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Freitag, 9. September 2016

[Rezension] Charlotte Lucas - Dein perfektes Jahr


Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth) (9. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3431039618
ISBN-13: 978-3431039610
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 3,5 x 19,6 cm

Inhalt gem. Luebbe:
Ein hinreißend schöner Roman über einen Mann, eine Frau und die wirklich wichtigen Fragen im Leben.
Was ist der Sinn deines Lebens? Falls Jonathan Grief jemals die Antwort auf diese Frage wusste, hat er sie schon lange vergessen.
Was ist der Sinn deines Lebens? Für Hannah Marx ist die Sache klar. Das Gute sehen. Die Zeit voll auskosten. Das Hier und Jetzt genießen. Und vielleicht auch so spontane Dinge tun, wie barfuß über eine Blumenwiese zu laufen.
Doch manchmal stellt das Schicksal alles infrage, woran du glaubst ...

Zum Buch:
Jonathan N. Grief ist 42, geschieden und Besitzer eines Verlages. Diesen lässt er jedoch mehr oder weniger von seinem Geschäftsführer leiten. Er lebt ein Leben ohne größere Vorkommnisse und Aufregungen.
Am Neujahrsmorgen findet er nach dem Joggen an seinem Fahrrad einen Beutel, dessen Inhalt ein Filofax ist. Es ist ein Filofax mit Lederumschlag, das nach Öffnen die Worte "Dein perfektes Jahr" sichtbar werden lässt. Es ist bereits mit Terminen und Hinweisen für das kommende Jahr ausgefüllt. 
Wer kann das vergessen oder ihm ans Rad gehängt haben? Bis auf einen Mann, der am Wasser steht und in die Alster starrt, ist niemand zu sehen. Dieser identifiziert sich jedoch als Nichtbesitzer. Jonathans fester Wille, den Besitzer zu finden bzw. es ins Fundbüro zu bringen, zerschlägt sich. Er folgt den Anweisungen des Filofax.

Hannah Marx, eine junge Frau, hat sich gemeinsam mit einer Freundin einen Traum erfüllt. Sie sind beide Erzieherinnen und waren mit der Betreuung der Kinder in einer Kita nicht zufrieden.
Sie haben sich einen eigenen Raum geschaffen, an dem sie Kinder betreuen wollen, mit Spaß und Spiel und die Eltern damit zu entlasten. 
Es könnte alles so schön sein, würde ihr ihr Freund Simon Klamm endlich den langersehnten Heiratsantrag machen.
Als er sie einlädt und bittet, sich schick anzuziehen, geht sie davon aus, dass nun der Tag der Tage ist und sie will, oh ja, sie will.
Aber das Essen läuft  aus dem Ruder, denn Simon will keine Heirat, obwohl er Hannah über alles liebt. Er will sie freigeben, weil er der festen Überzeugung ist, dass er das nächste Jahr sterben wird. 
Hannah versteht die Welt nicht mehr und stellt am Neujahrsmorgen fest, dass Simon verschwunden ist...

Das Buch umfasst den Zeitraum von 1 Jahr und 2 Monaten.
Abwechselnd wird aus der Sicht von Hannah und Jonathan geschrieben.
Für Jonathan fängt die Geschichte am 01.01. an, für Hannah 2 Monate davor. Diese beiden Monate sind die Vorgeschichte zum eigentlichen Jahr, zum Jahr mit dem Filofax. Im Verlauf der Geschichte holt Hannah jedoch auf, so dass sie beide in einer Zeit agieren.

Jonathan fängt an, mit dem Filofax bzw. nach dem Filofax zu leben. Er macht Sachen, die er früher nie für möglich gehalten hatte.
Er macht eine große Entwicklung durch. Von einem Pedanten und Besserwisser rückt er langsam, aber stetig ab. Er richtet sein Leben nach dem Filofax und lernt sich selbst, seine Wünsche und Sehnsüchte kennen.

Hannah macht in diesem Jahr viel durch. Die Sorge um Simon lässt ihr keine Ruhe und macht sie hilflos, als er verschwand. Sie kapselt sich ab, lässt niemanden an sich heran, auch zur Arbeit kann sie momentan nicht gehen. Ihre ganzen Gedanken drehen sich um Simon, sie muss ihn finden.
Als sie erfährt, dass jemand einen Termin aus dem Filofax wahrgenommen hat, der nicht Simon war, macht sie sich auf die Suche nach dem Unbekannten in der Hoffnung, er könnte ihr etwas über dessen Verbleib mitteilen.

Ein Buch voller Wünsche, Sehnsüchte, Hoffnungen, aber auch voller Trauer und dem Wunsch nach einem Neuanfang.

Die Autorin Wiebke Lorenz, hier unter dem Pseudonym Charlotte Lucas, ist mit diesem Buch einen neuen Weg gegangen, weg von ihren Thrillern, weg von ihren Liebesromanen.
Die Idee, ein ganzes Jahr im voraus zu planen und zu organisieren, stelle ich mir nicht leicht vor. Die Aufgaben, die sie im Filofax verewigt hat, zeigen, dass sie sich Gedanken gemacht hat, wie man einen Menschen anspornen, ihn motivieren und aus der Lethargie herausholen kann. Ich fand die Aufgaben grandios.

Es ist ein sehr emotionales Buch, das von Verlust, Liebe, Glauben und Hoffnung geprägt ist.

Optisch ist dieses Buch ein Hingucker. Ein dunkelblaues Cover mit geprägtem Titel. Der Schnitt des Buches ist in violett gehalten und sieht sehr gut aus. Vervollkommnet mit einem fliederfarbenen Lesebändchen machen das Buch zu einem Hingucker.

Ich habe Hannah und Jonathan dieses eine Jahr sehr gern begleitet und wünsche mir von der Autorin gern weiteres in dieser Art.

Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

Bewertung:


Zur Autorin:

(übernommen von Bastei Lübbe)
Charlotte Lucas ist das Pseudonym von Wiebke Lorenz. Geboren und aufgewachsen in Düsseldorf, studierte sie in Trier Germanistik, Anglistik und Medienwissenschaft und lebt heute in Hamburg. Gemeinsam mit ihrer Schwester schreibt sie unter dem Pseudonym Anne Hertz Bestseller mit Millionenauflage. Auch ihre Psychothriller „Allerliebste Schwester“, „Alles muss versteckt sein“ und „Bald ruhest du auch“ sind bei Kritik und Publikum höchst erfolgreich. Mit „Dein perfektes Jahr“ begibt sie sich auf die Suche nach den Antworten auf die großen und kleinen Fragen des Lebens.


Von Wiebke Lorenz / Leonie Winter / Charlotte Lucas wurden gelesen und rezensiert:
     

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Charlotte Lucas und dem Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Samstag, 13. August 2016

[Rezension] Lars Kepler - Flammenkinder (Band 3)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 624
ISBN: 978-3-7857-2463-7
Erscheinungstermin: 10. Oktober 2012
Format:
Hardcover
Verlag: Lübbe


Klappentext: gem. Lübbe
In einer Einrichtung für suizidgefährdete junge Mädchen im Norden Schwedens wird eine Zwölfjährige ermordet aufgefunden - aufgebahrt in einem Bett, mit beiden Händen vor dem Gesicht. In der gleichen Nacht wird eine Krankenschwester brutal erschlagen. Niemand hat etwas gesehen. Als in einem Zimmer ein blutverschmierter Hammer gefunden wird, scheint der Fall aufgeklärt, doch das Mädchen, das dort lebte, ist verschwunden. Ihm ist es gelungen, in einem Auto zu fliehen. Für die Polizei beginnt damit ein dramatischer Kampf gegen die Zeit, denn in dem Wagen saß ein kleines Kind. Das Auto wird kurze Zeit später in einem Fluss in der Nähe entdeckt, und die Mörderin gilt auf tragische Weise als überführt. Nur Kriminalkommissar Joona Linna ist skeptisch. Zu viele Fragen sind noch offen. Was war das Mordmotiv? Und warum wurde eines der Opfer so merkwürdig aufgebahrt?


Rezension:
Das Haus Brigitta ist eine Einrichtung für junge selbstmordgefährdete Mädchen. Hier werden sie therapiert und es wird versucht, ihnen soweit zu helfen, dass später ein normales, gesundes Leben für die Bewohnerinnen möglich ist. Da in dem Haus nur Mädchen wohnen, ist Streit unter den Bewohnerinnen vorprogrammiert und dennoch, eigentlich ist es eine gute und geachtete Einrichtung, dass nur das Wohl der Mädchen im Blick hat, oder? Eines Nachts wird Miranda, eine Bewohnerin der Einrichtung, tot aufgefunden. Sie wurde mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen und auf ihrem Bett drapiert. Kurz darauf wird eine weitere Leiche gefunden - die Betreuerin der Einrichtung wurde ebenfalls ermordet.

Die hinzugerufene Polizei stellt schnell fest, dass eines der Mädchen aus der Einrichtung fehlt - Vicky. Als auch noch in ihrem Zimmer ein blutverschmierter Hammer gefunden wird, ist für die Beamten die Sache klar, zumal Vicky bereits als Kleinkriminelle und Herumtreiberin aktenkundig ist. Als Vicky sich auch noch eines Autos bemächtigt, in dem sich ein kleiner Junge befindet, ist die Jagd durch die Polizei eröffnet.

Jonna Linna ist als Beobachter vor Ort, da er derzeit, auf Grund einer internen Ermittlung, nicht als Ermittler arbeiten darf. Im Gegensatz zu allen anderen hat Jonna Zweifel an den Geschehnissen und am Tatablauf und er ist sich sicher, dass Vicky nicht die kaltblütige Mörderin ist, als die sie dargestellt wird. Tatsächlich findet er in ihrer Vergangenheit Aufschluss, warum das junge Mädchen so gehandelt hat, wie es geschehen ist ...


Der 3. Band der Joona-Linna-Reihe! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir die Szenerie rund um dieses Heim für betreute Mädchen gefallen und wie das Leben der Bewohnerinnen hinter verschlossenen Türen wirklich aussah. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. In diesem Band erfährt der Leser, warum Joona Linna so akribisch dabei ist, wenn ihn ein Fall gepackt hat, denn ihm selbst hat das Schicksal vor vielen Jahren übel mitgespielt. Den Schreibstil empfand ich, bis auf kleinere Längen, sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch spannende Lesestunden bereitet hat.

Bewertung


Von Lars Kepler bereits gelesen und rezensiert: (Das Banner wird erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)



Die Autoren:
Lars Kepler ist das Pseudonym der Eheleute Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Jeder für sich hat bereits  erfolgreich eigene Romane veröffentlicht, bis sie sich entschieden haben ihre ganze Energie und Kreativität in ein gemeinsames Schreibprojekt zu stecken.  Der Hypnotiseur, ihr Krimidebüt, war sensationell erfolgreich und wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Die folgenden Kriminalromane mit dem Ermittler Joona Linna (Paganinis Fluch, Flammenkinder, Der Sandmann und Ich jage Dich) setzten die Erfolgsgeschichte fort und standen allesamt auf Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste. Allein in Schweden sind inzwischen über zwei Millionen Bücher des Autorenpaars verkauft. 2012 wurde Der Hypnotiseur von Lasse Hallström für das internationale Kino verfilmt.

Das Pseudonym Lars Kepler ist eine Hommage an zwei bekannte Persönlichkeiten. Der Vorname Lars wurde zu Ehren des Bestseller-Autors Stieg Larsson gewählt, während der Nachname Bezug auf den deutschen Wissenschaftler Johannes Kepler nimmt. 

Als ihr erster gemeinsamer Kriminalroman im Jahr 2009 veröffentlicht wurde, war die Identität der beiden Schriftsteller hinter dem Pseudonym unbekannt, was eigentlich auch so bleiben sollte. Damit waren einige hartnäckige Journalisten allerdings nicht einverstanden. Nachdem eine Reihe Autoren jegliche Beteiligung an dem Pseudonym abgestritten hatte, gelang es der schwedischen Zeitung Aftonbladet, ausreichend Beweise in diesem Fall zu recherchieren und das Ehepaar Ahndoril als Lars Kepler zu entlarven.

Alexandra Coelho Ahndoril hat portugiesische Wurzeln und wurde 1966 in Schweden geboren. Sie wuchs in Helsingborg an der Südküste Schwedens auf und zog in den frühen 1990er Jahren nach Stockholm um Schauspielerin zu werden, was sie für das Schreiben aber aufgab.  Neben den Lars -Kepler-Kriminalromanen schreibt Alexandra Coelho Ahndoril Bücher über historisch bedeutende Persönlichkeiten und ist Literaturkritikerin für die schwedischen Zeitungen Göteborgs-Posten und Dagens Nyheter.

Alexander Ahndroril wurde 1967 in Upplands Väsby, Stockholm geboren. Dort studierte er auch Philosophie, Religion und Film. Bereits in den 80er Jahren bewies er sein Können als Romanschriftsteller. Neben Romanen schreibt er Drehbücher, Radio-Skripte sowie Theaterstücke und gehört zu Schwedens originellsten Schriftstellern der jüngeren Generation.

Das Ehepaar lebt mit seinen drei Töchtern in Stockholm, nur einen Steinwurf vom schwedischen „Scotland Yard“ entfernt. (von Lübbe übernommen)
Zur Homepage der Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.


[Rezension] Lars Kepler - Paganinis Fluch (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 624
ISBN: 978-3-7857-2428-6
Erscheinungstermin: 14. Oktober 2011
Format:
Hardcover
Verlag: Lübbe


Klappentext: gem. Lübbe
Carl Palmcrona wird in seiner Wohnung tot aufgefunden. Das Zimmer, in dem er an einem Strick hängt, ist unmöbliert - es gibt darin nichts, worauf er hätte steigen können, um Selbstmord zu begehen. Das er der Generaldirektor der staatlichen Waffenkontrollbehörde war, macht den Fall brisanzlich. Am selben Tag wird auf einer Jacht, die in den Stockholmer Schären treibt, eine tote Frau entdeckt. Ihre Lungen sind mit Meerwasser gefüllt, ihre Kleider jedoch vollkommen trocken. Sie ist auf einem Boot ertrunken, das noch schwimmt. Die beiden Todesfälle geben der Polizei Rätsel auf. Bis Kommissar Joona Linna zwischen ihnen eine Verbindung entdeckt. Die Spur führt zu einem Mann, der die Violinen des »Teufelsgeigers« Paganini sammelt - und Albträume wahr werden lässt ...


Rezension:
Carl Palmcrona ist tot - erhängt in seiner Wohnung. Dass es sich hierbei um keinen Selbstmord handelt scheint recht schnell klar, denn es gibt keinen passenden Gegenstand, auf den Carl hätte steigen können, um seinen Selbstmord auszuüben. Kurz darauf wird eine Frau tot auf einer Jacht aufgefunden - ertrunken, denn ihre Lungen sind gefüllt mit Meerwasser, doch ihre Kleidung ist trocken. Auf den ersten Blick haben die beiden Todesfälle nichts miteinander zu tun.

Kommissar Joona Linna nimmt sich der Todesfälle an, denn er ahnt, dass mehr dahinter steckt, als es auf den ersten Blick erscheint. Tatsächlich stößt er auf ein Foto, das ihn auf eine Spur bringt, die beide Opfer miteinander in Verbindung bringt. Tatsächlich verhält es sich so, dass das weibliche Opfer, Viola, eine Verwechslung war, denn schnell steht fest: das eigentliche Ziel war deren Schwester Penelope, die als Friedensaktivistin bekannt ist.

Linna ist klar - dies ist erst der Anfang. Was oder wer auch immer hinter der Tötung dieser beiden Menschen steckt, derjenige ist noch nicht fertig. Obwohl Linna immer weiter in seinen Ermittlungen voranschreitet, ist der Fall für die Kollegen sehr schnell gelöst. Lediglich Saga Bauer vom Staatsschutz steht ihm zur Seite und tatsächlich hat auch das Waffenhändlermilieu ein Auge auf die Morde geworfen ...


Der 2. Band der Joona-Linna-Reihe! Der Plot wurde realistisch erarbeitet. Besonders interessant fand ich die Darstellung des Milieus um den Waffenhandel und wie diese agieren. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von Linna halten soll. Sicherlich ist er ein begnadeter Ermittler, aber das Zwischenmenschliche vermisse ich ab und an bei ihm. Der Schreibstil entsprach leider so gar nicht meinem Geschmack - so trocken, zu ausschweifend, zu viele Längen. Generell ist zu sagen, dass diese Thematik mich wohl einfach nicht angesprochen hat und ich daher die Lektüre als eher langatmig empfand.

Bewertung

Von Lars Kepler bereits gelesen und rezensiert: (Das Banner wird erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)



Die Autoren:
Lars Kepler ist das Pseudonym der Eheleute Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Jeder für sich hat bereits  erfolgreich eigene Romane veröffentlicht, bis sie sich entschieden haben ihre ganze Energie und Kreativität in ein gemeinsames Schreibprojekt zu stecken.  Der Hypnotiseur, ihr Krimidebüt, war sensationell erfolgreich und wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Die folgenden Kriminalromane mit dem Ermittler Joona Linna (Paganinis Fluch, Flammenkinder, Der Sandmann und Ich jage Dich) setzten die Erfolgsgeschichte fort und standen allesamt auf Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste. Allein in Schweden sind inzwischen über zwei Millionen Bücher des Autorenpaars verkauft. 2012 wurde Der Hypnotiseur von Lasse Hallström für das internationale Kino verfilmt.

Das Pseudonym Lars Kepler ist eine Hommage an zwei bekannte Persönlichkeiten. Der Vorname Lars wurde zu Ehren des Bestseller-Autors Stieg Larsson gewählt, während der Nachname Bezug auf den deutschen Wissenschaftler Johannes Kepler nimmt. 

Als ihr erster gemeinsamer Kriminalroman im Jahr 2009 veröffentlicht wurde, war die Identität der beiden Schriftsteller hinter dem Pseudonym unbekannt, was eigentlich auch so bleiben sollte. Damit waren einige hartnäckige Journalisten allerdings nicht einverstanden. Nachdem eine Reihe Autoren jegliche Beteiligung an dem Pseudonym abgestritten hatte, gelang es der schwedischen Zeitung Aftonbladet, ausreichend Beweise in diesem Fall zu recherchieren und das Ehepaar Ahndoril als Lars Kepler zu entlarven.

Alexandra Coelho Ahndoril hat portugiesische Wurzeln und wurde 1966 in Schweden geboren. Sie wuchs in Helsingborg an der Südküste Schwedens auf und zog in den frühen 1990er Jahren nach Stockholm um Schauspielerin zu werden, was sie für das Schreiben aber aufgab.  Neben den Lars -Kepler-Kriminalromanen schreibt Alexandra Coelho Ahndoril Bücher über historisch bedeutende Persönlichkeiten und ist Literaturkritikerin für die schwedischen Zeitungen Göteborgs-Posten und Dagens Nyheter.

Alexander Ahndroril wurde 1967 in Upplands Väsby, Stockholm geboren. Dort studierte er auch Philosophie, Religion und Film. Bereits in den 80er Jahren bewies er sein Können als Romanschriftsteller. Neben Romanen schreibt er Drehbücher, Radio-Skripte sowie Theaterstücke und gehört zu Schwedens originellsten Schriftstellern der jüngeren Generation.

Das Ehepaar lebt mit seinen drei Töchtern in Stockholm, nur einen Steinwurf vom schwedischen „Scotland Yard“ entfernt. (von Lübbe übernommen)
Zur Homepage der Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir mal spontan gekauft.


Dienstag, 5. April 2016

[Rezension] Becky Masterman - Der stille Sammler (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 440
ISBN: 978-3-404-17181-1
Erscheinungstermin: 15. Januar 2015
Format:
Taschenbuch
Verlag: Lübbe


Klappentext: gem. Lübbe
Als Brigid Quinn an den Leichenfundort in der Wüste Arizonas gerufen wird, erkennt die ehemalige FBI-Agentin sofort die Handschrift des Route-66-Killers: Floyd Lynch, der die Polizei zu den beiden Toten geführt hat, scheint jener Serienkiller zu sein, den Brigid viele Jahre vergeblich gejagt hat. Doch irgendetwas stimmt nicht, das spürt auch Laura Coleman, die nun die Ermittlungen im Fall Lynch leitet. Verzweifelt, weil niemand ihre Bedenken teilt, vertraut sie sich Brigid an – und ist kurz darauf spurlos verschwunden ...


Rezension:
Die 59-jährige Brigid Quinn ist schon seit einigen Jahren im Ruhestand, doch zur Ruhe kommt sie nicht wirklich. Die ehemalige FBI-Agentin konnte bis heute nicht verwinden, dass bei einem ihrer Einsätze alles schief ging, was nur schief gehen konnte und sogar eine Kollegin einem Serienkiller (Route 66 Killer) in die Hände fiel. Ihre Leiche wurde bisher noch nicht gefunden.

Seit ihrem Ausscheiden aus dem FBI-Dienst hat Brigid geheiratet und verbringt ihre Zeit hauptsächlich damit, den Haushalt zu führen bzw. ihren Hobbys nachzugehen. So sammelt sie mit großer Leidenschaft Steine für ihren heimischen Garten und wird bei einem ihrer Ausflüge überfallen. Es gelingt ihr, den Täter zu überwältigen und schlussendlich zu töten, doch sie ahnt, dass ihr auf Grund ihrer Vergangenheit kaum jemand eine Notwehr-Aussage abnehmen wird, deswegen schweigt sie über diesen Vorfall.

Als kurz darauf Floyd Lynch die Taten des Route-66-Killers gesteht, scheint für die Ermittler alles geklärt zu sein, doch Brigid selbst schleichen Zweifel, denn es scheint auf einmal "zu perfekt", den Täter präsentiert zu bekommen. Tatsächlich entdeckt Brigid im Laufe ihrer eigenen Nachforschungen Ungereimtheiten und begibt sich selbst in große Gefahr, um dieses Rätsel, das sie bereits seit Jahren quält, zu lösen ...


Der 1. Band der Brigid-Quinn-Reihe! Der Plot wurde realistisch erarbeitet, jedoch fehlt es ihm in meinen Augen an Spannung, denn teilweise hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte nur noch auf der Stelle steht und sich gar nicht wirklich entwickelt und zu einem Finale hin bewegt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei ich sagen muss, dass eine 59-jährige jetzt nicht unbedingt meine Traum-Protagonistin für einen Thriller ist, ich fand die Figur alles in allem sehr durchschnittlich. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, jedoch konnte dieser das mittelmäßige Buch jetzt nicht sonderlich pushen.


Bewertung

Die Autorin:
Becky Masterman arbeitet als Lektorin in einem Verlag, der auf forensische Fachbücher spezialisiert ist. Für die Arbeit an ihrem Thrillerdebüt, Der stille Sammler, hat sie den Rat diverser Spezialisten auf diesem Gebiet eingeholt. Ihr Debütroman hat sich in zum Teil großen Auktionen in diverse Länder verkauft. Becky Masterman lebt in Tucson, Arizona. (von Lübbe übernommen)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.


Dienstag, 16. September 2014

[Rezension] Tom Finnek - London 03: Vor dem Abgrund



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: Aufl. 2013 (22. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785724780
ISBN-13: 978-3785724781
Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 4,2 cm

Inhalt gem. Lübbe:
Im Herbst 1888 kommen zwei junge Menschen ins Londoner East End, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die verarmte Celia Brooks versucht verzweifelt, ihren Vater zu finden. Der Hotelierssohn Rupert Ingram will hingegen seine Pflichten im sündigen Treiben vergessen. Doch im East End hat alles seinen Preis, Antworten ebenso wie das Vergessen. Und während die Huren ihre Dienste feilbieten und ein Mörder namens Jack the Ripper in den Schatten lauert, stoßen Celia und Rupert auf Geheimnisse, die ihr Leben für immer verändern ...

Zum Buch:
"Hüte dich vor ihm, Celia" sind mit die letzten Worte, die Celias Mutter kurz vor ihrem Tod ihrer Tochter mit auf den Weg gibt. Damit ist Celias Vater gemeint, der die Familie bereits vor vielen Jahren verlassen hat und nunmehr in London leben soll.
Trotz der Warnung macht sich die 16-jährige Celia völlig mittellos allein auf den Weg, um ihren Vater dort zu suchen. Es ist nicht leicht, zumal sie auch keine Vorstellung mehr davon hat, wie er heute aussehen könnte.
In London kreuzt ihr Weg bzw. ihre Suche immer wieder den von Rupert Ingram, einem Hotelierssohn, der in London das ausschweifige Leben genießt, um den ihm auferlegten Pflichten seines Vaters zu entkommen.
Die beiden sind Geheimnissen auf der Spur, deren Aufdeckung vieles verändern wird ...

London im Jahr 1888. Es ist die Zeit, in der Frauen vor Armut sich als Huren verdingen müssen, die Heilsarmee sich integriert und für die Belange der Frauen kämpft und in der Jack the Ripper sein Unwesen auf Londoner Straßen treibt und seine Opfer sucht.

In dieser Zeit spielt der letzte Roman der London-Trilogie des Autors Tom Finnek.
Er lässt mit Celia und Rupert zwei Welten aufeinanderprallen.
Celia, die sich auf den Weg nach London gemacht hat, um ihren abtrünnigen Vater zu suchen und ihn nicht einmal erkennen würde, wenn er vor ihr stehen würde und Rupert, einem Hotelierssohn, der sich vor einer arrangierten Heirat drücken will, die sein Vater ihm aufzwingen will.
Das Schicksal will es so, dass sie nach einer ersten unscheinbaren Begegnung sich immer wieder begegnen und auch kennenlernen.

Tom Finnek ist es gelungen, diese Zeit für den Leser wieder auferstehen zu lassen. Durch eine komplexe Recherche fühlt der Leser sich förmlich in diese Zeit hineinkatapultiert.
So erging es mir. Ich spürte das Flair von London, hatte die Gerüche der verarmten Gegenden fast greifbar in der Nase. Eine Orientierung der Gegend wurde mir auch möglich durch die abgebildeten Karten eines Teils von London auf den vorderen und hinteren inneren Umschlagseiten.

Durch die Verflechtung historisch nachgewiesener und fiktiver Personen wirkt die Geschichte durchaus glaubhaft.

Der Roman entbehrt weder Spannung noch langweilt er mit geschichtlichen Ereignissen. Jack the Ripper ist wohl die Personifizierung des Bösen schlechthin und mehr oder weniger jedem ein Begriff, die Bedeutung der Heilsarmee wurde mir jedoch mit diesem Buch etwas vertrauter gemacht.
Es ist ein Buch, das nicht nur eine Geschichte erzählen will, sondern es ist auch ein Buch, das Geschichte erlebbar macht. Besser als sie in einen Roman zu verpacken, kann man sie nicht vermitteln. Das ist dem Autor hervorragend gelungen.

Beim Lesen wird man in das Buch hineingezogen und man kann es kaum glauben, dass man 574 Seiten gelesen hat, wenn man damit fertig ist. Auch wenn es einige kleine Längen gab, wo der Autor es gut meinte und auch ein wenig rechts und links des Weges graste, las das Buch sich flüssig und schnell.

Es hat mir Spaß gemacht, Celia und auch Rupert auf ihren Wegen zu begleiten und ich empfehle das Buch nicht nur Liebhabern von London gern weiter.

Reiheninfo:
London 01: Unter der Asche
London 02: Gegen alle Zeit
London 03: Vor dem Abgrund

Bewertung:


Zum Autor:
(Text übernommen vom Verlag Bastei Lübbe)
Tom Finnek, 1965 in Westfalen geboren, lebt als Filmjournalist und Schriftsteller in Berlin. Als Autor beschäftigt er sich schon länger mit historischen Stoffen. Für ihn ist gerade London mit seiner langen, wechselhaften Geschichte besonders faszinierend, und dem trägt er in seinen Romanen UNTER DER ASCHE, GEGEN ALLE ZEIT und VOR DEM ABGRUND Rechnung: Sie spielen alle in London, aber in unterschiedlichen Jahrhunderten. Tom Finnek ist verheiratet und stolzer Vater von zwei Söhnen.




Von Tom Finnek wurden gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Autor Tom Finnek und dem Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 16. Januar 2014

[Rezension] Sebastian Fitzek - Noah


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 560
ISBN: 978-3-785-72482-8
Erscheinungstermin: 20. Dezember 2013

Format: Hardcover
Verlag:
Lübbe


Klappentext gem. Lübbe:
Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat.


Rezension:
Am 14. Februar stehen Oscar und Noah in einer Schlange in Berlin an, in einer Schlange, um ins Obdachlosenasyl eingelassen zu werden. Beide leben auf der Straße, kennen tun sie sich allerdings erst seit vier Wochen. Oscar ist so etwas wie Noahs Mentor, denn Noah ist neu auf der Straße, aber Noah ist auch anders - er hat keinerlei Erinnerungen daran, wer er ist und wo er herkommt. Vor vier Wochen fand Oscar ihn mit einer Schussverletzung, von der sich Noah zwischenzeitlich fast vollständig erholt hat, doch sein Gedächtnis funktioniert noch nicht wieder. Den Namen Noah hat er auf Grund einer Tätowierung, die er an der Hand hat. Noah hat ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsbedürfnis, sodass sie, schon im Obdachlosenasyl, ihre Plätze wieder verlieren, weil Noah unbedingt einer jungen Frau helfen will.

Oscar und Noah sind somit wieder auf der Straße. Zwar haben sie einen Unterschlupf, doch im Asyl wären sie wenigstens medizinisch versorgt worden, denn weltweit ist eine Pandemie der Manila-Grippe ausgebrochen. In einer alten Zeitung entdeckt Noah ein Bild, das Erinnerungen in ihm wachruft. Der Maler des Bildes wird von der New York News gesucht, dem Künstler winken Ruhm und Reichtum, wenn er sich den melden würde. Noah nimmt Kontakt mit der New York News auf und Celine Henderson bearbeitet seinen Anruf. Zwar ist die Aktion bereits abgelaufen, aber irgendwas fasziniert die junge Journalistin an dem Mann ohne Gedächtnis in Deutschland. Doch noch ehe es sich Celine versieht, wird sie in Geschehnisse hineingezogen, von denen sie angenommen hat, dass so etwas niemals möglich wäre.

Derweil wird auf Jonathan Zaphire ein Anschlag verübt. Zaphire, dessen Unternehmen einen wirksamen Impfstoff gegen die Manila-Grippe produziert, hatte kurz zuvor bekannt gegeben, dass er diesen Impfstoff lediglich den Menschen in der 3. Welt kostenlos zur Verfügung stellen wird, alle übrigen Menschen sollen keinen erhalten. In der Zwischenzeit sind in Berlin Oscar und Noah einen Schritt weiter gekommen, was die Identität Noahs angeht - doch dann wird ein Mordanschlag auf ihn verübt. Was weiß Noah, dass es rechtfertigt, ihm nach dem Leben zu trachten?


Wer bist du und was hast du getan? Der Plot abwechslungsreich und ausgesprochen spannend erarbeitet. Ich persönlich habe zwischendurch zur Schnappatmung geneigt, weil ich diesem überaus rasanten Plot unaufhörlich gefolgt bin. Richtig gut hat mir gefallen, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven (u. a. einer jungen Mutter aus Manila) erzählt wird. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet, gerade von Noah war ich ausgesprochen fasziniert, denn er, der keine Erinnerungen hat, weiß dennoch instinktiv, was richtig ist und was falsch und verfügt über ausgesprochen beeindruckende Fähigkeiten, sich für das einzusetzen, was er als richtig ansieht. Den Schreibstil empfand ich als geradezu fesselnd zu lesen, sodass ich das Buch fast gar nicht aus der Hand legen konnte.

Bewertung

Von Sebastian Fitzek bereits gelesen und rezensiert:



Der Autor:

Sebastian Fitzek, Jahrgang 1971, geboren in Berlin, entschied sich nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion zum Dr. jur. gegen einen juristischen Beruf und für eine kreative Tätigkeit in den Medien. Nach dem Volontariat bei einem privaten Hörfunksender wechselte er als Unterhaltungschef und später als Chefredakteur zur Konkurrenz und machte sich danach als Unternehmensberater und Formatentwickler für zahlreiche Medienunternehmen in Europa selbständig. Er lebt in Berlin, wo er derzeit in der Programmdirektion eines großen Hauptstadtsenders tätig ist. (übernommen von Lübbe)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Dieses Buch bekam ich zu Weihnachten geschenkt (hatte ich mir ganz doll gewünscht).

Donnerstag, 6. Juni 2013

[Rezension] Garth Nix - Goldener Sonntag (Band 7)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 317
ISBN: 978-3-431-03810-1
Erscheinungstermin: 29. November 2008
Format:
Hardcover
Verlag: Lübbe


Klappentext gem. Bastei Lübbe:
Der krönende Abschluss der Reihe »Die Schlüssel zum Königreich«

Arthur Penhaligon war eigentlich dem Tod geweiht. Doch man ließ ihn nicht sterben, sondern erlegte ihm eine schier unlösbare Aufgabe auf: Er muss in einem magischen Reich sieben Erzfeinde besiegen und ihnen ihre Schlüssel abjagen, um die Welt zu retten. Sechs dieser Schlüssel hat Arthur bereits – doch das reicht womöglich nicht, um seinen letzten Gegner Lord Sonntag zu bezwingen. Denn Sonntag ist der gefährlichste Widersacher, mit dem Arthur es je zu tun hatte. Und ihm bleibt nur wenig Zeit. Denn eine Welle des Nichts droht das magische Haus zu zerfressen und vielleicht sogar das gesamte Universum ...


Rezension:
Arthur hat es fast geschafft - 6 der Vermächtnisse konnte er befreien und 6 Schlüssel der Architektin erringen, doch nun steht ihm sein bis dato gefährlichster Gegner bevor: Lord Sonntag, der mächtigste Bewohner des Hauses und Sohn der Architektin. Doch diesen gilt es zu besiegen, wenn die Kriege im Haus endlich enden sollen, ebenso die Zerstörung des Hauses und der Erde.

Arthur zur Seite steht wie immer das Pfeiferkind Susi Türkisblau, doch in die Unvergleichlichen Gärten Lord Sonntags einzudringen, erweist sich alles andere als leicht. Die Schlacht zwischen Lady Samstag, dem Pfeifer und Lord Sonntag tobt und mitten in diesem Getümmel soll Arthur nach dem letzten Vermächtnis suchen. Was er jedoch findet, erfüllt ihn mit Grauen - seine Mutter, als Gefangene von Lord Sonntag in seinem Garten und was noch schlimmer ist, sie nimmt ihre Umwelt nicht war, Arthur kann sie zwar sehen, aber sie reagiert überhaupt nicht auf ihn. Es bricht ihm das Herz, sie so zu erleben und in dieser emotional aufgeheizten Situation gelingt Lord Sonntag das, was vorher noch keinem der Treuhänder gelungen ist - er nimmt Arthur gefangen, entwendet ihm seine Schlüssel und lässt ihn machtlos zurück.

Derweil sind auf der Erde weitere Seuchen ausgebrochen und die Regierung, die sich keinen anderen Rat wusste, hat das betroffene Krankenhaus bombardiert und dem Erdboden gleich gemacht. Blatt, die sich mit den ehemaligen Gefangen Ladys Samstag in Nähe aufhält, gelang es, einige zu retten, doch noch ehe sie Hilfe für die Menschen holen kann, wird sie von einem Schergen Lord Sonntags ins Haus entführt, um als Druckmittel gegen Arthur zu dienen. Durch Zufall jedoch kommt sie in eine Position, in der sie für Lord Sonntag nicht mehr greifbar ist und zusammen mit Susi Türkisblau und Arthur macht sie sich daran, die alles vernichtende Schlacht gegen Lord Sonntag zu führen ...


Arthurs 7. und letztes Abenteuer! Der Plot wurde wieder sehr abwechslungsreich erarbeitet, wobei es Arthur in diesem Band sowohl mit Lady Samstag, Lord Sonntag und dem Pfeifer, also seinen drei ärgsten Feinden zu tun bekommt. Die Figuren wurden wieder facettenreich erarbeitet, wobei mir hier wieder Blatt ganz besonders gut gefallen hat, ich weiß auch nicht, aber das Mädel, das hat wirklich Power und ist bereit, für ihr Freundschaft zu Arthur alles zu riskieren. Den Schreibstil empfand ich wieder als angenehm zu lesen, sodass ich sagen kann, dass ich diese Reihe in einem knappen Monat komplett gelesen habe. Sicherlich hätte ich mir von dem ein oder anderen Band durchaus mehr versprochen - jedoch ist es wirklich eine solide Jugendbuchreihe, die jetzt vielleicht kein sonderliches Highlight darstellt, jedoch für angenehme Lesestunden sorgt.

Bewertung

 
Der Autor:
Garth Nix wurde 1963 in Melbourne geboren. Nach seinem Abschluss an der Universität arbeitete er in der Buch- und Marketingbranche, u.a. als Lektor, Buchhändler, Buchhandelsvertreter, Agent, Publizist und Berater. Seit 2001 widmet er sich vor allem der Schriftstellerei. Seine Bücher haben sich weltweit mehr als fünf Millionen Mal verkauft, erschienen auf den Bestsellerlisten der New York Times, des Guardian und des Australian und wurden in 38 Sprachen übersetzt. Er lebt heute gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Sydney. (übernommen vom Lübbe)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Da mich Wühltische von jeher magisch angezogen haben, gerade wenn darauf Bücher liegen, ist ja kein Geheimnis. Auf einem dieser Wühltische entdeckte ich fast genau ein Jahr nach den ersten vier Bänden, die Teile 5 und 7, die ich natürlich unbedingt kaufen musste ^^

Donnerstag, 10. Mai 2012

[Rezension] Lars Kepler - Der Hypnotiseur (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 638
ISBN: 978-3-785-72426-2
Erscheinungstermin: 11. Dezember 2010 
Format: Hardcover
Verlag: Bastei Lübbe

Klappentext:
Vor den Toren Stockholms wird an einem Sportplatz die Leiche eines brutal ermordeten Mannes entdeckt. Kurz darauf werden Frau und Tochter ebenso bestialisch getötet aufgefunden. Offenbar wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Doch der Sohn überlebt schwer verletzt. Als Kriminalkommissar Joona Linna erfährt, dass es ein weiteres Familienmitglied gibt, eine Schwester, wird ihm klar, dass er sie vor dem Mörder finden muss. Er setzt sich mit dem Arzt und Hypnotiseur Erik Maria Bark in Verbindung. Er will, dass Bark den kaum ansprechbaren Jungen unter Hypnose verhört. Bark hatte sich jedoch wegen eines traumatischen Erlebnisses geschworen, niemals mehr zu hypnotisieren. Aber es geht hier um ein Menschenleben. Es gelingt ihm schließlich, den Jungen zum Sprechen zu bringen. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Herz gefrieren ...

Rezension:
10 Jahre ist es her, dass Erik Maria Bark das letzte Mal einen Patienten hypnotisiert hat - mit dramatischen Folgen. Er hat öffentlich zugesichert, nie wieder jemanden zu hypnotisieren. Beruflich ist es ihm gelungen, sich wieder in seinem Arzt-Beruf zu etablieren und auch privat ist er glücklich mit seiner Frau und seinem Sohn Benjamin. Doch eines Nachts erhält er jedoch einen Anruft, der alles verändert ...

Joona Linna ist Kriminalkommissar in Stockholm und hat es mit einem schwierigen Fall zu tun. Auf einem Sportplatz wurde der Chemie- und Physiklehrer Anders Ek grausam ermordet aufgefunden. Waren seine Spielschulden das Motiv? Doch es kommt noch schlimmer. Als die Polizisten die Familie über das Verbrechen informieren wollen, finden sie ein Haus voller Leichen. Auch Anders Ehefrau, die Bibliothekarin Katja und die kleine Tochter Lisa wurden auf grausamste Weise hingerichtet. Nur der 15-jährige Sohn der Familie Ek, Josef, hat den Überfall schwer verletzt überlebt - doch ob er den Kampf um sein Leben gewinnen wird, ist ungewiss. Schnell ist klar, der Anschlag galt der ganzen Familie, doch ein Motiv ist nicht ersichtlich. Es waren jedoch nicht alle Familiemitglieder zu Hause. Die älteste Tochter Evelyn hielt sich nicht in ihrem Elternhaus auf, es ist jedoch auch nicht möglich, sie zu erreichen. Wo könnte sich die junge Frau aufhalten, befindet sie sich in der Gewalt des Mörders oder wurde auch sie ermordet und ihre Leiche nur noch nicht gefunden?

Der einzige Zeuge, der Auskunft über das Verbrechen und den Aufenthaltsort von Evelyn geben kann, ist der schwerverletzte Josef. Im Krankenhaus offenbart die Ärztin Daniella Richards Joona Linna die Möglichkeit, mittels Hypnose Josefs Wissen zu offenbaren. Joona nimmt Kontakt zu Erik auf und kann ihn tatsächlich überzeugen, Josef zu hypnotisieren. Doch was sich hierbei offenbart, damit hätte niemand in seinen schlimmsten Alpträumen gerechnet ...


Welch wunderbar blutrünstiges Buch! Anfangs war ich ja etwas skeptisch, aber was soll ich sagen, das Buch hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen. Der Plot wurde detailliert und blutig (wie ich es mag) in Szene gesetzt. Die Figuren, allen voran Erik Maria Bark, wurden mit einer außergewöhnlichen Tiefe erarbeitet, sodass es mir richtig Spaß gemacht hat, eine Schicht nach der anderen "abzutragen", um den Kern des jeweiligen Wesens zu erkunden. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, wobei es zu kleineren Längen kam und auch leider am Schluss einige kleinere Fragen offen blieben. Jedenfalls hat dieses Buch mein Interesse geweckt und ich bin gespannt auf weitere Mordermittlungen mit Joona Linna. Der 2. Band der Reihe "Paganinis Fluch" ist bereits erschienen und wurde bereits durch mich bestellt.


Bewertung


Der Autor:
Lars Kepler ist das Pseudonym von Alexandra und Alexander Ahndoril. Der Hypnotiseur, ihr Krimidebüt, war in Schweden sensationell erfolgreich und das Buchereignis des Jahres. Der Roman erscheint in über dreißig Ländern.
Das Ehepaar lebt mit seinen drei Kindern in Stockholm.

Zur Homepage der Autoren kommt ihr hier.

 

Wie ich zu dem Buch kam:
Dieses Buch stand, seit es erschienen ist, auf meiner Wunschliste. Immer und immer wieder bin ich im Laden darum herumgeschlichen, jedoch haben mit die teilweise negativen Rezensionen abgeschreckt. Als ich es beim letzten Bücherei-Besuch entdeckt habe, musste ich es sofort entleihen.


Montag, 11. Juli 2011

[Rezension] Ken Follett - Sturz der Titanen


Klappentext:
Europa 1914. Eine deutsch-österreichische Aristokratenfamilie, die unter den politischen Spannungen zerrissen wird. Eine Familie aus England zwischen dem Aufstieg der Arbeiter und dem Niedergang des Adels. Und zwei Brüder aus Russland, von denen der eine zum Revolutionär wird, während der andere in der Fremde sein Glück sucht. Ihre Schicksale verflechten sich vor dem Hintergrund eines heraufziehenden Sturmes, der die alten Mächte hinwegfegen und die Welt in ihren Grundfesten erschüttern wird.

Rezension:
Die Geschichte beginnt im Jahr 1911 in England an William Williams, genannt Billy Twice, 13. Geburtstag. Denn an diesem Tag ändert sich Billys Leben - es ist seiner erster Arbeitstag - er wird, wie sein Vater und sein Großvater vor ihm unter Tage arbeiten.

Seine ältere Schwester Ethel arbeitet für Earl Fitzherbert, genannt Fitz, dem auch die Grube gehört. Sein Vater, Gewerkschaftsvorsitzender, macht hingegen dem Earl und dem Grubenleiter nur Ärger.

Während eines Verhältnisses mit dem Earl wird Ethel schwanger. Sie wird entlassen und von ihrem Vater verstoßen. Jedoch zwingt sie Fitz dazu, ihr ein Haus in London zu kaufen, damit sie wenigstens ein Dach über dem Kopf hat. Fitz stimmt dem Vorschlag zu, um einen Skandal zu vermeiden, denn auch seine Frau, Fürstin Bea, eine gebürtige Russin, ist schwanger und hat bereits ein Kind verloren.

Earl Fitzherbert hat eine Schwestern namens Maud. Diese setzt sich aktiv in der Politik und später für das Wahlrecht und die Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft ein. Trotz aller Traditionen duldet Fitz die Ansichten seiner Schwester. Später schließt sich auch Ethel diesem Kampf an, denn auch sie findet es unerträglich, dass Frauen so gut wie gar keine Rechte haben.

Fürstin Bea hat teilweise recht grausame Züge an sich, sie schlägt die Dienstboten und bekommt wahre Tobsuchtsanfälle. Dies war jedoch in Russland, wo sie geboren und aufgewachsen ist normal, u. a. hat Bea in ihrer Jugend zusammen mit ihrem Bruder Andrej mitangesehen, wie 3 Bauern gehängt wurden, nur weil sie Land für sich gefordert hatten.

Gregory und Lew sind Söhne eines dieser Bauern. Sie hassen die Fürstenfamilie, denn nach dem Tod des Vaters mussten sie zusammen mit ihrer Mutter in die Stadt gehen, um zu versuchen Arbeit zu bekommen. Bei einer Protestbewegung wird die Mutter erschossen, Gregory und Lew, zu diesem Zeitpunkt 16 und 11 Jahre alt, bleiben allein zurück. Gemeinsam schlagen sie sich durch, wobei Gregory den Traum hat, nach Amerika auszuwandern, Lew hingegen, möchte am liebensten nur dem harten Leben entkommen.

Doch dann bricht der 1. Weltkrieg aus und ihrer aller Leben wird sich durch dieses Ereignis monumental verändern ...


Ein wahres Epos hat Ken Follett hier abgeliefert. Eine Geschichte über die Entstehung des 1. Weltkrieges und wie sich dieser auf die Leben in verschiedenen Gesellschaftsschichten und Ländern auswirkte. Mir hat die Geschichte gut gefallen, wobei ich jedoch einen kleinen Abstrich machen musste. Es wurde aus meiner Sicht etwas zu sehr auf die Politik eingegangen, an bestimmten Stellen hätte ich mir mehr Nähe zu den Protagonisten gewünscht. Die Protagonisten an sich zeichen sich jedoch doch sehr viel Tiefe aus.

Bewertung: Note 2

Der Autor:
Ken Follett geboren am 5. Juni 1949 in Cardiff, Wales ist ein britischer Schriftsteller. Seine Werke sind im Stil der klassischen Thriller-Dramaturgie verfasst. Er verfasste insgesamt 21 Bücher, von denen zehn zu Bestsellern wurden. Fünf seiner Bücher wurden verfilmt.

Wie ich zu dem Buch kam:
Neulich habe ich mit einem Kollegen über Bücher unterhalten und er erwähnte doch glatt, er hätte kürzlich "Sturz der Titanen" von Ken Follett gelesen. Also ich ganz lieb gefragt, ob er es auch verborgen würde und es dann geliehen bekommen.