück. Zum Glück gibt es die charmante Cocker Spaniel-Dame Lulu. Und Lulu setzt alle ihre Fähigkeiten ein, um ihren Lieblingsmenschen und den zwei Kindern zu einem wunderbaren Weihnachtsfest zu verhelfen.

Zum Buch:
Elena ist Designerin, sehr erfolgreich und Besitzerin eines eigenen Modelabels. Sie ist geschieden und leckt sich noch immer die Wunden, die sie sich von der Trennung ihres Ehemannes zugezogen hat. Ihr Leben spiegelt sich in diversen bunten Zeitungen wider.
Als Elena bei der Weihnachtsaktion einer Zeitschrift mitmacht, landet sie bei dem Witwer Steffen und seinen beiden Kindern. Dort soll sie für 2 Monate als Nanny tätig sein. Mit den Kindern versteht sie sich auf Anhieb prächtig, nur Steffen verursacht ihr leichte Schmetterlinge im Bauch.
Sie ist noch nicht bereit für eine neue Beziehung, wie auch Steffen selbst nicht, dessen Frau bereits vor 4 Jahren gestorben ist.
Aber beide haben nicht mit dem Hundefräulein Lulu gerechnet, die mit Santa und den Elfen etwas ganz bestimmtes im Sinn hat...

Petra Schier und ihre Weihnachtsgeschichten. Da ist von vornherein klar, dass man eine Geschichte fürs Herz in den Händen hält.
Wieder einmal sind die Auslöser der Geschichte Santa Claus und ein Weihnachtswunsch, der an ihn und gleichzeitig ans Christkind gerichtet ist. Sabrina, Steffens Tochter, hat ihn, nur um ganz sicher zu gehen, an alle beide geschrieben. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als endlich wieder eine Mutter zu haben und für ihren Vater eine Frau.
Aber lässt sich so ein Kinderwunsch mal so eben erfüllen?
Eine nicht so leichte Aufgabe, denn so wie es aussieht, gibt es da bereits eine Frau in Steffens Leben.

Eine wunderbare Geschichte, die es in der Adventszeit mühelos schafft, den Leser vom alljährlichen Weihnachtsstress abzulenken und ihn in eine Welt entführt, die von Santa Claus, dem Christkind und diversen Elfen gelenkt wird. Das zumindest zur Weihnachtszeit. Santa Claus hat sich nämlich das Ziel gesetzt, alle Wünsche zu erfüllen.
Aber was wären die himmlischen Bewohner ohne ihre irdischen Freunde und Helfer. Lulu, bestens bekannt aus dem Weihnachtsroman "Vier Pfoten und das Weihnachtsglück", ist dieser Helfer. Einst gehörte sie Elena, bis diese aus beruflichen Gründen sie ihrem Bruder übergeholfen hat.
Nun hat sie alle Pfoten voll zu tun, Elena und Steffen in die richtige Richtung zu schubsen.

Der Leser hat selbst Anteil an Lulus Gedanken. Diese werden im Buch kursiv dargestellt und bringen den Leser mehr als einmal zum schmunzeln.
Eine süße Geschichte, die man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. 
Man nimmt als Leser Anteil an den Leben von Steffen und Elena und spürt deutlich die Anziehungskraft, die beide zueinander führt und auch, wie sie sich dagegen wehren.
Aber klar, dass es ein Happyend geben wird, denn wie sollte es wohl anders zur Weihnachtszeit sein, nur wie lange es dauert und welchen Hindernissen die beiden ausgesetzt sind, das sollte jeder selbst lesen.

Ich liebe die Bücher von Petra Schier und bin schon immer gespannt auf die Weihnachtsromane, weil die wirklich ans Herz gehen.

Der Umschlag mit dem Cover des Buches ist nicht nur sehenswert, sondern wartet auch mit seiner eigenen Haptik auf. Die dezent dargestellten Schneeflocken sind 3D-mäßig aufgebracht worden und glitzern. Einfach nur schön.

Ich hatte mit dem Buch, den Protagonisten und der kleinen Lulu meinen Spaß und wünsche den noch vielen Lesern.
Ein Buch, das ich sehr gern, vor allem in der Vorweihnachtszeit, weiterempfehle. 

Reiheninfo:
01: Vier Pfoten unterm Weihnachtsbaum
02: Vier Pfoten und das Weihnachtsglück
03: Vier Pfoten retten Weihnachten

Bewertung:





Zur Autorin:
(übernommen vom Rowohlt-Verlag)
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet mittlerweile als freie Lektorin und Autorin.

Die Bibliographie von Petra Schier und unsere Rezensionen findet ihr HIER

Von Petra Schier / Mila Roth wurden von uns bereits gelesen und rezensiert:

    
    
      
   

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 13. Januar 2016

[Rezension] Jaques Buval - Der Kannibalenclan


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 173
ISBN: 978-3896045232
Erscheinungstermin: Januar 2001
Format:
Hardcover
Verlag: Weltbild


Klappentext: gem. Goodreads
Im Jahre 1996 kommt es in einer Mietwohnung in Nowokusnezk, einer Stadt im tiefen Sibierien, zu einem Wasserrohrbruch. Als die Nachbarn und der herbeigerufene Klemptner die Wohnung der Familie Spesiwtsew betreten, denken sie noch an einen Routinefall. Doch es bietet sich ihnen ein Bild des Schreckens: In der Wohnung liegen die zerstückelten Leichen zweier Mädchen. Ein drittes Mädchen lebt noch, stirbt aber wenig später in Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Die polizeilichen Ermittlungen ergeben: Sascha Spesiwtsew ist ein Serienmörder. Jahrelang hat er, unterstützt von seiner Mutter, seine grausigen Taten begangen. Neunzehn Morde an jungen Mädchen gesteht er. Am Ende eines langwierigen und erschütternden Prozesses wird Sacha Spesiwtsew zum Tode verurteilt.

Der Autor Jaque Buval hat vor Ort recherchiert und anhand der Prozessakten die entsetzlichen Geschehnisse aufgezeichnet. Entstanden ist ein Dokument des Grauens, das den Leser fassungslos zurücklässt.



Rezension:
Im Winter des Jahres 1996 kommt es in der Wohnung des arbeitslosen Sascha Spesiwtsew zu einem Wasserrohrbruch. An sich sicherlich nichts Ungewöhnliches, lebt Sascha doch im tiefsten Sibirien, an einem Ort, wo mit  unter die kältesten Winter herrschen. Nun ist weder er, noch seine Mutter im Haus, als es zu dem Rohrbruch kommt, sodass sich die Mitmieter Zutritt zu der Wohnung verschaffen und das Grauen entdecken. In der gesamten Wohnung riecht es nach Verwesung, das Badezimmer ist getränkt in Blut und die Küche ist übersät mit menschlichen Körperteilen.

Schwerverletzt wird ein Mädchen gefunden, welches jedoch kurz darauf im Krankenhaus verstirbt. Vorher jedoch kann sie noch den Namen ihres Vergewaltigers und Mörders benennen. Es handelt sich um eben jenen Sascha Spesiwtsew, der bisher strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten ist.

Bei der Durchsuchung der Wohnung finden die zuständigen Beamten Aufzeichnungen, die belegen, dass Sascha, mithilfe seiner Mutter und Schwester, mindestens 19 junge Mädchen entführt, vergewaltigt und ermordet hat sowie deren Fleisch anschließend von der Familie verzehrt wurde. Tatsächlich gelingt es schnell, Sascha in Haft zu nehmen und er berichtet freimütig von seinen Verbrechen, wobei er diese nicht unbedingt als solche sieht, immerhin drehte sich Zeit seines Lebens immer alles nur um ihn und ihm steht schließlich alles zu, wonach es ihm begehrt ...


Kannibalismus in Nowokusnezk! Bei diesem Buch handelt es sich um eine Reportage über einen der schlimmsten Serienmörder, der in Sibirien im letzten Jahrtausend sein Unwesen trieb. Erschreckend war zu lesen, wie dieser Sascha mit den Mädchen umgegangen ist und ebenso erschreckend empfand ich die Unfähigkeit der Behörden, nicht alle Opfer identifizieren zu können, denn nur die wenigsten Opfer konnte namentlich benannt werden und begraben, begraben werden konnte nur sein letztes Opfer vollständig, viele Leichen-/Knochenteile konnten nie zugeordnet werden und lassen im Nachhinein bei mir die Frage aufkommen, waren es wirklich "nur" 19 Opfer?


Bewertung

Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.


Samstag, 11. Januar 2014

[Rezension] Sophie Winter - Filou 01: Ein Kater sucht das Glück



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344247874X
ISBN-13: 978-3442478743
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 1,4 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Ein kleiner Kater entdeckt die Liebe
Filou hat es nicht leicht: Der kleine rote Kater ist ein Waisenkind und lebt auf der Straße. Sein täglich Brot muss er sich im beschaulichen südfranzösischen Beaulieu hart erkämpfen: gegen die erwachsenen Kater, die ihn verspotten und verjagen – und gegen die erfahrene und listige Katze Lucrezia, die ihn nach dem Tod seiner Mutter aufgenommen hat und gnadenlos ausbeutet. Als er Marla kennenlernt, ein kleines Mädchen aus der Nachbarschaft, glaubt er, im Paradies zu sein. Doch daraus vertreibt man ihn schließlich, und er streift ziellos umher – bis er die schöne Josephine und ihre beiden Kleinen trifft. Endlich weiß Filou, was Glück ist.

Zum Buch:
Was gibt es schöneres für einen kleinen Kater, als durch die Straßen zu schlendern, von allen bewundert zu werden und den Schwanz hoch zu tragen. Alle mögen und bewundern ihn ... Filou, den roten Kater.
Doch leider ist es nur ein Traum.
Filou, der schon früh beizeiten seine Mutter verloren hatte, fand seinerzeit bei Lucrezia Unterschlupf. Sie lässt es ihn spüren, denn sie nutzt ihn aus und lässt sich nach Möglichkeit von ihm versorgen.
Auf der Suche nach Nahrung lernt er Marla, ein kleines Mädchen, kennen und die beiden freunden sich an. Es dauert nicht lange, da nimmt Filou eines Tages Luc mit zu Marla mit dem Ergebnis, dass Marlas Mutter ganz vernarrt in diese ist und sie sofort adoptiert. Obwohl auch Filou bleiben dürfte, zieht er es vor, den Stänkereien von Luc zu entkommen und befindet sich wieder auf der Straße.
Aber eines Tages trifft er dann auf seine große Liebe ...

Nur wer Katzen liebt, kann so ein "lebendiges" Buch über Katzen schreiben.
Den kleinen Filou schließt man augenblicklich ins Herz. 
Als Leser hat man die Möglichkeit, ihn auf seinen Erkundungen zu begleiten. Leicht hat er es nicht, gibt es doch viele dominante Katzen, wie Luc, oder Kater, die ihr Revier und ihre Stellung verteidigen.
Auf der Suche nach Nahrung wird er oftmals von den großen und stärkeren vertrieben und kommt oft zu kurz. Ein Lichtblick sind in Urlaubszeiten die Touristen, die ab  und an etwas zu Fressen reichen.
Aber Filou kommt zurecht, sogar so gut, dass er Luc, die ihn mitgenommen hatte, als er hilflos neben seiner toten Mutter lag, mit durchfüttert.

Der Autorin Sophie Winter ist es gelungen, nicht nur über das Leben des kleinen Filou zu schreiben, sondern dem Leser auch den Charme Südfrankreichs mit zu übermitteln.
Liebevoll zeichnet sie das Leben des Straßenkaters Filou, seinen Kampf ums Überleben, seine Loyalität nicht nur Lucrezia gegenüber und später dann Filous Liebe.

Es ist ein wunderschön geschriebener Roman, der süchtig macht nach mehr, mehr von dem kleinen Filou und mehr von seiner Umgebung.
Glücklicherweise hat die Autorin die Geschichte um Filou weitergeführt, so dass ich schon gespannt auf sein nächstes Abenteuer bin.

Bewertung:


Zur Autorin:

(übernommen vom Goldmann-Verlag)
Sophie Winter ist eine deutsche Schriftstellerin, die mit drei Katzen in Südfrankreich lebt. Unter einem anderen Pseudonym schreibt sie erfolgreich Kriminalromane.

Reiheninfo:

Filou 01: Ein Kater sucht das Glück
Filou 02: Ein Kater auf Abwegen
Filou 03: Ein Kater rettet die Liebe

Von Sophie Winter wurden gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 8. Dezember 2013

[Rezension] Hannes Steinbach - Nelson, das Weihnachtskätzchen





Leseprobe 












Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Weltbild Verlag (2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863651879
ISBN-13: 978-3863651879
Größe und/oder Gewicht: 13,2 x 19,1 cm

Inhalt gem. Weltbild-Verlag:

Eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte, nicht nur für alle, die Katzen lieben
Ob der kleine Kater Nelson ahnt, dass er während des Weihnachtsurlaubs seiner Besitzer in eine Katzenpension gebracht werden soll? Jedenfalls nutzt er die erste Gelegenheit, aus seinem Transportkörbchen auszureißen - und findet sich an einem eisigen Wintertag mitten im Berliner Großstadtverkehr wieder. Zum Glück entdeckt das verschreckte Kätzchen auf dem Weihnachtsmarkt den Stand des Krippenschnitzers Arthur Hummel. Nelson erobert das Herz des bärbeißigen alten Mannes, der nie ein Haustier haben wollte. Herr Hummel wünscht sich insgeheim nichts sehnlicher, als Weihnachten mit seiner Familie zu feiern. Doch diese ist hoffnungslos zerstritten. Ob Nelson ihm helfen kann?

Zum Buch:
Marie, die kleine Besitzerin von Nelson, kann nicht glauben, dass sie Nelson in sein Transportkörbchen gesetzt haben, um ihn in eine Katzenpension zu bringen. Sie ist untröstlich, vermutet sie doch, dass er in ein Tierheim von ihren Eltern abgeschoben werden soll. Als sie während eines kurzen Aufenthaltes das Körbchen öffnet, nimmt Nelson, der Maries Unruhe spürte, seinen Mut zusammen und verschwindet am Alexanderplatz aus dem Körbchen und dem Auto.
Der Kummer ist groß, wie soll man Nelson hier wiederfinden?
Nelson versteckt sich und findet sich in einer Welt wieder, die er nicht kennt. In der Nähe ist ein großer Weihnachtsmarkt aufgebaut, dort sucht er Unterschlupf und Wärme, aber niemand will ihn haben, er gehört nirgendwo hin. Wird es ihm gelingen, ein warmes Plätzchen im kalten Winter zu finden? ...

Arthur Hummel, ein alter mürrischer Mann, betreibt auf dem Weihnachtsmarkt einen Stand, an dem er seine geschnitzten Figuren verkauft. Er ist ein Einsiedler, seine Frau starb vor 3 Jahren und mit seiner Tochter hat er seitdem nach einem sehr bösen Streit nicht mehr gesprochen. Er ist lieber für sich und will mit niemandem sprechen, geschweige denn Freundschaft schließen. Auf dem Markt bemühen sich einige um ihn, aber er lässt alle freundlichen Worte an sich abprallen.
Eines Tages stiehlt sich Nelson in seinen Stand durch eine offen stehende Tür. Auch für Tiere hat der alte Mann nichts übrig und verjagt ihn. Aber Nelson bleibt tapfer und versucht immer wieder, in die Nähe von Arthur zu kommen. 

Was für eine liebevoll erzählte Geschichte von einem alten Griesgram, der durch die Liebe zu einem Tier, in diesem Fall Nelson, langsam aus seinem Schneckenhaus herauskommt und wieder auf die wichtigen zwischenmenschlichen Bereiche im Leben achtet. Es beginnt ganz langsam. Der hartnäckige Nelson schleicht sich förmlich in das Herz von Arthur ein. Es beginnt damit, dass Arthur anfängt, sich mit Nelson zu unterhalten und er sorgt für ihn. Es ist, als sähe er die Menschen nun auch mit anderen Augen. Er, der seit dem Tod seiner Frau ein Einzelgänger war, geht nun auch auf andere Menschen zu und man spürt förmlich, wie wichtig es ihm ist und wie gut es ihm tut. Sein Verständnis geht sogar soweit, dass er sich mit dem Gedanken trägt, sich mit seiner Tochter auszusprechen bzw. zu versöhnen.

Sehr einfühlsam erzählt Hannes Steinbach die Geschichte eines einsamen Menschen, der mit sich und der Welt hadert, der den Tod seiner Frau nicht verwinden konnte. Viele böse Worte sind nach deren Tod zwischen ihm und seiner Tochter gefallen, die, einmal gesagt, nicht mehr zurück genommen werden konnten.

Parallel dazu hat der Leser Anteil an der Suche nach dem verschwundenen Nelson, den seine Besitzerin über alles liebte und vermisst. Der Schmerz von Marie ist greifbar und nicht nur Katzenbesitzer können das nachvollziehen, wenn etwas geliebtes so plötzlich verschwindet.
Unterstützung erhält die Familie von ihrer Nachbarin Anna, die ihre eigenen Probleme mit ihrer pupertierenden Tochter hat und manches Mal froh ist, dem häuslichen Unfrieden entkommen zu können.

Es ist eine Weihnachtsgeschichte und das suggeriert schon, dass sie gut ausgehen wird. Es ist eine Geschichte auf der Suche nach Liebe, Wärme, Geborgenheit, Freundschaft, aber auch eine Geschichte, in der es um Verständnis und Vergebung geht.
Ich habe dieses kleine Kätzchen Nelson in mein Herz geschlossen, habe mit ihm gehofft, dass er ein warmes Plätzchen findet und was zu Fressen und vielleicht auch, dass er wieder nach Hause kommt.
Ich muss gestehen, dass ich ziemlich nah am Wasser gebaut bin. Die letzten Seiten habe ich nur mit feuchten Augen dagesessen und gelesen, so sehr hat mich die Geschichte berührt.
Für mich ein Buch mit Taschentuchalarm.

Das Cover ist sehr liebevoll gestaltet und ich finde, dass es ein Blickfang ist, es spricht mich an und will mitgenommen werden.

Für dieses Buch kann ich nur eine Kaufempfehlung aussprechen und das nicht nur für Katzenfans.


Bewertung:


Zum Autor:
(Text vom Weltbild-Verlag übernommen)
Hannes Steinbach ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Schriftstellers, der mit vier Katzen und einem Hund auf einem Bauernhof in Westfalen aufgewachsen ist. Heute lebt und schreibt er in Berlin, wo er - manchmal häufiger als ihm lieb ist - für die Katzen seiner reiselustigen Freunde verantwortlich ist. Inspiriert jedoch von diesen kleinen Feriengästen (und von einem ganz besonders!) entstand die Idee für den vorliegenden Roman.




Ich habe Hannes Steinbach gefragt, welche Katze es denn gewesen sei, die ihn zu diesem Buch inspiriert hätte. Er meinte, es wären eigentlich zwei Katzen gewesen. 
Viele kennen die beiden Katzen aus dem Internet, wer nicht, dem möchte ich sie hier vorstellen.
Es sind das Mieps und Oscar von der Autorin Zoe Beck. Sind die nicht knuffig?



links: Oscar, rechts: das Mieps

Das Copyright der Bilder liegt bei Zoe Beck, vielen Dank an Zoe, dass ich sie hier online stellen durfte.

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich bei 

Hannes Steinbach 

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 23. Dezember 2012

[Rezension] Carrie MacAlistair - Ein Ritter zu Weihnachten

AdventLesen (siehe hier)




Leseprobe

Eckdaten:
2012, 1, 272 Seiten, 
Maße: 12,5 x 18,7 cm, 
Taschenbuch 
ISBN-10: 3863654560
ISBN-13: 9783863654566

Inhalt gem. Weltbild:
Es ist kurz vor Weihnachten, als die junge Antiquitätenhändlerin Kelly in einem Cottage in Südengland eine Kundin besucht. Ein geheimnisvolles Schmuckkästchen weckt ihre Neugier - und kaum hat sie es geöffnet, findet sie sich im tiefsten Mittelalter wieder. Zuerst glaubt sie zu träumen, doch dann wird ihr klar, dass sie eine Zeitreise gemacht hat. Und sie weiß auch warum: Als sie mit ihrer Mutter über das bevorstehende Fest sprach, hat sie sich halb im Scherz einen Ritter gewünscht. Wenig später steht er vor ihr: Ronald of Bragham, schön, stark und voller Leidenschaft. Doch Kelly ist bereits einem anderen Burgherrn als Ehefrau versprochen, und sie weiß, ohne Hilfe wird sie kaum in ihre Zeit zurückkehren können.

Zum Buch:
Kelly ist Antiquitätenhändlerin und in dieser Eigenschaft wurde sie gebeten, sich das Haus der alten Mrs. Ingles, die das Haus der Gemeinde vererbt hat, nach möglichen Schätzen anzusehen. 
Auf den ersten Eindruck sieht sie nichts Kostbares, bis ihr ein Schmuckkästchen in die Hände fällt, in dem eine geheimnisvolle Gewandbrosche liegt. Während sie sich die Brosche noch näher besieht, verändert sich ihr Umfeld, sie steht zwar noch immer in dem Cottage, aber Möbel und alles andere veränderten sich. Eine alte Frau sitzt vor ihr und begrüßt sie mit "Willkommen in meinem Haus, Jungfer Ceally" (Seite 16).
Anfänglich hält Kelly alles für einen schlechten Scherz, aber recht bald muss sie sich der Realität stellen, dass sie 700 Jahre zurück in die Zeit gereist ist. Sie befindet sich zwar am selben Ort, aber urplötzlich im Jahre 1312.
Die Brosche, die sie an diesen Ort brachte, ist verschwunden und sie macht sich nach ein paar Tagen heimlich auf den Weg, um diese zu suchen.

Zu dieser Zeit befindet sich Sir Geoffrey Lennox, unrechtmäßiger Besitzer der Festung Barningmore Castle, auf Brautschau, um zu heiraten und die Festung mittels einem Erben behalten zu können. Ihm ist jedes Mittel recht und so fällt Kelly ihm in die Hände und wird zu seiner Braut auserkoren.

Kelly bereut mehr als einmal, ihrer Mutter auf die Frage, was sie denn zu Weihnachten möchte, geantwortet zu haben: Einen Ritter zu Weihnachten.
Dieser Wunsch sollte nun in Erfüllung gehen, denn die Hochzeit soll zu Weihnachten stattfinden und ein Ritter ist Sir Lennox ebenfalls. Aber zu allem Unglück auch noch das allerletzte, was sich Kelly als ihren Mann vorstellen kann und möchte, einen Mann mit kahlem Schädel, Vollbart und auch sonst sehr unappetitlich.
Glücklicherweise gibt es an seinem Hof den Ritter Ronald of Bragham, der seine eigenen Ziele verfolgt, als er Kelly kurzerhand vor Sir Lennox rettet ...

Carrie MacAlistair entführt den Leser kurz vor Weihnachten in das Mittelalter von Kent. Unfreiwillig lässt sie Kelly, eine Antiquitätenhändlerin, in einer Zeit stranden, die ihr völlig fremd ist. 
Keinen Komfort, alles primitiv und einfach. Das normale Volk hat unter der Herrschaft von Sir Lennox nichts zu lachen, im Gegenteil, Repressalien der Bevölkerung sind an der Tagesordnung.
Und dennoch wird es für Kelly eine Zeit, die voll erfüllt ist mit Liebe. 
Während sie anfänglich noch auf der Suche nach ihrer Brosche ist, mit deren Hilfe sie gedenkt, in ihre Zeit zurückzufinden, verliebt sie sich in den Ritter Ronald und schon bald rückt die Suche in die hintersten Ränge.
Wenn doch Ronald ihr sagen würde, dass er sie ebenfalls liebt, sie würde in dieser Zeit bleiben, bei ihrer großen Liebe.

Dieser Roman ist ein Liebesroman, ohne dass man viel in ihn hineininterpretieren kann oder sollte. Ein wenig erfährt der Leser über das schwere Leben der Bevölkerung, unter welchen Bedingungen sie lebten und arbeiten mussten.
Kelly und Ronald hätte ich gern ab und an mal geschüttelt, damit sie endlich begreifen, was sie aneinander haben.

Es ist ein schöner Roman zum abschalten, gemacht, um ihn zur Weihnachtszeit gemütlich zu genießen. Warm eingekuschelt und einen heißen Tee neben sich, kann man ihn lesen, ohne viel nachzudenken.
Ab und an brauche ich solche Romane und da ich einen leichten Roman lesen wollte, ohne nachdenken zu müssen, kam dieser genau zu rechten Zeit.
Mir hat er gefallen und er stimmt mich auf Weihnachten ein. 



Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen von Weltbild)
Carrie MacAlistair, Jahrgang 1955, fiel schon in jungen Jahren durch ihre fantasievollen Geschichten auf. Zunächst arbeitete sie jedoch als Arzthelferin und veröffentlichte erste Kurzromane in verschiedenen Wochenzeitschriften sowie diverse Romanserien. Seit 2000 ist Carrie MacAlistair hauptberuflich als Autorin tätig.



Bibliographie und Rezensionen von Carrie MacAlistair findet ihr auf unserer Autorenseite 

Von Carrie MacAlistair wurden von uns bereits gelesen und rezensiert:



Euch allen noch einen schönen 4. Advent und alles Gute
katzen-0021.png von 123gif.de
Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 6. März 2012

[Rezension] Jenny-Mai Nuyen - Rabenmond

Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 512
ISBN: 978-3-828-99756-1
Erscheinungstermin: 2009
Format: Taschenbuch
Verlag: Weltbild


Klappentext:
Wenn der Rabenmond über den Wäldern von Wynter aufsteigt, vollziehen die Herrscher des Reichs ein uraltes Ritual: Sie töten drei Tiere, um sich deren Gestalt und Kräfte anzueignen. Das Geheimnis der Verwandlung verleiht ihnen Unsterblichkeit und grenzenlose Macht.

Als Mion im Wald einen Fuchs erschießt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Zu ihrem Entsetzen verwandelt sich das Tier in einen Jungen mit bernsteinfarbenen Augen: Sie hat Lyrian angegriffen, den Sohn der Tyrannen von Wynter. Auf Mions Tat steht der Tod. Doch Lyrian verliebt sich in Mion und rettet sie. Nicht ahnend, dass das Mädchen von fremden Mächten dazu auserkoren ist, die düstere Herrschaft seiner Familie für immer zu beenden …


Rezension:
Die 15-jährige Mion lebt mit ihrer Familie in den Ruinen vor den Toren von Wynter. Sie und ihre Familie führen ein eher tristes Dasein, denn sie sind nur Menschen, die von ihren Emotionen beherrscht werden und von daher allerhöchsten den Rang von Diener bekleiden können.

Mion spielt mit ihren Freunden gerne ein Spielt, genannt "Ritus". Hierbei geht es darum, den Atem eines sterbenden Tieres einzufangen und einzuatmen, um das Tier so ein Stück auf seiner Reise in die nächste Welt zu begleiten. Bisher haben sie immer nur mit Regenwürmern, Käfern und ähnlichem dieses Spiel gespielt, doch nun soll es ein größeres Tier sein. Im Wald trifft Mion mit ihren Freunden auf einen Fuchs, den sie erlegt. Doch als sie nach dem verletzten Tier schauen will, findet sie einen unbekleideten Jungen vor. Ihr ist sofort klar: Er ist ein Drache! und damit ihr Leben so gut wie verwirkt, denn wer einen Drachen verletzt oder gar tötet, ist des Todes. Denn die Drachen, die weder durch Emotionen noch durch sonstige Nebensächlichkeiten beherrscht werden, sind auf Grund ihrer emotionsfreien Intelligenz die Herrscher Wynters.

Mion und ihre Freunde ergreifen die Flucht und der Junge kehrt in den Palast von Wynter zurück. Es handelt sich bei ihm um Lyrian, den Thronfolger des Drachenreiches. Als er berichtet, was geschehen ist, werden umgehend Sphinxen ausgesandt, um die Übeltäter gefangen zu nehmen. Mion währt sich in Sicherheit, sicher hat der Junge sie nicht erkannt, doch ihr Freund Saffa, der ebenfalls mit im Wald war, verrät sie als Schützin und unterzeichnet damit ihr Todesurteil. Mion wird nach Wynter gebracht, in ein Verlies gesteckt und wartet auf ihre Hinrichtung. Doch dann taucht mitten im Verlies der Künstler Jagu auf und rettet ihr das Leben.

Lyrian hingegen kann das Mädchen aus dem Wald nicht vergessen. Er sendet eine Dienerin aus, um das Mädchen zu retten, doch sie kommt zu spät. In der Grube liegt bereits eine weibliche Leiche mit ihrem Namen.

Mion hingegen wird von Jagu in seinem Haus als neuer Lehrling angenommen. Doch sein Plan ist es nicht, sie als Lehrling auszubilden. Sie soll das Geheimnis der Drachen aufdecken, dass sie verbergen, um ihre Herrschaft zu sichern.


Rabenmond erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die dazu ausersehen ist, eine Welt zu ändern. Der Plot ist an sich gut ausgearbeitet, wenn auch leicht vorhersehbar und auch der Schreibstil war, zu meinem Bedauern, nicht wirklich spannend. Wirkliche Höhen und Tiefen kamen beim Lesen bei mir leider nicht auf. Die Figur der Mion war mir anfangs sehr sympathisch, jedoch änderte sich das immer mehr, so wie sie sich veränderte um zum Schluss muss ich wirklich sagen: Ich kann die Figur der Mion keinen Deut mehr leiden - sie ist mir zuwider. Die Figur des Lyrian kam bereits von Anfang an recht schwach vor und dieser Eindruck hat sich bis zum Ende nicht gelegt. Bei diesem Buch handelt es sich um das erste, was ich von der Autorin gelesen habe. Ich habe noch ein ungelesenes Buch im Schrank stehen, aber bis ich das zur Hand nehme, wird es wohl noch etwas dauern, zu enttäuscht bin ich von diesem Buch, dass meinen Erwartungen nicht gerecht wurde.

Bewertung


Die Autorin:
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Seit ihrem literarischen Debüt Nijura – Das Erbe der Elfenkrone wird sie als eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre gefeiert. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Die Autorin wurde mir empfohlen und als ich beim Online-Bücher-Shoppen das Buch entdeckte, landete es sofort in meinem Einkaufskorb. Erstaunlicherweise hat das Buch jetzt fast ein Jahr bei mir geSuBt - als hätte ich geahnt, warum.



Sonntag, 9. Oktober 2011

[Rezension] Carrie MacAlistair - Kuss der Unendlichkeit



















Buchcovertext: 
Die Fotografin Catherine ist in Schottland unterwegs, um Aufnahmen der schönsten Schlösser und Burgen zu machen, als ein Unwetter sie zum Aufenthalt in Camshron Castle zwingt. Der Schlossherr Lord Daniel irritiert und fasziniert sie zugleich. Er ist die Eleganz in Person - und geradezu unheimlich schön. Bald muss Catherine sich eingestehen, dass sie sich Hals über Kopf in ihn verliebt hat. Doch dann erkennt sie: Lord Daniel ist kein gewöhnlicher Mann, er ist ein Vampir. Hat er es nur auf ihr Blut abgesehen, oder darf sie hoffen, dass er ihre Gefühle erwidert?


Zum Buch: 
Als die Fotografin Catherine Page den Auftrag angeboten bekommt, Schlösser und Burgen in Großbritannien zu fotografieren, ist sie sofort Feuer und Flamme. Ihre ausgewählten Objekte führen sie über die ganze Insel, als letztes hat sie sich eine Burg in Schottland ausgesucht. Ihre Vermieterin, mit der sie sich gut verstand, versuchte Catherine davon abzubringen, nach Schottland zu gehen, da es dort allerlei Gestalten, wie Vampire, gibt, aber darauf gibt Catherine nichts.
Bei ihrer letzten Station angekommen, die weit weg von allen Hauptstraßen liegt, ist sie von der Burg bezaubert. Auf Nachfrage beim Butler wird ihr auch gestattet, den Innenhof der Burg zu fotografieren. Als sie den Rückweg antreten will, bricht ein Unwetter herein und zu allem Unglück versagt ihr Auto nicht weit von der Burg. Handyempfang ist auch nicht gegeben, so dass sie wohl oder übel zurück zur Burg gehen muss, um dort zu telefonieren. Da der gesamte Telefonverkehr bei dem Unwetter gestört ist, lädt der Butler sie ein, dort zu übernachten. Sie nimmt die Einladung gern an und hofft, am nächsten Tag mittels Autowerkstatt ihr Auto wieder in Gang zu bekommen.
Beim Abendessen lernt sie Lord Daniel, den Eigentümer der Burg kennen und ist fasziniert von ihm und seiner Schönheit.
Wetterbedingt muss Catherine länger in der Burg verweilen als geplant. Bei dem abendlichen Zusammentreffen mit dem Lord verliebt sich Catherine in ihn. 
Da er nicht viel von sich preis gibt, fragt sich Catherine, wer er wohl sei und vor allem, was verbindet ihn mit der schweigsamen, arroganten und wütenden Giselle?
Sie versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.


Meine Meinung:
Carrie MacAlistair ist nach ihrer Highlandsaga zwar örtlich in Schottland geblieben, aber thematisch hat sie sich verändert, sie ist unter die Vampire gegangen.
Der Leser kann mitverfolgen, wie sich Catherine zu Lord Daniel hingezogen fühlt. Aber hat ihre Liebe eine Chance, er ist ein Vampir und sie ein Mensch?
Trotz einiger Längen hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen, zumal die Spannung am Ende noch einmal angezogen wird.
Ein schönes Buch zum Abschalten.


Bewertung: Note 2

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 30. August 2011

[Rezension] Carrie MacAlistair - Die schottische Wildrose







Klappentext:
Schottland, 1719: Der MacMurray-Clan wird von einem schrecklichen Unglück erschüttert, denn der Clanführer und sein Sohn werden bei einem Streit getötet. Mutig erklärt sich die schöne Caitlin bereit, den Clan zu führen, bis ihr jüngster Bruder alt genug dafür ist. Nicht jeder akzeptiert sie sofort als weibliches Oberhaupt. Doch sie scheint einen Schutzengel zu haben, denn in besonders gefährlichen Situationen kommt ihr ein mysteriöser Highlander zu Hilfe...


Zum Buch:
Caitlin, die einzige Tochter des Clanoberhauptes Hugh MacMurray wächst, sehr zum Leidwesen ihrer Mutter, zusammen mit ihren beiden Brüdern wie ein Junge auf. Sie lernt den Umgang mit dem Schwert und dieses beherrscht sie genauso gut wie ihr älterster Bruder. Sie hält sich viel bei ihrem Vater auf, da ihr die Männer- und Clangeschichten lieber sind, als mit ihrer Mutter zusammen Handarbeiten zu fertigen.
Als durch einen Unfall ihr Vater und großer Bruder ums Leben kommen, ihr jüngerer Bruder noch zu jung ist, ernennt sie sich selbst als Clanoberhaupt.
Nicht jeder vom Clan steht hinter ihr, von einigen wird sie sogar belächelt.Durch ihre Taten jedoch erwirbt sie sich die Achtung ihres eigenen Clans und die Männer und Familien stehen letztendlich hinter ihr.
Sie versteckt sich auch nicht, wenn es heißt, eine schwierige Situation zu meistern. Dabei kam sie einige Male selber in Not, aus der sie nur mit Hilfe eines ihr unbekannten Fremden lebend herauskam. Er tauchte plötzlich aus dem Nichts aus, rettete ihr Leben und verschwand wieder. 
Niemand kennt diesen Fremden und Caitlin beginnt nach ihm Ausschau zu halten, hat er doch auch schon ihr Herz berührt.
Als sie ihn jedoch endlich findet, ist sie mehr als überrascht und kann ihr Glück nicht fassen. Sie betreibt Nachforschungen und fragt sich, was für ein falsches Spiel er mit ihr spielt....

Meine Meinung:
Das ist wieder ein Roman von Carrie MacAlistair, der in Schottland in der Zeit vor der großen Schlacht in Culloden spielt. Die Schotten sind dem englischen König untertan und wurden vieler ihrer Rechte beraubt. Das Leben der Highlander unter der Knute der Engländer wurde von Carrie MacAlistair sehr gut recherchiert. 
Als Leser haben wir Teil an der Entwicklung der Protagonistin Caitlin von dem unbeschwerten und wissbegierigen Mädchen zu einer verantwortungsbewussten und reifen Frau, die vielen Familien als Clanoberhaupt vorsteht. Eine sympatische Frau, die auch für ihren Clan auf das eigene Glück verzichten würde.
Wer gern Highlanderromane mit Herz und Liebe liest, sollte dieses Buch lesen.

Bewertung: Note 1

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 9. August 2011

[Rezension] Carrie MacAlistair - Die Rache des Highlanders (Teil 4 der Highlanderreihe)



Klappentext:
Nachdem 1773 endlich die Doppelhochzeit von Mairi und Michael sowie Laird Domhnall und Marion Harrsi stattfinden konnte, bringt Joan nach einer schwierigen zweiten Schwangerschaft ein Mädchen zur Welt. Anschließend erkrankt sie jedoch sehr schwer und alle angewandten medizinischen Mittel zeigen keine Wirklung. Somit bleibt nur noch ein letzter Hoffnungsschimmer: Joan muss - obwohl sie mittlerweile nicht mehr bei Bewusstsein ist - eine weitere Zeitreise ins 21. Jahrhundert unternehmen...
Und trotzdem Ewan vor Sorge um seine kranke Frau fast von Sinnen ist, muss er sich währenddessen den hinterhältigen Anschlägen seines Erzfeindes Robert Milford stellen.
Wird es für Joan und Ewan je wieder ein gemeinsames Glück geben?

Zum Inhalt:
Endlich tritt Normalität ein, Mairi und Michael haben geheiratet genauso wie Ewans Vater die Mutter von Joan geheiratet hat. Joan erwartet inzwischen ihr zweites Kind, jedoch steht die Schwangerschaft unter keinem guten Stern. Ihr geht es schlecht, sie ist geschwächt und hat keine Kraft. Sie sieht der Entbindung bangen Herzens in diesem Jahrhundert entgegen. Hier gibt es keine Ärzte, die ihr im Notfall beistehen können.
Als es dann endlich zur Geburt kommt, nimmt sie nur noch wahr, dass sie das Kind zur Welt gebracht hat und sie hörte den ersten Schrei, dann sank sie vor Erschöpfung ins Koma.
Als sie aus diesem drei Wochen später erwacht, befindet sie sich nicht in ihrer gewohnten Umgebung sondern im Jahr 2006. Ihre Mutter Marion, Ewan, Mairi und Robin haben beschlossen, sie mit Hilfe ihrer Urahnin Ceana ins 21. Jahrhundert zu schicken, in der Hoffnung, dass sie dort geheilt wird und dann den Weg zu ihnen zurück findet.
Joan wird in diesem Jahrhundert zwar wieder geheilt, steht jetzt aber vor der unlöslichen Aufgabe nachzuweisen, was denn mit dem Kind geschehen ist, dass sie kürzlich zur Welt brachte. In ihrer Not erinnert sie sich an ihren ehemaligen Chef und Freund Ted und bittet ihn um Hilfe, nachdem sie ihm erzählt hat, dass sie aus der Vergangenheit kommt und dort wieder zurück will. Ted kann nicht glauben, was er hört...

Ewan, der in der Vergangenheit verblieben ist, vermisst Joan. Ein banges Warten begleitet sie, denn sie wissen nicht, ob Joan es in die Zukunft geschafft hat, ob sie tot ist oder ob sie irgendwo zwischen den Zeiten hängen geblieben ist. Seinem Vater haben sie vorgeschwindelt, dass sie Joan zu einem Wunderheiler gebracht haben, der ihr helfen soll.
Dieser wird nach ein paar Tagen misstrauisch und will sich den Heiler selbst ansehen. Ewan fühlt sich in die Enge getrieben und gibt zu, dass Joan nicht bei einem Heiler ist und dass es ein Geheimnis gibt, das auch Marion und Robin betrifft. Sie müssen ihm sagen, dass sie Zeitreisende sind, aber wie wird der abergläubische und an Hexen glaubende Mann das aufnehmen? Wird er die Zeitreisenden einsperren oder gar töten? ...
Ewan trifft auf ein noch größeres Problem. Sein alter Feind und Widersacher Milford tritt wieder in sein Leben und will sich für die Schmach, die er durch Ewan erlitten hat, rächen. Er entführt Mairi und setzt sie als Druckmittel gegen Ewan ein. Er lockt ihn in eine Falle...

Meine Meinung:
Carrie MacAlistair ist mit dem 4. Band wieder eine fantastische Fortsetzung der Highlanderreihe gelungen. 
Man fühlt sich den beiden Protagonisten nahe, man lebt und bangt mit ihnen. Beim Lesen spürt man das starke Band, das beide miteinander verbindet. Sie können nicht mehr ohne einander.
Auch der Konflikt, der sich in Ewans Vater ausbreitet, als er von den Zeitreisen hört und vor allem, dass seine Frau Marion auch eine von ihnen ist, wird gefühlvoll beschrieben. Marion leidet unter der Tatsache, dass sie nicht weiß, wie ihr Mann jetzt zu ihr steht, als er die Wahrheit erfahren hat. Ihre Gewissenskonflikte kann man gut miterleben.

Das Ende des Buches schreit förmlich nach einem 5. Teil, jetzt wo auch Ewans Vater weiß, wie die kommende Schlacht in Culloden ausgehen wird. Ich wüsste schon ganz gern, wie er es umgeht, dass sein Clan an den schrecklichen Kämpfen teilnimmt und sein Leben dort lässt.

Wer die anderen 3 Teile der Highlanderreihe gelesen hat, kommt auch um diesen 4. nicht herum.
Ich kann es guten Gewissens weiterempfehlen.

Bewertung: Note 1

An dieser Stelle möchte ich mich noch ganz herzlich bei Hanna bedanken, der ich es zu verdanken habe, dass ich diesen 4. Teil überhaupt lesen konnte, denn er war käuflich nur noch zu echten Wucherpreisen zu bekommen. Sie schenkte ihn mir völlig selbstlos, worüber ich mich tierisch gefreut habe. Vielen vielen Dank.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt