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Dienstag, 4. August 2015

[Rezension] Alexa Hennig von Lange - Die Welt ist kein Ozean



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 352
ISBN: 978-3-570-16296-5
Erscheinungstermin: 2
7. Juli 2015
Preis: 1
4,99 EUR (D), 15,50 EUR (A), 20,50 CHF
Format:
Broschiert
Verlag: cbt


Klappentext gem. cbt:
Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?


Rezension:
Die 16-jährige Franziska, Franzi genannt, ist behütet und sicher aufgewachsen, vielleicht sogar etwas über behütet, denn ihre Mutter Helene war seit jeher in ständiger Sorge um ihre Familie, ist ihr Mann Bernhard doch Oberstaatsanwalt und hat dementsprechend viele Feinde. In der Tat hatte es bereits eine Gang auf die Familie abgesehen, doch konnte Noah, der Freund von Franzis älterer Schwester Sina (Ach wie gut, dass niemand weiß ...) das Schlimmste verhindern. Nunmehr steht für Franzi ein zweiwöchiges Schulpraktikum an und da sie weiß, dass sie bisher ein wundervolles Leben hatte, möchte sie etwas davon zurück geben und Menschen helfen. Von daher hat sie sich für ein Praktikum in einer Klinik für psychiatrisch angeschlagene Jugendliche beworben und dieses auch erhalten - sehr zum Entsetzen ihrer Mutter und ihrer besten Freundin Nelli, welche ihr Praktikum bei Franzis Vater in der Staatsanwaltschaft, Abteilung für jugendliche Straftaten und Bandenkriminalität, machen wird, denn Nelli will unbedingt Juristin werden. Es ist nicht leicht, mit Nelli befreundet zu sein, dass weiß Franzi. Zwar kennen sich die beiden schon fast ihr ganzes Leben lang, doch Nellis Vater verließ vor über einem Jahr ohne Vorwarnung seine Familie und seitdem leidet Nelli unter Verlustängsten, was sie jedoch niemals zugeben würde - dafür ist sie viel zu hart im Nehmen.

Für Franzi selbst ist dieses Praktikum wie ein kleiner Ausbruch aus ihrer perfekten kleinen Welt, in der sie an der Fürsorge ihrer Mutter fast erstickt. Nach dem Praktikum hat sie große Pläne. Sie wird sich in den nächsten Tagen an einem Vorspiel teilnehmen, wo sie sich um ein Auslandsjahr an einem australischen Musikcollege bewirbt, denn Franzi spielt seit ihrem 7. Lebensjahr Klavier und ihr Klavierlehrer Roman setzt große Stücke in sie. Doch vor einem eventuellen Auslandsjahr auf der anderen Seite der Erde steht erst einmal das Praktikum an.

Etwas mulmig ist Franzi schon bei ihrem ersten Eintreffen in der Klinik, doch wird sie gleich herzlich von Schwester Maggie in Empfang genommen und auch die in der Klinik befindlichen Jugendlichen sind eigentlich ganz normal, mal abgesehen davon, dass sie ein paar Probleme haben, aber die sieht man ihnen nicht an. Während Schwester Maggie, ihre Ansprechpartnerin, sehr herzlich ist, ist der Chefarzt Doktor Weinberg doch eher reserviert und es gibt eine Regel, die sie unbedingt befolgen muss: Sie darf sich mit keinem Patienten anfreunden - dauert ihr Praktikum doch nur zwei Wochen und könnte anschließend, wenn sie nicht mehr da wäre, die Jugendlichen in ein Tief stürzen. Gleich am ersten Tag lernt Franzi alle kennen, die auf der ihr zugeteilten Station untergebracht sind und sie lernt auch den "unnahbarsten Fall" der Klinik kennen - Tucker. Tucker ist ein 18-jähriger Junge, der seine Tage im Schwimmbad verbringt und mit niemanden redet. Er leidet auf Grund eines traumatischen Ereignisses an totalem Mutismus. Ein Jahr schon ist Tucker in der Klinik und noch immer ist es niemandem gelungen, zu ihm durchzudringen. Doch Franzi gelingt das, was bisher undenkbar war - bereits am zweiten Praktikumstag nimmt Tucker an Aktivitäten teil, die er vorher immer ignoriert hat - scheinbar, weil Franzi dort ebenfalls ist. Auch in den folgenden Tagen geht Tucker immer mehr aus sicher heraus und auch wenn sie nicht verbal miteinander kommunizieren könnte, öffnet sich Tucker immer weiter - doch nur Franzi hat diesen Effekt auf ihn. Aber um ehrlich zu sein, nicht nur Franzi hat einen Effekt auf Tucker, auch Tucker berührt Franzi in einer Art, dass sie sich in den stummen jungen Mann verliebt - doch was wird aus ihrem Australientraum? Wird sie alles aufgeben, was sie sich in den letzten Jahren erarbeitet hat, um weiter bei Tucker bleiben zu können und was ist, wenn er trotz allem, niemals sprechen wird?


"Wichtig ist, dass man weiß, was am Ende dabei rauskommen soll" (S. 66) Der Plot wurde sehr einfühlsam und realistisch erarbeitet. Im Besonderen hat mir gefallen, wie die Figur der Franzi vorurteilsfrei in die Welt der Jugendlichen eintritt, welche mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen haben und wie sie es schafft, mit ihnen allen zu agieren, auf jeden einzugehen und für jeden, der ihre Hilfe möchte, da zu sein, ohne sich dabei auch nur im geringsten zu verstellen. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders Franzi mit ihrer ausgesprochen positiven Art sticht sehr hervor, denn ehrlich, ein solches Mädchen habe ich im realen Leben noch nicht kennen gelernt. Auch die Figur des Tucker wurde sehr realistisch arbeitet, wobei diese Figur (auf Grund des Krankheitsbildes) nicht durch Worte überzeugt, sondern durch sein Handeln und seine Interaktion, gerade mit Franzi. Ich muss sagen, beide geben ein durchaus ungewöhnliches, jedoch sehr interessantes Protagoisten-Paar ab. Als Nebenfigur hat mich vor allem Nellie beeindruckt, denn obwohl sie so aufgeklärt zu sein scheint oder es zumindest vorgibt zu sein, so ist doch in ihr, das merkt der Leser sehr schnell, ein kleines verlassenes Mädchen, das mit ihrer Lebenssituation teils sehr überfordert ist und das Wenige, was noch in ihrem Leben beständig ist (wie die Freundschaft mit Franzi) um jeden Preis festhalten will. Den Schreibstil kann ich nur als sehr einfühlsam und realistisch beschreiben, sodass ich förmlich in das Buch eingesogen wurde und alle Hürden versucht habe, mit Franzi, Tucker und den anderen zu nehmen.

Bewertung
Von Alexa Hennig von Lange bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin:
Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin. (übernommen von Randomhouse)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag

http://www.randomhouse.de/cbt/


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Montag, 27. Juli 2015

[Rezension] Alexa Hennig von Lange - Die Welt ist kein Ozean



Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 352 Seiten
Verlag: cbt (27. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570162966
ISBN-13: 978-3570162965
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 13,9 x 3,5 x 21,5 cm

Inhalt gem. cbt:
Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?

Zum Buch:
Franzi ist 16 Jahre alt und will unbedingt 1 Auslandsjahr an einem Musikcollege in Australien machen. Seit vielen Jahren spielt sie Klavier, mit Hingabe und Liebe. Nun muss sie nur noch ein Vorspielen hinter sich bringen, um die Bewerbung für den Platz in Australien hoffentlich erfolgreich abschließen zu können.
Vorerst aber muss sie ein 2-wöchiges Schulpraktikum absolvieren. Sie wollte etwas ganz besonderes machen und hat sich dafür in einer psychiatrischen Klinik angemeldet.
Am ersten Tag wird sie freundlich von Schwester Maggie in Empfang genommen und sogleich voll mit integriert. Sie wird auf der Station, auf der sie eingesetzt werden soll, herumgeführt und mit den Insassen bekannt gemacht. Nicht jedem sieht man gleich sein Problem an. 
Gleich zu Beginn wird ihr nahegelegt, dass sie sich nicht mit den Insassen anfreunden soll, denn die Nähe, die sie dabei aufbaut, könnte dem Patienten zum Nachteil gereichen, wenn sie nach 14 Tagen wieder verschwunden ist.

Als sie in der Schwimmhalle ankommen, wird ihr der unnahbarste und schwerste Fall der Station vorgestellt - Tucker. Während ihr Maggie erzählt, dass der 18-jährige seit 1 Jahr bei ihnen ist und niemanden an sich heranlässt und nicht spricht, schwimmt dieser seine Bahnen im Becken völlig unbeteiligt. Als Maggie sie verlassen muss, bleibt Franzi vorerst allein in der Schwimmhalle. Sie weiß nicht wirklich, was sie dort soll und wie sie sich verhalten soll, also erzählt sie Tucker einfach irgendetwas, was ihr so gerade in den Sinn kommt. Von seiner Seite erfolgt keine Regung.
Am kommenden Tag jedoch nimmt Tucker an einer Veranstaltung teil, bei der er noch nie war. Es scheint so, als hätte Franzi einen Nerv bei Tucker getroffen, denn sie schafft es tatsächlich, sich ihm zu nähern. Aber kann das gut gehen? ...

Franzi fühlt sich gut in der psychiatrischen Klinik, merkt sie doch, dass sie gebraucht wird. Sicher sieht sie auch viel Elend, was sie sonst nie gesehen hätte. Selbstmordpatienten gibt es dort ebenso wie eben Menschen wie Tucker, die die Außenwelt außen vor lassen und sich auf sich selbst konzentrieren.

Franzi merkt, dass sie Zugang zu Tucker findet und auch er lässt sich auf Franzi ein, wenn auch nach wie vor nicht mit Worten. Seine Handlungen sprechen für sich und machen diesen großen, traurigen Jungen für den Leser interessant. 
Als ich von den Unglück las, was die Ursache von Tuckers totalem Mutismus war, sind mir fast die Tränen gekommen. Wie kann man mit solch einer "Schuld", wie er glaubt sie begannen zu haben, leben? Es ist schwer, sich in ihn hineinzuversetzen, aber die Autorin Alexa Hennig von Lange hat es geschafft, dieses auch dem Leser zu vermitteln.

Die Autorin hat sich sehr gut mit der Krankheit "totaler Mutismus" auseinandergesetzt und diese hervorragend recherchiert. Ebenso die Vorgänge in der Klinik und das Verhältnis Patient - Arzt.
Es stellte sich zwischendurch die Frage, was wichtiger ist, der Erfolg am Patienten oder die Methode, wie man ihn erringt?

Franzi, die immer mehr Zugang zu Tucker findet, steht bald eine schwere Entscheidung bevor. Sie sieht, wie Tucker immer mehr auf sie eingeht, aber was soll werden, wenn sie das Stipendium für den Australienaufenthalt gewinnt? Was soll sie machen? Auf das lang ersehnte Jahr zu Gunsten von Tucker verzichten oder sich selbst die nächste sein und ihr Ding durchziehen?

Ein wunderbares Buch, das in einem Milieu spielt, mit dem ich persönlich so gar keinen Kontakt habe und auch nicht genug Wissen mitbringe.
Ich habe mich auf die Geschichte eingelassen und sie genossen. Alexa Hennig von Lange hat mich mehr oder weniger an die Hand genommen und mich mitgenommen in die Klinik. Ich habe Franzi und Tucker beobachtet wie auch die anderen Patienten. Das Buch hat mich bewegt und noch eine ganze Weile nicht losgelassen.
Der Schreibstil der Autorin hat es mir leicht gemacht, nur so durch die Seiten zu fliegen. Ich mochte es nicht aus der Hand legen, so hat es mich gefesselt, natürlich wollte ich auch wissen, wie es ausgeht, ob die Krankheit von Tucker heilbar ist.
Mir hat die Autorin mit dem Buch wunderbare Stunden beschert und ich empfehle es sehr gern weiter und das nicht nur für Jugendliche.


Bewertung:



Zur Autorin:

(Text übernommen von Randomhouse)
Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin.




Von Alexa Hennig von Lange wurden gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


bedanken, dere mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 12. Juli 2015

[Autorentreffen] Das Katzenpersonal trifft Alexa Hennig von Lange

Samstag, tolles Wetter, endlich Wochenende und wir hatten einen ganz besonderen "Termin" an diesem Tag, denn die Autorin Alexa Hennig von Lange hat einen exklusiven Kreis Blogger und Leser zu einem Lunch eingeladen, um ihr neues Buch 

http://www.amazon.de/Die-Welt-ist-kein-Ozean/dp/3570162966/ref=sr_1_1_twi_1_per?s=books&ie=UTF8&qid=1436650463&sr=1-1&keywords=die+welt+ist+kein+ozean

vorzustellen. Natürlich sind wir der Einladung sehr gerne gefolgt und da wir unabhängig voneinander eine Einladung erhalten haben, konnten wir auch beide teilnehmen, denn die Einladungen an sich waren nur für die eingeladene Person und nicht übertragbar - und ehrlich, Kerry wäre sehr traurig gewesen, wenn sie keine Einladung bekommen hätte, denn bisher haben ihr die Bücher, die sie von der Autorin gelesen hat, sehr gefallen. 

Alexa Hennig von Lange


Geladen wurde in das Restaurant Fame in Berlin-Friedrichshain. Vor Ort mussten wir kurz genau schauen, wo es ist, denn der Eingang ist nicht so leicht auszumachen ^^





Blick von der Terrasse des Fame
 
Die Autorin selbst kam in Begleitung ihres Ehemanns und hatte im Ganzen 10 Blogger / Leser eingeladen. Das Restaurant befindet sich direkt neben der Spree und wirkt von außen etwas unscheinbar, aber das Ambiente war einfach nur wunderschön. 

 gemütliches Beisammensein



Gleich zu Beginn stellte sich die Autorin kurz vor und wir anderen ebenso - einfach eine gemeinsame Grundlage schaffen ^^ Anschließend berichtete sie uns, wie es zu ihrem neuen Buch kam. Denn in diesem wird die Geschichte von Franziska erzählt, die sicherlich schon einige als kleine Schwester der Protagonistin Sina ihres Buches "Ach wie gut, dass keiner weiß ..."  kennen. Nicht wenige Leser des Buches hatten sich wohl an die Autorin gewandt, um zu erfahren, was aus der kleinen Franzi geworden ist - tja und in ihrem neuen Buch erfahren wir es. Kerry hat sich sehr gefreut, zu erfahren, welchen Lebensweg sie einschlägt, denn ihr hatte bereits das Buch um Sina und Noah sehr gefallen.

Anschließend haben wir sehr gut gegessen, wobei Kerry schon vorab Bescheid gesagt hatte, dass sie vegan isst - was zwei anderen Gästen zu gute kam, denn eine war Vegetarierin und eine andere isst keinen Fisch - und es gab Lachslasagne. 


Vor, während und nach dem Essen gab es natürlich nur ein Thema - BÜCHER!!! Ausgetauscht wurde über Lesegeschmäcker, Bestseller, Volumen von Büchern und natürlich diverse Genres. Interessant für die Autorin war es, ihren Lesern die Fragen stellen zu können, die bestimmt jedem Autoren auf der Seele liegen - z. B. wie das mit der Nachprüfbarkeit von Fakten und Ortsangaben in Büchern ist. In der Tat konnen wir, die Leser, einhellig bestätigen, dass ein gutes Lektorat das A und O ist, denn ganz schnell ist man heutzutage im Internet, um eine Behauptung im Buch nachzuprüfen, was auch wirklich von den Lesern viel und gerne genutzt wird. 

Viel zu schnell war die Zeit vorbei, sie verging aber auch wie im Flug, wie es halt so ist, wenn man gut speist und sich hervorragend unterhält.

Natürlich waren wie bewaffnet - mit Büchern, die wir unbedingt signiert haben wollten^^

 Alexa Hennig von Lange signierend



An dieser Stelle möchten wir uns nochmal herzlich bei Alexa Hennig von Lange und ihrem Mann sowie ihrer PR-Agentin bedanken, die dieses wundervolle Treffen organisiert und uns einen unvergesslich schönen Tag bescherrt haben.

Dienstag, 3. Juni 2014

[Rezension] Alexa Hennig von Lange - Ach wie gut, dass niemand weiß ...


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 400
ISBN: 978-3-570-16284-2
Erscheinungstermin: 29.
April 2014
Preis: 1
4,99 EUR (D), 15,50 EUR (A), 21,90 CHF
Format:
Broschiert
Verlag: cbt


Klappentext gem. cbt:
Reibungslos, so soll das Leben von Sina, Tochter eines Staatsanwalts, verlaufen. Da passt ein aalglatter Schwiegersohn in spe wie Jean perfekt - jedenfalls für Sinas Eltern. Doch dann verändert ein einziger Abend Sinas ganzes Leben: Als ihre Freundinnen von den Jungs einer Gang angegriffen werden, ist es ausgerechnet einer der Täter, der Sina in letzter Minute rettet. Noah, so heißt der Junge, will Sina unbedingt wiedersehen und steigt sogar heimlich in die Villa ihrer Eltern ein, nur um mit ihr zu reden. Trotz allem, was zwischen ihnen steht, verlieben sich die beiden mit Haut und Haaren. Doch niemand darf von ihren heimlichen Treffen wissen! Und so beginnt ein Spiel mit dem Feuer, in dem plötzlich nichts mehr ist, wie es scheint ...


Rezension:
Die 17-jährige Sina ist am Boden zerstört, denn Jean hat mit ihr Schluss gemacht und das auch noch über Facebook! Dabei waren sie doch das Traumpaar der Schule, doch das ist nun alles, nach immerhin einem Jahr und drei Monaten, Vergangenheit. Sina zieht sich immer mehr zurück, zu sehr leidet sie unter der Trennung, zumal Jean sie auch noch betrogen hat! Ihre besten Freundinnen Juno, Nana und Lil wollen sie auf andere Gedanken bringen und beschließen, sie kurzerhand zu ihrem Glück in Form eines ausgelassenen Abends zu zwingen. Wie immer startet der Abend, wie viele zuvor, bei KFC. Sina hat keine Lust, dort zu Essen, zumal sie in ihren Gammelklamotten unterwegs ist und so beschließt sie, im Auto zu warten. Ein junger Mann auf dem Parkplatz erweckt jedoch ihre Aufmerksamkeit und zwischen den Beiden entwickelt sich ein kurzes Gespräch, dann ist er weg. Nur wenige Minuten darauf, als die jungen Frauen wieder zusammen sind, werden sie überfallen. Sina wird in ein Gebüsch gezerrt, von dem jungen Mann, mit dem sie sich unterhalten hatte, wie sie feststellen musste, Lil wird niedergeschlagen und Juno und Nana werden gezwungen ins Auto zu steigen und entführt. Kurz darauf werden sie unversehrt freigelassen, müssen jedoch alleine zurechtkommen bzw. zurück in die Stadt. Die Einzige, die den Überfall unbeschadet überstanden hat, ist Sina. Diese musste jedoch ihrem Retter versprechen, diesen nicht zu offenbaren.

Sinas Vater Bernhard, ein Oberstaatsanwalt und Leiter der Abteilung für jugendliche Straftaten und Bandenkriminalität, ist außer sich vor Zorn, dass gerade seiner Tochter, die er und seine Frau Helene immer so behütet haben, so etwas passieren muss. Für ihn steht fest, diese Männer müssen gefunden und verurteilt werden, allesamt, zumal alle Gangmitglieder jederzeit mit der vollen Härte des Gesetzes zu rechnen haben, so seine Meinung. Sina ist einfach nur geschockt, dass ihr und ihren Freundinnen das passiert ist, immerhin sind sie die angesagteste Mädchenclique der Schule und sie ist fasziniert von dem jungen Mann, der ihr geholfen hat und der weiß, wo sie wohnt, denn er hat Sinas Portemonnaie mit all ihren Papieren.

Tatsächlich taucht Noah, so heißt der junge Mann wie Sina kurz darauf erfährt, nachts bei ihr auf und sie hilft ihm in eine brenzligen Situation. Die Beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen, doch wissen sie, dass sie sich eigentlich nie wieder sehen sollten, zu verschieden sind die Welten, aus denen sie kommen. Doch so sehr sie sich bemühen, sie können sich nicht von einander fern halten, immer wieder zieht es sie zueinander hin. Doch damit bringen sie sich in eine lebensgefährliche Situation ...


Eine Liebe gegen alle Widerstände! Der Plot wurde abwechslungsreich und spannend erarbeitet. Immer wieder kam bei mir die Frage auf, wird es enden wie bei Romeo und Julia? Ich habe hier regelrecht mitgefiebert, wo mich die Geschichte hinführen wird. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und fesselnd zu lesen, ich konnte das Buch zwischendurch kaum aus der Hand legen, zumal ich ja auch unbedingt wissen wollte, wo mich die Geschichte hinführen wird. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei mich hier gerade die Figur des Noah sehr beeindruckt hat, denn trotz der Gefahr, in der er sich befindet, tut er das, was sein Herz ihm sagt, egal, welche Konsequenzen es für ihn hat. Als Nebenfigur empfand ich Bernhard mit seiner stark ausgeprägten, vorgefassten Meinung als sehr eindrucksvoll dargestellt, denn er wirkte auf mich wie ein Fels, der nur unter äußerst beschwerlichen Anstrengungen dazu bewegt werden kann, seine Meinung auch nur geringfügig zu ändern. Abschließend kann ich sagen, dass es sich bei diesem Buch um eine wundervolle Jugend-Lovestory mit gelungenen Thrillerelementen handelt.


Bewertung
Von Alexa Hennig von Lange bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin:
Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin. (übernommen von Randomhouse)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag

http://www.randomhouse.de/cbt/


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

[Rezension] Alexa Hennig von Lange - Je länger, je lieber


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 346
ISBN: 978-3-570-10074-5
Erscheinungstermin:
23. September 2013 (1. Auflage)
Preis: 19
,99 EUR (D), 20,60 EUR (A), 28,50 CHF
Format:
Hardcover
Verlag:
C. Bertelsmann


Klappentext gem. C. Bertelsmann:
Wie findet uns das Glück? Danach fragt Alexa Hennig von Lange in ihrem neuen großen Roman. Als Mimi eines Nachts zu ihrer geliebten Großmutter gerufen wird, glaubt sie schon an Abschied. Clara liegt im Sterben, aber eine unstillbare Sehnsucht lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Ein geheimnisvoller Kompass führt Mimi schließlich zum Ursprung einer einzigartigen Liebe, die die halbe Welt und ein ganzes Jahrhundert umspannt. Beim Versuch, ihre Großmutter mit dem Schicksal zu versöhnen, erkennt Mimi, dass sie ihr Leben in die eigenen Hände nehmen muss.


Rezension:
Miriam "Mimi" Bachmann ist eine Frau, die mitten im Leben steht. Sie ist eine erfolgreiche Galeristin und mit René, einem sehr erfolgreichen Arzt, glücklich verheiratet. Ihre Eltern starben früh bei einem Flugzeugabsturz, doch ihre Großmutter Clara nahm sie auf und ermöglichte ihre eine fast unbeschwerte Kindheit und Jugend. Leider steht es mit Claras Gesundheit nicht zum Besten, sodass sich Mimi natürlich Sorgen um die fast Hundertjährige macht, doch sie hat einen unbändigen Lebenswillen, der sie aufrecht hält. Dann jedoch muss sie, während sie Besorgungen in der Stadt nachgeht, mit ansehen, wie ihr Mann mit einer ihr unbekannten Frau auf der Straße flaniert und diese auch noch küsst!

Mimi ist am Boden zerstört und verlässt Hals über Kopf ihren Mann und zieht zu Clara. Doch Claras Gesundheitszustand ist schlimmer als befürchtet. Nach einem Unfall muss sie ins Krankenhaus und dort wird festgestellt, dass Claras Herz eine Verletzung aufweist, die sie schon seit Jahren haben muss und die nicht heilen will. Ihr Herz sieht aus, als wäre es gebrochen. Mit jedem Tag im Krankenhaus wird Clara schwächer und die Ärzte können keine gute Prognose stellen, gerade auf Grund der Herzverletzung. Mimi jedoch beschließt zu kämpfen, für ihre Großmutter, die alles ist, was ihr von ihrer Familie noch geblieben ist.

Sie macht sich auf die Suche nach dem Mann, der Claras Herz vor so vielen Jahren gebrochen haben muss, denn eines steht fest, ihr Großvater Gustav kann es nicht gewesen sein, die Verletzung ist noch älter. Bei ihrer Suche stößt sie auf Jacques Barreto, einen jungen Mann, den ihre Großmutter noch aus Kinderzeiten kennt. Dieser musste, um eine alte Familienschuld zu begleichen, ihre damals beste Freundin Daria heiraten. Mimi stellt fest, dass die Beiden sich unendlich geliebt haben, denn es war ihnen nicht möglich, über Jahre den Kontakt abzubrechen, sie zogen sich immer wieder an, wie Motten das Licht. Was genau ist seinerzeit geschehen? War ihre Liebe so tief, dass sie ein Herz brechen lassen konnte? Lebt Jacques überhaupt noch, der jetzt über hundert Jahre alt sein müsste? All diese Fragen stürzen auf Mimi ein, aber sie weiß: Wenn sie ihre Großmutter retten bzw. ihr einen friedlichen Abschied aus dieser Welt gewähren will, muss sie herausfinden, was damals genau passiert ist. Mimi macht sich auf die lange Reise in die Vergangenheit ihrer Großmutter und geht einer Geschichte auf den Grund, die vor über 80 Jahren ihren Anfang nahm ...


Das Schicksal kann so grausam sein zu Liebenden! Der Plot wurde ausgesprochen bildreich und einfühlsam erarbeitet. Der Leser erlebt Claras Geschichte sowohl in der Gegenwart, wie auch in einzelnen Kapiteln chronologisch aufgebaut, in der Vergangenheit, die 1928 ihren Anfang nahm und im gegenwärtigen Jahr 2013 enden wird. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Hier hat mir besondern gut die Wandlung der einzelnen Figuren gefallen, denn das Schicksal meinte es weder mit Clara, noch mit Jacques oder Mimi besonders gut und dennoch, keiner von ihnen hat aufgegeben, immer wieder mussten sie ihr Leben neuen Gegebenheiten anpassen, um nicht daran zu zerbrechen. Den Schreibstil empfand ich als sehr gefühlsintensiv und angenehm zu lesen. Bereits nach wenigen Seiten war ich dermaßen bezaubert und in die Geschichte eingetaucht, dass ich mich bis zum Ende des Buches nicht mehr aus dieser zu lösen vermochte.

Bewertung


Die Autorin: 
Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.