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Donnerstag, 8. September 2016

[Rezension] Marc Levy - Lauren und Arthur: Zurück zu dir (Band 2)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 320
ISBN: 978-3-7341-0254-7
Erscheinungstermin: 19. Oktober 2015
Format:
Taschenbuch
Verlag: Blanvalet


Klappentext: gem. Randomhouse
Lauren arbeitet als Neurochirurgin im Memorial Hospital in San Francisco. Sie hat eine blendende Zukunft vor sich – doch nach einem mehrmonatigen Koma keine Erinnerung an ihre Vergangenheit. Damals hatte Arthurs Liebe sie ins Leben zurückgeholt, aber als sie endlich erwachte, war er verschwunden. Nun aber zieht es ihn zurück zur Frau seines Herzens, die er niemals vergessen hat. Als dann ein Unfall geschieht, in dem Arthur verletzt wird, landet er dort, wo er nie wieder hinwollte: im Memorial Hospital – und ausgerechnet auf Laurens OP-Tisch. Sie erkennt ihn nicht, fühlt sich jedoch unerklärlicherweise zu ihm hingezogen …


Rezension:
Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Lauren und Arthur? Er war es, der sie ins Leben zurückbrachte und eigentlich hätte doch alles gut werden müssen, denn waren sie nicht verliebt ineinander, waren da nicht die ganz großen Gefühle im Spiel? Tatsache ist, dass es Lauren wieder gut geht, sehr gut sogar, denn mittlerweile arbeitet sie als Neurochirurgin im Memorial Hospital in San Francisco. Es scheint fast so, als hätte sie ihr Leben da wieder aufgenommen, wo es einst unterbrochen wurde und das vollständig, denn Arthur kennt sie nicht. Sie hat keinerlei Erinnerung an die Zeit, die sie miteinander verbracht haben und das ist völlig normal, denn vor den ganzen Ereignissen kannte sie ihn ja auch nicht.

Arthur hingegen geht es nicht ganz so gut, denn er erinnert sich an jede einzelne Begebenheit mit seiner Lauren und dennoch ist sie ihm so fern wie nie. Ihrer Familie zuliebe hat er eingestimmt, nichts von den Begebenheiten verlauten zu lassen, die sich während ihres mehrmonatigem Komas ereigneten hatten und dennoch - er leidet. Um sie zu schützen und keinen Rückfall zu riskieren, hat er sich komplett aus ihrem Leben zurückgezogen. Er liebt sie noch immer und gerade weil er sie so liebt, hat er sie aufgegeben, damit sie ein erfülltes Leben führen kann, wie sie es immer geplant hat.

Doch das Schicksal kann man nicht austricksen. Arthur hat einen Unfall - nichts Lebensbedrohliches und dennoch muss er ins Krankenhaus. Die ihn behandelnde Ärztin ist ausgerechnet Lauren. Er erkennt sie natürlich sofort und auch sie beginnt zu ahnen, dass sie diesem jungen Mann bereits begegnet ist und da sind auf einmal Gefühle in ihr, die auf so viel mehr hindeuten, als es bei einer flüchtigen Bekanntschaft der Fall wäre. Wer ist er und wieso vermag er es, urplötzlich solche Gefühle in ihr zu wecken? Arthur hält sich nach wie vor an sein Versprechen und sucht sein Heil Lauren zu liebe in der Flucht, doch sie ist nicht gewillt, diesen faszinierenden Mann ziehen zu lassen! Erst muss er ihr erklären, was es mit ihm auf sich hat, dass sie sich so nach ihm sehnt, obwohl sie ihn doch eigentlich gar nicht kennt ...

Die Geschichte von Lauren und Arthur geht weiter! Der Plot des Buches wurde abwechslungsreich und sehr eingehend erarbeitet. Besonders schön fand ich die unterschiedlichen Gefühlsregungen der Figuren erarbeitet, an denen er Autor den Leser teilhaben lässt. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Im Besonderen die Figur des Arthur hat mich beeindruckt, denn gerade bei ihm merkt man, wie sehr er diese Frau liebt, von der er sich losgesagt hat, nur um ihr ein unbeschwertes Leben nach ihren Vorstellungen zu ermöglichen. Den Schreibstil empfand ich als sehr melodisch erarbeitet, doch hier fehlte mir etwas die emotionale Tiefe, die ich vom ersten Band gewohnt war. Abschließend kann ich jedoch sagen, dass es sich bei diesem Buch um eine wunderschöne Fortsetzung der Geschichte rund um Lauren und Arthur aus dem Buch "Solange du da bist" handelt.

Bewertung

Von Marc Levy bereits gelesen und rezensiert: (Das Banner wird erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Der Autor:
Marc Levy ist 1961 in Frankreich geboren. Mit achtzehn Jahren engagiert er sich beim französischen Roten Kreuz, für das er sechs Jahre tätig ist. Gleichzeitig studiert er Informatik und Betriebswirtschaft an der Universität in Paris. Von 1983 bis 1989 lebte er in San Francisco, wo er sein erstes Unternehmen gründete. 1990 verließ er die Firma und eröffnete mit zwei Freunden ein Architektenbüro in Paris. Er entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino und schrieb mit siebenunddreißig Jahren seinen ersten Roman, Solange du da bist, der von Steven Spielberg verfilmt und auf Anhieb ein Welterfolg wurde. Seitdem wird Marc Levy in fünfundvierzig Sprachen übersetzt, und jeder Roman ist ein internationaler Bestseller. Marc Levy, der mit seiner Familie in New York lebt, ist mit 23.000.000 verkauften Büchern der erfolgreichste französische Autor weltweit. (von Randomhouse übernommen)


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch hatte ich mir gekauft.


[Rezension] Marc Levy - Das Geheimnis des Schneemädchens


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3-7645-0530-1
Erscheinungstermin: 24. April 2016
Format:
Hardcover
Verlag: Blanvalet


Klappentext: gem. Randomhouse
Im Wrack eines Flugzeugs, das im ewigen Eis des Mont-Blancs gefangen ist, findet Suzie Backer den Beweis dafür, dass ihre Familie zu Unrecht des Hochverrats beschuldigt wurde. Als der Reporter Andrew Stilman ihr begegnet, wittert er nicht nur eine einzigartige Geschichte, sondern er ist auch von dieser geheimnisvollen Frau fasziniert. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit, doch dabei wecken sie schlafende Hunde und bringen sich in tödliche Gefahr. Denn ihre Nachforschungen führen sie auf die Spur einer unmöglichen Liebe und eines Mannes, der für ein gewisses „Schneemädchen“ sein Land und alles, woran er glaubte, verriet …


Rezension:
Suzie Backer ist eine junge Frau, die genau weiß was sie will: Gerechtigkeit. Auf dieses Ziel arbeitet sie verbissen hin. So trainiert sie eisern, um den Mont-Blanc zu besteigen, denn dort währt sie die Antwort auf ihre Fragen. Tatsächlich erreicht sie dieses Ziel und begibt sich zusammen mit ihrem Bergführer Shamir, der sie auch trainierte und mehr war, als nur ihr Bergführer, auf dieses gefährliche Abenteuer. Zwar findet Suzie das Wrack eines abgestürzten Flugzeuges und in diesem Hinweise darauf, dass sie auf der richtigen Spur ist, doch der Preis dafür ist hoch, verdammt hoch. Sie und Shamir stürzen ab, Shamir stirbt, Suzie überlebt den Unfall.

Suzie erholt sich gut von den traumatischen Vorkommnissen und lernt den Journalisten Andrew Stilman kennen, der vom ersten Augenblick an fasziniert von der jungen Frau ist. Suzie erhofft sich Hilfe von Andrew, denn ihr Lebensziel ist es zu beweisen, dass ihre Großmutter, welche bei dem Flugzeugabsturz ums Leben kam, keine Spionin war und ihre Familie keine Verräter sind. Allerdings muss sie feststellen, dass Andrew nicht ganz dem entspricht, was sie sich vorgestellt hat. Anstelle eines furchtlosen Rächers der Unschuldigen hat sie einen Alkoholiker vor sich, der erst vor kurzem aus dem Krankenhaus entlassen wurde, nachdem er bei einer Messerattacke schwer verwundet wurde.

Andrew ist wirklich in einer schlechten Verfassung, doch der eingefleischte Journalist weiß, wann er eine gute Story wittert und hier erahnt er sogar die Chancen auf den Pulitzer-Preis. Zusammen begeben sie sich auf die Spuren von Suzies Großmutter, um endlich Licht ins Dunkel zu bringen, was vor 47 Jahren wirklich geschah. Hier geraten sie jedoch in das Kreuzfeuer einiger gefährlicher Menschen ...


Ich muss gestehen, ich lese ab und an sehr gerne ein Buch des Autors, sodass ich um dieses nicht herum kam. Der Plot des Buches wurde abwechslungsreich  erarbeitet, ist mir jedoch etwas zu politisch geraten, sodass hier aus meiner Sicht der Spannungsbogen mitunter abflachte. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei ich auch hier zugeben muss, dass mich hier keine sonderlich angesprochen hat. Es fehlte aus meiner Sicht einfach das gewisse Etwas, das mich veranlasst hätte, mich direkt in die Figuren einzufühlen. Der Schreibstil war abwechslungsreich erarbeitet, konnte mich allerdings nicht durchgehend fesseln, sodass ich abschließend sagen kann, dass es sich hier durchaus um eine interessante Lektüre handelt, es jedoch ein eher Levy-untypisches Werk ist.

Bewertung

Von Marc Levy bereits gelesen und rezensiert: (Das Banner wird erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Der Autor:
Marc Levy ist 1961 in Frankreich geboren. Mit achtzehn Jahren engagiert er sich beim französischen Roten Kreuz, für das er sechs Jahre tätig ist. Gleichzeitig studiert er Informatik und Betriebswirtschaft an der Universität in Paris. Von 1983 bis 1989 lebte er in San Francisco, wo er sein erstes Unternehmen gründete. 1990 verließ er die Firma und eröffnete mit zwei Freunden ein Architektenbüro in Paris. Er entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino und schrieb mit siebenunddreißig Jahren seinen ersten Roman, Solange du da bist, der von Steven Spielberg verfilmt und auf Anhieb ein Welterfolg wurde. Seitdem wird Marc Levy in fünfundvierzig Sprachen übersetzt, und jeder Roman ist ein internationaler Bestseller. Marc Levy, der mit seiner Familie in New York lebt, ist mit 23.000.000 verkauften Büchern der erfolgreichste französische Autor weltweit. (von Randomhouse übernommen)


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.


Freitag, 13. Mai 2016

[Rezension] Marc Levy - Wer Schatten küsst



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 256
ISBN: 978-3-442-38026-8  
Erscheinungstermin: 20. Januar 2014
Format: Taschenbuch
Verlag: blanvalet

Klappentext: gem. blanvalet
Als Kind stiehlt er die Schatten derer, die seinen Weg kreuzen – Freunde, Feinde und seine erste Liebe. Und erhält so Einblick in ihre Träume, Wünsche und Sorgen. Was soll er aber mit dieser Gabe anfangen, die ihn so verwirrt? Jahre später ist aus dem Schattendieb ein Arzt geworden. Hat er immer noch die Fähigkeit, die Sehnsüchte derer zu erahnen, die ihn umgeben? Erneut wird er mit der Frage konfrontiert: Kann er den Menschen dabei helfen, ihre Träume zu leben, statt ihr Leben zu träumen – und selbst das Glück und die Liebe finden?


Rezension:
Er war ein einsamer kleiner Junge, was sich auch zu Beginn seiner Schulzeit nicht änderte. Er war kleiner und schmächtiger als die meisten und fand ausgerechnet in Marques einen Rivalen um die Gunst einer Mitschülerin, der ihm körperlich weit überlegen ist. Halt findet er beim Hausmeister Yves und später bei Luc, einem Mitschüler, der sein bester Freund wird. Doch wirklich öffnen kann sich der kleine Junge nicht, denn er hat ein Geheimnis - wenn die Schatten der anderen seinen Weg kreuzen, erfährt er durch diese ihre Geheimnisse, ihr wahres Wesen. Dass er anders ist, weiß er und so erzählt er niemandem, dass er ein Schattendieb ist.

Nur mit Lucs Hilfe hat er dennoch eine halbwegs glückliche Schulzeit, auch wenn sein Vater die Familie verlässt. Zwar kann er seine Mitschülerin nicht für sich erobern, doch in den Ferien lernt er ein Mädchen kennen, das ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Leider sieht er sie nicht wieder, denn seine Mutter fährt mit ihm nie wieder dorthin.

Jahre später hat er sein Medizinstudium fast abgeschlossen und blickt einer verheißungsvollen Zukunft entgegen. Dank seiner Gabe, die er nie verloren hat, gelingt es ihm, sogar an einem kleinen, fast todgeweihten Patienten, ein Wunder zu wirken. Doch ist es wirklich das, was er für den Rest seines Leben machen will? Hatte er nicht einst einen ganz anderen Traum von einem kleinen Mädchen?


Der Schattendieb! Der Plot wurde bildhaft und geradezu phantastisch erarbeitet. Manchmal hatte ich bei der Lektüre fast das Gefühl, ich würde mich mitten in einem Märchen befinden, so verzaubert war ich von der Geschichte des Schattendiebes. Die Figuren wurden authentisch und abwechslungsreich erarbeitet. Gerade der kleine Schattendieb hat es mir angetan und ich war entzückt mitzuerleben, wie aus dem kleinen, unsicheren jungen, ein charakterstarker junger Mann wurde, der sich final dazu entschließt, seinem eigenen Herzen zu folgen. Den Schreibstil kann ich nur als zauberhaft beschreiben, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch wunderschöne Lesestunden bereitet hat - für mich hätte das Buch gerne länger sein dürfen!



Bewertung



Von Marc Levy bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst nach Deaktivierung des Adblockers sichtbar)


Der Autor:
Marc Levy wurde 1961 in Frankreich geboren. Nach seinem Studium in Paris lebte er in San Francisco. Mit siebenunddreißig Jahren schrieb er für seinen Sohn seinen ersten Roman, Solange du da bist, der von Steven Spielberg verfilmt und auf Anhieb ein Welterfolg wurde. Seitdem wird Marc Levy in fünfundvierzig Sprachen übersetzt, und jeder Roman ist ein internationaler Bestseller. Marc Levy lebt zur Zeit mit seiner Familie in New York. (Text von Randomhouse übernommen).

Zur Website des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch bekam ich geschenkt.

Dienstag, 22. Dezember 2015

[Rezension] Marc Levy - All die ungesagten Worte



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Knaur TB (13. Dezember 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426503859
ISBN-13: 978-3426503850
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 2,8 x 19,2 cm

Inhalt gem. Knaur:
Kurz vor der Hochzeit erfährt Julia, dass ihr Vater an ihrem großen Tag nicht dabei sein kann. Dies wundert sie gar nicht, denn der erfolgreiche Geschäftsmann Anthony zeichnete sich schon immer durch Abwesenheit aus, die diesmal jedoch endgültig zu sein scheint: Er ist gestorben, und anstatt zu heiraten, muss Julia seine Beerdigung organisieren.
Da bekommt sie ein seltsames Paket – einen »Gruß« des Verstorbenen. Aber ist er wirklich tot?
Julia begibt sich auf eine Reise, die sie von Paris nach Berlin führt und an deren Ende sie nicht nur ihren Vater in einem neuen Licht sieht, sondern auch die wahre Liebe findet …

Zum Buch:
Obwohl sie sich schon lange mit ihrem Vater nichts zu sagen hat, hofft Julia, dass er an ihrem großen Tag, ihrem Hochzeitstag, dabei sein werde. Aber es kommt ganz anders, die Hochzeit findet nicht statt, da statt Trauung an diesem Tag die Beerdigung ihres Vaters stattfindet.
Sie kann es nicht glauben, es sieht aus, als wäre es mit Absicht geschehen.
Als sie in ihr Appartement kommt, findet sie dort eine riesige Kiste vor. Der Inhalt ist ein Android, eine 1:1-Kopie ihres Vaters. Einmal in Gang gesetzt, erzählt er ihr, dass er der Prototyp einer neuen Produktionsreihe ist, deren Investor er war.
Der Android hat eine Lebensdauer von 6 Tagen, wenn er nicht vorher deaktiviert wird, so dass der Verstorbene nach seinem Ableben noch einmal die Gelegenheit hat, mit unerledigten Sachen ins Reine zu kommen bzw. mit seinen Angehörigen noch einmal Kontakt aufnehmen kann.
Julia ist stinksauer auf ihren Vater, auch wenn er als "neugeborener" Tote vor ihr steht, und ist nicht bereit zu verzeihen, dass er sie in den letzten Jahren mehr oder weniger vergessen hat.
Ihr Vater bittet sie um die 6 Tage, eine letzte Chance für ihn, Zeit mit Julia zu verbringen. Widerwillig gibt sie ihm die Zeit, nicht ahnend, dass auch sie ihren Vater in der Zeit neu kennenlernen wird. Eine Zeit, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird...

Was für eine schöne Idee, nach dem Ableben noch einmal Kontakt aufnehmen zu können und längst vergangenes ins Reine zu bringen.

Vater und Tochter fahren gemeinsam nach Montreal ins gebuchte Hotel, in dem Julia eigentlich ihre Hochzeitsreise verbringen wollte.
Von dort geht die Reise nach Berlin, um Vergangenes aufzuarbeiten. Vor 20 Jahren hatte sie dort ihre große Liebe Thomas zurücklassen müssen, als ihr Vater sie urplötzlich nach Hause holte. Viele Briefe folgten zwischen Julia und Thomas, bis er in Afghanistan einem Bombenattentat zum Opfer fiel.
Vergessen konnte Julia ihn nie, aber das Leben ging weiter. Nun steht sie wieder in der Stadt, die sie vor 20 Jahren erlebte, als die Mauer zwischen Ost und West fiel.

Eine ans Herz gehende Geschichte von Marc Levy hält man mit diesem Roman in Händen. Julias Vater ist bemüht, in den ihm verbleibenden 6 Tagen gemeinsam mit seiner Tochter vieles wieder gutzumachen, wo er als Vater versagt hat. Julia macht es ihm nicht leicht, zu tief sitzt der Schmerz, der sie immer wieder traf, wenn ihr Vater vor Abwesenheit glänzte.

Durch die Konfrontation mit ihrem Vater wird ihre Vergangenheit wieder lebendig, sie erinnert sich an die Zeit von vor 20 Jahren, als sie jung und glücklich war. Wie wäre ihr Leben verlaufen, wenn ihr Vater damals nicht eingeschritten wäre?
Was wäre wenn, eine Konstellation, die schwer nachzuempfinden ist.
Was bezweckt ihr Vater, nun mit ihr nach Berlin zu reisen?

Der Roman wurde aus der Sicht verschiedener Protagonisten geschrieben, die das Gesamtbild abrunden.
Julia ist eine Frau, die man gern haben muss, mit dem Vater empfand ich nur Mitleid. Mitleid, dass es ihm erst nach seinem Tod gelungen ist, das Wichtige zu sondieren.
Besondere Erwähnung möchte ich Julias schwulem Freund, Stanley, gewähren. Er ist für Julia der Fels in der Brandung, sei es beim Schuhekauf oder bei Ratschlägen. Wer so einen Freund hat, der ist fürs Leben gewappnet.

Ein wunderbarer Roman, den man gelesen haben sollte, wenn man Fan von Marc Levy ist, aber auch, wenn man einfach nur gut unterhalten werden möchte mit einer Geschichte, die mich berührt hat.


Zum Autor:
(übernommen von Knaur)
Marc Levy wurde 1961 als Sohn eines Verlegers in Frankreich geboren. Er ist von Beruf Architekt und entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino. Von 1983 bis 1990 lebte er in San Francisco, wo er studierte und sein erstes Unternehmen gründete.
Sein erster Roman, "Solange du da bist", der von Steven Spielberg verfilmt worden ist, wurde zu einem internationalen Bestseller, genauso wie "Wo bist du?", "Sieben Tage für die Ewigkeit", "Bis ich dich wiedersehe", "Zurück zu dir", "Wenn wir uns wiedersehen" und "Kinder der Hoffnung".
Seit seinem Welterfolg lebt Marc Levy als freier Schriftsteller in London und New York.


Bibliographie und Rezensionen von Marc Levy findet ihr auf unserer Autorenseite


Bücher von Marc Levy, die bereits von uns gelesen und rezensiert wurden:

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 18. Juni 2012

[Rezension] Marc Levy - Wer Schatten küsst



Leseprobe


Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (23. April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764504307
ISBN-13: 978-3764504304
Originaltitel: Le voleur d'ombres
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,2 x 2,6 cm

Covertext:
Was wäre, wenn das Kind, das Sie waren, der Person begegnen würde, die Sie heute sind ...
Er stiehlt die Schatten derer, die seinen Weg kreuzen – Freunde, Feinde und seine erste Liebe. Und er erhält so Einblick in ihre Träume, Wünsche und Sorgen. Was soll er aber mit dieser Gabe anfangen, die ihn so verwirrt? Jahre später ist aus dem Schattendieb ein Arzt geworden. Hat er immer noch die Fähigkeit, die Sehnsüchte derer zu erahnen, die ihn umgeben? Erneut wird er mit der Frage konfrontiert: Kann er den Menschen dabei helfen, ihre Träume zu leben, statt ihr Leben zu träumen, und selbst das Glück und die Liebe finden? 

Zum Buch:
Er ist ein kleiner unscheinbarer Junge. Als er eines Tages als Neuer in einer neuen Schule anfängt, hat er es schwer, Freunde zu finden. In Luc findet er einen Freund fürs Leben und in Marquès findet er einen Feind, der ihm in der Schule das Leben schwer machen wird. Es spitzt sich zu, als sie beide sich zu Elisabeth hingezogen fühlen.
Der Junge, dessen Name nie genannt wird, besitzt die Gabe, sich fremde Schatten anzueignen. Sie sprechen mit ihm und er erfährt von ihnen die Wahrheit und die verborgenen Ängste der Personen und kann auch in deren Zukunft sehen. Er ist verwirrt, verlangen doch die Schatten von ihm, dass er helfen soll, aber kann er das?...
Jahre später, er studiert Medizin, besinnt er sich wieder auf seine Gabe, als er sich um einen kleinen Patienten bemüht, der das Essen verweigert.
Auch jetzt wollen die Schatten, dass er hilft, aber wird ihm das auch selber helfen? ...

Mit wenigen Seiten ist es Marc Levy gelungen, ein sehr gefühlvolles Buch zu schreiben.
Er erzählt eine Geschichte von einem kleinen Jungen, der anfangs unscheinbar ist und sich später seinen Platz in der Gesellschaft geschaffen hat.
Er hat eine Gabe, er kann mit Schatten sprechen und nimmt die Gefühle und Wahrheiten deren Eigentümer auf. Durch die Verständigung mit den Schatten kann er Dinge erkennen und Menschen verstehen, die sich ihm sonst nie offenbart hätten.
Durch seine Erkenntnisse versucht er auf unaufdringliche und leise Art, diesen Menschen zu helfen, ohne dass sie es spüren oder ahnen.

Der Protagonist ist ein sehr feinfühliger und sympathischer junger Mann, der sich in andere Menschen hineinversetzen kann und versucht, sie in die richtige Richtung zu bringen. Das ihm das bei seinem eigenen Gefühlsleben nicht ganz gelingt, bemerkt man an seiner Beziehung zu Sophie.
Erst als er durch Zufall wieder an eine Begebenheit aus der Vergangenheit denken muss, erinnert er sich wieder an das kleine taubstumme Mädchen Cléa, dem er einst begegnete und die sein Herz berührte.

Eine wunderschöne Geschichte, die ans Herz geht und den Leser mit auf eine Reise nimmt auf den Weg zum Erwachsen werden.
Sie zeigt auch eine sehr schöne Mutter-Sohn-Beziehung auf und lässt den Leser miterleben, wie die beiden auch aus der Ferne Kontakt halten und sich wirklich nah sind.

Zu Beginn des Buches war für mich nicht ersichtlich, wohin die Gabe den Jungen führen sollte. Das hätte man meiner Meinung noch ein wenig ausbauen können, deshalb ziehe ich in der Bewertung auch ein Pfötchen ab.
Wirklich gepackt hat mich der Roman ab der Mitte des Buches, als die Geschichte im Erwachsenenalter fortgeführt wurde. Ab da gab es dann kein Halten mehr und als Leser wird man von der Geschichte vollends vereinnahmt.

Ein wirklich sehr schönes tiefergehendes Buch.


Bewertung:



Zum Autor:
(übernommen von blanvalet)
Marc Levy ist 1961 in Frankreich geboren. Nach seinem Informatik- und Betriebswirtschaftsstudium an der Universität in Paris hat er in San Francisco gelebt. 1990 eröffnete er mit zwei Freunden ein Architektenbüro in Paris. Mit siebenunddreißig Jahren schrieb er für seinen Sohn seinen ersten Roman. Seine Romane sind in zweiundvierzig Sprachen übersetzt und internationale Bestseller. Marc Levy lebt zur Zeit mit seiner Familie in New York.



Bibliographie und Rezensionen von Marc Levy findet ihr auf unserer Autorenseite



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Bücher von Marc Levy, die bereits von uns gelesen und rezensiert wurden:

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 26. April 2012

[Rezension] Marc Levy - Die erste Nacht (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 477
ISBN: 978-3-764-50379-6
Erscheinungstermin: 29. November 2010 (1. Auflage)
Format: Hardcover

Verlag: blanvalet

Klappentext:
Aus Keiras und Adrians Begegnung ist Liebe geworden, aus ihren Forschungen über den Ursprung der Welt ein verhängnisvolles Chaos. Als Keira in den Gewässern des chinesischen Gelben Flusses verunglückt, ist für Adrian alles verloren. Monate später sind die körperlichen Wunden zwar geheilt, doch der seelische Schmerz bleibt – bis Adrian ein Foto erhält, das Hinweise darauf gibt, dass die Frau, die er liebt, den tragischen Autounfall überlebt haben könnte.

Voller Hoffnung macht sich Adrian auf die Suche nach Keira und den fehlenden Teilen des rätselhaften Anhängers, der das Mysterium unserer Herkunft preisgeben soll. Doch die finsteren Mächte, die im Hintergrund die Fäden ziehen, sind felsenfest entschlossen, jeden zu beseitigen, der das Geheimnis lüften will. Und so muss sich Adrian zwischen seiner Liebe und der Wahrheit entscheiden ...

Rezension:
Adrian ist am Boden zerstört - bei einem Mordanschlag in China ist er nur knapp dem Tod entkommen, Keira konnte sich allerdings nicht mehr aus dem Auto im Fluss befreien. Seit nunmehr drei Monaten lebt er bei seiner Mutter auf einer Insel und versucht noch immer Keiras Tod zu verarbeiten. Erst jetzt, wo er sie verloren hat, weiß er, was sie ihm wirklich bedeutet. Dann bekommt er eines Tages ein Paket aus China - es beinhaltet einige Sachen, die er nicht mitgenommen hat. Unter anderem sind Fotos dabei und auf einem dieser Fotos ist Keira - aber sie hat eine Narbe auf der Stirn. Adrain weiß, dass dieses Foto erst nach dem Unfall gemacht worden sein kann, also könnte Kaira noch am Leben sein. Jetzt gibt es kein Halten mehr, Adrian macht sich umgehend auf den Weg nach China - und kommt doch nicht dort an. Noch im Flugzeug bricht er mit einer Lungenentzündung zusammen. Er hat nur überlebt, weil der Pilot umgedreht ist. Nach einigen Tagen im Krankenhaus, erlangt er wieder das Bewusstsein. Seine Mutter und Tante kümmern sich aufopferungsvoll um ihn, doch Adrian weiß, er muss nach China und Keira suchen. Mit Hilfe seines Freundes Walter gelingt ihm die Flucht aus dem Krankenhaus.

Umgehend macht sich Adrian auf den Weg nach China um Keira endlich wieder zu sehen. Er muss jedoch feststellen, dass diese seit 3 Monaten im Gefängnis ist, denn sie hatte keinen Pass bei sich, der ja auf dem Grund des Flusses liegt und war demnach illegal im Land. Adrian setzt alle ihm möglichen Hebel in Bewegung, um Keira aus dem Gefängnis zu bekommen - er bedrängt sogar einen Richter, was ihn selbst in ebenjenes Gefängnis bringt. Tatsächlich werden beide jedoch am nächsten Tag entlassen, doch an statt zur Ruhe zu kommen, geht die Jagd nach den Artefakten weiter, die sie weiterhin immer wieder in alle Teile der Welt führt ...


Die Geschichte um die Entstehung der Menschheit sowie die Liebe zwischen Adrian und Keira geht weiter. Auch in diesem Band  führt der Autor den Leser wieder in die unterschiedlichsten Regionen der Welt, immer auf der Jagd nach den Artefakten, die ein Geheimnis in sich bürgen und verfolgt von einem unsichtbaren Gegner. Das Buch wird aus Sicht Adrians geschrieben, wobei ich mich damit nicht wirklich anfreunden konnte. Gerade auf Grund nur dieser einen Sicht, fand ich, dass die anderen Charaktere teilweise doch echt zu kurz gekommen sind. Auch in diesem Band war der Schreibstil wieder durchaus spannend, aber auf Grund der ständig wechselnden Handlungsorte hatte ich zwischendurch echt Mühe, mich geografisch noch zurecht zu finden. Alles in allem kann ich sagen, dass das Buch durchaus lesbar ist, mich jedoch nicht vollständig überzeugen konnte.

Bewertung

Der Autor:
Marc Levy wurde 1961 als Sohn eines Verlegers in Frankreich geboren. Er ist von Beruf Architekt und entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino. Von 1983 bis 1990 lebte er in San Francisco, wo er studierte und sein erstes Unternehmen gründete. Sein erster Roman, "Solange du da bist", der von Steven Spielberg verfilmt worden ist, wurde zu einem internationalen Bestseller, genauso wie "Wo bist du?", "Sieben Tage für die Ewigkeit", "Bis ich dich wiedersehe", "Zurück zu dir", "Wenn wir uns wiedersehen" und "Kinder der Hoffnung". Seit seinem Welterfolg lebt Marc Levy als freier Schriftsteller in London und New York.

Zur deutschen Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Dieses Buch bekam ich von Kleeblatt geschenkt, das sich die übrigen hauseigenen-Levy-Bücher ebenfalls in meiner Bibliothek befinden.

 

Mittwoch, 21. März 2012

[Rezension] Marc Levy - Am ersten Tag (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 478
ISBN: 978-3-764-50373-4
Erscheinungstermin: 17. August 2010 (1. Auflage)
Format: Hardcover

Verlag: blanvalet

Klappentext:
Am ersten Tag erwacht die Liebe … Wo erwacht der Morgen? Wo endet die Nacht? Er ist Astrophysiker und sucht den ersten Stern. Sie ist Archäologin und sucht den ersten Menschen. Zusammen finden sie in einem erloschenen Vulkan einen rätselhaften Stein, der sie für immer aneinanderbinden und den Lauf ihres Lebens verändern wird. Doch jemand will um jeden Preis verhindern, dass Keira und Adrian das Geheimnis lüften, denn es würde alles in Frage stellen, was wir über den Ursprung der Welt und der Menschheit zu wissen glauben. Für die beiden leidenschaftlichen Wissenschaftler beginnt ein gefährlicher Wettlauf um ihr Leben, aber auch um ihre Liebe … Zwei Menschen auf der Suche. Zwei Schicksale, die sich kreuzen. Ein Geheimnis, das alles verändern wird.

Rezension:
Keira ist Archäologin und leitet in Äthiopien seit 3 Jahren eine Ausgrabungsstätte. Sie ist auf der Suche nach dem ersten Menschen. Während ihrer Zeit in Äthiopien ist sie dem kleinen Waisen Harry eine Ziehmutter geworden. Doch ein Sandsturm zerstört die Ausgrabungsstätte und somit alle Träume Keiras, endlich auf die Spur des ersten Menschen zu stoßen. Resigniert und arbeitslos kehrt sie nach Paris zu ihrer Schwester Jeanne zurück. Harry muss sie in Äthiopien lassen, verspricht ihm aber, wieder zu kommen. Jeanne arbeitet im französischen Nationalmuseum für nichteuropäische Kunst und als Keira sie besucht, lernt sie dort Prof. Ivory kennen. Dieser ist fasziniert von einem Anhänger, den Keira von Harry geschenkt bekommen hat und bekommt ihn zu Untersuchungszwecken von Keira ausgehändigt. Allerdings gibt der Anhänger nur Rätsel auf - weder sein Alter noch seine Herkunft sind zu bestimmen.

Der Astrophysiker Adrian verfolgt hingegen seinen eigenen Traum. Er will schon seit seiner Kindheit wissen, wo der Morgen erwacht und die Nacht endet. Er scheint seinem Ziel sehr nahe, doch im Plateau der Atacama-Wüste in Chile kommt es zu einem Unfall. Es ist ihm unmöglich, dort weiter zu arbeiten und er kehrt in seine Heimat nach London zurück. Hier überredet ihn ein Kollege, sein Projekt einem Forschungsausschuss vorzustellen, um eventuell das Preisgeld von 2 Mio. EUR zu gewinnen und damit seine Forschung zu finanzieren.

Doch auch Jeanne hat Keira für diesen Wettbewerb angemeldet, damit ihre Schwester ihre Arbeit in Äthiopien weiterführen kann. Wie durch ein Wunder gewinnt Keira den Wettbewerb, muss sich den ersten Platz allerdings teilen. Dennoch, mit 1 Mio. EUR ist eine Finanzierung ihrer weiteren Arbeit gesichert. Durch Zufall begegnen sich Keira und Adrian und verbringen einen wundervollen Abend miteinander und schwelgen in Erinnerungen, denn beide waren vor Jahren einen Sommer lang zusammen. Bevor sich Keira auf den Rückweg nach Paris macht, lässt sie ihren Anhänger bei Adrian.

Dieser macht durch Zufall eine erstaunliche Entdeckung und läuft damit Gefahr, die Welt zu verändern. Er weiß, das Rätsel um den Anhänger kann er nur mit Keira zusammen lösen - doch beide ahnen nicht, in was für eine Gefahr sie sich begeben, denn nicht jeder will, dass dieses gut gehütete Geheimnis aufgedeckt wird ...


Eine Geschichte über die Entstehung der Menschheit, Mystik und die Vergangenheit. Gekonnt führt der Autor den Leser in die verschiedensten Regionen der Welt, immer auf der Jagd nach einem Geheimnis und gejagt von einem geheimen Gegner. Das Buch wird aus Sicht verschiedener Personen beschrieben, z. B. aus Sicht von Keira, Adrian oder auch Prof. Ivory. Der Schreibstil konnte durchaus mit spannenden Elementen aufwarten, jedoch empfand ich die Dialoge in diesem Buch als sehr hölzern bzw. gestellt. Auf Grund dieser für mich längeren Passagen, empfand ich zwischendurch nicht unbedingt den Drang, das Buch schnellstmöglich zu beenden. Mit Band 2 "Die erste Nacht" werde ich mir wohl noch etwas Zeit lassen.


Bewertung

Der Autor:
Marc Levy wurde 1961 als Sohn eines Verlegers in Frankreich geboren. Er ist von Beruf Architekt und entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino. Von 1983 bis 1990 lebte er in San Francisco, wo er studierte und sein erstes Unternehmen gründete. Sein erster Roman, "Solange du da bist", der von Steven Spielberg verfilmt worden ist, wurde zu einem internationalen Bestseller, genauso wie "Wo bist du?", "Sieben Tage für die Ewigkeit", "Bis ich dich wiedersehe", "Zurück zu dir", "Wenn wir uns wiedersehen" und "Kinder der Hoffnung". Seit seinem Welterfolg lebt Marc Levy als freier Schriftsteller in London und New York.

Zur deutschen Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Kleeblatt hat angeregt, unbedingt diese Buch aus der Bücherei zu entleihen und was soll ich sagen? Ihr Wunsch war mir Befehl - bei der Gelegenheit habe ich es gleich mal mitgelesen.


Mittwoch, 7. März 2012

[Rezension] Marc Levy - Tag / Nacht 02: Die erste Nacht





Leseprobe

Eckdaten: 
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten 
Verlag: Blanvalet Verlag (29. November 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3764503793 
ISBN-13: 978-3764503796 
Originaltitel: La première nuit

Buchcovertext:
Ein mysteriöser Stein hat Keira und Adrian zueinander geführt - und ihre Schicksale besiegelt, denn das Geheimnis, das er verbirgt, ist tödlich. Als Keira in China verunglückt, scheint für Adrian alles verloren. Bis er ein Foto erhält, das Hinweise darauf gibt, dass Keira überlebt haben könnte. Voller Hoffnung macht er sich auf die Suche nach ihr und den fehlenden Teilen des rätselhaften Amuletts. Doch jemand ist felsenfest entschlossen, jeden zu beseitigen, der die Mysterien unserer Herkunft aufdecken will. Uns so muss sich Adrian zwischen seiner Liebe und der Wahrheit entscheiden ...

Zum Buch:
"Die erste Nacht" ist die Fortsetzung des Romans "Am ersten Tag".

Adrian ist am Boden zerstört, musste er doch miterleben, wie seine Freundin Keira im gelben Fluss ertrunken ist. Er war bei ihr, bis er selbst ohnmächtig wurde. 
Als ihm ein Foto zugespielt wurde, auf dem Keira nach dem Unfall zu sehen war, kann er es kaum fassen. Sollte sie wirklich noch am Leben sein?
Doch bevor er sich in China davon überzeugen kann, wird er durch eine schwere Lungenentzündung außer Kraft gesetzt.
Noch bevor er diese richtig auskuriert hat, fliegt er nach China, um Keira zu holen, die dort inzwischen zu einer Haftstrafe verurteilt wurde.
Trotzdem die beiden soviel Hindernisse zu überwältigen hatten, geben sie nicht auf und suchen weiter danach, das Geheimnis der Steine zu ergründen.
Weiter hetzen sie von Land zu Land, bringen viele Kilometer hinter sich und jagen den Hinweisen nach, die ihnen durch Prof. Ivory zugesteckt werden.
Nur, welches Spiel spielt der Prof. und welche Ziele verfolgt er?
Mehr als einmal trachtet man ihnen nach dem Leben, was sie aber nicht entmutigt.

Wird es ihnen je gelingen, hinter das Geheimnis der Steine zu kommen und wenn ja, was machen sie mit diesem Wissen?

Mit diesem Band schließt Marc Levy an den Vorgänger "Am ersten Tag" an und auch dieser Teil ist spannend geschrieben.
Akribisch genau lässt der Autor den Leser an der Suche nach dem Geheimnis der Steine teilnehmen. Wieder bereisen die beiden Protagonisten Adrian und Keira die halbe Welt und werden von den Leuten gejagt, die um jeden Preis verhindern wollen, dass die Wahrheit publik gemacht wird.
Immer wieder stellt sich die Frage, ist die Menschheit für diese Wahrheit schon bereit?
Auch wenn es Rückschläge gibt, Adrian und Keira geben nicht auf, auch wenn sie um ihr Leben bangen müssen.
Marc Levy hat auch für diesen Band wieder hervorragende Recherchearbeit geleistet, so dass der Leser auch die geschichtlichen Aspekte versteht. Diese sind z.B. auch mit einer Karte im inneren des Buches belegt.
Den Ausgang der Geschichte habe ich so schon geahnt, so dass mich das Ende nicht wirklch überraschen konnte. 
Ein wenig habe ich in diesem Band die grandiosen Beschreibungen der Örtlichkeiten vermisst, die mir im ersten Band so gut gefallen haben, das störte aber nicht den Fluss der Handlung.

Auch dieses Buch konnte ich nicht aus der Hand legen, es war spannend bis zum Schluss und hält den Leser in Atem.

Bewertung:



Zum Autor:
(übernommen von blanvalet)
Marc Levy ist 1961 in Frankreich geboren. Nach seinem Informatik- und Betriebswirtschaftsstudium an der Universität in Paris hat er in San Francisco gelebt. 1990 eröffnete er mit zwei Freunden ein Architektenbüro in Paris. Mit siebenunddreißig Jahren schrieb er für seinen Sohn seinen ersten Roman. Seine Romane sind in zweiundvierzig Sprachen übersetzt und internationale Bestseller. Marc Levy lebt zur Zeit mit seiner Familie in New York.



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 5. März 2012

[Rezension] Marc Levy - Tag / Nacht 01: Am ersten Tag





Leseprobe

Eckdaten: 
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten 
Verlag: Blanvalet Verlag (23. August 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3764503734 
ISBN-13: 978-3764503734 
Originaltitel: Le premier jour 
Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 4 cm

Buchcovertext:
Adrian ist Astrophysiker und sucht den ersten Stern. Keira ist Archäologin und sucht den ersten Menschen. Ein rätselhafter Stein, der im Krater eines afrikanischen Vulkans gefunden wird, bindet sie auf immer aneinander und verändert den Lauf ihres Lebens. Denn jemand will um jeden Preis verhindern, dass sie das Geheimnis des Steins lüften, weil es alles in Frage stellen würde, was wir über den Ursprung der Welt zu wissen glauben. Für Adrian und Keira beginnt ein dramatischer Wettlauf um ihr Leben, aber auch ihre Liebe ist in Gefahr ...

Zum Buch:
Adrian ist Astrophysiker und Keira Archäologin. Sie kennen sich seit Jahren, sind sich aber nach einer kurzen Liebesaffäre seit 15 Jahren nicht mehr begegnet. Beide sind vom Wesen her ehrgeizig, so dass sie keine Gemeinsamkeiten für eine gemeinsame Zukunft gesehen haben. 
Keira ist Französin und arbeitet bei Ausgrabungen in Äthiopien, als sie aufgrund eines Sandsturmes, der ihre ganze Arbeit zunichte gemacht hat, das Land verlassen musste.
Adrian, geborener Grieche, wohnhaft in London, arbeitet in Chile in der Atacama-Wüste, die auch er abbrechen muss, weil er höhenkrank wurde.
Adrian und Keira treffen sich nach Jahren wieder, als sie beide sich mit einem Projekt bei der Walsh-Stiftung beworben haben.
Keira, die von Harry, ihrem Ziehkind aus Äthiopien, eine Kette mit einem sonderbaren Stein erhalten hat, trifft sich vor der Preisverleihung mit Prof. Ivory, um ihm den Stein zu zeigen. Sie ahnt nicht, welche Welle sie damit in Gang setzt.
Nachdem sie eine Nacht mit Adrian verbracht hat, hinterlässt sie ihm auf dem Nachtisch die Kette.
Durch Zufall entdecken Adrian und sein Kollege Walter eine Eigenart des Steins, die sie animieren, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.
Adrian fährt nach Äthiopien zu Keira, die aufgrund des Stiftungsgewinnes in der Lage war, ihre Forschungen dort fortzusetzen und gemeinsam machen sie sich auf, um das Geheimnis zu lüften.
Anfänglich ist ihnen nicht klar, in welcher Gefahr sie schweben, denn es gibt eine Gruppe, die verhindern will, dass das Geheimnis um den Stein öffentlich gemacht wird. 
Diese schrecken auch vor Mord nicht zurück...

Marc Levy hat ein Werk geschaffen, das man nicht aus der Hand legen kann. Es ist mitreißend, spannungsgeladen und keine Minute langweilig.
Die beiden Protagonisten Adrian und Keira begeben sich auf die Suche nach dem Geheimnis des Steines und werden dabei rund um den Globus geschickt.
Geschickt verknüpft der Autor geschichtliches mit der Handlung. So erfährt der Leser u.a. von der Ausgrabung von Lucy, der Himmelsscheibe von Nebra und dem Mythos um die weißen Pyramiden von China. 
Gekonnt verbindet er die beiden Wissenschaften Astrophysik und Archäologie miteinander.
Die Handlung ist strukturiert aufgebaut und lässt sich gut nachvollziehen.
Durch die Beschreibungen der Örtlichkeiten hat der Leser das Gefühl, mit den beiden zusammen unterwegs zu sein. 
Wunderbar bildlich hat er die Hängebrücken und Treppen auf der "Weißen Pyramide" beschrieben, so dass ich wusste, da gehe ich nicht rüber.
Ein wirklich abenteuerliches Buch auf der Suche nach einem Geheimnis.

Wer Marc Levy liebt, sollte sich dieses Buch auf keinen Fall entlgehen lassen. Aber auch jedem anderen kann ich dieses Buch wärmstens ans Herz legen.

Ich bin nun auf den 2. Teil "Die erste Nacht" gespannt, wie es mit Keira und Adrian weitergeht, ob sie das Geheimnis lüften werden.


Bewertung:



Zum Autor:
(übernommen von blanvalet)
Marc Levy ist 1961 in Frankreich geboren. Nach seinem Informatik- und Betriebswirtschaftsstudium an der Universität in Paris hat er in San Francisco gelebt. 1990 eröffnete er mit zwei Freunden ein Architektenbüro in Paris. Mit siebenunddreißig Jahren schrieb er für seinen Sohn seinen ersten Roman. Seine Romane sind in zweiundvierzig Sprachen übersetzt und internationale Bestseller. Marc Levy lebt zur Zeit mit seiner Familie in New York.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 24. November 2011

[Rezension] Marc Levy - Wenn wir zusammen sind


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 347
ISBN: 978-3-426-66267-0
Erscheinungstermin: 12. April 2007
Format: Hardcover

Verlag: Knaur

Klappentext:
Mathias und Antoine, beide in den Dreißigern, beide allein-erziehende Väter, beschließen, gemeinsam in einem Haus in London zu wohnen und ihre Kinder zusammen zu erziehen. Zwei Spielregeln stellen sie sich auf: keine Babysitter – und keine Frau im Haus … Fortan soll das Wohl ihrer Kinder, des kleinen Louis und der reizenden Emily, im Mittelpunkt stehen. Doch wie das so ist mit den selbst auferlegten Regeln: Sie sind schnell aufgestellt, aber ebenso schnell gebrochen! Eines Tages nämlich tritt die Journalistin Audrey in Mathias’ Leben. Mathias ist sofort fasziniert von dieser Frau. Doch wie soll er seinem Hausgenossen Antoine, der streng auf die Einhaltung der Regeln pocht, klarmachen, dass er sich verliebt hat? Aber auch auf Antoine wartet bereits das Glück – in Gestalt der zauberhaften Floristin Sophie …


Rezension:
Antoine ist von Beruf Architekt, allein erziehender Vater und lebt in London. Er hat sich, so gut es geht, sein Leben mit seinem Sohn Louis eingerichtet. Das Leben der beiden ist von morgens bis abends durchstrukturiert, sodass wenig Platz für Spontanität ist.

Mathias, Antoines bester Freund seit Kindertagen, lebt in Paris und verdient sein Geld als angestellter Buchhändler. Glücklich ist er jedoch nicht, denn seine Ex-Frau ist zusammen mit seiner Tochter Emily nach London gezogen, da sie dort in der französischen Botschaft arbeitet. Als Mathias einem Kunden seine Meinung sagt, wird er gefeuert.

Als Mathias Antoine davon erzählt, hat dieser den rettenden Einfall. Im französischen Viertel von London ist ein Buchladen an einen Buchhändler abzugeben, gegen eine geringe Provision des Verkaufserlös. Mathias hat anfänglich Bedenken in ein anderes Land zu ziehen, in dem er fremd ist und die Sprache nicht beherrscht. Doch die Aussicht, mehr Zeit mit seiner Tochter zu verbringen und eventuell seine Ex-Frau zurück zu gewinnen, lässt ihn die Zweifel besiegen.

Kaum in Paris angekommen, wird Mathias umgehend die Buchhandlung übergeben. Diese liegt tatsächlich mitten im französischen Viertel der Stadt, direkt gegenüber dem Architektenbüro von Antoine und vertreibt ausschließlich französische Literatur. Doch damit enden die guten Nachrichten, denn er muss erfahren, dass seine Ex-Frau nach Paris versetzt wird und dieses Angebot nicht ablehnen kann. Zumal sie nunmehr jemanden hat, der sich um die gemeinsame Tochter kümmert, die sie nicht aus ihrem jetzigen Umfeld reißen will: Mathias. Nun steht er da, allein erziehend in einem fremden Land und einem sehr beengten Haus.

Eines Nachts hat Mathias den rettenden Einfall: Er und Antoine ziehen zusammen und kümmern sich gemeinsam um den Haushalt und die Kinder. Doch es gibt Regel: Es kommt kein Babysitter ins Haus und auch keine Frauen.

Anfangs geht in dieser ungewöhnlichen Familienkonstellation alles gut, doch schon bald darauf lernt Mathias die Journalistin Audrey kennen und ist vom ersten Augenblick an fasziniert von ihr. Es dauert nicht lange und die Regeln des häuslichen Zusammenlebens werden von Mathias mehr als nur gebeugt. Antoine hingegen hält weiterhin an diesen Regeln fest, obwohl er tief im Inneren spürt, dass er für die junge Floristin Sophie, die ihren Blumenladen ebenfalls im französischen Viertel hat, mehr empfindet, als nur Freundschaft ...


Eine Geschichte um zwei allein erziehende Väter, die versuchen, den Alltag zusammen mit ihrem Nachwuchs zu trotzen und: Was für eine Enttäuschung. Die Story an sich mag ja recht gut erdacht sein, die Ausführung hingegen ist ein absoluter Flop. Die Geschichte ist absolut oberflächlich und teilweise verwirrend geschrieben, die Charaktere weisen wenig bis gar keine Tiefe auf und vor allem am kindlichen Verhalten von Mathias habe ich mich unheimlich gestört. Wenn so was als Beispiel eines allein erziehenden Vaters herhalten soll - na dann Prost Mahlzeit. Alles in allem ein ausgesprochen enttäuschendes Buch. Eine halbe Note gebe ich, weil die Kinder als einziges auf mich Eindruck gemacht haben.

Bewertung: Note 4-


Der Autor:
Marc Levy wurde 1961 als Sohn eines Verlegers in Frankreich geboren. Er ist von Beruf Architekt und entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino. Von 1983 bis 1990 lebte er in San Francisco, wo er studierte und sein erstes Unternehmen gründete. Sein erster Roman, "Solange du da bist", der von Steven Spielberg verfilmt worden ist, wurde zu einem internationalen Bestseller, genauso wie "Wo bist du?", "Sieben Tage für die Ewigkeit", "Bis ich dich wiedersehe", "Zurück zu dir", "Wenn wir uns wiedersehen" und "Kinder der Hoffnung". Seit seinem Welterfolg lebt Marc Levy als freier Schriftsteller in London und New York.

Zur deutschen Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Auch dieses Buch habe ich in der Bibliothek entdeckt und ich kann nur sagen: Zum Glück habe ich es nur geliehen.



Freitag, 26. August 2011

[Rezension] Marc Levy - Kinder der Hoffnung


Vorab ein paar Eckdaten: Seitenanzahl: 365
ISBN: 978-3-426-50020-0
Erscheinungstermin: Mai 2010
Format: Taschenbuch

Verlag: Knaur

Klappentext:
Toulouse in den vierziger Jahren: Frankreich ist von den Deutschen besetzt, täglich werden Juden und politische Gegner deportiert – auch die Eltern des achtzehnjährigen Raymond und seines jüngeren Bruders Claude. Eines Tages steigt Raymond in eine Straßenbahn. Als er sie wieder verlässt, nennt er sich Jeannot und hat den Beschluss gefasst, zusammen mit Claude in der Résistance zu kämpfen – ein folgenschwerer Entschluss, denn zusammen mit ihren jungen Kameraden riskieren die beiden mehr als einmal ihr Leben. Was sie antreibt, ist der Glaube an die gerechte Sache, und was sie beseelt, die Hoffnung, dass ihre eigenen Kinder einmal in einer besseren Welt und in Freiheit leben werden.


Rezension:
Raymond ist ein Flüchtling, der in den 40er Jahren zusammen mit seinem jüngeren Bruder Claude und seinen Eltern im besetzten Paris lebt. Sie sind (nicht praktizierende) Juden und mussten aus ihrer Heimat fliehen, doch auch in Frankreich werden sie denunziert und geächtet. Raymond, der an eine bessere Zukunft glaubt, beschließt, sich der Résistance anzuschließen, Claude nimmt er mit. Zum Glück, denn nur auf diese Weise wurden beide vor der Deportation gerettet.

Raymond braucht lange, um Kontakt zum Untergrund herzustellen. Doch nachdem das geglückt ist, ändert er scheinen Namen in Jeannot und beginnt, sich im Untergrund zu engagieren. Bereits nach kurzer Zeit ist er voll in die Gruppe integriert, er und Claude werden jedoch bald getrennt, aus Sicherheitsgründen, damit der eine den anderen nicht verraten kann, wenn er geschnappt wird. Lange Monate haben er und seine Gruppe Erfolg mit ihren Sabotageakten, doch immer wieder kommt es zur Verhaftung von Mitgliedern und deren Hinrichtung.

Durch widrige Umstände wird Claude inhaftiert - und auch Jeannot wird festgenommen, man fand bei Claude im Ofen einen Brief an seinen Bruder, mit der gesamten Adresse. Claude hatte zu dem Zeitpunkt kein Geld für Kohle gehabt. Im Gefängnis begegnen sich die Brüder wieder - und hier beginnt der wahren Kampf um´s Überleben ...


In diesem Buch erzählt Marc Levy, bekannt als Autor von, naja, sagen wir mal Frauenliteratur, die Geschichte seines Vaters Raymond Levy und seines Onkels Claude Levy und erfüllte damit ein Versprechen, dass sein Vater einem Kameraden der Résistance, kurz vor dessen Tod gab. Das Buch hatte mich von der 1. Seite an in seinen Bann gezogen, immer mit dem Wissen im Hintergrund, dass alles auf Erinnerungen und Fakten basiert und bis zur letzten Seite hat mich dieses Buch gefesselt. Ein Buch über ein ernstes und reales Thema der Vergangenheit Frankreichs, dem Marc Levy teils einfühlsam, teils brutal zu Leibe rückt. Trotz einer erstaunlichen Fülle an Handelnden, fiel es mir nicht schwer, diese auseinander zu halten, da alle einzigartig und unvergleichlich dargestellt wurden.

Bewertung: Note 1


Der Autor: Marc Levy wurde 1961 als Sohn eines Verlegers in Frankreich geboren. Er ist von Beruf Architekt und entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino. Von 1983 bis 1990 lebte er in San Francisco, wo er studierte und sein erstes Unternehmen gründete. Sein erster Roman, "Solange du da bist", der von Steven Spielberg verfilmt worden ist, wurde zu einem internationalen Bestseller, genauso wie "Wo bist du?", "Sieben Tage für die Ewigkeit", "Bis ich dich wiedersehe", "Zurück zu dir", "Wenn wir uns wiedersehen" und "Kinder der Hoffnung". Seit seinem Welterfolg lebt Marc Levy als freier Schriftsteller in London und New York.

Zur deutschen Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Wie schon oft beschrieben, Kerry liebt Grabbel-Tische. Auf einem von diesen hat sie diesen Schatz entdeckt, an sich genommen und nicht mehr losgelassen.



Dienstag, 28. Juni 2011

[Rezension] Marc Levy - Solange du da bist

Klappentext:
Was tut man, wenn man in seinem Badezimmerschrank eine junge hübsche Frau findet, die behauptet, der Geist einer Koma-Patientin zu sein? Arthur hält die Geschichte für einen Scherz seines Kompagnons, er ist erst schrecklich genervt, dann erschüttert - und schließlich hoffnungslos verliebt. Und als er eines Tages begreift, dass Lauren nur ihn hat, um vielleicht ins Leben zurückzukehren, fasst er einen tollkühnen Entschluss ...

Rezension:
Was für eine ungewöhnliche Geschichte.
Arthur Ashby mietet eine Wohnung, die seit 6 Wochen leer steht, weil die vorige Besitzerin durch einen Autounfall ins Koma fiel. Es handelt sich hier um die Ärztin Lauren Kline, die auch nach so langer Zeit noch immer an den Maschinen hängt, weil ihre Mutter sie nicht loslassen will.
Wie erstaunt ist Arthur da eines morgens, als zu einem Lied plötzlich Geräusche aus seinem Badezimmerschrank kommen. Im Schrank findet er Lauren, die ebenso überrascht ist, dass er sie sehen und hören kann. Er ist seit einem halben Jahr der erste, mit dem sie Kontakt aufnehmen kann. Sie versucht ihm begreiflich zu machen, dass sie die vorige Mieterin seiner Wohnung ist und ein Geist und dass ihr realer Körper im Krankenhaus an Schläuchen liegt.
Für Arthur hört sich das alles nach einem makabren Scherz seines Freundes an und glaubt ihr nicht. Es dauert jedoch nicht lange, bis er bemerkt, dass wirklich nur er Lauren sehen und hören kann. Da sie für ihn real ist, die anderen sie aber nicht sehen können. Das bringt ihn in unangenehme Situationen, denn nicht nur sein Freund denkt, dass er nicht mehr klar bei Verstand ist, weil er mit einem Geist redet.
Er lässt sich beurlauben und versucht gemeinsam mit Lauren, dem Geheimnis vom Koma auf die Spur zu kommen.
Für Lauren wird die Zeit langsam knapp. Den Ärzten ist es gelungen, die Mutter davon zu überzeugen, dass die Maschinen abgeschaltet werden. Sie haben nur noch ein Wochenende.
Da beschließt Arthur, den Körper von Lauren mit Hilfe seines Freundes zu entführen und ihn an einen sicheren Ort zu bringen, um dort weiterzuforschen, wie sie ihr helfen können.
Das Krankenhaus hat die Polizei eingeschaltet und eine groß angelegte Suche nach Lauren beginnt....

Eine wunderschöne Geschichte, die sich Marc Levy da ausgedacht hat. Man möchte glauben, dass es solche Wunder wirklich gibt.
Schon die Tatsache, dass sich Arthur in einen Geist verliebt hat, ist so rührend beschrieben, dass man nur mithoffen und mitbangen kann, dass es den beiden gelingt, Lauren aus dem Koma herauszuholen.

Für mich ist es ein Buch mit Suchtpotential, denn der zweite Teil liegt schon lesebereit da und wird demnächst auch gelesen. Das war ein Lesevergnügen der besonderen Art, den ich gern weiterempfehlen werde.

Bewertung: Note 1

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt