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Freitag, 19. August 2016

[Rezension] Jay Asher / Carolyn Mackler - Wir beide, irgendwann


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 400
ISBN:  978-3-570-30938-4 
Erscheinungstermin: 27. August 2012 
Format: Hardcover
Verlag:
cbt


Klappentext gem. Random House:
Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang ...


Rezension:
Es ist der Mai im Jahr 1996. Der technische Fortschritt ist nicht aufzuhalten und auch die 16-jährige Emma bekommt ihren ersten Computer geschenkt. Es ist das bislang teuerste Geschenk ihres Vaters, der von der Familie getrennt lebt. Ein Stück weit will er sich dadurch die Liebe seiner Tochter sichern, denn gerade in dem Alter ist das Verhältnis zu Teenagern alles andere als einfach, wobei hier noch erschwerend die Scheidung hinzukommt. Um gleich durchstarten zu können, gibt ihr Josh, ihr bester Freund und Junge von nebenan eine AOL-Starter-CD. Als sie sich nach einer zeitraubenden Installation ins Internet einwählt, erscheint ihr eine etwas merkwürdige Seite, die sich Facebook nennt.

Ihr ist nicht ganz klar, was passiert ist, aber dieses Facebook, das sich ihr offenbart, scheint ihr Leben in 15 Jahren widerzuspiegeln und was sie dort liest, gefällt ihr so ganz und gar nicht. Sie ist mit ihrem Leben vollkommen unzufrieden, arbeitslos und unglücklich verheiratet. Josh hingegen, der in 15 Jahren ebenfalls auf diesem Facebook vertreten ist, ist mit einer Schönheit verheiratet und führt ein perfektes Leben. Wann genau ist aus Josh, dem netten Jungen von nebenan, ein Frauenheld geworden? Auf jeden Fall kann es nicht angehen, dass ihr Leben so den Bach runtergehen wird! 

Soweit der Vorsatz, doch wie in die Tat umsetzen? Fest steht, sie weiß, wo es wohl in 15 Jahren enden wird, doch eigentlich müsste sie dieses Leben verändern können, wenn sie sich konsequent Vorsätze setzt und diese auch strikt einhält. Tatsächlich versucht sie sich erst in kleineren Gegebenheiten und es scheint zu funktionieren - der Status auf diesem Facebook verändert sich. Allerdings, so ganz optimal ist es noch nicht gelaufen und überhaupt, man kann ja einiges austesten, immerhin wird sie erfahren, welche Konsequenzen es nach sich ziehen wird. Josh hingegen beobachtet die Veränderungen anfänglich durchaus interessiert, bis ihm bewusst wird, dass sich durch die Änderungen Emmas auch das Leben der anderen Menschen in ihrem Umfeld radikal verändern wird ...


Wenn du alles ändern könntest! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut haben mir die Interaktionen der Figuren Emma und Josh gefallen, denn obwohl Josh anfänglich diesem Experiment gegenüber recht aufgeschlossen ist, so sieht er doch relativ schnell die Gefahr, die dieses birgt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Mir hat es besonders die Figur des Josh angetan, denn dieser verfügt einer einen gesunden Menschenverstand und weiß, dass auch nur kleine Änderungen in der Gegenwart große Konsequenzen haben werden. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch nette Lesestunden bereitet hat, das Buch jedoch nicht an "Tote Mädchen lügen nicht" vom selben Autoren heranreicht.

Bewertung


Von Jay Asher bisher gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)



Die Autoren:
Jay Asher ist der Autor des weltweiten Millionenbestsellers »Tote Mädchen lügen nicht«, der in über 30 Länder verkauft und u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde und wochenlang die Spiegelbestsellerliste besetzte. Der Roman wird als 13-teilige Serie auf Netflix verfilmt. Sein zweiter Jugendroman, »Wir beide, irgendwann«, entstand in der Zusammenarbeit mit der Co-Autorin Carolyn Mackler. Jay Asher lebt in Kalifornien. (übernommen von Random House)

Carolyn Mackler wurde 1973 in New York City geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt. Sie schreibt Kurzgeschichten, Essays und Jugendbücher, für die sie in Amerika mehrfach ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit Jay Asher schrieb sie den Roman „Wir beide, irgendwann“. (übernommen von Random House)


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch bekam ich geschenkt.

Montag, 20. August 2012

[Rezension] Jay Asher und Carolyn Mackler - Wir beide, irgendwann




Leseprobe


Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: cbt (27. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 357016151X
ISBN-13: 978-3570161517
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: The Future of Us
Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13,8 x 3,8 cm

Klappentext:
Es ist Ende Mai 1996 und die sechzehnjährige Emma bekommt ihren ersten Computer geschenkt. Mit Hilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite - 15 Jahre später! Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern.
Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Fascebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang ...

Zum Buch:
Emma und Josh sind 16 Jahre alt, Nachbarskinder und seit Jahren sehr gut befreundet. Zumindest waren sie das, bis Josh mehr wollte als Freundschaft.
Als Emma nun von ihrem Vater einen Computer geschenkt bekommt, gibt Josh ihr eine CD mit dem AOL-Programm, das sie auf den Rechner installieren will. Schon beim ersten Einloggen gerät sie auf eine Seite, die sich "Facebook" nennt, die ihr völlig fremd vorkommt. Als sie dann auch noch feststellen muss, dass sie dort Mitglied ist, Bilder von sich sieht, auf denen sie älter als jetzt ist, hält sie es für einen Joke. Es kann ja nicht sein, dass sie auf eine Seite geraten ist, die es erst in 15 Jahren geben wird.
Dort ist sie 31, arbeitslos und ihr Mann scheint fremd zugehen. Was für eine niederschmetternde Zukunftsaussicht.

Als sie Josh dazuholt und in seine Zukunft guckt, ist dieser mehr als zufrieden, denn er hat einen gut bezahlten Job und ist mit dem hübschesten Mädchen der Highschool verheiratet. Glück, was willst du mehr.
Emma will ihre Zukunft ändern, aber wird es ihr gelingen und vor allem, welche Konsequenzen hat es für alle anderen?

Was wäre wenn ich in meine Zukunft gucken könnte, so 15 Jahre weiter? Wie geht man damit um, wenn einem nicht gefällt, was man sieht?
Wer genau würde das nicht verhindern wollen?

Die Motive, die Emma leiten, ihre Zukunft ändern zu wollen, nachdem sie ihre  Zukunft in 15 Jahren gesehen hat, kann ich sehr gut nachvollziehen. Wer möchte schon arbeitslos sein und einen Mann haben, dem man nicht trauen kann?
Die Ideen, die die Autoren aufzeigen, um die Zukunft zu ändern, finde ich schon gelungen. Emma steigt in die Materie voll ein. 
Josh, der mit seiner Zukunft mehr als zufrieden ist und daraufhin auch seine Gegenwart gestaltet, steht Emmas Änderungen skeptisch gegenüber. Er hat Angst, dass die Änderungen auch ihn betreffen könnten und ist jedes mal erfreut, wenn seine Zukunft konstant bleibt.

Der Blick in die Zukunft macht Emma und Josh aber auch nachdenklich und sie hinterfragen ihre Gegenwart. 

Die Autoren führen uns zurück in eine Zeit, wo es noch nervig war, sich ins Internet einzuloggen. Telefonieren und zeitgleich Internet ging nicht, da die Leitung belegt war. Eine Zeit, in der die heutige Realität nerven würde.
"Aber stell dir vor, wir würden heute schon erfahren, dass wir uns in Zukunft wieder im Krieg befinden oder dass wir es immer noch nicht geschafft haben, einen Farbigen oder eine Frau zum Präsidenten zu wählen, oder dass sich die alten Stones auch weiterhin auf die Bühne schleppen - das würde mich echt total abturnen" (S. 66)
Ein gelungenes Jugendbuch, das auch den Ansprüchen der älteren Jugend gerecht wird.
Während des Lesens musste ich öfter mal schmunzeln, wenn die Erinnerung an vergangene Zeiten aufkam, die man bislang erfolgreich verdrängt hatte.

Bewertung:



Zu den Autoren: (übernommen von cbt-Verlag)
Jay Asher
Jay Asher ist der Autor des weltweiten Bestsellers "Tote Mädchen lügen nicht", der in über 30 Länder verkauft und u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Seinen neuesten Roman, "Wir beide, irgendwann" verfasste er gemeinsam mit Carolyn Mackler. Er lebt in Kalifornien.

Carolyn Mackler
Carolyn Mackler wurde 1973 in New York City geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt. Sie schreibt Kurzgeschichten, Essays und Jugendbücher, für die sie in Amerika mehrfach ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit Jay Asher schrieb sie den Roman „Wir beide, irgendwann“.







An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei 
 
und dem Verlag



bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.


Diese Bücher von Jay Asher wurden bereits von uns gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 16. Mai 2011

[Rezension] Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht


Klappentext:
Als Clay aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drück auf "Play" - und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat.

Mit Hannahs Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben.

Clay ist einer davon ...

Rezension:

Hannah Baker hat sich umgebracht, doch sie hinterlies ein Vermächtnis. Vor ihrem Selbstmord besprach sie 13 Kassetten, für jeden Grund und jede Person eine, die sie schlussendlich in den Selbstmord trieb.

Nun ist Clay an der Reihe. Er weiß nicht, an welcher Stelle er von diesen 13 steht, noch, was er getan hat oder was ihn erwartet, er weiß nur, er kann nicht aufhören, die Kassetten zu hören, er will alles über das Mädchen wissen, das er mochte, deren Selbstmord er aber nicht verhindern konnte. Er muss herausfinden, was genau geschehen ist und wer nach ihm die Kassetten erhalten soll, denn so ist Hannahs Vermächtnis. Jeder gibt die Kassetten an den nächsten weiter, andernsfalls werden sie veröffentlicht - und die Kassetten enthalten teilweise sehr brisante Informationen.

Clay hört sich die Kassetten in einer Nacht an, nur er, allein mit Hannahs Stimme und das Unfassbare ist, alles begann mit einem Kuss ...

Hannahs Stimme begleitet den Leser durch das ganze Buch hindurch. Wunderbar ist ihre Entwicklung zu sehen, erst noch voller Zweifel, am Ende aber entschlossen und auch den Wandel bei Clay, anfangs unfassbar geschockt erweitert sich dennoch seine Sicht auf die Dinge. Spachlich ein sehr schön gestaltetes Buch in das ich mich gerne verloren habe.

Bewertung: Note 1

Der Autor:
Jay Asher bekam die Idee zu diesem Buch während einer Audioführung in einem Museum. Er war fasziniert von der Stimme in seinem Ohr, die ihm erklärte, was er sah. "Tote Mädchen lügen nicht" ist sein erster Roman und wurde weltweit zu einem sensationellen Erfolg. Der Autor lebt in Kalifornien.

Weitere Informationen zu dem Autoren bekommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
Auf verschiedenen Blogs habe ich über dieses Buch gelesen und neulich hatte ich es im Laden in der Hand und weil ich mir was gönnen wollte, durfte es mitkommen.