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Samstag, 25. Februar 2017

[Rezension] Larissa Schwarz - Tiffany, der katz-normale Wahnsinn



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 164 Seiten
Verlag: TWENTYSIX; Auflage: 2 (7. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3740724838
ISBN-13: 978-3740724832
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 0,9 x 20,3 cm

Inhalt gem. Amazon:
Julietta spricht mit ihrer Katze. So weit, so normal. Bis Tiffany eines Tages antwortet. Kaum haben die beiden den Schock überwunden, findet sich ein Dorn im Katzenauge: Leander, Frauchens potentieller neuer Fußwärmer. Ganz Feuerwehrmann hat er zwar schon mal eine Katze aus einem Baum gerettet, rechnet aber nicht mit Tiffanys Eigensinn. Denn Ihre Feline Hoheit sieht ihren Thron in Gefahr und die Krone wackeln. Also scheut sie weder Krallen noch Mühen, um ihr Königreich zu verteidigen.
Der katz-normale Wahnsinn bricht aus und stellt Juli vor die Wahl: Er oder ich.

Zum Buch:
Katzenbesitzer kennen das. Katzen miauen, kratzen, schmollen, ignorieren ihr Personal. Warum sie das tun, bleibt meist ungewiss.
Genau so hält auch Juli es, sie redet mit ihrer Katze Tiffany. Wenn Tiffany Hunger hat, gibt sie es laut und deutlich zum besten, meist versteht Juli das auch und reagiert, aber alles andere? Was will sie, womit ist sie nun wieder nicht einverstanden? Fragen, die niemand beantworten kann, oder doch?

Eines Tages, Juli redet wieder mit Tiffany, antwortet diese ihr. Es ist nicht erkennbar, wer von den beiden sich mehr erschreckt hat.
Nachdem sich beide an den Gedanken gewöhnt haben, merken sie, wie positiv das alles sein kann. Vor allem Tiffany scheut sich absolut nicht, ihrem Personal mitzuteilen, was ihr alles nicht gefällt und was geändert werden könnte.
Das fängt ganz harmlos mit der Lieblingssorte des Fresschens an und hört mit dem gewünschten neuen Schlafplatz noch lange nicht auf.

Es könnte ja alles so schön sein, wenn Juli nicht Leander kennengelernt hätte. Tiffany gefällt es so gar nicht, dass da jemand auf der Couch sitzt, der zwar nett ist, der ihr aber ihre Position bei Juli streitig machen will.
Juli widerum weiß nicht so recht, wie sie die Tatsache Leander gegenüber ansprechen soll, dass sie mit Tiffany redet. Was sollte er von ihr denken? Wird er sie für völlig durchgeknallt halten?
Irgendwann dann stellt auch Tiffany Juli vor die Wahl, er oder sie, wie soll sich Juli entscheiden?

Wie gern würde ich als Katzenbesitzer wissen, was genau meine Fellnasen wollen. Es wäre schon ein Vorteil, wenn man sich mit ihnen verständigen könnte. Was könnte man noch tun, um es ihnen gut gehen zu lassen, welche Probleme haben sie?
Aber wie alle anderen muss auch ich alles raten oder erahnen.

Juli, die Protagonistin des Buches von Larissa Schwarz, hat das Glück, ganz urplötzlich mit ihrere Katze sprechen zu können. Das hat jedoch zur Folge, dass Tiffany Forderungen stellt, die nicht wirklich bescheiden zu nennen sind. 
Auch wenn man seine Katze liebt, muss man ihr jeden Wunsch erfüllen? Zumal diese auch nicht immer preiswert sind.

Das Buch ist unterhaltsam, humorvoll und lädt das ein oder andere mal zum schmunzeln ein. 
Es macht Spaß, Tiffany und Juli bei ihren Gesprächen zu belauschen und sich seinen Teil zu denken.
Tiffany braucht ein Spielzeug, klar. Aber die Auswahl, die sie dann trifft, ist schon ein wenig makaber und ich möchte gern unsichtbar dabei sein, wenn sie in Gegenwart von Gästen damit spielt. Da geht mein Kopfkino mit  mir durch.

Tiffany ist ein wenig zickig und bringt das auch ganz gut rüber. Juli, die ihre Katze liebt, versucht alle ihre Wünsche zu erfüllen, was nicht immer honoriert wird, aber Tiffany ist eben eine Katze und die haben bekanntlich ihren eigenen Kopf.

Ein wirklich schönes Buch, das man aufgrund der vorhandenen 157 Seiten schnell durchgelesen hat.
An dem Buch haben mit Sicherheit nicht nur Katzenliebhaber ihre Freude.


Bewertung:



Zur Autorin: 
(Text übernommen von Amazon)
Larissa Schwarz wurde am 17.05.1984 im Ruhrgebiet geboren, mit ihrer Katze Audrey lebt sie auch heute noch dort. Ihre erste Schreibmaschine war eine Olympia SM3, die sie im Alter von vier Jahren geschenkt bekam und die in ihr den Wunsch weckte, Schriftstellerin zu werden. Et voilà. 
Seit 2016 veröffentlicht die sportbegeisterte Autorin ihre Romane, denen weitergedachte Begebenheiten, erlebte Momente und herzergreifende Inventionen zu Grunde liegen.


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
Larissa Schwarz
bedanken, die mir zu Rezensionszwecken das Buch zur Verfügung gestellt hat. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 12. Dezember 2016

[Rezension] Christiane Lind - Phillips letztes Geschenk



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 186 Seiten
Verlag: Amazon Publishing (8. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1503942503
ISBN-13: 978-1503942509
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 2,5 x 12,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
"Was hat er sich nur dabei gedacht?", flüsterte Carolin, als ein schwarzes Kätzchen aus dem Transportkorb herauslugte …
Seit ihr Mann gestorben ist, verkriecht sich Carolin in ihrer Trauer und meidet alle Menschen. Überraschend erhält sie eines Tages ein Geschenk, das Phillip noch vor seinem Tod für sie ausgesucht hatte: ein Katzenjunges. Auf Samtpfoten schleicht es sich in ihr Leben und in ihr Herz – obwohl sein Freiheitsdrang sie gehörig auf Trab hält. Beim Suchen lernt Carolin ihre Nachbarn besser kennen und gewinnt langsam neuen Lebensmut. Bis zu dem Tag, als ihr Kätzchen verschwindet, und das, wo der Winter vor der Tür steht!
Ein berührender Roman über Trauer, Liebe und die Kraft der Freundschaft.

Zum Buch:
Alles was Carolin seit dem Tod ihres Mannes will, ist sich zu verkriechen. Vor der Welt, vor allem. Phillip war ihr Zuhause, ihre Festung, alles was sie wollte. 
Aber Phillip wusste, dass er sterben würde und auch, wie Carolin darunter leiden würde. Er hat dafür gesorgt, dass sie nach seinem Tod ein Geschenk erhält, das er eigens für sie ausgesucht hatte. Trotz des Versuches seiner besten Freundin Anka, ihm die Sache auszureden, blieb er dabei, er wollte Carolin nicht zu Weihnachten allein wissen.
Als Anka dann ein paar Wochen nach Phillips Tod vor ihrer Tür stand und das Geschenk in die Küche stellte, war sie entsetzt, als sie merkte, was Phillip sich für sie ausgedacht hatte. Ein kleiner schwarzer Kater kam aus einem Transportkorb und versuchte, langsam und bedächtig, die Welt um sich herum zu erkunden. Carolin, die nicht einmal mehr mit sich selbst klar kam, sollte sich um ein Katzenbaby kümmern? Das kann doch nicht Phillips Ernst gewesen sein.
Obwohl einer ihrer ersten Gedanken in die Richtung geht, ihn wieder zurückzugeben, gibt sie sich und dem namenlosen Kater eine Chance.
Die beiden gewöhnen sich langsam aneinander, doch dann ist der Kater von einem Tag auf den anderen verschwunden und niemand weiß, wo er ist...

Er ist klein, er ist schwarz, er ist ein kleiner Kater. Ohne Namen schleicht er sich langsam, aber stetig in das Herz von Carolin, die das so gar nicht will und es auch nicht zugibt. Doch er berührt etwas in ihr, sie fühlt sich letztendlich doch für ihn verantwortlich. Ihr gefällt, dass er nicht so verschmust und auf Menschen orientiert ist wie andere Katzen. Er macht sein eigenes Ding und hat seinen eigenen Kopf.
Auch wenn sie es nie zugeben würde, aber sie kann es sich ohne ihn nicht mehr vorstellen.
Was das Zusammenleben mit dem Kater aber hauptsächlich ausmacht, sie nimmt, zwar unfreiwillig, Kontakt zu anderen Menschen auf. Anka und auch ihre Nachbarn kommen ihr näher, eine Nähe, die sie nie wieder zulassen wollte.
Doch dann passiert das Unvorstellbare, der Kater verschwindet und sie weiß sich nicht mehr zu helfen. 
Nun lernt sie ihre Nachbarn und Mitmenschen richtig kennen, ob sie will oder nicht.

Carolin ist eine Einzelgängerin, die niemanden an sich heranlässt. Phillip hatte seinerzeit ihren Panzer geknackt, aber nun ist er nicht mehr da und sie zieht sich in ihr Schneckenhaus zurück. Sie findet keinen Zugang zu anderen Menschen und will ihn auch. Da diese es merken, starten diese auch keinen Versuch mehr, so dass sie mehr und mehr vereinsamt. Sie suhlt sich in ihrem Elend und muss sich doch aufraffen, als der kleine Kater bei ihr einzieht.
Carolin lernt Menschen kennen, die ihr bislang nicht fremd waren, aber hinter deren Fassade sie sich nie die Mühe gemacht hatte, zu schauen.
Sie muss feststellen, dass außerhalb ihres Schneckenhauses Menschen leben, Nachbarn, die ihr freundlich gesinnt sind. Sie tut sich schwer, aber sie lässt diese nach und nach an sich heran. Sie geht weit über ihre gestellten Grenzen und kennt sich selbst nicht mehr wieder.
Carolin ist eine Protagonistin, die sich unglaublich entwickelt, die zwangsweise über ihren Tellerrand sehen muss und eine Welt findet, die ihr bislang fremd war.

Die Geschichte könnte man, wenn man es will und fertigbringt, an 24 Tagen wie einen Adventskalender lesen. Das Ziel für Phillip war, dass Carolin Weihnachten nicht allein verbringen muss. Das Ziel ist also Weihnachten und das Buch endet auch damit. Das Buch ist, zufällig?, in 24 Kapitel unterteilt, die ich jedoch nicht tageweise, sondern in einem Ritt durchgelesen habe.

Ich habe Carolin dafür geliebt, dass sie dem kleinen schwarzen Kater eine Chance gegeben hat und habe mit ihr genauso gefiebert, als das Katerchen verschwunden war. 
Das Buch ist ein absolutes Muss für alle Katzenfans, aber es dürfen auch gern andere teilhaben an dem Zusammenleben von Carolin und dem Kater.

Für dieses Buch spreche ich eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.

Bewertung:


Zur Autorin:

(übernommen von Amazon)
Christiane Lind wuchs im niedersächsischen Zonenrandgebiet auf. Heute lebt sie mit einem Ehemann und fünf Macho-Katern in Kassel. Sie liebt Bibliotheken und Kunstmuseen, kann auf Zigaretten und Fleisch verzichten, nicht aber auf Latte Macchiato und ihren iPod. Die Sozialwissenschaftlerin arbeitete in unterschiedlichen Berufen, bis sie sich zur Jahrtausendwende selbstständig machte.
Christiane Lind war schon immer eine Leseratte, aber den Wechsel auf die Seite der Autorin hat sie ebenfalls mit dem Millenium vollzogen.





Von Christiane Lind wurden gelesen und rezensiert:
           


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Samstag, 2. Juli 2016

[Rezension] Annette Behr / Claas Janssen - Lass die Katze aus dem Sack



Leseprobe 



Eckdaten:
Broschiert: 64 Seiten
Verlag: Steffen Verlag; Auflage: 1 (23. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3957990203
ISBN-13: 978-3957990204
Größe und/oder Gewicht: 11,5 x 1 x 19 cm

Inhalt gem. Steffen Verlag:
Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.
Wer kennt sie nicht, Alltagssprüche wie »Bei Nacht sind alle Katzen grau« oder »Ich kaufe doch nicht die Katze im Sack«. Aber wie kamen sie zu Stande? Letzterer geht beispielsweise auf das Markttreiben vor dreihundert Jahren zurück, als Betrüger statt des teuren Kaninchens einfach eine Katze in den Sack steckten, um gutes Geschäft zu machen. Also ließen sich erfahrene Käufer schon bald den Sack öffnen und so war dann oftmals »die Katze aus dem Sack« und damit ein nächstes Sprichwort geboren! Zu den interessanten wie vergnüglichen von Annette Behr zusammengetragenen Geschichten schuf Claas Janssen Farbillustrationen voller Charme und Witz.

Zum Buch:
Katzen - Geschöpfe auf 4 samtenen Pfoten. Man liebt sie oder nicht.
Katzen sind für vieles gut, sie beruhigen, sie trösten und man fühlt sich nicht allein, wenn man für ein Fellknäuel die Verantwortung übernommen hat.
Aber nicht jeder hat ein Herz für Katzen. Einige können mit ihnen nichts anfangen, sind allergisch oder dichten ihnen auch schon mal etwas schlechtes oder böses an.

Viele Sprichwörter oder auch Redewendungen haben ihren Ursprung bei den Katzen.
Wer kennt nicht "Die Katze lässt das Mausen nicht", "Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch" oder "Lass die Katze aus dem Sack"?
Katzenwäsche, Katzentisch - alles Begriffe aus dem Reich der Katzen.

Die Sprichwörter und Redewendungen kannte ich alle und hier konzentriert in einem Buch verarbeitet, war ich doch erstaunt, wie viele es von ihnen gibt. Sie sind fest verankert im täglichen Sprachgebrauch und doch macht man sich keine Gedanken, wo sie denn wohl herkommen. Einige der Redewendungen sind selbst erklärend, andere werden hier in diesem 64 Seiten starken Buch erklärt.

Dass die Redewendung "Einen Kater haben" seinen wahrscheinlichen Ursprung schon Ende des 18. Jh. hat, finde ich mehr als interessant. Aus dem 16. Jh. kommt da zum Beispiel die Redewendung "Wie die Katze um den heißen Brei schleichen".
Alte Sprichwörter, die noch heute im Sprachgebrauch sind.
Katzen sind für vieles gut, sie sind nachts grau, haben 7 bzw. 9 Leben, beißen sich in den Schwanz und landen immer auf den Pfoten.

Katzen gelten als Glücks- oder auch als Unglücksbringer. Abergläubisch ist man bestrebt, keiner Katze zu begegnen, die einem von links begegnet, bringt es doch Unglück. Kommt sie allerdings von rechts, hat man Glück.

In dem Buch gibt es nicht nur die direkten Gründe der Redewendungen, die Autoren holen da auch gern mal etwas aus und erzählen ein klein wenig Geschichte, wie zum Beispiel über die Verehrung der Katzen im alten Ägypten.

Die Geschichten sind mit wunderschönen Grafiken versehen, die es einfach nur Spaß macht, anzusehen. Diese sind passend zu dem gerade gelesenen und ließen mich nicht nur einmal schmunzeln.

Es ist ein kleines bezauberndes Buch, gespickt mit Informationen und Hintergründen und fantastischen Karikaturen.
Leider hat es nur 64 Seiten, die man auch viel zu schnell durchgelesen hat. Ich hätte noch mehr lesen mögen.

Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle, man muss dafür kein Katzennarr sein.  

Bewertung:
Zu den Autorinnen: 
(Text übernommen vom Steffen-Verlag)

Annette Behr:
Annette Behr ist Zeitschriftenredakteurin mit pädagogischer und tiermedizinischer Ausbildung. Als freie Journalistin schreibt sie neben medizinischen Themen gerne über Kinder, Katzen, Natur und Umwelt. Annette Behr lebt in Berlin.

Von Annette Behr wurden gelesen und rezensiert:
 

Claas Janssen:
Claas Janssen, geboren 1963, aufgewachsen in Oldenburg, studierte in Hamburg an der FH Armgartstraße. Anschließend war er ArtDirektor bei den Agenturen Springer & Jacoby in Hamburg und Saatchi & Saatchi in Frankfurt am Main. Seit 1999 lebt und arbeitet er als selbstständiger Illustrator für Verlage und Werbeagenturen in Frankfurt.

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 13. Juni 2016

[Hörbuch-Rezension] Frauke Scheunemann - Winston 04: Im Auftrag der Ölsardine




Leseprobe 


Eckdaten:
Hörbuch-Download
Spieldauer: 3 Stunden und 53 Minuten
Format: Hörbuch-Download
Version: Gekürzte Ausgabe
Verlag: Der Audio Verlag
Audible.de Erscheinungsdatum: 23. Oktober 2015
Sprache: Deutsch
ASIN: B015ZZOYTW

Inhalt gem. Amazon:
Das hatte sich Kater Winston ganz anders vorgestellt: Statt die Vorfreude auf die Feiertage mit einer „richtigen“ Familie genießen zu können, verdirbt er sich beim Festtagsessen den Magen. Und zwar so heftig, dass er sogar in die Tierklinik muss. Dann der nächste Schock: Winston wurde vergiftet! Will jemand dem tierischen Ermittler an den Pelz? Die Spur führt zu Feinkosthändler Sandro, dessen Vitello Tonnato offenbar eine verdächtige Zutat enthält. Aber der ist doch fast ein Freund der Familie! Das riecht nach einem neuen Fall! Und deshalb machen sich Winston und seine zweibeinigen Freunde Kira, Tom und Pauli daran, herauszufinden, wer hinter dem heimtückischen Anschlag steckt. Viel Zeit bleibt ihnen allerdings nicht, denn schon bald landet wieder jemand mit einer Lebensmittelvergiftung im Krankenhaus


Zum Hörbuch:
Manchmal ist es gar nicht gut, wenn man zwischendurch ein Leckerchen bekommt.
So erging es Winston, dem es nach dem Verzehr von Vitello Tonnato so schlecht ging, dass er sich die ganze Nacht von Kira das Bäuchlein streicheln lassen musste. Aber nicht nur ihn hatte es erwischt, auch Werners Schwägerin Beate und deren Kinder fühlten sich am nächsten Tag nicht wohl.
Während noch der Schuldige gesucht wird und Beate nicht gerade sehr feinfühlig mit ihren Vermutungen daher kam, lässt sich Winston ein weiteres mit Vitello Tonnato verführen. Dieses mal bekommt er es direkt vom Feinkosthändler Sandro, der auch schon für das erste Essen verantwortlich war.
Aber nun geht es Winston so schlecht, dass er schleunigst zum Arzt muss und er eins seiner 9 Leben hergeben musste, denn es wäre fast zu spät gewesen. Er ist tatsächlich vergiftet worden.
Sandro ist aber ein Freund der Familie und wie kann es sein, dass er Winston fast umgebracht hätte?
Des Weiteren wird ein Mann gesucht, der Giftköder auslegt. Hängen die beiden Sachen irgendwie zusammen?
Ein klarer Fall für die 4 Muskeltiere, die der Sache wieder auf den Grund gehen müssen...

Winston ist wieder da. Gemeinsam mit seinen Freunden macht er sich auch in seinem 4. Teil wieder auf die Suche nach der Wahrheit.

Große Aufregung herrscht, als Winston sich mit Vitello Tonnato vergiftet. Während es beim ersten Verzehr nur wie eine Magenverstimmung erscheint, ist beim zweiten klar, dass es sich um eine Vergiftung handelt, denn Winston muss ganz schnell zum Arzt, um ihn noch retten zu können.
Das können natürlich Wiston und seine Freunde nicht so stehen lassen und so machen sie sich auf die Suche nach dem Attentäter. Natürlich stehen ihnen dabei Kira und ihre Schulfreunde wieder zur Seite.

Durch genaues Recherchieren und geniales Kombinieren kommen sie den Schuldigen auch bald auf die Spur. Aber dann muss ein guter Plan her.

Es macht nicht nur Spaß, das Gespann bei ihren detektivischen Aktivitäten zu beobachten.
Frauke Scheunemann hat zusätzlich ein wenig Schwung in die Beziehung zwischen Werner und Kiras Mutter gebracht und lässt den Leser / Hörer auch teilhaben an Odettes Vergangenheit. Mit der habe ich zugegebenerweise am meisten zu knabbern gehabt, weil ich damit ganz schlecht umgehen kann. Aber an der Stelle will ich nicht mehr darüber verraten.

Spaß und Spannung sind vorprogrammiert und es hat mir großes Vergnügen bereitet, die Protagonisten dabei beobachten zu können, wie sie sich schlagen. Mitgefühl und Gerechtigkeitssinn, ein wenig eigensinnig und immer für seine Freunde da zu sein, zeichnet Winston aus und dafür wird er geliebt.

Wunderbar anzusehen ist das gegenseitige Vertrauen zwischen Kira und Winston, die, obwohl sie nicht mehr miteinander verbunden sind, fast miteinander kommunizieren können. Kira versteht sehr oft, was Winston meint und ihr sagen will und bedauert es sehr, dass er keinen Stift halten kann, um es ihr aufzuschreiben. Aber man kann nicht alles haben, wenn man schon so einen wunderbaren Kater hat.

Diesen 4. Winston-Band habe ich als Hörbuch erleben dürfen, das von Oliver Kalkofe eingelesen wurde. Es ist ein absolutes Erlebnis, ihm dabei zuzuhören, wie er Winston und seine Freunde zum Sprechen bringt. Am besten bringt er jedoch die russisch sprechenden Protagonisten zur Geltung, was mir jedesmal ein Grinsen ins Gesicht brachte. Genauso stellt man sich Kiras Mutter und Großmutter sprachlich vor. Tolle Leistung.

Ein weiteres wunderbares Buch mit Winston und seinen Freunden. Für Liebhaber von Katzen ein absolutes Muss, für alle anderen ebenfalls sehr empfehlenswert. Ich zumindest freue mich schon auf das 5. Abenteuer mit Winston und seinen Freunden. 

Bewertung:


Reiheninfo:
Winston 01: Ein Kater in geheimer Mission
Winston 02: Agent auf leisen Pfoten 
Winston 03: Jagd auf die Tresorräuber
Winston 04: Im Auftrag der Ölsardine
Winston 05: Kater undercover (Okt. 2016)

Zur Autorin:
(Text übernommen vom Loewe-Verlag)
Frauke Scheunemann, geboren 1969 in Düsseldorf, ist promovierte Juristin. Sie absolvierte ein Volontariat beim NDR und arbeitete anschließend als Journalistin und Pressesprecherin. Seit 2002 ist sie freie Autorin und schreibt zusammen mit ihrer Schwester Wiebke Lorenz unter dem Pseudonym „Anne Hertz“ sehr erfolgreich Romane. Die Gesamtauflage von Anne Hertz beträgt eine Million Bücher. 2010 erschien Scheunemanns erster Solo-Roman Dackelblick, der auf Anhieb zum Bestseller und zum Startschuss einer sehr erfolgreichen Romanreihe wurde. Frauke Scheunemann ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann, ihren vier Kindern und Hund Elmo in Hamburg.

Von Frauke Scheunemann wurden von uns gelesen und rezensiert:



Als Teil von Anne Hertz:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 10. Juni 2016

[Rezension] Caroline Messingfeld - Pfote fürs Leben



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 172 Seiten
Verlag: Mondschein Corona-Verlag; Auflage: 1 (19. Januar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3960680058
ISBN-13: 978-3960680055
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1 x 20,3 cm

Inhalt gem. Amazon:
Wo immer eine Katze sich niederlässt, wird das Glück sich einfinden (Stanley Spencer) Davon ist zumindest Snowbell, ein schneeweißer Perserkater, überzeugt, der seine ersten Schritte aus dem Katzenkörbchen in die große weite Welt wagt. Neugierig erobert er sein neues Revier in der Villa Katzenglück, lernt wilde Hühner und harte Jungs kennen, kämpft gegen einen feindlichen Artgenossen, verliebt sich in eine geheimnisvolle spröde Katzendame aus der Nachbarschaft und entwickelt eine enge Beziehung zu seinem schüchternen Frauchen, das sich ausgerechnet in einen coolen Harley Fahrer verliebt, der sie als seinen besten Kumpel betrachtet. Leider scheinen sie sich auf den letzten Metern zum großen Glück im Wege zu stehen. Kann ein naiver kleiner Kater seinem liebsten Menschen helfen, die Pfote für’s Leben zu finden?

Zum Buch:
Snowbell ist zufrieden mit dem, was er sah, als sich ein Frauenkopf über ihn beugte und fragte "Möchtest du mein kleiner Junge sein?"
Dem entsprechend zierte er sich auch nicht, als sein künftiges Frauchen ihn mit in die Villa Katzenglück nahm.
Schnell stellt er fest, wie schön es dort ist, viel Platz und einen Garten gibt es obendrein, den er zunächst nur gemeinsam mit Joline, Nelly genannt, seinem Personal, erobern darf.
Nelly ist Grundschullehrerin und hat viel Zeit, sich um ihn zu kümmern.
Snowbell merkt bald, dass Männer in Nellys Leben keine große Rolle spielen, so dass er es genießt, der Herr im Hause zu sein.
Er freundet sich mit dem Nachbarn Benjamin, Ben genannt an. Ein Rocker, oh Gott, aber für ihn ist er ein super Kumpel. Sein Frauchen mag ihn auch ganz gern, aber nur als Kumpel. Ob man da war drehen kann? ...

Wer hat sich als Katzenbesitzer nicht auch schon mal gewünscht, er wüsste, was seine Katze gerade denkt?
Meine Katzen tun immer ganz scheinheilig, haben es aber auch faustdick hinter den Öhrchen. Zu gern wüsste ich, was sich in ihren Köpfen abspielt.

Die Autorin Caroline Messingfeld hat genau diese Gedanken mit diesem Buch umgesetzt.
Als Leser ist man vom ersten Kontakt zwischen Nelly und Snowbell an dabei und das aus der Sicht von Snowbell. Er gibt dem Leser seine Weisheiten zum Besten, seine Gedanken und Überlegungen.
So also ticken Katzen.

Gemeinsam mit Snowbell ist man live dabei, wenn Nelly ihre Freundinnen zu Besuch hat, wenn er am herumstrolchen ist und wenn er die Liebe zu Bluebell entdeckt. Seine Abenteuer sind vielfältig und bringen dem Leser schon das ein oder andere Grinsen ins Gesicht.
Als in der Siedlung ein Mord geschieht, ist auch Snowbell nicht zu halten. Er vermutet, dass der Mann nicht ganz freiwillig gestorben ist und versucht herauszubekommen, wer ihm das angetan hat.

Mit Snowbell hat man einen Protagonisten, der es einem leicht macht, ihn gernzuhaben. Katzenliebhaber haben an der Stelle gar keine Chance.
Immer auf Achse, immer unterwegs und immer in Gedanken.
Ein kleiner weißer Kater, den man gern begleitet. Egal, ob er sich gerade in einen Baum hineinkatapultiert hat und nicht mehr herunterkommt, oder er sich mit anderen Katern gerade eine Schlacht liefert.
Er bleibt für den Leser immer der Held.

Er ist auch ein Kater, der an andere denkt, so versucht er doch, Nelly und Ben zusammen zu bringen, auch wenn es nach vergeblicher Liebesmüh aussieht, denn es scheint einen Grund zu geben, warum aus den beiden nicht mehr als Freunde werden können.

Die kriminalistischen Anwandlungen bleiben ein wenig auf der Strecke. Das hätte meiner Meinung nach ein wenig intensiver sein können.
So fokussiert sich der Blick hauptsächlich auf Snowbell und seine eigenen Erlebnisse. Das jedoch gelingt der Autorin mit Bravour.

Mir hat es großen Spaß gemacht, mit Snowbell seine Umgebung zu durchforsten und an seinen kleinen Abenteuern teilzunehmen. Ein süßer kleiner Kater, den ich gern auf seinen Erkundungen begleitet habe.


Bewertung:





Zur Autorin:
(Text übernommen von Amazon)
Caroline Messingfeld absolvierte eine kaufmännische Ausbildung und mehrere Studiengänge. Sie ist süchtig nach Büchern, vernarrt in Katzen (aber auch andere Tiere), liebt Kochen und Backen und läßt ihre Energie gern in ihrem Kleingarten aus. Außerdem bevorzugt sie Urlaub in den Bergen und hat eine Schwäche für die Motorräder von Harley Davidson. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit schreibt sie in ihrer Freizeit moderne Kinder-, Liebes- und Tiergeschichten.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin
Caroline Messingfeld
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 15. April 2016

[Hörbuch-Rezension] Elke Heidenreich - Nero 02: Nero Corleone kehrt zurück


Leseprobe



Eckdaten:
Audio CD
Verlag: der Hörverlag; Auflage: ungekürzte Lesung (22. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783867176743
ISBN-13: 978-3867176743
ASIN: 3867176744
Größe und/oder Gewicht: 14,3 x 1,2 x 12,7 cm

Inhalt gem. Amazon:
Isoldes Sehnsucht nach ihrem Kater Nero lässt sie nicht mehr zur Ruhe kommen. Damals mussten Robert und sie ohne Nero aus Italien wieder nach Hause reisen. Jetzt kehrt Isolde allein in das kleine italienische Dorf zurück, um ein neues Leben zu beginnen. Sie hat Nero nicht vergessen. Ob er wohl noch lebt? Trost und Ablenkung beschert Isolde dort die gerade zugelaufene Elsa. Doch kaum macht sich eine neue Katze in Isoldes Leben breit, taucht auch die alte Liebe wieder auf!

Zum Hörbuch:
Isolde, Robert und auch Kater Nero Corleone haben mich vor einiger Zeit schon einmal bezaubert.
Nero blieb seinerzeit, verliebt in eine Katzendame, in Italien zurück, als seine menschlichen Weggefährten wieder zurück nach Deutschland fuhren.

Viel Zeit ist seitdem vergangen. Isolde und Robert haben sich getrennt und jeweils eine neue Liebe gefunden.
Eines haben sie jedoch nie getan, Nero Corleone vergessen.
Isoldes Mann heißt jetzt Justus und auch er hat schon viel von dem legendären Kater Nero Corleone gehört.

Isolde zieht zurück nach Italien, noch nicht wissend, ob es für immer sein wird, aber zumindest für jetzt erst einmal. Sie zieht in das Ferienhaus, das sie früher immer genommen hatten und trifft auf alte Freunde. 
Viele von ihnen können sich noch immer an Nero erinnern und denken auch, dass sie ihn immer mal wieder gesehen hätten. Isolde hofft so sehr, dass sie ihn wiedersehen wird, glaubt aber nach so vielen Jahren nicht wirklich daran.

Sie verlebt dort eine schöne Zeit und findet auch wieder die Liebe zu einer Katze, die sich in ihr Herz geschlichen hat. Ersetzen kann diese jedoch Nero nicht, aber er ist immer und überall allgegenwärtig.
Mit Justus hält sie telefonisch Kontakt, da er noch in Köln bleiben musste. Seine jeweils erst Frage ist immer die, ob noch Liebe da ist, die ein wenig nervt.

Doch dann passiert das Unglaubliche, Nero steht eines Tages vor ihr und tut so, als wären die vielen Jahre nicht gewesen.

Auch dieses Buch mit Nero Corleone ist absolut bezaubernd.
Schon der Titel suggeriert dem Leser, wie die Geschichte ausgehen wird, aber wann und wie, das macht das Buch aus.
Es ist eine langsame Annäherung bis zu dem Punkt, an dem Nero vor Isolde stehen wird.
Wird die Geschichte bis dahin aus der Sicht von Isolde geschrieben, erfährt der Leser nun auch die Gedanken von Nero Corleone.

Ich habe die Geschichte der Rückkehr von Nero Corleone als Hörbuch erlebt und war begeistert. Die Autorin selbst hat ihr Buch eingesprochen und wer kann ein Buch besser wiedergeben, als der Autor selbst. So sollte es zumindest sein.

Nun bin ich ja gespannt, ob es ein weiteres Katzenbuch der Autorin geben wird, denn die Rede war von Specchio, dessen eigene Geschichte erzählt werden sollte.

Nero Corleone jedenfalls ist immer eine Empfehlung wert, egal, ob als Buch oder als Hörbuch.

Reiheninfo:
Nero 01: Nero Corleone
Nero 02: Nero Corleone kehrt zurück: Es ist immer genug Liebe da


Bewertung:



Zur Autorin:
(Text aus Wikipedia)
Elke Heidenreich wuchs in Essen als Tochter eines Kfz-Mechanikers und Tankstelleninhabers auf, verließ 1958 ihr Elternhaus und bestand 1963 in Bonn das Abitur. Sie studierte von 1963 bis 1969 in München, Hamburg und Berlin Germanistik, Publizistik, Theatergeschichte und Religionswissenschaft. 1965 heiratete sie Gert Heidenreich, trennte sich später von ihm und heiratete 1972 Bernd Schroeder, von dem sie seit 1995 ebenfalls getrennt lebt. Sowohl mit Gert Heidenreich als auch mit Bernd Schroeder arbeitet sie bis heute zusammen. Der Hamburger Pianist und Komponist Marc-Aurel Floros ist seit 2006 ihr Lebensgefährte.[1] Von 1970 an ist Heidenreich als freie Autorin und Literaturkritikerin für Presse, Funk und Fernsehen tätig. Seit 2008 ist sie die Herausgeberin der „Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann“, in der Romane und Sachbücher mit musikalischen Themen erscheinen. Sie begann ihren Berufsweg in den Medien als freie Mitarbeiterin beim Hörfunksender SWF3. Heute lebt Elke Heidenreich in Köln und in der Eifel.

Von Elke Heidenreich wurden gelesen und rezensiert:
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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 6. Januar 2016

[Hörbuch-Rezension] James Bowen - Bob 02: Bob und wie er die Welt sieht


Leseprobe



Eckdaten:
Hörbuch-Download
Spieldauer: 6 Stunden und 27 Minuten
Format: Hörbuch-Download
Version: Ungekürzte Ausgabe
Verlag: Lübbe Audio
Audible.de Erscheinungsdatum: 13. März 2014
Sprache: Deutsch

Inhalt gem. Amazon:
Die wunderbare Geschichte von Bob, dem Streuner geht weiter! Der plötzliche Ruhm von James und Bob weckt den Neid der anderen Verkäufer des "Big Issue", James wird verdächtigt, seinen Kater schlecht zu behandeln, er droht seinen Job zu verlieren. Zum Glück steht ihm Bob Tag für Tag zur Seite. Mit seiner Klugheit, seinem Mut und seinem Humor steht er für Freundschaft, Loyalität - und das Glück, das zu sehen für uns alle so wichtig ist.

Zum Buch:
Und weiter geht es mit Bob, dem sympathischen und liebenswerten Kater und James, dem ehemaligen Londoner Straßenmusikanten und Zeitungsverkäufer. Die beiden haben sich gesucht und gefunden, Bob hat sich James als sein Personal ausgesucht und ihn nie wieder verlassen.
Ganz im Gegenteil, er war das Allheilmittel für ihn, den ehemaligen Drogenjunkie. Durch das Zusammenfinden der Beiden änderte sich deren Leben.

Auch in diesem zweiten Band über Bob und James geht es um die beiden selbst. Sie bilden nach wie vor eine Einheit. Aber es gibt immer Menschen, die einem das Glück neiden und sei es das Glück, das die beiden miteinander haben. Sicher profitierte James von seiner Bekanntschaft mit Bob und dem Bekanntheitsgrad, den die beiden erreicht haben. Es wurde über sie geschrieben, Fotos wurde gemacht. James Zeitungsverkäufe liefen gut, dank Bob. So war es auch nicht zu verwundern, dass er angezeigt wurde, dass er Bob schlecht behandeln würde. Verständlicherweise hatte er Angst, dass man ihm seinen Bob wegnehmen würde.
Andererseits stellte er sich die Frage, wäre Bob ohne ihn besser dran?
Er ist sich unsicher, aber es ist zu merken, dass der Kater bei ihm bleiben will, ihn als seinen Lebensmittelpunkt erwählt hat.
James kämpft, auch für seinen Kater, seinen größten Kampf, er will auch die Ersatzdroge Metadon absetzen und völlig frei davon sein. Er schafft auch das, wie so vieles, das er sich vorgenommen hat.

Dann kommt das Angebot, ein Buch zu schreiben, über sich und Bob. James kann sein Glück gar nicht fassen. Aber auch hier wieder Zweifel, werden die Menschen ihn so akzeptieren wie er ist oder werden sie ihn verurteilen? Dass sie Bob lieben werden, das wusste er.

Auch dieses Buch erzählt wieder ehrlich und lebensnah den täglichen Kampf auf der Straße, die James gemeinsam mit Bob erlebt.
Man erlebt als Leser mit, wie er mit den Konsequenzen der Neider fertig wird und wie er die Ohnmacht hasst, die ihn überfällt und die Ungerechtigkeiten, die ihn ereilen.
Aber auch Krankheiten spielen eine Rolle, wie sie gemeinsam damit umgehen und die Angst, die James hat, seinen geliebten Vierbeiner zu verlieren.

Man kann nicht anders, man muss die beiden mögen. Für mich als Katzenbesitzer ist es nicht schwer, aber ich denke, dass auch jeder andere die Großartigkeit dieser Beziehung erkennt und beachtlich finden muss.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erlebt und war sehr angetan vom Vorleser Carlos Lobo. Er las so, dass ich mir dabei sehr gut vorstellen konnte, das auch James es so hätte sprechen können. Sehr angenehm zu hören und wunderbar betont.

Ein wunderbares Buch, das ich sehr gern weiterempfehle und das nicht nur an Katzenliebhaber.

Bewertung



Von James Bowen gelesen und rezensiert 
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Zum Autor:
(Text übernommen von Bastei-Lübbe)
James Bowen, geboren im März 1979 in Surrey, ist ein ehemaliger Straßenmusiker aus der Nähe von London. Lange Zeit hielt James sich leidlich mit Musik und dem Verkauf der englischen Obdachlosenzeitschrift „The Big Issue“ über Wasser. Nach Jahren als Heroinsüchtiger und Obdachloser hatte er gerade die ersten, noch unsicheren Schritte in ein normales Leben getan, lebte aber immernoch von der Hand in den Mund, Zukunftsperspektiven gab es für ihn kaum.

Doch das ändert sich, als James Bowen 2007 vor seiner Sozialwohnung in Tottenham einen kranken  Kater findet. James nimmt den streunenden Kater bei sich auf, zahlt von seinem letzten Geld die Tierarztkosten und pflegt das Tier gesund. Schon bald weicht Bob, wie James den Kater tauft, nicht mehr von seiner Seite. Sogar bis in den Bus und auf die Straßen der Großstadt London begleitet der Kater seinen neuen Freund.

Das ungleiche Paar sorgt selbst in einer Stadt wie London für Aufsehen und so dauert es nicht lange, bis die beiden Freunde eine stadtbekannte Attraktion auf den Straßen der englischen Hauptstadt werden. Auch Zeitungen und Verlage werden auf James Bowen aufmerksam und so entwickelt sich aus den schweren Zeiten eine Erfolgsstory.

Heute leben James Bowen und Bob in einer bescheidenen Dreizimmer Eigentumswohnung. Bobs Herrchen setzt ihre gemeinsame Berühmtheit dazu ein, auch weiterhin denen zu helfen, die Hilfe nötig haben – Obdachlose und andere sozial Benachteiligte. 

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt


Mittwoch, 2. Dezember 2015

[Rezension] Platti Lorenz - Tyrrin Hexenkater 01: Dieses Hutmenschenkomplott



Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1043 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 135 Seiten
Verlag: neobooks Self-Publishing (14. November 2015)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B0169CAL8I

Inhalt gem. Amazon:
Tyrrin ist ein Kater und dazu ein Sonderling. Kaum hat er das Licht der Welt erblickt, dauert es nicht lang, bis er zu viel für seine eigene Familie wird. Tyrrin fällt auf, lernt lieber von Menschen als von seinesgleichen und findet seinen Platz rasch an der Seite der Menschenfrau „Old Lady“. Doch dann passiert es, dass sich auf einmal so ein „Hutmensch!“ in sein Leben schleicht und Old Lady verschwindet.

Zum Buch:
Er ist einer von vielen, als er geboren wird. Tyrrin wird er genannt und kommt im Haus der Old Lady zur Welt. 
Bald jedoch kristallisiert sich heraus, dass er anders ist als seine Geschwister. 
Old Lady erzählt ihnen jeden Abend Geschichten und sie lieben es, ihr zuzuhören. Aber Tyrrin gelingt es, was ihn von den anderen hervorhebt. Er kann sich mit der Old Lady verständigen, ja, er kann sich mit ihr unterhalten.
Ein kleiner neugieriger Kater, der sprechen kann.

Als die Zeit naht, wo die kleinen Katzen ein neues Zuhause bekommen, muss auch Tyrrin seinen Geburtsort verlassen.
Die Old Lady übergibt ihm den stotternden Studenten Karel, der sich von nun an um ihn kümmern soll. Dieser ist so gar nicht begeistert von der Idee, nun für jemand anderen verantwortlich zu sein, aber die beiden arrangieren sich, obwohl sich Tyrrin dort nie wirklich zuhause fühlt. Er hat Sehnsucht nach der Old Lady und nutzt tatsächlich die Gelegenheit, zu entkommen.
Das entpuppt sich jedoch als eine Entscheidung, die ihm fast das Leben kosten würde..

Kater Mikesch von Josef Lada war gestern, heute heißt der sprechende Kater Tyrrin und ist der Feder von Platti Lorenz entsprungen.
Ein kleines neugieriges Katerchen, das sich von den anderen abhebt, lernt die Welt kennen. Er macht Erfahrungen mit Menschen, die es gut mit ihm meinen, aber auch mit welchen, die Ungeheuerliches mit ihm vorhaben. Aber kann man das ganze als kleines Katerchen schon erkennen? So bleibt ihm nichts anderes übrige, als aus Erfahrung klug zu werden.

Das Buch ist nicht wie gewohnt in Kapiteln unterteilt, sondern in Lektionen. Lektionen, die ein kleines Katerchen erleben muss, wenn auch manches Mal auf schmerzliche Art und Weise.

Man muss ihn mögen, den kleinen naseweisen und sprechenden Kater. Er ist neugierig, will alles wissen und ausprobieren, das macht ihn so unglaublich liebenswert und sympathisch. Interessant sind auch die Denkweisen von Tyrrin, wobei ich mich das ein oder andere fragte, was hätten meine Katzen in der Situation gedacht oder getan.

Untermalt werden die Lektionen durch Zeichnungen der Illustratorin Mie Dettmann. Liebevoll hat sie Tyrrin Leben eingehaucht und auf die Art zum Leben erweckt.
Ich habe die Geschichte um Tyrrin auf einem Kindle gelesen, einem älteren Modell. Ich weiß nicht, wie es auf einem neueren Modell aussieht, aber auf meinem Teil konnte ich einen Großteil der Zeichnungen nicht wirklich wahrnehmen, da die Grautöne dort ineinander verliefen. Dafür waren die Zeichnungen leider nicht wahrnehmbar, was ich sehr bedauert habe.

Ich hatte viel Freude mit Tyrrin, habe ihn auf all seinen Abenteuern begleitet, habe mit ihm gelebt und gelitten und natürlich gehofft, dass er alle Widrigkeiten überwinden möge. Durch die geringe Anzahl der Seiten kann man dieses Büchlein schnell mal nebenbei lesen, sich entspannt zurücklehnen und die Erlebnisse mit Tyrrin auf sich einwirken lassen.


Bewertung:




Zur Autorin:

(übernommen von ihrer HP)
Dass "Platti" nicht mein richtiger Name ist, könnt ihr euch vielleicht schon denken. In meinem Ausweis und diversen Dokumenten steht daher ganz offiziell und einfach "Katrin". Jedoch habe ich mir schon zu Schulzeiten abgewöhnt, darauf zu reagieren ...

Nein, mit jugendlicher Rebellion hatte das nicht wirklich was zu tun. ^.^' 
Es liegt viel eher daran, dass mein Vorname in der Schule und meinem Bekanntenkreis weit öfter als nur ein, zwei oder drei mal aufgetreten ist - und trotzdem bis zum heutigen Tage andauernd falsch geschrieben wird. >.<


Dem kindlichen Einfallsreichtum meiner präpubertären Mitschüler und meinem Mädchennamen habe ich daher die Benennung "Platti" zu verdanken. Ausgesprochen wird's im Übrigen zügig und frei nach mecklenburgisch norddeutscher Manier. Also, wenn ihr es richtig macht, klingt es in etwa nach "Pladdi". ^.^

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt