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Dienstag, 4. November 2014

[Rezension] Jana Voosen - Und Eva sprach ...


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 320
ISBN: 978-3-453-41789-2
Erscheinungstermin: 13. Oktober 2014
Format:
Taschenbuch
Verlag: Heyne


Klappentext gem. Heyne:
Seit fünf Jahren sind Evi und Alexander ein Paar. Alles könnte so schön sein. Wenn da nicht Evis Schwäche für hübsche Männer wäre, für die sie allzu leicht entflammt. Von Reue gebeutelt sucht sie Hilfe bei einem Therapeuten, der Evi in einer Hypnosesitzung weiter zurückschickt als geplant, nämlich mitten hinein ins Paradies. Dorthin, wo die weiblichen Schuldgefühle ihren Ursprung haben. Aber war die Sache mit dem Apfel tatsächlich so, wie sie im meistgelesenen Buch der Welt überliefert wird?


Rezension:
Die 35-jährige Evi Blum könnte eigentlich rundherum zufrieden mit ihrem Leben sein. Sie ist seit fünf Jahren mit dem 40-jährigen Alexander, einem Programmierer und definitiv Mann ihres Lebens, zusammen, hat einen Job als Steuerfachangestellte, der sie ausfüllt und zwei kleine Probleme: sie wird partout nicht schwanger und Männer: wo sie auch geht und steht, überall begegnen ihr attraktive Männer und ehe sie es sich versieht, flirtet sie heftig mit ihnen. Das gipfelt darin, dass sie beinahe auf einer Betriebsfeier einen Seitensprung mit dem Bruder des Geschäftführers hat. Nach diesem Vorfall beschließt Evi wenigstens bezüglich des Männerproblems einen Therapeuten aufzusuchen, denn als Pastorentochter kann sie mit ihrem schlechten Gewissen so nicht umgehen und auch nicht mit dem Wissen, dass sich ohne Hilfe zukünftig nichts an der Situation "Männer" ändern würde.

Evi entscheidet sich für eine Hypnosetherapie bei Dr. Schäfer. Doch irgendwas läuft bei der ersten Sitzung gewaltig schief - Evi wird zurückgeschickt, allerdings soweit zurück, dass sie im Paradies landet. Nun ja, das war wohl ein Schuss in den Ofen. Bleibt Evi nur noch die Flucht aus Hamburg. Zum Glück besitzt Alex ein altes Bauernhaus außerhalb Hamburgs, dort attraktiven Männern zu begegnen scheint ja eher unwahrscheinlich und so erfüllt sie Alex seinen Wunsch und gibt ihre Zustimmung zum Umzug nach Heven. Tja, aber auch Heven lauert mit Versuchungen, zum Beispiel in Form des Nachbarn.

Es nützt alles nichts, Evi muss die Therapie bei Dr. Schäfer wieder aufnehmen, sonst wird sie irgendwann noch etwas tun, was sie für den Rest ihres Lebens bedauern wird. Doch auch bei den weiteren Sitzungen landet sie immer wieder im Paradies und trifft dort auf Adam, Eva und Jesus. Als wäre das nicht alles kompliziert genug, nimmt von paradiesischer Seite erst noch das Chaos seinen Lauf ...


Evi und die Männer! Der Plot wurde abwechslungsreich und humorvoll erarbeitet. Besonders gut hat mir hier gefallen, dass immer wieder äußerst passende Bibelverse in den Text eingeflossen sind, die die jeweiligen Situationen immer sehr gut unterstrichen haben. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei ich mich allerdings nicht unbedingt in Evi hineinversetzen konnte, denn dass eine Frau in der heutigen Zeit solche Gewissensbisse hat, nur weil sie anderen Männern hinterher schaut, scheint mir doch etwas abwegig zu sein. Hingegen empfand ich die Nebenfigur des Jesus ausgesprochen entzückend erarbeitet, denn so wie dieser hier erschaffen wurde, so hätte ich ihn mir im Leben nicht vorstellt. Auf jeden Fall war er mir die sympathischste aller Nebencharaktere. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass sich das Buch förmlich wie von selbst gelesen hat.

Bewertung

Von Jana Vossen bereits gelesen und rezensiert:
Die Autorin: 
Jana Voosen, Jahrgang 1976, studierte Schauspiel in Hamburg und New York. Es folgten Engagements an Hamburger Theatern. Seitdem war sie in zahlreichen TV-Produktionen („Tatort“, „Marienhof“, „Hochzeitsreise zu viert“ u.a.) zu sehen. Jana Voosen lebt und arbeitet in Hamburg. (Text von Heyne

 

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag


http://www.randomhouse.de/heyne/


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 23. September 2011

[Rezension] Jana Voosen - Prinzessin oder Erbse?


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 346
ISBN: 978-3-453-40841-8
Erscheinungstermin: 7. Juli 2011 (1. Auflage)
Format: Taschenbuch

Verlag: Heyne

Rezension Kerry
Klappentext:
Das Mädchen und der Traumprinz? Fanny, gescheiterte Romanautorin und Dauer-Single, landet als Assistentin im Pressebüro der erfolgreichen Telenovela „Liebe à la carte” – und fühlt sich wie in eine ihrer eigenen Geschichten versetzt. Dramatische Szenen, Skandale und die ewige Frage »Wer mit wem?« beherrschen den Alltag hinter den Kulissen. Und dann ist da noch dieser Hauptdarsteller, der Fanny den Kopf verdreht. David ist einfach zu perfekt, um wahr zu ein. Und welche Rolle spielt Fanny denn nun wirklich in seinem Leben? Prinzessin? Oder Erbse?


Rezension:
Fanny ist Romanautorin, doch leider gibt es für ihre Bücher anscheinend keine Leserschaft. 2 Bücher hat sie bereits veröffentlicht, das 1. verkaufte sich so gut wie gar nicht und das 2. sogar noch schlimmer. Nachdem sich auch noch ihr Agent von ihr trennt, beschließt sie, die Schriftstellerlaufbahn an den Nagel zu hängen, ihren Teilzeitjob im Callcenter einer Bank zu kündigen und ein völlig neues Leben anzufangen.

Auf dem Arbeitsamt wird ihr auch gleich ein Job bei einer Fernsehproduktion angeboten. Fanny fährt zum Vorstellungsgespräch und sie bekommt tatsächlich den Job in der Pressestelle und das, obwohl sie die Telenovela "Liebe à la carte" gar nicht kennt. Doch etwas Überzeugendes hat der neue Job: David Mory, der männliche Hauptdarsteller der Telenovela. Fanny, die diese abendliche Serie nicht kennt, kannte den jungen Schauspieler nur vom Hören/Sagen und ist sofort hin und weg, als sie ihm begegnet. Auch David scheint sich für Fanny zu interessieren, dabei ist er doch laut Pressemeldungen mit der Hauptdarstellerin der Telenovela Nadja Reichert liiert!

Fanny jedoch, die mittlerweile in der Presseabteilung arbeitet, weiß, dass nicht alles stimmt, was geschrieben steht und macht sich bereit für den Kampf für David und gegen alle Schwiegermütter und deren Töchter Deutschlands, denn auch sie möchte in ihrem Leben endlich einmal die Prinzessin sein und nicht nur die Erbse!


Ein herrlich erfrischendes Buch um eine junge Frau, die endlich auch einmal Glück haben möchte in ihrem Leben und beschließt, um den Mann zu kämpfen, in den sie sich verliebt hat, egal, welche Hindernisse sich ihr in den Weg stellen und seien es alle Frauen Deutschlands. Dieses Buch ist das erste von Jana Voosen, dass ich gelesen habe und ich muss sagen, obwohl die Handlung durchaus vorhersehbar war, habe ich mich herrlich amüsiert, ja regelrechte Lachkrämpfe habe ich bekommen, sodass ich es für die Zukunft nicht ausschließen will oder kann, auch weitere Werke der Autorin zu lesen.

Bewertung: Note 1


Die Autorin: Jana Voosen, Jahrgang 1976, studierte Schauspiel in Hamburg und New York. Sie lebt und arbeitet in Hamburg. Prinzessin oder Erbse? ist ihr siebtes Buch.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:

Eigentlich hatte sich meine Mutter dieses Buch von einer gemeinsamen Freundin ausgeliehen, besaß es jedoch nur einen Tag, bevor ich es mir einfach weiter-geliehen habe, selbstverständlich mit Genehmigung der Besitzerin.

Rezension Kleeblatt:
Zum Buch:
Stefanie May, Fanny genannt, ist Romanautorin und hat bereits 2 Bücher veröffentlich. Leider nicht sehr erfolgreich, so dass sie von ihrem Agenten gefeuert wird, als sie mit dem 3. Buch vor ihm stand. Völlig aus der Bahn gebracht, kündigt sie ihren Halbtagsjob, um sich nunmehr einem Volltagsjob widmen zu können. Den bekommt sie auch sofort - sie wird Assistentin im Pressebüro der Telenovela "Liebe à la carte". Ihr Freundin Julia ist ganz aufgeregt, dass Fanny dort Arbeit gefunden hat, denn sie verfolgt die Serie im Fernsehen, Fanny hingegen hat davon überhaupt keine Ahnung und muss sich erst mal mittels Serienmarathon auf den Stand bringen. Ihre Aufgabe im Pressebüro ist es, die Medien soweit aufzuheißen, dass die Serie immer im Gespräch ist und damit die Einschaltquoten konstant bleiben. Es ist dabei völlig unwichtig, ob das der Wahrheit entspricht oder nicht.
Als sie das erste Mal den männlichen Serienstar, David Mory, trifft, verliebt sie sich auf der Stelle in ihn. Als er Interesse an ihr bekundet, kann sie ihr Glück nicht fassen, aber sie traut ihm nicht. Nie würde sich ein Mann wie David in eine Frau wie sie verlieben. Vor allem kristallisiert sich für sie die Frage heraus, welche Geheimnisse hat David vor ihr? ...

Meine Meinung:
Der Roman ist eine humorvolle und amüsante Abhandlung aus der Welt des Fernsehens und hier speziell der Telenova. Es erscheint dem Leser wie ein Blick hinter die Kulissen und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das alles nur Fantasie sein soll, dafür ist alles zu sehr nachvollziehbar. Das Gerangel um die Zuschauergunst, egal um welchen Preis und egal, ob Wahrheit oder nicht. Es ist vollkommen glaubwürdig, dass ein Sender zu solchen Mitteln greift, nicht, um die Hauptpersonen in ihrem Privatleben zu schützen, sondern um sich als Sender zu schützen.
Ein Buch mit einigen Hochs und Tiefs, so dass auch keine Langeweile beim Lesen auftrat.
Für Kurzweil sorgt es allemal und auch aus diesem Grund möchte ich es gern weiterempfehlen.


Bewertung: Note 2