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Mittwoch, 14. Oktober 2015

[Rezension] Harlan Coben - Ich finde dich



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442482585
ISBN-13: 978-3442482580
Originaltitel: Six Years
Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 3,7 x 18,9 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Natalie war die Liebe seines Lebens. Doch sie hat ihn verlassen, hat wie aus dem Nichts einen anderen Mann geheiratet, und Jake Fisher war am Boden zerstört. Bei ihrem Abschied musste er Natalie zudem schwören, sie zu vergessen, sie nie mehr zu kontaktieren. Doch als sechs Jahre später etwas Unglaubliches geschieht, bricht Jake sein Versprechen – und macht sich auf die Suche nach Natalie. Eine Suche, die seine eigene gutbürgerliche Existenz für immer zerstört. Und die ihm offenbart, dass die Frau, die er zu lieben glaubte, nie wirklich existiert hat …

Zum Buch:
Jake Fisher gab Natalie, der Liebe seines Lebens, an deren Hochzeitstag ein Versprechen. Sie hatte von heute auf morgen einen anderen geheiratet. Er konnte es nicht glauben, musste es mit eigenen Augen sehen. Sie sieht ihn und nötigt ihm das Versprechen ab, nie nach ihr zu suchen. Eine Welt bricht für ihn zusammen, aber er hält sich an das Versprechen, ganze 6 Jahre.
Inzwischen ist er Professor an einer Universität und noch immer ledig. Keine Frau kam an Natalie heran.
Da liest er eines Tages zufällig die Todesanzeige von Natalies Mann. Er muss sie sehen und entschließt sich, zur Beerdigung zu gehen. Aber dort steht als dessen Witwe eine andere Frau, von Natalie keine Spur.
Nun erst bricht er sein Versprechen. Er beginnt die Suche nach Natalie und muss bald feststellen, dass mehr hinter der Sache steckt, zumal er sich selbst in Gefahr bringt...

Dass das Wort Thriller nicht gleichzusetzen ist mit Blutvergießen und Abschlachten zeigt sich einmal mehr in dem vorliegenden Buch von Harlan Coben. Für mich ist es die erste Begegnung mit dem Autoren und ich weiß, dass es auch nicht die letzte sein wird.

Dem Autor gelingt es mühelos, den Leser sofort in die Handlung hineinzuziehen. Man ist dabei, wenn Jake sich auf die Suche nach seiner Natalie macht, die Frau, die er liebt, auch wenn sie ihn für einen anderen urplötzlich verlassen hatte.
Er beginnt, sie zu suchen und stößt immer wieder auf Wände, an denen es nicht weitergeht. Aber Jake ist zäh und er gibt nicht auf.
Es kommt der Punkt, an dem er nicht mehr weiß, wem er noch trauen kann.
Er deckt eine Ungeheuerlichkeit auf, die man als Leser nicht einmal im Ansatz vorhergesehen hätte.

Während des Lesens war ich selbst immer bemüht, dem Rätsel auf die Spur zu kommen, die Zusammenhänge zu begreifen. Aber der Autor hat sich mit der Auflösung Zeit gelassen, die mich unruhig werden ließ. Ich hatte Probleme damit, das Buch wegzulegen, denn es war spannend und die Frage, ob Jake seine Natalie je wiedersehen wird, schwebte über allem. Soviel Verwicklungen und Verirrungen musste man auf dem Weg der Erkenntnis über sich ergehen lassen, dass das Buch einen wahrlich nicht losließ.

Jake ist ein Protagonist, den man mögen muss, denn was er anfasst, hat Hand und Fuß und er lässt nicht locker, bis sich ihm die ganze Wahrheit erschließt. Auf dem Weg zu Auflösung gelangt Jake an seine Grenzen. Er verliert das Vertrauen an Leute, die er seit Jahren kannte und die er vor allem dachte, wirklich zu kennen. Aber niemals kennt man einen Menschen wirklich.

Der Thriller ist tiefgründig, gut durchdacht, der Plot wurde fantastisch umgesetzt. Die Spannung, die zu Beginn gesetzt wurde, steigerte sich stetig, ohne innezuhalten. 
Fesselnd, aufreibend und nicht mehr loslassend, so müssen Thriller sein. 
Der Autor legt ein Tempo vor, dass man gar nicht die Gelegenheit, sich auszuruhen und das Gelesene sacken zu lassen. Man wird vorwärts gerissen und kann nicht mehr anhalten, man will es wissen, jetzt, genauso dringend wie Jake selbst. Wo ist Natalie, wie sind die Zusammenhänge. Das volle Ausmaß ist wirklich erst auf der Zielgeraden erkennbar und erschreckt.
Für mich ist Harlan Coben ein Name, den man im Hinterkopf behalten sollte. Für mich ein Autor, den ich im Auge behalte.

Ich empfehle diesen Thriller sehr gern weiter.


Bewertung:



Zum Autor:
(übernommen von Goldmann)
Harlan Coben wurde 1962 in New Jersey geboren. Nachdem er zunächst Politikwissenschaft studiert hatte, arbeitete er später in der Tourismusbranche, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Seine Thriller wurden bislang in 43 Sprachen übersetzt und stehen international immer wieder ganz oben auf den Bestsellerlisten. Harlan Coben wurde als erster Autor mit den drei wichtigsten amerikanischen Krimipreisen ausgezeichnet – dem Edgar Award, dem Shamus Award und dem Anthony Award – und ist einer der erfolgreichsten Thrillerautoren seiner Generation. Er lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in New Jersey.

Von Harlan Coben wurden gelesen und rezensiert:
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An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 23. März 2015

[Rezension] Fiona Blum - Liebe auf drei Pfoten



Leseprobe 

Buchtrailer

Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Page & Turner (23. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344220447X
ISBN-13: 978-3442204472
Größe und/oder Gewicht: 13,1 x 2,5 x 20,5 cm

Inhalt gem. Page & Turner:
Eine schüchterne junge Frau, die versucht, sich hinter Büchern und Geschichten zu verstecken und dem Leben aus dem Weg zu gehen. Ein herrenloser Kater, der das letzte seiner sieben Leben schon aufgegeben hatte, als ihn ein Geruch unversehens in die Welt zurückholt. Zwei Kinder, deren Mutter ihre Tage unter einem Tisch zubringt, um der Angst zu entfliehen, und eine verrückte alte Frau, die ein großes Geheimnis hütet. Sie alle treffen während eines glühend heißen Sommers aufeinander, in Rom, dieser lauten, staubigen Stadt, deren unvergleichliche Schönheit sich nur demjenigen erschließt, der morgens um vier den Steinen zuhört und nicht an Zufälle glaubt.

Zum Buch:
Federica ist eine junge Frau, die sehr zurückgezogen lebt. Sie hat drei Jobs, die sie bewältigen muss.
Ihr großer Traum war es immer, eine Bücherei zu betreiben. Diesen Traum erfüllte sie sich auch, als sie durch Zufall die passenden Räume dazu fand. Nur leider wird die Bücherei so gar nicht von den Leuten angenommen.
Das ändert sich erst, als sie einen kleinen, kranken, dreibeinigen Kater bei sich aufnimmt, der mehr tot als lebendig ist ...

Flavia Buonacuore, eine alte Frau, die sich der herrenlosen Katzen angenommen hat, findet eines Tages ein kleines Häufchen Katze, das nur noch 3 Beine hat. Der Kater wurde zuvor von Kindern gejagt und ist in ein Auto hineingelaufen. Nun lag er am Straßenrand und hatte sich selbst aufgegeben, er wollte sein 7. Leben auch noch verlieren, es lohnte sich für ihn nicht mehr, weiterzuleben. Flavia nimmt ihn behutsam hoch und will ihn mit nach Hause nehmen, als ihr wieder einfällt, dass sie das nicht kann, denn wenn sie noch einmal eine Katze mitbringt, wird sie ihre Wohnung verlieren.
So bringt sie den schwer verletzten Kater, der fast schon tot ist, zu der Frau, die die Bücherei betreibt. Sie lässt ihn einfach da mit einem Zettel "Kümmere dich".
Federica tut genau das, obwohl sie nicht glauben kann, dass der Kater das überleben wird. Auch der Tierarzt macht ihr nicht viel Hoffnung, aber Federica hat zum ersten Mal für irgendjemanden Verantwortung übernommen und tut alles, um den Kater, der jetzt Bruno heißt, am Leben zu erhalten.
Als Bruno merkt, dass da zum ersten mal in seinem Leben jemand ist, der sich um ihn sorgt, besinnt auch er sich und will um sein letztes Leben kämpfen. 

Eine Geschichte um einen Kater, der das Leben einiger Menschen nachhaltig verändert. Als Folge darauf, dass Federica Bruno aufgenommen hat, verändert sich auch Federica. Ihr Chef bemerkt eine Veränderung an ihr, hat aber keine Ahnung, was die Ursache sein könnte.
Als Bruno sich entschieden hatte, fortan in der Bücherei zu wohnen, wird er die gute Seele der Bücherei. Aber er ist nicht zu allen freundlich, fährt er doch ab und an auch mal seine Krallen aus.

Die Geschichte machte auf mich den Eindruck, als würde sie von einem Erzähler wiedergegeben. Ein Erzähler, die sie eher nüchtern und emotionslos erzählt. Das soll jetzt nicht heißen, dass sie mir nicht gefallen hat, aber sie hatte schon den Eindruck hinterlassen, dass der Erzähler gern Monologe von sich geben würde. Das machte es für mich besonders deutlich in den zum Teil unendlich langen Absätzen, die auch mal über mehrere Seiten gingen. Das fand ich anstrengend zu lesen.
Auf die Art und Weise wurde der Roman an einigen Stellen künstlich gestreckt, was ihn langatmig erscheinen ließ.

Die Story ist gut durchdacht und hat mir gefallen. Die Verstrickung der einzelnen Personen untereinander und die Wirkung, die Bruno auf sie hatte, waren glaubwürdig und es machte Spaß, die Story zu verfolgen.

Die Gestaltung des Covers gefällt mir gut, wenn auch die abgebildete Katze so gar nichts mit dem schwarzfelligen Bruno aus dem Buch zu tun hat, was ich sehr schade finde.
Mit seinen 221 Seiten hat man das Buch recht schnell durchgelesen und doch hätte ich gern noch ein wenig von Bruno erfahren.
Aber auch so ist es eine unterhaltsame kurzweilige Lektüre, die mal wieder zeigt, was Katzen so bewirken können.


Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Page & Turner)
Fiona Blum ist Jahrgang 1968. Sie studierte Rechtswissenschaften und Italienisch in Passau und Rom und arbeitete als Anwältin in Verona sowie in einer internationalen Anwaltskanzlei in München, bevor sie sich selbständig machte. Heute lebt sie als Schriftstellerin mit ihrem Mann, ihrer Tochter und einer Katze in einem alten Bauernhaus in Oberbayern. Unter ihrem richtigen Namen Veronika Rusch schreibt sie Kriminalromane, Theaterstücke und Dinnerkrimis.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt



Sonntag, 8. März 2015

[Rezension] Frauke Scheunemann - Ziemlich unverbesserlich


Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Page & Turner (9. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442204143
ISBN-13: 978-3442204144
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 3,5 x 20,5 cm

Inhalt gem. Page & Turner:
Nikola Petersen steht mit beiden Beinen im Leben und ist genau das, was Großmütter so gern als »patent« bezeichnen. Die Anwältin und Mutter von zwei Kindern betreibt gemeinsam mit ihrem Kollegen Alexander Warnke eine kleine Kanzlei im quirligen Hamburger Karolinenviertel. Ihr Privatleben allerdings ist höchstens deshalb quirlig, weil sie versucht, ihren Alltag zwischen Büro und Elternabend irgendwie in den Griff zu bekommen. Schon früh verwitwet, kann sie dabei auf tatkräftige Unterstützung durch ihre Schwiegermutter Gisela zählen.
Arbeit ist aber nicht alles! Und so würde Nikola zu gern mal wieder einen romantischen Abend verbringen – wenn sie nur wüsste, wo sie a) die Zeit und b) den Mann dafür hernehmen soll. Dass Gisela dabei stets mit Argusaugen über das Familienwohl wacht, macht die Sache nicht einfacher. Doch als ihr neuer Nachbar Tiziano ein klitzekleines rechtliches Problem hat und Nikola die Verteidigung des smarten Italieners übernimmt, bekommt ihr beschauliches Leben eine rasante Wendung!

Zum Buch:
Seitdem Nikola Petersen verwitwet ist, wohnt sie bei ihrer Schwiegermutter Gisela. Diese ist immer mit Rat und Tat zur Stelle und hilft auch gern aus, wenn es heißt, die Kinder zu versorgen. Aber sie hilft nicht nur Nikola und ihren Enkeln, nein, auch den Nachbarn ist sie wohlgesonnen.
Ganz besonders hat es ihr Tiziano Felice angetan, ein Italiener, der das Nachbarhäuschen von seiner deutschen Großtante geerbt hat. Aber er hat nicht nur das Häuschen geerbt, sondern auch ein Gewächshaus und in genau dem wurde Cannabis angebaut.
Nach einer anonymen Anzeige stand die Polizei vor besagtem Gewächshaus und hat es ausgeräumt. Zusätzlich haben sie Tiziano und seinem Freund Sergio schon mal ein Verfahren in Aussicht gestellt.
Nun ist guter Rat teuer, die beiden bestreiten, etwas von den Pflanzen gewusst zu haben. Da steht Aussage gegen Aussage.
Gisela, die den beiden helfen will, hat den Fall Nikola erzählt und ihr als Anwältin den Fall Tiziano übergeholfen, ob sie wollte oder nicht.
Da diese aber nicht zwei Personen vor Gericht vertreten kann und sie eher für Familienrecht statt Strafrecht zuständig ist, bildet sie mit dem Anwalt Simon Rupprecht eine Zweckgemeinschaft, damit sie beide die Angeklagten gemeinsam vertreten können. Von da ab läuft so einiges anders als geplant ...

Was für ein Buch. Lange habe ich mich beim Lesen nicht mehr so amüsiert wie bei dem Roman.
Frauke Scheunemann ist mir bekannt als Autorin des liebenswerten Hundes Herkules, dem coolen Kater Winston und natürlich als Teil von Anne Hertz.
Mit diesem Roman beginnt die Autorin eine neue Reihe, die sich um die sympathische Anwältin Nikola Petersen dreht. Durch ihr Insiderwissen, die Autorin hat selbst Jura studiert, macht sie die Fälle authentisch und glaubhaft.

Zu dem Cannabisfall ihres Nachbarn Tiziano kommt sie dank ihrer hilfsbereiten Schwiegermutter. Es wird ja wohl möglich sein, dass Nikola neben ihren eigentlichen Fällen auch noch so nebenbei privat ein wenig aushilft. 
Nikola hat alle Hände voll zu tun, denn sie betreibt gemeinsam mit ihrem Anwaltskollegen Alexander eine Kanzlei. Und doch lässt sie sich darauf ein. Natürlich bleibt es dank Gisela nicht bei dem einen Fall.

Die Kanzlei, ihre Fälle und auch die Probleme mit ihren Kindern unter einen Hut zu bringen, ist eine fast unlösbare Aufgabe. Leider bleiben die Kinder oft dabei auf der Strecke, was Nikola natürlich leid tut und ihr auch ein schlechtes Gewissen einbringt. So sind einige Probleme vorprogrammiert.

Letztendlich meistert sie natürlich alle Probleme, privat wie auch beruflich. Der Weg dahin ist manches mal steinig und holprig, aber mit Unterstützung wird auch das gemeistert. Der Leser hat seine wahre Freude daran.

Gekonnt vermittelt die Autorin, dass nicht immer alles so gemeint ist wie es gesprochen wird. Grinsend las ich, was Nikola sich stattdessen dachte, ohne das es ausgesprochen wurde.
Obwohl die vorliegenden Fälle eigentlich alles andere als leicht zu nehmen sind, kommt der Humor absolut nicht zu kurz.
Dieser ist so fein gestreut und punktgenau angebracht, dass ich mit einem Dauergrinsen das Buch in Händen hielt. Kommt besonders gut an bei den Mitmenschen, wenn man früh in der Bahn während des Berufsverkehrs blöde grinsend liest.

Mit Nikola hat die Autorin eine Protagonistin geschaffen, die nicht nur taff ist, sondern die auch ihr Herz am rechten Fleck hat. Obwohl sie sich anfangs ein wenig ziert, die "Fälle" ihrer Schwiegermutter als Mandanten anzunehmen, weiß sie doch, dass sie es tun wird, sehr zur Freude des Lesers.
Nikola ist eine Frau, die man gern als Freundin hätte, denn man kann sich auf sie verlassen.
Neben den rechtlichen und privaten Problemen dreht sich auch ein klein wenig das Liebeskarussell.

Ein wirklich tolles Buch, das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Man fühlte sich nicht nur super unterhalten, sondern hat so ganz nebenbei auch noch einen kleinen Einblick in rechtliche Belange erhalten. 

Dieses Buch empfehle ich sehr gern weiter.


Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommenon Page & Turner)
Frauke Scheunemann, geboren 1969 in Düsseldorf, ist promovierte Juristin. Sie absolvierte ein Volontariat beim NDR und arbeitete anschließend als Journalistin und Pressesprecherin. Seit 2002 ist sie freie Autorin. Ihre Romane um den kleinen Dackel Herkules waren monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Frauke Scheunemann ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann, ihren vier Kindern und dem kleinen Hund Elmo in Hamburg.





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat



Von Frauke Scheunemann wurden von uns gelesen und rezensiert:



Als Teil von Anne Hertz:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Samstag, 11. Januar 2014

[Rezension] Sophie Winter - Filou 03: Ein Kater rettet die Liebe



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Page & Turner (8. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344220416X
ISBN-13: 978-3442204168
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,2 x 2,4 cm

Inhalt gem. Page & Turner:
Ein kleiner Kater auf der Suche nach dem großen Glück
Beaulieu, Südfrankreich: Kater Filou und sein bester Freund, der Mops Fidel, haben schon viel Aufregendes erlebt in ihrem kleinen beschaulichen Dorf. Doch eines Tages staunt Filou nicht schlecht – denn Fidel ist verliebt, in eine schwarze Hundedame, Begleiterin einer Touristin. Der weiße Mops bemüht sich mit allen Mitteln um die Aufmerksamkeit seiner Angebeteten, ja, er nimmt sogar ab – doch wenig später ist die schwarze Schöne fort. Fidel bricht das Herz. Er frisst und trinkt nicht mehr, bis er endlich Mut fasst und sich auf den Weg macht, um sie zu suchen. Ganz klar, dass Filou den Freund nicht im Stich lässt. Er folgt seiner Fährte. Und damit beginnt ein neues großes Abenteuer für ihn ...

Zum Buch:
Filou, inzwischen sesshaft geworden, geht es gut. Er ist Vater und schimpft auf das gute Leben, das sein Sohn führt.
Seinem Freund Mops Fidel kann er alle seine Sorgen und Nöte anvertrauen. Aber der hat momentan seinen eigenen Kummer, denn er ist verliebt, in eine wunderschöne Möpsin namens Agathe, die aber leider nicht für ihn bestimmt ist. Sie soll von einem reinrassigen Mops gedeckt werden, sehr zum Leidwesen von Fidel. Als seine Angebetete von einem Tag auf den anderen mit ihrem Frauchen verschwindet, macht sich Fidel auf den Weg und will sie suchen. Filou als guter Freund, kann nicht zulassen, dass er allein geht und so macht auch er sich auf den Weg, um seinen Freund zu suchen und ihn auf dem Weg zu begleiten...

Was für eine verrückte, aber unheimlich liebenswerte Geschichte, die sich die Autorin Sophie Winter hier wieder ausgedacht hat. Ein Mops macht sich auf die Reise nach Avignon, wohin sein Liebste Agathe unterwegs ist. Die Begleitung durch seinen Freund Filou macht die Reise nicht einfacher, aber ereignisreicher.
Die beiden geraten von einem Schlamassel in den anderen. Da wird aber auch nichts ausgelassen. Die beiden trampen regelrecht und es geht nicht immer gut aus. Erst fahren sie mit dem Bus, wobei Filou fast rausgesetzt wird, dann werden sie fast in einem abgestellten Auto gebraten, weil sie als blinde Passagiere im Hochsommer in ein Auto gestiegen sind. Nur gut, dass die Menschen nicht blind sind und die beiden durch das Einschlagen einer Scheibe retten. Dann heißt es aber die Beinchen in die Pfote nehmen, denn der Fahrzeughalter ist alles andere als amüsiert, dass sein Auto demoliert wurde.

Der dritte Teil mit dem kleinen roten Kater Filou ist genauso lesens- und liebenswert wie seine beiden Vorgänger. Das Wort Freundschaft schreit förmlich aus dem Buch, Freundschaft und Verantwortung. Filou fühlt sich verantwortlich für seinen Freund Fidel, den er nicht allein auf der Landstraße wissen will.
Die beiden üben später Verantwortung, als ein kleines Mädchen krank im Bett liegt und sie ihr helfen, dieses wieder zu verlassen.
Filou und Fidel sind beide ein super Gespann, sie erleben die verrücktesten Sachen und der Leser ist immer nah dabei. 
Als sie beide später in Bedrängnis geraten, erleben sie eine Überraschung, mit der nicht zu rechnen ist, die mir aber die Tränen in die Augen brachte.

Ich habe auch in diesem Teil um Filou den kleinen und seinen Freund Fidel in mein Herz geschlossen. Das sind Bücher, die man so schnell nicht vergisst, weil sie mehr erzählen, als nur eine Tiergeschichte. Freundschaft und Liebe zeigen wieder einmal, was alles möglich ist.

Ein Buch, das ich auch sehr gern weiterempfehle.

Bewertung:


Zur Autorin:

(übernommen vom Goldmann-Verlag)
Sophie Winter ist eine deutsche Schriftstellerin, die mit drei Katzen in Südfrankreich lebt. Unter einem anderen Pseudonym schreibt sie erfolgreich Kriminalromane.

Reiheninfo:

Filou 01: Ein Kater sucht das Glück
Filou 02: Ein Kater auf Abwegen
Filou 03: Ein Kater rettet die Liebe

Von Sophie Winter wurden gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Sophie Winter - Filou 02: Ein Kater auf Abwegen



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Page & Turner (13. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344220397X
ISBN-13: 978-3442203970
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,2 x 2 cm

Inhalt gem. Page & Turner:
Ein kleiner Kater und die große Liebe
Beaulieu, Südfrankreich: Kater Filou ist überglücklich. Bei der Familie der kleinen Marla hat er endlich ein Zuhause gefunden und muss nicht mehr auf der Straße leben. Außerdem ist Filou verliebt: in Josephine, die schöne Glückskatze, die zusammen mit ihren beiden Katzenkindern auch bei Marlas Familie lebt.
Alles scheint perfekt, das Leben ist ein Fest. Doch im Frühling kommt der Schock, und von einem Tag auf den anderen bricht Filous Welt zusammen: Marlas Familie zieht nach Paris, das Haus in Beaulieu wird vermietet. Aber was wird aus den Katzen? Josephine und die beiden Kleinen fahren mit in die Hauptstadt, der arme Filou bleibt in Beaulieu zurück. Wieder allein und heimatlos streunt er wie früher durch die Straßen des Ortes, immer auf der Suche nach etwas Essbarem und einem Schlafplatz für die Nacht. Schließlich zieht er zu seinem Freund, dem Mops Fidel. Dort hat er ein Herrchen und eine Bleibe und braucht nicht zu hungern – doch jetzt muss er lernen, sich wie ein Hund zu benehmen. Ist das ein Leben für einen freiheitsdurstigen Kater? Und außerdem ist ihm das Herz schwer, denn er kann Josephine nicht vergessen ...

Zum Buch:
Alles könnte so schön sein. Er hat gemeinsam mit Josephine und ihren beiden Babys ein Zuhause bei Marla und ihren Eltern gefunden. Trotzdem er dort wie die Made im Speck leben könnte, zieht es ihn doch immer wieder in sein altes Revier zurück.
Eines Tages hört er ein Gespräch von Marlas Eltern, die nach Paris ziehen wollen, aber was ist mit den Katzen, denn inzwischen sind sie ja mit Luc zusammen schon 5 Stück. Klar ist, dass Luc und Josephine mit ihren Babys mitgehen sollen, auch Filou soll mit, aber werden die Babys dann auch bei Josephine bleiben dürfen, wenn sie größer sind? 
Filou zieht seine eigene Konsequenz und beschließt, zugunsten der Babys zurückzubleiben.
Nun ist er wieder allein und ohne Bleibe. Doch es gibt trotz allem einen Lichtblick, denn er hat einen Freund, zwar ein Hund namens Fidel, aber immerhin.
Auch wenn es ihm gut geht, Josephine kann er nicht vergessen...

Was für eine tolle Fortsetzung des Romans um den kleinen roten Kater Filou.
Aus Liebe zu Josephine und deren Babys verzichtet er auf ein Zuhause und lässt sie allein nach Paris fahren.
Er streunt durch sein altes Gebiet und schließt Freundschaft mit einem Mops, namens Fidel. Schon allein die Wortkombination Mops Fidel finde ich ausgesprochen gelungen :-).
Fidel ist ein typischer Hund, der sein Herrchen über alles liebt, am Denkmal auf ihn wartet, während dieser seinen Kaffee trinkt, und der seine Leine selbst im Maul trägt. Es ist ein Tag wie der andere, aber Fidel stört sich daran nicht. Filou, der freiheitsliebende und Fidel könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch werden die beiden richtig dicke Freunde. Die beiden sind auch bald allseits bekannt, wie sie so in Eintracht gemeinsam durch den Ort spazieren, der dicke Mops und der rote Kater. Gemeinsam versuchen sie auch, den selbstgerechten Katern im Revier Paroli zu bieten.

Auch dieser Band zeugt wieder von der Liebe der Autorin zu Katzen und Hunden. Sie erzählt eine Geschichte und als Leser hat man das Gefühl, man wäre dabei und könnte Filous Abenteuer miterleben.
Sehr berührend beschreibt sie auch die Sehnsucht, die Filou befällt, wenn er an seine große Liebe Josephine denkt. 
Filou ist der absolute Sympathieträger des Buches, den kleinen roten Kater muss man einfach ins Herz schließen. Von der Freundschaft zwischen Hund und Kater zu lesen, hat Spaß gemacht, auch wenn eigentlich die Freundschaft nur bis zu Fidels Fressnapf geht.

Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

Bewertung:


Zur Autorin:

(übernommen vom Goldmann-Verlag)
Sophie Winter ist eine deutsche Schriftstellerin, die mit drei Katzen in Südfrankreich lebt. Unter einem anderen Pseudonym schreibt sie erfolgreich Kriminalromane.

Reiheninfo:

Filou 01: Ein Kater sucht das Glück
Filou 02: Ein Kater auf Abwegen
Filou 03: Ein Kater rettet die Liebe

Von Sophie Winter wurden gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Samstag, 3. August 2013

[Rezension] Erica Bauermeister - Ein Fest im Sommer



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Page & Turner (22. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442203538
ISBN-13: 978-3442203536
Originaltitel: Joy for Beginners
Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,6 x 3,4 cm

Inhalt gem. Page & Turner:
Ein Garten im Sommer, sieben Freundinnen, ein rauschendes Fest.
Ein Garten in Seattle an einem lauen Sommerabend: Nach einer schweren Krankheit feiert Kate mit ihren sechs besten Freundinnen ein üppiges Fest. Die Stimmung ist ausgelassen, doch als Kates Tochter Robin ihrer Mutter ein Geschenk überreicht, ist diese zunächst etwas hilflos: Es handelt sich um einen Gutschein für eine Rafting-Tour im Grand Canyon – etwas, wovor Kate ausgesprochen Respekt hat. Als ihre Freundinnen sie anfeuern, sie müsse das Geschenk unbedingt annehmen, hat Kate eine Idee: Sie wird die Rafting-Tour unternehmen– aber nur, wenn jede der Freundinnen sich verpflichtet, auch etwas zu tun, was sie eigentlich nie tun wollte. Also schmieden die Freundinnen Pläne für aufregende, verrückte, außergewöhnliche Unternehmungen – und die Abenteuer können beginnen.

Zum Buch:
Kate ... endlich hat sie alles hinter sich gelassen. Sie hat den Krebs besiegt, die Chemo überlebt. Ein Grund zum Feiern denkt sie sich und lädt ihre 6 Freundinnen zu einer "Siegesfeier" ein. Es ist ein Grund der Freude und alle kommen, um mit Kate zu feiern.
Kates Tochter Robin hängt an den Kühlschrank eine Broschüre, die Raftingfahrten durch den Grand Canyon vermittelt. Kate würde mit ihrer Mutter im kommenden Jahr gern diese Tour mitmachen. Kate, alles andere als begeistert, befragt ihre Freundinnen zu dem Vorschlag.
Alle sind begeistert und reden ihr zu, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Marion macht den Vorschlag, dass, wenn Kate im nächsten Jahr die Tour macht, sich Jede verpflichtet, auch irgendetwas zu tun, wovor sie Angst haben oder schon immer mal machen wollten, sich nur nie getraut haben. Den Vorschlag nehmen alle begeistert auf und Kate bedingt sich aus, dass sie festlegen darf, was genau das sein sollte...

Die 6 Freundinnen von Kate lassen sich auf das Wagnis ein, etwas tun zu müssen, was ihnen von Kate vorgeschlagen wurde. Der ein oder anderen ist nicht ganz wohl bei den Aufgaben, weil sie zum Teil bis an ihre Grenzen gehen müssen.
Manch eine Entscheidung ist, wenn man sie als Außenstehender liest, recht simpel. So soll beispielsweise Caroline sich von Jacks Büchern trennen. Jack, ihr geschiedener Mann, ist ausgezogen, hat aber aus Platzgründen seine Bücher dort gelassen. Auch wenn die Aufgabe leicht erscheint, ist sie das für Caroline jedoch nicht.
Eine Freundin soll lernen, Brot zu backen, eine andere eine Reise machen und eine weitere ihren Garten herrichten.

Eigentlich alles Sachen, die sich banal anhören, die aber von Kate wohlüberlegt sind und Sinn machen. Jede von ihnen muss über ihren eigenen Schatten springen und sich bewähren.
Die einzelnen Geschichten der 7 Frauen erzählen nicht nur von der Bewältigung der Aufgaben, sondern im Ganzen auch ihre eigene Geschichte. Dem Leser wird klar gemacht, warum genau diese Aufgaben von Kate ausgewählt wurden.
Auch werden die Anfänge ihrer Freundschaft untereinander erzählt, das sich letztendlich als Netzwerk von Freunden entpuppt. Sie sind teils Geschwister, Freundinnen von Kindheit an oder durch Nachbarschaft zu Freunden geworden.

Als Sara mit ihren Zwillingen an ihre natürlichen Belastungsgrenze gelangte, gründeten die Frauen einen Babybetreungskreis, der sich auflöste, als Kate an Krebs erkrankte. Um sie mit sich selbst und ihren Problemen nicht allein zu lassen, wurde dieser nunmehr zu einem Kreis, der sich um Kate bildete. Sie unterstützten sie bei allem, was möglich war. Achtzehn Monate standen sie ihr bei und bildeten einen Schutzwall um sie.
Das ist Freundschaft in Reinkultur.

Als Leser ist man zum Schluss natürlich auch noch mit Kate und Robin unterwegs bei ihrer Raftingtour.

Auch wenn das Thema der Aufgabenverteilung nicht neu ist, ist es hier gut umgesetzt. Es erinnerte mich vom Thema her an das Buch "In Liebe, Rachel" von Lisa Higgins, das mir sehr gut gefallen hatte. Den Unterschied macht, dass in dem genannten Buch Rachel schon tot war, als sie ihren Freundinnen die Aufgaben hinterließ.
In diesem Buch von Erica Bauermeister kann Kate sehen, wie ihre Aufgaben erfüllt werden und daran teilhaben.

Es ist ein wunderbares Buch zum Thema Freundschaft, Vertrauen, Zusammengehörigkeitsgefühl und Verantwortung.
Mir hat es gefallen und ich empfehle es gern weiter.            

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Page & Turner)
Erica Bauermeister wurde in Pasadena geboren. Sie studierte Literatur an der Universität von Washington, wo sie anschließend Kreatives Schreiben unterrichtete. Nach zwei Sachbüchern über Frauenliteratur beschloss sie, selbst Belletristik zu schreiben, und feierte mit »Das Liebesmenü« ein erfolgreiches Debüt, dem weitere Frauenromane folgten. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Seattle.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 18. Juni 2013

[Rezension] Vicki Myron / Bret Witter - Dewey und ich. Die wahre Geschichte des berühmtesten Katers der Welt


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 380
ISBN: 978-3-442-20333-8
Erscheinungstermin: 24. August 2009 (1. Auflage)
Format:
Hardcover
Verlag: Page & Turner


Klappentext gem. Goldmann:
Als Vicki Myron an einem eisigen Januarmorgen die Tür der Stadtbücherei von Spencer, Iowa, aufschließt, hört sie ein dumpfes Miauen. Die Bibliothekarin sieht in dem Kasten für zurückgegebene Bücher nach und findet ein winziges Katzenjunges mit halb erfrorenen Pfoten. Vicki und ihre Kollegen wärmen das Tier, geben ihm zu fressen. Und als der kleine Kater sich mit einem endlosen Schnurren bedankt, ist er adoptiert. Das war vor über 20 Jahren. 2006 stirbt Dewey im stolzen Katzenalter von 19 Jahren, und da ist er längst eine weltweite Berühmtheit.


Rezension:
Im ländlichen Iowa, genauer gesagt in der Kleinstadt Spencer geht alles seinen Gang. Die Stadt hat sogar eine eigene Stadtbibliothek, die mehr schlecht als recht genutzt und gefördert wird. Am 18. Januar 1988, einem Montag im tiefsten Winter, macht Vicki Myron eine schauderhafte Entdeckung. Im Einwurfkasten der Bibliothek, in dem die Leute am Wochenende die Bücher zurückbringen können, entdeckt sie einen kleinen roten Kater. Der kleine ist mehr tot als lebendig, wie lange er in der Metallkiste hocken musste, einfach durch den Einwurfschlitz entsorgt, weiß niemand. Er hat Erfrierungen und ist sehr schwach - ein Überleben ist fraglich.

Vicki jedoch fasst sich ein Herz und übernimmt sofort die ersten Maßnahmen, um das Überleben des kleinen Kerls zu gewährleisten und tatsächlich, nach den ersten Tagen berappelt sich der kleine Kerl (auch mit Hilfe des örtlichen Tierarztes). Es dauert nicht lange, da hat der kleine Kater die Herzchen der Bibliotheksmitarbeiter und auch der Besucher im Sturm erobert. Immer mehr Menschen suchen die Bibliothek auf, um das Katerchen zu sehen und kennen zu lernen und Dewey, wie er später genannt wird, hat ein unglaubliches Gespür für Menschen. Er weiß genau, wer seine ruhige Art braucht, welche Kinder seiner Aufmerksamkeit bedürfen und so wird er nach und nach über die Grenzen Spencers hinaus bekannt.

So gehen die Jahre ins Land und Dewey erlangt immer größere Berühmtheit - doch auch ein Katzenleben, sei es auch noch so schön und ausgefüllt, endet eines Tages ...


Katze + Bibliothek = eindeutig ein Buch für mich! Im Plot wurden in chronologischer Reihenfolge kleine Geschichten und Gegebenheiten über Dewey und sein Umfeld erzählt und ganz ehrlich, wenn ich so eine Katze in meiner Bibliothek hätte, würde ich dort wöchentlich vorbeischauen, ist ja klar. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, wobei mich jedoch immer mal wieder ein Stück weit gestört hat, dass mir die Autorin zuviel aus ihrem anderem Leben, das ohne Dewey-Leben, erzählt hat. Alles in allem aber ein sehr schönes Buch, gerade für lesende Katzenliebhaber, wo durchaus auch die ein oder andere Träne fällt.


Bewertung

 
Die Autorin:
Vicki Myron wurde auf einer Farm in der Nähe von Spencer, Iowa, geboren. Sie arbeitete 25 Jahre als Bibliothekarin in Spencer, davon 20 als Direktorin. Vicki Myron lebt nach wie vor in ihrem Heimatort. (übernommen vom Randomhouse)

Zur Homepage rund um Dewey kommt ihr hier.

Der Autor:
Bret Witter arbeitet als Lektor und Sachbuchautor. Er wuchs in Nord Alabama auf und lebt zurzeit mit seiner Frau, seinen beiden Kindern und der 14 Jahre alten Katze Kiki in Louisville, Kentucky. (übernommen von Randomhouse)

Wie ich zu dem Buch kam:
Dieses Buch wurde in einem Forum, in dem ich mich rumtreibe, als Wanderbuch angeboten und als Teil des lesenden Katzenpersonal war es ja schon fast eine Pflicht, sich dafür einzutragen ^^

Dienstag, 28. Mai 2013

[Rezension] Frauke Scheunemann - Herkules 04: Hochzeitsküsse

 

Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 288 Seiten
Verlag: Page & Turner (15. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442203929
ISBN-13: 978-3442203925
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 3,6 cm

Inhalt gem. Page & Turner-Verlag:
Hochzeitstorte und Hundekuchen.
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus - Caro und Marc wollen endlich heiraten! Eigentlich ein Grund zur Freude, wenn nicht gerade Hedwig, die Schwiegermutter in spe, unbedingt das Fest planen wollte. So wird aus der intimen Feier, die dem Brautpaar vorschwebt, langsam aber sicher eine Mammutveranstaltung mit 300 geladenen Gästen, einer Kutsche, einer fünfstöckigen Hochzeitstorte – und möglicherweise den Fischer-Chören. Doof auch, dass sich ausgerechnet die beiden Trauzeugen völlig zerstreiten und auch alle anderen Menschen wieder einmal das machen, was sie offenbar am besten können: nämlich Ärger! Kurzum: Dackel Herkules muss erneut den Troubleshooter geben, damit sein Frauchen Carolin das bekommt, was es wirklich verdient: die Traumhochzeit mit ihrem Traummann!

Zum Buch:
Endlich soll es soweit sein. Marc und Carolin wollen sich das Jawort geben und heiraten. Eine kleine Feier soll es werden, nur die Familie. Die Trauzeugen sind recht bald gefunden und schon fängt Caro an zu planen. 
Das geht solange gut, bis sich Luisa, Marcs Tochter, bei ihrer Oma verplaudert und ihr von der Hochzeit erzählt. Die ist entsetzt, zuerst, weil man ihr noch gar nichts davon erzählt hatte und dann eine kleine Feier? Das geht ja mal gar nicht. Aber wozu ist man die Mutter / Schwiegermutter, wenn man nicht versuchen würde, den Kindern eine richtig schöne Hochzeit zu organisieren? Es soll eine Überraschung werden und alle Freunde will sie dazu heimlich einladen. Wenn das mal nicht ins Auge geht ...

Der 4. und vorläufig letzte Teil mit Herkules und seinem Familienanhang liegt nun vor mir. Schweren Herzens nehme ich von dem liebenswerten Dackelmix auf längere Zeit Abschied, nicht ohne mich noch einmal wirklich gut mit dem letzten Band unterhalten zu haben.

Herkules und sein Freund Herr Beck atmen beide auf, denn endlich wollen Caro und Marc heiraten. Herkules hat so seine Bedenken, nachdem er schon auf einer Hochzeit gewesen ist und ihm die vielen Menschen gar nicht zugesagt haben und er sich bedrängt fühlte.
Als Herkules mitbekommt, was Hedwig, Marcs Mutter, und Luisa für eine Hochzeit planen, bekommt er Angst und gemeinsam mit seinem Freund Herrn Beck versucht er, dieses zu verhindern. Aber wie kann denn ein so kleines Kerlchen sich bemerkbar machen? ... ach, wenn er doch nur sprechen könnte ...
Aber Herkules wäre nicht Herkules, wenn er sich nicht auch hier etwas einfallen lassen würde.

Frauke Scheunemann hat es auch in ihrem letzten Herkulesbuch geschafft, sich voll und ganz in diese kleine Hundeseele hineinzuversetzen und dessen Gedanken und Gefühle so dem Leser nahezubringen, dass man gar nicht auf den Gedanken kommen würde, dass dieser kleine Dackel nicht genau das denken könnte.
Was für wunderbare Ideen sie sich wieder hat einfallen lassen, damit Herkules zeigen kann, was er kann und natürlich sein schlauer Freund Herr Beck.
Ein absolut traumhaftes Paar auch im letzten Band.

In diesem Buch spielen  aber nicht nur die menschlichen Probleme eine Rolle, sondern auch das Liebesleben, bzw. das nicht vorhandene Liebesleben von Herkules. Er verzehrt sich noch immer nach seiner großen Liebe Cherie, aber da passiert so gar nichts, die Beziehung stagniert und Herkules ist todtraurig darüber. Da trifft er eines Tages auf Biene von der Harkortshöhe, eine reinrassige Langhaardackelin, mit der er sich sehr gut versteht. Die beiden tollen herum und spielen gemeinsam und kurzzeitig denkt er mal nicht an Cherie. Aber Biene ist eine Freundin, mehr nicht. Als ihm der Gedanke kommt, dass er Cherie mit Biene ja vielleicht eifersüchtig machen könnte, reift ein Plan in ihm heran.

Wieder einmal hat Frauke Scheunemann es geschafft, mich in die Welt des kleines Dackelmischlings Herkules zu versetzen. Ich habe teilgenommen an seinen Wünschen, Ängsten und Hoffnungen und war mit ihm zusammen immer am Ort des Geschehens und wusste, was er dachte und wie er tickte. Den kleinen Kerl habe ich ins Herz geschlossen, ihn und auch seinen Freund Herrn Beck. Ein seltsames, aber absolut traumhaftes Freundespaar, das seinesgleichen sucht. 
Bei ihren witzigen und humorvollen Begegnungen durfte ich die beiden begleiten und wurde nicht müde, die beiden zu erleben und ihren tiefschürfenden Gesprächen zu lauschen. Die Weisheiten von Herrn Beck waren manches mal eine Offenbarung, wie es auch schön war zu erleben, wie Herkules die Welt der Menschen wahrnahm.
Ich hatte mit allen 4 Bänden meinen Spaß und lasse die beiden nur ungern ziehen, aber ich hoffe auf ein Wiedersehen.

Glücklicherweise dauert es nicht mehr allzu lange und die Autorin beglückt uns bald wieder mit einem neuen Buch, dann scheint die Hauptperson eine Katze zu sein, lassen wir uns also von ihr überraschen.

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Goldmann-Verlag)
Frauke Scheunemann, geboren 1969 in Düsseldorf, ist promovierte Juristin. Sie absolvierte ein Volontariat beim NDR und arbeitete anschließend als Journalistin und Pressesprecherin. Seit 2002 ist sie freie Autorin und schreibt zusammen mit ihrer Schwester Wiebke Lorenz unter dem Pseudonym »Anne Hertz« sehr erfolgreich Romane.
Frauke Scheunemann ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann, ihren vier Kindern und dem kleinen Hund Elmo in Hamburg.





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat



Von Frauke Scheunemann wurden von uns gelesen und rezensiert:

Als Teil von Anne Hertz



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt