Mittwoch, 25. September 2013

[Rezension] Sarah Blakley-Cartwright / David Leslie Johnson - Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 293
ISBN: 978-3-570-16124-1
Erscheinungstermin: 21. Februar 2011
Format:
Broschiert
Verlag: cbt


Klappentext gem. cbt:
Zehn Jahre ist es her, dass Valeries Kindheitsfreund Peter verschwand und Valerie beim nächsten Vollmond einem Werwolf gegenüberstand – und von diesem verschont wurde. Nun ist Peter wieder da, und als sie ihn wiedersieht, packt die jetzt siebzehnjährige Valerie dieselbe wilde Leidenschaft wie dereinst. Zwar ist sie dem wohlhabenden Henry Lazar versprochen, aber Valerie würde alles dafür tun, um Peter nicht wieder zu verlieren. Doch dann wird am Tag nach Vollmond der leblose Körper eines jungen Mädchens gefunden. Kratzspuren und Bisse sprechen eine eindeutige Sprache: Der Werwolf ist zurück, und er hat sich ausgerechnet Valeries Schwester Lucie geholt. Alles deutet darauf hin, dass der Wolf allein wegen Valerie gekommen ist und nicht ruhen wird, bis er auch sie in seiner Gewalt hat…


Rezension:
Valerie lebt mit ihrer Familie im verschlafenen Dorf Daggorhorn. Schon als siebenjährige weiß sie, dass sie anders ist, als andere Kinder. Zu ihrer älteren Schwester Lucie hat sie ein sehr inniges Verhältnis. Auch das Verhältnis zu ihrer Mutter Suzette ist gut, wie das Verhältnis von Müttern und Töchtern halt ist, nur mit ihrem Vater Cesaire versteht sie sich nicht ganz so gut, da dieser dem Alkohol nicht abgeneigt ist und er dadurch nicht mehr er selbst ist. Auf Grund eines tragischen Unfalls verliert Valerie ihren besten Freund Peter, der mit seinem Vater fluchtartig das Dorf verlassen muss. Als dann auch noch ihre Lieblingsziege dem Wolf geopfert werden soll, versteht Valerie die Welt nicht mehr. Nachts schleicht sie sich zum Altar und begegnet dem Wolf. Wie durch ein Wunder überlebt sie diese Begegnung unverletzt.

10 Jahre später leben Valerie und ihre Familie noch immer in Daggorhorn. Zur Erntezeit stellt sie fest, dass Peter wieder im Dorf ist. Zwar wird er von den übrigen Dorfbewohnern gemieden, doch die Faszination, die sie schon immer in seiner Gegenwart gespürt hat, ist geblieben. Valerie ist jedoch enttäuscht, dass Peter anscheinend nichts mehr mit ihr zu tun haben will. Doch dem ist ganz und gar nicht so, denn als sie ihn zur Rede stellt, muss sie erkennen, dass sich auch seine Gefühle ihr gegenüber niemals geändert haben. Die Beiden beschließen gemeinsam wegzulaufen, da Valeries Eltern einer Ehe der Beiden niemals zustimmen würden. Doch dann geschieht das, womit niemand gerechnet hat.

Lucie wird tot aufgefunden. Sie wurde von einem Wolf getötet - soviel steht fest, doch warum war sie nachts allein auf dem Feld? Das Schicksal jedoch bricht weiter über Valerie herein, denn sie erfährt von ihren Eltern, dass sie mit Henry Lazar, dem beliebten und geachteten Sohn des Schmieds des Dorfes verlobt wurde. Henry ist die beste Partie für Valerie, die es in Daggorhorn gibt und dennoch, er ist nicht Peter. Noch ehe Valerie recht weiß, was ihr geschieht, gehen die Männer des Dorfes auf Wolfsjagd - und die Führung übernehmen Henry und Peter. Wird sie den Mann, den sie lebt, jemals wieder sehen oder den, mit dem sie verlobt wurde?


Rotkäppchen und der Werwolf! Der Plot wurde durchaus abwechslungsreich erarbeitet, jedoch wurden immer wieder Dinge angedeutet, die sich nicht aufgelöst haben, Szenen wurden erschaffen, die in keine Richtung führten, usw. Ein bisschen mehr Details oder Tiefe hätten durchaus nicht geschadet. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei mir hier definitiv auch diverse Hintergründe fehlten. Was hat Peter in den 10 Jahren gemacht, was wurde aus seinem Vater, usw. Den Schreibstil empfand ich als angenehm, wenn da nicht immer die Szenen gewesen wären, die irgendwie im Nichts endeten.

Bewertung

 
Die Autoren:
Sarah Blakley-Cartwright wuchs in Los Angeles und Mexico auf. Seit ihrer Kindheit verfasst sie Texte, für die sie bereits mehrere Preise erhalten hat. Sie lebt in New York City und in Vancouver, wo sie parallel zur Entstehung des Films "Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond" einen Roman mit gleichem Inhalt verfasste. (übernommen vom cbt)

David Leslie Johnson stammt aus Ohio, studierte dort Fotografie und Filmwissenschaften und arbeitete als Produktionsassistent für den Regisseur und Drehbuchschreiber Frank Darabont, unter anderem für den Oscar-nominierten Film "Die Verurteilten". Er verfasste das Drehbuch zu "Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond". Johnson lebt im kalifornischen Burbank. (übernommen von cbt)


Wie ich zu dem Buch kam:
Nachdem ich so viel über das Buch gehört hatte, wollte ich es natürlich selbst besitzen und habe es mir günstig sichern können.

Dienstag, 24. September 2013

[Rezension] Barbara Ruscher - Fuck the Möhrchen



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (9. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746629837
ISBN-13: 978-3746629834
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 2 cm

Inhalt gem. Aufbau-Verlag:
Gut gebrüllt, Baby!
Bin noch im Bauch. Draußen schreit eine Frau. Will ihr sagen, mit Schreien erreiche man gar nichts. Jetzt schreit sie MICH an. Heiße wohl PDA. Origineller Name.
Wer sich je gefragt hat, was uns unser süßes Baby mit seinem ohrenbetäubenden Brüllen sagen will, findet hier Antworten – und was für welche. Die preisgekrönte Kabarettistin Barbara Ruscher liefert hochkomische Einblicke in Babys Sicht der biologisch korrekten Familienwelt. 
Nach Monaten der Frühförderung in Mamas Bauch kennt Baby Mia zwar Mozarts Frühwerk, aber leider kann sie sich weder drehen noch sprechen. Nur ihr Teddy versteht sie. Und während Mia die ersten Meilensteine des Lebens – erstes Lächeln, erstes Mal Mama und Papa beim Sex stören, erstes Mal die olle Trulla anpinkeln, die Papa schöne Augen macht – hinter sich lässt, fordert der anstrengende Familienalltag seinen Tribut von ihren Eltern. Als zwischen Pekip und Biobrei die Ehekrise droht, müssen Mia und Teddy handeln.

Zum Buch:
"Fuck the Möhrchen" ist mal ein ganz anderer Roman. Geschrieben aus der Sicht eines Babys.
Die kleine Mia wird gerade geboren. Eben unterhält sie sich noch mit ihrem Mutterkuchen, wird sie auch schon in die Welt geschoben. Schon hat man Mama und Papa an der Backe und auch noch so einen pelzigen Typen, der sich Teddy nennt. Mia, die sich mit ihren Eltern so gar nicht verständigen kann, versucht es mit schreien. Schnell merkt sie, was sich tut, wenn sie schreit und übt das anschließend ein wenig.
Der Einzige, mit dem sie sich unterhalten kann, sind ihr Teddy und andere Babys, denn Babys untereinander verstehen sich. Komisch, dass man das später nicht mehr weiß.

Der Leser begleitet Mia von der Geburt bis zu ihrem erstem Geburtstag. 
Mama ist mit ihr zu Hause, während Papa das große Glück hat, arbeiten gehen zu dürfen. Demzufolge ist Mama auch nachts für Mias Problemchen verantwortlich. Mia meint es gut mit ihrer Mama und will sie immer um sich haben, also will sie alle 2 h was zu trinken, was dann 1 h dauert. Zank und Streit zwischen den Eltern bleiben da nicht aus und Mia versucht, wieder alles zu richten, indem sie dafür sorgt, dass sie immer zwischen den beiden liegen darf. Mias Gedanken sind an der Stelle schon recht konstruktiv und verwirrend.
Anstrengend sind die Zeiten, wo sie Zähnchen bekommt. 
Lichtblicke sieht Mia, wenn sie ihren Liebsten Sören-Wotan sieht, muss aber auch bald feststellen, dass "Männer" selbst in dem Alter schon nach anderen gucken.
Solche Momente, die Mia angehen und in denen sie ihre Gedanken preisgibt, die altersgemäß passen, gefielen mir sehr gut, da sie ja aus der Sicht eines Babys sind. Des Öfteren habe ich geschmunzelt und mir gedacht, das könnte ein Baby wirklich denken.

Was mir jedoch gar nicht gefallen hat, waren Mias Gedanken, die absolut nicht kindlich waren und die ich nie in den Mund oder den Gedanken eines Babys stecken würde.
Ein Beispiel, wo Mias Mutter diese mit auf die Toilette nimmt, um sie nicht allein zu lassen:

"... Es dauert lediglich ein paar Sekunden, und ihre gerunzelte Stirn glättet sich wie nach dem Gebrauch von dreißig Botox-Spritzen. Man könnte sagen, eine Mutation von Catweazle zu Uschi Glas in frühen Jahren" (Seite 101/102)

Mal ehrlich, welches Baby würde annähernd sowas denken? Ich würde glatt behaupten, dass viele nicht einmal mehr wissen, wer Catweazle und Uschi Glas waren. Meine Tochter (30 Jahre) bräuchte ich an der Stelle nicht fragen.

Ein weiteres Beispiel wäre, als Mia, nun schon älter, versucht, den Kühlschrank zu öffnen, dies aber verständlicherweise nicht darf. Der Teddy erzählte ihr, dass der Kühlschrank gebraucht gekauft wurde.

"Gebraucht gekauft?", vergewissere ich mich entsetzt bei Teddy, "wo denn, dann kommt der womöglich aus dem Osten, und die Stasi sitzt da drin und verhört den Frischkäse?" (Seite 216)

Zugegeben, das hört sich witzig an, aber es passt überhaupt nicht zu den Gedanken, die ich von einem Baby erwarte.
Gedanken dieser Art ziehen sich durch das ganze Buch und ich habe mich ehrlich gesagt, damit sehr schwer getan. Vieles denkt nicht mal ein Erwachsener, ganz zu schweigen, dass ein Baby, selbst wenn es schon im Mutterleib mit allem möglichen beschallt wurde, denken würde.

Das Buch ist gespickt mit Gedanken und Geistesblitzen von Mia, die wirklich witzig und humorvoll wirken würden, wenn sie nicht im Zusammenhang mit einem Baby stehen würden. 
Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen, so dass ich 2 Pfötchen abziehen musste.


Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Barbara Ruscher, geboren 1969 in der Nähe von Bonn, hat ein Lehramtsstudium und Referendariat in Musik und Germanistik absolviert, was ihr die Grundausbildung für die Bühne lieferte – schaffst du das, schaffst du alles. Seit 1998 ist sie auf den deutschsprachigen Kabarettbühnen unterwegs. „Fuck the Möhrchen“ ist ihr erster Roman. www.barbara-ruscher.de

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Lilli Beck - Liebe verlernt man nicht



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 2 (22. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746629462
ISBN-13: 978-3746629469
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,6 x 2,4 cm

Inhalt gem. Aufbau-Verlag:
Ü50 – und zu allem bereit!
Als ihr Sohn heiratet, will sich Paula vor ihrem Ex-Mann und seiner (deutlich jüngeren) Neuen keine Blöße geben und engagiert den Bruder einer Freundin als Begleiter. Der Abend wird ein Erfolg, Aushilfsmann Karl ist ein echter Volltreffer, und Paula kommt auf den Geschmack. Nie wieder sollen Frauen in ihrem Alter an Männermangel leiden! Gemeinsam mit ihren Freundinnen Biggi und Traudl beginnt sie nun, den Verabredungsmarkt zu sondieren und macht sich auf die Suche nach Männern ihrer Altersklasse. Obwohl es immer wieder zu altersbedingten Zwischenfällen kommt und auch mal ein Notarzt gebraucht wird, eröffnen die drei bald ihre Agentur „Herzflimmern“. Währenddessen knistert es gewaltig zwischen Paula und Karl, der sich ein Dauerengagement an ihrer Seite vorstellen könnte. Aber dann taucht Ex-Mann Herbert wieder auf.
Drei Freundinnen jenseits der 50 haben genug davon, dass Männer nie da sind, wenn man sie braucht.


Zum Buch:
Verdammt. Was soll man machen, wenn man eine männliche Begleitung braucht, weil man vom eigenen Mann gegen ein jüngeres knackigeres Modell ausgetauscht wurde, man immer noch allein ist und der Sohn sich verloben will? Die Feier soll ausgerechnet im neuen Haus des Ex-Mannes und seiner Freundin stattfinden. Der Gedanke, da allein hinzugehen, ist so ätzend, dass Paula schon daran denkt, gar nicht hinzugehen. Glücklicherweise trifft sie im entscheidenen Moment auf Karl, den Bruder ihrer Freundin Biggi, der sich nur zu gern bereit erklärt, mit Paula zur Verlobungsfeier zu gehen.

Paula, Biggi und Traudl sind Freundinnen, alle über 50 und Single, sei es wegen Scheidung, Todesfall oder einem Betrüger. Als Paula und Biggi für Traudl einen Mann suchen wollen, um diese aus ihrer 2-jährigen Trauerzeit um ihren Verschiedenen herauszuholen, müssen sie feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, Männer im entsprechenden Alter zu finden. Da kommt ihnen die Idee, selber eine Partnerbörse für Senioren zu eröffnen. Aber auch hier stellt sich die Frage, wo findet man Männer oder auch Frauen für ihre Kartei? ...

Lilli Beck und ihre "ollen Herrschaften", einfach göttlich. 
Die Protagonisten befinden sich annähernd in meinem Alter, so dass ich mich inmitten der älteren Herrschaften wieder einmal recht wohl fühlte.
Die Idee, eine Partnervermittlung für die "Reifere Generation" zu gründen, ist super, aber die Umsetzung erst macht den Spaß des Buches aus. Paula und Biggi machen sich ganz intensiv auf die Suche nach Männern, die sich bei ihnen für ihre Agentur vorstellen können. Nur wo sucht man diese? Fitnisscenter, Bars, Begleitservice zum Spionieren ... es wird nichts ausgelassen und der Leser hat das Vergnügen, bei allem live dabei sein zu können. 
Wie kommt man schon aus der Nummer raus, wenn man sich einen Mann gemietet hat und mit ihm aufs Zimmer geht?  Wie weit treibt man der Spionage wegen die Neugierde?

Während sich Traudl noch anfangs hinter ihrem Schmerz versteckt, ihren Mann verloren zu haben, drehen Paula und Biggi voll durch. Biggi versucht im Park beim Gassi gehen der Hunde Männer aufzureißen und erlebt die kuriosesten Typen, Paula übernimmt Fitnisscenter und andere diverse Einrichtungen. Nicht einmal das Speeddating lassen die beiden aus.
Während ich das Erlebte der Damen so gelesen habe, dachte ich, sind die Männer wirklich so, wie die Autorin sie dargestellt hat?
Wie weit davon Wahrheit oder Fiction ist, ist letztendlich egal, das Lesen macht auf alle Fälle unheimlichen Spaß und ein wenig schadenfroh habe ich schon vor mich hin geschmunzelt. Zwischendurch habe ich mir so meine Gedanken gemacht und überlegt, wie die Autorin Lilli Beck ihre Recherchen für das Buch betrieben haben mag. Wenn sie nur die Hälfte von dem erlebt hat, was sie schreibt, muss sie viel Spaß gehabt haben.

Lilli Beck zeigt nicht nur, wie einfach es ist, gegen ein jüngeres Modell ausgetauscht zu werden, sie zeigt vor allem, dass das Leben mit 50+ noch lange nicht zu Ende ist und auch die Sache mit der Liebe noch nicht ausgestanden sein muss.
Paula, Biggi und Traudl zeigen, wie viel Spaß man noch in dem Alter haben kann und dass man auch in dem Alter noch von der Liebe überrollt werden kann.

Eine höchst amüsante, humorvolle, witzige und spritzige Unterhaltung mit ausgesprochen sympathischen Protagonisten, die zeigen, dass man auch im fortgeschrittenen Alter noch lange nicht zum Alten Eisen gehört.

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen von ihrer HP)
Ich wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren, wo ich auch aufwuchs.
Nach der Schulzeit begann ich in einer Autowerkstatt eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. Nichts davon habe ich jemals wieder gebraucht. Ende 1968 wechselt ich nach München. Im Gepäck: ein schwer verständlicher Dialekt, weshalb ich Tagebücher zu schreiben begann - inzwischen sind es über fünfzig. Nach zwei Wochen tippen bei einem Rechtsanwalt wurde ich von einer Modelagentin (es gab noch keine Casting-Shows) in der damaligen In-Disko "Blow up" entdeckt. Es folgten die ersten Fotos in Paris. Anschließend reiste ich zehn Jahre lang durch die Welt und arbeitete u.a. für Zeitschriften wie BRIGITTE, landete wegen meiner perfekten Beine auf Strumpfpackungen und Plakaten, war die Pirelli-Kühlerfigur der 70er Jahre (der berühmte Kalender entstand erst in den 80ern) und auch Covergirl auf der LP "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" von Marius Müller-Westernhagen. Zwischendurch absolvierte ich ein Schauspielstudium, war Cutterassistentin, (u.a. bei Wim Wenders' "Der amerikanische Freund"), und bekam erste TV- und Filmrollen. Durch die intensive Arbeit mit Texten begann ich eigene Texte zu schreiben. Nach der Geburt meiner Tochter gab ich die Schauspielerei auf und wechselte hinter die Kamera als Visagistin. 2000 verließ ich die Welt des schönen Scheins, um nur noch zu schreiben. 2002 die ersten Veröffentlichungen von Kurzkrimis.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.

Von Lilli Beck wurden gelesen und rezensiert:


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 23. September 2013

[Lesung) Buchpremiere: Annette Kruhl las aus "Tausche Ex gegen Sex"

Am letzten Freitag wurden wir vom Droemer Knaur-Verlag zur Buchpremiere des Buches


eingeladen und haben diese gern angenommen. Die Veranstaltung fand in Berlin, im Grünen Salon der Volksbühne statt, die gerade erst frisch renoviert worden war.
Es war nicht nur eine Lesung, es war ein Programm, das uns die Autorin und Kabarettistin Annette Kruhl dort bot.
 

Es war ein einzigartiges Programm, abwechselnd wurde gelesen, gesungen oder Kabarett dargeboten. Alles zum Thema Männer - Frauen - Sex.
Das Publikum tobte vor Begeisterung und wir waren mittendrin, haben teilweise Lachtränen in den Augen gehabt.

 


Die Ausschnitte aus dem Buch, die wir zu hören bekamen, waren ebenfalls so ausgesucht, dass das Publikum voll mitging und sich köstlich amüsierte.


Wir haben auch einen Mitschnitt eines Liedes der Autorin gefilmt, den wir euch nicht vorenthalten wollen. Die teilweise schlechte Qualität bitten wir zu entschuldigen, aber das passiert, wenn man aufnimmt und dabei lachen muss.

                                        

Die Veranstaltung war so große Klasse, die können wir einfach nur weiterempfehlen.
Zeitnah können wir leider keine Rezension des Buches liefern, es befindet sich noch auf dem Weg zu Kleeblatt, aber das wird auf alle Fälle nachgeholt.
Eine Autorin, die man im Hinterkopf behalten sollte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 22. September 2013

[Auslosung] des Gewinnspiels mit Rike Stienen

Nun ist es soweit, Random.org hat gesprochen und die Sieger ermittelt.

Zu gewinnen gab es
            

Zuerst einmal möchte ich mich recht herzlich bei Rike Stienen bedanken, die die beiden Bücher sponsert, denn ohne sie gäbe es kein Gewinnspiel.
Auch möchte ich mich bei euch bedanken, die ihr alle an dem Gewinnspiel teilgenommen habt.
Leider leider kann nicht jeder gewinnen, ich musste den Zufallsgenerator bemühen, der die Auswahl getroffen hat, so dass jeder die gleiche Chance hatte.
Was mich gewundert hat, es wollten mehr den 2. Teil, also "Kein Traumprinz ist einer zu wenig" haben, habt ihr denn alle schon Teil 1 gelesen?

Nun will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen.

Tusch... Es haben gewonnen

"Ein Sixpack zum Verlieben" -----> Elke H. aus Peine
"Kein Traumprinz ist einer zu wenig" ----> Heidrun B. aus Künzelsau

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner.

Eure Mails mit den Adressen leite ich an Rike Stienen weiter, die alles Weitere veranlassen wird.
Viel Spaß mit den Büchern wünsche ich euch.

Wenn ihr noch Lust auf ein weiteres Gewinnspiel habt, bis kommenden Sonntag, dem 29.09.2013 habt ihr noch einmal die Chance, ein Buch zu gewinnen, schaut einfach HIER


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Neuzugänge] der 38. KW 2013

Irgendwie fängt die Zeit an, zu rennen. Schon wieder ist eine Woche rum und Zeit für den Neuzugängepost.
Kleeblatt hat sich diese Woche sehr zurückgehalten und nur 3 Büchern ein neues Zuhause gegeben, na geht doch.
Dafür wird der nächste Post sicher wieder ganz anders aussehen, denn wir haben beide bei Rebuy bestellt, oh grusel ^^

Und das sind sie nun, unsere neuen Schätzelchen:

Kerrys Neuzugänge:








Kleeblatts Neuzugänge:


- Raven, Michelle - Dyson 02 / 02: Verhängnisvolle Jagd 
- Ballenberger, Andreas - Alles, was man nicht wissen muss
- Antoni, Laura - Im Land der Kaffeeblüten 


Wir wünschen euch einen schönen Sonntag und eine tolle Woche

Kleeblatt und Kerry

Samstag, 21. September 2013

[Interview] und [Gewinnspiel] Das Katzenpersonal befragt KERSTIN HOHLFELD

Auch Kerstin Hohlfeld, die Autorin der Reihe um die Schneiderin Rosa Redlich

erklärte sich bereit, dem neugierigen Katzenpersonal ein paar Fragen zu beantworten.



Du hast ja Theologie studiert. Was war dein ursprüngliches Berufsziel?
Ich wollte tatsächlich Pastorin werden. Dazu muss ich sagen, dass diese Berufswahl ziemlich eng mit der Tatsache zusammenhing, dass ich in der DDR lebte. Meinen ursprünglichen Wunsch, nämlich Grundschullehrerin zu werden, musste ich abhaken. Ich war viel zu DDR-kritisch eingestellt, wollte weder eine „sozialistische Persönlichkeit“ sein, noch welche heranziehen.

Wie sieht ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag bei dir aus?
Erst einmal verabschieden sich nach und nach die vier anderen Mitglieder meiner Familie in Richtung Arbeit und Schule. Dann krame ich eine halbe Stunde im Haushalt herum, frühstücke und setze mich anschließend an den Computer - ein paar Mails schreiben, ein bisschen bei Facebook gucken, was es Neues gibt. Dann bin ich soweit, dass ich mich an meine Geschichte setzen kann und will. Zuerst lese ich, was ich am Tag vorher geschrieben habe. Das bringt mich wieder in die Geschichte hinein.

Wie entstand die Idee zur Rosa Redlich-Reihe? Gab es ein Schlüsselerlebnis dazu?
Nein, ein Schlüsselerlebnis nicht. Aber meine Figur Rosa Redlich, die hat sich eines Morgens, als ich so beim Kaffee saß und nachdachte, plötzlich bei mir vorgestellt. Jung, hübsch, ein bisschen chaotisch und vor allem aber unglaublich lieb. So ein Mädchen von nebenan. Ich fand`s gut, dass sie Schneiderin ist. Kreativ und verträumt und kein bisschen abgehoben.
Ach ja, da waren noch die Glückskekse, die ich ein paar Tage vorher im Discounter gekauft hatte und die wir nach unserem Abendessen verspeist hatten. Ich habe die Sprüche alle aufgehoben und beim späteren Lesen kam mir die Idee, dass sie eigentlich super Kapitelüberschriften wären. „Heute Abend hält das Schicksal etwas für sie bereit.“ Das ist doch schon ein halber Roman, oder?
Ähm, da waren die Glückskekse wohl irgendwie doch ein Schlüsselerlebnis. J

Deine Rosa Redlich-Reihe spielt ja im Schneider-Milieu. Wie hast du dich mit der Materie vertraut gemacht?
Ich habe als junge Frau eine Berufsausbildung mit Abitur gemacht. Und der Beruf nannte sich Kleidungsfacharbeiter (ganz ohne weibliche Endung). In dieser Zeit habe ich die Grundbegriffe der Schneiderei erlernt und mir danach gern selbst Klamotten genäht. Die Ideen für die Kleider, die Rosa näht, hole ich mir im Internet, bzw. aus meiner Fantasie. 
Ich schwärme für schöne Kleider, obwohl ich selbst fast nur Hosen trage. Sogar geheiratet habe ich in Hosen. Schade eigentlich!

Warum müssen wir jetzt 1,5 Jahren auf den letzten Band zur Reihe warten?
Puh, das ist lang. Finde ich auch. Aber da habe ich leider kein Mitspracherecht. Die Programmplanung im Gmeiner-Verlag kann ich nicht beeinflussen. Sehen wir es mal ganz positiv: der Frühlingsband wird dann auch im Frühling erscheinen.
Allerdings kommen im Jahr 2014 trotzdem zwei weitere Bücher von mir auf den Markt: im April ein Ebook bei Bookshouse und im Herbst ein schöner Freundinnen-Roman bei Ullstein. Ich hoffe, das tröstet meine Leserinnen ein wenig darüber hinweg, dass es mit dem letzten Band über Rosa so schrecklich lange dauert.

Kannst du dir vorstellen, auch etwas anderes als Frauenromane zu schreiben und wenn ja, ist in der Richtung schon was geplant?
Das kann ich mir gut vorstellen. Ein paar Ideen gibt es schon, aber noch keinen festen Plan. Thriller, Horror und Krimis kann ich allerdings für mich ausschließen. 

Wie gehst du mit negativer Kritik um?
Augen zu und durch. Natürlich möchte ich, dass meine Geschichten möglichst vielen Leuten gefallen. Aber allen? Das ist schlichtweg unmöglich.
Abgesehen davon versuche ich, mich stets zu verbessern und dazuzulernen. Deshalb höre ich bei Kritik genau hin. Wenn ich gerade metertief in meiner Geschichte stecke, kann es schon passieren, dass ich etwas übersehe oder mal den Faden verliere. Dann hilft es mir sehr, wenn jemand das Ganze kritisch beäugt und ein paar Tipps gibt. Bisher habe ich immer sehr gut mit meinen Lektorinnen zusammengearbeitet.

Wie überbrückst du eine Schreibblockade?
Ich mache eine Woche lang nur Haushaltsarbeiten. Waschen, putzen, aufräumen, bügeln … Himmel, wie ich mich dann nach meinem Schreibtisch sehne! J

Für wie viel Bücher hast du schon Ideen im Kopf?
Viele. Ich bin mit einer absolut überschießenden Fantasie auf die Welt gekommen, habe schon immer viel geträumt und mir Geschichten ausgedacht. Irgendwie war es logisch, dass ich mal anfing, das alles aufzuschreiben.

Welches Buch liegt aktuell auf deinem Nachttisch?
„Auch die Liebe hat drei Seiten“ von Susann Rehlein aus dem Ullstein-Verlag




Herzlichen Dank an Kerstin Hohlfeld für die Beantwortung der Fragen.

Gewinnspiel:
Zusätzlich zum Interview gibt es auch ein Gewinnspiel, bei dem es 5 signierte Exemplare von Kerstin Hohlfeld's Buch "Winterwünsche" 


            


zu gewinnen gibt, die uns der Gmeiner Verlag freundlicherweise zur Verfügung stellte.

Dazu müsst ihr nur eine Frage beantworten, bei der es keine falsche Antwort gibt.

Ich weiß nicht, wie es euch geht. Früher habe ich wenig bis sehr wenig deutsche Autoren gelesen. Ich kann noch nicht einmal sagen, warum es so war, Desinteresse oder ich wusste es nicht besser? Keine Ahnung.
Sicher waren mir einige Autoren bekannt, aber nun verstärkt deutsche Autoren lesen, fiel mir irgendwie nicht ein.
Seit ich bei Facebook bin, hat sich mir die Welt der deutschen Autoren richtiggehend eröffnet. Ich bin auf eine Vielzahl wunderbarer deutscher Autoren gestoßen und lerne immer wieder neue dazu.
Es ist aber auch wirklich jedes Genre vertreten, Chick-lit, Horror, Thriller, Jugendbücher, Fantasy, was auch immer man gern lesen möchte.
Ich lese heute ausgesprochen viele deutsche Autoren, einfach weil sie gute Bücher schreiben.
Wie sieht es bei euch aus?

Was lest ihr? Bevorzugt englisch-/anderssprachige oder auch unsere deutschen Autoren und warum?

Über eine Diskussion darüber würde ich mich sehr freuen.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet bitte im Kommentar die Frage und sendet mir zusätzlich die Beantwortung als Mail mit eurer vollständigen Adresse an folgende Mail-Adresse: kleeblatt58 (at) gmail.com (ohne Leerzeichen und Klammern und at als Zeichen) 

Hier noch das Kleingedruckte:
1.) Eine Teilnahme ist nur möglich, wenn ihr über 18 Jahre alt seid, ansonsten ist eine Einverständniserklärung der Eltern nötig.
2.) Die Adressen werden nur für das Gewinnspiel verwandt und im Anschluss gelöscht.
3.) Es wird nur innerhalb Deutschlands versendet oder ihr erklärt euch bereit, die Portokosten zu übernehmen. Jeder Teilnehmer aus dem Ausland erklärt sich durch die Teilnahme am Gewinnspiel mit dieser Passage einverstanden.
4.)  Bei Verlust auf dem Postweg wird keine Haftung übernommen.
5.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ihr dürft das Gewinnspiel gern teilen auf Facebook, Twitter, Google+ und natürlich auf euren Blogs. Neue Leser sind jederzeit willkommen.

Einsendeschluss ist Sonntag, der 29.09.2013 - 20:00 Uhr

Die Auslosung erfolgt noch am selben Tag über Random.org, ebenso die Bekanntgabe der glücklichen Gewinner.

Ich wünsche euch einen schönen Tag
Monika (Kleeblatt)