Die Leipziger Buchmesse und die Frankfurter Buchmesse kennen wir wohl alle, doch es gibt auch noch viele kleine Buchmessen, denn wir Deutschen sind ja das Volk der Dichter und Denker ^^ Längst überfällig war, dass Berlin endlich wieder eine Buchmesse bekommt und der Wunsch diverser Berliner Bücherwürmer wurde erhört, denn am 15. und 16. November 2014 findet die
statt. Keine Frage, selbstverständlich werden wir uns vor Ort von dieser neuen Messe überzeugen und darüber berichten. Wir werden am Sonntag vor Ort sein, wer noch?
Verlage aus ganz
Deutschland und Österreich nehmen die Möglichkeit wahr, ihr Programm in Berlin
vorzustellen und das wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.
Ihr wollt wissen wo?
Audimax der Hochschule für Technik und Wirtschaft
Berlin (HTW)
Treskowallee 8 (Mensagebäude)
10318 Berlin
Auch die Eintrittspreise sind mehr als fair: Der Eintritt für Kinder, Schüler und Studenten ist frei, Erwachsene zahlen nur 2,50 Euro - also uns fällt da jetzt wirklich kein Gegenargument ein, diese Messe nicht zu besuchen.
Was uns jedoch mit am besten gefällt, neben neuen Büchern, Verlagen und Autoren, die es zu entdecken gilt, ist die Tatsache, dass sollte am Ende der Messe
Geld übrig bleiben, geht der Gewinn in die Leseförder-Arbeit des Vereins
„Bücherzauber e.V.“, dessen Vorsitzende die Messe-Initiatorin Steffi
Bieber-Geske ist. Sie betont: „Wir wollen uns mit der Messe keine goldene Nase
verdienen, sondern einfach eine schöne Veranstaltung für Büchermacher und
Leseratten organisieren!“
Also liebe Berliner Bücherwürmer, Buchblogger und buchliebende Berlinbesucher, sehen wir uns vor Ort?
Kerry und Kleeblatt
Mittwoch, 5. November 2014
[Rezension] Eli Brown - Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel
Leseprobe
Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Droemer HC (3. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426199505
ISBN-13: 978-3426199503
Originaltitel: Cinnamon and Gunpowder
Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 3,2 x 20,8 cm
Inhalt gem. Droemer:
Der junge Koch Owen Wedgwood sieht sich vor eine unmögliche Wahl gestellt: Auf ein Piratenschiff entführt, kann er entweder jeden Sonntag ein Gourmet-Menü für die Kapitänin Mad Hannah Mabbot zaubern oder mit den Haien um die Wette schwimmen. Doch an Bord gibt es kaum geeignete Zutaten. Um an die heranzukommen, muss er sich wohl oder übel mit der eigenwilligen Crew auseinandersetzen – und die hält so einige Überraschungen für ihn bereit.
Zum Buch:
Owen Wedgwood ist Koch bei Lord Ramsey und zufrieden mit dem, was er macht und wo er lebt. Bis eines Tages die Piratin Hannah Mabbot in dessen Haus eindringt und so gut wie alle ermordet, voran Lord Ramsey. Mit schlotternden Knien übersteht Owen das Massaker und wird kurz darauf von Hannah Mabbot auf deren Schiff entführt, das auch kurz darauf ablegt.
Owen ist aber nicht für die See gemacht, ihm wird schlecht auf dem Wasser und er ist alles andere als glücklich über seine momentane Situation.
Hannah Mabbot ist die Kapitänin auf dem Schiff, berühmt und berüchtigt. Sie kommandiert schon lange das Schiff und die Besatzung ist ihr ergeben.
Owen hat sie auf ihr Schiff entführt, damit er ihr an jedem Sonntag ein vernünftiges Menü kocht. Schmeckt es, ist alles gut, schmeckt es nicht, wird er um einen Kopf gekürzt. Eine Option, die ihm so gar nicht gefällt und so ist er bestrebt, aus Nichts, ein Essen zu bereiten, das der Kapitänin genehm ist.
Während die Kapitänin ihre eigenen Interessen verfolgt, sie will unbedingt den Fox, ebenfalls einen Piraten, fangen, lässt Owen nichts unversucht, vom Schiff zu flüchten und nutzt jede sich ihm bietende Chance.
Aber wird es ihm gelingen, die Freiheit wieder zu erlangen? ...
Während sich Owen die ganze Woche überlegt, was er Hannah Mabbot am Sonntag vorsetzen soll, obwohl die Vorräte an Bord recht dürftig und so gar nicht für kulinarische Ausflüge geeignet sind, dreht sich in seinem Kopf auch alles um seine Flucht.
Er war dabei, als die Kapitänin seinem Arbeitgeber, Lord Ramsey, eine Kugel durch den Kopf gejagt hatte und macht sich wegen ihrer Grausamkeiten keinerlei Illusionen. Er verachtet sie und was sie darstellt. Hilflos muss er ebenfalls zusehen, wie andere Schiffe gekapert werden und die Besatzung ermordet.
Was er nicht wirklich verstehen kann, ist ihre krampfhafte Suche nach Fox, dem anderen Piratenkapitän.
Während eines seiner Fluchtversuche kommt er einem Geheimnis auf die Spur und einige Zusammenhänge sind ihm klar. Auch wenn ihm sein ehemaliger Arbeitgeber inzwischen in einem anderen Licht erscheint, will er nichts sehnlicher, als nach Hause, wo auch immer es nunmehr sein möge.
Der Autor Eli Brown entführt Owen und seine Leser in die Zeit, als Piraten die Häfen und das Meer unsicher machten. Zu Beginn des 19. Jhs. ist der stärkere auf See der Sieger. Macht, Manipulationen, Gier machen es einzelnen leicht, sich unter dem Mäntelchen des Rechtschaffenen an anderen zu bereichern und sogar politisch an den jeweiligen Strängen zu ziehen.
Bewundernswert ist Owen und sein Wirken in der Küche. Er ist wie ein Gott, der aus fast nichts noch etwas kreieren kann. Bei den genannten Gerichten lief selbst mir das Wasser im Mund zusammen, so dass es im nachhinein nicht verständlich ist, warum es keinen Anhang mit den Rezepten gibt. Das wäre der absolute Clou gewesen.
Das Buch hat von allem ein wenig. Ein bisschen Geschichte, eine Piratengeschichte, wie man sie sich wünscht, Abenteuerfeeling, ein paar Geheimnisse, eine zarte Liebe und vor allem Spannung.
Niemand ahnt, wie das Buch enden wird. Auch wenn ich mir ein anderes Ende gewünscht hätte, erscheint es mir, so wie es ist, glaubhaft.
Anfangs empfand ich das Buch als ein wenig langatmig, aber einmal richtig Seeluft geschnuppert, nahm es dann doch bald Fahrt auf und schipperte mich bis zum Ende in seinen Gewässern.
Bewertung:

Zum Autor:
(Text übernommen vom Droemer-Verlag)
Eli Brown lebt auf einer Farm bei Almeda, Kalifornien. Seine Texte erschienen in renommierten Literaturmagazinen der USA und für seinen ersten Roman "The Great Days", gewann er den Fabri Literary Prize. "Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel" ist sein erster Roman, der auf Deutsch erscheint.
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.
Danke, dass ihr vorbei geschaut habt
Dienstag, 4. November 2014
[Rezension] Maya Shepherd - Radioactive: Die Verstoßenen (Band 1)
Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 280
ISBN: 978-1-481-15615-8
Erscheinungstermin: 3. Dezember 2012
Preis: 9,98 EUR
Format: Taschenbuch
Verlag: CreateSpace Independent Publishing
ISBN: 978-1-481-15615-8
Erscheinungstermin: 3. Dezember 2012
Preis: 9,98 EUR
Format: Taschenbuch
Verlag: CreateSpace Independent Publishing
Klappentext gem. mayashepherd.blogspot.de:
Nach dem Dritten Weltkrieg gleicht die Erde einem Trümmerfeld. Die letzten überlebenden Menschen haben sich in Sicherheitszonen verbarrikadiert, um sich vor der radioaktiven Strahlung zu schützen. Ein Überleben ist nur nach strengen Regeln und Gesetzen möglich. Es gibt weder Eigentum noch einen eigenen Willen. Die Legionsführer nehmen den Menschen jede Entscheidung ab.
In dieser Welt ist kein Platz für Gefühle. Die Menschen leben nur noch um zu funktionieren, deshalb tragen sie Nummern statt Namen. D518 ist eine von ihnen. Geboren in dieser zerstörten Welt, hat sie nie ein anderes als dieses von Kontrolle bestimmte Leben kennengelernt. Dies ändert sich schlagartig, als sie von Gegnern der Regierung entführt wird. Alles, woran sie bisher geglaubt hat, stellt sich als eine Lüge heraus.
Nach dem Dritten Weltkrieg gleicht die Erde einem Trümmerfeld. Die letzten überlebenden Menschen haben sich in Sicherheitszonen verbarrikadiert, um sich vor der radioaktiven Strahlung zu schützen. Ein Überleben ist nur nach strengen Regeln und Gesetzen möglich. Es gibt weder Eigentum noch einen eigenen Willen. Die Legionsführer nehmen den Menschen jede Entscheidung ab.
In dieser Welt ist kein Platz für Gefühle. Die Menschen leben nur noch um zu funktionieren, deshalb tragen sie Nummern statt Namen. D518 ist eine von ihnen. Geboren in dieser zerstörten Welt, hat sie nie ein anderes als dieses von Kontrolle bestimmte Leben kennengelernt. Dies ändert sich schlagartig, als sie von Gegnern der Regierung entführt wird. Alles, woran sie bisher geglaubt hat, stellt sich als eine Lüge heraus.
Rezension:
Ihr Name ist E518, sie gehört der 5. Generation an, sie ist wie alle anderen und doch ist sie anders. Einen Tag muss sie noch durchhalten als "Rote", dann sind alle Tests und Bewertungen abgeschlossen und sie erfährt, welche Tätigkeit die Gesellschaft ihr für den Rest ihres Lebens zugewiesen hat. Doch die Ernüchterung kommt am nächsten Tag - sie wird der Kategorie D zugeordnet und wird von nun an D518 sein. Die "Ds" sind diejenigen der Gesellschaft, die bei den Tests die wenigsten Punkte erreicht haben und somit die niedersten Arbeiten ausführen müssen. D518 ist am Boden zerstört - sicherlich hat sie nicht damit gerechnet, ganz nach oben befördert zu werden, aber ein D? Zumal es keine realistische Chance gibt, diesem Schicksal zu entkommen, denn wer einmal einer Gruppe zugeordnet wurde, bleibt in dieser bis zum Rest seines Lebens. Doch Auflehnen geht nicht, sonst läuft sie Gefahr zu "G" klassifiziert zu werden und dies bedeutet, sie würde eine Verstoßene und müsste die Sicherheitszone verlassen und in der kargen Außenwelt ihr Dasein fristen, bis sie durch die vorherrschende radioaktive Verstrahlung dermaßen geschädigt wäre, dass sie daran stürbe.
D518 fügt sich ihrem Schicksal und verbringt ihre Tage fortan mit der Nahrungsberechnung. In D523, einer jungen Frau, die auch anders zu sein scheint, als die anderen, findet sie so etwas wie eine Freundin, doch Freundschaft ist in der Gesellschaft nicht erlaubt, denn alle sind gleich, keiner ist besser oder schlechter als der andere. Während einer Nachtschicht stürmen Verstoßene die Sicherheitszone und nehmen einige der Bewohner als Gefangene, so auch D518. Erst später kommt heraus, dass es sich um keine Gefangennahme handelte, sondern dieser Vorstoß in die Sicherheitszone nur gewagt wurde, um D523 zu befreien. D518 und die Übrigen wissen, dass sie in der Außenwelt zum Tode verurteilt sind, doch unter den Gefangenen ist auch ein kleines Mädchen und dieses zu beschützen hat sich D518 zur Aufgabe gemacht, denn abgesehen von D523 wären alle übrigens tatsächlich Gefangene gewesen und so ein kleines Kind hat unter Verstoßenen so gut wie keine Chance zu überleben.
Doch D518, die schon immer anders war und dies bisher immer geheim halten musste, denkt gar nicht daran im Lager der Verstoßenen, die sich auch noch "Rebellen" nennen, auf ihr Ende zu warten. Nur knapp misslingt ein Fluchtversuch von ihr, doch mit dieser Tat, die sie eindeutig als "anders" kennzeichnet, ruft sie die Aufmerksamkeit des Rebellenanführers auf den Plan und dieser beschließt, trotz aller Widerstände, die junge Frau in die Rebellengemeinschaft zu integrieren. Wider erwartend wird auch das kleine Mädchen dazu "ausersehen" und dieses gewöhnt sich erstaunlich schnell an das Leben in Freiheit. Für D518 ist es nicht ganz so einfach, doch mit der Unterstützung einiger Rebellen schafft auch sie es, so etwas wie ein "Leben außerhalb des Systems" zu führen. Es gibt jedoch jemand unter den Rebellen, der ihr das Leben so schwer wie möglich macht. Warum nur? Was sie jedoch noch nicht ahnt, man hat Pläne mit ihr und diese sind brandgefährlich ...
Der 1. Band der Radioactive-Reihe! Der Plot wurde ausgesprochen spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir die Darstellung der gesellschaftlichen Strukturen dieser Dystopie gefallen, diese wirkte erschreckend real, ich konnte sie mir jederzeit vor Augen führen. Faszinierend empfand ich, dass sich dieses System anscheinend über einen kurzen Zeitraum dermaßen gefestigt haben muss, dass niemand daran rütteln würde und schon eine "Sonderbehandlung" befürchten muss, wenn er nur daran denkt. Auf jeden Fall hat die Autorin hier einen erschreckend realistischen Dystopierahmen erschaffen, der mich persönlich einfach in seinen Bann geschlagen hat. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Entzückt war ich, dass ich der Protagonistin D518 immer wieder in den Kopf schauen, an ihrem Denken und Fühlen teilhaben durfte und ganz ehrlich, das Mädel ist echt clever, von ihr dürfen wir noch Großes erwarten. Auch die Nebencharaktere wurde einzigartig und mit einem hohen Wiedererkennungswert erarbeitet, sodass diese, obwohl es nicht wenige sind, dennoch alle eigene Persönlichkeiten darstellen, von denen man auf Anhieb manche sofort in sein Herz schließt, während man bei anderen eher etwas vorsichtiger ist. Den Schreibstil kann ich nur als erschreckend realistisch und berauschend beschreiben, ich konnte und wollte das Buch nicht aus der Hand legen, ich musste einfach wissen, wie es endet, ja schlimmer noch, gleich im Anschluss sind die übrigen Bände der Reihe umgehend auf meiner Wunschliste gelandet, denn ganz ehrlich, das ist eine Story, die einen packt und nicht mehr loslässt.
Bewertung
Die Autorin:
Als ich am 18.August 2012 meinen Debütroman "Schneerose" als Selfpublisher veröffentlichte, hatte ich keine große Erwartungen. Ich wollte meine Geschichte mit deutschsprachigen Lesern teilen und hoffte auf ehrliche Meinungen, um mein Werk und mein Schreibtalent besser einschätzen zu können. Vielleicht gefällt es ja nur mir und die Mehrheit der obejektiven Leser schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und zerreißt mein "Baby" in der Luft. Aber so kam es nicht. Mich erreichten fast ausschließlich positive Reaktionen und ich fühlte mich, als sei ich frisch verliebt. Bei jeder neuen Rezensionen freute ich mich wie eine Schneekönigin.
Die nächste Buchidee war in Form von "Radioactive" bald geboren. Ich habe schon immer gerne geschrieben. In der Grundschule waren es Märchen und in der Jugend Songs und Drehbücher. Aber richtig Freude habe ich erst durch das Schreiben von Romanen entwickelt. Es gibt kaum ein schöneres Gefühl als festzustellen, dass die Leser die eigenen Geschichte und die darin vorhandenen Charaktere genauso sehr lieben wie man selbst.
Heute schreibe ich hauptberuflich und in vielen ruhigen Momenten kann ich mein Glück darüber immer noch nicht fassen. Ich bin endlich bei dem angekommen, was ich liebe. (übernommen von mayashepherd.blogspot.de)
Wie ich zu dem Buch kam:
bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.
[Rezension] Jana Voosen - Und Eva sprach ...
Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 320
ISBN: 978-3-453-41789-2
Erscheinungstermin: 13. Oktober 2014
Format: Taschenbuch
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 320
ISBN: 978-3-453-41789-2
Erscheinungstermin: 13. Oktober 2014
Format: Taschenbuch
Verlag: Heyne
Klappentext gem. Heyne:
Seit fünf Jahren sind Evi und Alexander ein Paar. Alles könnte so schön sein. Wenn da nicht Evis Schwäche für hübsche Männer wäre, für die sie allzu leicht entflammt. Von Reue gebeutelt sucht sie Hilfe bei einem Therapeuten, der Evi in einer Hypnosesitzung weiter zurückschickt als geplant, nämlich mitten hinein ins Paradies. Dorthin, wo die weiblichen Schuldgefühle ihren Ursprung haben. Aber war die Sache mit dem Apfel tatsächlich so, wie sie im meistgelesenen Buch der Welt überliefert wird?
Rezension:
Die 35-jährige Evi Blum könnte eigentlich rundherum zufrieden mit ihrem Leben sein. Sie ist seit fünf Jahren mit dem 40-jährigen Alexander, einem Programmierer und definitiv Mann ihres Lebens, zusammen, hat einen Job als Steuerfachangestellte, der sie ausfüllt und zwei kleine Probleme: sie wird partout nicht schwanger und Männer: wo sie auch geht und steht, überall begegnen ihr attraktive Männer und ehe sie es sich versieht, flirtet sie heftig mit ihnen. Das gipfelt darin, dass sie beinahe auf einer Betriebsfeier einen Seitensprung mit dem Bruder des Geschäftführers hat. Nach diesem Vorfall beschließt Evi wenigstens bezüglich des Männerproblems einen Therapeuten aufzusuchen, denn als Pastorentochter kann sie mit ihrem schlechten Gewissen so nicht umgehen und auch nicht mit dem Wissen, dass sich ohne Hilfe zukünftig nichts an der Situation "Männer" ändern würde.
Evi entscheidet sich für eine Hypnosetherapie bei Dr. Schäfer. Doch irgendwas läuft bei der ersten Sitzung gewaltig schief - Evi wird zurückgeschickt, allerdings soweit zurück, dass sie im Paradies landet. Nun ja, das war wohl ein Schuss in den Ofen. Bleibt Evi nur noch die Flucht aus Hamburg. Zum Glück besitzt Alex ein altes Bauernhaus außerhalb Hamburgs, dort attraktiven Männern zu begegnen scheint ja eher unwahrscheinlich und so erfüllt sie Alex seinen Wunsch und gibt ihre Zustimmung zum Umzug nach Heven. Tja, aber auch Heven lauert mit Versuchungen, zum Beispiel in Form des Nachbarn.
Es nützt alles nichts, Evi muss die Therapie bei Dr. Schäfer wieder aufnehmen, sonst wird sie irgendwann noch etwas tun, was sie für den Rest ihres Lebens bedauern wird. Doch auch bei den weiteren Sitzungen landet sie immer wieder im Paradies und trifft dort auf Adam, Eva und Jesus. Als wäre das nicht alles kompliziert genug, nimmt von paradiesischer Seite erst noch das Chaos seinen Lauf ...
Evi und die Männer! Der Plot wurde abwechslungsreich und humorvoll erarbeitet. Besonders gut hat mir hier gefallen, dass immer wieder äußerst passende Bibelverse in den Text eingeflossen sind, die die jeweiligen Situationen immer sehr gut unterstrichen haben. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei ich mich allerdings nicht unbedingt in Evi hineinversetzen konnte, denn dass eine Frau in der heutigen Zeit solche Gewissensbisse hat, nur weil sie anderen Männern hinterher schaut, scheint mir doch etwas abwegig zu sein. Hingegen empfand ich die Nebenfigur des Jesus ausgesprochen entzückend erarbeitet, denn so wie dieser hier erschaffen wurde, so hätte ich ihn mir im Leben nicht vorstellt. Auf jeden Fall war er mir die sympathischste aller Nebencharaktere. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass sich das Buch förmlich wie von selbst gelesen hat.
Von Jana Vossen bereits gelesen und rezensiert:
Die Autorin:
Jana Voosen, Jahrgang 1976, studierte Schauspiel in Hamburg und New
York. Es folgten Engagements an Hamburger Theatern. Seitdem war sie in
zahlreichen TV-Produktionen („Tatort“, „Marienhof“, „Hochzeitsreise zu
viert“ u.a.) zu sehen. Jana Voosen lebt und arbeitet in Hamburg. (Text von Heyne) Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.
Montag, 3. November 2014
[Rezension] Michael Wigge - Auf dem Tretroller durch Deutschland
Leseprobe
Eckdaten:
Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Malik (15. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3890294413
ISBN-13: 978-3890294414
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,6 x 2,6 cm
Inhalt gem. Malik:
Entschleunigung mal anders - Michael Wigge will mit seinem Tretroller Ferdinand vom nördlichsten bis zum südlichsten Punkt Deutschlands gelangen; von der idyllischen Nordseeinsel Sylt bis zum Haldenwanger Eck auf fast 2000 Höhenmetern. Er sucht nach Superlativen wie der ältesten Eiche, der größten Kuckucksuhr und dem schiefsten Turm. Trifft Ufo-Forscher und Weltmeister im Kunstbügeln, findet Radarblitzer in Fußgängerzonen und landet urplötzlich in Kalifornien und Brasilien. Bizarre und außergewöhnliche Begegnungen entschädigen den Autor für die mühsame Art der Fortbewegung – doch ihm bleiben nur 80 Tage, um sein Ziel zu erreichen ... Ein höchst originelles Deutschlandporträt voller Überraschungen.
Zum Buch:
Michael Wigge lässt sich gern auf Herausforderungen ein. Nach seinen Experimenten "Wigges Tauschrausch" und "Ohne Geld bis ans Ende der Welt" wurde an ihn herangetragen, mit dem Tretroller Deutschland der Länge nach "abzurollern".
Gesagt, getan. Zeit wurden ihm 80 Tage zugestanden, er selbst wollte in der Zeit 30 Geschichten erzählen. Die Wette war schnell abgemacht, ein Tretroller besorgt, Trainingseinheiten wurden absolviert.
Am 1. April beginnt die Tretrollerchallenge auf der Insel Sylt, die ihn in 80 Tagen nach Bayern führen soll.
Aber ist es überhaupt zu schaffen? ...
Michael Wigge nimmt den Leser mit auf eine vergnügliche Reise durch unser Land. Deutschland lernt man mit ihm gemeinsam ein wenig anders kennen.
Michael Wigge durchquert das Land mittels eines Tretrollers, was ja nun nicht unbedingt typisch ist. Es ist ein langsames Vorankommen und vor allem ein recht mühsames. Obwohl er sich die Route von einem Navi-Spezialisten hat zusammenstellen lassen, muss er feststellen, dass diese nicht gut durchdacht ist, denn einige Wege führen ihn auf Landstraßen entlang, statt wie gewünscht auf Fahrradwegen. Dass das Stress pur ist, kann man sich schon denken, wenn man es nur liest.
Die erste Hürde zu nehmen heißt, durch den Sylter Sand den Tretroller zu schieben, bis er auf einen Fahrradweg trifft. Nur gut, dass er körperlich so weit fit ist, sonst wäre die Challenge bereits hier zu Ende, bevor sie überhaupt begonnen hat.
Der Autor lässt den Leser nicht nur am Kennenlernen der anvisierten Orte teilhaben, sondern auch an den Gedanken, die ihm nach und nach durch den Kopf gehen, basierend auf Erlebnisse während der Fahrt.
Seine Gedanken zum Alter sind interessant und regen selbst zum Nachdenken an. Plötzlich befindet man sich am Ende des Zeitstrahls und denkt, ups, schon zu Ende?
Hat man sich auf das Buch eingelassen, ist man unterwegs mit Michael Wigge. Man ist dabei, wenn er den tiefsten Punkt Deutschlands besucht, wenn er sich das kleinste Haus ansieht, in dem einst 11 Menschen lebten, wenn er Versuche im Rhönrad macht oder wenn er die VW-Stadt Wolfsburg besucht. In Wolfsburg gibt es scheinbar nichts, was nicht mit VW zu tun hat, selbst die Currywurst musste dran glauben.
Als Leser ist man hautnah dabei, als er von einem Fahrrad fahrenden Jungen abgehängt wird und auch, als ihn ein Tankstellenman verfolgt. Einige Situationen sind so komisch, dass ich schmunzeln musste.
Einige Male versucht er, Ortsansässige, Touristen oder andere zu einer Auskunft zu bewegen, aber auch das oftmals mit mäßigem Erfolg. Entweder sind seine Anliegen zu verrückt und er wird nicht ernst genommen, oder die angesprochenen Personen haben keine Lust, sich mit ihm auseinanderzusetzen bzw. auch noch dabei gefilmt zu werden.
Der Leser sieht Deutschland nicht nur durch die Augen von Michael Wigge, er bekommt auch noch ein wenig Hintergrundwissen.
Dass früher Handwerker auf die Walz gingen, war mir bekannt, dass es auch heute noch getan wird, war mir ehrlich gesagt, nicht bewusst.
Feststellen musste er jedoch auch, dass die gesellschaftliche und kulturelle Zusammenführung von Ost und West noch lange nicht abgeschlossen ist und das 25 Jahre nach der Wende.
Egal, ob es ihn nach Thüringen zum schiefsten Kirchturm führte, er eine Sammlerin aufsuchte, die Zucker sammelt, er sich bei den Sandmännern rumtrieb oder im Geburtsort der Gartenzwerge aufschlug, es machte mir Spaß, Michael Wigge zu begleiten.
Er zeigte mir ein wenig von Deutschland, das ich so noch nicht kannte und hat mir Lust auf den ein oder anderen Ort gemacht, den ich gern selbst sehen möchte.
Ich habe ihn sehr gern begleitet und kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen, denn es ist nicht nur ein kleiner Reiseführer.
Bewertung:

(Text von Piper)
Michael Wigge, 1976 geboren, arbeitet seit 2002 als Reporter für private und öffentlich-rechtliche Fernsehsender. Bekannt wurde er als Außenreporter für die „Sarah Kuttner Show“ bei VIVA und MTV, für die er sich u.a. vier Tage lang im Kölner Jugendknast inhaftieren ließ. Er erhielt mehrere...
An dieser Stelle gilt mein Dank dem Verlag Malik, einem Verlag der Verlagsgruppe
Danke, dass ihr vorbei geschaut habt
Sonntag, 2. November 2014
[Neuzugänge] der 44. KW 2014
Neue Woche neue Bücher. Ach, kann das Leben schön sein, wenn Bücher anklopfen und Einlass begehren. Natürlich haben wir auch diese Woche nicht unsere Tür und unser Herz verschlossen und sie hinein gelassen.
Diese Woche kamen diese Bücher zu uns:
Kerrys Neuzugänge:
Kleeblatts Neuzugänge:
- Brown, Rita Mae - Mrs. Murphy 19: Mausetot
- Hohlfeld, Kerstin / Andersson, Leif Lasse - Ich heirate einen Arsch
- Winslow, Don - Missing. New York
- Setterfield, Diane - Aufstieg und Fall des Wollspinners William Bellman
- Brown, Eli - Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel
Welches von unseren Neuzugängen hättet ihr auch gern oder besitzt ihr vielleicht schon und könnt uns sagen, was uns da erwartet?
Wir wünschen euch einen schönen Sonntag und eine tolle Woche
Kleeblatt und Kerry
Diese Woche kamen diese Bücher zu uns:
Kerrys Neuzugänge:
Kleeblatts Neuzugänge:
- Brown, Rita Mae - Mrs. Murphy 19: Mausetot
- Hohlfeld, Kerstin / Andersson, Leif Lasse - Ich heirate einen Arsch
- Winslow, Don - Missing. New York
- Setterfield, Diane - Aufstieg und Fall des Wollspinners William Bellman
- Brown, Eli - Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel
Welches von unseren Neuzugängen hättet ihr auch gern oder besitzt ihr vielleicht schon und könnt uns sagen, was uns da erwartet?
Wir wünschen euch einen schönen Sonntag und eine tolle Woche
Kleeblatt und Kerry
Samstag, 1. November 2014
Kerry´s Leseliste für Novemer 2014
Auf Grund eines weiter vermehrten SuB-Aufbaus, wird Leseliste geführt
- irgendwann muss ich ja Erfolg haben, oder?
noch zu lesende Bücher in 11/2014: 23 Bücher
Rezensionsexemplare:
Hotel de Paris - Stunden der Lust von Emma Mars
Hotel de Paris - Tage der Begierde von Emma Mars
Wenn die Nacht beginnt von Kerstin Pflieger
Solange die Nacht uns trennt von Kerstin Pflieger
Und Morgen du von Stefan Ahnhem
Land der Gewohnheit von Ted Thompson
Todesdunkel von A.J. Waines
Steelheart von Brandon Sanderson
Ein Schatten von Verrat und Liebe von Diana Gabaldon
Die Unbekannte von Peter Swanson
Bulu: Ein kleiner Hund, der Leben rettet von Dick Houston
Lisa heißt jetzt Lola und lebt in der Stadt von Romy Hausmann
Wilhelmstadt. Die Maschinen des Saladin Sansibar von Andreas Dresen
#rausmitderdicken von Sophie Bennett
Dolfi und Marilyn von Francois Saintonge
Reviver - Das Flüstern der Toten von Seth Patrick
Jamies Quest: Aufgabe gesucht von Cornelia und Dominic Franke
Die Stunde der Patinnen von Mathilde Schwabeneder
Commissario Pavarotti küsst im Schlaf von Elisabeth Florin
Hotline von Jutta Maria Herrmann
Ich töte für dich von Heike Blum
Dunkler Donnerstag von Nicci French
Das Küstengrab von Eric Berg
noch zu lesende Bücher in 11/2014: 23 Bücher
Rezensionsexemplare:
Hotel de Paris - Stunden der Lust von Emma Mars
Hotel de Paris - Tage der Begierde von Emma Mars
Wenn die Nacht beginnt von Kerstin Pflieger
Solange die Nacht uns trennt von Kerstin Pflieger
Und Morgen du von Stefan Ahnhem
Land der Gewohnheit von Ted Thompson
Todesdunkel von A.J. Waines
Steelheart von Brandon Sanderson
Ein Schatten von Verrat und Liebe von Diana Gabaldon
Die Unbekannte von Peter Swanson
Bulu: Ein kleiner Hund, der Leben rettet von Dick Houston
Lisa heißt jetzt Lola und lebt in der Stadt von Romy Hausmann
Wilhelmstadt. Die Maschinen des Saladin Sansibar von Andreas Dresen
#rausmitderdicken von Sophie Bennett
Dolfi und Marilyn von Francois Saintonge
Reviver - Das Flüstern der Toten von Seth Patrick
Jamies Quest: Aufgabe gesucht von Cornelia und Dominic Franke
Die Stunde der Patinnen von Mathilde Schwabeneder
Commissario Pavarotti küsst im Schlaf von Elisabeth Florin
Hotline von Jutta Maria Herrmann
Ich töte für dich von Heike Blum
Dunkler Donnerstag von Nicci French
Das Küstengrab von Eric Berg
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