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Donnerstag, 29. September 2016

[Hörbuch-Rezension] Joy Fielding - Die Schwester



Lese- und Hörprobe



Eckdaten:
MP3 CD
Verlag: der Hörverlag; Auflage: Gekürzte Lesung (11. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3844521380
ISBN-13: 978-3844521382
Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 0,8 x 14,5 cm

Inhalt gem. Randomhouse:
Ein kleines Mädchen verschwindet. Ihre Mutter und ihre Schwester bleiben zurück. Und werden Jahre später mit einer Wahrheit konfrontiert, die sie ins Herz der Finsternis führt ...
Caroline Shipley ist voller Vorfreude, denn ihr Mann Hunter hat sie zur Feier ihres Hochzeitstages in ein Luxushotel in Mexiko eingeladen. Gemeinsam mit ihren beiden kleinen Töchtern reisen sie an und beziehen ihre komfortable Suite. Doch was als paradiesischer Aufenthalt geplant war, wandelt sich zum tiefen Trauma in Carolines Leben, von dem sie sich nie erholen wird – denn eines Abends wird die zweijährige Samantha aus der Suite entführt und bleibt für immer verschwunden. Caroline zerbricht beinahe an dem Verlust und muss sich auch noch den Verdächtigungen der Presse stellen, an der Entführung beteiligt gewesen zu sein. Die Jahre vergehen, und irgendwann gibt Caroline selbst den letzten Funken Hoffnung auf, dass Samantha doch noch am Leben ist. Bis sie eines Tages den Anruf einer mysteriösen jungen Frau erhält, die behauptet, ihre verlorene Tochter zu sein – und damit einen Strudel von Ereignissen auslöst, der Caroline die schockierende Wahrheit darüber offenbart, was wirklich geschah in jener heißen Sommernacht in Mexiko ...

Zum Hörbuch:
Der Albtraum aller Eltern ist es, ein Kind zu verlieren.
Caroline und ihr Mann wollen mit der gesamten Familie ihren Hochzeitstag in Mexiko feiern. 
Während sie abends, nicht weit weg, feiern, verschwindet die 2-jährige Samantha spurlos aus ihrem Kinderbett und scheint unauffindbar zu sein.

Seit dem sind 15 Jahre vergangen und der Jahrestag rückt näher heran.
Die Ehe der beiden konnte dieser Belastung nicht Stand halten und ist gescheitert. Hunter, der Vater, hat inzwischen ein zweites Mal geheiratet, während Caroline mit ihrer älteren Tochter Michelle allein blieb. 
Die Medien meinten es damals nicht gut mit ihr, gab sie sich doch kalt und emotionslos. Noch heute sind jedoch die Medien an dem Fall interessiert und belagern regelmäßig zum Jahrestag ihr Telefon. Die Zeitung veröffentlicht, wie Samantha heute aussehen würde und Reporter belagern sie.
Da bekommt Caroline einen Anruf aus Calgary, Kanada, von einem jungen Mädchen, das glaubt, ihre Tochter Samantha zu sein.
Was soll sie tun? Anrufe dieser Art hatte sie schon des Öfteren, die verliefen jedoch immer im Sand. Die Emotionen kochen hoch, sie schwankt zwischen Hoffnung und Resignation. Wie soll sie sich entscheiden? ...

15 Jahre ist es her, dass Samantha spurlos verschwunden ist. Verschwunden bis heute. Für Caroline ein 15 Jahre anhaltender Albtraum, aus dem sie nie erwacht ist.
Die Hoffnung jedoch ist nie verschwunden. Oft schon ist sie Hinweisen nachgegangen, jedes Mal wurde sie tief enttäuscht.
Wie soll sie nun auf den Anruf eines jungen Mädchens reagieren, das die Vermutung äußert, sie wäre vielleicht ihre Tochter? Ist es denn doch noch möglich, dass Samantha lebt?
Sie lässt sich auf dieses Abenteuer ein und rollt damit Dinge aus der Vergangenheit auf, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird.

Das Verschwinden der kleinen Maddie in Portugal brachte der Autorin für diesen Roman die Inspiration. Die Ausgangspositionen sind in etwa identisch, Joy Fielding hat daraus eine Geschichte geschrieben. 
Es ist eine Geschichte, die den Leser gespannt Seite für Seite lesen lässt. Die Frage, die sich dem Leser stellen, ist dieses junge Mädchen die verschwundene Samantha und wenn ja, wie wird man damit fertig? Ist sie es nicht, wie kommt man mit einem neuerlichen Fehlschlag klar?

Sehr genau und detailliert hat die Autorin die Gefühle der Mutter Caroline wiedergegeben, ihre Ängste, ihre Hoffnungen, alles sehr gut nachvollziehbar. Aber auch das Seelenleben der Tochter Michelle, die ihr Leben lang mit dem Geist von Samantha aufwuchs. Diese stellt sich mehr als einmal die Frage, würde ihre Mutter diesen ganzen Aufwand auch betreiben, wenn sie das Mädchen gewesen wäre, das verschwunden ist?
Es gibt heftige Reibereien zwischen Mutter und Tochter, bis die Fetzen fliegen. 
Als dann das Mädchen in ihr Leben tritt, versucht sie ihre Mutter von weiteren Enttäuschungen zu bewahren. Sie kann nicht glauben, dass es sich tatsächlich um ihre Schwester handeln sollte.

Es ist ein sehr emotionales Buch, die Belastungen, denen die einzelnen Protagonisten ausgesetzt sind, sind nachvollziehbar und absolut glaubhaft.

Ganz langsam erfährt der Leser, was sich genau vor 15 Jahren in Mexiko abgespielt hat.
Die Geschichte spielt auf 2 Zeitebenen, im Heute und in der Zeit von vor 15 Jahren. Erinnerungen, die verschüttet waren, werden real und eine unglaubliche Wahrheit offenbart sich den Beteiligten und somit auch dem Leser.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erleben dürfen und somit der Stimme von Petra Schmidt-Schaller gelauscht. Eine sehr angenehme Stimme, die die einzelnen Protagonisten und Stimmungen sehr gut wiedergeben konnte.

Das Buch ist gespickt mit emotionalen Dialogen und mit Protagonisten, die ihre eigene Geschichte haben. Ein Buch, dass einen nicht ruhen lässt, bis man mit ihm fertig ist, egal, ob gelesen oder gehört.


Bewertung:





Zur Autorin:
(Text übernommen vom Goldmann)
Joy Fielding gehört zu den unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller „Lauf, Jane, lauf“ waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.










Von Joy Fielding wurden gelesen und rezensiert:
  


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Lesung] Joy Fielding liest aus "Die Schwester"

Joy Fielding ist in Deutschland. Freude kam bei mir (Kleeblatt) auf, als ich davon erfuhr.
Schock - sie liest nicht in Berlin.
Hm, da ist guter Rat teuer.
Ich habe mir die Stationen ihrer Lesereise angesehen und fand, dass Radebeul bei Dresden ja nicht soooo weit weg war, dass man es nicht erreichen konnte.
Also wurde kurzerhand Urlaub beantragt und eine Eintrittskarte organisiert.
Dann ging es auch schon los, Frl. Maunz war mit von der Partie, Kerry fehlte, die durfte arbeiten gehen.

Die Location war gut gewählt - Schloss Wackerbarth, absolut sehenswert, ein Weingut, das auch selbst keltert.



Joy Fielding, eine kanadische Autorin macht diese Lesereise durch Deutschland, um ihr neues Buch "Die Schwester" vorzustellen.


 

Nachdem die Zuhörer von einem Mitarbeiter des Weinguts begrüßt wurden, wurde die Leitung des Abends in die kompetenten Hände von Margarete von Schwarzkopf gelegt, die die Autorin interviewte und als Dolmetscherin fungierte.
Suzanne von Borsody, Schauspielerin und Sprecherin für Hörbücher, las die deutschen Texte aus dem Buch.

v.l.: Margarete von Schwarzkopf, Joy Fielding, Suzanne von Borsody

Bevor jedoch gelesen wurde, gab es eine Menge von Joy Fielding zu erfahren.
Diese hat inzwischen 23 Bücher geschrieben. Ihre ersten Versuche tätigte sie bereits mit 8 Jahren, eine kurze Story, die jedoch nie an die Öffentlichkeit geriet.

Es gab Jahre, da schrieb sie überhaupt nicht. Sie arbeitete als Schauspielerin in Los Angeles, hatte aber nicht so den Erfolg. Sie wurde als speziell eingestuft, was soviel hieß wie, wir wissen nicht, was wir mit ihr tun sollen (ihre eigenen Worte).
Sie hängte die Schauspielerei an den Nagel und fing an zu schreiben.
Zwei ihrer Bücher sind in Deutschland verfilmt worden, einige mehr in den USA. Sie hat ihre eigene Meinung zu den Verfilmungen und hat irgendwann ihren Frieden mit ihnen gemacht.

Sie selbst sieht sich nicht als Krimiautorin, ihr geht es um die Konflikte der Menschen zueinander. Menschen, die in Abgründe stürzen und ihr Weg aus selbigen und was diese dabei lernen.

Auf die Frage, woher sie ihre Ideen nimmt, antwortete sie, dass diese eher aus dem privaten Umfeld kommen, aus Erzählungen oder eigenen Erlebnissen von Freunden und Bekannten. Dialoge mit Menschen bleiben bei ihr hängen, wenn diese interessant waren.
Die Inspiration zu dem Buch "Die Schwester" erhielt sie jedoch vom Vermisstenfall der kleinen Maddie, die in Portugal aus der Ferienwohnung spurlos verschwunden war und noch immer gesucht wird.

Margarete von Schwarzkopf im Gespräch mit Joy Fielding

Im Anschluss las Joy Fielding den kurzen Einleitungstext des Buches in englisch. Dem folgte Suzanne von Borsody mit dem Teil, wo sich das Verschwinden ihrer Tochter Samantha zum 15. Mal jährt und sich eine junge Frau bei ihr meldet. 
Ein weiterer Abschnitt folgte, der den Dialog zwischen Mutter und Tochter Michelle wiedergab, der einen Tag vor dem Flug der Mutter nach Calgary stattfand.

Joy Fielding, lesend

Suzanne von Borsody, lesend

Im weiteren Interview mit Joy Fielding erfuhren wir von ihr, dass ihre Stärke die Dialoge sind.
Viele Dialoge sind Mutter-Tochter-Dialoge, die sie faszinieren.
Sie selbst ist Mutter zweier Töchter und ihre ältere Tochter ist die schwiegere. Von daher hat sie mit den anstrengenden Dialogen keine Probleme, sie kennt sich aus.
Ein großes Thema in ihren Büchern ist die Schuld.
Ihre Bestrebungen gehen dahin, jedes Buch anders zu schreiben, so dass kein Abklatsch eines Werkes entsteht.

Auf die Frage, warum sie keine Serien schreibt, meinte sie, dass sie die Geschichten lieber zu Ende erzählen würde.
Zwar war mal angedacht, das Buch "Sag, dass du mich liebst" als 1. Teil einer Trilogie zu schreiben, aber sie hat davon doch erst mal Abstand genommen. Aber man soll nie nie sagen.
Sicher kann es passieren, dass die ein oder andere Figur in einem neuen Buch auftaucht, aber eine direkte Serie ist erst mal nicht angedacht.

Ihre Bücher spielen zum größten Teil in Florida. Die Gegensätze von atemberaubend, schön, sehenswert zu Hurricans und Schlangen gefallen ihr und regen ihre Fantasie an.

Viele ihrer Ideen brauchen Jahre, bis sie umgesetzt werden, einige wenige werden schnell umgesetzt. Sie schreibt täglich ca. 3 - 5 Seiten und das 3 - 4h. Sie führt ein sehr soziales Leben mit Mann, Kindern und Enkelkindern und nimmt sich die Zeit dafür.
Für ein Buch benötigt sie im Schnitt 6 - 8 Monate.

Bevor der letzte Abschnitt von Suzanne von Borsody gelesen wurde, wurde diese noch zu ihrer Tätigkeit als Hörbüchsprecherin befragt.
Gelesen hat sie dann noch Kapitel 10, das in Mexico spielt, ein paar Tage nach dem Verschwinden der Tochter Samantha.

Damit war dann auch schon der schöne und unterhaltsame Abend zu Ende. 
Natürlich hatte ich noch meine 10 Bücher, die ich von der Autorin habe, im Gepäck und habe sie, zur Freude aller hinter mir stehenden, von der Autorin signieren lassen.
Auch ein Foto mit Frl. Maunz war Pflicht und Joy Fielding hat die Kleine gern in den Arm genommen.


Joy Fielding, signierend

links Joy Fielding, rechts Frl. Maunz

Es war eine tolle Veranstaltung mit einer ausgesprochen sympathischen Autorin.

Im Anschluss noch ein paar Impressionen von Schloss Wackerbarth.








Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 15. Juni 2016

[Rezension] Joy Fielding - Zähl nicht die Stunden



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 6. Auflage (1. April 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442454050
ISBN-13: 978-3442454051
Originaltitel: The First Time
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3,5 x 19,1 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Mattie Hart hat vieles, wovon andere träumen: Erfolg im Beruf, einen attraktiven Mann und eine Tochter, die sie über alles liebt. Eines Tages muss sie sich jedoch eingestehen, dass ihr Leben eine Lüge ist, denn ihr Mann Jake betrügt sie seit Jahren. Doch genau, als Mattie sich endlich entschließt, einen Neubeginn zu wagen, schlägt das Schicksal auf grausame Weise zu. Und die junge Frau erkennt, dass sie jetzt erst wirklich kämpfen muss: um ihr Glück – und um ihr Leben ...

Zum Buch:
Mattie Hart gehört zu den Frauen, die fast alles haben. Eine intakte Familie, Mann und Tochter, der Mann ist Anwalt, ihre Tochter liebt sie abgöttisch.
Dass doch nicht alles im Reinen ist, wird ihr bewusst, als sie Quittungen in den Sachen ihres Mannes findet, die eine Affäre nicht mehr verleugnen lassen. Geahnt hat sie es schon länger, nur jetzt mit den Tatsachen konfrontiert zu werden, ist schon ein Hammer.
Sie tut etwas unberechenbares, sie geht zur Gerichtsverhandlung, die ihr Mann gerade hat und die wohl auch einer seiner wichtigsten ist und beginnt während der Verhandlung schallend an zu lachen. Sie kann sich gar nicht mehr beruhigen.
Ihrem Mann reicht es und er verlässt sie, um zu seiner neuen Errungenschaft zu ziehen.

Mattie ist nicht der Typ Frau, die nun den Kopf in den Sand steckt, sie packt ihr Leben an, es geht auch ohne Mann.
Alles geht gut, bis sie kurze Zeit später feststellen muss, dass sie unheilbar krank ist und ihr nicht mehr viel Zeit bleibt ...

Puh, was für ein Schicksalsschlag. Im einen Moment denkt man noch, es kann nicht schlimmer kommen, als dass der Mann sich eine Jüngere genommen hat und ausgezogen ist, da kommt es für Mattie knüppeldick. Sie erfährt von ihrer Freundin, die Ärztin ist, dass sie unheilbar krank ist. Im Moment scheint es ihr noch halbwegs gut zu gehen, bis auf einige kleine Aussetzer, aber es wird schlimmer kommen und es wird keine Heilung geben.
Ihr Körper wird immer mehr versagen, jedoch ihr Gehirn nicht.

Ihr Mann Jake fühlt sich verantwortlich und kehrt zurück, vorläufig. Ist es Mitleid, was ihn wieder zurückbrachte? Mattie weiß es nicht, ist jedoch dankbar für seine Hilfe. Schließlich muss sie auch an ihre Tochter denken, die sie ja eines Tages zurücklassen muss. Diese ist momentan so gar nicht gut auf ihren Vater zu sprechen, da er ja ihre Mutter von einem Tag auf den anderen verlassen hatte.

Es beginnt ein schwierige und sehr emotionale Zeit.
Matties Gedanken und Gefühle werden dem Leser sehr gut nahe gelegt. Man leidet und fühlt mit ihr, nimmt Anteil an ihrem Schicksal und hofft doch immer ein wenig, dass die Prognose vielleicht doch nicht so schlimm sein möge wie vorhergesagt. Aber sie ist es und bleibt es.
Matties Tochter leidet ebenso, weiß sie doch, dass ihr mit ihrer geliebten Mutter nicht mehr viel Zeit bleibt. Was für ein grausames Schicksal.
Das Leben der 3 Protagonisten ändert sich radikal. Sie sind von einem Tag auf den anderen aufeinander angewiesen und lernen sich neu kennen. Sie nutzen die Zeit, die ihnen bleibt, immer wissend, das es nicht mehr viel ist.

Das war jetzt das 7. Buch, welches ich von Joy Fielding gelesen habe. Der größte Teil waren Thriller. Mit einem solch emotionalen Buch hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet, als ich es zur Hand genommen hatte. Für mich ist es das bislang beste von ihr. Ich konnte nicht verhindern, dass mir am Ende die Tränen kamen, war nur froh, dass ich gerade nicht unterwegs gewesen bin.

Ein wunderbares Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.
Hier gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

Bewertung:


Zur Autorin:

(Text übernommen von Goldmann)
Joy Fielding gehört zu den unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller „Lauf, Jane, lauf“ waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.









Von Joy Fielding wurden gelesen und rezensiert:
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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 22. Dezember 2015

[Rezension] Joy Fielding - Die Katze



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 1 (1. März 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442467845
ISBN-13: 978-3442467846
Originaltitel: Charley's Webb
Größe und/oder Gewicht: 12 x 3,5 x 18,8 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Charley Webb ist Journalistin und allein erziehende Mutter von zwei Kindern. Eines Tages erhält sie eine schockierende E-Mail: Jill Rohmer, die des kaltblütigen Mordes an drei Kindern überführt wurde und im Gefängnis auf ihre Hinrichtung wartet, bietet Charley ihre Geschichte exklusiv für ein Buchprojekt an. Zunächst zögert Charley, doch schließlich willigt sie ein. Während sie aber noch damit beschäftigt ist, erste Recherchen über Jill einzuholen, bekommt sie plötzlich entsetzliche Drohbriefe, in denen der Tod ihrer Kinder angekündigt wird. Charley ist außer sich vor Angst, denn sie ahnt, dass sie Geister rief, die ihr selbst zum mörderischen Verhängnis werden können …

Zum Buch:
Charley Webb schreibt regelmäßig Zeitungskolumnen aus ihrem Alltag, für die sie geliebt und gehasst wird. Der Hass geht soweit, dass sie Drohbriefe bekommt, in denen auch ihre Kinder bedroht werden.
Da bekommt sie eines Tages Post von einer Mörderin, die im Todestrakt sitzt. Diese hatte seinerzeit 3 Kinder ermordet und wartet auf ihre Hinrichtung. Jill Rohmer, die Mörderin, bietet Charley an, ihr exclusiv ihre Story zu erzählen, damit diese ein Buch über sie schreiben kann, mit allen Details und bislang unbekannten Fakten.
Charley ist sich nicht gleich sicher, was sie machen soll, aber letztendlich nimmt sie das Angebot an ...

Charley Webb ist Journalistin und hat eine wöchentliche Kolumne in einer Zeitung. Ihr Privatleben ist alles andere als perfekt. Sie ist alleinerziehend von 2 Kindern, die sie über alles liebt. Freunde hat sie auch nicht mehr viel, da sie mit ihrer Art schon mal bei anderen aneckt.
Als sie das Angebot der Kindermörderin Jill Rohmer annimmt, behandelt sie diese anfänglich ein wenig versnobt, kühl und desinteressiert. Sie besteht ihr gegenüber auf Ehrlichkeit, wird aber anfänglich gleich enttäuscht. Sie überlegt, ob sie die Zusammenarbeit abbrechen soll, macht aber weiter.
Im Laufe der Erzählung von Jill Rohmer muss sie erkennen, dass Jill nicht allein "gearbeitet" hat, es gab einen Komplizen, aber wer war es? Warum schützt Jill ihn? Charley macht es sich zur Aufgabe, dem Unbekannten auf die Spur zu kommen, was sich als nicht ganz einfach erweist, da es bereits ihr eigenes Umfeld zu betreffen scheint.

Während der Roman zurückhaltend beginnt, stellt sich schon bald Spannung ein. Wem oder was ist Charley auf der Spur? Spielt dort jemand ein Spiel mit ihr? 
Charley ist eine sympathische, wenn auch ein wenig ruppige Protagonistin. Ich mochte sie, auch wenn mir ihre Kaltschnäuzigkeit nicht immer gefiel.
Jill hingegen wusste ich erst nicht zu nehmen. War sie naiv, manipulativ oder wirklich so abgebrüht, wie sie manchmal tat? Sie war noch jung, keine 25 Jahre, konnte man da wirklich solche schreckliche Greueltaten tun?

Der Autorin Joy Fielding gelingt es, Spannung zu produzieren. Sie führt den Leser auf eine Reise des Unglaubens. Die Frage nach der Schuld oder Unschuld von Jill stellt sich schleichend ein. Diese wird jedoch recht bald beantwortet, nur die Frage nach dem wahren Täter bleibt lange offen. Ich hatte während des Lesens einen Täter im Auge, konnte ihn aber nicht wirklich fokussieren. Was jedoch letztendlich die Auflösung brachte, war für mich nicht vorhersehbar und schockte mich im wahrsten Sinne des Wortes.
Mich hat die Autorin geschickt aufs Eis geführt, denn damit hätte ich nicht gerechnet.

Ich mag die Bücher von Joy Fielding, sie sind nicht so blutig und gepflastert von unendlich vielen Leichen, aber sie bieten Spannung und Unterhaltung. So auch dieser Krimi von ihr, den ich gern weiterempfehle. 

Bewertung:





Zur Autorin:
(Text übernommen vom Goldmann)
Joy Fielding gehört zu den unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller „Lauf, Jane, lauf“ waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.










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