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Freitag, 19. Oktober 2012

[Rezension] Whitley Strieber - Die Heimsuchung



Leseprobe



Eckdaten: 
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Festa Verlag (18. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3865521436
ISBN-13: 978-3865521439
Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14 x 3,2 cm

Covertext:
Die Einwohner von Oscola haben nie über den Hügel nachgedacht. »Der Hügel« ist ein Ort wie es ihn in so vielen Vororten der USA gibt - Familien gehen dort hin zum Picknick, Liebespaare zum Rendezvous, und im Winter sausen die Kinder mit ihren Schlitten die Hänge hinab.Doch jetzt ist das anders. Im Inneren des Hügels schreit etwas. Etwas, das nicht auf unserer Welt geboren wurde. Es schreit vor Hunger 

Zum Buch:
Brian Kelly und seine hochschwangere Frau Loi verbringen einen Nachmittag auf dem Hügel nahe dem Dorf. Plötzlich hören sie unmenschliche Schreie, die direkt aus dem Hügel zu kommen scheinen. Brians Hund reagiert völlig irre darauf, auch die hinzugerufene Polizei kann nicht viel ausrichten. Der Hügel liegt auf dem Grundstück von Richter terBroeck und dieser unterbindet eine Grabung an dieser Stelle.
Durch den Aufruhr neugierig geworden, versucht die Journalistin Ellen Maas, die eine große Story wittert, dem Geheimnis der Schreie auf die Spur zu kommen und schleicht sich nachts auf das Grundstück des Richters.
Sie sieht, wie sich viele fremde Autos dem Grundstück nähern und auch ein seltsames violettes Licht in seinem Haus. Als sie plötzlich von Leuchtkäfern massiv angegriffen wird, gelingt es ihr nur durch einen Sprung ins Wasser ihr Leben zu retten.
Brian, dessen Frau Loi kurzfristig ins Krankenhaus musste, merkt wie er nachts in seinem Auto wach wird. Er hat keine Ahnung, wie er dort hingekommen ist noch versteht er, warum es ihn so dringend zum Haus des Richters zieht. Mit übergroßer Kraft gelingt es ihm, dem Drang zu entgehen, ins Haus zu gehen.
Brian und Ellen verbünden sich und wollen das Geheimnis gemeinsam aufdecken, nicht ahnend, welchem Schrecken sie gegenüberstehen werden ...

Whitley Strieber führt in diesem Roman die unterschiedlichsten Charaktere zusammen. Brian Kelly, ehemaliger Physiker, der seit dem Tod seiner ersten Frau und seines Kindes nicht mehr in der Lage war, seinen Beruf auszuüben. Er ist in zweiter Ehe mit Loi verheiratet, die eine ehemalige Vietkong ist, die gegen die Amerikaner gekämpft hatte. Sie hatte es nie leicht, als Kind als "Tunnelratte" eingesetzt und später als Prostituierte beschäftigt. Sie hat mit Brian das große Los gezogen und die beiden sind in Liebe verbunden, gerade steht Loi kurz vor der Entbindung des ersten gemeinsamen Kindes. Sie ist zäh, eifersüchtig und weiß ganz genau, was sie will und das kann sie auch durchsetzen.
Ellen Maas, eine Journalistin aus der Stadt, die alles aufgegeben hat und eine kleine, kurz vor dem Ruin stehende Zeitung aufgekauft hat. Sie hält sich über Wasser und wittert mit dieser Story ihre große Chance. Sie ist verbissen und hat den gewissen Killerinstinkt, um sich daran festzubeißen.
Nach anfänglichem Zögern Lois bilden die drei eine feste Einheit, um dem Grauen, das sich dort im Hügel eingenistet hat, Einhalt zu gebieten. Loi wächst über sich selbst hinaus. Sie, die Vietkong-erprobte übernimmt die Führung, als keiner sich dazu in der Lage fühlt.

Der Autor ist in der Lage, dem Leser die Gänsehaut über den Rücken jagen zu lassen. Aus einer anfänglichen Idylle wird der buchstäbliche Horror. Glühwürmchen oder besser Leuchtkäfer fangen an Menschen zu killen, Menschen werden zu furchtbaren Mutationen, violettes Licht bricht den Willen der Menschen auf bizarre Art und Weise. Für den Leser ist der Schrecken und das Grauen allgegenwärtig.
Ich fühlte mich, als hätte mich Whitley Strieber an die Hand genommen und persönlich überall herumgeführt. Viel Fantasie war nicht nötig, um das Blut zu riechen, die Schreie zu hören und selbst gegen das Grauen anzukämpfen. Er hat eine ausgesprochen bildhafte Sprache verwendet, die sprachlich ausgereift ist.  
Striebers Erzählstil hat mich von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen. Langsam baut er den Spannungsbogen auf und hält ihn kontinuierlich mit Steigerungen bis zur Auflösung. 
Es ist nicht klar, in welche Richtung der Roman gehen wird, so dass für mich die Herkunft und die Erklärung des Grauens völlig überraschend kam.

Für Leser, die schon einige Horrorfilme gesehen haben, dürfte die Story an sich nicht außergewöhnlich oder überraschend sein, Striebers Umsetzung jedoch und seine lebendige und gewaltige Sprache machen dieses Buch zu einem grandiosen Leseerlebnis. 


Bewertung:




Zum Autor:
Der in San Antonio, Texas, geborene Whitley Strieber zählt zu den ungewöhnlichsten Horror-Autoren der heutigen Zeit. Durch seinen Roman „Der Kuss des Todes“ (The Hunger), der später auch verfilmt wurde, wurde Strieber bekannt. Weitere Aufmerksamkeit erhielt er, als er behauptete, von Außerirdischen entführt worden zu sein. 
Er lebt mit seiner Frau in San Antonio und moderiert neben dem Schreiben noch eine eigene Radiosendung.



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
  
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 2. Februar 2012

[Rezension] Whitley Strieber - Wolfen



Leseprobe



Eckdaten: 
Broschiert: 352 Seiten 
Verlag: Festa Verlag; Auflage: 1. (28. November 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3865521428 
ISBN-13: 978-3865521422 
Originaltitel: Wolfen 
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 2,4 cm

Buchcovertext:
Niemand ist sicher … Auf einem abgelegenen Schrottplatz in Brooklyn werden zwei Polizisten auf bestialische Weise ermordet. Ihre Kollegen Becky Neff und George Wilson untersuchen den Fall und erkennen, dass sie es mit unbekannten, unheimlichen Kreaturen zu tun haben … Wahrscheinlich der beste Werwolfsthriller, der je geschrieben wurde. The Wolfen - das Original. Zusätzlich enthalten als weltweite Erstveröffentlichung: DER WOLFENKÖNIG. Striebers
Drehbuch-Entwurf für eine Fortsetzung des Films Wolfen, der jedoch nicht realisiert wurde.

Zum Buch:
Sie wissen, sie haben einen Fehler gemacht, als zwei junge Werwölfe auf einem abgelegenen Schrottplatz 2 Polizisten bestialisch ermorden. Das Gesetz der Meute lautet, keine "Jungen" anzugreifen, um zu überleben, sondern alte Menschen und solche, die von der Gesellschaft nicht wahrgenommen werden. Nur so konnten Sie sich all die Jahre abseits und unbemerkt von den Menschen einen Lebensraum schaffen und sichern.
Mit dem Mord an den beiden Polizisten werden Ermittlungen eingeleitet und das eingespielte Polizeiteam Becky Neff und George Wilson werden mit dem Fall betreut.
Sehr schnell erkennen die beiden, dass sie es hier nicht mit einem "normalen" Mord zu tun haben, sondern dass es sich um einen Mord durch unbekannte Bestien handelt. Wenn sie es nicht besser wüssten, würden sie sagen, dass die Morde von Werwölfen verübt wurden.
Der Polizeichef kann nicht glauben, was er hört, bringt eine fadenscheinige Erklärung an die Presse heraus und nimmt den beiden den Fall weg.
Aber inzwischen wurde eine Lawine in Gang gebracht, das Morden hört nicht auf und Neff und Wilson werden von den Werwölfen als Bedrohung angesehen, die es zu beseitigen gilt. Es muss auf alle Fälle verhindert werden, dass die Menschen Kenntnis von ihrer Meute erlangen, denn sie wissen, dass dann eine Zeit der Jagd auf sie beginnt ...

Was für ein Buch! Als ich dieses Buch vom Verlag bekam, war ich erst ziemlich skeptisch, was das Thema Werwölfe angeht. Das ist eigentlich nicht so mein Ding, aber ich habe meine Vorurteile beiseite gelegt und mich ans Werk getraut und ich kann nur sagen, ich war begeistert.
Diese Werwölfe unterscheiden sich zu den bisher gekannten. Es ist nicht ein Mensch, der sich nachts bei Vollmond in einen Wolf verwandelt und auf die Jagd geht. Striebers Werwölfe haben sich parallel und unbemerkt von den Menschen entwickelt. Sie sind groß, stark und intelligent. Sie schützen sich, indem sie ihre Nahrung nur in Form von alten Menschen, Obdachlosen und von der Gesellschaft nicht wahrgenommenen Personen ernähren, die niemand vermisst.
Als zwei junge Werwölfe einen entscheidenen Fehler machen, versucht die Meute, diesen zu korrigieren.
Der Leser nimmt teil am Denken des Werwolfes, seine Gedankenwelt wird aus seiner Sicht erzählt.
Die beiden Protagonisten Neff und Wilson sind ein eingespieltes Team, auch wenn Wilson ab und an Probleme damit hat, dass sein Partner eine Frau ist. Sie wissen, dass sie in den Focus der Werwölfe geraten sind und kämpfen auch um ihr eigenes Überleben.
Der Schreibstil von Whitley Strieber ist flüssig, die Handlung jederzeit nachvollziehbar und glaubhaft dargestellt. Erzählt wird aus der Sicht des jeweils Handelnden. Von Anfang an wird Spannung aufgebaut, die sich zum Ende hin noch steigert.
Ein etwas anderer Werwolfthriller, der absolut empfehlenswert ist.

Bewertung:




Zum Autor:
(Text übernommen von Phantastik-Couch)
Whitley Strieber wurde am 13. Juni 1945 in San Antonio, Texas geboren und zählt zu den ungewöhnlichsten Horror-Autoren unserer Zeit. Bekannt wurde Strieber vor allem durch den Roman „Der Kuß des Todes“ (The Hunger), der unter dem Titel „Begierde“ mit David Bowie und Catherine Deneuve verfilmt wurde. Später machte Strieber durch seine Behauptung, er sei von außerirdischen Wesen entführt worden, auf sich aufmerksam. Diese „Erfahrungen“ verarbeitet er in seinem Drehbuch zum Film „Die Besucher“. Whitley Strieber lebt heute mit seiner Frau in San Antonio, Texas, und moderiert seine eigene Radiosendung „Dreamland“

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.
 
Danke, dass ihr vorbei geschaut habt