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Freitag, 3. Oktober 2014

[Rezension] Fanny Wagner / Carolin Birk - Wiestal 02: Überwiegend fabelhaft




Leseprobe



Eckdaten:
Verlag: rororo (1. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499268485
ISBN-13: 978-3499268489
Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,6 x 2,4 cm

Inhalt gem. Rowohlt:
Nina kann es kaum glauben, ihr Neuanfang in der fränkischen Schweiz ist ein voller Erfolg! Seit sie mit ihrer tochter von Berlin ins kleine Wiestal zog, scheint ihr alles zu gelingen. Mit Schreiner Christian gibt es einen neuen Mann an ihrer Seite, und ihr Modelabel «Zwiebellook» wächst und gedeiht! Doch der Erfolg hat auch seinen Preis: Zeit ist Mangelware, und den Betrieb mit einem Haufen eigensinniger Dorfbewohner auf Kurs zu halten, fordert ihre ganze Kraft. Obendrein schläft die Konkurrenz nicht, jemand kopiert dreist Ninas Kollektion, die ersten Kunden wenden sich ab. Und zu allem Überfluss taucht auch noch Christians Ex-Frau auf ...

Zum Buch:
Die aus Berlin stammende Nina hat sich gemeinsam mit ihrer Tochter Marie erfolgreich in Wiestal, Fränkische Schweiz, integriert. Ihre neu gegründete Firma "Zwiebellook" läuft fantastisch und sie bildet mit ihren "Schnepfen" eine harmonische Einheit. Als sie merkt, dass ihr die Arbeit über den Kopf steigt, ist ihr ihre Freundin behilflich, einen Assistenten zu finden, der ihr hauptsächlich die Arbeit am Computer abnimmt. Die Außendarstellung und Werbung für ihre Firma liegt nunmehr in guten Händen, macht aber auch andere auf sie aufmerksam, die nichts gutes im Sinn haben.
Plötzlich werden zugesagte Aufträge storniert, was sich Nina überhaupt nicht erklären kann. Als sie erfährt, dass es eine neue Firma gibt, die ihre Modelle fast 1:1 kopiert und für weniger Geld verkauft, sieht sie ihren Stern sinken. Nun ist guter Rat teuer...

Fanny Wagner und Carolin Birk haben mich zum zweiten Mal erfolgreich nach Wiestal entführt. Ein kleiner Ort in der Fränkischen Schweiz, wo man ei freilich auch fränkisch spricht.
Nina ist glücklich in Wiestal, sie und ihre Näherinnen werden mit Aufträgen bombardiert und die Liebe zu Christian hat sich vertieft.
Als sie erfährt, dass ihr Modelabel "Zwiebellook" kopiert wird, steht die Frage, wer ist der Spion? Ist es jemand aus den eigenen Reihen? Auch wenn Nina es nicht glauben kann, finden sich Hinweise darauf, was sie sehr erschreckt.

Die beiden Autorinnen lassen den Leser nicht nur mitfiebern auf der Suche nach dem Schuldigen, sondern sie entführen ihn auch in eine Welt, die, zumindest mir, völlig fremd war. Es gelang ihnen mühelos, mich mit ins Theater zu schleppen, genauer gesagt, ins Impro-Theater. Dort gilt es, aus Stichworten zu improvisieren, was ich schon recht interessant fand. Sie haben es so gut recherchiert, dass man keinerlei Vorstellungsprobleme hat, wenn man es nicht kennt.

Wieder einmal mehr machte es Spaß mitzuerleben, wie das Miteinander in Wiestal ist. Freundschaftliche umgängliche Artgenossen, die es auch nicht immer leicht haben. Nehme man nur den Koch, der die Schnepfen samt Anhang bekocht. Um nicht immer nur das übliche Allerlei auf den Tisch zu bringen, fällt ihm da schon mal das ein oder andere "Kulinarische" ein, was nicht jeder als solches bezeichnen würde. 
Der Umgang miteinander ist herzlich, das verbunden mit dem fränkischen Dialekt, der natürlich auch in diesem Teil nicht zu kurz kommt, macht eine wunderbare Mischung aus, bei der man während des Lesens das ein oder andere Mal grinsen muss.

Das Buch ist eine sehr gut gelungene Mischung aus fränkischer Gemütlichkeit, Irrungen und Wirrungen in der Liebe, theaterlichen Einblicken und der Suche nach einem Schuldigen.

Ich habe mich super unterhalten mit dem Buch. Die Sprachprobleme, die ich noch bei Band 1 hatte, gab es dieses mal nicht. Ich musste auch nicht so oft laut lesen, um den Inhalt zu verstehen. Nach Band 3 spreche ich dann fränkisch perfekt, wer weiß.

Das Buch empfehle ich sehr gern weiter, es verspricht Humor pur und macht neugierig, wie es denn weitergeht in Wiestal, denn für mich ist klar, das war noch nicht alles, da geht noch mehr.    
  

Bewertung: 


Zu den Autorinnen:
(Text vom Rowohlt-Verlag)
Fanny Wagner ist Autorin und Illustratorin und hat unter ihrem richtigen Namen Hermien Stellmacher bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht. «George Clooney, Tante Renate und ich» ist ihr erster Frauenroman. Die Autorin lebt mit Mr. Right und ihren beiden Katern in der Fränkischen Schweiz, in einem kleinen Ort, in dem es mehr Hühner als Menschen gibt.





Carolin Birk ist das Pseudonym von Katharina Wieker. Sie illustriert und schreibt seit vielen Jahren Kinderbücher und arbeitet seit einiger Zeit auch als Dramaturgin und Dialogautorin für ein namhaftes Berliner Trickfilmstudio.
Carolin Birk lebt nicht mit Mr. Right, aber einigen Mr. und Ms. Pleasure-To-Be-Withes in Kreuzberg.
«Garantiert wechselhaft» ist ihr erster Roman.






An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Von Fanny Wagner wurden von uns gelesen und rezensiert:



Von Katharina Wieker / Carolin Birk wurden gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 25. März 2014

[Rezension] Fanny Wagner und Carolin Birk - Garantiert wechselhaft (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 320
ISBN: 978-3-499-25898-5
Erscheinungstermin:
2. Mai 2013
Format: Taschenbuch
Verlag:
rororo


Klappentext gem. Rowohlt:
Nina hat endlich einmal Glück: Sie erbt einen alten Gasthof in der Fränkischen Schweiz. Kurz entschlossen zieht sie mit ihrer Tochter von Berlin nach Wiestal, um auf dem Land ganz neu durchzustarten. Jedenfalls ist das der Plan. Das Haus entpuppt sich allerdings als ziemliche Bruchbude, die Dorffrauen lassen sie eiskalt abblitzen und der schöne Schreiner Christian hat nur Augen für die marode Kellertreppe. Aber eine Frau mit Hitzewallungen kann keiner stoppen – nicht einmal Amor persönlich.


Rezension:
Männer sind ein Thema für sich, davon kann die 48-jährige Nina Lindner ein Lied singen. Von Volker, dem Vater ihrer 15-jährigen Tochter Marie, ist sie geschieden, arbeitet aber noch hin und wieder für ihn, was sie mehr Nerven kostet, als es irgendetwas einbringen würde und ihr "aktueller" Stefan ist dermaßen bequem, dass er nicht mal aus ihrer Wohnung rauszukriegen ist. Fakt ist - mit Männern hat Nina einfach kein Glück und zu allem Überfluss ist Nina auch noch in den Wechseljahren, was die schönsten Hitzewallungen mit sich bringt, natürlich immer in den unpassendsten Momenten.

Es muss eine Veränderung her, soviel ist Nina klar, doch wie? Fortuna scheint es ausnahmsweise einmal gut mit ihr zu meinen, denn ihr Onkel Hubert ist verstorben und hat ihr seinen Gasthof in Wiestal, in der Fränkischen Schweiz, hinterlassen. Hierbei muss es sich einfach um ein Zeichen handeln und die Möglichkeit eines Neuanfangs tut sich auf. Für Nina wäre ein Umzug kein allzu großes Problem, als Grafikerin kann sie von überall aus arbeiten, vorausgesetzt, sie hat einen Internetanschluss und auch Marie erklärt sich mit einem Umzug einverstanden. Hier hatte Nina mit deutlich mehr Widerstand gerechnet und ist hoch erfreut, dass anscheinend mal alles so läuft, wie es laufen soll. Doch noch vor Wiestal gibt Ninas Auto den Geist auf. Doch Rettung ereilt sie in Person von Martin Küffner, einem Rechtsanwalt, der im Nachbardorf wohnt. Wenn die Menschen in dieser Gegend alle so freundlich sind, kann ja nichts mehr schief gehen.

Schnell muss Nina diese Meinung allerdings revidieren! Was so gut begann, endet schnell mit Ausgrenzung und Getuschel hinter Ninas Rücken. In Wiestal gibt es vier Frauen, die aus irgendwelchen Gründen Nina feindlich gesinnt sind - das merkt Nina schnell, kann sich allerdings keinen Reim darauf machen. Das Schnepfen-Quartett, so nennt Nina eben diese Damen, versucht alles, um Nina aus Wiestal zu ekeln. Lediglich in Gundi Hopf, einer ehemaligen Lehrerin und direkte Nachbarin von Nina, findet Nina eine freundlich gesinnte Seele in Wiestal. Doch wie soll es für sie weiter gehen, wenn es die vier Schnepfen schaffen, immer wieder Unstimmung im Dorf gegen sie zu machen? Auch Marie hat es nicht einfach, als Vegetarierin und Gothic sorgt sie im Dorf für einiges Aufsehen. Doch als wären damit die Probleme nicht genug, taucht auch noch ein neuer Mann in ihrem Leben auf: Nachbar Gustl Beck, der zwar ein sehr netter Mensch zu sein scheint, jedoch so gar nicht Ninas Vorstellung von einem "Mann" für ihr Leben entspricht. Bedauerlicherweise scheint der gute Gustl nicht viel von Frauen zu verstehen, denn immer wieder sucht er Ninas Nähe, was dieser so gar nicht recht ist. Damit jedoch nicht genug der Probleme - auch der Gasthof, den sie geerbt hat, hat schon bessere Tage gesehen und ausgerechnet die vier Schnepfen stehen in sehr guter Verbindung mit den örtlichen Handwerkern. Wider erwartend jedoch gibt es einen Handwerker, der mit den Schnepfen nichts zu tun zu haben scheint: Christian Lodes, seines Zeichens Schreiner und genau das, was Nina sich unter einem "Mann" für ihr Leben vorstellt - wenn es da nicht das ein oder andere Problem gäbe ...


Der 1. Band um Nina Lindner in Wiestal! Der Plot wurde abwechslungsreich und humoristisch erarbeitet. Besonders ins Auge ist mir hier die fränkische Mundart gestochen, die sich mit Eintreffen von Nina und Marie in Wiestal bis zum Ende des Buches zieht. Nina und Marie, die wie ich aus Berlin stammen, fällt es anfänglich schwer, diesen Dialekt bzw. ja förmlich der Sprache Herr zu werden, denn von weichen und harten Ds hatten sie bis dahin noch nichts gehört. Erstaunlich schnell jedoch machen sie große Fortschritte in Sachen fränkischem Dialekt und auch die Dorfdisziplin "Buschtrommel" beherrschen sie nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, sodass es zu jeder Zeit möglich war, die Figuren anhand ihrer charakterlichen Eigenarten zuzuordnen, was bei den vier Schnepfen von großem Vorteil ist, denn diese treten gewöhnlich nicht alleine auf. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, muss aber gestehen, dass ich mit dem Fränkischen so meine lieben Nöte hatte, denn auch ich kenne weder weiche, noch harte Ds, geschweige denn, einen der anderen Buchstaben bzw. deren Kombination, die es nur in dieser Gegend zu geben scheint. Allerdings muss ich an dieser Stelle zugeben, dass ich prinzipiell mit Dialekten, ob gesprochen oder geschrieben, so meine liebe Müh habe. Abschließend kann ich sagen, dass es sich bei diesem Buch um eine locker-leichte Unterhaltung handelt und ich mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte um die Großstädterin Nina Lindner im kleinen Dorf Wiestal freue.

Bewertung


Die Autorinnen: 
Fanny Wagner ist Autorin und Illustratorin und hat unter ihrem richtigen Namen Hermien Stellmacher bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht. «George Clooney, Tante Renate und ich» ist ihr erster Frauenroman. Die Autorin lebt mit Mr. Right und ihren beiden Katern in der Fränkischen Schweiz, in einem kleinen Ort, in dem es mehr Hühner als Menschen gibt. (übernommen von Rowohlt)






Carolin Birk ist das Pseudonym von Katharina Wieker. Sie illustriert und schreibt seit vielen Jahren Kinderbücher und arbeitet seit einiger Zeit auch als Dramaturgin und Dialogautorin für ein namhaftes Berliner Trickfilmstudio.
Carolin Birk lebt nicht mit Mr. Right, aber einigen Mr. und Ms. Pleasure-To-Be-Withes in Kreuzberg.
«Garantiert wechselhaft» ist ihr erster Roman. (übernommen von Rowohlt)

Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch hatte ich mir ausgeliehen.

Montag, 24. Februar 2014

[Lesung] Wohnzimmerlesung mit Fanny Wagner und Carolin Birk

Auch am Sonntag machten wir uns auf den Weg zu einer Wohnzimmerlesung.
Kerstin Hohlfeld hatte wieder einmal ihren Lese-Salon geöffnet und wir sind der Einladung sehr gern gefolgt.

Wir durften dabei sein, als Hermien Stellmacher als Fanny Wagner und Katharina Wieker als Carolin Birk ihr gemeinsames Werk "Garantiert wechselhaft" vorstellten.

 
Fanny Wagner, Carolin Birk

 

Ein Buch, das Kleeblatt schon gelesen und rezensiert hatte (siehe HIER).

Wie immer und was auch schon Tradition bei Kerstins Lese-Salon hat, sind die Musikstücke, die ihre Tochter Mia uns auf ihrer Flöte vorspielt.


Nach dem Kulturbeitrag wurden Fanny Wagner und Carolin Birk durch Kerstin Hohlfeld vorgestellt. 
Die beiden haben beide mit Kinderbüchern und deren Illustrationen angefangen, dieses Buch ist ihr erstes gemeinsames Werk. 


Dann endlich durften wir den beiden Autorinnen bei der Vorstellung ihres Buches zuhören. 

 

Dabei konnten wir wieder feststellen, dass es einen gewaltigen Unterschied macht, ob man das Buch selbst liest oder vorgelesen bekommt. Kleeblatt hatte sich ja ein wenig durch den etwas eigenwilligen fränkischen Dialekt beim Lesen gekämpft. Das ganze jetzt mit fränkischer Mundart zu hören, ist schon ein wenig verständlicher. Klar, das das völlig anders wirkt.
Die beiden haben sich aber auch wunderbare Stellen zum Lesen ausgesucht, die Lacher hatten sie zumindest auf ihrer Seite. Sie wechselten sich beim Lesen ab und Fanny erläuterte kurz, was zum Verständnis des Handlungsstranges nötig war.
Den Zuhörern hat es gefallen und sicherlich werden einige im Nachhinein dieses Buch noch lesen und auch ihren Spaß dabei haben.

Im Anschluss wurde wie immer ein wunderbares vegetarisches Buffet von Kerstin eröffnet.

 
Foto vor dem Run auf das Buffet :-)

Die Zuhörer verteilten sich dann gleichmäßig, zum Signieren der Bücher oder direkt ans Buffet.
Wir erledigen natürlich zuerst die wichtigen Dinge, wie das übliche Signieren der Bücher.

 
Zwei Autorinnen, zwei Unterschriften, logisch



Fanny Wagner im Gespräch mit Micaela Jary



Es wurden unglaublich viele Gespräche geführt, Jeder mit Jedem über Gott  und die Welt.
Kleeblatt stellte bei der Gelegenheit fest, dass sie mit Fanny Wagner voll auf einer Wellenlänge liegt und sie denselben Humor haben.

Ein wirklich gelungener Abend mit zwei sehr sympathischen Autorinnen, bei denen es uns sehr gefreut hat, dass wir sie kennenlernen durften.


Kerstin hatte uns noch zwischendurch einen Blick auf ihr Erstlingswerk machen lassen. Ein Buch, das sie als Schülerin geschrieben hat, aber wie wir finden, schon mit einem sehr professionellen Aufbau.

 


Der lieben Kerstin und ihrem Mann Thomas vielen lieben Dank für die Einladung und die unermüdliche Gastfreundlichkeit. Wir haben uns bei euch wieder wohl gefühlt und freuen uns bereits auf das nächste Wiedersehen.
Fanny Wagner und Carolin Birk - schön, dass wir uns persönlich kennengelernt haben, es war ein sehr schöner, lustiger und informativer Abend mit euch, den wir gern einmal wiederholen können.

Mittwoch, 5. Juni 2013

[Rezension] Fanny Wagner & Carolin Birk - Wiestal 01: Garantiert wechselhaft



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: rororo (2. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499258986
ISBN-13: 978-3499258985
Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,4 x 3 cm

Inhalt gem. Rowohlt-Verlag:
Heiße Zeiten erfordern radikale Maßnahmen!
Nina hat endlich einmal Glück: Sie erbt einen alten Gasthof in der Fränkischen Schweiz. Kurz entschlossen zieht sie mit ihrer Tochter von Berlin nach Wiestal, um auf dem Land ganz neu durchzustarten. Jedenfalls ist das der Plan. Das Haus entpuppt sich allerdings als ziemliche Bruchbude, die Dorffrauen lassen sie eiskalt abblitzen und der schöne Schreiner Christian hat nur Augen für die marode Kellertreppe. Aber eine Frau mit Hitzewallungen kann keiner stoppen – nicht einmal Amor persönlich.

Zum Buch:
Nina hat es nicht leicht. Von dem einen Mann ist sie geschieden, arbeitet aber noch ab und an für ihn und lässt sich von ihm unterbuttern, ein anderer will aus Bequemlichkeit nicht aus ihrer Wohnung wieder ausziehen.
Da kommt ihr doch die Erbschaft von ihrem Onkel eines alten Gasthofs wie gerufen. Sie hat noch verklärte Erinnerungen aus ihrer Kindheit von dem Gasthof und macht sich, ohne das Haus im jetzigen Zustand gesehen zu haben, mitsamt ihrer Tochter Marie auf den Weg in die Fränkische Schweiz, um sich dort niederzulassen.
Bei Tageslicht besehen erweist sich das Haus nicht mehr als das Traumobjekt ihrer Erinnerungen. Es ist alt und ziemlich heruntergekommen, aber Bilder mit Weisheiten, die ihr Onkel selbst gestickt hatte.
Nina krempelt die Ärmel hoch und will das Haus wieder bewohnbar machen, wenn ihr nicht vier Schnepfen aus dem Ort das Leben schwer machen würden ...

Endlich mal wieder ein Buch, in dem es auch mal Protagonisten geben darf, die älter sind, in diesem Fall Nina, die mitten in den Wechseljahren ist.
Nina ist der Typ Mensch, der einfach zu gut für diese Welt ist. Sie lässt sich von ihrem geschiedenen Mann unterbuttern, kann schlecht NEIN sagen und versucht es allen recht zu machen.
Als sie mit ihrer Tochter Marie in das fränkische Wiestal zieht, ist sie anfangs von den netten Damen begeistert, vor allem von ihrer urigen Nachbarin Gundi. Diese wird auch ihre Freundin und ist ihr Anlaufpunkt bei allen Fragen und Nöten.
Es gibt aber noch 4 Frauen, die ihr das Leben schwer machen und es dauert lange, bis sie dahinter kommt, warum und was diese gegen sie haben, dass sie hinter ihrem Rücken agieren.

Nina, die aus Berlin kommt, hat verständlicherweise Sprachprobleme mit dem fränkischen Dialekt. Genau die gleichen Probleme mit der fränkischen Sprache habe ich auch, ich kann sie schlecht verstehen und habe selbst beim Lesen hier im Buch stellenweise manche Abschnitte 2 bis 3 mal lesen müssen, bis ich ansatzweise verstanden habe, was mir die Autorinnen sagen wollten.
Dass sich Nina selbst sprachlich so schnell integriert haben soll, kann ich nicht ganz glauben, aber das lege ich mal als künstlerische Freiheit aus.

Es ist ein wunderbarer Roman mit einer Protagonistin, die kurz vor der 50 noch einmal voll durchstartet. 
Schwierigkeiten, die sich ihr in den Weg stellen, werden beseitigt. Nina bringt nicht nur Schwung in ihr eigenes Leben, sie verändert auch das von anderen.
Eine sympathische Protagonistin, die ihr Leben anpackt und etwas draus macht.

Mit Witz und Humor habe ich Nina auf ihrem Weg begleitet, des öfteren mit einem Grinsen im Gesicht. Es fällt einem nicht schwer, Nina zu mögen, sie ist eine Frau, die nicht jammert, sondern die ihre Probleme anpackt und bewältigt. Dass es aufgrund der Sprache auch leichte Missverständnisse gibt, ist wie der Punkt auf dem I, es rundet die Sache ab und hinterlässt glückliche Leser.

Ich habe Nina gern begleitet, habe erlebt, wie sie sich in die Gemeinschaft einlebt und sich dort einbringt, wie sie mit ihren Hitzewellen kämpft und wie sie noch einmal wie ein junger Backfisch für einen Mann schwärmt.

Ein Buch, das nicht nur für die älteren Leser empfehlenswert ist.


Bewertung:




Zu den Autorinnen:
(Text vom Rowohlt-Verlag)
Fanny Wagner ist Autorin und Illustratorin und hat unter ihrem richtigen Namen Hermien Stellmacher bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht. «George Clooney, Tante Renate und ich» ist ihr erster Frauenroman. Die Autorin lebt mit Mr. Right und ihren beiden Katern in der Fränkischen Schweiz, in einem kleinen Ort, in dem es mehr Hühner als Menschen gibt.





Carolin Birk ist das Pseudonym von Katharina Wieker. Sie illustriert und schreibt seit vielen Jahren Kinderbücher und arbeitet seit einiger Zeit auch als Dramaturgin und Dialogautorin für ein namhaftes Berliner Trickfilmstudio.
Carolin Birk lebt nicht mit Mr. Right, aber einigen Mr. und Ms. Pleasure-To-Be-Withes in Kreuzberg.
«Garantiert wechselhaft» ist ihr erster Roman.






An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Von Fanny Wagner wurden von uns gelesen und rezensiert:



Von Katharina Wieker / Carolin Birk wurden gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 31. Dezember 2012

[Rezension] Fanny Wagner - George Clooney, Tante Renate und ich




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: rororo (1. Dezember 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349925932X
ISBN-13: 978-3499259326
Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,4 x 2,6 cm

Inhalt gem. Rowohlt-Verlag:
Für die Liebe ist es nie zu spät!
Mit Männern hat Eva nur Pech, dafür hat sie eine tolle WG! Doch dann steht plötzlich Tante Renate vor der Tür – ein Rohrbruch hat ihre Wohnung unter
Wasser gesetzt. Kurzerhand wird die rüstige Dame im Gästezimmer einquartiert und aus der Dreier-gemeinschaft ein Viererchaos. Evas Tante merkt schnell, dass ihr Gesellschaft gut tut – und dass sich im Internet massenhaft einsame Herzen tummeln. Renate traut sich: Date-Alarm. Und auch Eva überwältigen die Gefühle. Denn im Treppenhaus begegnet sie einer jüngeren Ausgabe von George Clooney ...

Zum Buch:
Gerade erst zieht ihr ehemaliger WG-Kumpel Oliver aus, um demnächst zu heiraten, da bieten Eva und Antonia ihrer Freundin Bettina an, doch zu ihnen in die WG zu ziehen. Auf die Art und Weise kann sie ihren Untermieter Ferdinand rausschmeißen und ihre Wohnung auflösen.
Kurz danach steht Evas Tante Renate vor der Tür und zieht ins Gästezimmer, da bei ihr zu Hause ein Wasserrohrbruch ist.
4 Frauen, bei denen es hoch hergeht. Eva lernt auf der Treppe George Clooney im jüngeren Format kennen und verliebt sich, Tante Renate macht auf Online-Dating und fällt dem falschen in die Hände und Bettina hat mit Ferdinand auch noch eine Rechnung offen, also Action ist vorprogrammiert bei den Bewohnern der WG ...

Hach, wer träumt nicht davon, George Clooney im Hausflur zu begegnen. Eva trifft die jüngere Version und hofft darauf, ihn wiederzusehen, wozu sie auch so einiges auf die Beine stellt.
4 Frauen in einer WG, alle Single und jede hat so ihre Geschichte, was Männer angeht. 
Irgendwie ist aber auch jede auf der Suche nach Mr. Right.
Als Tante Renate in die WG zog, wurde ihr gezeigt, wie das mit den Internet funktioniert und sie stürzt sich voller Eifer in die Welt des Online-Dating.

Natürlich lässt die Autorin den Leser auch an ihren Dates teilhaben und erfreut ihn mit den Missgriffen, die das Tantchen dabei erlebt. 
Bis Tante Renate an einen Herrn gelangt, der die gesamte WG hellhörig werden lässt und sie sich genötigt sehen, zu handeln.

Es geht turbulent und abwechslungsreich in der WG zu, alle halten zusammen und stehen zueinander.

Ein absolutes Schmankerl sind die Begegnungen mit ihrem ehemaligen WG-Kumpel Oliver und seiner Braut Kirsti. Die Autorin hat die Worte von Kirsti so geschrieben, wie sie sprach, und das war nicht alles supah.
Auch habe ich jetzt einen etwaigen Eindruck, wie viele Rotschattierungen es gibt, und das nur, weil Kirsti sich in der Farbe ihres Hochzeitskleides nicht einig werden konnte.

Was mich ein klein wenig störte war, dass das Buch plötzlich zu Ende war. Ich hätte gern noch ein wenig darüber gelesen, was aus Ferdinand geworden ist und wie Adrians Auftrag (ich möchte jetzt nicht zu viel verraten) erledigt wurde.

Ach ja, so ganz nebenbei erfährt man auch noch, was in England die häufigste Verletzung beim Sex ist :-)

Als Fazit kann ich sagen, dass es ein höchst amüsantes Buch war und  keineswegs langweilig. Es gibt Romantik, Liebe, Freundschaft, Spannung beim Detektiv spielen und ein klein wenig durfte auch der Rache gefrönt werden. 
Ein wunderbares Buch zum Abschalten. 

Bewertung:



Zur Autorin:

(Text vom Rowohlt-Verlag)
Fanny Wagner ist Autorin und Illustratorin und hat unter ihrem richtigen Namen Hermien Stellmacher bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht. «George Clooney, Tante Renate und ich» ist ihr erster Frauenroman. Die Autorin lebt mit Mr. Right und ihren beiden Katern in der Fränkischen Schweiz, in einem kleinen Ort, in dem es mehr Hühner als Menschen gibt.







An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.


Von Fanny Wagner wurden von uns gelesen und rezensiert:


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt