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Dienstag, 11. April 2017

[Rezension] Lena Johannson - Sommernächte und Lavendelküsse



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (11. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3352008965
ISBN-13: 978-3352008962

Inhalt gem. Aufbau:
Sybille ist Antiquitätenhändlerin und reist in die Provence, um zusammen mit dem Fotografen Jérôme nach alten Möbeln zu suchen. Außerdem hat sie noch ein ganz anderes Anliegen: Auf einem Foto hat Sybille Luc wiedererkannt, ihre erste große Liebe! Vor über fünfzehn Jahren lernten sie sich im südfranzösischen Grimaud kennen, und seither muss sie immer wieder an die gemeinsam verbrachten lauen Sommernächte denken. Für Sybille steht eines fest: Sie muss Luc wiedersehen und herausfinden, ob seine Küsse noch immer nach Sonne und Freiheit schmecken!


Zum Buch:
Sybille hat den in der Provence lebenden Fotografen Jérôme beauftragt, in der Provence nach Antiquitäten für sie zu suchen und diese zu fotografieren. Ihr Hauptaugenmerk liegt dabei auf alte Türen und Möbel, die Ansässige verkaufen. 
Da sie als Antiquitätenhändlerin das als neuesten Trend sieht, will sie damit ihr Glück versuchen. Als sie sich die Fotos jedoch durchsieht, muss sie feststellen, dass auf einem der Fotos ein Mann abgebildet wurde, den sie von früher kannte. Luc, ein Mann, in den sie vor 15 Jahren verliebt war. So wie es aussieht, scheint er noch immer dort in Grimaud zu leben.
Kurzerhand macht sie sich auf in die Provence, die von ihr ursprünglich anvisierte Anwesenheit hat sie gleich auf Urlaub verlängert. 
Wird es ihr gelingen, Luc wiederzusehen? Ist er inzwischen verheiratet, hat er Kinder und vor allem, kann er noch immer so küssen wie vor 15 Jahren?...

Jérôme ist es gelungen, Sybille die Handynummer von Luc zu besorgen, so dass sie sich nach einigem Zögern entschließt, ihn anzurufen, als sie vor Ort ist. Wie erfreut ist sie, als er sich spontan entschließt, sich mit ihr zu treffen und sich scheinbar auch freut, sie wiederzusehen.
Das Herz klopft noch wie vor 15 Jahren, es scheint, als hätte Luc all die Jahre nur auf sie gewartet. Sie versucht, immer mehr Zeit mit ihm zu verbringen, will ihm nahe sein. Selbst eine geschäftliche Partnerschaft mit ihm zieht sie in Betracht. Aber wer ist Luc und warum ist er so unpünktlich und unzuverlässig? Kann man wirklich alles von seiner verkorksten Kindheit ableiten?

Nachdem ich von der Autorin "Strandzauber" gelesen habe, war ich natürlich gespannt, wie mir das neue Werk gefallen wird.

Lena Johannson hat sich dieses Mal in die Provence begeben, wo sie ihre Protagonistin Sybille Antiquitäten besichtigen und kaufen lässt.

Neues Setting und neue Protagonisten, aber ansonsten nicht wirklich etwas neues, muss ich leider so feststellen.
Die Story nimmt sich nicht viel von der vorhergenannten. Auch hier hat die Protagonistin wieder eine innere Stimme, die mit ihr kommuniziert und Ratschläge gibt. Hier heißt sie Frau Eggers, aber auch in diesem Fall wird nicht immer auf sie gehört.

Leider ist auch diese Geschichte sehr vorhersehbar, so dass mit Überraschungen nicht zu rechnen ist. 
Ich kenne von der Autorin jetzt genau 2 Bücher, kann aber nur hoffen, dass die anderen nicht nach demselben Schema geschrieben sind. 

Die Story lässt sich gut lesen, was dem lockeren Schreibstil der Autorin geschuldet ist. Man kann in sie hineinsinken, kann sie auf sich einwirken lassen, ohne groß mit- oder nachdenken zu müssen. Ein Buch, um die Seele baumeln zu lassen, ein Buch zum Abschalten. Ein traumhafter Schauplatz, die Provence, bringt auch den Leser zum Schwärmen und Träumen. Man möchte am liebsten gleich den Koffer packen und dort Urlaub machen.

Ich hätte die Geschichte wahrscheinlich mehr genossen, wenn ich nicht gerade kurz vorher "Strandzauber" gelesen hätte.

Lange habe ich überlegt, welche Bewertung ich dem Buch gebe, was dann auf 3,5 Pfötchen hinausgelaufen wäre. Da wir aber keine halben Punkte vergeben, gilt hier zugunsten des Autors.
  
Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Lena Johannson, 1967 in Reinbeck bei Hamburg geboren, war Buchhändlerin, bevor sie freie Autorin wurde. Vor einiger Zeit erfüllte sie sich einen Traum und zog an die Ostsee. Bei Rütten & Loening und im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Dünenmond“, „Rügensommer“, „Himmel über der Hallig“, „Der Sommer auf Usedom“, „Die Inselbahn“, „Liebesquartett auf Usedom“, „Strandzauber“, „Sommernächte und Lavendelküsse“ sowie die Kriminalromane „Große Fische“ und „Mord auf dem Dornbusch“ lieferbar. Mehr Information zur Autorin unter www.lena-johannson.de.

Von Lena Johannson wurden gelesen und rezensiert:
  

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 21. Dezember 2016

[Rezension] Raymond A. Scofield - Das Weihnachtswunder von Old Nichol



Leseprobe 



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (19. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3352008892
ISBN-13: 978-3352008894
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 2,4 x 19,6 cm

Inhalt gem. R & L:
Was ist das Weihnachtsglück?
Die Geschwister Anna und Benjamin sind vor einer Hungersnot aus Irland nach London geflüchtet. Im düstersten Winkel der Stadt geraten die Kinder in die Fänge des zwielichtigen Apothekers Fox und bald auch - unschuldig - in die Mühlen einer gnadenlosen Justiz. Kurz vor Heiligabend scheint alles Glück sie verlassen zu haben. Nur einer kann sie retten - aber der ist sehr klein und die Widrigkeiten sind ungeheuer groß…

Zum Buch:
Die große Hungersnot in Irland brachte auch die beiden Geschwister Anna und Benjamin nach London zu ihrer Tante. Das Glück hielt aber nicht lange an, denn die Tante verstarb, so dass die beiden nur noch sich selbst hatten. Sie lebten weiterhin in der Behausung der Tante, die dem Apotheker Fox gehörte. Dieser sah jedoch zu, wo er blieb  und nutzte die Abhängigkeit der beiden aus.
Fox wusste, dass deren Tante irgendwelche Aufzeichnungen getätigt hatte und wollte in deren Besitz kommen.

Benjamin hatte den Ehrgeiz, Geld zu verdienen, so dass er sich von Fox welches lieh, um als Schuhschwärzer zu arbeiten. Was er nicht wusste war, dass die Schuhschwärzer in einer Gilde sein mussten, um auf der Straße arbeiten zu können. Er jedoch war ein Ire, ein Paddy, und die hatten keine Chance, in die Gilde aufgenommen zu werden. So sieht er auch gleich zu Beginn seine Chancen schwinden. Aber Fox hat etwas völlig anderes für Benjamin im Sinn, womit er seine Schulden abarbeiten kann.

Anna arbeitet bei der Witwe Crackpickle, die ein Spielwarengeschäft betreibt. Eine ernste Frau, die nie lacht.
Als sie jedoch kurz vor Weihnachten die Nachricht erhält, dass ihre beiden Söhne bei einem Unglück auf See ums Leben kamen, ist sie mit sich und der Welt im Hader, treffen wird es jedoch Anna, der sie die Schuld daran gibt und die sie sofort aus dem Haus jagt. Aber Anna gibt nicht auf, bei ihr vorzusprechen, bis sie eines Tages einen folgenschweren Auftrag von ihr übernimmt ... 

Anna und Benjamin scheint alles Glück dieser Welt verlassen zu haben, denn es gelingt ihnen nichts mehr. Nicht nur, dass Benjamin von einem wirklich schlimmen Husten geplagt wird, der ihn fast in den Tod treibt, auch arbeitsmäßig steht es sehr schlecht für sie. Durch widrige Umstände geraten beide unabhängig voneinander in die Mühlen einer grausamen Justiz, wo ihnen übel mitgespielt wird.
Aber sie haben auch Freunde, sogar einen, den sie weder kennen noch jemals zu Gesicht bekommen haben.
Wasmut Waòismuotth, Earl and Pearl of Loungflègéllan and Leaingscúll-Murphy-Gwòynnsdrough, letzter legaler Großneffe des letzten rechtmäßigen Großcallaghan von Cork und Lowbutton, so sein vollständiger Name, ist fingernagelgroß und grün - ein echter irischer Leprechaun. Die Tante der beiden Kinder hatte ihn dazu verpflichtet, auf die Kinder achtzugeben und genau das macht er mit weiterer menschlicher Hilfe.

Es ist ein wunderbarer Roman, der in der Weihnachtszeit spielt und sich den Schauplatz London ausgesucht hat. Wer bereits Charles Dickens "Oliver Twist" kennt, fühlt sich mit diesem Buch ebenfalls in die Zeit und Gegend versetzt. Eine Gegend voller Hinterhöfe, Schmutz, Unrast und Menschen, die nicht immer alle lautere Absichten haben. Aber es finden sich auch Freunde und Freundschaften, die alle Widrigkeiten überwinden. Die Hoffnung ist das letzte, was stirbt, was fehlt, ist ein wenig Glück.

Ich habe ehrlich gesagt überlegt, ob ich das Buch überhaupt lesen wollte, denn das erste Buch des Autors hat mich nicht gerade vom Hocker gerissen, aber ich wollte ihm eine weitere Chance geben.
Was bin ich froh, dass ich es getan habe, denn mit diesem Buch hat er mich überzeugt.
Auch bin ich schon lange ein Fan der kleinen grünen irischen Kobolde, den Leprechauns, die nicht nur am anderen Ende des Regenbogens sitzen und ihren Goldschatz bewachen, sondern die eigentlich immer ihre eigenen speziellen Macken haben. So natürlich auch Wasmut. Seine Sprache laut zu sprechen, bringt Spaß beim Lesen.
Ein wunderbares Buch über Hoffnung, Glück, Vertrauen und Freundschaft und einem Zusammengehörigkeitsgefühl, das es sich wirklich lohnt zu lesen.

Für dieses Buch spreche ich eine klare Leseempfehlung aus.


Bewertung:

Zum Autor:
(Text übernommen vom Verlag Rütten & Loening)
Raymond A. Scofield heißt eigentlich Gert Anhalt und ist Reporter beim Zweiten Deutschen Fernsehen. Viele Jahre hat er für das ZDF aus China und Japan berichtet und zahlreiche Romane und Thriller verfasst, darunter »Der Jadepalast« und »Die Tibet-Verschwörung«. Zuletzt erschien von ihm der Bestseller: „Der große Lord“ – eine Fortsetzung des Klassikers „Der kleine Lord“ von Frances Hodgson Burnett.

Von Raymond A. Scofield wurden gelesen und rezensiert:
 

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 19. Dezember 2016

[Rezension] Ines Thor - Ein Stern über Sylt



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 2 (19. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3352008914
ISBN-13: 978-3352008917
Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 1,7 x 19,6 cm

Inhalt gem. R & L:
Weihnachten am Meer.
Weihnachten auf Sylt! Was kann es Schöneres geben? Doch nicht für Thiemo, der eigentlich von der Insel stammt. Als er kurz vor Heiligabend mit seiner Freundin nach Kampen reist, um dort mit ihren reichen Freunden zu feiern, beschleichen ihn immer mehr Zweifel, ob die verwöhnte, launische Victoria die richtige für ihn ist. Um ihr ein Weihnachtsgeschenk machen sie zu können, bestiehlt er eine alte Frau. Doch ausgerechnet sie begrüßt ihn wie einen Sohn und lädt ihn zu sich ein. Als er die alte Dame besucht, um das Geld zurückzubringen, erlebt Thiemo die größte Weihnachtsüberraschung seines Lebens.

Zum Buch:
Thiemo wird dieses Jahr nicht wie gewohnt Weihnachten mit seiner Mutter verbringen, sondern mit Freunden auf Sylt. Seiner Mutter gegenüber hat er ein schlechtes Gewissen, aber diese begrüßte die Entscheidung ihres Sohnes.
Die Freunde, mit denen er nach Sylt gefahren ist, sind seine Mitkommilitonen. Diese sind, im Gegensatz zu ihm, von Hause aus reich betucht und können den Wert des selbst erarbeiteten Geldes nicht schätzen.
Auch Victoria ist mit dabei, die seine Freundin ist, ihre Gunst aber auch anderen schenkt.
Längst ist er sich nicht mehr sicher, ob er in Victoria das sieht, was er sehen möchte. Das, was er stattdessen zu sehen bekommt, lässt ihn immer mehr an ihr zweifeln. Möchte er wirklich der Freund von Victoria sein?
Als sie dann noch äußert, dass sie ihre Gunst demjenigen schenken wird, der ihr ein ganz besonderes Geschenk zu Weihnachten macht, macht es Klick in seinem Kopf ...

Geld verdirbt den Charakter, ein geflügeltes Wort, an dem wahrlich was dran ist. Wer nie den Wert des Geldes schätzen gelernt hat, dem alles in seinem Leben bis dato zufloss und der es mit vollen Händen auszugeben weiß, hat keinen Bezug zur Realität mehr.
Victoria ist solch eine Person. Oberflächlich und ichbezogen, scheint sich alles nur um sie zu drehen.
Sie und ihre Freunde flüchten vor den familiären Weihnachtsfesten und wollen auf Sylt gemeinsam feiern. Aber sie wissen nicht einmal, wie man das Fest feiert, wie man es organisiert und was dazuhört. Selbst etwas organisieren - wozu, wenn man Angestellte hat, die diese Arbeiten erledigen können?
Thiemo ist in dieser Runde der einzige Bodenständige. Seine Mutter ist alleinstehend und musste jeden Pfennig bedacht ausgeben. Er geht nebenbei jobben, um das Studium finanzieren zu können. Auf Sylt hat er sich nur eingelassen, weil er dort auch seine Studien betreiben kann.
Aber die Fahrt nach Sylt lässt ihn auch sich selber besser kennenlernen, denn er hätte nie gedacht, dass es soweit kommt, dass er einer alten Frau Geld stehlen würde.

Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte von der Autorin Ines Thor.
Mit ihren 144 Seiten hat man sie schnell durchgelesen. Man mag sie auch gar nicht aus der Hand legen, wenn man erst einmal ins Buch hineingeschnuppert hat.

Als Leser begleitet man Thiemo mit seinen Freunden nach Sylt und ist dabei, wie er sich seine Gedanken um eben diese Freunde und speziell zu Victoria macht. Ihretwegen begeht er eine Dummheit, die er versucht, wieder geradezubiegen.
Dabei begegnen ihm Menschen, die sich völlig von seinen Freunden unterscheiden, die ihm aber bald mehr geben, als es seine Freunde können.

Geld und Macht sind nichts gegen Liebe und Herzlichkeit, das hat die Autorin deutlich zu Papier gebracht.
Aber sie wartet zum Ende hin auch noch mit einer Überraschung auf, die man vielleicht schon ahnen konnte, die aber doch so nicht vermutet wurde.

Ich habe mich mit dem Buch sehr gut unterhalten und empfehle es sehr gern weiter.

Bewertung:

Zur Autorin:
(Text übernommen vom Verlag Rütten & Loening)
Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Von Ines Thorn wurden gelesen und rezensiert:
 


Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 27. Februar 2015

[Rezension] Martina André - Totentanz



Leseprobe

Recherchetrailer 


Eckdaten:
Taschenbuch: 638 Seiten
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (7. April 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3352008752
ISBN-13: 978-3352008757
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 4,8 x 21,6 cm

Inhalt gem. Aufbau:
Im Reich der Toten
Florenz 2014: Gabrielle Falconi befindet sich auf der Flucht vor ihrem Exmann, dem Chef eines skrupellosen Mafiaclans. Er will ihren Tod, um an das Vermögen ihrer fünfjährigen Tochter Luisa zu gelangen, die eines Tages das Imperium ihres verstorbenen Großvaters „Don“ Salvatore Leonardo erben wird, der ebenfalls ein bedeutender Mafiaboss war. Nachdem Gabrielle ihr Kind in Schottland in Sicherheit gebracht hat, schlägt die Mafia gnadenlos zu und versenkt sie mitsamt ihrem gepanzerten Wagen im Lago di Bilancino. Während Gabrielle unter Wasser mit dem Tod ringt, taucht ein geheimnisvoller Fremder auf, der ihr helfen will. Doch statt der erhofften Rettung findet sie sich plötzlich in einer bedrohlichen Zwischenwelt wieder, aus der es scheinbar kein Entrinnen gibt.
Florenz 1477: Damian de' Castello geht nach der grausamen Hinrichtung seines Vaters einen Pakt mit dem Teufel ein, indem er sich von Jacopo de‘ Pazzi, einem Widersacher Lorenzo de‘ Medicis, als Auftragsmörder anheuern lässt. Eine Entscheidung, für die er durch die Hölle muss und durch die er alles verliert, was ihm je etwas bedeutet hat. Wird er seinen Schwur, die Frau, die er liebt und das gemeinsame Kind wiederzufinden, jemals wahr machen können?

Zum Buch:
Gabrielle, Tochter eines Mafiabosses, ist mit ihrer Tochter auf der Flucht vor ihrem Exmann. Sie selbst hat das Erbe ihres Vaters abgelehnt, so dass es bei Volljährigkeit auf ihre Tochter geht. Es geht um viel Geld, das ihr Exmann, selbst ein Mafiaboss, für sich beanspruchen möchte. Also muss Gabrielle sterben.
Nachdem sie ihre Tochter vor ihrem Exmann versteckt hat, fällt sie einem Attentat zum Opfer. Sie kommt mit dem Auto von der Straße ab und versinkt mit ihm im Wasser. Als ihre Sinne schwinden, sieht sie einen gut aussehenden Mann, den sie später auch im Krankenhaus wiedersieht.
Der Mann heißt Damian und hat sie schon seit dem 15. Jh. gesucht, einer Zeit, wo er mit ihr verheiratet war. Er nimmt sie mit zurück in die Vergangenheit ...

Wahrheit oder Traum? Gabrielle sieht tief unten im Wasser einen Mann. Wie kann das sein? Als sie im Krankenhaus aufwacht, ist er auch wieder da.

Damian lebte im 15. Jh. mit seiner großen Liebe zu Zeiten von Lorenzo de Medici in Florenz zusammen. Sein Vater wurde hingerichtet und er lässt sich von Jacopo de Pazzi als Auftragskiller anheuern. Er wird es eines Tages bereuen, denn ihm wird das Liebste genommen.
Er hat den Ehrgeiz, seine Liebe wiederzufinden, auch wenn einige Jahrhunderte ins Land gehen werden. In Gabrielle aus dem Jahr 2014 scheint er sie gefunden zu haben.

Martina André versteht es wieder einmal gekonnt, Vergangenes mit der Gegenwart zu verbinden. Ich liebe solche Romane, die nicht nur unterhalten, sondern auch noch in der Lage sind, Wissen zu vermitteln.
Vor einigen Jahren hatte ich einiges über die Zeit der Medici gelesen, weil mich diese Epoche angesprochen hat. So konnte ich bereits in "Morgenrot" von Alexandra Ripley über Lorenzo de Medici und der Pazziverschwörung lesen.

Die Autorin Martina André hat wie gehabt wieder gründlich für ihren Roman recherchiert und es glaubhaft aufgearbeitet.
Sie erzählt in ihrem Buch zwei Geschichten. Die eine spielt in der Gegenwart und handelt von Gabrielle, die von ihrem Mann umgebracht werden soll, damit er an das Geld der Tochter kommen kann.
Die andere erzählt Damians Geschichte im 15. Jh. unter der Herrschaft der de Medici in Florenz. 
Auch wenn es erst nicht so aussieht, aber die beiden Geschichten verbinden sich und ergeben ein Ganzes.

Trotz einiger Wiederholungen, die durchaus Sinn machen, wurde das Buch zu keiner Zeit langatmig oder langweilig. Martina André versteht es, den Leser zu fesseln. Sie hat mich von Beginn an in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Hat man sich einmal eingelesen, will man das Buch nicht mehr weglegen, kann nicht schnell genug wissen, wie es ausgehen wird.

Die beiden sympathischen Protagonisten überzeugen, auch wenn Damian ein recht unstetes Leben hatte und man nicht unbedingt gutheißen möchte, was er getan hat.

Das Buch ließ sich sehr gut lesen, was man auch dem sicheren Gespür der Autorin für Unterhaltung, Spannung und Geschichtlichem zugute halten muss.

Das Buch empfehle ich sehr gern weiter.



Bewertung:




Zur Autorin:
(Text von Aufbau)
Martina André wurde 1961 in Bonn geboren. Der französisch klingende Nachname ist ein Pseudonym und stammt von ihrer Urgroßmutter, die hugenottische Wurzeln in die Familiengeschichte miteinbrachte. Sie hat mit „Die Gegenpäpstin“ sowie den Romanen „Das Rätsel der Templer“ und „Die Rückkehr der Templer“ drei Bestseller vorgelegt. Außerdem sind von ihr lieferbar: „Schamanenfeuer“, „Die Teufelshure“ und„Das Geheimnis des Templers“. Ihr neuer Roman „Totentanz“ erscheint im Frühjahr 2014. Martina André lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Koblenz sowie in Edinburgh/Schottland, das ihr zur zweiten Heimat geworden ist

mehr über die Autorin erfahrt ihr HIER


Von Martina André wurden gelesen und rezensiert:


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin
bedanken, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 7. Dezember 2014

[Rezension] Franziska Wulf - Die Weihnachtskarawane

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Einen schönen 2. Advent euch allen

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Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 126 Seiten
Verlag: Rütten & Loening Berlin; Auflage: 1 (2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3352007128
ISBN-13: 978-3352007125
Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,6 x 1,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
Ein originelles Weihnachtsmärchen - die wundersame Reise ins Morgenland.
Die Ärztin Petra Schmidt hat wie jedes Jahr vor Weihnachten eine Menge Stress. Sie ist gerade völlig verzweifelt, als sie kurz vor Heiligabend einen dunkelhäutigen Mann mit einem Dromedar an einer Straßenecke sieht. Zu ihrer Überraschung gibt er ihr ein paar Datteln. Am Abend isst sie eine der eigentümlich schmeckenden Früchte - und plötzlich glaubt sie in einer anderen Welt zu sein: Sie sieht sich in einer Karawane, die einem hellen Stern folgt und die wohlriechende Heilkräuter mit sich führt.

Zum Buch:
Petra Schmidt ist Ärztin und der weihnachtliche Stress, der überall herrscht, hat auch vor ihr nicht halt gemacht.
Hinzu kommt noch, dass ihre Jüngste, die 5-jährige Lena, immer wieder heftige Fieberschübe bekommt, die sie nicht unter Kontrolle bekommen. Als sie mitten im Stress und beim Einkaufen ist, stehen ihr plötzlich ein dunkelhäutiger Mann mit Sohn und Dromedar gegenüber. Nachdem sie ihm etwas Geld gespendet hat, macht er ihr ein Gegengeschenk in Form eines Beutels voller Datteln.
Zu Hause völlig erschöpft und überfordert von ihrer bereits wieder fiebernden Tochter, ist sie alle Datteln auf und fällt völlig fertig und müde in den Sessel und schläft augenblicklich ein.
Wach wird sie wieder mitten in einer Oase in der Wüste und vor ihr steht ein Junge und weckt sie. Sehr bald verdichtet sich ihr Verdacht, dass sie sich mitten in der Weihnachtsgeschichte aus der Bibel befindet, denn die drei Weisen gehören mit zur Karawane ...

Ein bezauberndes Märchen rund um die Weihnachtsgeschichte mit den drei Weisen, dem Stern von Bethlehem und dem Jesuskind.
Ich habe mit dem christlichen Glauben nichts am Hut, aber trotzdem hat mich die Geschichte berührt. 
Franziska Wulf versteht es, Geschichten zu erzählen, die sie jedes Mal in die Vergangenheit versetzte. Nachdem ich ihre Fatima- und Anne-Reihen gelesen hatte, war es für mich nur eine Frage der Zeit, dass ich mich auch auf die Weihnachtsgeschichte stürzen musste. Das war leider leichter gesagt als getan, denn ich habe lange gebraucht, bis ich ein Exemplar ergattern konnte, aber es hat sich gelohnt.

Die Geschichte führt Petra in die Wüste, wo sie auf die 3 Weisen trifft, die sich aufgrund ihrer Träume und des Sternes von Bethlehem auf den Weg gemacht haben, um den neugeborenen König, der alle in die Freiheit führen sollte, zu suchen. Sie kann nicht glauben, dass sie dort gestrandet ist und hält alles für einen Traum, denn sie jedoch ausgiebig genießt. Auch weiß sie nicht, wie sie mit der Kenntnis der Folgen umgehen soll, die sie aus der Bibel kennt. Soll sie warnen oder auch im Traum nicht die Geschichte verändern?
Eines jedoch weiß sie mit Bestimmtheit und dieses Mantra spricht sie sich immer wieder vor: "Siehe, dein Glaube hat dir geholfen."

Auch wenn es eine recht kurze Weihnachtsgeschichte ist, so spricht sie den Leser doch an und will ihm eine Botschaft vermitteln.
Eine sehr schöne Weihnachtsgeschichte, die man auch am besten zur Weihnachtszeit lesen sollte.  




Bewertung:


Zur Autorin:
(Text von Knaur)
Yvonne Winkler wurde 1967 in Hamburg geboren. Während ihres Medizinstudiums begann sie sich für medizinische Geschichte und Völkerkunde zu interessieren. Nach dreijähriger Tätigkeit als Ärztin beschloss sie, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen, und lebt heute als freie Schriftstellerin in Hamburg.


Von Franziska Wulf / Yvonne Winkler wurden gelesen und rezensiert:





Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 30. November 2014

[Rezension] Andrea Schacht - Der fliegende Weihnachtskater


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Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 140 Seiten
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (10. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3352008183
ISBN-13: 978-3352008184
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 1,2 cm

Inhalt gem. Rütten & Loening:
Nichts tut Shardul lieber, als vom Fliegen zu träumen. Doch der Teppich, in dem der großohrige Tigerkater – eingerollt – von Indien im Flugzeugbauch nach Deutschland kam, will sich einfach nicht in die Lüfte erheben. Kurz vor Weihnachten aber kommt Sharduls große Stunde: Als seine Menschenfrau Amita, Pilotin bei einer großen Fluggesellschaft, in ernste Schwierigkeiten gerät, erkennt er seine magischen Fähigkeiten – und dass Teppiche doch fliegen können. Und ganz nebenbei kann er Amita auch in amourösen Angelegenheiten weiterhelfen.

Zum Buch:
Amita, ausgebildete leidenschaftliche Pilotin, lebt allein mit einer Katze, da aufgrund ihres Berufes sich nie eine längere Partnerschaft ergeben hat. Durch Zufall kam sie zu ihrem Kater Shardul, auf deutsch Tiger, den sie aus Indien mitbrachte. Er lag eingerollt in einem Teppich, den sie dort gekauft hatte. Shardul nahm es ihr übel, dass sie ihn von dort "entführt" hatte und schmollt mit ihr, lässt sich auch nicht von ihr anfassen.
Ein kleiner Lichtblick ist für ihn Janina, ein kleines Mädchen, das er mag und von der er sich auch kraulen lässt. Janinas Vater, Remo Schulze, ist Fluglotse, aber irgendwie können Amita und Janinas Vater nicht miteinander.
Bis zu einem verhängnisvollen Heiligabend, als Amitas Flugzeug in ernste Schwierigkeiten gerät ...

Andrea Schacht ist eine sehr vielseitige Autorin. Neben ihren vielen historischen Werken und den dystopischen haben es mir als Katzenliebhaberin natürlich ihre Katzenbücher besonders angetan.
Die Autorin, die selbst Katzen hat, beobachtet diese sehr genau und kann das Erlebte punktgenau in ihren Werken umsetzen.

Die Gedanken von Shardul über sein Personal kann ich sehr gut nachvollziehen, genauso stellt sich nämlich meine eine Katze auch an. Ich hatte die Eigenarten und den Tick von Shardul hier förmlich greifbar vor Augen. Vom Wesen her ähneln sich die beiden schon auf unheimliche Art, so dass es mir eine wahre Freude war, das Buch zu lesen.

Angelehnt an die Weihnachtszeit und einer nahenden Katastrophe kommt Shardul zur Besinnung und ihm offenbart sich etwas magisches, wovon er ein Teil wird. 

Es ist eine schöne, nicht ganz ernst zu nehmende magische Geschichte. Die Geschichten von 1001 Nacht lassen grüßen. 
Das Buch hat nur 140 Seiten, so dass es ein Buch ist, das man eingemummelt unter einer warmen Decke schnell in der Adventszeit mal nebenbei lesen kann. Man kann sich einwickeln lassen von Shardul, den sympathischen Protagonisten Amita, Remo und Janina und für kurze Zeit einfach mal die Seele baumeln lassen.

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen von HIER
Andrea Schacht war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin und Unternehmensberaterin tätig, hat dann jedoch ihren seit Jugendtagen gehegten Traum verwirklicht, Schriftstellerin zu werden. Ihre historischen Romane um die scharfzüngige Kölner Begine Almut Bossart gewannen auf Anhieb die Herzen von Lesern und Buchhändlern. Mit Die elfte Jungfrau kletterte Andrea Schacht erstmals auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, die sie seither mit schöner Regelmäßigkeit immer neu erobert. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen in der Nähe von Bonn. 
Mehr von der Autorin könnt ihr auf ihr HIER lesen. 

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.


Bibliographie und Rezensionen von Andrea Schacht findet ihr auf unserer Autorenseite 

Von Andrea Schacht wurden von uns bereits gelesen und rezensiert:

Sonntag, 24. November 2013

[Rezension] Petra Schier - Weihnachtswunsch 02: Vier Pfoten und das Weihnachtsglück



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 2 (4. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 335200871X
ISBN-13: 978-3352008719
Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,2 x 2 cm

Inhalt gem. Aufbau-Verlag:
Sophie Lamberti ist glücklich. Endlich ein Großauftrag für ihr Fotostudio. Sie soll für eine Artikelserie zum Weihnachtsfest Fotos beisteuern. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kann Sophie sich auch für Carsten, den Journalisten, erwärmen, der die Serie schreiben soll. Sie ist sogar drauf und dran, sich in ihn zu verlieben. Bis er mit einem verwöhnten Cocker auftaucht. Die Hundedame Lulu hat ganz eigene Ansichten darüber, wem sie ihre Zuneigung schenkt. Und dann stellt sich kurz vor Weihnachten zu allem Überfluss heraus, dass Carsten gar nicht der ist, der zu sein vorgab. Sophie fühlt sich hintergangen und zieht sich zurück. Doch das will Lulu gar nicht akzeptieren – und beschließt zu handeln.

Zum Buch:
Was tut man, wenn man etwas gebechert hat? Sophie Lamberti jedenfalls schreibt 18-jährig an den Weihnachtsmann. Sie bittet ihn, dass sie in genau 10 Jahren den Mann kennenlernt, mit dem sie den Rest ihres Lebens verbringen wird. Das ist ihr sogar eine Wette mit ihrer Schwester Tessa wert.
Die 10 Jahre sind vergangen, sie ist noch immer Single, hat sich ein Fotostudio aufgebaut und nun endlich einen Auftrag bei einer großen Zeitung. Ihre Aufgabe ist es, mit einem Journalisten gemeinsam eine Artikelserie zu veröffentlichen, in der es um Weihnachtsgebräuche geht. Ihr Part an der Serie sind die Fotos.
Sie ahnt nicht, dass Carsten, der Journalist, der Juniorchef der Zeitung ist.
Schon als sie sich das erste Mal getroffen haben, ohne zu wissen, wer der andere ist, fliegen die Fetzen. Das wird während ihrer Zusammenarbeit nicht wirklich besser ...

Was sich liebt, das neckt sich.. oder streitet sich ... 
Und das können die beiden wirklich gut. Sowie sie sich sehen ist es fast, als würde der andere ein rotes Tuch ziehen.
Die sympatische und quirlige Sophie stolpert förmlich in Carstens Leben herein. Er, der sich unter Pseudonym einen Namen als Journalist gemacht hat, musste oftmals erkennen, dass die Frauen nur auf sein Geld und deren Annehmlichkeiten aus sind. Er ist ein gebranntes Kind und lebt als Single. Aber nur so lange, bis ihm seine Schwester eines Tages ihren Hund, Lulu, ein Cockerspaniel, überhilft.

Auch in diesem Weihnachtsbuch von Petra Schier wird ein Hund, in dem Fall Lulu, vom Weihnachtsmann und dessen Elfen beauftragt, dafür zu sorgen, dass sich Carsten und Sophie näher kommen. Gar keine leichte Aufgabe, mag sie doch Carsten anfangs gar nicht. Dafür ist sie aber sofort von Sophie begeistert und zeigt es, wo sie nur kann.

Obwohl sich Carsten und Sophie mehr oder weniger nur streiten, ist ihre gemeinsame Arbeit professionell. Auch wenn Sophie von nicht allen Interviews, die Carsten macht, begeistert ist, überzeugt sie letztendlich doch das, was er aus ihnen gemacht hat.

Auch bei diesem Weihnachtsbuch von Petra Schier ist klar, wo es enden wird. Die Story ist überschaubar und trotzdem möchte man ganz langsam lesen, weil man dann nicht so schnell zum Ende kommt.
Die Streitereien zwischen den beiden Protagonisten haben mich wirklich erfreut, nicht weil ich schadenfroh bin, sondern weil ich diesen bissigen und sarkastischen Ton mag und die Wortgefechte, die die beiden sich geliefert haben. Dass es von da an nicht weit bis zur Liebe ist, ist schon fast vorprogrammiert.
Schade nur, dass Sophie nichts mehr hasst, als Lügen und die muss Carsten leider zuhauf bieten, da seine Identität aus bestimmten Gründen nicht bekannt werden soll.

Ich habe mich mit Sophie und Carsten hervorragend amüsiert. 
Besonders gelungen fand ich Lulus Gedanken, die hier kursiv gedruckt wurden. So wusste man als Leser sofort, dass man Lulus Gedanken las, die auch sehr witzig und humorvoll geschrieben waren.

Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte, sagt man. In dem Falle war ich das, denn gefreut habe ich mich wirklich, dass ich die beiden Streithähne begleiten durfte. Nicht nur während ihrer gemeinsamen Arbeit, sondern auch im Privaten, nachdem sie die Streitaxt mal kurz beiseite gelegt hatten.

Auch dieses Weihnachtsbuch von Petra Schier hat alles, was man sich zur Entspannung pur wünscht. Eine tolle Story, in der man die Protagonisten gern begleitet, sympathische Protagonisten, die alles machen, was sie wollen und eine schöne Liebesgeschichte. Was will ich mehr?
Auch hier wieder eine klare Kaufempfehlung.   




Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen vom Rowohlt-Verlag)
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet mittlerweile als freie Lektorin und Autorin. 



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Petra Schier bedanken, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Die Bibliographie von Petra Schier und unsere Rezensionen findet ihr HIER

Von Petra Schier wurden von uns bereits gelesen und rezensiert:



Reiheninfo:
01: Vier Pfoten unterm Weihnachtsbaum
02: Vier Pfoten und das Weihnachtsglück
03: Vier Pfoten retten Weihnachten


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Petra Schier - Weihnachtswunsch 01: Vier Pfoten unterm Weihnachtsbaum



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 140 Seiten
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (4. Oktober 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3352007969
ISBN-13: 978-3352007965
Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,8 x 1,8 cm

Inhalt gem. Amazon:
Tessa Lamberti, alleinerziehende Mutter eines neunjährigen Jungen, ist genervt. Nicht nur, dass ihr Sohn Lukas ihr seit Wochen in den Ohren liegt, weil er sich einen Hund wünscht. Er fragt auch immer öfter, weshalb er keinen Vater hat. Sie versucht ihm zu erklären, dass sein Vater vor seiner Geburt nach Amerika gegangen ist. Lukas beschließt, selbst auf die Suche zu gehen – nach einem Hund und einem Mann für seine Mutter. Kurz vor Weihnachten scheint er den Hund gefunden zu haben, einen echten Wildfang, der für heftige Tumulte sorgt – und ein lang gehütetes Geheimnis ans Licht bringt. Das wiederum wirbelt das Liebesleben von Lukas’ Mutter ziemlich durcheinander.

Zum Buch:
Lukas, 9 Jahre alt, hat zwei Wünsche. Er möchte gern einen Hund und einen Vater. Sein Vater ist bereits vor seiner Geburt nach Amerika gegangen. Seit dem wird er von seiner Mutter Tessa allein erzogen.
Da kommt er auf die Idee, dem Weihnachtsmann seine Wünsche zu schreiben.
Dieser hat sich zum Ziel gemacht, alle möglichen Wünsche zu erfüllen. Aber bei Lukas' Wünschen geschehen einige Pannen, so dass gar nichts so abläuft, wie sonst.

Lukas nimmt derweil selbst sein Anliegen in seine Hände und versucht, seinen Fußballtrainer mit seiner Mutter zu verkuppel, nur wie soll das ausgehen? ...

Gerade jetzt zur Winter- / Adventszeit macht es besonders viel Spaß, es sich an einem warmen Plätzchen mit Weihnachtsbüchern bequem zu machen.
So habe ich mich wieder mit einem Weihnachtsbuch von Petra Schier zurückgezogen und bin erst wieder aufgetaucht, nachdem ich es gelesen habe.

Petra Schier, bekennende Hundeliebhaberin hat natürlich wieder einem Hund eine wichtige Rolle in ihrem Buch gegeben. Ruprecht, ein kleiner Terriermischling, wird Thomas Winkmann von seiner Mutter in die Hände gedrückt, da sie in ein Seniorenheim übersiedeln will, aber dort keine Hunde erlaubt sind. Er hat so seine Probleme mit dem Hund, der so gar nicht hören will. Aber in Lukas, einem seiner Schüler, den er nach der Schule als Fußballtrainer trainiert, hat er einen nur zu Willigen gefunden, der ihn gern mit Ruprecht unterstützt. 
Dieser jedoch mag Tom und versucht ihn mit seiner Mutter zu verkuppeln, aber da hat er die Rechnung ohne Tom und Tessa gemacht. Tessa kann den Vater von Lukas nicht vergessen und auch in Toms Leben gab es eine Frau, über die er noch nicht weg ist.

Ein herrlich erfrischendes Kuddelmuddel mit Unterstützung vom Weihnachtsmann und Weihnachtselfen hat sich die Autorin Petra Schier wieder einfallen lassen.
Die Handlung an sich ist nicht neu und auch das Ende nicht wirklich überraschend, aber der Weg dahin ist einfach nur schön.
Es macht Spaß, Tom und Tessa bei ihrem Ringen um Liebe, Freundschaft und vor allem Vertrauen zu begleiten.
Nicht alles geht glatt und auch viele Missverständnisse müssen sie auf ihrem Weg ausräumen.
Nur gut, dass der Weihnachtsmann und die Elfen über die beiden wachen und mittels Ruprecht alles wieder ins Lot bringen.

Leider sind die Bücher recht dünn und man ist viel zu schnell am Ende angelangt. Ich hätte alle Beteiligten gern noch ein wenig begleitet und mich mit ihnen in die Irrungen und Wirrungen der Liebe gestürzt.
Ich für meinen Teil kann nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Aber ich glaube, das Buch gibt es nur noch als E-Book, was auch ein Gutes haben kann ... man bekommt es per Übertragung schneller :-) 


Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen vom Rowohlt-Verlag)
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet mittlerweile als freie Lektorin und Autorin. 



Die Bibliographie von Petra Schier und unsere Rezensionen findet ihr HIER

Von Petra Schier wurden von uns bereits gelesen und rezensiert:




Reiheninfo:
01: Vier Pfoten unterm Weihnachtsbaum
02: Vier Pfoten und das Weihnachtsglück
03: Vier Pfoten retten Weihnachten

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt