Dienstag, 17. Mai 2011

[Rezension] Burnett, Frances Hodgson - Der geheime Garten

Da ich mir das Buch ohne Schutzumschlag ausgeliehen habe, hier der Kurzinhalt von Amazon:

Klappentext:
Nach dem Tod ihrer Mutter kommt Mary nach England auf das Schloss ihres sonderbaren Onkels. Die geheimnisvollen Umstände, die das verwöhnte Mädchen dort antrifft, krempeln sie völlig um. Heimlich findet sie Zugang zu dem hinter hohen Efeumauern verborgenen Lieblingsgarten ihrer verstorbenen Tante und baut sich dort eine eigene Welt auf. Als sie eines Nachts ihren zehnjährigen Vetter in einem der hundert Zimmer des düsteren Hauses schreien hört, fasst Mary einen wichtigen Entschluss...

Rezension:
Die kleine Mary, die nicht einmal von ihrer Mutter geliebt oder beachtet wird, ist ein verwöhntes, unausstehliches kleines Mädchen, das nicht einmal in der Lage ist, sich selbst anzuziehen.
Als sie durch eine Krankheit beide Elternteile verliert, kommt Mary zu ihrem Onkel nach England. Dort angekommen, muss sie erfahren, dass auch ihr Onkel eigentlich kein Interesse zeigt, sie zu sehen bzw. sich mit ihr abzugeben. Er ist viel unterwegs und überlässt sie dem Personal.Sie erhält Auflagen, was sie tun darf und was nicht, in welche Zimmer sie gehen darf und welche nicht.
Allein gelassen, freundet sie sich mit Martha, einem Stubenmädchen an, welches ihr viele Sachen erzählt, so auch von ihrer großen Familie und vor allem ihrem Bruder. Mary wird neugierig auf die Mutter von Martha und ihren Bruder.
In ihrer Freizeit erkundet sie die Gärten des Schlosses und kommt so auch mit dem sonderbaren Gärtner zusammen. Der ist genauso mürrisch wie sie und spricht nicht viel.
Was sie jedoch in Erfahrung bringt, ist, dass ihr Onkel nach dem Tod seiner Frau einen Garten verschlossen und den Schlüssel verbuddelt hatte, weil seine Frau in dem Garten verunglückte. Es war verboten, den Garten zu betreten.
Nun erst recht setzt Mary alles daran, diesen geheimen Garten zu finden, was ihr auch mit Hilfe von Robin, einem Vögelchen gelingt.
Derweil Mary auf der Suche nach dem Garten ist, geschehen im Schloss seltsame Dinge. Sie hört nachts Schreie und auf Fragen nach den Schreien wird ihr erzählt, das wäre der Wind. Sie kann das nicht glauben und begibt sich eines nachts auf die Suche nach dem Ursprung dieser Schreie.
Sie gelangt zu Colin, ihrem Cousin, der krank im Bett liegt und nur vom Personal betreut wird. Er ist vom Charakter her ein genauso unaustehliches Kind wie Mary.
Die beiden kommen sich trotzdem näher und unterhalten sich viel. Mary erzählt ihm dann irgendwann im Vertrauen von dem Garten und mit Hilfe von Marthas Bruder machen sie es möglich, dass auch Colin unter größter Verschwiegenheit und heimlich diesen besuchen kann.
Der geheime Garten verändert alles...

Das Buch von Frances Hodgson Burnett ist ein zauberhaftes Kinderbuch mit wunderschönen Zeichnungen, das nicht nur Kindern beim Lesen Freude bereitet.
Sehr einfühlsam wird hier die Geschichte von zwei einsamen Kindern erzählt, die durch den Glauben an sich selbst und das Vertrauen zueinander lernen, ihre eigenen Wege zu gehen. Es macht Spaß mitzuerleben, wie aus der mürrischen unsympatischen Mary ein liebes kleines Mädchen und aus dem eigensinnigen und verwöhnten Colin ein kleiner Junge wird, die sich eines Tages im Leben zurechtfinden werden.

Das Buch kann ich nicht nur Kindern zum Lesen empfehlen, sondern auch Erwachsenen.

Buchnote: 1

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 16. Mai 2011

[Rezension] Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht


Klappentext:
Als Clay aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drück auf "Play" - und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat.

Mit Hannahs Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben.

Clay ist einer davon ...

Rezension:

Hannah Baker hat sich umgebracht, doch sie hinterlies ein Vermächtnis. Vor ihrem Selbstmord besprach sie 13 Kassetten, für jeden Grund und jede Person eine, die sie schlussendlich in den Selbstmord trieb.

Nun ist Clay an der Reihe. Er weiß nicht, an welcher Stelle er von diesen 13 steht, noch, was er getan hat oder was ihn erwartet, er weiß nur, er kann nicht aufhören, die Kassetten zu hören, er will alles über das Mädchen wissen, das er mochte, deren Selbstmord er aber nicht verhindern konnte. Er muss herausfinden, was genau geschehen ist und wer nach ihm die Kassetten erhalten soll, denn so ist Hannahs Vermächtnis. Jeder gibt die Kassetten an den nächsten weiter, andernsfalls werden sie veröffentlicht - und die Kassetten enthalten teilweise sehr brisante Informationen.

Clay hört sich die Kassetten in einer Nacht an, nur er, allein mit Hannahs Stimme und das Unfassbare ist, alles begann mit einem Kuss ...

Hannahs Stimme begleitet den Leser durch das ganze Buch hindurch. Wunderbar ist ihre Entwicklung zu sehen, erst noch voller Zweifel, am Ende aber entschlossen und auch den Wandel bei Clay, anfangs unfassbar geschockt erweitert sich dennoch seine Sicht auf die Dinge. Spachlich ein sehr schön gestaltetes Buch in das ich mich gerne verloren habe.

Bewertung: Note 1

Der Autor:
Jay Asher bekam die Idee zu diesem Buch während einer Audioführung in einem Museum. Er war fasziniert von der Stimme in seinem Ohr, die ihm erklärte, was er sah. "Tote Mädchen lügen nicht" ist sein erster Roman und wurde weltweit zu einem sensationellen Erfolg. Der Autor lebt in Kalifornien.

Weitere Informationen zu dem Autoren bekommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
Auf verschiedenen Blogs habe ich über dieses Buch gelesen und neulich hatte ich es im Laden in der Hand und weil ich mir was gönnen wollte, durfte es mitkommen.


Sonntag, 15. Mai 2011

[Rezension] Nina Puri - Katze - Deutsch / Deutsch - Katze


Klappentext:
Was hat die Katze, wenn sie das heimische Sofa zu Konfetti verarbeitet oder auf Ihrem Gesicht einschläft?

Wie bekommen Sie Flöhe, Holzleim und andere Katzen aus dem Fell Ihrer Katze?

Elementare Kommandos verstehen:
"Her mit dem Futter!", "Kraul mich!" oder "Wach auf, es ist 5.30 Uhr!"

Die TOP5-Methoden, wie Sie Ihre Katze erziehen - beziehungsweise Ihre Katze Sie.
Rezension Kerry:
Hierbei handelt es sich um ein kleines Büchlein, was mehr oder weniger ernstgemeinte Ratschläge im Zusammenleben mit den von mir heiß und innig geliebten Vierbeinern gibt.

Anbei ein paar kleine Textpassagen zum besseren Verständnis

Behandelt werden u. a. die Themen:
Ich bekomme eine Katze!
Das erste Beschnuppern
Erziehung
Gesundheit
Über Freigänger und Stubenkatzen
Katze und Urlaub

Alles in allem ein süßes Büchlein über das Verhalten von Katzen und deren Personal. Schon aus dem Weg raus aus dem Buchladen habe ich angefangen darin herumzublättern und zu schmunzeln.

Bewertung: Note 1

Die Autorin:
Die 1965 geborene Britin, durfte schon Erfahrungen mit diversenen Haustieren - einschließlich einer ungeheuer verfressenen Katze - sammeln.

Weitere Informationen zu der Autorin bekommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:Ich habe das Buch im Laden gesehen und wusste, das muss mit, also kam es mit.

Rezension Kleeblatt:
Das Buch ist für mich ein absolutes Muss, sollte man gerade die Überlegungen machen, schaffe ich mir eine Katze an oder nicht.
Selbst für diejenigen, die schon ein oder mehrere Fellknäule ihr eigen nennen, können in diesem Buch noch viele interessante Aspekte aus der Sicht einer Katze und deren Personal erfahren.
Es werden alle Situationen im Zusammenleben mit einer Katze angesprochen. Angefangen mit den Überlegungen, ob ich reif für eine Katze bin bis hin zu dem für mich wichtigen Thema für Katzenanfänger - was tu ich mit meiner Katze, wenn ich Urlaub habe.
Ich selber bin das Personal für 2 süße Kater und kann nur sagen, das Buch ist aus dem Leben gegriffen. Ich habe mich lange nicht so gut mit einem Buch amüsiert.
Gleichzeitig kann man es auch als Ratgeber bezeichnen, gerade für Menschen, die noch keine Erfahrungen mit Katzen haben und sich überlegen, ob sie sich eine Katze zulegen wollen oder nicht.
Gefallen haben mir in dem Buch auch die super Illustrationen und zuletzt nicht zu vergessen, die Übersetzungen vom kätzischen ins deutsche und die Deutung der Gesten, die eine Katze so macht.

Das Buch ist absolut empfehlenswert.

Bewertung: Note 1

Samstag, 14. Mai 2011

[Rezension] Oxana Kalemi - Sie haben mich verkauft


Klappentext:
Es sollte ein Job für drei Monate sein, als Kellnerin in einem Club in Rumänien. Sie braucht das Geld für die Zukunft ihrer drei kleinen Kinder. Doch was sie dort in Wirklichkeit erwartet, ist ein wahrer Albtraum, kaum vorstellbar im 21. Jahrhundert: Der Club ist ein Bordell, ihre neuen Arbeitgeber entpuppen sich als europaweit agierende Menschenhändler. Eine schreckliche Zeit voller Angst und Gewalt beginnt, Oxana wird immer wieder verakuft, nach Italien, Deutschland, England verschleppt. Doch ihr gelingt das Unglaubliche, sie gibt niemals die Hoffnung auf und schafft es, sich zu befreien. Ein erschütternder Bericht über die dunkelste Seite unserer Gegenwart.

Rezension:
In diesem auf Tatsachen beruhenden Buch erzählt Oxana Kalemi ihr Leben, das von Anfang an unter keinem guten Stern stand. Geboren wurde sie am 16. Januar 1976 in der Ukraine, drei Monate zu früh und dennoch hat sie überlebt. Ihre Eltern ließen sich später scheiden und sie lebte fortan bei ihrer alkoholkranken Mutter. Mit 14 Jahren wurden sie und zwei Freundinnen bei einem Strandausflug von einem Jungen angesprochen. Ihre Freundinen beschlossen, mit dem Jungen mitzugehen, sie folgte ihnen. In dieser Nacht wurde sie missbraucht, sie nur von einem einzigen Mann, der sie am nächsten Tag gleich für Sex weiterverkauft hat, ihre Freundin von dreizehn Männern und die andere Freundin tauchte nach dieser Nacht nie wieder auf. Die Polizei fand sie am Strand mit den Männern, sie leugnete alles, doch eine körperliche Untersuchung brachte die Wahrheit ans Licht. Die Polizei erstattete Anzeige, da sie es ihren Eltern nicht sagen wollte, half ihr eine Tante, das Ganze durchzustehen.

Ein Jahr später lernt sie Sergej kennen. Sie ist 15 Jahre alt, als sie von ihm schwanger wird. Als sie 16 ist, heiraten die beiden, denn das Kind soll nicht als Bastard zur Welt kommen. Doch Sergej entpuppt sich als arbeitsscheu und Dieb. Oxana bekommt noch zwei weitere Kinder von ihm. Sergej ist derweil den Drogen verfallen, begeht einen tödlichen Raubüberfall und kommt ins Gefängnis. Mit Gelegenheitsjobs schafft es Oxana, das Überleben ihrer Kinder zu sichern.

Als sie von einer Frau hört, wieviel Geld sich in der Türkei verdienen lässt, beschließt sie, dort nach Arbeit zu suchen. Sie gibt ihre Kinder in die Obhut ihrer Schwägerin. In der Türkei angekommen steht sie vor dem Nichts, die Frau hatte sie belogen. Die Fabrik, in der es angeblich Arbeit geben sollte, gab es gar nicht. Trotzdem hat sie Glück und findet Freunde die ihr Arbeit verschaffen. Regelmäßig kehrt sie nach Hause zurück, um ihre Kinder zu sehen und für ihren Unterhalt zu sorgen.

Von einer Freundin erfährt sie, dass man in Rumänien als Bardame sehr viel Geld verdienen könnte. Die Freundin bietet ihr an, für sie einen Job zu suchen und die Fahrt nach Rumänien zu organisieren. Geblendet von der Aussicht, ihren Kindern eine sorgenfreie Zukunft zu gewähren, nimmt Oxana das Angebot an. Doch am Ende der Reise stellt sie fest, dass ihre Freundin sie an Menschenhändler verkauft hat. Über Albanien nach Italien und Deutschland gelangt sie letztendlich an England, wo sie in einem Massagesalon anschaffen muss. Doch sie träumt nach wie vor davon, frei zu sein und ihren Kindern eine richtige Mutter zu sein ...


Ein erschütternder Bericht einer jungen Frau, die nichtsahnend und voller Vertrauen an Menschenhändler geraten ist. Sie erzählt eindrucksvoll aus ihrem Leben und auch über die Umstände, wie das alles passieren konnte, warum ihr die Möglichkeit der Flucht verwehrt bliebt.

Bewertung: Note 1

Die Autorin:
Oxana Kalemi wurde in der Ukraine geboren und hat drei Kinder, die noch heute dort leben. Sie wurde von Menschenhändlern entführt und mehrfach quer durch Europa weiter-verkauft, bis sie schließlich nach England kam und es ihr gelang, sich zu befreien. Heute kämpft sie vor Gericht um die Aufenthaltsgenehmigung für ihre Kinder in England.

Mehr Informationen zu diesem Thema erfahrt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam: Ich bin über das Internet auf dieses Buch aufmerksam gworden und als ich es die Tage im Buchhandel entdeckt habe, habe ich es gleich gekauft.


Freitag, 13. Mai 2011

[Rezension] J. D. Robb - Rendezvous mit einem Mörder (Eve Dallas Band 01)


Klappentext:
Eines hat die mutige Eve Dallas in den zehn aufreibenden Jahren als Lieutenant bei der New Yorker Polizei gelernt: Auf ihren Instinkt kann sie sich garantiert verlassen. Die Suche nach einem grausamen Mörder führt sie zu dem undurchsichtigen irischen Miliardär Roarke. Alle Indizien sprechen gegen ihn - doch Eve weiß vor allem eines: dass ihr dieser Mann gefährlich unter die Haut geht ...

Rezension:
Die U.S.A. in der Zukunft: Waffen sind nicht mehr erlaubt, genauso wenig wie Tabak, Prostitution hingegen wurde legalisiert. Eines Tages wird Eve Dallas, Lieutenant bei der New Yorker Polizei, zu einem Mord gerufen. Bei dem Opfer handelt es sich um Shannon DeBlass, von Beruf Gesellschafterin und Enkeltochter eines Senators. Unter der Leiche findet Eve eine Nachricht "eine von sechs". Bei der Rekonstruktion der letzten Tage des Opfers stößt Eve auf Roarke; dieser war zwei Tage vor ihrer Ermordung mit Shannon verabredet. Eve fühlt sich zu Roarke hingezogen, ermittelt jedoch weiter gegen ihn. Dann geschieht ein weiterer Mord ...


Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Einlesen des Buches wurde ich jedoch nach und nach von der Geschichte in Bann gezogen. Die Autorin zeichnet sich wieder durch einen klaren, flüssigen Schreibstil aus, dem man ohne Probleme folgen kann.

Bewertung: Note 1

Die Autorin:
J. D. Robb ist das Pseudonym der internationalen Bestellerautorin Nora Roberts.

Mehr Informationen zu der Autorin findet ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam: Nachdem ich bereits mehrere Rezensionen dieser Reihe gelesen habe, war ich nun doch gespannt, was sich dahinter verbirgt. Zum Glück hat Kleeblatt, als bekennender Nora-Roberts-Fan, natürlich auch diverse Bücher von J. D. Robb zu Hause, die ich mir kurzerhand alle ausgeliehen habe.


Donnerstag, 12. Mai 2011

[Rezension] Jenny Downham - Bevor ich sterbe



Klappentext:

Die 16-jährige Tessa hat Leukämie, und die Ärzte machen ihr nur noch wenig Hoffnung. Aber Tessa will leben, wenigstens in der Zeit, die ihr noch bleibt. Sie schreibt an ihre Zimmerwand zehn Dinge, die sie tun will, bevor sie stirbt: Sex haben, Drogen nehmen, für einen Tag berühmt sein, etwas Verbotenes tun ...

Und dann triff sie Adam, und er ist der Erste, der sei versteht. Tessa spürt, dass sie etwas mit Adam verbindet, doch sie wehrt sich dagegen. Und dann begreift sie, dass sie zum ersten Mal verliebt ist. Aber darf man lieben, wenn man stirbt?

Rezension:
Tessa war 12 Jahre alt, als ihr Vater blaue Flecken an ihrem Rücken entdeckte. Ihre Mutter hatte zu diesem Zeitpunkt ihre Familie bereits verlassen. Nach einigen Untersuchungen stand fest: Tessa hat Leukämie und sie beschließt zu kämpfen.

Vier Jahre später teilen ihr die Ärzte mit, dass es für sie keine Heilung mehr geben wird. Doch so leicht gibt Tessa nicht auf, sie will leben und macht eine Liste mit zehn Dingen, die sie tun will, bevor sie stirbt:

  1. Sex haben
  2. einen ganzen Tag nur ja sagen zu allem
  3. Drogen nehmen
  4. gegen Gesetze verstoßen
  5. Auto fahren
  6. einen Tag berühmt sein
  7. Mum und Dad wieder zusammenbringen
  8. Liebe finden
  9. mit dem Freund zusammen ziehen
  10. das Baby ihrer Freundin sehen
Unterstützt wird sie von ihrer besten Freundin Zoey. Zusammen beginnen sie, Tessas Liste abzuarbeiten, denn die beiden wissen, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt. Doch dann lernt Tessa Adam kennen und verliebt sich in ihn. Zuerst tut sie alles, um ihn auf Distanz zu halten, denn es ist ihrer Ansicht nach nicht fair, ihn mit ihrem Leid zu konfrontieren. Doch die Anziehung zwischen den beiden ist zu stark und sie werden ein Paar. Doch Tessas Zustand verschlechtert sich schneller als erwartet. Wird sie in der Lage sein, ihre Liste abzuarbeiten?


Ein wunderbar geschriebenes Buch aus der Sicht der 16-jährigen Tessa. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, auch vor der Alltags-Sprache scheut die Autorin nicht zurück, um das Buch realistischer zu gestalten. Durch fundiertes Fachwissen wird dieses Buch sehr überzeugend. Auf Grund des ungewöhnlich ergreifenden Schreibstils der Autorin habe ich die letzten 70 Seiten dieses Buches nur mit Taschentüchern bewaffnet überstanden, sosehr hat mich diese Geschichte in den Bann gezogen.

Bewertung: Note 1


Die Autorin:
Jenny Downham hat als Schauspielerin in einer freien Theatergruppe gearbeitet, bevor sie anfing zu schreiben. Sie lebt mit ihren beiden Söhnen in London. "Bevor ich sterbe" ist ihr erster Roman, der in mehr als 20 Ländern verkauft wurde und einer der erfolgreichsten britischen Bestseller der vergangenen Jahre ist.

Mehr Informationen zu der Autorin findet ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam: Das Buch erschien bereits vor einigen Jahren. Schon damals hat es mein Interesse erregt, jedoch befand ich das Buch damals noch als zu emotional für mich. Bei einem Bücherbummel habe ich es jetzt wieder in den Hängen gehalten und beschlossen, es zu kaufen und zu lesen.


Mittwoch, 11. Mai 2011

[Rezension] Mary Hooper - Totenmädchen


Klappentext:
Oxford, im Jahre 1650:
Namhafte Mediziner und junge Studenten versammeln sich im Haus des Apothekers Clarke, um der Sezierung einer Leiche beizuwohnen - der der 16-jährigen Anne Green, die wegen Kindstötung zum Tode verurteilt worden war. In Wahrheit wurde Anne vom Neffen ihres Dienstherrn verführt und dann sitzengelassen - doch die Wahrheit hatte vor Gericht niemand hören wollen. Stunden nach Annes Tod ist der junge Student Robert der erste, der es wahrnimmt: Annes Augenlider flattern. Sollte das Mädchen, das noch auf dem Schafott ihre Unschuld beteuert hatte, den Strang überlebt haben?
Rezension:
Anne Green arbeitet seit ihrer Kindheit für den Gutsherrn Sir Thomas Reade. Als sie 16 Jahre alt ist, macht ihr der Neffe von Sir Thomas, Master Geoffrey, Avancen. Mit Versprechungen und Beteuerungen gelingt es ihm, den Widerstand von Anne zu brechen, sodass sie sich mit ihm einlässt. Das ganze bleibt nicht ohne Folgen: Anne ist schwanger.

In ihrer Not erzählt sie ihrer Mutter von der Schwangerschaft. Diese geht mit ihrer Tochter zu einer weisen Frau, in der Hoffnung, dort Hilfe zu finden. In der Tat erklärt sich die weise Frau bereit, Anne zu helfen, jedoch schlagen ihre Mittel bei Anne nicht an, sie ist nach wie vor schwanger. Als sie endlich Master Geoffrey davon unterrichten kann, lehnt dieser jegliche Verantwortung ihr oder dem Kind gegenüber ab, denn zwischenzeitlich wurde von Sir Thomas eine Verlobung zwischen seinem Neffen und einer reichen Erbin beschlossen.

Auf Grund der schweren körperlichen Arbeit auf dem Guthof verliert Anne ihr Kind. Als es herauskommt, muss sie Rede und Antwort stehen und gibt zu, dass Geoffrey Reade der Vater des Kindes war. Sir Thomas selbst sorgt dafür, dass sie zum Tod durch den Strang verurteilt wird, um den Ruf seiner Familie zu schützen. Doch wie durch ein Wunder werden bei der bevorstehenden Sezierung Annes Bewegungen der Augenlider festgestellt. Sie scheint den Strang überlebt zu haben...


Das Buch ist in Kapitel unterteilt, in denen jeweils abwechselnd aus der Sicht der bewusslosen Anne, die ihr kurzes Leben Revue passieren lässt, und den Geschehnissen in der Apotheke erzählt wird. Sprachlich ein schön angelegtes Buch, inspiriert von der damaligen Zeit (die Geschichte spielt 1650), jedoch fand ich den Schreibstil an sich recht monoton. Bedauerlicherweise behinhaltet das Buch kaum Höhen oder Tiefen, welche den Leser an die Geschichte fesselt. Die Geschichte an sich fand ich jedoch sehr schön, zumal es sich um die Nacherzählung eines tatsächlichen Falles handelt.

Bewertung: Note 2


Die Autorin:
mary Hooper wuchs im Südwesten Londons auf. Mit fünfzehn Jahren brach sie die Schule ab und arbeitete einige Zeit als Sekretärin. Viel später erst graduierte sie im Fach Englisch und begann, Kurzgeschichten und Zeitschriftenartikel zu schreiben. Mittlerweile zählt Mary Hooper zu den renommiertesten Jugendbuchautorinnen Englands.

Weitere Informationen zu der Autorin bekommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Als aller erstes sprach mich natürlich das Cover im Laden an (ich gestehe, ich werde von schönen Covern einfach magisch angezogen). Nach der Durchsicht des Rückentextes war ich der Meinung, dass das Buch durchaus was für mich wäre, sodass ich es gekauft und nunmehr gelesen habe.