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Montag, 4. September 2017

[Rezension] Mia Brown - Hotline of love








Eckdaten:
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Elysion-Books; Auflage: 1 (31. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3960000588
ISBN-13: 978-3960000587

Inhalt gem. Amazon:
Ein neuer Lebensabschnitt und eine dunkle Stimme, die ihr ein heißes Kribbeln über die Haut jagt … Nie im Leben hätte Louisa gedacht, dass ihr der frisch angetretene Job Vergnügen bereiten könnte, ihr die unanständigen Dinge gefallen würden, die sie den Anrufern der Erotik-Hotline ins Ohr flüstert. Besonders ein Kunde hat es ihr angetan. Zwischen dem Unbekannten und ihr sprühen während der Telefonate die Funken, und irgendwann bekommt Louisa den Mann einfach nicht mehr aus dem Kopf. Da hilft es leider wenig, ihm plötzlich unerwartet in einem Nachtklub gegenüberzustehen. Kein Zweifel: Bei dem umwerfend attraktiven Kerl handelt es sich eindeutig um ihren Hotlinepartner, den Mann, dessen Stimme sie unter Tausenden erkennen würde. Leider verbieten die Regeln der Agentur, für die sie arbeitet, sich auf einen Kunden einzulassen. Da ist der Ärger vorprogrammiert, viel mehr, als Louisa ahnt …

Zum Buch:
Als Louisa endlich den Schlussstrich unter ihre Ehe gezogen hat, steht sie da und weiß nicht so recht, wie es weitergehen soll. Keine Wohnung, kein Job - aber zum Glück eine Freundin, die ihr anbietet, gemeinsam mit ihrem Sohn in ihre Wohnung zu ziehen. Sehr gern nimmt Louisa den Vorschlag an, bleibt nur das Problem, einen Job zu finden.
Aber auch da kann ihr Hanna weiterhelfen und vereinbart ein Treffen zwischen Louisa und ihrer Chefin, ohne ihr genauere Informationen zum Job zu geben.
Hoffnungsvoll macht sich Louisa auf den Weg, entsetzt macht sie sich dann wieder auf den Heimweg. Das, was ihr Hanna vorgeschlagen hat, ist eine Erotik-Hotline, aber das käme für Louisa niemals infrage.
Aber es gibt keine Alternative und so langsam freundet sie sich mit dem Gedanken an und ist bereit für den Job.

Gleich ihr erster Kunde, ein gewisser Brad, jagt ihr Schauer über den Rücken. Louisa verliebt sich in die Stimme und den Mann, ohne ihn näher zu kennen und freut sich immer, wenn er in der Hotline anruft.
Dann erkennt sie eines Tages in einem Nachtklub seine Stimme und steht ihm persönlich gegenüber. Sie kann ihr Glück kaum fassen, aber wie soll das gehen, er kennt sie als Savannah und sie ihn als Brad. Er heißt in der Realität Christian, sie darf sich aber nicht zu erkennen geben. Eine aussichtslose Situation...

Für Louisa und ihren Sohn beginnt ein neuer Lebensabschnitt, als sie sich von ihrem Mann trennt. Sie muss völlig neu anfangen, aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen und einen Job suchen.
Nie im Leben hätte sie gedacht, dass sie mal bei einer Erotik-Hotline landen und noch weniger, dass sie sogar Spaß bei der Arbeit haben würde.
Natürlich ist nicht jeder Kunde wie Brad, den sie als ersten Kunden an der Strippe hat, aber auch das meistert sie, meistens zumindest.

Der Roman ist eine Geschichte über einen Neuanfang, zugegeben, einem ungewöhnlichen, aber immerhin. Hoffnungen, Sorgen, Nöte, all das sind Bestandteile, mit denen sich der Leser auch identifizieren und die er auch nachempfinden kann.
Mit Louisa hat Mia Brown eine Protagonistin geschaffen, die sich nicht unterkriegen lässt, die ihr Leben anpackt und die nicht zögert, auch neue ungewöhnliche Wege zu gehen.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Louisa erzählt, so dass der Leser immer auch ihre Gedanken erfährt.

Eine ausgesprochen erotische Geschichte, bei der die Erotik jedoch nicht abstoßend oder obszön wirkt, sondern natürlich. Man spürt als Leser das Prickeln, die Lust und die Freude, die die Protagonisten erleben.
Gemeinsam mit Louisa macht sich der Leser auf und wagt mit ihr einen Neuanfang. Man ist immer nah dran und erlebt gemeinsam mit ihr die Veränderungen in ihrem Leben, fühlt mit ihr, lebt, liebt, lacht, macht sich aber auch Sorgen und Gedanken.
Louisa ist eine Protagonistin, die ich sehr gern begleitet habe.

Bewertung:




Zur Autorin:
(Text übernommen von Romance Edition)
Mia Brown wurde an der schönen Ostsee geboren. Seit sie denken kann, ist das Schreiben einer ihrer größten Leidenschaften, doch erst spät hat sie ihren Traum vom eigenen Buch verwirklicht. Nach einigen Kurzgeschichten in diversen Zeitschriften folgte 2012 ihr Romandebüt, dem sich weitere Veröffentlichungen in den unterschiedlichsten Genres und verschiedenen Pseudonymen anschlossen.
Die Autorin liebt Schokolade, das Leben, die Natur und das Lesen über alles. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren Katzen und einem Hund, umgeben von Wald, Feldern und Einsamkeit an der Oder.


Von Mia Brown wurden bereits gelesen und rezensiert:
 

Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin sowie dem Verlag

bedanken, der mir dieses Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 7. August 2017

[Rezension] Anna Bednorz - Mord im Cottage



Leseprobe 



Eckdaten:
Produktinformation
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1741 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 334 Seiten
Verlag: Midnight (7. August 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B073QS22S2
Text-to-Speech (Vorlesemodus): Aktiviert

Inhalt gem. Amazon:
Eigentlich ist Aoife eine typische Großstadtfrau und kann mit dem Landleben wenig anfangen. Doch nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund hat die erfolgreiche Schriftstellerin eine Schreibblockade. Auf Anraten ihres Verlegers zieht sie sich mit ihrem Kater Dr. Jingles in ein Cottage in das kleine irische Dorf Ard Carraig zurück. Doch die erhoffte Ruhe bleibt aus, denn schon am nächsten Tag findet Aoife ein zerstörtes Exemplar eines ihrer Romane im Garten. Als weitere Bücher folgen, ist klar, dass jemand die Schriftstellerin bedroht. Doch wer könnte das sein? Zum Glück findet die Autorin bei den Dorfbewohnern unerwartete Unterstützung. Gemeinsam mit dem örtlichen Pubbesitzer Tom versucht sie, dem Täter auf die Spur zu kommen.

Zum Buch:
Aoife ist Autorin, die unter dem Pseudonym Miranda Towney erfolgreich die Reihe um "Lady Huntington" veröffentlicht hat. Sie möchte Bücher schreiben, aber nicht in der Öffentlichkeit stehen, keine Lesungen, keine Interviews. Außer dem Verlag und ihrem Freund und gleichzeitig Verleger Laurie weiß niemand, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt.
Als sich ihr langjähriger Freund Andrew von ihr plötzlich trennt, fällt sie in ein tiefes Loch.
Laurie ist der Ansicht, dass sie eine Luft- und Ortsänderung braucht und organisiert ihr ein Cottage im County Kerry, im kleinen Örtchen Ard Carraig.
Begeistert ist Aoife anfänglich nicht von der Idee, lässt sich aber überreden und kann nicht wirklich glauben, wohin ihr Freund Laurie sie "verbannt" hat.
Ihr Kater Dr. Jingles geht sofort auf Erkundungsgang und auch Aoife versucht Gefallen an der Sache zu finden. 
Als am nächsten Tag ein Exemplar ihres zuletzt erschienenen Buches zerstört auf ihrem Rasen auftaucht, glaubt sie zunächst noch an einen Zufall. Aber es soll nur der Anfang einer Reihe von weiteren Zerstörungszeremonien ihrer Bücher sein. Zufall ist es jedenfalls nicht mehr, denn es handelt sich immer um Bücher aus ihrer Reihe.
Wie aber kann es sein, wenn doch niemand weiß, wer sie in Wirklichkeit ist?
Als sie sich Tom, dem Besitzer des örtlichen Pubs anvertraut, versuchen sie gemeinsam dem Geheimnis um den Zerstörer auf die Spur zu kommen...

Mit der Kombination Irland und Katzen wurde ich auf das Buch aufmerksam gemacht. Dazu sollte es ein Krimi sein. Meine Vorstellungen dazu liefen in eine andere Richtung, ich vermutete, dass die Katze in die Ermittlungen involviert sein würde. Dem war ganz und gar nicht so, zumal der Begriff Krimi in der Beziehung auch ein wenig gedehnt wurde. Es ist eher ein "Soft-Krimi", ohne Tote und ernst zu nehmende Ermittlungen. Das nur vorab.

Als Aoife immer wieder auf Schändungen ihrer Bücher stößt, die mittlerweile auch andere Personen betreffen, wird ihr die Sache unheimlich. Sie sucht sich Verbündete wie Tom, dem Besitzer des ansässigen Pubs. Gemeinsam versuchen sie der Lage Herr zu werden. Weitere Personen müssen eingeweiht werden, was ihr so gar nicht recht ist, hat sie doch Angst, dass ihr Geheimnis um das Pseudonym aufgedeckt wird.

Neben dem eigentlichen Ziel, dort in der Einöde Bücher zu schreiben, lebt sie sich auch recht schnell in der Dorfgemeinschaft ein, auch wenn ein wenig nachgeholfen wurde. Sie lernt die eigensinnige und etwas sture Petula, ihre Nachbarin kennen und auch Ed, den selbsternannten Druiden.
Diesen Charakter mochte ich besonders, ein wenig schrullig und eigenartig, aber ein Mensch, auf den man bauen kann. Unbeirrt in seiner Einschätzung, dass ihr Haus und Garten einer spirituellen Reinigung bedarf und diese einfach durchführt. Er brachte mich das ein oder andere mal zum schmunzeln.

Die Protagonistin Aoife ist eine Frau, die fest im Leben steht, welches sich momentan jedoch gewaltig gegen sie gewandt hat und doch lässt sie sich nicht unterkriegen. 
Sie lernt neue Freunde und Leute kennen und fügt sich in die Gemeinschaft ein.

Die Geschichte spielt in Irland. Die Autorin hat einige Eigenheiten Irlands aufleben lassen. Das geheimnisvolle eines Druiden, die sehr unterschiedlichen Charaktere aus der dörflichen Gemeinschaft, das Zusammengehörigkeitsgefühl, das auch ich schon oftmals in Irland verspürt habe und die Lebendigkeit, die ein Pub so mit sich bringt.

Auch wenn es kein Krimi im herkömmlichen Sinn ist, kann die Autorin mit ein wenig Spannung punkten. Das Rätsel um die zerstörten Bücher hat mich dann letztendlich doch überrascht, weil meine eigenen Vermutungen in eine andere Richtung gingen.

Das Buch versteht es zu unterhalten und den Leser an der Stange zu halten, denn schließlich möchte man ja die Auflösung nicht verpassen.
Ich fühlte mich gut unterhalten und bin auch weitere Bücher der Autorin gespannt.

Bewertung:



Zur Autorin:

(Text von Midnight)
Anna Bednorz, geboren 1982, ist eigentlich Paläontologin, arbeitet heute aber in der Software-Branche. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Katzen im Schwarzwald, hat aber schon früh ihr Herz an Irland verloren. Land und Leute haben es ihr auf zahlreichen Wandertouren v.a. im Südwesten angetan, und so spielt ihr erster Roman vor diesem Hintergrund. Neben dem Schreiben gehören Reenactment, Trekking sowie altmodische Handarbeiten zu ihren Hobbys.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 7. April 2017

[Rezension] Rike Stienen - Liebe im Jetstream



Leseprobe




Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2215 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 220 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B01LLNL67K

Inhalt gem. Amazon:
Julia ist leidenschaftliche Pilotin der Promi-Airline VIPS-on-WINGS. Eines Tages gehört der umschwärmte Fußballstar Emilio zu ihren Passagieren. Mit dieser Spezies hat sie so gar nichts am Hut. Sie fliegt ihn und ein Fototeam, das Werbeaufnahmen für eine Sportbekleidungsfirma von Emilio machen soll, nach Teneriffa. Dort erwarten Julia ungeplante Gefühlsloopings und Turbulenzen, die ihr Leben ganz schön in Schwingung bringen.

Ein turbulentes Liebesabenteuer über den Wolken.

Zum Buch:
Die Fliegerei liegt Julia im Blut. Von klein auf war sie damit vertraut, denn ihre Eltern leiteten eine Segelflugschule. So ist es auch kein Wunder, dass sie das Fliegen zum Beruf gemacht hat.
Sie ist Pilotin bei der Airline VIPS-on-WINGS, die sich auf das Transportieren von Promis spezialisiert hat. Die Airline hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wünsche der Gäste zu erfüllen und bereit zu sein, wenn ein Ortswechsel ansteht.
Als Julia den Auftrag bekommt, den als Frauenhelden bekannten und ausgesprochen attraktiven Fußballstar Emilio Kandis gemeinsam mit einem Fototeam nach Teneriffa zu fliegen, ahnt sie nicht einmal ansatzweise, dass diese Begegnung ihr Leben verändern wird...

Auf Teneriffa sind Werbeaufnahmen für eine Firma geplant, die Sportbekleidung herstellt. Ihr Aushängeschild soll Emilio sein, der dafür eigens engagiert wurde.
Julia, die nicht viel von Fußball und schon gar nichts von spielenden "Superhelden" hält, kennt Emilio nicht und kann die Euphorie ihrer Kolleginnen nicht nachvollziehen. Das ändert sich jedoch in dem Moment, als sie ihm nach dem Flug das erste Mal persönlich gegenübersteht.
Als sie dann auch noch feststellen muss, dass er so gar keine Starallüren aufzeigt, weder arrogant noch machomäßig rüberkommt, ist es auch schon fast um sie geschehen. Sie kann sich seinem Charme nicht entziehen.
Aber ein Mann, der so in der Öffentlichkeit steht, kann nicht gut für Julia sein.

Die Romane von Rike Stienen stehen für gute Unterhaltung. So auch dieser Roman, den man eben mal schnell weginhaliert. Kaum hat man ihn begonnen, mag man ihn nicht mehr aus der Hand legen. Da er nicht soviel Seiten hat, muss man das auch nicht.
Man kann in die Geschichte eintauchen und sich darauf einlassen.

Julia ist eine Frau, die mit beiden Beinen auf der Erde steht und ihrem Traumberuf nachgeht. Auch wenn viele Promis ihren Weg kreuzten, war doch noch nie einer dabei, der ihr Herz berühren sollte. Das ändert sich, als sie den Fußballstar Emilo und seine Crew transportiert.
Als Leser ist man hautnah dabei, wie sich aus Ablehnung Zuneigung entwickelt und man sich näherkommt. Julias Zweifel sind sehr gut nachvollziehbar und man hat im Hinterkopf immer den Gedanken, wird das was, wird das nichts?

Aber nicht nur die Beziehung von Julia und Emilio ist in diesem Roman Thema, sondern auch Julias Mutter Helene, die sich von ihrem Mann trennt und eigene Wege gehen will.

Schöne Schauplätze auf Teneriffa vervollkommnen das Bild und bringen dem Leser die Insel ein wenig näher.

Ein wunderbarer Roman, der leider viel zu schnell ausgelesen ist. Die Romane von Rike Stienen kann ich bislang uneingeschränkt weiterempfehlen, so auch diesen. Gute Unterhaltung, Entspannung und Wohlbefinden pur. Zeit, die Seele baumeln zu lassen. 


Bewertung:


Zur Autorin: (übernommen von Amazon:
Rike Stienen war einige Jahre als Rechtsanwältin und Mediatorin tätig, bevor sie sich ihren Traum erfüllte, eine Ausbildung zur Drehbuchautorin zu absolvieren. Seitdem entwickelt sie Stoffe für diverse Filmproduktionen, am liebsten romantische Komödien, die im Alpenvorland oder vor exotischer Kulisse spielen. Dabei ist es ihr wichtig, zwischenmenschliche Konflikte auf humorvolle Weise zu lösen. Mittlerweile sind zusätzlich einige Kurzgeschichten und Liebesromane veröffentlicht worden. Die Autorin lebt und arbeitet in der Nähe des Chiemsees und gehört verschiedenen Autorenverbänden an. Für den Delia-Literaturpreis 2015 war die Autorin als Jurymitglied tätig.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Rike Stienen bedanken, die mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung stellte.

Von Rike Stienen wurden gelesen und rezensiert:
       


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt 

Mittwoch, 15. März 2017

[Rezension] Margot S. Baumann - Das Gut in der Toskana



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 364 Seiten
Verlag: Tinte & Feder (7. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1477848568
ISBN-13: 978-1477848562
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 2,5 x 12,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
Das hatte sich Allegra anders vorgestellt! Mit Herz und Hand wollte sie ihren italienischen Großvater unterstützen. Schließlich kann er als Gärtner auf einem toskanischen Gut jede Hilfe gebrauchen. Also bricht Allegra voller Elan nach Italien auf und ist ziemlich überrascht, als sie dort nicht wirklich willkommen ist.
Weder ihr mürrischer Großvater noch Massimo, der gutaussehende Neffe des Gutsbesitzers, empfangen sie mit offenen Armen. Doch Gefühle sind wandelbar. Ein gemeinsam aufgedecktes Familiengeheimnis schweißt Allegra und Massimo eng zusammen und stürzt sie in ein unerwartetes Liebeschaos. So müssen beide erkennen, dass hinter den Zypressen der Toskana mehr verborgen liegt, als sie jemals vermutet hätten.
Mit ihrem neuen Buch taucht Margot S. Baumann in die Atmosphäre der toskanischen Landschaft und in die Geschichten und Eigenarten ihrer Bewohner ein. Ein großer Roman, der mit Leichtigkeit von den Herausforderungen des Lebens, der Liebe und ihren Konsequenzen erzählt.

Zum Buch:
Allegra arbeitet in Frankfurt / Main gemeinsam mit ihren Eltern, die ein Bestattungsunternehmen betreiben. Als ihr italienischer Großvater einen Schlaganfall erleidet, ist sie es, die sich auf den Weg macht, um ihm hilfreich zur Seite stehen zu können. Was sie jedoch nicht erwartet hatte, war der unfreundliche Empfang ihres Großvaters, den sie so nicht wiedererkannte. Der sonst so liebevolle und herzliche Mensch hat sich irgendwie in Luft aufgelöst. Allegra jedoch lässt sich nicht vergraulen, auch nicht, als sie auf Massimo trifft. Massimo ist der Neffe des Gutsbesitzers Lorenzo Ferretti, der ein langjähriger Freund von Allegras Großvater ist und auf dessen Landgut dieser lebt.
Massimo ist ein gut aussehender Mann mit Machogehabe, der in Allegra widersprüchliche Gefühle auslöst. Treffen die beiden aufeinander, sieht man die Funken förmlich fliegen, bis sie sich zusammentun, um einem Familiengeheimnis auf die Sprünge zu kommen...

Die Autorin Margot S. Baumann entführt den Leser mit ihrem neuesten Werk in die Toskana.
Durch ihre gekonnte bildhafte Beschreibung hat der Leser das Gefühl, sich vor Ort zu befinden. Jedenfalls erging es mir so. 
Die Beschreibungen der Landschaft versetzten mich in die Toskana, ließen mich die Luft schnuppern und ein Gefühl des Erkennens aufleben, obwohl ich noch nie dort gewesen war.

Allegra ist nicht ganz unglücklich darüber, dass sie es ist, die zu ihrem Großvater fahren soll, nachdem dieser einen Schlaganfall erlitten hatte.
Im Betrieb ihrer Eltern erledigt sie die Buchhaltung, was sie nicht gerade glücklich macht, die Arbeit füllt sie nicht völlig aus. So kommt ihr die Abwechslung, die sie in der Toskana erwartet, gerade recht. Dass sie dabei wieder ihren liebevollen Großvater trifft, freut sie umso mehr. 
Wie überrascht aber ist sie, als sie statt dessen einen mürrischen, schlecht gelaunten Mann antrifft, der so gar keine Ähnlichkeit mit ihrem Großvater hat und der sie am liebsten gleich wieder nach Hause schicken würde.
Aber Allegra ist nicht der Mensch, der sich von irgend etwas abschrecken lässt, sie kann mindestens genauso stur wie ihr Großvater sein.
Auf dem Landgut, auf dem ihr Großvater lebt, trifft sie auf den Angestellten Massimo, nicht wissend, dass er der Neffe des Gutsherren ist. Ihn hält sie für anmaßend, frech und unkompetent, was neben den Missverständnissen auch zu Reibereien kommt. Obwohl sie sich nicht leiden können, besteht eine Anziehung zueinander, der sie sich zu widersetzen versuchen.
Massimo, der noch an seiner Verlobten festhält, stellt das ein oder andere mal fest, dass Allegra sich in bestimmten Dingen wie seine Verlobte verhält. Demzufolge sind doch eh alle Frauen gleich und kennt man eine, kennt man alle.
Erst als sie aufeinander angewiesen sind, um einem Geheimnis auf die Spur zu kommen, erkennen sie, wie der jeweils andere wirklich tickt.

Zum wiederholten Mal hat mich die Autorin in eine mir fremde Umgebung versetzt. Wie gehabt versteht sie es, den Leser in genau diese hineinzuversetzen, sich dort wohl zu fühlen. Am liebsten hätte ich meine Koffer gepackt, um genau das sehen zu wollen, was sie den anderen Touristen aus dem Roman gezeigt hat.
Die Protagonisten Allegra und Massimo machen im Laufe der Geschichte eine Wandlung durch. Obwohl sie mir schon von Beginn an sympathisch waren, verstärkte sich das Gefühl bei mir, als ich miterleben durfte, wie sie einem Geheimnis auf die Spur kommen wollten. Mit Tricks und Überlegung gelingt es ihnen, gemeinsam Informationen zu sammeln, an die der einzelne nicht gekommen wäre. Durch das Zusammenspiel der beiden können sie neues Leid vermeiden.

Das Zusammenspiel von Story, den landestypischen Beschreibungen und der Entwicklung der Geschichte ist stimmig. Gerne habe ich mich gemeinsam mit den Protagonisten in der Toskana aufgehalten und mit ihnen gestritten, gelebt und erkundet. Ich fühlte mich wohl dort und habe traurig die letzte Seite umgeschlagen. Traurig, weil die Geschichte zu Ende war und ich mich von den Protagonisten verabschieden musste.
Das Buch wurde wieder mit einem wunderschönen Cover versehen, das schon stimmlich auf die Toskana einstimmt.
Wie schon so oft, auch dieses Buch der Autorin empfehle ich sehr gern weiter.

Bewertung:


Zur Autorin:
Die Autorin über sich selbst: 
Meine Laufbahn als Dichterin begann in der zweiten Klasse, als ich der Lehrerin erzählte, meine Eltern hätten mich Fahrenden abgekauft. Als Kind immer auf der Grenze zwischen Realität und Phantasie balancierend, schuf ich mir bereits früh eine eigene Welt, in der meine selbstverfassten Geschichten einen wichtigen Platz einnahmen.
 Mit meinen Gedichten möchte ich dem Leser eine andere Sichtweise auf Alltägliches vermitteln. Dabei versuche ich ihm gleichzeitig eine Emotion zu entlocken. Sei es ein Seufzen, ein Schmunzeln oder eine Zeitreise zu einer fernen Erinnerung. Ich sehe mich als Erzählerin, die mit Worten Bilder im Kopf entstehen lassen möchte, die den Leser für einen kurzen Augenblick in eine andere Welt entführen und ihn zugleich unterhalten.
In den letzten Jahren habe ich mich von der Lyrik entfernt und mehr der Prosa zugewandt. Diese Gattung lässt mir mehr Raum, um meine Geschichten zu erzählen. Und das Tolle am Romane schreiben ist, dass ich meinen Protagonisten befehlen kann: spring! Interessant wird es aber erst dann, wenn sie mich fragen: warum?
Heute schreibe ich Romane über Liebe, Verrat, Geheimnisse und Sehnsuchtsorte. Für meine Werke erhielt ich nationale und internationale Preise. Ich mag raue Küsten, schroffe Felswände, Musik, Hunde, das Leben im Allgemeinen, meine Familie und träume von einem Cottage am Meer.


Von Margot S. Baumann wurden gelesen und rezensiert:
     

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin 
Margot S. Baumann sowie dem Verlag 
bedanken, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt  hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 12. Januar 2017

[Rezension] Silvia Konnerth - Törtchen zum Verlieben




Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1065 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 293 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B01N5O57OW

Inhalt gem. HP der Autorin:
Die erfolgreiche Boulevardjournalistin Victoria liebt ihren Job über
alles. Für die Skandalreportage über eine geheimnisvolle Schriftstellerwitwe erschleicht sie sich sogar einen Posten als Köchin, obwohl Victoria überhaupt nicht kochen kann.
Als der Schwindel auffliegt, lässt sie sich auf einen ungeheuerlichen Deal mit ihrer neuen Arbeitgeberin ein und reist notgedrungen mit der Millionärin und deren übellaunigen Sohn nach Spanien.
Doch dann steht die gewiefte Journalistin plötzlich vor einer Entscheidung, die mehr mit ihren Gefühlen als mit dem Verstand zu tun hat. Kopf oder Herz – welche Schicksalskarte wird Victoria wählen?

Zum Buch:
Victoria ist eine Journalistin, die ihren Beruf liebt und so einiges tun würde, um die Karriereleiter ein Stückchen höher zu klettern.
Als sie den Auftrag erhält, die Schriftstellerwitwe Leonore von Himmelsthal zu interviewen ist guter Rat teuer. Diese hat sich seit dem Tod ihres Mannes sehr zurückgezogen und lässt niemanden an sich heran.
Da hat sie die Idee, sich in deren Haushalt als Köchin einzuschleichen, wohl wissend, dass sie keine Ahnung vom Kochen hat. Aber sie hofft auf ihr Glück und will das unbedingt durchziehen. Wider aller Erwartung gelingt ihr auch dieses Kunststück, nicht ahnend, dass Leonore genau weiß, wer sie ist und gedenkt, Victoria für ihre eigenen Pläne einzusetzen...

Alexander von Himmelsthal ist mit Madeleine, der Tochter seines Chefs, verlobt. Er steht kurz davor, die Firma zu übernehmen, da verschwindet sein Schwiegervater in spe von einem Tag auf den anderen, ohne zu hinterlassen, wohin er ist. 
Alexander steht kurz vor einem wichtigen Geschäftsabschluss, für den er dringend die Unterschrift seines Chefs benötigt, aber wie an ihn herankommen, wenn man nicht weiß, wohin er verschwunden ist?
Irgendwie gelingt es ihm zu erfahren, dass dieser sich in Andalusien aufhält, so dass er sich genötigt sieht, ihm nachzureisen.
Das gestaltet sich jedoch nicht so einfach wie gedacht, denn wie auch immer es dazu kam, er hat seine Mutter Leonore, deren falsche Köchin Victoria, den Gärtner / Bodyguard Miguel und die Haushaltshilfe Agnes mit im Schlepptau.

Die Autorin Silvia Konnerth verlegt den aktuellen Schauplatz Hamburg nach Granada, in Spaniens Sonne. Turbulenzen sind schon durch die vorgegebenen Konstellationen ersichtlich.
Victoria gelingt es zwar noch, inkognito nach Spanien zu reisen, dort jedoch kann dieses nicht mehr aufrecht erhalten werden.
Alexander ist mit dem Aufspüren seines Chefs beschäftigt, womit er sich ein wenig schwer tut. 

Es ist ein ausgesprochen amüsantes und kurzweiliges Buch, bei dem es einem schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Mit viel Charme beschreibt die Autorin das Zusammenleben und Agieren der Protagonisten, das mich mehr als einmal zum Schmunzeln brachte.
Die Beschreibungen der Kochversuche von Victoria verursachten bei mir ein Dauergrinsen, die coolen Reaktionen darauf von Leonore taten definitiv ihr übriges.
Leonore ist für mich die Protagonistin, die mich am meisten beeindruckt hat. Ihre Art ist erfrischend, die Gespräche mit ihrer künftigen Schwiegertochter Madeleine sind herrlich bissig und ihre Pläne sind hoffentlich von Erfolg gekrönt. Ich mochte sie von Anfang an, was nicht auf alle Protagonisten zutraf.
Mit Alexander habe ich mich ein wenig schwer getan, er war mir zu zielorientiert, was sich im Lauf des Geschehens jedoch relativierte.
Victoria ist eine Person, die man auch sofort ins Herz schließt. Auch wenn sie alles für ihren Job tun würde, kennt sie Grenzen. Sie ist warmherzig und versucht, das Beste aus der Situation zu machen. 

Die Geschichte erlebt der Leser mal aus der Sicht von Victoria, mal aus der von Alexander. Da die Namen vor jedem Kapitel angegeben sind, ist es auch für den Leser leicht, sich sofort in die jeweilige Person hineinzuversetzen.

Das ist nunmehr mein 3. Buch der Autorin und wie auch schon in den vorangegangenen konnte sie mich auch mit diesem Werk von sich überzeugen. Ihr Schreibstil ist leicht, spritzig und humorvoll. 
Mir hat es sehr viel Vergnügen bereitet, Victoria, Alexander und Leonore nach Andalusien zu begleiten. 

Ein Buch, das nicht nur am Strand gelesen werden möchte, sondern das zu jeder Zeit für humorvolle Unterhaltung sorgt.
Ich empfehle es sehr gern weiter.

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von Amazon)
Silvia Konnerth, 1980 in Frechen bei Köln geboren, schreibt Chicklit und romantische Komödien. 
Kaum Lesen und Schreiben gelernt, entdeckte sie die Magie des Geschichtenschreibens, wünschte sich, Schriftstellerin zu werden. Nach der Ausbildung zur Speditionskauffrau, dem Umzug in die Nordheide und der Geburt ihrer Tochter erfüllte sie sich 2014 schließlich mit "Knutschflecke gibt's später" diesen Traum. 2015 folgte »Mit Schirm, Charme und Kaktus«. 
Silvia Konnerth schreibt über Frauen, die sich dem Leben stellen, über Freundschaften und Familienbande. Und über die Liebe, ohne die es all dies nicht gäbe.



Von Silvia Konnerth wurden gelesen und rezensiert:

  


 An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin 



bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 8. November 2016

[Rezension] J. R. Ward - Black Dagger: Menschenkind (Band 7)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 336
ISBN: 978-3-453-53282-3
Erscheinungstermin: 1. September 2008 
Format: E-Book
Verlag:
Heyne


Klappentext gem. Heyne:
Der Mensch und Ex-Cop Butch hat ausgerechnet an die Vampiraristokratin Marissa sein Herz verloren. Für sie – und aufgrund einer dunklen Prophezeiung – setzt er alles daran, selbst zum Vampir zu werden.


Rezension:
Bis vor einem Jahr führte Butch O´Neal das Leben eines ganz normalen Cops, wenn er auch zur härteren Sorte gehörte. Eine Autobombe vor einem Nachtclub veränderte jedoch alles, denn seitdem musste er erkennen, dass es noch andere Wesen auf der Erde gibt, als nur die Menschen. Er hat den Polizeidienst quittiert und Vampire, insbesondere die Brüder der Black-Dagger-Bruderschaft, zählen mittlerweile zu seinen Freunden. Mit ihnen kämpft er gegen die Lesser, die die Vernichtung der Bruderschaft anstreben. Doch nicht nur seine Freunde sind Vampire, auch die Frau, die sein Herz im Sturm erobert hat, ist eine Vampirin, sogar eine Aristokratin.

Marissa ist die Frau, für die Butchs Herz schlägt, doch sie und Butch trennt noch so viel mehr, als nur seine Menschlichkeit. Vor nicht allzu langer Zeit war sie die Frau, von der sich der Vampirkönig nährte. Seitdem er Beth, eine Freundin Butchs, an seiner Seite hat, sind ihre Dienste nicht mehr für den König notwendig. Marissa fühlt sich dahingehend zurückgesetzt, denn in ihren eigenen Augen hat sie den Status einer Abgelegten.

Butch, der an der Seite der Brüder kämpft, wird bei einem solchen Kampf von Lessern schwer verletzt. Obwohl er ein Mensch ist, bringt Vishous seinen Freund in die Klinik von Havers, der diesem auch hilft, obwohl es zwischenzeitlich nicht gut aussieht für den Ex-Cop. Auch Marissa wird darauf aufmerksam, dass sich Butch in der Klinik ihres Bruders aufhält und sie muss es sich eingestehen - der Anziehungskraft, die sie beide verspüren, kann sie sich nicht entziehen. Sehr schnell kommen sich die beiden heimlich näher, doch Butch macht eine Entdeckung, die ihn erkennen lässt, dass die Lesser ihm mehr angetan haben, als es auf den ersten Blick erschien ...


Der 7. Band der Black-Dagger-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass man in diesem Band sehr viel über das Gefühlsleben des eher raubeinigen Butch erfährt, denn ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass dieser Mann so vielschichtig ist. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Butch hat mich hier förmlich umgehauen, denn anfangs dachte ich wirklich, es gäbe keine Frau, die zu ihm passen würde und dann verliert ausgerechnet dieser Macho sein Herz an eine Frau aus bester Gesellschaft, die so ganz anders ist, als er selbst. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieser Band tolle Lesestunden bereitet hat, wobei mir das Ende des Teils hier wieder zu abgehackt kam. Man merkt wieder, dass das Buch im Original an dieser Stelle noch nicht vorbei ist - in der Übersetzung jedoch geteilt wurde.

Bewertung

Von J. R. Ward bisher gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Die Autorin:
J. R. Ward ist in den USA eine der erfolgreichsten Bestseller-Autorinnen für die Mischung aus Mystery und Romance. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften war sie zunächst im Gesundheitswesen tätig, wo sie unter anderem die Personalabteilung einer der renommiertesten Kliniken des Landes leitete. Ihre "Black Dagger"-Romane haben in kürzester Zeit die internationalen Bestsellerlisten erobert. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Hund lebt J. R. Ward im Süden der USA. (übernommen von Random House)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir gekauft.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

[Rezension] Annika Bühnemann - Achtung: Braut!



Leseprobe




Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 896 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 262 Seiten
Verlag: Feelings; Auflage: 1 (2. Mai 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00JFPHEU0

Inhalt gem. Amazon:
Ein charmanter Roman über eine gestresste Braut und die Frage, ob Liebe sogar Hochzeitsplanungen überstehen kann.
Es soll der schönste Tag ihres Lebens werden, doch bei den Hochzeitsvorbereitungen von Emma und Daniel klappt nichts, wie es soll: die Schwiegereltern stellen sich quer, der Fotograf fällt aus und das Kleid passt nicht. Dabei will Emma, dass alles perfekt ist und steigert sich so in die Planung hinein, dass sie nicht nur ihre Traumhochzeit damit gefährdet...

Zum Buch:
Emma und Daniel lieben sich und da liegt es nahe, dass sie heiraten wollen.
Die Hochzeit soll in einem Jahr stattfinden, an ihrem Jahrestag. Die Location, ein Schloss, für die Feier ist schnell gefunden, es soll ja schließlich auch etwas besonderes sein. Der Termin wird fest gemacht und nun haben sie, hauptsächlich Emma, genügend Zeit, die Hochzeit in aller Ruhe zu planen.
Aber dieser Traum stirbt recht schnell, als sie einen Anruf aus dem Schloss bekommen, der die Reservierung storniert, denn nächstes Jahr finden Restaurierungsarbeiten im Schloss statt, so dass Feierlichkeiten völlig gestrichen sind. Nun ist guter Rat teuer, was tun?
Bis zum Jahrestag in diesem Jahr sind es noch 4 Wochen Zeit, aber ist es möglich, eine Hochzeit, wie sie Emma vorschwebt, in dieser kurzen Zeit zu organisieren?...

Sie wagen es, Emma ist recht zuversichtlich, dass das zu packen ist. 

Die Ausmaße der Hochzeit, die Emma vorschweben, sind enorm. Es fällt ihr ausgesprochen schwer, Abstriche zu machen. Budgets, die ihr Daniel gesetzt hat, ignoriert sie, schließlich soll es der schönste Tag ihres Lebens werden.
Daniel fühlt sich zusehens gestresst, er erkennt seine Emma nicht wieder. 
Emma, die immer lebenslustig war, sehr diszipliniert und ordentlich, fällt vor lauter Arbeit ins Gegenteil. Sie entwickelt sich zur Brautzilla.
Daniel wirkt genervt, Emma fühlt sich alleingelassen und überfordert. Ist es das wirklich wert?

Wenn eine Hochzeit zum Stressfaktor wird, bleibt die Liebe auf der Strecke. 
Was eigentlich als der schönste Tag im Leben von Liebenden sein sollte, wird bereits im Vorfeld zum Albtraum.
Die Protagonisten Emma und Daniel lieben sich, daran besteht gar kein Zweifel, aber kann die Liebe das aushalten?
Hinzu kommen die anstrengenden Eltern von Daniel, die Emma nie als zukünftige Schwiegertochter gesehen haben. Warum nur kann Daniel nicht seine Verflossene heiraten? Die würde doch viel besser zu ihm passen.

Aber es werden Emma noch weitere Steine in den Weg gelegt. Wie kann es sein, dass sie ausgerechnet in ihr Traumkleid nicht hineinpasst? Was sind schon ca. 7 kg zuviel auf den Rippen, wird eben bis zur Hochzeit gehungert, das müsste dann doch passen.
Eine Superhochzeit in nur 4 Wochen zu organisieren, hört sich schon für Außenstehende wie ein Albtraum an. Das kann doch nur in die Hose gehen.

Nach der Lektüre des Buches weiß man eines ganz genau: Wie man es nicht macht.
Humorvoll erzählt die Autorin Annika Bühnemann über die Vorbereitungen einer Hochzeit, die in allerkürzester Zeit auf die Beine gestellt werden muss. Das alles bitte ohne Abstriche, das volle Programm also.
Im Buch gibt es von allem ein wenig, von himmelhochjauzend zu todebetrübt. 
Als Leser fühlt man mit den Protagonisten mit und hofft, dass es nicht zum Eklat kommt, indem alles aus dem Ruder läuft. Man hofft und bangt, lächelt, schmunzelt und möchte auch mal ein Tränchen verdrücken.
Wenn man viel will, kann auch viel kaputtgehen.

Die beiden Protagonisten Emma und Daniel sind ein wirklich sympathisches Paar, das man gern als Freunde hätte. Emma hätte ich das ein oder andere Mal gern gemaßregelt und Daniel in den Allerwertesten getreten.

Die 262 Seiten hat man schnell weggelesen, dazu muss man das Buch gar nicht aus der Hand legen. Hatte ich auch nicht vor, denn die Geschichte hat mich gepackt. Immer im Hinterkopf lief wie ein Laufband die Frage, ob sie es gemeinsam packen werden oder ob sie daran zerbrechen.

Eine wunderschöne kurzweilige Geschichte, die ich gern weiterempfehle.


Bewertung:



Zur Autorin:

(Text übernommen von Knaur)
Einen Kaffee, einen Stift und ein Notizbuch - mehr braucht Annika Bühnemann nicht, um glücklich zu sein. Da ein Notizbuch allein aber nicht die Miete bezahlt, hat die 1987 geborene Optimistin zunächst Business Administration studiert und einen "ordentlichen" Beruf ergriffen, bevor sie zum Schreiben kam. Mit ihren lustigen Liebesgeschichten will sie anderen Frauen Mut machen, Träume umzusetzen und für das eigene Glück zu kämpfen.






Von Annika Bühnemann wurden gelesen und rezensiert:
 

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 10. Oktober 2016

[Rezension] Simona Vettori / Manuela Martini - Mein Café del Sur



Leseprobe




Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 5334 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 333 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verlag: MARTINIeBOOKS; Auflage: 2 (16. März 2015)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00UTPSCH4

Inhalt gem. Amazon:
Man nehme Sonne und Meer, Kulinarisches und Menschliches, eine Brise Tierisches - und eine Krimischriftstellerin - und würze alles mit einer gehörigen Portion Humor – Das ist mein Café del Sur
Eines Tages wird mein Traum am weißen Sandstrand von Andalusien Wirklichkeit: Aus einer alten, verfallenen Bar mache ich das Café del Sur.
Dort, wo die Möwen kreischend ihre Kreise über dem blauen Atlantik ziehen, verwöhne ich nun Tag für Tag meine Gäste und habe für alle ein offenes Ohr. Bald erfüllt eine bunte Schar das Café mit Leben. Doch die Neider sind nicht weit. Stecken die so "netten" Besitzer des großen Strandclubs hinter den Pannen, die im Café passieren? Und warum verschwindet der hilfsbereite Marokkaner plötzlich? Es gibt allerhand zu tun im Café del Sur. Surfer müssen gerettet, eine eifersüchtige Exfrau vertrieben, geheime Recherchen betrieben, eine Trauergesellschaft aufgeheitert und Liebenden auf die Sprünge geholfen werden. Und natürlich wird dazwischen ordentlich gekocht und gebacken.
Aber wozu habe ich eine patente Köchin, gewiefte Stammgäste – und bin mit einer Krimischriftstellerin verheiratet?
Humorvoll, authentisch, kulinarisch - und ein traumhaftes Setting an der spanischen Atlantikküste

Zum Buch:
Simona und Manuela sind in Spanien angekommen. Sie haben sich eingerichtet und leben ihren Traum. Zumindest kann Manuela als Schriftstellerin überall schreiben.
Simona ist gelernte Physiotherapeutin, die Frau von Manuela und auch ihre rechte Hand, was das Schreiben angeht. Sie glättet das ein oder andere aus, wenn Manuela nicht weiterkommt. 
Ihr ganz großer Traum ist jedoch schon immer gewesen, ein eigenes Café aufzumachen. Aber dieser Traum scheint unerreichbar zu sein.

Auf ihrem Weg zum Strand kommt Simona immer an einer geschlossenen und ziemlich heruntergekommenen Bar vorbei. Wie man ihr erzählte, will Pepe, der Eigentümer die Bar nicht verkaufen. Aber Simona hat Blut geleckt und hat sich in den Kopf gesetzt, die Bar zu kaufen. Sie spricht mit Pepe, der wie erwartet, ablehnt. Traurig und niedergeschlagen nimmt sie die Niederlage hin.
Aber durch eine weitere Begegnung mit Pepe überdenkt er seine Entscheidung noch einmal und verpachtet ihr die Bar, für ein halbes Jahr und dann will er weitersehen.
Simona nimmt die Herausforderung an und macht aus dieser Bar ein schmuckes kleines Café. Aber vom ersten Tag an scheint ihr das Glück immer ein paar Steinchen in den Weg zu legen. Wird sie es schaffen, das Café zu eröffnen und wenn ja, ein halbes Jahr lang zu betreiben? Was wird dann?...

Nachdem ich das Buch "Vamos a la playa" von Manuela Martini gelesen hatte, war klar, dass ich auch "Mein Café del Sur" lesen wollte.
Während das erste Buch von Manuelas und Simonas  Ankommen in Spanien erzählt, geht es in diesem Buch um die Erfüllung eines Traumes, ein eigenes Café, das Simona betreiben will.

Sie hat große Pläne und viele Träume, die sie realisieren möchte. Aber vor der Eröffnung muss die ehemalige Bar wieder soweit hergestellt werden, dass man Gäste darin empfangen kann. Sie hat doch schon reichlich Federn gelassen, so dass eine Grundsanierung nötig ist. Es gibt Pleiten, Pech und Pannen und als Leser bangt man ehrlich mit, ob das alles gut gehen wird.
Katharina, die schon fest eingeplant war als Mitarbeiterin, muss am Tage der Eröffnung fluchtartig das Land verlassen, da ihr Vater schwer krank geworden ist. Da ist guter Rat teuer. Aber auch wenn es so aussieht, als wäre das Ende schon da, findet sich Hilfe. 
Encarni, eine recht resolute Spanierin hilft ihr aus, hat so ihre eigenen Macken und Ansichten, aber auch das Herz am rechten Fleck.

Vieles geschieht im Café del Sur und als Leser hat man an allem Anteil.
Man ist dabei, wenn Simona ihre täglichen Arbeiten für das Café organisiert, ist dabei, wenn sie ihre Kuchen bäckt und die Speisen mit Encarni durchgeht. Man erlebt sie beim Einkaufen der Waren und ist genauso dabei, als sie auf Khalid stößt und Paco.
Man erlebt sie mit ihren Kunden, die zahlreich das Café aufsuchen, mit Freunden und auch mit ihrer Frau Manuela und den reichlichen Tieren, die die beiden haben. Bei allem ist man hautnah dabei und spürt die Liebe, die sie allen entgegenbringt und wie sie für das Café lebt.
Aber man neidet ihr das Café und die Wolken trüben bald den Horizont. 

Simona ist eine Frau, die man einfach mögen muss. Sie versucht, die negativen Erscheinungen beiseite zu schieben und das beste draus zu machen. Durch ihre positive Ausstrahlung und ihre eigene Art macht sie sich Freunde. Es sind die unscheinbaren Freunde, die ihr auch später zur Seite stehen, als sie welche brauchte.

Ein wunderbarer Roman mit vielen Höhen und Tiefen, ein Roman, bei dem man als Leser so richtig mitfiebern kann.
Zum Schluss des Buches gibt es einen Anhang, in dem man Rezepte vorfindet und ein paar spanische Reisetipps.
Ich fühlte mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten und kann es nur weiterempfehlen.

Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen vom Amazon)
Mit dem Schreiben fing Manuela Martini an, als sie 7 war. Und zwar schrieb sie - mit dichterischer Freiheit - ihre Ferienerlebnisse für ihre gehörlose Oma. Spannende Abenteuergeschichten haben sie schon von kleinauf begeistert. Entweder wollte sie Expeditionsleiterin oder Schriftstellerin werden. Da sich aber so schnell keine Expedition fand, die Schriftstellerei nicht so richtig als Beruf galt, studierte sie zunächst Literaturwissenschaft und Geschichte. Doch die Abenteuerlust ließ sie nicht los und bald führte sie ein Dokumentarfilm nach Australien, wo sie Landschaft und Thema ihres ersten Buchs fand. OUTBACK - SHANE O`CONNORS ERSTER FALL, verkaufte sich auf Anhieb 30.000 mal. Vier weitere Bücher um den Brisbaner Detective folgten. Der historische Australienroman DAS LEUCHTEN DER PURPURNEN BERGE wurde und ist ein Longseller. Unter dem Pseudonym FRAN RAY entstand der international beachtete, schockierende Öko-Thriller DIE SAAT. 
Auch für ein jugendliches Publikum schreibt sie Thriller mit meist spektakulärem Setting. Wie in DIE INSEL.
2007 zog sie für neun Jahre nach Südspanien. Vor kurzem erschien unter dem Pseudonym INEZ VELAZQUEZ der erste Band der Krimiserie um Pablo Benitez, den Comisario aus Marbella. Der Macho mit fünf energischen Schwestern, einer selbstherrlichen Chefin und einer weiblichen Partnerin ...

Von Manuela Martini wurden gelesen und rezensiert:
 

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt