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Donnerstag, 8. Mai 2014

[Rezension] Jessica Brockmole - Eine Liebe über dem Meer


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 336
ISBN: 978-3-453-29150-8
Erscheinungstermin:
24. März 2014
Preis: 1
9,99 EUR (D), 20,60 EUR (A), 28,50 CHF
Format:
Hardcover
Verlag: Diana


Klappentext gem. Diana:
Isle of Skye, 1912. Eines Tages erhält die schottische Schriftstellerin Elspeth einen Brief aus Amerika. Der Absender, ein junger Mann namens David, bewundert ihre Gedichte. Obwohl ein Ozean zwischen ihnen liegt, ist es der Beginn einer tiefen Liebe. Erst die Wirren des Weltkrieges führen die beiden zusammen, nur um sie unter tragischen Umständen wieder zu trennen. Mehr als zwei Jahrzehnte später stößt Elspeths Tochter Margaret auf Davids Briefe und kommt so der Geschichte dieser schicksalhaften Liebe auf die Spur …


Rezension:
Im März 1912 erhält die Dichterin Elspeth Dunn ihren ersten Fan-Brief - noch dazu aus Amerika. Der Brief stammt von dem 20-jährigen Studenten David Graham aus Urbana, Illinois, der ihr neuestes Buch während eines Krankenhausaufenthaltes gelesen hat und fasziniert von dessen Inhalt war. Der Mann, der Abenteuergeschichten über alles liebt, verlor sein Herz an die Gedichte dieser jungen Frau. Elspeth, die auf der Isle of Skye lebt, ist sehr erfreut über die Nachricht und beschließt, dem jungen Mann zu antworten.

Ein Briefwechsel entsteht, der über viele Jahre andauert. Anhand ihrer Schriftstücke lernen sich die jungen Leute immer besser kennen und helfen einander, so will zum Beispiel Student David alles, nur nicht Medizin studieren, wie es seinem Vater für ihn vorschwebt. Auch Elspeth offenbart sich dem jungen Mann, denn sie hat beispielsweise noch nie die Insel verlassen, auf der sie geboren wurde, weil sie panische Angst vor Wasser hat. Sie berichten einander viel Privates und kennen bereits nach kurzer Zeit einander besser, als die Menschen in ihrer Umgebung. Doch dieser Freundschaft stellt sich ein lebensveränderndes Ereignis in den Weg: Der 1. Weltkrieg.

Im Jahr 1940 findet Margaret Dunn durch Zufall einen Brief eines Amerikaners an eine gewisse "Sue". Als sie ihre Mutter danach fragt, antwortet diese nur ausweichend und verschwindet kurze Zeit darauf. Doch Margaret ahnt, dass es mit diesem Brief mehr auf sich haben muss, als nur eine fehlgeleitete Sendung. Sie beginnt, inmitten der Kriegswirren des 2. Weltkrieges, zu recherchieren, in wie weit dieser eine Brief in Verbindung mit ihrer Mutter Elspeth steht und warum diese so traumatisch reagiert hat, als sie ihn fand. Für Margaret wird es eine Reise in die Vergangenheit ihrer Mutter und in ihren kühnsten Träumen hätte sie nie damit gerechnet, was sich in derselben verbirgt ...


Briefe der Liebe und Verbundenheit! Der Plot des Buches wurde ausschließlich in Briefform erarbeitet. Faszinierend fand ich, wie die Autorin es geschafft hat, Dinge des täglichen Lebens, die ausschlaggebend für die Handlung des Buches waren, in Briefform darzustellen, sodass der Leser zwar "nur" einen Brief las, jedoch bildlich vor Augen hatte, was die betreffenden Personen getan hat. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet, wobei ich jedoch zwischendrin immer wieder kleine Probleme hatte, mich in die Figuren einzufühlen, was jedoch definitiv daran liegt, dass ich ein völlig anderer Charakter bin, als die in dem Buch dargestellten. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe.

Bewertung


Die Autorin: 
Jessica Brockmole verbrachte mehrere Jahre in Schottland. Die Idee zu ihrem ersten Roman entstand während einer langen Fahrt von der schottischen Isle of Skye nach Edinburgh. Die Autorin lebt heute mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern in Indiana und schreibt gerade an ihrem zweiten Roman. (übernommen von Randomhouse)
 

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim
  


http://www.randomhouse.de/diana/


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 9. August 2013

[Rezension] Lisa See - Tochter des Glücks (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 496
ISBN: 978-3-570-10030-1
Erscheinungstermin:
22. April 2013 (1. Auflage)
Preis: 1
9,99 EUR (D), 20,60 EUR (A), 28,50 CHF
Format:
Hardcover
Verlag:
C. Bertelsmann


Klappentext gem. C. Bertelsmann:
Joy ist in L.A. groß geworden und hat es sich in den Kopf gesetzt, in Shanghai nach ihrem leiblichen Vater zu suchen. Dort erlebt sie die Umbrüche der Kulturrevolution, erkennt aber nicht, wie gefährdet ihr Vater ist. Ein Ausweg für ihn, den Kunstmaler, ist es, der Landbevölkerung Malunterricht zu geben. Joy begleitet ihn begeistert und verliebt sich in einen Bauernsohn. Ihrer Mutter ist bewusst, wie schwierig die Situation geworden ist, sie setzt deshalb alles daran, Joy wieder nach Amerika zu bringen, obwohl Mao Chinas Grenzen geschlossen hat.


Rezension:
Das Leben der 19-jährigen Joy ist nur noch ein Scherbenhaufen. Ihre Mutter Pearl ist gar nicht ihre Mutter, sondern ihre Tante und ihre Tante May in Wahrheit ihre leibliche Mutter. Sam, Perls Ehemann, ist daher nicht ihr Vater, sondern ein chinesischer Maler namens Li Zhi-ge, mit dem ihre Tante/leibliche Mutter in Shanghai eine Affäre hatte. Auch der Selbstmord ihres "Vaters" Sam lastet schwer auf der jungen Frau. Sie will nur noch eines: Fliehen, weg von diesem verkorksten Leben und neu anfangen. Am 23. August 1957 macht sie sich auf nach China, um unter Mao mitzuhelfen, das Land aufzubauen und ihren leiblichen Vater zu finden.

In China angekommen, gelingt es ihr erstaunlich schnell, ihren Vater ausfindig zu machen, der dort ein berühmter Künstler ist. Dieser nimmt sich ihrer an und zusammen fahren sie aufs Land, da ihr Vater den Auftrag hat, dort Kunstunterricht zu erteilen. So lernt Joy die Seite des Kommunismus kennen, von der sie immer geträumt hat und ist begeistert. Sie weiß eines: Sie will China nie wieder verlassen, sondern sich voll und ganz dem Aufbau widmen und als sie in Gründrachendorf auch noch den Bauern Tao kennen lernt und sich in ihn verliebt, scheint es das Schicksal überaus gut mit ihr zu meinen. Sie ist einfach nur glücklich.

Derweil macht sich ihre "Mutter" Pearl die größten Vorwürfe und sobald sie weiß, wohin ihre Tochter unterwegs ist, macht sie sich umgehend auf den Weg nach China. Sie will um jeden Preis ihre Tochter finden und wieder nach Hause in die USA bringen, denn Pearl weiß, dass das, was man aus China hört, nicht immer der Wahrheit entspricht. Als sie jedoch in Shanghai ankommt, ist Pearl bereits auf dem Land, sodass sie sich ihr Leben vorerst in dieser Großstadt einrichten muss, bis ihre Tochter zurück kommt. Als dies nach einigen Wochen der Fall ist, muss sie feststellen, dass ihre Tochter ihr gegenüber sehr ablehnend reagiert und nicht gewillt ist, mit ihr das Land zu verlassen, sondern ihr Leben hin China zu beschließen. Pearl, die Joy mehr liebt als ihr Leben, gibt die Hoffnung nicht auf und beschließt, solange in Shanghai durchzuhalten, bis ihre Tochter es sich überlegt hat und wieder nach Hause will - oder bis zu ihrem Lebensende, aber eines weiß sie: Auch wenn sie nicht die leibliche Mutter ist - nie wird sie ihr Kind im Stich lassen. Doch unter Maos Herrschaft ist nicht alles so, wie es nach außen dargestellt wird ...


Die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind kennt keine Grenzen! Der Plot wurde ausgesprochen realistisch und bildgewaltig erarbeitet. Ich konnte förmlich die Reisfelder vor mir sehen, als Joy sich auf dem Land aufgehalten hat und auch die dramatischen Zustände, als es mit Maos Regierung bergab ging, hatte ich jederzeit vor Augen. Die Figuren wurden facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei mir hier ganz besonders gut die Wandlung von Joy, von einem verwöhnten Teenager zu einer reifen jungen Frau gefallen hat. Diese wurde ausgesprochen glaubhaft geschildert und ganz ehrlich, ich wäre wohl an diesem Schicksal zerbrochen. Den Schreibstil empfand ich, gerade auf Grund der bildhaften Darstellung, als sehr angenehm zu lesen, wobei ich bei den eher unangenehmeren Szenen lieber die Augen verschlossen hätte. An dieser Stelle hätte mich mir ein nicht ganz so gut ausgeprägte Kopfkino meinerseits gewünscht. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch sehr schöne Lesestunden bereitet hat, ich es allerdings etwas bedauert habe, den 1. Teil "Töchter aus Shanghai" nicht gelesen zu haben, da ich das Gefühl hatte, das mir einige Details der Vergangenheit Pearls fehlten. Dennoch ist das Buch auch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes sehr gut und verständlich lesbar.

Bewertung


Die Autorin: 
Lisa See, geboren in Paris, aufgewachsen in Los Angeles in Chinatown, entstammt einer chinesisch-amerikanischen Familie. Sie arbeitete dreizehn Jahre lang als Journalistin. Ihr erstes Buch »On Gold Mountain« (dt. »Auf dem Goldenen Berge«, 1997) war ein internationaler Bestseller und erhielt 1995 die »Notable Book«-Auszeichnung der New York Times. Als Kuratorin betreut sie mehrere große Ausstellungen, die sich mit interkulturellen Beziehungen zwischen Amerika und China beschäftigen. Im Jahr 2001 wurde sie von der Organisation Chinesisch-Amerikanischer Frauen als »National Woman of the Year« ausgezeichnet; im Herbst 2003 erhielt sie den »Chinese American Museum´s History Makers Award«. Vor vier Jahren hat sie mit ihrem Roman »Der Seidenfächer« einen Weltbestseller geschrieben. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Los Angeles. (übernommen von Randomhouse)
Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Donnerstag, 8. August 2013

[Rezension] Richard Mason - Die geheimen Talente des Piet Barol (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 318
ISBN: 978-3-570-10136-0
Erscheinungstermin:
11. März 2013 (1. Auflage)
Preis: 19
,99 EUR (D), 20,60 EUR (A), 28,50 CHF
Format:
Hardcover
Verlag:
C. Bertelsmann


Klappentext gem. C. Bertelsmann:
Piet Barol kommt 1907 als Hauslehrer nach Amsterdam. Mittellos, aber gesegnet mit außergewöhnlich gutem Aussehen, scharfem Verstand und unwiderstehlichem Charme erobert er die Familie des reichen Hoteliers Vermeulen-Sickerts im Sturm. Vor allem Jacobina, die Frau des Hausherrn, entdeckt schon bald Piets Talente der besonderen Art. Sein eigentliches Ziel aber ist es, in Amerika sein Glück zu machen – und das stellt den ehrgeizigen jungen Mann vor manche unerwartete Herausforderung.


Rezension:
1907 soll sich für den 24-jährigen Piet Barol alles ändern. Er selbst kommt aus eher bescheidenen Verhältnissen, doch er weiß, was er im Leben erreichen will: Er will erfolgreich und vor allem reich sein. Sein gutes Aussehen soll ihm den Weg ebnen, doch nur auf dieses kann er sich nicht verlassen, das weiß er. Für den 10-jährigen Egbert Vermont-Sickerts wird ein Hauslehrer gesucht, eine Position, fast wie geschaffen für Piet. Tatsächlich gelingt es ihm, bei einem Gespräch Jacobina Vermont-Sickerts von sich zu überzeugen und auch ihr Mann ist von dem Hauslehrer sehr angetan. Piet bekommt die Anstellung, diese bringt jedoch neben der Lehrtätigkeit noch eine weitere Verpflichtung mit sich. Egbert weigert sich, das Haus verlassen - eine Marotte, die seine Eltern in den Wahnsinn treibt und die ihm Piet austreiben soll. Ebenfalls zur Familie gehören die bereits erwachsenen Töchter Constance und Louisa, die jedoch im Gegensatz zu ihren Eltern, nicht ganz so angetan sind von dem neuen Hauslehrer, denn sie spüren, dass dieser etwas im Schilde führt. Piet jedoch hat es geschafft und ist bei einer der besten Familien Amsterdams angestellt und dazu noch mit einem überaus üppigen Gehalt.

Vorbei sind für Piet die Zeiten, in denen er als Assistent seines Vater Herman, einem Universitätsschreiber, arbeiten musste. Schnell gewinnt Piet das Vertrauen des Haushaltes, auch die beiden Töchter des Hauses lassen sich immer mehr von ihm überzeugen, doch der Umgang mit Egbert ist schwieriger als gedacht. Sicherlich bringt der Junge gute Leistungen, doch irgendwelche Dämonen scheinen ihn zu quälen, die in zwingen, immer wieder die gleichen Handlungen auszuführen und die ihm das Verlassen des Hauses verweigern. Piet weiß, dass er erst das Vertrauen des Jungen erringen muss, doch wie soll er dies anstellen, wenn der Junge so in sich selbst verschlossen ist?

Durch die Erziehung seiner Mutter, die sehr auf Manieren achtete, gelingt es ihm sehr schnell, sich in die "bessere" Gesellschaft, zumindest augenscheinlich, zu integrieren. Piet fühlt sich wohl im Hause Vermont-Sickerts, wobei hier gerade Jacobina einen großen Anteil daran hat, da sich die Beiden immer wieder zu einem Stelldichein zurückziehen. Doch Piet weiß, dass dieses Anstellung nur eine Übergangslösung ist - er will sein Glück in Amerika versuchen und er weiß, wenn er es schafft, Egbert zu "heilen", wird er die volle Unterstützung seines Arbeitsgebers hinter sich haben. Doch dieser Junge ist eine harte Nuss, die es zu knacken gilt, doch es führt kein Weg daran vorbei - seine Zukunft liegt darin, dem Kind die Marotten auszutreiben, derweil er sich seinen Spaß mit der Hausherrin gönnt, jedoch sehr vorsichtig im Umgang mit deren Töchtern sein muss - sprich: Ein Tanz auf dem Drahtseil, von dem er jederzeit abstürzen könnte ...


Der 1. Teil aus Piet Barols Leben! Der Plot wurde sehr detailliert und bildhaft erarbeitet, sodass ich die jeweiligen Szenen jederzeit vor meinem geistigen Auge abrufen konnte. Die Figuren wurden tiefgründig in Szene gesetzt, wobei mir hier, neben Piet, gerade die Töchter Constance und Louisa ans Herz gewachsen sein, gerade weil sie nicht als die typischen Heimchen am Herd dargestellt wurden, sondern sich für ihre Zeit ausgesprochen freimütig verhalten haben und genau wussten, was sie vom Leben erwarten und nicht gewillt waren, sich in eine Schicksal zu ergeben, was ihnen aufgezwungen wird. Den Schreibstil kann ich nur als ausgesprochen mitreißend beschreiben, erbrachte in mir eine Saite zum Klingen, sodass ich geradezu verzückt war, während ich dieses Buch las. Jetzt hoffe ich natürlich, dass die Geschichte von Piet bald weiter erzählt wird, denn er ist noch jung hat bestimmt noch einiges in seinem Leben erlebt, woran ich wahnsinnig gerne teilhaben möchte.

Bewertung


Der Autor: 
Richard Mason ist 1978 in Südafrika geboren und in England aufgewachsen. Noch vor seinem Studium in Oxford schieb er seinen ersten Roman "Der Liebesbeweis", der als internationaler Bestseller in über zwanzig Sprache übersetzt wurde. "Die geheimen Talente des Piet Barol" ist sein vierter Roman. Die Fortsetzung von Piet Barols Geschichte ist bereits in Arbeit. (übernommen von Buchumschlag)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Montag, 29. Juli 2013

[Rezension] Ann Brashares - So nah und doch so fern




Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 367
ISBN: 978-3-570-58517-7
Erscheinungstermin: 10. Juni 2013 (1. Auflage)
Preis: 14,99 EUR (D), 15,50 EUR (A), 21,90 CHF
Format: Paperback 
Verlag: carl´s books:

Klappentext gem. carl´s books:
Nur ganz wenige Menschen verfügen über die Gabe, sich an ihre früheren Leben zu erinnern. Daniel ist einer von ihnen. Sein Gedächtnis reicht viele Jahrhunderte, viele Leben zurück – und er erinnert sich an eine junge Frau, die er einst unglücklich geliebt hat. Nach jeder Rückkehr in eine neue Existenz begibt er sich auf die Suche nach ihr, bis er im heutigen Virginia auf Lucy trifft. In ihr erkennt er seine schicksalhafte Liebe wieder. Für Lucy aber ist Daniel ein völlig Fremder, auch wenn sie sich auf unheimliche Weise zu ihm hingezogen fühlt. Und beide ahnen nicht, dass ein dunkler Schatten aus der Vergangenheit ihre gemeinsame Zukunft bedroht.
Ergreifend erzählt Ann Brashares die Geschichte einer magischen Liebe, die alle Zeit und Widerstände überdauert, und eröffnet dabei einen ganz eigenen, faszinierenden Blick auf Tod und Wiedergeburt.


Rezension:
Lucy Broward ist 17, als sie Daniel Grey kennen lernt. Daniel ist ein eher merkwürdiger Mitschüler, er schließt keine Freundschaften und bleibt lieber für sich und dennoch, er fasziniert Lucy. Lucy ist eine gute Schülerin und hat, im Gegensatz zu Daniel, Freunde, doch Lucy hat auch einen sehr schweren Stand in der Schule. Immer wieder wird sie mit Ihrer älteren Schwester Dana verglichen, die als Teenager rebelliert, von der Schule abging und schlussendlich an einer Überdosis starb. Doch Lucy ist anders, das zu beweisen, ist allerdings ein alltäglicher Kampf. Ihre beste Freundin Marnie stand ihr von Anfang an zur Seite, auch als sich alle anderen von ihr und ihrer Familie abwandten. Lucy jedoch hat es allen gezeigt und ist sogar zur Sprecherin der elften Klasse gewählt worden und zwei ihrer Töpferarbeiten wurden sogar für eine Kunstausstellung ausgewählt. Im Gegensatz zu ihrer ältern Schwester steht Lucy also eine erfolgreiche Zukunft bevor.

Beim Schulabschlussball kommt es jedoch zu einer Tragödie und Lucy flüchtet sich in ein Klassenzimmer. Dass sich in diesem auch Daniel aufhält, bemerkt sie zu spät, sodass ihr nichts übrig bleibt, als Zeit mit ihm zu verbringen. Doch was er ihr offenbart, ist zu unglaublich, sodass sie die Flucht ergreift. Sie wird ihn für lange Zeit nicht wieder sehen.

Daniel hingegen weiß, dass er Mist gebaut hat - wie so oft in seiner langen Existenz. Endlich ist es ihm gelungen, seine Seelenverwandte wiederzufinden und diese ist vor ihm geflohen, denn Daniel ist nicht irgendein Schüler. Er ist ein wiedergeborener. Seit nahezu 1.500 Jahren wird er immer wieder geboren und ist in jedem Leben auf der Suche nach ihr: Sophia, die in dieser Zeit als Lucy wiedergeboren wurde, denn Daniel kann sich erinnern, an all seine Leben und die Schuld, die er auf sich geladen hat. Denn vor langer, langer Zeit tötet er Sophia und versucht seitdem, sie wiederzufinden und zu beschützen. Er ist mehr als einmal für sie gestorben und dennoch gelang es ihm bisher nie, mit ihr zusammen zu sein. Auch dieses Mal scheint er versagt zu haben, doch so nah, wie in dieser Zeit, war er Sophia schon lange nicht mehr und er wird nicht aufhören, über ihr Schicksal zu wachen und zu hoffen, dass ihre Liebe endlich Erfüllung findet ...


Jahrhunderte der Liebe! Der Plot wurde sehr anschaulich und abwechslungsreich erarbeitet. Immer wieder erlebt der Leser Rückblenden in die früheren Leben Daniels, wodurch sich nach und nach seine gemeinsame Geschichte mit Sophia erklärt und die immerwährende Suche nach ihr. Die Protagonisten wurden facettenreich erarbeitet, wobei ich mir hier jedoch mehr Tiefe gewünscht hätte, denn ich bin davon ausgegangen, dass eine jahrhunderte alte Seele (Daniel) vielschichtiger ist, als bei Daniel dargestellt. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen und ich hoffe an dieser Stelle sehr, dass es noch ein weiteres Buch um Daniel und Lucy geben wird, denn ihre Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch wirklich gut gefallen hat, gerade die zurückliegenden Epochen in Daniels Leben haben es mir hier angetan und das mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung: 

Die Autorin:
Ann Brashares wuchs in der Nähe von Washington D.C. auf. Sie studierte Philosophie an der Columbia University in New York und war einige Jahre als Lektorin tätig war. Seit 2000 widmet sich Ann Brashares ganz dem Schreiben von Jugend- und Erwachsenenbüchern. Brashares lebt mit ihrem Mann, dem Porträtmaler Jacob Collins, und ihren drei Kindern in New York. Bei C. Bertelsmann erschien zuletzt ihr Bestseller "Unser letzter Sommer". (übernommen von Randomhouse)
Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.

Dienstag, 9. Juli 2013

[Rezension] Mathias Malzieu - Die Mechanik des Herzens


Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 192
ISBN: 978-3-570-58508-5
Erscheinungstermin: 8. Juni 2012  
Format: Paperback 
Verlag: carl´s books

Klappentext gem. carl´s books:
Am 16. April 1874 hat eine unnatürliche Kälte Edinburgh fest im Griff. Es ist der Tag, an dem ich auf die Welt komme. Das Erste, was ich sehe, ist Doktor Madeleine – eine Hebamme mit einer besonderen Leidenschaft: Sie repariert Leute. Sie tastet meine winzige Brust ab und wirkt beunruhigt: »Sein Herz ist hart, ich fürchte, es ist gefroren.« Sie stöbert auf einem Regal herum und nimmt verschiedene Uhren zur Hand. Mit einem Ohr lauscht sie meinem defekten Herzen, mit dem anderen dem Ticken der Uhren. »Diese hier!«, ruft sie plötzlich freudig und streicht zärtlich über eine alte Kuckucksuhr. Madeleine setzt mir die Uhr vorsichtig ein und zieht sie auf. »Tick, tack«, macht die Uhr. »Bubumm«, antwortet mein Herz. Ticktack. Bubumm. Ticktack. Bubumm. Jeden Morgen muss jetzt meine Uhr aufgezogen werden, sonst hat endgültig mein letztes Stündlein geschlagen. Und noch etwas muss ich bedenken: ich darf mich niemals verlieben, sonst könnte mein Uhrwerk verrückt spielen. 

Rezension:
In der Nacht des 16. April 1874 wird Jack in Edinburgh geboren. Doch kommt er nicht in einem behüteten Heim zur Welt, nein, im Haus der Hebamme Doktor Madeleine hat seine Mutter Zuflucht und Hilfe gesucht, denn Jacks sehr junge Mutter ist nicht verheiratet und das Kind somit ein Bastard. Es zu behalten steht für die junge Frau außer Frage, doch sie weiß, dass ich Doktor Madeleine aller im Haus geborener Kinder annimmt und diese in Adoptivfamilien vermittelt. Doch der kleine Jack ist anders als alle anderen Kinder, die bisher in dem Haus der Hebamme geboren wurde. In dieser Nacht war es bitter kalt, so kalt, dass die Kälte bis ins Mark der Schwangeren eindrang und dort das Herz ihres ungeborenen Kindes gefrieren ließ.

Der kleine Jack hat an sich keinerlei Überlebenschancen, doch er hat Glück im Unglück, denn Doktor Madeleine ist nicht nur eine gute Hebammen, sondern auch eine begnadete Mechanikerin. Sie repariert Menschen und so pflanzt sie dem kleinen Jungen eine Kuckucksuhr ein, die seinen Blutkreislauf am Arbeiten hält. Doch ein Nachteil hat diese Behandlung, wenn er sich ärgert oder verliebt, droht die Mechanik seines Herzens überlastet zu werden und zu versagen.

So vergehen die Tage und Jack lebt glücklich und zufrieden bei Doktor Madeleine, bis zu seinem 10. Lebensjahr. Dann darf er erstmals in die Stadt gehen und dort begegnet ihm die kleine Miss Acacia, die aus Andalusien kommt und eine Stimme wie ein Engel hat. Jack verliebt sich augenblicklich in sie und will sie unbedingt wiedersehen. Er überzeugt Madeleine sogar davon, ihn in der Schule anzumelden, denn eigentlich müsste sie dort sein. Doch er trifft nur auf ihren ehemaligen Freund Joe, der ihm seine Schulzeit zur Hölle macht, denn die kleine Sängerin ist in den Ferien in ihre Heimat zurück gekehrt. Jack jedoch weiß, er wird alles tun, um seinen Engel wieder zu sehen ...


Ein modernes Märchen! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet, konnte mich jedoch wider erwartend nicht fesseln, wobei ich ja sonst gewöhnlich eine schwäche für moderne Märchen habe. Protagonist Jack wurde facettenreich erarbeitet, war in meinen Augen jedoch eine zu schwache Persönlichkeit, um mich persönlich anzusprechen. Irgendwie fehlte mir hier eindeutig etwas Charisma an dieser Stelle. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, jedoch konnte mich das Buch rundherum nicht überzeugen, was ich ziemlich schade finde, da ich mir sehr viel davon versprochen hatte.

Bewertung: 

Von Mathias Malzieu bereits gelesen und rezensiert:


Der Autor:
Mathias Malzieu, geboren 1974 in Montpellier, Frontmann der französischen Kultband "Dionysos", ist ein Meister im Erfinden von einzigartigen Traumwelten. Nach dem internationalen Überraschungsbestseller Die Mechanik des Herzens wurde auch Metamorphose am Rande des Himmels zu einem sensationellen Erfolg in Frankreich. Malzieus nächster Roman erscheint in Kürze in Frankreich. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Schon lange wollte ich dieses Buch lesen und als es sich hervorragend für eine Challenge eignete, habe ich die Gunst der Stunde ergriffen und es mir ganz fix besorgt.

Donnerstag, 29. November 2012

[Rezension] Luca Di Fulvio - Der Junge, der Träume schenkte


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 783
ISBN: 978-3-404-16061-7
Erscheinungstermin:
Juli 2012 (18. Auflage)
Format: Taschenbuch
Verlag
: Bastei Lübbe


Klappentext:
New York, 1909. Aus einem transatlantischen Frachter steigt eine junge Frau mit ihrem Sohn Natale. Sie kommen aus dem tiefsten Süden Italiens - mit dem Traum von einem besseren Leben in Amerika. Doch in der von Armut, Elend und Kriminalität gezeichneten Lower East Side gelten die gnadenlosen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Robustheit und Durchsetzungskraft verfügt, kann sich hier behaupten. So wie der junge Natale, dem überdies ein besonderes Charisma zu eigen ist, mit dem er die Menschen zu verzaubern vermag ...


Rezension: 
1907 wird die 13-jährige Cetta Luminita von einem Freund des Gutsherrn ihrer Eltern vergewaltigt. Mit 14 bringt sie ihren Sohn Natale zur Welt. Genau dieses Schicksal hat ihre Mutter versucht, ihrer Tochter zu ersparen, denn schon die Mutter brachte ein Kind des Gutsherrn zur Welt. Cetta, die außergewöhnlich schön ist, wurde von ihr verkrüppelt, um diesem Schicksal zu entgehen, doch gebracht hat es nichts. Cetta weiß genau, was sie vom Leben will. Sie will ihren Sohn, sie will für ihn sorgen und sie will nach Amerika, weil sie weiß, dass in Italien lediglich eine Zukunft beim Gutsherrn auf sie wartet. Als Natale 8 Monate alt ist, läuft Cetta mit ihm von Zuhause weg und gelangt als blinde Passagierin nach Amerika. Um die Überfahrt zu "bezahlen", musste sie dem Kapitän des Schiffes sexuell zu Diensten sein.

Kaum in Amerika angekommen, steht Cetta vor ganz neuen Herausforderungen. Sie beherrscht die Sprache nicht, doch findet sie wider erwartend Hilfe. Ihr Sohn bekommt die amerikanische Variante seines Namens in den Papieren eingetragen, Christmas und ein Italiener nimmt sich Cettas an. Doch die Freude währt nicht lange, schnell ist klar, dass Cetta sozusagen gleich am Hafen ausgesucht wurde, um in einem Bordell zu arbeiten. Widerstrebend stimmt sie dem zu, jedoch unter der Bedingung, dass ihr Sohn bei ihr bleiben kann und ihm nichts geschieht. Tatsächlich wird sie bei einem alten Ehepaar untergebracht, das sich nachts um ihren Sohn kümmert, während die 15-jährige im Bordell arbeiten geht.

1922 ist Christmas 14 Jahre alt. Seine Mutter arbeitet nicht mehr in einem Bordell, sondern hat, auf Grund ihres Alters, als Bedienung in einem Nachtclub angefangen. Christmas hat nur einen Wunsch - weg, weg aus dem Ghetto, in dem sie leben. Er gründet, zusammen mit dem gleichaltrigen Santo Filesi, die "Gang" Diamond Dogs. Wobei es sich hierbei nicht wirklich um eine Gang handelt. Christmas, der eine wahnsinnige Ausstrahlung hat, schafft es, durch glückliche Fügungen, die Leute in seinem Viertel glauben zu machen, die Diamond Dogs wären real. Eines Tages finden Christmas und Santo ein junges, blutüberströmtes Mädchen. Die 13-jährige Ruth Isaacson wurde brutal zusammengeschlagen, vergewaltigt und ein Finger wurde ihr entfernt. Christmas bringt das Mädchen ins Krankenhaus und verliebt sich auf der Stelle in ihre grünen Augen. Nachdem sie genesen ist, verbindet die beiden mehr als nur Freundschaft, aber auf Grund der traumatischen Ereignisse, ist Ruth nicht bereit, mehr als einen Freund in Christmas zu sehen. Außerdem ist sie Jüdin und ihre Familie nicht einverstanden damit, dass zwischen ihr und einem "Italiener" mehr besteht als Freundschaft. Dann erleidet Ruths Vater mit seinen Geschäften herbe Verluste, sodass er gezwungen ist, in einer anderen Stadt neu anzufangen. Familie Isaacson veräußert alles und verlässt die Stadt. Christmas jedoch kann Ruth nicht vergessen, auch über Jahre hinweg ist sie nach wie vor in seinem Geist präsent und er weiß nur einen Weg, wie er Ruth in einem großen Land wie den USA wiederfinden kann - über das Radio.


Was für ein fesselndes Buch! Es ist kaum zu glauben, wie sehr mich dieses Buch vereinnahmt hat und dabei ist es ja keines, dass mal eben schnell zwischendurch gelesen werden kann, weil es ja nun ein paar Seiten mehr hat als ein "normales" Taschenbuch. Der Plot wurde sehr detailliert und abwechslungsreich ausgearbeitet. Anfangs sind die Kapitel in Gegenwart (Geschichte von Christmas) und Vergangenheit (Cettas Geschichte) unterteilt. Diese nähern sich mit der Zeit an, sodass der Leser, wenn er endgültig in der Gegenwart angekommen ist, weiß, wie sich Christmas und Cetta seit Beginn ihrer Geschichte entwickelt haben. Auf Grund der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart fand ich das Buch bereits von Anfang an fesselnd, denn selbst wenn ich einen Teil der Gegenwart kannte, konnte ich mir zu dem Zeitpunkt jedoch noch kein Bild machen, von dem Weg den Cetta und Christmas gehen mussten. Die Figuren wurden allesamt facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, sodass ich jede Figur jederzeit wieder erkannt habe, was bei einem solch komplexen Werk nicht zu erwarten war. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd, mit der richtigen Prise Dramatik und Emotionalität. Bei diesem Buch handelt es sich um das erste, das ich von dem Autoren gelesen habe, es wird aber wohl nicht das letzte gewesen sein.

Bewertung

Der Autor:
Luca Di Fulvio, geb. 1957, lebt und arbeitet als freier Schriftsteller in Rom. Sein vielseitiges Talent ermöglicht es ihm, mit derselben Leichtigkeit sowohl packende Thriller für Erwachsene als auch fröhliche Geschichten für Kinder zu schreiben (letztere veröffentlicht er unter Psyeudonym). Einer seiner vorherigen Thriller, "L'Impagliatore", wurde unter dem Titel "Occhi di cristallo" für das italienische Kino verfilmt. Bevor Di Fulvio zum Schreiben kam, hat er in Rom Dramaturgie studiert, und sein Lehrmeister war kein Geringerer als Andrea Camilleri. (Übernommen von Lübbe)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
Bei diesem Buch handelt es sich mal wieder um eine meiner berühmt-berüchtigten Spontan-Ausleihen aus der Bücherei.