Dienstag, 10. Mai 2016

[Rezension] Nicole Neubauer - Moorfeuer (Band 2)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 416
ISBN: 978-3-7341-0212-7  
Erscheinungstermin: 18. Januar 2016 
Format:
Taschenbuch
Verlag: blanvalet


Klappentext gem. Random House:
In der Einsamkeit eines alten Moors verbrennt eine Frau wie auf einem Scheiterhaufen, um den Hals trägt sie ein mysteriöses Amulett. Hauptkommissar Waechter und sein Team von der Münchner Mordkommission werden zu dem Fall hinzugezogen und müssen feststellen, dass die bisherigen Indizien mehr als dürftig sind: Eine Brandstelle. Eine Leiche. Hinweise auf Fremdverschulden. Die einzige Spur führt sie schließlich zu einem verfallenen Bauernhaus, aus dem die Tote tags zuvor verschwunden war, und in dem der Geist eines kleinen Mädchens spuken soll. Wer hasste die Frau so sehr, um sie derart grausam zu töten?

Rezension:
Durch Zufall entdeckt ein Spaziergänger in den frühen Morgenstunden im Freisinger Moor ein Feuer. Schnell stellt sich heraus, dass es sich nicht um ein normales Feuer handelte, sondern augenscheinlich um einen Scheiterhaufen, auf dem tatsächlich eine Frau verbrannt wurde. Der Zuständigkeitsbereich liegt bei der Kripo Erding, doch schnell steht fest - damit kommen die "Provinzpolizisten" nicht alleine klar, zumal es sich bei der Toten um eine Münchnerin handelte.  

Hauptkommissar Waechter, sowie Elli Schuster und Hannes Brandl übernehmen den Fall und beginnen mit ihren Ermittlungen. Fest steht - so wie es aussieht, hatte niemand einen Grund, das Opfer zu töten. Auch die Tochter des Opfers kann den Ermittlern keinen Hinweis geben, wer es auf ihre Mutter abgesehen haben könnte. So müssen sich die Ermittler fast blind auf die Jagd nach dem Hexenjäger machen.

Doch auch außerhalb der Ermittlungen geht es turbulent in Kommissar Waechters Leben zu. Ausgerechnet die älteste Tochter von Hannes Brandl taucht immer wieder bei ihm auf, wenn sie nicht weiß wohin bzw. wenn sie Stress mit ihrem Vater hat und bringt so das bisher eher ruhige Leben des Kommissars mächtig durcheinander. Könnte dies vielleicht sogar die Chance sein, aus seiner einsamen Burg herauszutreten?


Der 2. Band der Kommissar-Waechter-Reihe! Der Plot wurde detailliert und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders faszinierend empfand ich die Tatsache, dass es augenscheinlich in der heutigen Zeit noch jemanden gibt, der sich für einen Hexenjäger hält und auf die "althergebrachte" Art und Weise sich diesen "Hexen" nähert und sie nach alter Manier dem Feuer übergibt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei ich sagen muss, dass mir Kommissar Waechter nicht unbedingt sympathisch ist. Irgendwie werde ich mit dieser Figur einfach nicht warm. Auch die Handlungen von Hannes Brandl konnte ich so nicht immer nachvollziehen. Ich glaube, wenn die Figuren im realen Leben mein Leben kreuzen würden, hätten wir keinerlei Grundlage für eine Interaktion. Den Schreibstil empfand ich angenehm zu lesen, jedoch konnte mich das Buch nicht restlos überzeugen.
Bewertung


Von Nicole Neubauer bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite deaktiviert wurde)


Die Autorin: 
Nicole Neubauer ist 1972 in Ingolstadt geboren und studierte englische Literaturwissenschaft und Jura in München und London. Nach zehn Jahren in einer Wirtschaftskanzlei arbeitet sie freiberuflich als Autorin, Rechtsanwältin und Lektorin. Sie ist Mitglied der »Mörderischen Schwestern e.V.« und der »Autorinnenvereinigung e.V.«.

Nicole Neubauer lebt mit ihrer Familie in München im Herzen Schwabings. (übernommen von Randomhouse)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

Kommentare:

Martina hat gesagt…

Hallo!
Ich habe auch erst meine Rezin zum Buch verfasst und war richtig enttäuscht. Der Krimi war langatmig und war erst die letzten 80 Seiten spannend. Von mir gab es nur 2 von 5 Sternen und keine Leseempfehlung!
Liebe Grüße
Martina

Kerry hat gesagt…

@Martina:
Ich war auch enttäuscht, der Plot versprach so vielversprechend zu werden und leider konnte ich mich mit gar keiner Figur identifizieren und ich würde auch nicht wollen, dass solche Beamte in meinem Fall ermitteln. Aber ich habe auch schon deutlich schlechtere Bücher gelesen ^^

Liebe Grüße
Kerry

Christian hat gesagt…

Hallo zusammen,

treffende Rezension. Ich habe auch nur 3 Sterne vergeben. Schade - das Thema hätte meiner Meinung nach viel Potential!

Viele Grüße,
Christian

Kerry hat gesagt…

@Christian
Ich war von der Grundidee auch sehr angetan, nur leider haperte es in meinen Augen an der Umsetzung, gerade im Hinblick darauf, dass die Figuren die Geschichte fesselnd "vorantreiben"

Liebe Grüße
Kerry