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Mittwoch, 9. Oktober 2013

[Rezension] Haruki Murakami - Schlaf


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 78
ISBN: 978-3-832-16136-1
Erscheinungstermin: 5. Oktober 2010
Format:
Broschier
Verlag: DuMont


Klappentext gem. DuMont:
»Es ist der siebzehnte Tag ohne Schlaf.« So beginnt Haruki Murakamis Erzählung von einer Frau, die nachts kein Auge mehr zumacht. Aber es fühlt sich anders an als die quälende Schlaflosigkeit, die sie als Studentin erlebt hat: Jetzt ist sie auf zauberhafte Weise nicht mehr müde. »Ich kann einfach nicht schlafen. Noch nicht einmal ein Nickerchen.« Spätabends, wenn ihr Mann und ihr Sohn im Bett liegen, beginnt sie ein zweites Leben, und die Nächte sind bei Weitem aufregender als ihre gleichförmigen Tage – aber auch gefährlicher. Die Illustratorin Kat Menschik hat den Zauber von Murakamis Erzählung in traumgleiche Bilder gebracht. Auch deshalb ist dieser durchgehend in Duotone (Nachtblau/Silber) gedruckte Band ein guter Grund, nachts wach zu bleiben.


Rezension:
Sie ist 30 Jahre alt, mit einem erfolgreichen Zahnarzt verheiratet und hat einen Sohn, der bereits die Grundschule besucht. Sie selbst geht nicht arbeiten, versorgt aber Haushalt und Familie und: Sie kann nicht schlafen. Seit sie aus einem Alptraum aufgewacht ist, kann sie seit 17 Tagen nicht mehr schlafen.

Dafür liest sie, nachts und tagsüber. Sie hatte schon einmal Schlafstörungen, zu Zeiten, als sie noch Studentin war, aber im Gegensatz zu damals, hat sie keine Erschöpfungs- oder Ermüdungserscheinungen, sie fühlt sich gut und voller Energie und verschlingt ein Buch nach dem anderen.


Viel Zeit für sich - wenn man nicht schlafen kann! Der Plot wurde recht oberflächlich gestaltet. Okay, es ist eine Kurzgeschichte und dennoch, gefühlt wiederholen sich die Tage der jungen Frau, die nicht schlafen kann, hier wird wenig Abwechslung geboten. Die Protagonistin bleibt recht farblos, ja man erfährt noch nicht einmal ihren Namen, sondern nur Teile ihrer Vergangenheit und wie sie ihre Tage ohne Schlaf rumbringt. Den Schreibstil empfand ich als recht angenehm zu lesen, wobei ich Murakamis Schreibstil ehr sehr schön finde. Ein Highlight in dem Buch sind die Zeichnungen, die den jeweiligen Szenen angepasst sind.

Bewertung

Von Haruki Murakami bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor:
Haruki Murakamis Karriere begann 1974 an einem warmen Frühlingstag: Während eines Baseballspiels kam ihm die Inspiration zu seinem ersten Roman. Es war der Start einer beeindruckenden literarischen Laufbahn des 1949 in Kyoto geborenen Autors. Nach seinem Abschluss an der Waseda-Universität in Tokio betrieb er zunächst eine kleine Jazzbar. Später verbrachte er mehrere Jahre als freier Schriftsteller und Dozent in Princeton, USA. Murakamis Leidenschaft für die Literatur kennt, im wahrsten Sinne des Wortes, keine Grenzen - übersetzt er doch auch berühmte Kollegen wie John Irving ins Japanische. (übernommen von amazon)

Zur Homepage der Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Dieses Buch habe ich mir im Rahmen einer Challenge besorgt.

Dienstag, 8. Januar 2013

[Rezension] Sara Gruen - Wasser für die Elefanten


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 399
ISBN: 978-3-832-18026-3
Erscheinungstermin: 21. Februar 2008
Format:
Hardcover
Verlag: DuMont

Klappentext: gem. DuMont:
Letztes Jahr in Chicago: Der über 90-jährige Jacob Jankowski beobachtet, wie ein Zirkus seine Zelte aufschlägt. In ihm werden Erinnerungen an eine Zeit wach, die die beste und die schlimmste seines Lebens war … Siebzig Jahre zuvor: Jacob steht nach dem Unfalltod seiner Eltern vor dem Nichts. Verzweifelt springt er auf irgendeinen Zug auf – und landet bei Benzinis spektakulärster Show der Welt, einem drittklassigen Wanderzirkus. Unter Artisten, menschlichen Kuriositäten, den überall hinter den Kulissen schuftenden Arbeitern und den wunderbaren Tieren der Menagerie findet Jacob rasch Freunde. Und bald verliert er auch sein Herz: an die zauberhafte Dressurreiterin Marlena – und fast gleichermaßen an Rosie, eine reizende, verfressene Elefantendame, die hartnäckig jedes Kunststück verweigert. Leider ist Rosies Sturheit in den Hungerzeiten der Großen Depression ein echtes Problem – wenn auch kein so großes wie Marlenas gefährlich eifersüchtiger Ehemann. Letztes Jahr in Chicago: Ein sehr alter Mann beschließt, noch einmal in den Zirkus zu gehen – und ein neues Abenteuer beginnt …


Rezension:
Der 93-jährige Jacob Jankowski lebt in einem Altersheim. In dieses wurde er von seinen Kindern untergebracht, nachdem seine Frau starb und er selbst sich bei einem Sturz die Hüfte brach. Geistig ist er noch voll auf der Höhe, nur sein Körper spielt nicht mehr so mit, wie er es gern hätte. In dem Heim ist ein Tag wie der andere. Doch eines Tages wird in Sichtweite ein Zirkus aufgebaut und Jacob erinnert sich an seine Vergangenheit, denn er selbst ist jahrelang mit einem Zirkus durch Amerika gereist.

Bis zu seinem 23. Lebensjahr führte Jacob ein sehr behütetes Leben. Als einziges Kind seiner Eltern hatte er eine glückliche Kindheit und es stand für ihn nie zur Debatte, dass er einen anderen Beruf ergreifen wollte als sein Vater: Veterinär. Auf der Universität läuft es, trotz Wirtschaftskrise, sehr gut für ihn, die Studiengebühren sind gezahlt und es fehlt nur noch eine Prüfung zu seinem Abschluss. Es ist das schicksalhafte Jahr 1931, das sein Leben für immer verändern soll. Kurz vor der Abschlussprüfung sterben Jacobs Eltern bei einem Autounfall und Jacob steht völlig mittellos da, denn seine Eltern konnten ihm, wider erwartend nichts hinterlassen. Sein Elternhaus und die Praxis seines Vaters sind an eine Bank verloren, bei der die Hypothek für seine Studiengebühren lief. Jacob, der nicht weiß, wo er hin soll und was er mit dem Rest seines Lebens anfangen soll, springt einfach auf einen vorbeifahrenden Zug.

Dass es sich bei dem Zug um einen fahrenden Zirkus handelt, merkt Jacob recht schnell. Mit Hilfe von Camel, der sich in jenem bewussten Waggon aufhält, bekommt er tatsächlich Arbeit als Tierarzt beim Zirkus. Jetzt betritt Jacob eine ihm neue und völlig unbekannte Welt. Schnell lebt er sich ein und merkt, wer seine Freunde und Verbündeten sind und wem er aus dem Weg gehen muss, um ein ruhiges Leben beim Zirkus zu führen. Bereits am ersten Tag sieht er Marlena, eine Artistin und verliebt sich auf den ersten Blick in sie. Marlena ist verheiratet und was das bedeutet, eröffnet sich Jacob schneller, als ihm lieb ist. Und dennoch, er kann Marlena nicht fern bleiben und auch sie scheint, obwohl sie verheiratet ist, ihm gegenüber Gefühle zu hegen. Doch kann das gut gehen, zwei Liebende, die nicht sein dürfen auf so engem Raum? Können sie ihre Gefühle gegenüber den anderen verbergen und was passiert, wenn Marlenas Ehemann davon erfährt?


Was für eine ergreifende Geschichte! Der Plot wurde sehr detailliert und gefühlvoll erarbeitet, ich war einfach nur hingerissen. Besonders gut haben mir die fließenden Übergänge von Gegenwart und Vergangenheit gefallen, sie waren gleitend, nicht abrupt, wie es häufig der Fall ist. Die Figuren wurden allesamt facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, ich war von jeder einzelnen, ob gut oder böse fasziniert und begeistert. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am Stück gelesen habe - es hatte mich einfach gepackt und nicht mehr losgelassen. Hier hat mir besonders gut gefallen, dass das Buch ausschließlich aus der Sicht Jacobs erzählt wird. Ich musste mich hier nicht auf irgendwelche anderen Sichtweisen einstellen, sondern konnte einfach in die Geschichte eintauchen und mit ihr schwimmen. Abschließend kann ich sagen, dass es sich hier um ein sehr einfühlsames Buch handelt, dass mir wundervolle Lesestunden bereitet hat und von dem ich mir vorstellen könnte, es durchaus noch einmal zu lesen.

Bewertung

Die Autorin:
Sara Gruen schrieb vor „Wasser für die Elefanten" (DuMont 2008) zwei Jugendromane. Sie lebt mit ihrem Mann, drei Kindern, vier Katzen, zwei Ziegen, zwei Hunden und einem Pferd in North Carolina. Derzeit arbeitet sie an ihrem vierten Roman. (Text von DuMont)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:

Bei meinem letzten Büchreibesuch entdeckte ich dieses Buch im Regal und da es bereits vorab mein Interesse geweckt hatte und mich auch spontan noch der Klappentext überzeugt hat, wurde es spontan entliehen.

Freitag, 23. März 2012

[Rezension] Haruki Murakami - 1Q84 (Buch 3)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 575
ISBN: 978-3-832-19588-5
Erscheinungstermin: 7. Oktober 2011 (1. Auflage)
Format: Hardcover
Verlag: Dumont


Klappentext:
Als Tengo seinen komatösen Vater im Krankenhaus besuchen will, findet er in dessen Krankenbett eine ›Puppe aus Luft‹ vor, die ein Abbild Aomames als junges Mädchen in sich birgt. Er greift nach ihrer Hand, und eine unsichtbare Verbindung entsteht. Fortan wartet Tengo darauf, der Puppe nochmals zu begegnen, doch vergebens. War das Signal nicht stark genug, um die zwischen Leben und Tod schwankende Aomame zu retten? Unterdessen setzt die gefährliche Sekte alles daran, um den Mord an ihrem ›Leader‹ aufzuklären. Aomames Spur wird von einem so unheimlichen wie unangenehmen Agenten aufgenommen. Er ermittelt mit tödlicher Präzision, doch schließlich bringt er mehr in Erfahrung, als gut für ihn ist …

Rezension:
Buch 3 beginnt direkt im Anschluss an Buch 2! Wer Buch 1 und Buch 2 nicht gelesen hat, dies aber noch vorhat, sollte hier nicht weiterlesen!

Tengo und Aomame befinden sich immer noch im Jahr 1Q84 und sind nach wie vor auf der Suche nach einander. Tengo hat ihm Bett seines sterbenden Vaters eine "Puppe aus Luft" mit dem Abbild Aomames gesehen. Er beschließt, einige Zeit bei dem alten Mann zu verweilen, vielleicht erscheint die "Puppe" erneut und gibt ihm einen Hinweis darauf, wo sich Aomame aufhält. In dieser Zeit versucht Tengo sich derweil mit seinem komatösen Vater auszusöhnen.

Aomame hingegeben hält sich vor den Mitgliedern der Sekte, deren "Leader" sie getötet hat, versteckt. Sie weiß, dass diese Menschen Vergeltung geschworen haben, denn sie hat ihr Sprachrohr zu den Stimmen bzw. Little People umgebracht. Nach wie vor stehen ihr Tamaru und die alter Dame hilfreich zur Seite, doch die Zeit drängt. Es ist Mitte September und Aomame soll so schnell wie möglich endgültig untertauchen, um ihr Leben zu retten. Doch diese will zuerst Tengo finden und beschließt, bis zum Ende des Jahres in ihrem Versteck auszuharren, in der Hoffnung, dass Tengo, der sich ganz in der Nähe aufhalten muss, sie findet.

Derweil gibt es noch einen weiteren Mitspieler in dieser Welt: Ushikawa, ein ehemaliger Anwalt und mittlerweile "Mädchen für alles" in der Unterwelt. Dieser wird von den Mitgliedern der Sekte beauftragt, Aomame zu finden, damit sie ihrer gerechten Strafe zugeführt werden kann. Und Ushikawa ist gut, er schafft es tatsächlich, Aomame nach und nach auf die Spur zu kommen, indem er mit dem Anfang ihres Lebens beginnt.

Wir Aomame es schaffen, ihren Häschern zu entkommen und Tengo zu finden, oder ist Ushikawa ihr bereits einen Schritt zu nahe gekommen?


Ein würdiger Abschluss dieses fantastischen Epos! Der Plot ist, wie bereits in Buch 1 und 2, sehr gut und auch sehr detailreich ausgearbeitet. Dieses Mal wird die Geschichte wie gewohnt aus der Sicht Aomames und Tengos berichtet. Hinzugekommen ist die Sichtweise Ushikawas, der einiges an Hintergrundinformationen aufweist. Nach wie vor bin ich begeistert über diesen bild- und wortgewaltigen Schreibstil, der mich alles um mich herum vergessen ließ. Die Protagonisten wurden wieder mit sehr viel Tiefe und Wärme in Szene gesetzt. Hier fand ich sehr schön die Gedanken der jeweiligen Handelnden dargestellt, an denen der Autor mich hat teilhaben lassen. Bedauerlicherweise empfand ich das Ende doch etwas arg erzwungen bzw. vorhersehbar, sodass sich hier leider nicht restlos überzeugt bin. Dennoch kann ich abschließend sagen, dass mir dieses Buch sehr schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung


Der Autor:
Haruki Murakami wurde 1949 in Kyoto, Japan geboren und wuchs in Kobe auf. Nach abgeschlossenem Studium verließ er 1975 die Waseda-Universität in Tokio, wo er anschließend sieben Jahre lang Eigentümer einer kleinen Jazz-Bar war.

Zur Homepage der Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Nachdem mich ja bereits Buch 1 und 2 wahnsinnig begeistert zurück gelassen haben, bin ich immer wieder in die Bücherei gegangen, um zu schauen, ob dieses Buch endlich zum Entleihen ausliegt. Vorbestellen wollte ich es nicht, ich wollte es dem Zufall überlassen, wann ich es lese und beim letzten Büchereibesuch war es so weit. Ganz unschuldig stand es im Regal und wurde trotzdem entdeckt und umgehend entliehen.


Donnerstag, 5. Januar 2012

[Rezension] Brian McGilloway - (Devlin 01) Borderlands




Leseprobe 


Eckdaten: 
Taschenbuch: 288 Seiten 
Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Auflage: 1 (15. April 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3832161120 
ISBN-13: 978-3832161125 
Originaltitel: Borderlands 
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,2 cm


Buchcovertext:
Während ein Schneesturm die Grenze zwischen Nord- und Südirland verschwinden lässt, verwischen vor Inspektor Benedict Devlins ausgen die Grenzen zwischen Recht und Unrecht, zwischen Rache und Gerechtigkeit. Ein schwerer Fall wartet auf den sympatischen Ermittler, denn er kennt die Familie des ersten Opfers nur allzu gut ...

Zum Buch:
Brian McGilloway ist mit diesem Roman ein wunderbarer Einstieg in die Krimireihe um Inspektor Benedict Devlins gelungen.
An der Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland, Borderlands genannt, wird die Leiche der 15-jährigen Angela Cashell gefunden. Die Ermittlungen um den Mordfall laufen. 
Als bekannt wurde, dass Angela nicht die leibliche Tochter des Vaters ist, ist er zuerst einer der Verdächtigen. Als er aber nach einer Aktion der Selbstjustiz einen Wohnwagen der Traveller (fahrendes Volk) anzündet und daraufhin in Haft kommt und ein weiterer Mord geschieht, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.
Während dieser stösst Inspektor Devlin auf einen alten Fall einer Frau, die verschwunden ist und nie wieder auftauchte. Gibt es zwischen diesem Fall und den aktuellen Morden eventuell einen Zusammenhang? ...

Der Handlung des Romans spielt in der Zeit vom 21.12. - 31.12., was dem Leser bei dem Mord an Kindern besonders hart aufstösst, zumindest war das bei mir so.
Inspektor Devlin ist ein ausgesprochen sympatischer Ermittler und auch Familienvater. Seine Ermittlungen folgen einer klaren Linie, sind glaubhaft und nachvollziehbar. Besonders gut dargestellt ist die kooperierende Zusammenarbeit der An Garda der Republik Irland und der Police Service of Northern Ireland. Die Handlung ist spannend und legt zum Ende noch einmal an Tempo zu.
Ein gelungender Roman, der an keiner Stelle langweilig wirkt und der neugierig auf den Folgeband macht.

Bewertung: Note 1

Zum Autor:
(übernommen vom Dumont-Verlag)
Brian McGilloway wurde 1974 in Derry in Nordirland geboren und unterrichtet dort Englisch am St Columb’s College. Er lebt mit Frau und zwei Söhnen ganz nahe der Borderlands. Bisher erschienen im DuMont Buchverlag ›Eine Leiche macht noch keinen Sommer‹ (2010) und als Taschenbuch der erste Teil der Krimiserie um Inspector Benedict Devlin: ›Borderlands‹ (2010).
Weiter Infos findet ihr HIER


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 14. Juni 2011

[Rezension] Haruki Murakami - 1Q84 (Buch 1 und 2)


Klappentext:
1984. Aomame hat zwei verschieden große Ohren. Beim Rendezvous mit einem reichen Ölhändler zückt sie eine Nadel und ersticht ihn – ein Auftragsmord, um altes Unrecht zu sühnen. Tengo ist Hobby-Schriftsteller. Er soll einen Roman der exzentrischen 17-jährigen Fukaeri überarbeiten, damit sie einen Literaturpreis bekommt. Der Text ist äußerst originell, aber schlecht geschrieben – ein riskanter Auftrag. Aomame wundert sich, warum die Nachrichten ihren Mord nicht melden. Ist sie in eine Parallelwelt geraten? Um diese Sphäre vom gewöhnlichen Leben im Jahr 1984 zu unterscheiden, gibt Aomame der neuen, unheimlichen Welt den Namen 1Q84.


Rezension:
Aomame ist 29 Jahre alt und arbeitet in einem Fitness-Studio. Doch gerade jetzt steckt sie im Stau zu einem ganz anderen Termin. Denn Aomame ist auf einer Mission: Sie sühnt begannenes Unrecht. Doch nach und nach bemerkt sie kleine Veränderungen in der ihr bekannten Welt, sei es die Uniformen von Polizisten, die plötzlich anders aussehen oder an bestimmte Ereignisse, von denen sie nichts weis. Sie beginnt zu forschen und kommt zu der Erkenntnis: Sie ist nicht mehr in ihrer Welt im Jahr 1984, sondern in einer ähnlichen, die sie 1Q84 nennt. Bis sie einen Weg zurückfindet, lernt sie, sich in dieser Welt anzupassen.

Dann ist da noch Tengo. Er ist Mathematiklehrer und Hobby-Schriftsteller. Er hat Talent, jedoch noch nichts eigenes veröffentlicht. Ein Verleger bittet ihn ein Buch zu überarbeiten, damit dieses die Chance hat, einen Literaturpreis zu gewinnen - und tatsächlich. Das Buch gewinnt den Preis und wird zum Bestseller.

Doch dieser Bestseller, der eine fantastische Geschichte erzählt, ist realer als vorerst angenommen und durch die Veröffentlichung schweben sowohl Aomame, wie auch Tengo in höchster Gefahr ...


Was für ein Buch, noch immer bin ich sprachlos. Dieses Buch, ja dieser Schreibstil hat mich so gepackt und nicht mehr losgelassen. Die sprachliche Gestaltung ist derart mitreißend, wortgewaltig und auch bildgewaltig, so etwas habe ich lange nicht mehr erlebt. Ich konnte mir wirklich jede Szene dieses Buches haargenau bildlich vorstellen - einfach Wahnsinn. Auch die Protagonisten dieses Buches sind sehr detailliert dargestellt, ohne dass es übertrieben oder es langweilig wird. Der 3. und letzte Band erscheint am 12.10.2011 und ich weiß: Den muss ich lesen.

Bewertung: Note 1+

Der Autor:
Haruki Murakami wurde 1949 in Kyoto, Japan geboren und wuchs in Kobe auf. Nach abgeschlossenem Studium verließ er 1975 die Waseda-Universität in Tokio, wo er anschließend sieben Jahre lang Eigentümer einer kleinen Jazz-Bar war.

Mehr zu dem Autoren erfahrt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Irgendwo im www habe ich etwas über dieses Buch gelesen was mich veranlasst hat, es auf meine Wunschliste zu packen. Als ich die Tage in der Bibliothek war (wohlgemerkt, nur um zu schauen, ob sich eine Anmeldung lohnen würde), sah ich es bei den Bestellern und habe mich prompt anmeldet und das Buch mitgenommen.