Montag, 24. Juni 2013

[Rezension] Sabine Richling - Gefühlschaos inklusive




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 207 Seiten
Verlag: AAVAA Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3845905824
ISBN-13: 978-3845905822
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 15 x 1,4 cm

Inhalt gem. Aavaa-Verlag:
Claudia ist wieder Single. Es muss ihr nur noch klar werden, dass dies ihr Glück ist. Obwohl sie sich fest vornimmt, eine angemessene Zeit um ihre gescheiterte Beziehung zu trauern, dauert es nicht lang und ihr gesamtes Leben steht auf dem Kopf. Gleich drei neue Männer buhlen um ihre Gunst, von denen der eine schwul ist, der andere ihr Quasi-Schwager und der dritte ihr Chef. Da wird einem die Entscheidung doch gleich viel leichter gemacht. Oder nicht? Als Claudia ihren Ex-Freund auch noch zusammen mit einer neuen Frau wiedersieht, da ist das Gefühls-Chaos perfekt. Für wen wird sie sich entscheiden? Falls das überhaupt möglich ist …

Zum Buch:
Ullrich macht von einem Tag auf den anderen mit Claudia Schluss, woraufhin sie kurz entschlossen bei ihrer Freundin Unterschlupf findet. Diese schleppt sie dann auch noch abends in eine Bar. Dort stolpert sie mehr oder weniger über Oliver, der jedoch mit einer Bekanntschaft dort ist. Kurz darauf lernt sie den schwulen Stefan kennen, der sie seinen Eltern vorstellen will, als Alibi. Und auch ihr Chef kommt ihr näher und scheint sich für sie zu interessieren. Zu alldem hat es sich dann auch noch Ullrich überlegt und will wieder mit Claudia zusammen sein. Wenn das nicht Gefühlschaos pur ist ...

Claudia ist ein Tollpatsch durch und durch. Ungeschickt stolpert sie von einer Falle in die andere. 
Zwei Jahre war sie mit Ullrich zusammen und nun plötzlich ist Schluss. Claudia versteht die Welt nicht mehr und kriecht erst mal bei ihrer Freundin Sandra unter. Nun ist sie Single, aber wie das Leben so spielt, reißen sich die Männer auf einmal um sie, gleich 3 Männer und Claudia muss eine Entscheidung treffen.

Die Autorin Sabine Richling hat einen ausgesprochen humorvollen Roman um ihre Protagonistin Claudia geschrieben. Lange habe ich mich nicht mehr so gut amüsiert. Das Pech und die Ungeschicke, die Claudia ereilen, bringen den Leser zum Lachen. 
Bereitwillig habe ich sie auf ihrer Suche nach Mr. Right begleitet. Wer soll es werden? Der schwule Stefan, der sie als Alibi bei seinen Eltern braucht, der smarte Oliver, der auch noch der Halbbruder von Stefan ist, ihr Chef oder sogar Ullrich, ihr Verflossener?
Mit viel Spaß und Humor lässt die Autorin den Leser an den Begegnungen mit den Männern teilhaben. Das nicht alles glatt läuft, ist bei der Fülle des Männerangebotes schon vorprogrammiert.

Die Protagonistin Claudia ist ein sympathische junge Frau, der man alles Glück der Welt wünscht.. nur mit welchem Mann?
Sie hat die Qual der Wahl und nur soviel sei verraten, sie trifft die richtige Entscheidung zur rechten Zeit.

Ein Buch, das man schnell mal nebenbei lesen kann. Es ist leicht zu lesen und als Urlaubslektüre sehr gut geeignet.


Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Aavaa-Verlag)
Sabine Richling wurde 1968 in Berlin geboren. Sie besuchte das Gymnasium und nach dem Abschluss einer kaufmännischen Ausbildung arbeitete sie viele Jahre als Sachbearbeiterin in einem Großhandelsunternehmen. Nach ihrem Umzug nach Hamburg, begann sie ihre neue Arbeit in einem Verlag. Inspiriert durch die Arbeit mit Literatur, schrieb sie die ersten Entwürfe einiger Kurzgeschichten. Doch eine Erkrankung riss sie aus dem Berufsleben und sie begann, ihre Erfahrungen niederzuschreiben. Heute schreibt sie vorzugsweise Beziehungskomödien und veröffentlichte einige ihrer unterhaltsamen Kurzgeschichten, sowie den Liebesroman „Ein Iglu für zwei“.



An dieser Stelle  möchte ich mich recht herzlich beim

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte 

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Leonora Christina Skov - Das Turmzimmer




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: btb Verlag (11. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344274475X
ISBN-13: 978-3442744756
Originaltitel: Silhuet af en synder (Silhouette of a Sinner)
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,8 x 3,4 cm

Inhalt gem. btb-Verlag:
Was geschah wirklich auf Liljenholm?
Dänemark, Anfang des 20. Jahrhunderts. An einem kalten Novembertag kehrt Nella als einzige Erbin in das Haus ihrer Familie zurück. Als junges Mädchen lebte sie dort zurückgezogen mit ihrer Mutter, der Autorin Antonia von Liljenholm. Begleitet wird Nella von ihrer Freundin Agnes, mit der sie gemeinsam das einst so prachtvolle Anwesen erkundet. Unter den knarrenden Dielenböden entdecken sie die Tagebücher der verstorbenen Verwalterin von Liljenholm und erkennen nach und nach, welche erschreckenden Geheimnisse das dunkle Haus jahrzehntelang verbarg. Doch die Geheimnisse lauern nicht nur in der Vergangenheit. Denn auch Agnes verschweigt ihrer Freundin etwas …

Zum Buch:
Als Nella mit ihrer Freundin Agnes in das alte Haus Liljenholm zurückkehrt, wo Nella ihre Jugend verbrachte, ahnen sie noch nicht, was sie dort erwartet. Nella, die Erbin des Hauses, wollte nur nach dem Rechten sehen und das Haus im Anschluss zum Verkauf anbieten. 
Als sie die Tagebücher der ehemaligen Verwalterin finden, entdecken sie ein Familiengeheimnis, das bis in die Gegenwart reicht und alles ändert ...

Nella hat auf Liljenholm eine lieblose Kindheit verbracht, mit einer Mutter, die zwar eine bekannte und geachtete Autorin war, jedoch eine schlechte Mutter. Die Haushälterin Laurits hat sich mehr um sie gekümmert, als ihre Mutter Antonia. Und immer waren da diese eigenartigen Stimmen und Geräusche aus dem Turmzimmer, die etwas unheimliches hatten.
So verwundert es auch nicht, dass Nella das Haus, in dem sie aufgewachsen war, verkaufen will.
Sie nimmt ihre langjährige Freundin Agnes mit und für beide wird es ein Trip in die Vergangenheit, denn sie finden alte Tagebücher, die ihr bisheriges Leben in einer anderen Sicht erscheinen lassen.

Ich liebe Geschichten, die mit alten Geheimnissen zu tun haben, Familiengeheimnisse, die erst nach vielen Jahren ans Tageslicht kommen. So habe ich mich auch auf dieses Buch gefreut, denn genau das offeriert mir das Buch an sich und der Klappentext.
Aber leider hatte ich mit diesem Buch so meine Probleme und Durchhaltevermögen war angesagt.
Das Buch spielt in verschiedenen Zeitebenen, zwischen denen ständig hin- und hergesprungen wurde, so dass eine Zuordnung für mich oftmals nicht möglich war. Ich musste immer wieder zurückblättern, um zu sehen, wo ich mich gerade befand.
Agnes ist die Erzählerin der Geschichte und erzählt die Dinge aus ihrer Sicht. Des öfteren spricht sie jedoch ein Thema an mit dem Hinweis, dass sie es später erzählen würde. Ich kann jetzt wirklich nicht sagen, ob sie alle angefangenen Stränge auch wirklich zu Ende gebracht hatte. Ich hatte das Gefühl, irgendwo in der Geschichte festzustecken und die Zusammenhänge rauschten an mir vorbei.
Ich bin leider öfter während des Lesens vom Schlaf übermannt worden, was mir bei spannenden und fesselnden Bücher überhaupt nicht passiert. Es war stellenweise langatmig und sogar langweilig.

Leider kam Spannung wirklich erst auf den letzten 150 Seiten auf, aber das konnte mich nicht mehr wirklich für das Buch überzeugen.
Schade eigentlich, denn von der Story her hätte es ein spannendes Buch werden können, was mich wirklich interessiert hätte.

Das Cover finde ich super gelungen, es könnte das Haus aus dem Buch sein, denn die bedrückende Stimmung bringt es sehr gut rüber.

Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen, so dass es nur für 3 Pfötchen gereicht hat. 

Bewertung:




Zur Autorin:

(Text vom btb-Verlag)
Leonora Christina Skov, geboren 1976, ist in ihrer Heimat Dänemark für ihre sarkastische Literaturkritik und ihre bissige Kolumne in der Wochenzeitung Weekendavise bekannt. Für ihre Romane wurde sie von der dänischen Kritik gefeiert.
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 23. Juni 2013

[Neuzugänge] der 25. KW 2013

Zugegeben, es waren nicht so viele Bücher wie in der letzten Woche, aber trotzdem noch genug, dass sich ein Wochenpost lohnt. Ich glaube, wir hatten noch nie einen Sonntag ohne Neuzugänge, eine von uns beiden hat immer etwas Neues zu melden. So natürlich auch diese Woche.
Doch seht selbst:

Kerrys Neuzugänge:  


Kleeblatts Neuzugänge:  
Gideon, Melanie - Die Eheprobe
Stienen, Rike - Kein Traumprinz ist einer zuwenig
Stienen, Rike - Sixpack zum Verlieben 
Mitchell, Evelyn - Wenn du die Augen schließt
Longworth, Mary L. - Mord in der Rue Dumas
Jary, Micaela - Die Bucht des blauen Feuers 
Kliesch, Vincent - Bis in den Tod hinein
Boltz, Tim - Linksträger 



Wir wünschen euch noch einen schönen Sonntag und eine schöne Woche
Kerry und Kleeblatt

Samstag, 22. Juni 2013

[Rezension] Anita Friedrich - Sebastian und das große Geld




Leseprobe


Eckdaten:
Broschiert: 172 Seiten
Verlag: Aaronis Collection; Auflage: 1 (15. September 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3936524017
ISBN-13: 978-3936524017
Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 1,4 cm

Inhalt gem. Aaronis-Verlag:
Erst nach dem Tod Graf von Ludins erfährt Astrid Schumann, dass sie mit ihm verwandt gewesen ist. Zur Testamentseröffnung wird sie auf sein Schloss nach Berchtesgaden gebeten. Außer Astrid gibt es noch weitere Verwandte. Von Anfang an sind sie der jungen Frau unsympathisch. Dagegen befreundet sie sich sofort mit dem Bernhardiner des Verstorbenen, den die anderen am liebsten ins nächste Tierheim stecken würden.  
Graf von Ludin hat in seinem Testament bestimmt, dass sich Sebastian sein neues Herrchen oder Frauchen selbst aussuchen darf. Außer seiner Dienerschaft, die mit reichlichen Legaten von ihm bedacht wurde, hat der Graf für Sebastians Unterhalt fünfzigtausend Euro festgesetzt. Astrid soll das Schloss und einen Teil des Vermögens erben. Das restliche Vermögen hat der Verstorbene auf seinem Besitz versteckt und bestimmt, dass der Schatz dem Finder zufällt. Einzig und allein Sebastian kennt das Versteck.
Kurz nach der Testamentseröffnung trifft ein weiterer Erbe ein, Richard von Ludin. Astrid und er verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Beide sind mehr darauf erpicht, soviel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen, als den Schatz zu finden. Die übrigen Erben schlagen sich bei der Suche nach dem versteckten Vermögen allerdings fast die Köpfe ein. Jeder von ihnen umschmeichelt Sebastian und hofft, durch ihn ans Ziel zu gelangen.
Als auch noch Astrids früherer Freund auf Schloss Ludin auftaucht, beginnt die Situation zu eskalieren.

Zum Buch:
Mit diesem Buch in den Händen ist kurzweilige und unterhaltsame Lektüre garantiert.

Schon der Leser fragt sich zu Beginn, was denn der Graf von Ludin aushecken möge, als er sein Testament geschrieben hatte, denn aus dem Raum kam Lachen, während er mit seinem Anwalt das Testament aufsetzte.
Astrid Schumann gerät, für sie völlig überraschend, mit auf die Erbenliste, hatte sie doch bis dahin nicht einmal ansatzweise gewusst, dass sie adlige Verwandschaft hat. Dass sie auch noch das große Los ziehen würde, indem der Graf sie als Erbin für sein Haus einsetzt, hätte sie sich im Traum nicht ausdenken können.
Aber das Gerangel auf dem Schloss geht erst los, als bekannt wurde, dass der Graf Wertsachen in Größenordnung versteckt hat und dass die Erben es suchen müssen. Klar, dass das nicht ruhig und gesittet vonstatten geht, zumal die beiden Erben Bernhard von Ludin und Mark Anton Weingärtner das Geld sehr gut gebrauchen könnten.

Als dann als 4. Erbe Richard von Ludin auf der Bildfläche erscheint, ist unklar, ob er es mit Astrid ehrlich meint, oder ob auch er nur an ihrem Geld interessiert ist.

Sebastian ist ein großer Bernhardiner mit einem Faible für die Menschen. Seinem Gespür kann man gut vertrauen, denn er merkt sofort, ob der Mensch gut oder böse ist. Astrid schließt er sofort in sein Herz, schon am ersten Abend beschließt er schließlich auch, in ihrem Zimmer neben ihrem Bett zu schlafen.

Eine schöne Geschichte mit einem Touch von Geld, Reichtum, Erbschaften, Liebe und Neid. Für zwischendurch genau das richtige Buch, wenn man mal abschalten möchte.
Die Protagonistin Astrid schließt man sehr schnell ins Herz, hat sie doch für alle anderen ebenfalls Herz und Mitgefühl übrig, ob diese es verdienen oder nicht.
Die unsympathischen Protagonisten hat man auch schnell herauskristallisiert, so dass man die Geschichte einfach nur noch auf sich wirken lassen kann.

Dem Cover nach zu urteilen hatte ich vom Buch völlig andere Vorstellungen. Optisch gesehen kam bei mir die Vorstellung auf, dass es sich um Tiergeschichten handelt. Wäre von daher nicht unbedingt meine Leserichtung. Um so überraschter war ich, als ich feststellte, dass es hier nicht um Tiere geht, auch wenn Sebastian als Bernhardiner seine Rolle hat.

Ein wenig befremdend empfand ich, dass die Autorin sehr oft das Wort Mamsell benutzte, was meines Erachtens doch schon sehr antiquiert und überholt ist. Ich wage zu bezweifeln, dass junge Leser heute noch wissen, was eine Mamsell ist.

Ansonsten eine sehr schöne Geschichte um eine Erbschaft mit netten und weniger netten Protagonisten und einem liebenswerten Sebastian, die ich gern weiterempfehle.

Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Aaronis-Verlag)

Anita Friedrich, Jahrgang 1947 schreibt seit ihrer Kindheit. Ihre ersten Geschichten wurden 1964 in Jahrbänden und Tageszeitungen abgedruckt. Nach einem längeren Aufenthalt in Israel entstand das Jugendbuch 'Shalom, ich bin Jordana'. Weitere Jugend- und Kinderbücher, zahlreiche Kurzgeschichten, Reiseberichte und Romane folgten. In den letzten fünfunddreißig Jahren sind rund 1.000 Heftromane, Taschenbücher und Taschenhefte von ihr unter verschiedenen Pseudonymen erschienen, darunter Anne Alexander, Dinah Kayser, Maren Simonis, Jessica Stein, Sharon Page.
Ihre Geschichten und Romane spielen zum großen Teil in Deutschland, England, Schottland, Malta, Kreta und Israel, sowie auf Kreuzfahrtschiffen.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Brigitte Beil - Ein Brief aus England



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: btb Verlag (9. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442745721
ISBN-13: 978-3442745722
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2 cm

Inhalt gem. btb-Verlag:
Es sind die Geheimnisse früherer Generationen, die uns ein Leben lang prägen.
Die erfolgreiche Münchner Geschäftsfrau Sigrid findet eines Abends beim Nachhausekommen ihre Tochter völlig verstört vor. Judith, Mitte zwanzig, stürzt ohne Erklärung aus der gemeinsamen Wohnung. Auf dem Küchentisch entdeckt Sigrid einen geöffneten Brief. Ein Amtsschreiben, in dem steht, dass eine Mrs Linda Hamstad, ehemals Macksiepen, in Manchester gestorben sei und die Verwandtschaft gebeten werde, wegen der Nachlassregelung mit den dortigen Behörden Kontakt aufzunehmen. Linda ist Sigrids Mutter, die kurz vor Kriegsende plötzlich verschwand. Von der Sigrid stets behauptet hatte, sie wäre längst tot. Der sorgsam gehütete Mythos, ihr Schutzwall gegen die unheilvolle Vergangenheit, droht brüchig zu werden. Ist es an der Zeit, ihre Tochter in die Familiengeheimnisse einzuweihen?

Zum Buch:
Sigrid lebt gemeinsam mit ihrer 26-jährigen Tochter in einem Haus. Die Beziehung zwischen den beiden ist nicht gerade von Liebe gekennzeichnet. Als eines Tages ein Brief aus England ankommt, wird er von Judith geöffnet.
Dieser Brief, der den Tod von Mrs. Linda Hamstad, ehemals Macksiepen anzeigt, bringt ein Lügengerüst zum Stürzen, das sich Sigrid über die Jahre aufgebaut hat ...

Das Buch bringt den Leser in eine Zeit zurück, die die schwärzeste in der deutsche Geschichte ist, in die Nazizeit.
Sigrid ist die Tochter eines Arztes des 3. Reiches und einer englischen Spionin. Als die Tarnung ihrer Mutter aufzufliegen scheint, verschwindet diese von einem Tag auf den anderen und kehrt nach England zurück. Ihre erst 3-jährige Tochter lässt sie bei dem Vater zurück, der sie nunmehr als seinen persönlichen Feind ansieht. Nachdem der Versuch, sie nach England hinterherzuschicken scheitert, verbringt sie ihre Jugend in diversen Heimen. Ungeliebt und unbeachtet frisst sich dieses Gefühl in Sigrid hinein. Sie empfing nie Liebe und ist auch nicht in der Lage, welche zu geben. 
Der Makel, die Tochter eines Nazis zu sein, hängt an ihr und sie versucht, sich ihre "eigene" Wahrheit zu erhalten. Sie blendet aus, dass ihre Eltern sie im Stich ließen und erzählt, dass sie ein Waisenkind ist.
Selbst ihrer Familie inkl. ihrer Tochter Judith hat sie nie die Wahrheit gestanden.
An dem Tag, an dem der Brief aus England kommt, ändert sich die Welt der beiden Frauen, denn er zeigt den Tod ihrer Mutter an. Judith ist entsetzt, dass sie von ihrer Mutter jahrelang belogen wurde.

Es beginnt eine Zeit der Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse und des Verhältnisses der beiden Frauen zueinander.
Die Geschichte wird aus der Sicht Sigrids erzählt. 
Mittels Rückblicken in ihre Vergangenheit, in die Nazizeit, die sie als Kind erlebte, und in die Zeit ihrer Jugend erfährt der Leser, wie aus dem kleinen glücklichen Kind eine verbitterte und der Liebe nicht fähigen Frau geworden ist. 
Großen Anteil an ihrem Leben nahm und nimmt Karola, die seinerzeit als Kinderfrau für Sigrid eingestellt wurde. Sie hatte selbst in der Zeit, als Sigrid im Heim war, immer über sie gewacht. Als Sigrid Judith bekam, bat sie Karola, doch auch für ihre Tochter zu sorgen.
Karola ist auch diejenige, die Sigrid bei ihrer Vergangenheitsbewältigung helfen kann, hat sie doch die Beziehung zwischen Sigrids Eltern bewusst miterlebt. 
Immer wieder schweift die Autorin in die verschiedenen Zeitepochen ihres Lebens ab, in die Kinderzeit, in die Zeit ihrer Ehe oder im Jetzt.
Sigrid sieht sich erst jetzt in der Lage, die Zusammenhänge zu erkennen und besinnt sich ihrer Tochter, als es fast zu spät ist.

Mit diesem Buch hält man keine leichte Lektüre in den Händen. Es ist eine Aufarbeitung mit der Vergangenheit in seiner ganzen Tiefe. Ein wenig schwermütig ist dieser Roman, aber nie langweilig.
Ein Roman, den man nicht mal so nebenbei lesen kann.

Bewertung:




Zur Autorin:

(Text vom btb-Verlag)
Brigitte Beil, aufgewachsen in Münster, studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Publizistik und arbeitet als freie Journalistin und Buchautorin. Schwerpunkte ihrer zahlreichen Sachbücher sind soziale und psychologische Themen. Brigitte Beil hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann in München. Zuletzt erschien bei btb ihr Roman »Eiswinter«.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 21. Juni 2013

[Lesung] Tanja Wekwerth liest aus "Ein Hummer macht noch keinen Sommer"

Momentan haben wir ein schönes Programm, was Lesungen angeht.
Das Wetter ist super, vielleicht gerade ein wenig zu viel super, so dass sich Lesungen im Garten geradezu anbieten.
So eine Lesung hatten wir auch am Mittwoch vor uns. Die Autorin war Tanja Wekwerth, die aus ihrem neuesten Buch "Ein Hummer macht noch keinen Sommer" vorgelesen hatte. 

Ganz in der Nähe eines Kanals (wie gern hätten wir auch unsere Füße darin gebadet)
 

und einer ehemaligen Desinfektionsanstalt 

 
befindet sich die Buchhandlung Leseglück, wo die Lesung stattfinden sollte.


 

Wir waren natürlich wieder vor der Zeit da und hatten so die Möglichkeit nach einem Platz in der ersten Reihe zu bitten, was uns auch gewährt wurde. So saßen wir neben den VIP's Micaela Jary, Kerstin Hohlfeld und zwei Damen vom Goldmann-Verlag in der ersten Reihe. 
Unser Platz war uns sicher, denn er war gekennzeichnet, was wir total lieb fanden.

Bei den gefühlten 50°C im Schatten hatte Tanja Wekwerth schon Bedenken, dass die Leute lieber in den Biergärten verschwinden würden statt zur Buchlesung zu gehen. Aber wir Büchernarren sind eben nicht mit einem schnöden, zugegebenerweise kühlen, Bier zu ködern, sondern hart im Nehmen.
Die Buchhändlerin hatte ein paar Getränke wie Weinschorle oder Wasser angeboten, was die Hitze ein klein wenig erträglicher machte.

Tanja Wekwerth nahm dann auf ihrem Stühlchen Platz und fing in einer zauberhaften Umgebung mit dem Lesen an.
 

Es gab eine kleine Unterbrechung , in der sie Marzipan-Kostproben des Berliner Marzipangeschäfts der Familie Wald den Zuhörern reichte. Das Geschäft erwähnte sie in ihrem Buch und die Idee, das mit einer Kostprobe zu bereichern, war schlichtweg genial.  

Nach der Lesung hatten die Zuhörer Gelegenheit, Fragen zu stellen, was auch reichlich genutz wurde.
Im Anschluss haben wir noch ein paar Schnappschüsse vom Garten gemacht.

 
v.l.: Kerstin Hohlfeld, Micaela Jary

Der Garten nach oben gesehen :-)

Auch wenn es so aussieht, ich glaube nicht, dass die beiden Autorinnen sich über Blumen unterhalten haben.
(links: Tanja Wekwerth , rechts: Kerstin Hohlfeld)

Keine Ahnung, mit wem Tanja Wekwerth hier gesprochen hatte oder um was es ging, aber das Bild sieht aus, als wollte sie salutieren. Wir fanden es witzig und hoffen, dass die Autorin das auch so sieht.
Natürlich gab es auch dieses Mal ein Gruppenbild der drei Autorinnen
v.l.: Tanja Wekwerth, Kerstin Hohlfeld, Micaela Jary

Das war wieder ein wunderschöner gelungener Abend. Wir hatten Glück in dem Hinterhofgarten, denn dort wehte ein kleines Lüftchen, das einen die unerträgliche Hitze vergessen ließ.
Wir haben wieder eine für uns neue deutsche Autorin kennengelernt, von der wir zwar noch nichts gelesen haben, dies aber bei der nächsten Gelegenheit nachholen werden.
Es gibt tolle deutsche Autoren, die es immer wieder lohnt, für sich zu entdecken.

Wir möchten noch einmal an dieser Stelle der Buchhandlung Leseglück danken, dass sie die Lesung in der tollen Umgebung veranstaltet hat. Uns hat es sehr gut gefallen, die Organisation war super und der ganze Abend einfach nur gelungen.
Danke Tanja Wekwerth, dass wir dich nun auch kennenlernen durften.

Auch zu dieser Lesung mit einem höchst vergnüglichen Buch haben wir es nicht geschafft, uns zeitnah ein Buch zu organisieren, das wir heute hätten rezensiert vorlegen können.

Für die nächste geplante Lesung gibt es dann auch wieder eine Rezension, versprochen.

Wer möchte und aus Berlin ist, der hat am Montag, dem 24.06.2013 Gelegenheit, drei tolle Autoren bei einer Lesung zu erleben.
Die Lesung findet auch im Leseglück statt. Die lesenden Autorinnen sind Tanja Wekwerth, Micaela Jary und Zoë Beck. Jede bedient ein anderes Genre, so dass es bestimmt eine tolle Mischung ist. Wir haben schon alle drei Autorinnen bei Lesungen erlebt, so dass wir gut einschätzen können, was wir empfehlen.
Der Eintritt ist kostenlos, da es eine Benefizlesung ist, derem Erlös zu 100% an die vom Hochwasser zu Schaden gekommenen Buchhandlungen geht.

Wir wünschen euch viel Spaß.
Kerry und Kleeblatt

Donnerstag, 20. Juni 2013

[Rezension] Kristy Spencer / Tabita Lee Spencer - Dark Angels´ Fall - Die Versuchung (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 484
ISBN: 978-3-401-06785-8
Erscheinungstermin: August 2012 (1. Auflage)
Format:
Hardcover
Verlag: Arena


Klappentext gem. Arena:
Wie weit würdest du gehen für den Menschen, den du liebst?
Sam Rosell und seine dunklen Anhänger sind besiegt. Der Herbst hat den Sommer auf Whistling Wing abgelöst. Aber Dawna und Indie wissen, dass der Schein trügt. Auf der verzweifelten Suche nach Miley, dem Mann, den Dawna gegen alle Vernunft liebt, begegnet sie Dusk wieder. Der Wolf mit den goldenen Augen rettet ihr Leben, während sich die Schatten auf Whistling Wing zum zweiten Mal mehren. Und Dawna ahnt, dass Dusk viel mehr ist als nur ein Wolf …


Rezension:
Shantani konnten Dawna und Indie vertreiben, doch er hat Miley, Dawnas Freund entführt und nun weiß niemand, wo dieser ist. Das die Wiedergeburt des Todesengels Azrael vereitelt werden konnte, ist nur ein schwacher Trotz für Dawna. Auch Indie macht sich Sorgen, denn sie weiß nicht, ob sie Gabe, ihren Schutzengel und dennoch dunklen Engel getötet hat oder nicht. Zwar verbreitet Mileys Mutter das Gerücht, dass Miley zu seinem Klan zurückgekehrt ist, doch die beiden Mädchen wissen es besser und suchen unermüdlich nach ihm.

Derweil ist die Mutter von Dawna und Indie felsenfest davon überzeugt, ein Kind von Shantani zu bekommen. Sie macht damit ihr gesamtes Umfeld, inkl. ihrer Töchter und der verbliebenden Teilnehmer des Engelsseminars verrückt, auch wenn keine Anzeichen auf eine Schwangerschaft hindeuten. Zur Ruhe kommen Dawna und Indie jedoch generell nicht. Bei ihrer Suche nach Miley stoßen sie auf eine Band von Motorrad-Fahrern, in denen sie die verbliebenen 6 dunklen Engel erkennen, unter ihnen Gabe, was Indie sehr freut, doch die Gefahr, die sie darstellen, ist nicht zu unterschätzen. Auch sie sind auf der Suche nach Miley, um diesen als Druckmittel gegen die Schwestern einsetzen zu können, um ihre Pläne doch noch erfolgreich abschließen zu können.

Alle wissen, dass die Zeit drängt und dennoch macht anscheinend niemand Fortschritte bei der Suche nach Miley. Dawna hingegen trifft immer wieder auf den Wolf Dusk, der ihr zu verstehen gibt, ihn endlich von seiner Kette zu befreien. Als Dawna dem endlich nachgibt, muss sie feststellen, dass Dusk gar kein Wolf ist, sondern ein Gestaltenwandler, hinter dem sich ein hinreißender junger Mann verbirgt. Doch als auch dieser ankündigt, nach Miley zu suchen, ist sie in größter Sorge, denn sie weiß: Dusk wird Miley, wenn er ihn findet, töten, um so den dunklen Engel keinerlei Druckmittel in die Hand zu geben. Die Zeit drängt, die dunklen Engel kommen den Schwestern immer näher und die Gefahr für sie und den Rest der Menschheit wächst stetig ...


Eine großartige Fortsetzung! Der Plot wurde wieder sehr abwechslungsreich und bildreich erarbeitet. Ich konnte mir jederzeit die jeweiligen Szenen vor Augen führen, habe Unwetter miterlebt und bin förmlich mit der Landschaft verschmolzen. Die Figuren wurden wieder ausgesprochen facettenreich erarbeitet, wobei ich nach wie vor der frechen Indie den Vorzug geben - ich finde sie einfach rundherum gelungen und toll, einfach total sympathisch mit ihrer leicht chaotischen, aber immer rebellischen Art. Den Schreibstil empfand ich wieder als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am Stück gelesen habe. Leider muss ich auf den nächsten Band der Reihe "Dark Angels` Winter - Die Erfüllung" warten, der aber zum Glück Band 3 und 4 der Tetralogie beinhaltet. 

Bewertung
 
Die Autorinnen:
Beate Teresa Hanika (alias Kristy Spencer, im Bild links), geboren 1976 in Regensburg, ist Fotografin. Ab 1997 arbeitete sie mehrere Jahre als Model in verschiedenen europäischen Städten. Ihr erster Jugendbuchroman "Rotkäppchen muss weinen" wurde u.a. mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2007 und dem Bayerischen Kunstförderpreis 2009 ausgezeichnet und für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010 nominiert. (übernommen vom Arena)

Susanne Hanika (alias Tabita Lee Spencer, im Bild rechts), geboren 1969 in Regensburg, promovierte nach ihrem Studium der Biologie und Chemie in der Verhaltensphysiologie und arbeitete als Wissenschaftlerin im Zoologischen Institut der Universität Regensburg. Auf dem deutschen Buchmarkt machte sie sich einen Namen durch ihre erfolgreichen Kriminalromane rund um die Ermittlerin Lisa Wild. (übernommen von Arena)

Zur Webside der Buchreihe kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
Dieses Buch habe ich mir auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse gekauft.