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Samstag, 2. Januar 2016

[Rezension] Peter Harbison - Guide to the National Monuments of Ireland








Eckdaten:
Taschenbuch: 306 Seiten
Verlag: Gill and Macmillan Ltd (August 1970)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0717102750
ISBN-13: 978-0717102754

Zum Buch:
Der "Guide to the National Monuments of Ireland" ist für mich der Reiseführer für Irland schlechthin.
Seit ich ihn vor Jahren in einem Antiquariat erstanden habe, ist er mir ein treuer Reisebegleiter bei all meinen Besuchen in Irland gewesen.
In ihm finde ich alle Informationen, die mir wichtig sind, auch wenn sie zugegebenerweise bei einigen Details nicht mehr aktuell sind.

Das Buch ist unterteilt in die einzelnen Countys Irlands. Innerhalb dieser Countys reihen sich die Sehenswürdigkeiten in alphabetischer Reihenfolge.
Zu jedem Monument finden sich Informationen, wo sie auf den hinten beiliegenden Karten mit Koordinaten zu finden sind.
Informationen über Öffnungszeiten, so vorhanden, finden sich ebenso wie Informationen, wo man sich einen Schlüssel organisieren kann, wenn man ein Bauwerk besichtigen will.
So findet man schon mal folgende Information:

Seite 50 - Clare/Cork
TUAMGRANEY. ChurchAccess: Direct. If closed, key with Mrs. Graham in second house on left up street. Not signposted
Das Buch ist 1970 das erste Mal verlegt worden, meine Ausgabe ist von 1972. Viele Angaben stimmen nicht mehr, das ist mir natürlich bewusst. Zumindest was Öffnungszeiten angeht und auch die Tatsache, dass zur damaligen Zeit viele Sehenswürdigkeiten nicht ausgeschildert waren.
Als ich das erste Mal in den 90-er Jahren in Irland war, war es auch noch so, dass viele Sehenswürdigkeiten nur durch Zufall gefunden wurden, wenn man nicht gerade so ein Buch mit dabei hat. 
Der Poulnabrone Dolmen, eines der meist fotografierten Dolmen Irlands lag abseits von einer Straße und wird auch noch in dem Buch als nicht beschildert ausgegeben. Gerade an ihm lässt sich besonders gut erkennen, dass die Touristikbranche in Irland einiges getan hat, um den Touristen das Land "benutzerfreundlich" zu präsentieren.

Dieser Reiseführer zeigte mir jedoch schon damals geschichtliche Zeugen, die ich ohne ihn nie gesehen hätte. Ein kleiner Abriss zur Geschichte der jeweiligen Sehenswürdigkeit machte das Bild rund. So es dem Autor gelungen ist, geschichtliches zu recherchieren, lässt er den Benutzer des Buches daran teilhaben. So kann man lesen, wann die Kirchen gebaut wurden, welcher Konfession die Kirchen oder Abteien angehörten, geschichtliches über Burgen und deren Bewohner. Ogham Stones finden genauso ihren Platz wie die diversen Dolmen oder Steinkreise.
Ich bin fasziniert von dem Buch, wie auch alle anderen, denen ich es bei ihren Irlandreisen geborgt hatte.

Auch wenn viele Informationen nicht mehr aktuell sind, so sind es jedoch die Standplätze und die Geschichte dürfte sich im nachhinein auch nicht mehr geändert haben.
Wer ein Irlandreisender ist und wer sich nicht auf bloßes Glück verlassen möchte, dem möchte ich dieses Buch ans Herz legen. Es gibt es noch und es gibt auch neuere Ausgaben davon.
Einige Sehenswürdigkeiten findet man leider nicht mehr, die in dem Buch noch Zugang hatten, aber das liegt sicher daran, dass einige einfach verschwinden, wie mir ein Ire mal erzählt hatte, aus dem ein oder anderen Grund, ich konnte diese nicht nachvollziehen.
Aber es gibt noch vieles, das auch im Buch Bestand hat und das will ich mir auch noch ansehen, natürlich mit meinem irischen Guide.


Bewertung:



Zum Autor:

siehe unter Wikipedia: HIER

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 16. Januar 2015

[Rezension] Die Oberlausitz - Ausflugsziele zwischen Neiße und Pulsnitz



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Theiss, Konrad (1. März 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 380622367X
ISBN-13: 978-3806223675
Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 1,5 x 21,4 cm

Inhalt gem. Theiss:
Es gibt viel zu entdecken in der sächsischen Oberlausitz. Erkunden Sie selbst bronzezeitliche Burganlagen, erleben Sie früh- und hochmittelalterliche Befestigungen, die von bitteren Auseinandersetzungen künden, oder besuchen Sie eines der hochkarätigen Museen in dieser Gegend.

Zum Buch:
Mich als Berlinerin interessiert natürlich, was es auch vor unserer Haustür zu sehen gibt. Die Oberlausitz grenzt mit ihrer Zugehörigkeit zu Sachsen an Brandenburg an und ist von Berlin aus gut zu erreichen.
Von daher interessiert mich diese Gegend natürlich ebenso wie Brandenburg und Berlin selbst. 

Anhand des hier vorgestellten Buches ist es möglich, sich auf die Umgebung vorzubereiten und einzustellen.

Das Buch ist in zwei große Abschnitte unterteilt:
1. Landschaft, Archäologie, Geschichte und Kultur
2. Kulturdenkmäler und Museen

Mittels des 1. Abschnittes bekommt man alle Informationen zur Landschafts- und Erdgeschichte vermittelt, die die Oberlausitz durchlaufen hat.
Man erhält einen sehr genauen Einblick über Geologie und Naturraum sowie eine Übersicht über 230 Jahre archäologische Forschung in der Region.
Ebenso erhält der Leser Einblicke in die verschiedenen Zeitepochen, die u.a. geprägt waren durch die Slawenzeit und der römischen Kaiserzeit.
Obwohl die Oberlausitz bis in das polnische Gebiet reicht, wird hier nur der deutsche Teil behandelt, die polnische Region wird ausgegliedert.

Es folgt eine Abhandlung der geschichtlichen Ereignisse, beginnend mit dem Paläolithikum und dem Mesolithikum, die erkennen lässt, dass erste Spuren menschlicher Aufenthalte im Jungpaläolithikum um 40000 - 12000 v. Chr. anzusiedeln sind.
Eine Zeittafel spiegelt die chronologische Besiedelung des Gebietes dar, beginnend im Mittelpaläolithikum, 250000 v. Chr., bis zur Neuzeit, bis heute. 

Erstaunlich fand ich die Aussage, dass die Oberlausitz in der frühmittelalterlichen Besiedlung mit 60 Burgen punkten konnte.

Im 2. Abschnitt, Kulturdenkmäler und Museen, werden diese vorgestellt.
Vieles ist heute nur noch aus der Luft kartographisch erfassbar und nachweisbar. Die Darstellung erfolgt mittels Luftaufnahmen oder Zeichnungen, die es dem Leser ermöglichen, das Wissen auch optisch wahrzunehmen. Fundstücke von Ausgrabungen sind im Buch ebenso zu finden wie Fotos von Ausgrabungsstätten.

Fotos von Wallanlagen findet man hier ebenso wie die von Schanzen, Gräberfelder, Klöster und Burgen, aber auch von Steinkreuzen oder Städten.

Sehr detailliert findet man hier Informationen zu verschiedenen Städten wie beispielsweise Bautzen, Görlitz, Oybin oder Zittau. Natürlich fehlen ebensowenig die Informationen zu verschiedenen Burgwällen, Kirchen, Burgen oder kirchlichen Einrichtungen.

Zu jedem Ort gibt es Hinweise zur Anfahrt, die Benennung der Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten sowie weitere Informationen zur Besichtigung.

Dieses Buch ist nicht nur ein genialer "Reiseführer" für den deutschen Teil der Oberlausitz, sondern auch ein Geschichtsbuch für interessierte Besucher.

Da ich mich gern und sehr akribisch vorbereite, wenn ich in Gegenden unterwegs bin, die ich noch nicht kenne, suche ich mir immer passende Literatur heraus. Diese Reihe vom Theiss-Verlag ist genau das, was ich brauche, Informationen über Land und Leute, Geschichte und Sehenswertes. Für mich eine Reihe, die ich gern weiterempfehle.

Bewertung:



Zu den Autoren: Keine Informationen vorhanden


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 22. August 2014

[Rezension] Ausflüge im Südwesten Brandenburgs - Zauche, Teltow, Fläming



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 304 Seiten
Verlag: Theiss, Konrad; Auflage: 1. Auflage. (1. April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3806226377
ISBN-13: 978-3806226379
Größe und/oder Gewicht: 21 x 14 x 1,6 cm

Inhalt gem. Theiss-Verlag:
Ausflüge in die Geschichte
Für die Mark Brandenburg hat der Südwesten besondere Bedeutung. Die Zauche kann als ihr Herzland bezeichnet werden, während Fläming und Teltow lange Zeit Grenzregionen waren und erst spät zu Brandenburg gekommen sind. Der Band der renommierten Reihe »Ausflüge zu Archäologie, Geschichte und Kultur in Deutschland« zeigt, was die Region archäologisch zu bieten hat: Von der steinzeitlichen Kreisgrabenanlage über slawische Burgwälle und mittelalterliche Kirchen bis hin zu Schlachtfeldern der Napoleonischen Kriege oder geheimen militärischen Versuchsanlagen aus der NS-Zeit. 

Zum Buch:
Mich als Berlinerin interessiert natürlich, was es auch vor unserer Haustür zu sehen gibt. Da Berlin von Brandenburg eingeschlossen ist, liegt es natürlich nahe, sich auch in der näheren Umgebung, in meinem Fall Brandenburg, auszukennen.

Anhand des hier vorgestellten Buches ist es möglich, sich auf die Umgebung vorzubereiten und einzustellen.

Das Buch ist in zwei große Abschnitte unterteilt:
1. Landschaft, Archäologie, Geschichte und Kultur
2. Kulturdenkmäler und Museen

Mittels des 1. Abschnittes bekommt man alle Informationen zur Landschafts- und Erdgeschichte vermittelt, die das Land Brandenburg durchlaufen hat.
Man erhält einen sehr genauen Einblick den Beginn der archäologischen Forschung, über die Bildung von Vereinen und der Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Helfern zur Erfassung der Kulturgüter. 
Seit der Verabschiedung eines Ausgrabungsgesetzes und dessen Bestimmungen im Jahr 1914 sind auch Grabungskampagnen unterbunden worden, die einer fröhlichen Landpartie ähnelten.

Es folgt eine Abhandlung der geschichtlichen Ereignisse, beginnend mit dem Paläolithikum, dem Mesolithikum und dem Beginn der Jungsteinzeit, die erkennen lässt, dass die Besiedlung Brandenburgs um 10966 v. Chr. liegt, als der Laacher-See-Vulkan am Mittelrhein ausbrach und eine Abwanderung der Bevölkerung aus diesem Gebiet begann.

Informatives erfährt man über Gräber und Beerdigungsriten, einiges lässt sich aus den Funden in den Gräbern ableiten.
Ein Abschnitt beinhaltet die Kirchenarchäologie. Nach einer kurzen Zusammenfassung zur Entstehung der Kirchen wurde auch erfasst, dass es oftmals möglich ist, bei Rekonstruktionen bestehender Kirchen in die Vergangenheit sehen zu können. Viele Kirchen wurden auf ihre Vorgänger gebaut, die abgebrannt oder zerstört wurden. Durch Freilegen der Unterschichten kommen archäologische Funde zu Tage.

Im 2. Abschnitt, Kulturdenkmäler und Museen, werden diese vorgestellt.
Vieles ist heute nur noch aus der Luft kartographisch erfassbar und nachweisbar. Die Darstellung erfolgt mittels Luftaufnahmen oder Zeichnungen, die es dem Leser ermöglichen, das Wissen auch optisch wahrzunehmen. Fundstücke von Ausgrabungen sind im Buch ebenso zu finden wie Fotos von Ausgrabungsstätten.

Auch Fotos von einzelnen Steinkreuzen findet man hier ebenso wie Gräberfelder, Klöster und Burgen.

Sehr detailliert findet man hier Informationen zur Stadt Brandenburg mit seiner Dominsel. Die Zisterzienserklöster Lehnin und Zinna sind hier zu finden wie auch die Burgen Ziesar und Rabenstein.

Zu jedem Ort gibt es Hinweise zur Anfahrt, die Benennung der Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten sowie weitere Informationen zur Besichtigung.

Dieses Buch ist nicht nur ein genialer "Reiseführer" für den Südwesten Brandenburgs, es ist auch eine Art Geschichtsbuch.
Da ich mich gern und sehr akribisch vorbereite, wenn ich in Gegenden unterwegs bin, die ich noch nicht kenne, suche ich mir immer passende Literatur heraus. Diese Reihe vom Theiss-Verlag ist genau das, was ich brauche, Informationen über Land und Leute, Geschichte und Sehenswertes. Für mich eine Reihe, die ich gern weiterempfehle.

Bewertung:




Zu den Autoren: Keine Informationen vorhanden


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 20. August 2014

[Rezension] Christopher Weidner - Mystische Orte in München



Leseprobe


Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Pichler Verlag, Wien; Auflage: 1. Auflage. (27. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3854316313
ISBN-13: 978-3854316312
Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 17,6 x 2,2 cm

Inhalt gem. Pichler-Verlag:
Mythen lassen Bilder in uns lebendig werden, die Antworten auf Fragen des eigenen Lebens im Hier und Jetzt geben können.
Christopher Weidner stellt ausgewählte Plätze in München vor, die aufgrund ihrer Geschichte und der Erzählungen, die sich um sie ranken, eine Faszination auf den Besucher ausüben. Jeder Ort wird neben seiner kulturgeschichtlichen Bedeutung nach seinen mystischen Aspekten beschrieben, wie sie sich in Sagen und Legenden, landschaftlichen Besonderheiten und historischen Begebenheiten spiegeln. Ein mystischer Ort ist ein Ort, an dem über die Wahrnehmung der Landschaft im Betrachter ein inneres Wissen geweckt wird, das eine Brücke schlägt von einer fernen Zeit bis in die Gegenwart. 
Aus dem Inhalt: Zwölf Kraftorte rund um den Marienplatz, Das Angerviertel - wo Genuss und Lebensfreude zu Hause sind, Das Hackenviertel - Wunderliches und Wundervolles im Hexenviertel, Das Kreuzviertel - das spirituelle Zentrum der Stadt, Das Graggenauer Viertel - Licht und Schatten der Macht, Mythisches München: Götter, Helden, Wunderwesen, Schauriges München: unheimliche Begegnungen, Geheimes München: Geheimwissen und Geheimbünde, Himmlisches München: Stadt der Engel, Teuflisches München: dem Leibhaftigen auf der Spur

Zum Buch:
München, die Hauptstadt von Bayern. Vom Namen her kennt sie jeder, viele haben sie besucht, andere wohnen dort und doch wissen viele nicht, dass es eine Stadt mit vielen mystischen Orten ist.

Christopher Weidner, selbst Münchner, hat sich den mystischen Orten in München und Kraftorten verschrieben. Er will den Dingen auf den Grund gehen und hat längst vergessenes wieder ausgegraben. Dieses Wissen macht er mit dem vorliegenden Buch der Allgemeinheit zugänglich.
Es gibt viele dieser Orte, aber in diesem Buch beschränkt er sich auf die Plätze in der Altstadt und auch da nur auf ausgewählte. 

Bevor er sich jedoch um die Orte einlässt, erläutert er die Anfänge Münchens. Dabei erfährt der Leser, dass es die ersten Siedlungsspuren im Umland bereits aus der Zeit zwischen dem 4. und 2. Jh. vor Christus gegeben hat. Es verging noch sehr viel Zeit, bis der heute besiedelte Teil von München interessant für eine Ansiedlung werden sollte.
Die verschiedensten Herrschergeschlechter haben die Hand auf diesen Teil Bayerns, bis Heinrich der Löwe, ein Spross des Welfengeschlechtes und Begründer von München, auftritt.

München ist eine Stadt, die nicht aus einer ursprünglichen Siedlung entstanden ist und sich weiterentwickelt hatte, München gilt als eine Neugründung auf unbesiedeltem Gebiet. Die Beweise legt der Autor mittels geometrischem Wissen dar und dem Wissen um den Aufbau der Stadt.

Der Autor erzählt von Sagen und Geschichten, die sich um Drachen, Monster oder auch Lindwürmer drehen. Er bezeichnet die Stadt als Stadt der Drachen, da dieser an vielen Stellen zu finden ist. 

Das Buch ist in folgende 3 große Abschnitte unterteilt.
- Das Magische Herz der Stadt
- Die drei Hügel
- Die vier Viertel,
die in sich weiter untergliedert sind.

So ist zum Beispiel zu erfahren, dass Kaiser Ludwig der Bayer München im Jahr 1315 die Marktfreiheit verliehen hat, mit der Auflage, dass der Marienplatz auf ewig unbebaut bleiben soll. Ganz hat man das nicht geschafft, aber im groben ist der Platz unbebaut, auch heute noch.

Rätsel gilt es auch noch heute zu lösen. Für den Tanzsaal im Rathaus wurde ein Auftrag für 16 Figuren, die Moriskentänzer, erteilt. Es wurden auch 16 Stück bezahlt, aber im Saal gab es nur Platz für 10 der Figuren. Was ist mit den restlichen 6 geschehen?

Der Münchner Dom zu Unserer Lieben Frau ist mit seinen beiden Türmen das Wahrzeichen von München und von weither schon zu sehen. Bekannt ist er eher unter der Bezeichnung Frauenkirche mit seinen beiden markanten welschen Hauben. Die Frauenkirche unterliegt einer Zahlenmystik, wobei es hier um die Häufung der Zahl Zehn geht. Interessant zu lesen, aber an manchen Stellen schwer zu verstehen.

Bezug nehmend auf das Denkmal des Goldschmiedes am Schönen Turm erzählt der Autor auch die Geschichte von selbigen, der unschuldig hingerichtet wurde. Seine Unschuld sollte sich aber erst nach seinem Tode beweisen lassen.

Interessant fand ich auch die Tatsache, dass nicht geklärt ist, ob Ludwig II., der Märchenkönig, wirklich in seinem Sarg liegt. Es wird auf Mord spekuliert und darauf, dass die Leiche aus dem Sarg genommen wurde und woanders beigesetzt. Eine Genehmigung zur Durchleuchtung des Sarges ist aber bis heute nicht von den Nachkommen der Wittelsbacher zu erhalten. 
In dem Zusammenhang für mich neu war die Tatsache eines Geheimbundes, den Guglmännern. Eine Bruderschaft, der man nicht beitreten kann, zu der man bis zum heutigen Tage berufen wird. Sie sehen sich als Mahner und Warner, wo das Andenken von Ludwig II. nicht die nötige Achtung erfährt.

Vieles andere mehr ist in dem Buch von Christopher Weidner zu lesen. Geschichten um die Kirchen und Viertel, die interessant sind und neugierig machen, sich diese Orte einmal mit eigenen Augen anzusehen.

Das Buch ist kein Reiseführer, kann aber durchaus auch dafür genutzt werden. Ich kann mir gut vorstellen, das Buch in der Hand zu haben, während ich mich in den beschriebenen Gegenden oder Kirchen aufhalte. Eine wunderbare Ergänzung zu einem Stadtrundgang ist es auf jeden Fall.

Sehr gut gefällt mir, dass auf den hinteren Innenklappe ein grober Stadtplan gezeichnet ist, auf dem die vorgestellten Orte eingezeichnet sind. So hat man auch die Örtlichkeiten gleich gut im Blick.

Ein wunderbares Buch, egal ob für zu Hause zur Vorbereitung eines Besuches oder zum nachträglichen Lesen des gesehenen. Natürlich auch ideal zu nutzen während eines Rundganges.
Mir hat es München ein klein wenig näher gebracht, vieles erklärt und mich an seiner Geschichte teilhaben lassen.
Eine tolle Lektüre für Münchner und diejenigen, die die Stadt besuchen wollen.


Bewertung:


Zum Autor:
(übernommen von Pichler-Verlag)
Christopher Weidner, geboren 1967, lebt in München und ist Autor zahlreicher Sachbücher. Er leitet Reisen zu Kraftorten in Deutschland, Irland, England, Frankreich und Spanien und gründete „Mystisches München“ ein Projekt, in dessen Rahmen er die magischen Plätze in seiner Heimatstadt München erläutert.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 4. Juni 2014

[Rezension] und [Gewinnspiel] Maike Hettinger - Komisch, kauzig und kurios



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 104 Seiten
Verlag: Theiss, Konrad (18. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3806228035
ISBN-13: 978-3806228038
Größe und/oder Gewicht: 28,4 x 24,8 x 1,4 cm

Inhalt gem. Theiss:
Deutschland für fortgeschrittene Querdenker
In Frankfurt kann man Sie auf einem Denkmal bewundern. Das haben Sie schon ganz richtig verstanden: Sie! Und Sie müssen dafür nicht einmal Bismarck oder Adenauer heißen oder die Welt gerettet haben.
Wie das sein kann? Das ist eine der spannenden Entdeckungen dieses Buchs. Die Autorin war auf ihrer 11.000 Kilometer langen Recherchereise selbst überrascht, wie viel Unglaubliches es in Deutschland jenseits der bekannten Sehenswürdigkeiten zu entdecken gibt. Sie konnte in einem kopfstehenden Haus die Welt aus Stubenfliegenperspektive sehen oder in einem U-Boot am Stiel den Meeresboden besichtigen.
36 ihrer skurrilen, überraschenden oder auch rührenden Funde stellt sie vor. Das Layout steht dem Inhalt in nichts nach: Die junge Designerin hat jede Sehenswürdigkeit auf ganz besondere Weise illustriert. So entstand ein bibliophiler Augenschmaus der besonderen Art.

Zum Buch:
Deutschlandreisenden wird in der Tat einiges geboten.
Denn wer kennt zumindest vom Namen her nicht das Brandenburger Tor in Berlin, den Dresdner Zwinger in Dresden, das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig oder gar die Wuppertaler Schwebebahn?
Alles Sehenswürdigkeiten, die ein Muss sind, sollte man sich in der Nähe aufhalten.
Deutschland ist voll von natürlichen und vom Menschen geschaffenen Wundern oder Sehenswürdigkeiten.

Viele dieser vom Menschen geschaffenen Highlights sind der Allgemeinheit jedoch bislang nicht bekannt oder nicht genug bekannt. Sie liegen im Verborgenen, sind nicht Bestandteil in Reiseführern sondern nur über Mundpropaganda bekannt geworden.

Maike Hettinger, die Autorin des vorliegenden Buches, hat sich auf die Suche gemacht und Unbekanntes entdeckt, das es sich ebenfalls lohnt, anzusehen und zu erkunden.
Sie hat Deutschland durchstreift und ist fündig geworden. 36 außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten stellt sie hier vor. Das Besondere daran ist, es gibt von diesen keine Fotos, sondern nur Grafiken und die dazugehörige Beschreibung.
Und doch macht es Spaß, die Autorin zu begleiten. Die Grafiken machen Lust, im Internet zu recherchieren, wenn ein Besuch nicht möglich ist.
Ich für meinen Teil weiß, dass ich bei Reisen in die genannten Gegenden diese vorgestellten Sehenswürdigkeiten ebenfalls sehen möchte.

So gibt es z. B. verschiedene Häuser, die auf dem Kopf stehen.

Fasziniert hat mich die Tatsache, dass in Halberstadt bei Magdeburg das längste Konzert der Welt gespielt wird. Das Ende der Aufführung wird im Jahr 2640 erwartet. Es sind Töne, die gesendet werden und von einem Tonwechsel zum nächsten kann es schon mal mehrere Jahre dauern. Wer bei dem nächsten dabei sein möchte, sollte sich den 05.09.2020 im Kalender notieren.

Wer weiß denn schon, dass die engste Straße der Welt in Deutschland ist? Genau 31 cm ist sie breit und man findet sie in Reutlingen.

Interessant ist auch die Geschichte von Väterchen Timofej und seiner Ost-West-Friedenskirche in München, die sich sogar gegen die Olympischen Spiele durchsetzen konnte, wegen der sie abgerissen werden sollte.

Diese und vieles andere Kuriose kann man in diesem Buch entdecken.
Einiges davon kannte ich schon. So waren mir aus meiner näheren Umgebung natürlich der Ritter Kalebuz aus Neustadt (Dosse) bekannt, der seinerzeit das Recht der ersten Nacht forderte, wie auch der verlassene Spreepark Berlin oder der Saurierpark in Kleinwelka. 

Ich wurde auf ganz viele interessante Orte aufmerksam gemacht, die ich unbedingt sehen möchte mit ihren ungewöhnlichen Sehenswürdigkeiten.

Im Register am Ende des Buches wurden alle Kontaktdaten zu den vorgestellten Orten aufgelistet mit Adresse, Telefonnummer oder Homepage.

Ein wirklich tolles Buch für diejenigen, die auch einmal etwas anderes als das übliche aus dem Reiseführer sehen oder erleben wollen.
Hierfür gibt es eine eindeutige Kaufempfehlung.

Wer es sich nicht kaufen möchte, bekommt die Möglichkeit, dieses Buch zu gewinnen. Wie? Lest einfach unten weiter.

Bewertung:




Zur Autorin: 
(vom Theiss-Verlag übernommen)
Maike Hettinger ist Kommunikations-Designerin, Graphikerin und Illustratorin. Ihre Arbeiten wurden bereits in verschiedenen Ausstellungen gezeigt.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.



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Gewinnspiel:
Zusätzlich zur Rezension gibt es auch ein Gewinnspiel, bei dem ich 2 Exemplare des vorgestellten Buches verlosen darf.

     
    
   

Der Theiss Verlag stellte sie mir freundlicherweise zur Verfügung.

Ihr müsst mir dafür auch nur eine Frage beantworten.
Warum willst du dieses Buch gewinnen?

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet bitte im Kommentar die Frage und sendet mir zusätzlich eine Mail mit eurer vollständigen Adresse an folgende Mail-Adresse: kleeblatt58 (at) gmail.com (ohne Leerzeichen und Klammern und at als Zeichen) Solltet ihr ein Pseudonym haben, dann gebt es in der Mail bitte mit an, so dass ich euch zuordnen kann.

Hier noch das Kleingedruckte:
1.) Eine Teilnahme ist nur möglich, wenn ihr über 18 Jahre alt seid, ansonsten ist eine Einverständniserklärung der Eltern nötig.
2.) Die Adressen werden nur für das Gewinnspiel verwandt und im Anschluss gelöscht.
3.) Es wird nur innerhalb Deutschlands versendet oder ihr erklärt euch bereit, die Portokosten zu übernehmen. Jeder Teilnehmer aus dem Ausland erklärt sich durch die Teilnahme am Gewinnspiel mit dieser Passage einverstanden.
4.) Bei Verlust auf dem Postweg wird keine Haftung übernommen.
5.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
6.) Der Gewinner bestätigt mir bitte den Erhalt des Buches

Ihr dürft das Gewinnspiel gern teilen auf Facebook, Twitter, Google+ und natürlich auf euren Blogs. Neue Leser sind jederzeit willkommen.

Einsendeschluss ist Sonntag, der 08.06.2014 - 20:00 Uhr

Die Auslosung erfolgt noch am selben Tag über Random.org, ebenso die Bekanntgabe der glücklichen Gewinner. 

Ich wünsche euch einen schönen Tag
Monika (Kleeblatt)

Montag, 10. Februar 2014

[Rezension] Stadt und Landkreis Erding - Ausflugsziele an Isar, Sempt, Isen und Vils








Eckdaten:
Broschiert: 288 Seiten
Verlag: Theiss (2. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3806228523
ISBN-13: 978-3806228526
Größe und/oder Gewicht: 21 x 14 x 1,6 cm

Inhalt gem. Theiss Verlag:
Geschichte und Archäologie vor den Toren Münchens
Das Erdinger Land war mit Erding, dem Markt Dorfen und der Burg Wartenberg ein Kerngebiet der Wittelsbacher. Aber schon viel früher fanden Menschen, Güter und Ideen ihren Weg hierher: Steinzeitliche Jäger und Sammler, die Kelten und Römer haben zahlreiche Spuren hinterlassen. So spannt sich der Bogen der vorgestellten Ausflugsziele von vorgeschichtlichen Grabhügeln über die Isener Stiftskirche bis hin zum Wasserschloss Altfraunberg.

Zum Buch:
Von Erding wusste ich bislang nur, dass es sich in Bayern befindet und dass es dort das Erdinger Weißbier gibt.
Aber Erding hat soviel mehr zu bieten, dass sich ein Besuch dort wirklich zu lohnen scheint.
Anhand des hier vorgestellten Buches ist es möglich, Erding schon im Vorfeld kennenzulernen.

Das Buch ist in zwei große Abschnitte unterteilt:
1. Landschaft, Archäologie, Geschichte und Kultur
2. Kulturdenkmäler und Museen

Mittels des 1. Abschnittes bekommt man alle Informationen zur Landschafts- und Erdgeschichte vermittelt, die das Erdinger Land durchlaufen hat.
Da wird Wissen vermittelt über die Entstehung der Alpen wie auch über die ersten Kirchen, die dort ab der Hälfte des 8. Jh. nachweisbar waren.
Das "schergampt ze Aerdingen", woraus später die Stadt Erding wird, verzeichnet man um die Zeit 1229/39. Schon im 12. und. 13. Jh. spielen die Wittelsbacher in und um Erding eine große Rolle.

Es folgt eine Abhandlung der geschichtlichen Ereignisse, beginnend mit der Alt-, Mittel- und Jungsteinzeit, die erkennen lässt, dass die Besiedlung Bayerns bereits vor 500 000 Jahren begann.
Informatives erfährt man über Hügelgräber, Herrenhöfe und beispielsweise Viereckschanzen. 
Vieles ist heute nur noch aus der Luft kartographisch erfassbar und nachweisbar. Die Darstellung erfolgt mittels Luftaufnahmen oder Zeichnungen, die es dem Leser ermöglichen, das Wissen auch optisch wahrzunehmen. Fundstücke von Ausgrabungen sind im Buch ebenso zu finden wie Fotos von Ausgrabungsstätten.
Ein allseits interessanter Abschnitt zur Geschichte und Kultur von Erding.

Im 2. Abschnitt, Kulturdenkmäler und Museen, werden diese vorgestellt. Es werden Vorschläge zu Besichtigungstouren gemacht, wie beispielsweise ein Rundgang zur Besichtigung der Stadtbefestigung. 
Hier findet man den Stadtpark genauso wie Informationen zu Kirchen und Museen. Gräberfelder zur Besichtigung werden ebenso vorgestellt wie Schlösser und Viereckschanzen.

Das Wissen, das man sich im 1. Abschnitt informationshalber angelesen hat, kann man sich dank der vorgestellten Touren auch ansehen.

Interessant fand ich die Information über die Viereckschanze Papferding. Diese konnte man anhand von Fotos noch 1978 sehr gut erkennen, auf einem Foto von 2012 ist sie fast völlig eingeebnet und so gut wie nicht mehr aus der Luft sichtbar. 

Zu jedem Denkmal gibt es Hinweise zur Anfahrt und Öffnungszeiten sowie Informationen zur Besichtigung.

Dieses Buch ist nicht nur ein genialer "Reiseführer" für das Erdinger Land, es ist auch eine Art Geschichtsbuch.
Da ich mich gern und sehr akribisch vorbereite, wenn ich in Gegenden unterwegs bin, die ich noch nicht kenne, suche ich mir immer passende Literatur heraus. Diese Reihe vom Theiss-Verlag ist genau das, was ich brauche, Informationen über Land und Leute, Geschichte und Sehenswertes. Für mich eine Reihe, die ich mir definitiv noch näher ansehen werde und die ich gern weiterempfehle.

Bewertung:




Zu den Autoren: Keine Informationen vorhanden

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt