Donnerstag, 3. November 2016

[Rezension] Marcus Sedgwick - Weiße Krähe


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 280
ISBN: 978-3-423-24884-6
Erscheinungstermin: 1. Februar 2012
Format:
Taschenbuch
Verlag: dtv


Klappentext: gem. dtv:
Als die siebzehnjährige Rebecca in den kleinen Küstenort Winterfold kommt, weiß sie nicht, was sich hier mehr als ein Jahrhundert zuvor abgespielt hat. Sie weiß nichts über die furchtbaren Experimente des damaligen Dorfpfarrers gemeinsam mit einem Fremden, die mehreren Menschen das Leben kosteten und allein der Beantwortung einer Frage dienten: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Was erwartet uns im Jenseits? Erst durch ihre neue Freundin Ferelith erfährt Rebecca von der gespenstischen Vergangenheit des Ortes. Nur was hat die rätselhafte bleiche Ferelith heute noch damit zu tun? Will auch sie insgeheim das Rätsel des Todes lösen? Rebecca zweifelt. Ist Ferelith eine Gefahr für sie? Oder nur eine gute, wenn auch geheimnisvolle Freundin?



Rezension: 
Winterfold, ein kleines Dorf mitten im Nirgendwo. Das Örtchen ist weitestgehend unbekannt und es wird nicht mehr lange dauern, bis es nicht mehr existiert, denn das Dorf ist sehr nahe der Küste gelegen und jedes Jahr erobert sich das Meer diesen Teil des Landes zurück. In  diesem Ort gibt es definitiv nichts, was anziehend auf junge Menschen wirkt und dennoch ist die 17-jährige Rebecca genau dort gelandet. Wirklich Anschluss findet sie auch nicht - irgendwie läuft es nicht gut für Rebecca, seit sie dort angekommen ist.

Das einzig interessante an Winterfold ist Ferelith, ein Mädchen in ihrem Alter, das nicht unbedingt den besten Ruf hat, aber interessant ist. Ferelith ist eine Außenseiterin, hat die Schule geschmissen und sorgt durchaus für Unruhe im beschaulichen Winterfold - aber Rebecca ist fasziniert. Sehr schnell freunden sich die beiden unterschiedlichen jungen Frauen an und Rebecca freut sich immer, wenn sie Zeit mit Ferelith verbringen kann, denn ihre Gesellschaft ist das beste Mittel gegen die Ödnis in Winterfold.

Als Ferelith jedoch anfängt, Mutproben mit in die Freundschaft zu integrieren, stößt sie dabei öfter an die Grenzen bei Rebecca, denn manche dieser Mutproben sind äußerst makaber und konfrontieren Rebecca mit ihren Ängsten. So langsam schleicht sich bei ihr das Gefühl ein, dass Ferelith es genießt, sie in Angst und Schrecken zu versetzen. Rebecca beginnt sich zu fragen, ob ihr die Freundschaft mit Ferelith gut tut und will sich eigentlich von ihr zurückziehen. Doch unter einem Vorwand lockt Ferelith sie im Rahmen einer Mitprobe in das alte Herrenhaus Winterfolds - welches eine grausige Vergangenheit hat ...


Verhängnisvolle Freundschaft! Der Plot des Buches wurde sehr anschaulich erarbeitet. Besonders gut haben mir die Beschreibungen der Geschehnisse und Orte gefallen. Die waren so erarbeitet, dass ich sie mir jederzeit bildhaft vor Augen führen konnte. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, auch wenn ich gestehen muss, dass ich weder Rebecca, noch Ferelith mochte. Irgendwie sprang der Funke hier bei keiner einzigen Figur über, was ich sehr schade fand. Ich empfand Rebecca als etwas fad ausgearbeitet, wohingegen Ferelith schon fast übertrieben war. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, doch leider konnte mich das Buch nicht von sich überzeugen.


Bewertung

Der Autor:
Marcus Sedgwick, geboren 1968, lebt in Sussex, England, und war Buchhändler und Verlagslektor, bevor er sich aufs Schreiben verlegte. Seit 1994 verfasst er in der Hauptsache Jugendromane. Seine Bücher sind im Mutterland des Schauerromans Bestseller. (übernommen von dtv)



Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.



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