Freitag, 22. August 2014

[Rezension] Ausflüge im Südwesten Brandenburgs - Zauche, Teltow, Fläming



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 304 Seiten
Verlag: Theiss, Konrad; Auflage: 1. Auflage. (1. April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3806226377
ISBN-13: 978-3806226379
Größe und/oder Gewicht: 21 x 14 x 1,6 cm

Inhalt gem. Theiss-Verlag:
Ausflüge in die Geschichte
Für die Mark Brandenburg hat der Südwesten besondere Bedeutung. Die Zauche kann als ihr Herzland bezeichnet werden, während Fläming und Teltow lange Zeit Grenzregionen waren und erst spät zu Brandenburg gekommen sind. Der Band der renommierten Reihe »Ausflüge zu Archäologie, Geschichte und Kultur in Deutschland« zeigt, was die Region archäologisch zu bieten hat: Von der steinzeitlichen Kreisgrabenanlage über slawische Burgwälle und mittelalterliche Kirchen bis hin zu Schlachtfeldern der Napoleonischen Kriege oder geheimen militärischen Versuchsanlagen aus der NS-Zeit. 

Zum Buch:
Mich als Berlinerin interessiert natürlich, was es auch vor unserer Haustür zu sehen gibt. Da Berlin von Brandenburg eingeschlossen ist, liegt es natürlich nahe, sich auch in der näheren Umgebung, in meinem Fall Brandenburg, auszukennen.

Anhand des hier vorgestellten Buches ist es möglich, sich auf die Umgebung vorzubereiten und einzustellen.

Das Buch ist in zwei große Abschnitte unterteilt:
1. Landschaft, Archäologie, Geschichte und Kultur
2. Kulturdenkmäler und Museen

Mittels des 1. Abschnittes bekommt man alle Informationen zur Landschafts- und Erdgeschichte vermittelt, die das Land Brandenburg durchlaufen hat.
Man erhält einen sehr genauen Einblick den Beginn der archäologischen Forschung, über die Bildung von Vereinen und der Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Helfern zur Erfassung der Kulturgüter. 
Seit der Verabschiedung eines Ausgrabungsgesetzes und dessen Bestimmungen im Jahr 1914 sind auch Grabungskampagnen unterbunden worden, die einer fröhlichen Landpartie ähnelten.

Es folgt eine Abhandlung der geschichtlichen Ereignisse, beginnend mit dem Paläolithikum, dem Mesolithikum und dem Beginn der Jungsteinzeit, die erkennen lässt, dass die Besiedlung Brandenburgs um 10966 v. Chr. liegt, als der Laacher-See-Vulkan am Mittelrhein ausbrach und eine Abwanderung der Bevölkerung aus diesem Gebiet begann.

Informatives erfährt man über Gräber und Beerdigungsriten, einiges lässt sich aus den Funden in den Gräbern ableiten.
Ein Abschnitt beinhaltet die Kirchenarchäologie. Nach einer kurzen Zusammenfassung zur Entstehung der Kirchen wurde auch erfasst, dass es oftmals möglich ist, bei Rekonstruktionen bestehender Kirchen in die Vergangenheit sehen zu können. Viele Kirchen wurden auf ihre Vorgänger gebaut, die abgebrannt oder zerstört wurden. Durch Freilegen der Unterschichten kommen archäologische Funde zu Tage.

Im 2. Abschnitt, Kulturdenkmäler und Museen, werden diese vorgestellt.
Vieles ist heute nur noch aus der Luft kartographisch erfassbar und nachweisbar. Die Darstellung erfolgt mittels Luftaufnahmen oder Zeichnungen, die es dem Leser ermöglichen, das Wissen auch optisch wahrzunehmen. Fundstücke von Ausgrabungen sind im Buch ebenso zu finden wie Fotos von Ausgrabungsstätten.

Auch Fotos von einzelnen Steinkreuzen findet man hier ebenso wie Gräberfelder, Klöster und Burgen.

Sehr detailliert findet man hier Informationen zur Stadt Brandenburg mit seiner Dominsel. Die Zisterzienserklöster Lehnin und Zinna sind hier zu finden wie auch die Burgen Ziesar und Rabenstein.

Zu jedem Ort gibt es Hinweise zur Anfahrt, die Benennung der Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten sowie weitere Informationen zur Besichtigung.

Dieses Buch ist nicht nur ein genialer "Reiseführer" für den Südwesten Brandenburgs, es ist auch eine Art Geschichtsbuch.
Da ich mich gern und sehr akribisch vorbereite, wenn ich in Gegenden unterwegs bin, die ich noch nicht kenne, suche ich mir immer passende Literatur heraus. Diese Reihe vom Theiss-Verlag ist genau das, was ich brauche, Informationen über Land und Leute, Geschichte und Sehenswertes. Für mich eine Reihe, die ich gern weiterempfehle.

Bewertung:




Zu den Autoren: Keine Informationen vorhanden


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 21. August 2014

[TTT] - Top Ten Thursday #170

Auch in dieser Woche mache ich wieder beim Top Ten Thursday, organisiert von Steffis Bücher Bloggeria mit.


http://buecher-bloggeria.blogspot.de/



Diese Woche lautet das Thema:

"
10 Bücher aus deinem Regal, die in einem Band abgeschlossen sind
"
 
Puh, gar nicht so einfach, ich bin doch ein Reihen-Junkie ^^ aber mal schauen, ein paar Einzelbücher habe ich bestimmt auf Lager.



Hah, wusste ich es doch, ich habe die Liste voll bekommen. Allerdings gibt es ja so viele Bücher, da gehe ich nicht ernsthaft davon aus, dass ich mit jemandem ein Buch gemeinsam habe, ich lasse mich allerdings gerne vom Gegenteil überzeugen ^^

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche

Liebe Grüße

Kerry 

Mittwoch, 20. August 2014

[Rezension] Christopher Weidner - Mystische Orte in München



Leseprobe


Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Pichler Verlag, Wien; Auflage: 1. Auflage. (27. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3854316313
ISBN-13: 978-3854316312
Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 17,6 x 2,2 cm

Inhalt gem. Pichler-Verlag:
Mythen lassen Bilder in uns lebendig werden, die Antworten auf Fragen des eigenen Lebens im Hier und Jetzt geben können.
Christopher Weidner stellt ausgewählte Plätze in München vor, die aufgrund ihrer Geschichte und der Erzählungen, die sich um sie ranken, eine Faszination auf den Besucher ausüben. Jeder Ort wird neben seiner kulturgeschichtlichen Bedeutung nach seinen mystischen Aspekten beschrieben, wie sie sich in Sagen und Legenden, landschaftlichen Besonderheiten und historischen Begebenheiten spiegeln. Ein mystischer Ort ist ein Ort, an dem über die Wahrnehmung der Landschaft im Betrachter ein inneres Wissen geweckt wird, das eine Brücke schlägt von einer fernen Zeit bis in die Gegenwart. 
Aus dem Inhalt: Zwölf Kraftorte rund um den Marienplatz, Das Angerviertel - wo Genuss und Lebensfreude zu Hause sind, Das Hackenviertel - Wunderliches und Wundervolles im Hexenviertel, Das Kreuzviertel - das spirituelle Zentrum der Stadt, Das Graggenauer Viertel - Licht und Schatten der Macht, Mythisches München: Götter, Helden, Wunderwesen, Schauriges München: unheimliche Begegnungen, Geheimes München: Geheimwissen und Geheimbünde, Himmlisches München: Stadt der Engel, Teuflisches München: dem Leibhaftigen auf der Spur

Zum Buch:
München, die Hauptstadt von Bayern. Vom Namen her kennt sie jeder, viele haben sie besucht, andere wohnen dort und doch wissen viele nicht, dass es eine Stadt mit vielen mystischen Orten ist.

Christopher Weidner, selbst Münchner, hat sich den mystischen Orten in München und Kraftorten verschrieben. Er will den Dingen auf den Grund gehen und hat längst vergessenes wieder ausgegraben. Dieses Wissen macht er mit dem vorliegenden Buch der Allgemeinheit zugänglich.
Es gibt viele dieser Orte, aber in diesem Buch beschränkt er sich auf die Plätze in der Altstadt und auch da nur auf ausgewählte. 

Bevor er sich jedoch um die Orte einlässt, erläutert er die Anfänge Münchens. Dabei erfährt der Leser, dass es die ersten Siedlungsspuren im Umland bereits aus der Zeit zwischen dem 4. und 2. Jh. vor Christus gegeben hat. Es verging noch sehr viel Zeit, bis der heute besiedelte Teil von München interessant für eine Ansiedlung werden sollte.
Die verschiedensten Herrschergeschlechter haben die Hand auf diesen Teil Bayerns, bis Heinrich der Löwe, ein Spross des Welfengeschlechtes und Begründer von München, auftritt.

München ist eine Stadt, die nicht aus einer ursprünglichen Siedlung entstanden ist und sich weiterentwickelt hatte, München gilt als eine Neugründung auf unbesiedeltem Gebiet. Die Beweise legt der Autor mittels geometrischem Wissen dar und dem Wissen um den Aufbau der Stadt.

Der Autor erzählt von Sagen und Geschichten, die sich um Drachen, Monster oder auch Lindwürmer drehen. Er bezeichnet die Stadt als Stadt der Drachen, da dieser an vielen Stellen zu finden ist. 

Das Buch ist in folgende 3 große Abschnitte unterteilt.
- Das Magische Herz der Stadt
- Die drei Hügel
- Die vier Viertel,
die in sich weiter untergliedert sind.

So ist zum Beispiel zu erfahren, dass Kaiser Ludwig der Bayer München im Jahr 1315 die Marktfreiheit verliehen hat, mit der Auflage, dass der Marienplatz auf ewig unbebaut bleiben soll. Ganz hat man das nicht geschafft, aber im groben ist der Platz unbebaut, auch heute noch.

Rätsel gilt es auch noch heute zu lösen. Für den Tanzsaal im Rathaus wurde ein Auftrag für 16 Figuren, die Moriskentänzer, erteilt. Es wurden auch 16 Stück bezahlt, aber im Saal gab es nur Platz für 10 der Figuren. Was ist mit den restlichen 6 geschehen?

Der Münchner Dom zu Unserer Lieben Frau ist mit seinen beiden Türmen das Wahrzeichen von München und von weither schon zu sehen. Bekannt ist er eher unter der Bezeichnung Frauenkirche mit seinen beiden markanten welschen Hauben. Die Frauenkirche unterliegt einer Zahlenmystik, wobei es hier um die Häufung der Zahl Zehn geht. Interessant zu lesen, aber an manchen Stellen schwer zu verstehen.

Bezug nehmend auf das Denkmal des Goldschmiedes am Schönen Turm erzählt der Autor auch die Geschichte von selbigen, der unschuldig hingerichtet wurde. Seine Unschuld sollte sich aber erst nach seinem Tode beweisen lassen.

Interessant fand ich auch die Tatsache, dass nicht geklärt ist, ob Ludwig II., der Märchenkönig, wirklich in seinem Sarg liegt. Es wird auf Mord spekuliert und darauf, dass die Leiche aus dem Sarg genommen wurde und woanders beigesetzt. Eine Genehmigung zur Durchleuchtung des Sarges ist aber bis heute nicht von den Nachkommen der Wittelsbacher zu erhalten. 
In dem Zusammenhang für mich neu war die Tatsache eines Geheimbundes, den Guglmännern. Eine Bruderschaft, der man nicht beitreten kann, zu der man bis zum heutigen Tage berufen wird. Sie sehen sich als Mahner und Warner, wo das Andenken von Ludwig II. nicht die nötige Achtung erfährt.

Vieles andere mehr ist in dem Buch von Christopher Weidner zu lesen. Geschichten um die Kirchen und Viertel, die interessant sind und neugierig machen, sich diese Orte einmal mit eigenen Augen anzusehen.

Das Buch ist kein Reiseführer, kann aber durchaus auch dafür genutzt werden. Ich kann mir gut vorstellen, das Buch in der Hand zu haben, während ich mich in den beschriebenen Gegenden oder Kirchen aufhalte. Eine wunderbare Ergänzung zu einem Stadtrundgang ist es auf jeden Fall.

Sehr gut gefällt mir, dass auf den hinteren Innenklappe ein grober Stadtplan gezeichnet ist, auf dem die vorgestellten Orte eingezeichnet sind. So hat man auch die Örtlichkeiten gleich gut im Blick.

Ein wunderbares Buch, egal ob für zu Hause zur Vorbereitung eines Besuches oder zum nachträglichen Lesen des gesehenen. Natürlich auch ideal zu nutzen während eines Rundganges.
Mir hat es München ein klein wenig näher gebracht, vieles erklärt und mich an seiner Geschichte teilhaben lassen.
Eine tolle Lektüre für Münchner und diejenigen, die die Stadt besuchen wollen.


Bewertung:


Zum Autor:
(übernommen von Pichler-Verlag)
Christopher Weidner, geboren 1967, lebt in München und ist Autor zahlreicher Sachbücher. Er leitet Reisen zu Kraftorten in Deutschland, Irland, England, Frankreich und Spanien und gründete „Mystisches München“ ein Projekt, in dessen Rahmen er die magischen Plätze in seiner Heimatstadt München erläutert.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 19. August 2014

[Rezension] Beatrix Mannel - Der Klang der blauen Muschel




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Diana Verlag (11. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345335785X
ISBN-13: 978-3453357853
Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 11,9 x 4 cm

Inhalt gem. Diana:
Ein folgenschwerer Verrat im fernen Paradies
Samoa 1905: Die junge Henriette wandert in die deutsche Südsee-Kolonie aus. Aber sie ist einsam und nicht glücklich in diesem Paradies. Erst zusammen mit einem samoanischen Prinzen, der ihr eine magische Muschel anvertraut, entdeckt sie die Schönheit und die Geheimnisse der sagenumwobenen Insel. Doch genau diese Begegnung bringt Unheil über ganz Samoa, und Henriette muss nach San Francisco fliehen. Noch einmal glaubt sie von vorn anfangen zu können, doch der Klang der blauen Muschel holt sie immer wieder ein ...

Zum Buch:
Sophie und Henriette sind Zwillinge und stehen sich sehr nah. Alles haben sie bisher geteilt, einschließlich ihrer Geheimnisse.
Aber nun müssen sie sich trennen, denn Sophie ist krank und kann nicht gemeinsam mit der Mutter und den Schwestern nach Samoa zu ihrem Vater übersiedeln, der dort Fuß gefasst hat. Schweren Herzens trennen sie sich, mit dem Versprechen, doch alles für die Schwester aufzuschreiben.
Kaum in Samoa eingetroffen, offeriert Henriette der Vater, dass er sie zu verheiraten gedenkt. Der Ausgewählte ist Ernst-Otto-Hofmann, den er aus seiner Goldgräberzeit kennt und der ihn in der Hand hat, ihn erpresst.
Henriette wüsste zu gern, womit und gedenkt, das herauszubekommen.

Sehr zum Unmut ihrer Eltern hat Henriette sich mit den Einheimischen Somoanern Tamatoa, Sina und Taufa angefreundet. Sie fühlt sich zu Tamatoa hingezogen, aber eine Beziehung zwischen den beiden darf es nicht geben. Tamatoa schenkt ihr eine blaue Muschel, die etwas ganz besonderes ist und zu manchen Menschen spricht.
Von da an überschlagen sich die Ereignisse ...

Viele Dinge stürmen plötzlich auf Henriette ein. Hofmann entpuppt sich als der Mann, der er ist, aber ihr Vater besteht trotz allem auf die Hochzeit. 
Als Hofmann jedoch eine Straftat begeht, die weitreichende Folgen haben wird für Samoa und auch für Henriette, beschließt diese gegen alle Vernunft, ihn zu retten, womit sie einen schwer wiegenden Verrat begeht.

Während dieser Zeit "spricht" auch die Muschel mit ihr, die ihr Kontakt mit ihrer Schwester beschert und die Unheil "ankündigt".

Ihre Schwester, die bis dahin auch einen Leidensweg hinter sich hat, trifft sie erst später in San Francisco wieder. Im Schlepptau hat sie einen Fotografen, Julius von Sommerfeld, den Henriette vor langer Zeit einmal auf einer Seance kennengelernt hatte. Er hat seinerzeit sein Herz an Henriette verloren und hoffte immer auf ein Wiedersehen.

Nachdem die Autorin mich mit ihrem letzten Buch mit nach Madagaskar genommen hatte, habe ich mich auch auf Samoa eingelassen. Eine Inselgruppe, die 14 Jahre lang (1900 - 1914) eine deutsche Kolonie war. In diese Zeit hat die Autorin auch ihre Geschichte angesiedelt.
Sehr gut recherchiert, erfährt man als Leser von den Mythen und Erzählungen der Insel und vom Leben der Samoaner. Selbst die Schönheit der Insel bringt sie dem Leser nah. Ich hatte fast das Gefühl, ich würde am Meer stehen und die Wellen auf mich zurollen hören.

Ebenso ist es ihr gelungen, die große Erdbebenkatastrophe von San Francisco im Jahre 1906 bildhaft widerzugeben. Sie spürbaren Ängste der Betroffenen waren glaubwürdig dargestellt und konnten nachvollzogen werden.

Es ist die Geschichte zweier Schwestern, die trotz Trennung das Zusammengehörigkeitsgefühl nie verloren haben. Beide sind sich nah, auch wenn sie getrennt sind. Beide gehen den Weg, den sie für sich als richtig empfinden, entgegen den Wünschen bzw. Befehlen der Eltern. Sie sind gegen Ungerechtigkeit und setzen sich zur Wehr. Sie haben Träume, die sie verwirklichen wollen, auch wenn es nicht jeder von ihnen gegeben ist.

Die Geschichte der Schwestern lässt den Leser mitfiebern, wie es den beiden ergehen wird. Man erlebt mit, wie aus 2 jungen Frauen, die das Leben auf die leichte Schulter nehmen, 2 selbstbewusste Frauen werden, die wissen, was sie vom Leben wollen.
Mit der Entführung des Lesers auf die bezaubernde Insel Samoa und dem Erlebnis des furchtbaren Erdbeben in San Francisco rundet die Autorin ihre Geschichte ab, macht sie glaubhaft und authentisch.

Ein wundervoller Roman, den man nicht aus der Hand legen mag, der einen auf eine zauberhafte Insel entführt und der den Leser auch in eine Welt der Mythen und Hoffnungen entführt.
Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus.      

Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Diana-Verlag)
Beatrix Mannel studierte Theater- und Literaturwissenschaften und arbeitete dann als Redakteurin beim Fernsehen. Heute ist Beatrix Mannel freie Autorin und schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene. Nach Die Hexengabe und Der Duft der Wüstenrose ist Die Insel des Mondes ihr dritter Roman im Diana Verlag. Beatrix Mannel lebt mit ihrer Familie in München.

Von Beatrix Mannel / Beatrix Gurian wurden gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 18. August 2014

[Rezension] Tania Krätschmar - Eva und die Apfelfrauen



Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442381126
ISBN-13: 978-3442381128
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,8 cm

Inhalt gem. Blanvalet:
Fünf Freundinnen, ein Apfelgarten und ein Sommer auf dem Land, der alles verändert
Die Anzeige im Internet ist ein voller Erfolg: Eva und ihre vier besten Freundinnen erben tatsächlich ein Haus! Allerdings nicht in Berlin, sondern im Wilden Osten, und nur unter einer Bedingung: Sie müssen den riesigen Apfelgarten bewirtschaften, der zum Haus gehört. Aber das ist für die fünf munteren Städterinnen nur eine von vielen Herausforderungen …

Zum Buch:
Seit Jahren sind die 5 Berliner Frauen befreundet. Eva mit ihren 42 Jahren ist die Jüngste von ihnen und Marion mit 53 Jahren die Älteste. Sie treffen sich regelmäßig und haben mit der Zeit schon die verschiedensten Hochs und Tiefs der einzelnen mitgemacht.
So auch zu Julikas 50. Geburtstag. Plötzlich steht die Frage im Raum, was werden soll, wenn sie noch älter werden. Die Idee zu einer großen Frauen-WG ist geboren.
Sie machen sich auf die Suche nach einem Haus mit Garten und annoncieren in verschiedenen Berliner Zeitungen. Was ihnen jedoch angeboten wird, hat nicht wirklich was mit der Annonce zu tun, so dass sie ihr Vorhaben schon fast begraben.
Da flattert ihnen eines Tages ein Brief eines Rechtsanwaltes ins Haus, der sie zu Erben einer alleinstehenden Frau macht. Sie müssen nur eine Bedingung erfüllen, die 5 Frauen müssen gemeinsam in dem Haus leben über den Zeitraum einer Apfelreifung, also mindestens 4 Monate.
Das Haus befindet sich nicht wie gewünscht im Süden von Berlin, sondern in der Pampa, im brandenburgischen Wannsee.
Auch wenn sie vom Standort nicht begeistert sind, wollen sie es sich wenigstens ansehen ...

Natürlich lassen sich die 5 Frauen auf dieses Experiment ein. 
Eva und Nele, die beide Grafikdesignerinnen sind und Kolleginnen, werden in der Zeit für ihren Chef freiberuflich per Skype arbeiten. Julika ist seit Jahren geschieden und hofft immer noch, etwas von ihrem geschiedenen Mann, einem Italiener, zu hören. Dorothee, Mutter von 4 Kindern, kann es nicht lassen, Mimi, ihre jüngste, noch immer zu bemuttern. Marion ist Grundschullehrerin im Wedding und hat sich für 1 Jahr wegen burn out beurlauben lassen.

Diese 5 Großstädter treffen auf ein Dorf im weiten Osten mit nicht einmal 100 Einwohnern. Es riecht nach Gülle, wenn der Wind ungünstig steht, und das Umfeld ist nicht wirklich einladend, wenn man aus Berlin kommt. 

Es ist einfach herrlich zu erleben, wie die Frauen sich mit dem Landleben arrangieren. Nicht alles läuft glimpflich ab. Die Dorfbewohner stehen ihnen erst skeptisch gegenüber, zumal sie auch Kenntnis von den ungewöhnlichen Testament der alten Dame haben.
Ihr großer Widersacher ist jedoch der Bürgermeister und sein Lakai, der Dorfpolizist. Diese verteilen Strafzettel ohne Ende und ohne Grund und drehen ihr eigenes Ding.

Eva, die es genießt, auf dem Land zu sein, fühlt sich für den Garten verantwortlich. Nach einigen Pannen, die ihr unterlaufen, kann sie die Gartenarbeit auch genießen.

Auch das Zusammenleben der 5 Frauen wird das ein oder andere mal auf die Probe gestellt und nicht immer ziehen sie an einem Strang. Aber sie gehen nach dem Motto vor "Alle für eine, Eine für alle". Aber ihre Freundschaft wird ganz schönen Belastungen ausgesetzt und es ist fraglich, ob sie es schaffen, die 4 Monate gemeinsam durchzuhalten.

Turbulent und flott führt die Autorin ihre Leser in den wilden Osten in das Dorf Wannsee. Sie wird nicht müde, die Damen auf Trab zu halten, sei es mit den Gegebenheiten im Dorf an sich oder aber mit den 2 Männern, die ihre Nachbarn sind. Wobei der eine der eigentliche Nachbar ist und der andere bei ihm angestellt.

5 Frauen, die zwar befreundet, aber vom Charakter her total verschieden sind, lassen sich auf ein Abenteuer ein, das ein Erfolg werden kann, aber auch ins Gegenteil umschlagen. Der Wille ist da, aber ist es wirklich möglich, alle Eventualitäten auszuschalten, um das durchzuhalten?

Mit viel Humor geschrieben, macht es einfach nur Spaß, die 5 Berliner Frauen in der Pampa zu begleiten. Ich hatte unendlich viel Spaß mit dem Buch, musste oftmals grinsen und habe das ein oder andere mal gedacht, dass mir das hätte auch passieren können.
Nach der Lektüre hatte ich echt Appetit auf Apfelstrudel, woher der wohl kommt? :-)

Ein unterhaltsames Buch mit viel Humor, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte. 
Ich empfehle es sehr gern weiter.


Bewertung:


Zur Autorin:

(Text übernommen von Blanvalet)
Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin und Autorin tätig. Sie lebt mit ihrem Sohn in Berlin. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.taniakraetschmar.de







Von Tania Krätschmar wurden gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 17. August 2014

[Neuzugänge] der 33. KW 2014

Auch in der letzten Woche haben Kleeblatt viele Bücher erreicht. Jetzt müsste zu jedem Buch auch ein wenig Zeit gereicht werden. Das wäre doch mal was.

Kurze Rede ohne Sinn, hier sind sie, unsere Neuzugänge der letzten Woche:

Kerrys Neuzugänge:

http://www.amazon.de/Fucking-Business-Geschichte-Biografischer-Erotik-Roman-ebook/dp/B00LFHXBXK/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1408172673&sr=8-1&keywords=a+fucking+business



Kleeblatts Neuzugänge:
- Cardigan, Aubrey - Wings of Silence - Lia & Coel 1 
- Arnold, Kajsa - Jaden. Kissing a stranger 
- Stilton, Thea - Die Thea Sisters und das Rätsel von New York 
- Houston, Dick - Bulu. Ein kleiner Hund, der Leben rettet 
- Franke, Thomas - Das Haus der Geschichten 
- Morgenroth, Dorothea - Das Licht im Fenster 
- Hauck, Rachel - Vier Frauen und ein Hochzeitskleid 
- Vollmer, Elisabeth - Picknick in der Badewanne 
- Drosten, Julia - Die Honigprinzessin 
- Mannel, Beatrix - Der Klang der blauen Muschel 
- Rehn, Heidi - Der Sommer der Freiheit 
- Sussman, Ellen- Die vergessenen Träume 
  
Welches von unseren Neuzugängen hättet ihr auch gern oder besitzt ihr vielleicht schon und könnt uns sagen, was uns da erwartet?

Wir wünschen euch einen schönen Sonntag und eine tolle Woche

Kleeblatt und Kerry

Samstag, 16. August 2014

[Rezension] Kerstin Hohlfeld - Ein Weg zurück



Leseprobe 



Eckdaten:
Broschiert: 277 Seiten
Verlag: bookshouse (20. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9963523072
ISBN-13: 978-9963523078
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,2 x 1,8 cm

Inhalt gem. Bookshouse:
Alles scheint perfekt im Leben von Irina von Lehnberg. Die prominente Berliner Radiomoderatorin hat ihren Traumjob, verkehrt in den besten Kreisen und ist glücklich liiert. Doch dann erreicht sie ein Brief, der alles verändert. Fünfundzwanzig Jahre, nachdem sie als Mädchen aus einfachen Verhältnissen überstürzt die DDR verlassen hat, reist sie zurück in ihre Vergangenheit. Sie begegnet den Menschen, die sie damals im Stich gelassen hat, und stellt sich ihren bedrückenden Erinnerungen. Schon bald begreift sie, dass nach dieser Reise nichts mehr wie vorher sein wird.

Ein Roman über die Macht der Vergangenheit und die zwei Hälften eines Lebens, die nur zusammen ein Ganzes bilden.

Zum Buch:
Irina von Lehnberg ist eine angesagte Berliner Radiomoderatorin, die ihr Leben im Griff hat. Sie hat Jens, ihren Freund, und eine Arbeit, die ihr Spaß macht.
Da erreicht sie ein Brief aus ihrer Vergangenheit, die sie 25 Jahre versucht hat zu vergessen. Ein Brief aus einer Zeit, wo sie noch Kathrin Neumann hieß und ein Mädchen, dessen Eltern Alkoholiker waren.
Ihre ehemalige Freundin Viola schrieb ihr, dass die Gräfin von Lehnberg im Sterben liegt. Diese war es, die ihr das Leben damals erträglich machte.
Soll sie es wagen und sich ihrer Vergangenheit stellen? ...

Eine Reise in die Vergangenheit, die nicht nur Kathrin macht, sondern den Leser gleich mitnimmt.
Sie führt zurück in die 80er Jahre nach Biebersleben, einem Dorf in der Nähe von Magdeburg. Dort verbrachte Kathrin ihre Kinder- und Jugendzeit. Als Kind von Alkoholikern wurde sie von allen gemieden. Sie trug alte abgenutzte Kleidung, da ihren Eltern Alkohol und Zigaretten mehr bedeuteten, als ihr Kind ordentlich einzukleiden. Auch regelmäßiges Essen war eher eine Seltenheit.
Ihre Schulkameraden mieden sie, weil sie stank und zerrissene Kleidung hatte. Und doch fand sie Freunde. Viola, Nicole und Jana wurden Freundinnen und spielten zusammen, gemeinsam durften sie auch die Gräfin von Lehnberg besuchen und dort spielen. 
Sie verband eine enge Freundschaft, die sie Jahre lang verband.
So herzlich die Freundschaft auch war, wird diese von Kathrin verraten. Daraufhin verlässt sie von einem Tag auf den anderen Biebersleben, nennt sich fortan Irina von Lehnberg und schaut 25 Jahre lang nicht zurück.

Kerstin Hohlfeld gelingt es, den Leser in eine Zeit zu geleiten, die vielen der ehemaligen DDR-Bürger Erinnerungen bescheren, die vielleicht schon vergessen oder verschüttet waren. Mir ging es so, einiges war nicht mehr so präsent, anderes hatte ich genauso in Erinnerung.

Kathrin, die der Leser als Irina kennenlernt, ist in der Gegenwart scheinbar eine glückliche und zufriedene Frau. Aber sie ist auch eine Frau, die sich erst seit 1989 so profiliert hat. Ihre Vergangenheit hat in ihrem gegenwärtigen Leben keine Bedeutung und auch keinen Bestand.
Das ändert sich alles mit einem Brief und einem folgenden Besuch in ihrer Heimatstadt Biebersleben.
Sie trifft frontal auf ihre Vergangenheit, obwohl sich dort auch vieles geändert hat. Sie begegnet alten Freunden und Bekannten und stellt sich ihrer Schuld, die sie vor 25 Jahren auf sich genommen hat.

Es wird eine Begegnung mit sich selbst. 

Kerstin Hohlfeld gelingt es mühelos, den Leser am Leben von Kathrin teilhaben zu lassen. Ich habe mit der kleinen Kathrin Mitleid gehabt, einem kleinen Mädchen, das anfangs nichts hat außer der Freundschaft zu dem Jungen Ben, genannt Hase, der wegen seiner Hasenscharte genauso im Dorf von Kindern und Jugendlichen geächtet war wie sie.
Ich habe mich für sie gefreut, als sie Freundinnen gefunden hatte und eine rettende Hand, die von der Gräfin kam.
Als sie durch den Verrat an ihrer Freundschaft zu Viola alles zunichte gemacht hatte, hätte ich sie schütteln können.

Es ist eine Geschichte, die zeigt, dass man alles schaffen kann, auch wenn Widrigkeiten den Weg pflastern.
Es ist aber auch eine Geschichte, die mich viele Emotionen hat ausleben lassen. Von fassungslos bis zu Tränen gerührt war alles bei. Ich bin wirklich nah am Wasser gebaut, so dass ich mehr als einmal Tränen in den Augen hatte. Was habe ich mit Kathrin gebangt und gehofft.

Es ist ein Buch, das unter die Haut geht. Als Leser durfte ich miterleben, wie aus der zerrissenen Kathrin / Irina wieder ein Mensch wurde, der mit sich eins ist.
Erinnerungen wurden wieder aufgefrischt oder geben für Unwissende einen kleinen Einblick in das Leben der ehemaligen DDR.

Im Nachhinein empfinde ich jedoch die Gestaltung des Covers als unglücklich, da es zum Inhalt des Buches so gar keinen Bezug hat. Schade, denn im Normalfall gefallen mir die Cover des Verlages.

Wer die Bücher von Kerstin Hohlfeld um die Protagonistin Rosa Redlich mochte, für den ist dieses Buch einfach ein Muss. 
Wer sie noch nicht kennt, sollte das ändern, denn sie auch für dieses Buch vergebe ich eine klare Kaufempfehlung.
  

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von Bookshouse)
Kerstin Hohlfeld wurde 1965 in Magdeburg geboren. Nach Abitur und Berufsausbildung studierte sie Theologie in Naumburg und Berlin. Seit 1991 lebt sie, zusammen mit ihrem Mann, zwei Töchtern, einem Sohn und zwei Katern, in Berlin. Nach einer bunten Mischung von Jobs und weiteren Ausbildungen widmet sie sich vorrangig dem Schreiben von Romanen.
Ich über mich: Mein erstes Buch entstand, als ich elf Jahre alt war. Es heißt "Das Wunderland" und hat noch heute einen Ehrenplatz in meinem Bücherschrank. Seine Heldin, ein kleines Mädchen mit blonden Haaren, verschlägt es in ein schillerndes Land voller wunderlicher Wesen, Hexen und Zauberer, in dem es jede Menge Abenteuer bestehen muss. Wem das bekannt vorkommt: Na klar, mein erstes Werk ist beeinflusst von den wunderbaren Büchern des russischen Autors Alexander Wolkow. "Der Zauberer der Smaragdenstadt" war, neben den Lederstrumpferzählungen von James. F. Cooper, meine absolute Lieblingslektüre. Mein zweites, allerdings unvollendetes Buch, war ganz folgerichtig ein Indianerroman. Ich bin in der DDR aufgewachsen, relativ sorglos, auf dem Land, in der Nähe der Stadt Magdeburg. Äußerlich litt ich keinen Mangel, doch ich fühlte mich eingesperrt. Ich wusste, dass keine fünfzig Kilometer von meinem Heimatdorf entfernt die Welt für mich zu Ende war, ich niemals die andere Hälfte Deutschlands, geschweige denn Italien, Spanien und den Rest der Welt sehen würde. Also machte ich aus der Not eine Tugend und schickte meine Fantasie auf Reisen. Da kamen ein Wunderland und der Wilde Westen meinem Fernweh gerade recht. Die Gedanken sind schließlich frei. Als 1995 meine erste Tochter geboren wurde, habe ich meinen alten Traum vom Schreiben wiederbelebt. Der Weg zum ersten veröffentlichten Buch war lang und steinig und ich machte meinem Sternkreiszeichen Krebs alle Ehre - ein Schritt vor, zwei Schritte zurück. Jedes neue Manuskript ist eine Riesenherausforderung. Dennoch kann ich mir keinen schöneren Beruf vorstellen. Auch wenn die Welt sich unterdessen geändert hat und ich ferne Länder gelegentlich in der Realität genieße - meine Fantasie ist mir geblieben, angereichert um einige Lebenserfahrung. Schön zu wissen, dass manche Träume sich erfüllen. Geduld, Glück und ein bisschen Ehrgeiz gehören allerdings dazu.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Von Kerstin Hohlfeld wurden gelesen und rezensiert:
Danke, dass ihr vorbei geschaut habt