Donnerstag, 12. Mai 2011

[Rezension] Jenny Downham - Bevor ich sterbe



Klappentext:

Die 16-jährige Tessa hat Leukämie, und die Ärzte machen ihr nur noch wenig Hoffnung. Aber Tessa will leben, wenigstens in der Zeit, die ihr noch bleibt. Sie schreibt an ihre Zimmerwand zehn Dinge, die sie tun will, bevor sie stirbt: Sex haben, Drogen nehmen, für einen Tag berühmt sein, etwas Verbotenes tun ...

Und dann triff sie Adam, und er ist der Erste, der sei versteht. Tessa spürt, dass sie etwas mit Adam verbindet, doch sie wehrt sich dagegen. Und dann begreift sie, dass sie zum ersten Mal verliebt ist. Aber darf man lieben, wenn man stirbt?

Rezension:
Tessa war 12 Jahre alt, als ihr Vater blaue Flecken an ihrem Rücken entdeckte. Ihre Mutter hatte zu diesem Zeitpunkt ihre Familie bereits verlassen. Nach einigen Untersuchungen stand fest: Tessa hat Leukämie und sie beschließt zu kämpfen.

Vier Jahre später teilen ihr die Ärzte mit, dass es für sie keine Heilung mehr geben wird. Doch so leicht gibt Tessa nicht auf, sie will leben und macht eine Liste mit zehn Dingen, die sie tun will, bevor sie stirbt:

  1. Sex haben
  2. einen ganzen Tag nur ja sagen zu allem
  3. Drogen nehmen
  4. gegen Gesetze verstoßen
  5. Auto fahren
  6. einen Tag berühmt sein
  7. Mum und Dad wieder zusammenbringen
  8. Liebe finden
  9. mit dem Freund zusammen ziehen
  10. das Baby ihrer Freundin sehen
Unterstützt wird sie von ihrer besten Freundin Zoey. Zusammen beginnen sie, Tessas Liste abzuarbeiten, denn die beiden wissen, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt. Doch dann lernt Tessa Adam kennen und verliebt sich in ihn. Zuerst tut sie alles, um ihn auf Distanz zu halten, denn es ist ihrer Ansicht nach nicht fair, ihn mit ihrem Leid zu konfrontieren. Doch die Anziehung zwischen den beiden ist zu stark und sie werden ein Paar. Doch Tessas Zustand verschlechtert sich schneller als erwartet. Wird sie in der Lage sein, ihre Liste abzuarbeiten?


Ein wunderbar geschriebenes Buch aus der Sicht der 16-jährigen Tessa. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, auch vor der Alltags-Sprache scheut die Autorin nicht zurück, um das Buch realistischer zu gestalten. Durch fundiertes Fachwissen wird dieses Buch sehr überzeugend. Auf Grund des ungewöhnlich ergreifenden Schreibstils der Autorin habe ich die letzten 70 Seiten dieses Buches nur mit Taschentüchern bewaffnet überstanden, sosehr hat mich diese Geschichte in den Bann gezogen.

Bewertung: Note 1


Die Autorin:
Jenny Downham hat als Schauspielerin in einer freien Theatergruppe gearbeitet, bevor sie anfing zu schreiben. Sie lebt mit ihren beiden Söhnen in London. "Bevor ich sterbe" ist ihr erster Roman, der in mehr als 20 Ländern verkauft wurde und einer der erfolgreichsten britischen Bestseller der vergangenen Jahre ist.

Mehr Informationen zu der Autorin findet ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam: Das Buch erschien bereits vor einigen Jahren. Schon damals hat es mein Interesse erregt, jedoch befand ich das Buch damals noch als zu emotional für mich. Bei einem Bücherbummel habe ich es jetzt wieder in den Hängen gehalten und beschlossen, es zu kaufen und zu lesen.


Mittwoch, 11. Mai 2011

[Rezension] Mary Hooper - Totenmädchen


Klappentext:
Oxford, im Jahre 1650:
Namhafte Mediziner und junge Studenten versammeln sich im Haus des Apothekers Clarke, um der Sezierung einer Leiche beizuwohnen - der der 16-jährigen Anne Green, die wegen Kindstötung zum Tode verurteilt worden war. In Wahrheit wurde Anne vom Neffen ihres Dienstherrn verführt und dann sitzengelassen - doch die Wahrheit hatte vor Gericht niemand hören wollen. Stunden nach Annes Tod ist der junge Student Robert der erste, der es wahrnimmt: Annes Augenlider flattern. Sollte das Mädchen, das noch auf dem Schafott ihre Unschuld beteuert hatte, den Strang überlebt haben?
Rezension:
Anne Green arbeitet seit ihrer Kindheit für den Gutsherrn Sir Thomas Reade. Als sie 16 Jahre alt ist, macht ihr der Neffe von Sir Thomas, Master Geoffrey, Avancen. Mit Versprechungen und Beteuerungen gelingt es ihm, den Widerstand von Anne zu brechen, sodass sie sich mit ihm einlässt. Das ganze bleibt nicht ohne Folgen: Anne ist schwanger.

In ihrer Not erzählt sie ihrer Mutter von der Schwangerschaft. Diese geht mit ihrer Tochter zu einer weisen Frau, in der Hoffnung, dort Hilfe zu finden. In der Tat erklärt sich die weise Frau bereit, Anne zu helfen, jedoch schlagen ihre Mittel bei Anne nicht an, sie ist nach wie vor schwanger. Als sie endlich Master Geoffrey davon unterrichten kann, lehnt dieser jegliche Verantwortung ihr oder dem Kind gegenüber ab, denn zwischenzeitlich wurde von Sir Thomas eine Verlobung zwischen seinem Neffen und einer reichen Erbin beschlossen.

Auf Grund der schweren körperlichen Arbeit auf dem Guthof verliert Anne ihr Kind. Als es herauskommt, muss sie Rede und Antwort stehen und gibt zu, dass Geoffrey Reade der Vater des Kindes war. Sir Thomas selbst sorgt dafür, dass sie zum Tod durch den Strang verurteilt wird, um den Ruf seiner Familie zu schützen. Doch wie durch ein Wunder werden bei der bevorstehenden Sezierung Annes Bewegungen der Augenlider festgestellt. Sie scheint den Strang überlebt zu haben...


Das Buch ist in Kapitel unterteilt, in denen jeweils abwechselnd aus der Sicht der bewusslosen Anne, die ihr kurzes Leben Revue passieren lässt, und den Geschehnissen in der Apotheke erzählt wird. Sprachlich ein schön angelegtes Buch, inspiriert von der damaligen Zeit (die Geschichte spielt 1650), jedoch fand ich den Schreibstil an sich recht monoton. Bedauerlicherweise behinhaltet das Buch kaum Höhen oder Tiefen, welche den Leser an die Geschichte fesselt. Die Geschichte an sich fand ich jedoch sehr schön, zumal es sich um die Nacherzählung eines tatsächlichen Falles handelt.

Bewertung: Note 2


Die Autorin:
mary Hooper wuchs im Südwesten Londons auf. Mit fünfzehn Jahren brach sie die Schule ab und arbeitete einige Zeit als Sekretärin. Viel später erst graduierte sie im Fach Englisch und begann, Kurzgeschichten und Zeitschriftenartikel zu schreiben. Mittlerweile zählt Mary Hooper zu den renommiertesten Jugendbuchautorinnen Englands.

Weitere Informationen zu der Autorin bekommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Als aller erstes sprach mich natürlich das Cover im Laden an (ich gestehe, ich werde von schönen Covern einfach magisch angezogen). Nach der Durchsicht des Rückentextes war ich der Meinung, dass das Buch durchaus was für mich wäre, sodass ich es gekauft und nunmehr gelesen habe.

Dienstag, 10. Mai 2011

[Rezension] Anthony McGowan - Der Tag, an dem ich starb



Klappentext:
An Pauls Schule regiert der Terror. Und der Terror hat einen Namen: Roth. Er und seine Gang brutaler Schläger demütigen, erpressen, prügeln - ihr Hass ist schier grenzenlos. Angst kennen sie nicht, aber sie können sie wittern wie Raubtiere. Auch Paul hat Angst, große Angst, und er kann nur hoffen, dass Roths Killerinstinkt dieses eine Mal versagt.
Rezension:
Paul Varderman ist ein Einzelgänger. Freunde hat er keine in der katholischen Schule die er besucht, jedoch auch keine Feinde. Das ändert sich, als Roth, Anführer der Schläger-Gang dieser Schule, auf ihn aufmerksam wird. Von diesem Zeitpunkt an drangsalieren er und seine Mitläufer Bates und Miller Paul. Doch Roth hat Pläne mit Paul, auch er soll ein Mitläufer seiner Gang werden. Paul wird genötigt, einen Botengang für Roth zu machen, doch damit bricht eine Fehde offen aus.

Lediglich Shane, ein Mitschüler von Paul und Anführer der Freaks, versucht, Paul zu helfen und einen anderen Weg aufzuweisen. Durch Shane lernt Paul Maddy, eine Mitschülerin, näher kennen und verliebt sich in sie. Doch Kirk, ebenfalls ein Mitglied der Freaks, ist Paul ein Dorn im Auge, da dieser eng mit Shane befreundet ist und Kirk seinen Platz streitig machen könnte. Von daher spinnt er eine Intrige. Kirk erzählt Paul, dass Shane und Maddy ein Paar seien, woraufhin Paul sich vollständig von den Freaks zurückzieht und somit ein gefundenes Fressen für Roth ist.

Dann steht die Fehde unmittelbar vor ihrem Ausbruch. Eine Schlägerei unter den Gangs soll die Vorherrschaft klären. Doch in dieser Schlägerei kommen nicht nur Fäuste zum Einsatz, sondern auch Messer. Ehe Paul es sich versieht, steckt mit mitten drin im Kampf. Shane versucht noch, das Schlimmste zu verhindern, doch dann passiert es ...


Eine wunderbar erzählte Geschichte über die Gewalt an Schulen. Der Autor kehrt an den Anfang der Geschichte zurück und erzählt diese, unterbrochen von kleinen Einblicken in die Gegenwart.

Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und auch gefühlvoll zu lesen. Gerade die kurzen Einblicke in die Gegenwart, haben mich unheimlich vereinnahmt.

Bewertung: Note 1


Der Autor:
Anthony McGowan wurde 1965 in Manchaster geboren und lebt heute in London.

Weitere Informationen zu dem Autoren bekommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Ich habe auf einem Blog über dieses Buch gelesen und es mir die Tage, als ich es im Buchhandel entdeckte, gekauft.


Montag, 9. Mai 2011

[Rezension] Tommy Jaud - Hummeldumm

Klappentext:
9 Trottel mit albernen Sonnenhüten.
271 gar nicht mal so wilde Tiere.
3877 Kilometer Schotterpiste im Minibus.
Und weit und breit kein Handynetz.

"Ich drückte meine Nase ans Busfenster udn blickte hinaus ins weite Land. Die Namibier winkten uns und lachten. Klar lachten sie, sie waren ja frei. Wir nicht. Wir waren die in Blech gepackte Rache für die deutsche Kolinialzeit."

Rezension:
Matze Klein und seine Freundin Sina wollen Urlaub machen. Sina ist für die Urlaubsbuchung verantwortlich, da Matze wegen des Wohnungskaufes, der ansteht, keine Zeit hat. Sie bucht 14 Tage Namibia.
In Namibia angekommen, bekommt Matze vom Immobilienmakler eine SMS mit der Bitte, doch die 5.000 € Reservierungsgebühr noch vor dem Urlaub zu bezahlen. Ist ja kein Problem, denkt er sich, wird er abends dann mal online überweisen. Das erste Problem tritt auf, als er feststellen muss, dass der Weltadapterstecker zwar alle Stecker für die Welt hat, nur Namibia fehlt. Den Reisestecker, den der Reiseführer Bahee bei sich hatte, hat sich die Östereicherin geschnappt und rückt ihn nicht raus.
Während die 9-köpfige Truppe mit ihrem Führer durch Namibia unterwegs ist, ist Matze auf der Suche nach einem Adapter, einem Internetanschluss oder einer anderen Möglichkeit, das Geld zu überweisen. Er gibt sich nicht die Blöße und beichtet Sina, dass er vergessen hat, das Geld zu überweisen. Im Gegenteil, er belügt sie, um die peinlichen Vorfälle, die ihm daraufhin passieren, erklären zu können. Der Urlaub entwickelt sich für ihn zum Alptraum und wird zum schlimmsten Urlaub seines Lebens.

Ich hätte auf mein inneres Ich hören sollen, bevor ich das Buch angefangen habe. Mein erstes Tommy Jaud Buch war "Vollidiot" und das fand ich schon nicht besonders. Mir scheint diese Art von Humor überhaupt nicht zu liegen. Erschwerend fand ich die Texte, die im jeweiligen Dialekt (Sächsisch, Österreichisch, vom Reiseführer schlechtes Deutsch) geschrieben wurde.
Viel Spaß hatte ich bei dem Buch nicht, einmal konnte ich leicht schmunzeln. Dafür, dass es so hochgelobt wurde, fand ich es reichlich langatmig. Ich fand mich hinterher hummeldumm, dass ich es bis zum Ende gelesen hatte.
Das war definitiv mein letzter Tommy Jaud.

Bewertung: Note 3

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt


Sonntag, 8. Mai 2011

[Rezension] Adriana Stern - Jockels Schweigen


Die Eckdaten:
Seitenanzahl: 320
ISBN: 978-3-941787-26-1
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 14,95 EUR (D), 15,40 EUR (A), 23,50 SFr
Format: Hardcover
Verlag: Jacoby & Stuart

Klappentext:
Als der 16-jährige David hinter dem Rücken seiner Eltern seinen kleinen Bruder Jockel bei einer Schauspielagentur anmeldet, nimmt eine ungeahnte Katastrophe ihren Lauf. Schon kurze Zeit später bemerken David und seine Eltern schlimme Veränderungen an Jockel. Doch nicht nur sein Bruder gibt David Anlass zur Sorge: Auch sein bester Freund Chip, mit dem er seine große Leidenschaft für Computerspiele teilt, ist zunehmend verschlossen und aggressiv. Gemeinsam mit seiner Freundin Julie kommt David einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur ...

Rezension:
Jockel, Davids fünf Jahre jüngerer Bruder, möchte unbedingt Schauspieler werden. Bisher hat er in einer Theatergruppe mitgewirkt, jedoch reizt ihn das nicht mehr, die Stücke gefallen ihm nicht und er möchte sowieso viel lieber zum Film. Er recherchiert im Internet und findet eine Agentur für junge Schauspieler - und die ist sogar kostenlos. Die Eltern von Jockel und David lehnen diesen Vorschlag ab, sie wollen, dass Jockel entweder Theater spielt, oder sich ein anderes Hobby sucht. Auch Chip, Davids bester Freund, rät David und Jockel von dieser Agentur ab. David bemerkt jedoch, wie verzweifelt Jockel ist, als sein Wunsch abgelehnt wird und meldet ihn bei der Agentur an, indem er die Unterschriften seiner Eltern fälscht.

David ist 16 Jahre alt und geht auf eine Gymnasium, den er möchte später Programmierer werden. In seiner Freizeit entwirft er zusammen mit seinem besten Freund Jewdokim, genannt Chip, ein Computerspiel, welches Chip programmiert. Zusammen sind sie ein Dream-Team und wollen die Welt der Computerspiele erobern. Außerdem spielt David noch auf hohem Niveau Snooker - ein Glück für ihn, den Chips Vater ist Mieter einer Pool-Halle.

Davids Mutter war bis dato Hausfrau und hat sich hauptsächlich um den 11-jährigen Jockel gekümmert, beschließt jedoch, eine Stelle im Kindergarten anzunehmen. Dadurch hat sie natürlich weniger Zeit für Jockel, der die neue Freizeit in der Agentur verbringt. Davids Vater ist Anäthesist und das Familienoberhaupt. Er sticht durch eine strenge, aber gerechte Erziehung seiner Söhne heraus.

Eines Tages begegnet David in der Pool-Halle Julia, genannt Julie. Sie ist Chips Schwester und mehr aus ungewöhnlich. Sie ist in der Punk-Szene, was David etwas aus dem Konzept bringt, jedoch verliebt er sich auf den ersten Blick in dieses ungewöhnliche Mädchen, den Julie ist warmherzig und verflucht clever. Auch Julie, die eine noch bessere Snooker-Spielerin ist als David, findet gefallen an David und beide werden ein Paar. Die Eltern von Chip und Julie sind Emigranten aus Russland, jedoch fest in Deutschland verankert.

Dann jedoch geschieht etwas Unfassbares. Der Vater von Chip und Jockel begeht in der Klinik einen Fehler, der einem jungen Mädchen fast das Leben kostet. Die Familie ist erschüttert, den gerade der Vater war immer darauf bedacht, keine Fehler zu begehen und anderen ein gutes Vorbild zu sein. Er spricht offen mit seiner Familie darüber, dass er sich in seiner Arbeit nicht wohl fühlt - ja teilweise überfordert durch die Kosteneinsparungen usw. - undeine Ausbildung in eine andere Fachrichtung machen möchte. Seine Familie unterstützt ihn in diesem Wunsch. Doch zu dieser Zeit beginnen bei Jockel Veränderungen auffällig zu werden. Zuerst geht die Familie davon aus, dass Jockel sensibel auf den Umbruch in der Familie reagiert, doch die Veränderungen gehen immer weiter und werden tiefer. Er flucht, belügt seine Eltern und David, er schwänzt die Schule und trinkt Alkohol. Auch Chip benimmt sich immer eigenartiger, wird immer schweigsamer und bleibt für sich.

David und Julie finden eine Parallele in Jockels und Chips Leben und beschließen herauszufinden, was genau die Beiden verbindet und warum sie sich derartig verändert haben. Doch was sie entdecken, ist schlimmer als alles, was sie erwartet haben. Die Agentur, bei der es sich eher um einen Jugendclub handelt, ist Teil eines Pädophilen-Ringes. Als David Beweise stiehlt, kommen ihnen die Täter auf die Spur ...



Dieses Buch ist einem Thema gewidmet, das uns alle angeht. Den Gewalt gegen Kinder, in diesem Fall sexuelle Gewalt und Missbrauch an Jungen, geht uns alle was an und es darf nicht totgeschwiegen werden. Denn nur durch das Schweigen haben Täter Macht.

Adriana Stern, eine Schriftstellerin, die man sich merken sollte, hat sich in diesem Buch mit diesem schwierigen Thema auseinandergesetzt. Der Schreibtstil entspricht dem einen Jugendbuches, wunderbar flüssig zu lesen und das bei einem sehr schwierigen Thema. Ganz besonders möchte ich hervorheben, dass in diesem Buch sehr viel auf die Gedanken des jeweiligen Handelnden eingegangen wird, ja ganze Textpassagen von Chips Gedanken (das Bindungsglied zu allem) sind besonders hervorgehoben, aber auch bei den anderen Akteuren dürfen wir in ihre Gedankenwelt hineinschauen. Auch versteht es die Autorin wunderbar, die Spannung aufrecht zu erhalten, ja teilweise sogar noch zu steigern, sodass man das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen möchte, weil man unbedingt wissen will, wie es weiter geht.

Bewertung: Note 1


Die Autorin:
Adriana Stern, geboren 1960 an der holländischen Grenze, ist Grenzgängerin geblieben. Mit zwölf begann sie zu schreiben, mit fünfzehn lief sie von zu Hause weg, schloss sich der Hausbesetzterbewegung an, lebte in verschiedenen Wohnprojekten in Berlin, Hamburg, Bochum und Amsterdam. Sie ist Autorin, Sozialarbeiterin und Zirkuspädagogin und bietet Schreibwerkstätten für Kinder und Jugendliche an. Schwerpunkte ihres Schreibens sind phantasievolle Romane für Kinder und realistische Jugendromane.

Mehr Informationen zu der Autorin findet ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
Ich hatte das unheimliche Glück, bei einer Leserunde von lovelybooks mitmachen zu dürften. Die Leserunde wurde sogar persönlich durch die Autorin Adriana Stern betreut. An dieser Stelle nochmals vielen Dank Adriana, dass ich mitmachen durfte. Natürlich gilt mein Dank auch dem Verlagshaus Jakoby & Stuart, dem Haus der Schönen Bücher, für das Bereitstellen der Bücher.
In eigener Sache:
Dieses Buch zu lesen, hat mich zutiefst bewegt. Ich finde, gerade solche Literatur sollte in den Schulen durchgenommen werden, denn Schätzungen zu Folge, werden 5 - 10 % aller Jungen Opfer sexueller Gewalt. Wenn offen über solche Themen gesprochen wird, haben Täter keine Macht mehr und können Kinder und Jugendliche weniger einschüchtern oder erpressen, denn Kinder sollten wissen, dass sie NEIN sagen und wo sie Hilfe bekommen können.


Samstag, 7. Mai 2011

[Rezension] Rachel Gibson - Was sich liebt, das küsst sich


Klappentext:
Für den gutaussehenden Mark Bressler gibt es zwei Arenen, in denen er unschlagbar ist: auf dem Eishockeyfeld und im Bett. Doch dann verletzt er sich vor einem wichtigen Spiel und bekommt strikte körperliche Schonung verordnet - in jeder Hinsicht. Mark lässt seine schlechte Laune an jedem aus, der ihm über den Weg läuft. Pech für Chelsea Ross, seine neue Assistentin, die sich wieder einmal in ihrer Ansicht bestätigt sieht, dass alle Stars überheblich und arrogant sind. Einfach unausstehlich - und unglaublich attraktiv ...
Rezension Kerry:
Chelsea Ross, arbeitslose Schauspielerin und ehemalige Assistentin von diversen B-, C- und D-Promis, hat L. A. fluchtartig verlassen und braucht unbedingt einen Job. Ihre Schwester vermittelt ihr die Stelle als Assistentin bei Mark Bressler - mit einem Bonus von 10.000 $, wenn sie 3 Monate bei ihm durchhält, denn Mark hat es bisher immer geschafft, dass ihre Vorgängerinnen binnen eines Tages gekündigt haben. Chelsea nimmt den Job an und beschließt durchzuhalten, komme was da wolle, denn sie braucht diesen Job und vor allem die 10.000 $ für ihre Zukunft.

Mark Bressler ist alles andere als begeistert, als eine buntgekleidete Frau mit zweifarbigem Haar vor ihm steht und sich als seine neue Assistentin vorstellt. Er beschließt, ihr gleich zu Anfang das Leben zur Hölle zu machen, doch er hat die Rechnung ohne Chelsea gemacht. Mit Witz und Charme schafft sie es, ihn immer wieder auflaufen zu lassen.

Doch Mark ist verbittert. Nach seinem Unfall steht fest, dass er nie wieder Eishockey spielen wird und gerade dieser Sport war sein Lebensinhalt. Mark will nur noch in Ruhe gelassen werden und sein Leben zurückgezogen und frustriert leben, doch Chelsea schafft es, ihm die Lebensfreude wieder zu geben und trotz aller Vorsätze, knistert es zwischen den Beiden. Doch dann erfährt Mark von dem 10.000 $ Bonus und fühlt sich verraten ...



Ein witzig und kurzweilig geschriebener Frauenroman, der mir so manches Lächeln entlockt hat.

Bewertung: Note 1


Die Autorin:
Seit sie sechzehn Jahre als ist, erfindet Rachel Gibson mit Begeiterung Geschichten. Sie lebt mit ihrem Ehemann, drei Kindern, zwei Katzen und einem Hund in Boise, Idaho.

Weitere Informationen zu der Autorin bekommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Auf der Suche nach einem Ostergeschenk für Kleeblatt ist mir dieses Buch in die Hände gefallen. Ich habe danach noch ein passenderes Buch gefunden und dieses erst mal behalten. Nachdem ich es jetzt aber gelesen habe, wird es bei nächster Gelegenheit bei Kleeblatt einziehen, denn sie hat schon ein Buch dieser Autorin irgendwo in ihren Bücherregalen.

Rezension Kleeblatt
Sie können unterschiedlicher nicht sein.
Chelsea Ross, eine arbeitslose Schauspielerin, die sich mit kleinen Jobs als Assistentin für Möchtegernpromis über die Runden hält und Mark Bressler, der mürrische und immer schlecht gelaunte Ex-Kapitän der Eishockeymannschaft Chinooks.
Chelsea bekommt von ihrer Schwester den Job angeboten, für Mark als Assistentin zu arbeiten. Mark musste seinen Job als Kapitän der Eishockeymannschaft aufgrund eines schweren Autounfalls aufgeben, ein Zurück aufs Eis wird es für ihn nicht mehr geben. Da Chelsea gerade wieder arbeitslos ist, nimmt sie die Stelle an, wartet doch am Ende von einer Durchhaltezeit von 3 Monaten ein Bonus von 10.000 $ auf sie.
Sie ahnt nicht, wie schwer Mark ihr das Leben machen wird und wie hart verdient das Geld sein wird.
Mark hatte es in der Vergangenheit geradezu zur Perfektion gebracht, seine Assistentinnen oder Krankschwestern zu brüskieren und sie regelrecht zu verjagen und das in Rekordzeit. So gibt er natürlich auch Chelsea, die da eines Tages in einem schrillen Outfit und mit bunten Haaren vor seiner Tür steht, keinerlei Chance. Er hat die Rechnung aber ohne Chelsea gemacht, denn sie, die durch ihre vergangenen Jobs bereits eine harte Lehre hinter sich hat, lässt sich so schnell nicht einschüchtern. Würde allerdings der Bonus nicht auf sie warten, sie hätte spätestens an dem Tag alles hingeschmissen, als Mark von ihr verlangte, Kondome für sie zu kaufen.
Es kommt, wie es kommen muss. Die beiden kommen sich näher.
Dann erfährt Mark von dem Bonus der 10.000 $ und er verliert das Vertrauen in Chelsea.

Ein schön geschriebenes Buch für zwischendurch. Witzig geschriebene Dialoge brachten mich mehr als einmal zum schmunzeln.
Auch wenn die Story ziemlich hervorsehbar ist, so macht es doch Spaß, die beiden Protagonisten während ihres Miteinander zu beobachten.
Es ist ein Buch, bei dem man mal so richtig die Seele baumeln lassen kann und das für zwischendurch absolut gut geeignet ist.

Bewertung: Note 1

Freitag, 6. Mai 2011

[Rezension] Simone van der Vlugt - Finsternis


Klappentext:
Es beginnt als Abenteuer und endet in einem Kampf um Leben und Tod: Birgit und Jef suchen nach Jefs verschollenem Vater. Hat der renommierte Wissenschafter tatsächlich das Geheimnis der Bundeslade entschlüsselt? Und viel er dann seinen Widersachern zum Opfer? Ohne zu wissen, in welche Gefahr sie sich begeben, suchen Jef und Birgit nach einer Spur, die die Menschheitsgeschichte infrage stellen könnte ...
Rezension:
Birgit und Jef lernen sich in einem Pub kennen und verbringen die Nacht sowie den drauffolgenden Tag miteinander. Doch am nächsten Morgen ist Jef verschwunden.

Durch Zufall kommt Birgit Jef jedoch nach wenigen Stunden auf die Spur und will ihn zur Rede stellen. Was sie da erfährt, will sie zunächst nicht glauben. Jef hätte sie verlassen, weil er verfolgt würde und tatsächlich, noch während ihrer Aussprache, taucht Jefs Verfolger auf. Jef und Birgit gelingt die Flucht, doch wohin? Jef erzählt Birgit, dass sein Vater ihn aus Ägypten angerufen habe und von einer enormen Entdeckung sprach und seither verschwunden ist. Er wolle sich auf die Suche nach ihm machen. Birgit beschließt ihm zu helfen.

In Ägypten angekommen, müssen sie feststellen, dass auch hier keine Spur von Jefs Vater zu finden ist, die jünger als drei Wochen ist. Sie beschließen nachzuforschen und finden heraus, dass Jefs Vater eine Spur der Bundeslade gefunden hat und dieser nun nachjagt. Doch auch ihr Verfolger ist den beiden nach Ägypten gefolgt und versucht alles, die beiden zum Schweigen zu bringen ...


Ein herrlich geschriebenes Buch um die Jagd nach einem mystischen Gegenstand, die von Holland über Ägypten bis nach Frankreich führt. Nach wie vor bin ich vom Schreibstil der Autorin sehr angetan, die Kapitel sind nicht zu lang und nicht zu kurz und sie versteht es, die Spannung aufrecht zu erhalten.

Bewertung: Note 1


Die Autorin:
Simone van der Vlugt, geboren 1966, ist als Autorin historischer Jugendromane international erfolgreich. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Alkmaar.

Weitere Informationen zu der Autorin bekommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam: Ich habe bereits "Rettungslos" von ihr gelesen und habe von daher einfach im Laden spontan bei diesem Buch zugegriffen und ich muss sagen, es hat sich gelohnt.