Freitag, 26. Juni 2015

[Lesung] Susanne Aernecke stellt "Tochter des Drachenbaums" vor

Zur Zeit stehen wieder ein paar Lesungen an, die wir gern besuchen möchten.
Wie das Leben wieder so spielt, gab es an einem Tag zwei Lesungen, so dass wir uns ein weiteres Mal getrennt auf den Weg machten.
Kleeblatt besuchte die Lesung von Susanne Aernecke, die ihr neues Buch "Tochter des Drachenbaums" vorstellte.

Die Location war eine ganz besondere, denn wo unterhalten Frauen sich über Bücher und wo treffen sie sich? Der Verleger des Verlages Alyna, Michael Görden, ist der Meinung, dass das der Friseur wäre. Die Wahl fiel auf den Friseur der Autorin, dem Geschäft Shift-Friseure Berlin, wohin zur Lesung geladen wurde.

  
Shift Friseure                                                         Susanne Aernecke

            

Zugegeben, ein ungewöhnlicher Ort zum Lesen, aber auch nicht viel anders als Swingerclub oder Tanzstudio, wo wir auch schon waren.

Bevor es jedoch zur Sache gehen sollte, wurde durch die Autorin zuerst das Buffet eröffnet, wo man sich mit Leckereien wie Tappas und anderes wie auch Wein, Limo oder Wasser versorgen konnte. Lecker wars, kann man nicht anders sagen.
 

Nachdem jeder gestärkt war, konnte der Lesungsteil beginnen. Der Verleger Michael Görden begrüßte die Gäste ganz herzlich.
Aber noch immer wurde nicht gelesen, denn wir durften der Sängerin amé toki lauschen, die wunderschöne Lieder zwischen den Lesungsabschnitten vortrug. Die Lieder waren passend zum Buch, balladenartige Song, die sich toll anhörten.

  
v.l.: Susanne Aernecke, amé toki

Gut zu erkennen, dass die Autorin Spaß an der Musik hat, denn sie bewegte sich während des Songs mit (links im Original und rechts im Spiegel), ihre Freundin tanzte im Hintergrund ebenfalls eine Runde :-)

Aber dann ging es nahtlos zur Lesung über, zuerst durften wir den ersten drei Kapiteln lauschen, wo wir die Protagonistinnen Romy und Iriomé kennenlernten.
Später hörten wir noch Ausschnitte vom Kennenlernen der männlichen Parts von Romy und Iriomé sowie die Szene auf der Yacht.


Susanne Aernecke hat sehr gut gelesen, es wäre auch gut vorstellbar, dass die Autorin ihre Bücher selbst für ein Hörbuch einlesen könnte. Es machte Spaß, ihr zuzuhören.

Im Anschluss hatte, wer wollte, Gelegenheit, Bücher zu erwerben oder Schmuck, der aus echtem Lavagestein von La Palma hergestellt wurde.

Büchertisch

Schmuck und CD's von amé toki


Es war ein sehr schöner gelungener Abend. 


Nicht nur Autorin und Sängerin freuten sich über den erfolgreichen Abend.

Kleeblatt hatte das Buch schon im Vorfeld gelesen und nutzte die Gunst der Stunde und ließ sich ihr Exemplar signieren.

 
Autorin beim Signieren.

Kleeblatt hatte einen schönen und unterhaltsamen Abend und dazu eine ausgesprochen sympathische Autorin kennengelernt.
Die Rezension zum Buch wird auch noch heute online gestellt, vielleicht schaut ihr ja noch einmal vorbei.

Zum Buch gibt es übrigens auch eine Facebookseite, die ihr HIER findet.

Ach ja, so ganz nebenbei, begegnete ihr auch noch Zotti, das Urvieh, den meisten bekannt unter dem Sängernamen Christian Anders. Er fuhr nicht mit dem Zug nach Nirgendwo, sondern saß vor einer Gaststätte im Freien. Eine schlechte Gelegenheit zum Fotografieren, fand Kleeblatt. Vielleicht beim nächsten Mal :-) 

Bis zum nächsten Mal
Kleeblatt

Donnerstag, 25. Juni 2015

[Hörbuch-Rezension] Yann Martel - Schiffbruch mit Tiger


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl der Printausgabe: 527
ISBN: 978-3829113083
Erscheinungstermin: 1. Februar 2003
Format:
CD
Länge: 8 h 32 min
Verlag: Universal Music


Klappentext: gem. Universal Music
Pi Patel, Sohn eines indischen Zoobesitzers und praktizierender Hinduist, Christ und Muslim erleidet Schiffbruch. Mit an Bord sind eine Hyäne, ein Orang-Utan, ein verletztes Zebra und ein 450 Pfund schwerer bengalischer Tiger namens Richard Parker. 227 Tage treiben sie in einem Rettungsboot auf dem Ozean - die meiste Zeit zu zweit, da der Tiger bald alle erledigt. Bis auf Pi.
Eine fantastische, verwegene, wahnsinnige, atemberaubende Geschichte. Eine Geschichte, die Sie an Gott glauben lässt.


Rezension:
Pi Patel wächst zusammen mit seinem Bruder bei seiner Familie in Indien auf. Während sein Bruder mit sportlichen Erfolgen von sich reden macht, gehört Pi eher zur unentschlossenen Sorte Mensch. So kann er sich partout nicht entscheiden, ob er Hindu, Moslem oder Christ sein will und praktiziert alle drei Religionen. Sein Vater betreibt einen Zoo und so führt die Familie jahrelang ein gutes Leben, bis sich die wirtschaftliche Lage im Land verschlechtert, sodass Familie Patel den Zoo und die Tiere verkauft. Die Patels selbst wollen in Kanada ein neues Leben beginnen und auch einige Tiere dorthin überführen.

Voller Hoffnung macht sich die Familie auf die lange Reise über das Meer. Diese Tage werden die letzten sein, die Pi im Kreise seiner Familie verbringt, denn ohne offensichtlichen Grund kommt es zu einem Schiffsunglück und das Schiff geht unter. Augenscheinlich ist er der einzige Überlebende - gerettet auf einem Rettungsboot, zusammen mit einem verletzten Zebra, einer Hyäne, einem Orang-Utan und dem bengalischen Tiger Richard Parker.

Die Überlebenschancen für den jungen Mann sind alles andere als gut, anbetracht der Umstände, dass er mit zwei Raubtieren auf einem kleinen Rettungsboot auf Hilfe ausharren muss. Doch Pi ist der geborene Optimist und auch wenn die ungewöhnliche Reisetruppe immer weiter schrumpft, glaubt er fest daran, dass er überleben wird, denn Aufgeben ist keine Option. 227 Tage treibt er zusammen mit einem Tiger auf dem Meer ...


Überleben! Der Plot wurde authentisch und detailliert erarbeitet. Sehr anschaulich wird beschrieben, wie man sich als Schiffbrüchiger verhalten sollte, wenn man mit einem Tiger in einem Rettungsboot festsitzt. Die Figuren wurden realistisch erarbeitet, wobei ich mich über die gesamte Geschichte hinweg nicht mit dem Protagonisten Pi anfreunden konnte. Der Sprecher, Ilja Richter, verfügt über eine sehr angenehme Stimme, konnte mir jedoch einfach nicht helfen, in das Buch richtig einzusteigen. Eigentlich hatte ich vor, das Buch zu lesen, habe mich aber aus Zeitgründen dann doch für das Hörbuch entschieden und muss gestehen, hätte ich es gelesen, hätte ich es definitiv nicht beendet.


Bewertung

Der Autor:
Yann Martel wurde 1963 in Spanien geboren. Seine Eltern sind Diplomaten. Er wuchs in Costa Rica, Frankreich, Mexiko, Alaska und Kanada auf und lebte später im Iran, in der Türkei und in Indien. ›Schiffbruch mit Tiger‹ ist sein zweiter Roman, er war nominiert für den Governor General Award und den Commonwealth Writers Prize und gewann den Booker Prize 2002. Yann Martel lebt mit seiner Familie in Saskatoon, Kanada. ›Schiffbruch mit Tiger‹ wurde 2012 von Ang Lee verfilmt und mit vier Oscars ausgezeichnet. (von Fischer Verlage übernommen)


Der Sprecher:
Ilja Richter wurde am 24. November 1952 in Berlin-Karlshorst, in Ost-Berlin, als Sohn von Eva und Georg Richter geboren. Er war ihr drittes Kind. Der Vater war damals ueberzeugter Kommunist und benannte seinen Sohn nach Ilja Ehrenburg. Nachdem die Familie in der DDR politisch in Schwierigkeiten geraten war,setzte sie sich 1953 in den Westteil Berlins ab. Dort pachtete die Familie eine Gaststaette. 1955 wurde Iljas Schwester Janina geboren. Der Westteil Berlins erschien den Eltern bald als zu unsicher vor Verfolgungen durch die SED, und so siedelte die Familie 1959 nach Koeln ueber. Auch dort betrieben die Richters wieder eine Gaststtaette.Um den wenigen Gaesten ihrer Kneipe etwas zu bieten, veranstalteten die Richters Gesangsdarbietungen, bei denen auch der kleine Ilja mitwirkte. Es zeigte sich aber bald, dass man in Koeln nicht richtig Fuss fassen konnte. Die Familie zog deshalb 1961 wieder zurueck nach West-Berlin. Sie liehen sich Geld und eroeffneten eine Pension. Die Mutter, eine ehemalige Schauspielerin, brachte Ilja zum Vorsprechen zum SFB. Dort war man begeistert von dem selbstsicher auftretenden Jungen. Der RIAS engagierte den talentierten Saenger sogleich. Seine erste Sprecherrolle war das Maeuschen Kukuruz in dem Hoerspiel Schwarz auf weiss von Ephraim Kishon, in dessen Fernsehverfilmung er 1963 an der Seite von Edith Hancke zu sehen war. Damit war ein Kinderstar entdeckt, der in der Folgezeit an ueber 60 Hoerspielen des RIAS mitwirkte und fuer Kinderrollen an die Berliner Theater weiterempfohlen wurde. Ilja Richter ernaehrte inzwischen seine Familie. Seine erste Buehnenrolle bekam Ilja Richter 1961 in Belvedere am Berliner Renaissance-Theater mit Viktor de Kowa in der Hauptrolle.

Um seinen Verpflichtungen nachkommen zu koennen, kam er nun auf eine Privatschule. 1963 uebernahm er eine kleine Rolle in dem Musical Annie Get Your Gun am Theater des Westens. Die Hauptrolle spielte Heidi Bruehl. 1966 trat er mit Vico Torriani ebenfalls im Theater des Westens in dem Singspiel Im weissen Roessl auf. Seine Begabung fand viel Beachtung als er 1966 in dem Zwei-Personen-Stueck Freunde und Feinde als Partner von Martin Held spielte. Richter spielte 1967 in der ZDF-Fernsehserie Till, der Junge von nebenan mit. Als 17-jaehriger uebernahm er ab Februar 1969 (zusammen mit Suzanne Doucet) die Co-Moderation der Musiksendung 4-3-2-1 Hot & Sweet im ZDF. Es sollte die Antwort des ZDF auf den Beat-Club der ARD sein. Ein Unterschied zum Stil des Beat-Club war, dass Ilja Richter in deutlichem Kontrast zu der Art, wie Jugendliche sich damals kleideten immer in Sakko mit Krawatte und Stoffhose auftrat. Gedreht wurde in Berlin. 1970 moderierte Richter die Musiksendung alleine weiter. Am 13. Februar 1971 wurde daraus Disco. Das Wort war in Deutschland noch neu. Alle vier Wochen lockte die Sendung die deutsche Jugend vor die Bildschirme. Richters Sprueche (Licht aus, womm, Spot an, jaaa ...) sind zu gefluegelten Worten geworden. Disco erreichte Traumeinschaltquoten. Wegen des grossen Erfolgs kam die Sendung bald ins Abendprogramm. Das Aussergewoehnliche an der Sendung war, dass Interpreten voellig unterschiedlicher Musikrichtungen (Schlager, Pop, Rock) nacheinander auftraten. Aufgelockert wurde das Programm von Einspielungen vorher aufgezeichneter Sketche, in denen Ilja Richter zusammen mit einem prominenten Gast auftrat. Insgesamt blieb Richter mit Disco elf Jahre im Programm. Im November 1982 wurde das Format eingestellt. 1975 hatte Ilja Richter den Bravo Otto bekommen. Noch im Jahre 1997 wurde Disco in der 100. Folge von Kalkofes Mattscheibe bei Premiere durch den Kakao gezogen. (Ob Iltes Richter noch mal aus dem Altenheim gelassen wird, moechte ich doch stark bezweifeln). 1978 produziert der Tucholsky-Liebhaber Richter mit der Schauspielerin Ursela Monn ein Album mit Berliner Chansons Riekes Jesaenge. Danach machte er selbst als Schauspieler und Regisseur von sich reden. Den Einstieg dazu fand er in der Berliner Komoedie Treppauf-Treppab und ging mit diesem Stueck im Herbst 1983 auch auf Tournee,wobei es fuer das Fernsehen aufgezeichnet und 1984 ausgestrahlt wurde. Sein bekanntester Auftritt war das Ein-Personen-Stueck Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf von Bodo Kirchhoff in der Regie von Detlef Altenbeck.

Eine Zeit lang war Richter Mitglied des Ensembles des Bremer Schauspielhauses. Als Holzwurm in der Oper schuf er mit der Deutschen Grammophon Gesellschaft hoerenswerte Opernnacherzaehlungen. Von 1985 bis 1987 war er Kolumnist bei der taz und der Hamburger Morgenpost. Richter ist auch als Synchronsprecher, vor allem fuer Trickfilme, sehr gefragt. Zu den bekanntesten Figuren, denen er seine Stimme lieh, zaehlen das Erdmaennchen Timon aus dem Disney-Film Der Koenig der Loewen, Graf Duckula aus der gleichnamigen Zeichentrickserie und Mike Glotzkowski aus dem Disney-Film Die Monster AG. Auch Buecher hat er publiziert: Neben seiner Autobiographie (Spot aus! Licht an!) veroeffentlichte Ilja Richter das Buch Der deutsche Jude, in dem er sich gemeinsam mit seiner Mutter ironisch mit der deutsch-juedischen Geschichte auseinandersetzt. Sein neuestes Buch (September 2007) heisst Bruno - von Baeren und Menschen und ist eine Parabel ueber den 2006 erschossenen Problembaer Bruno. Dieses von ihm geschriebene Kinderbuch gibt es ebenfalls als Hoerbuch. Ilja Richter war 1975-1978 mit der Saengerin Marianne Rosenberg liiert. Bis 2003 war er mit der Filmcutterin Stephanie von Falkenhausen verheiratet. Er hat einen Sohn, der aber nicht aus dieser Ehe stammt. Seine Mutter Eva Eppens und seine Schwester Janina Richter sind ebenfalls als Schauspielerinnen taetig gewesen. Die Mutter starb 1995 in einem Altenheim an einem Schlaganfall. Der Vater war schon 1979 gestorben. Seine drei weiteren Geschwister heissen Michael, Marina und Georgina.
(von Ilja-Richter-Fanpage übernommen)

Zur Homepage des Sprechers kommt ihr hier.

  
Wie ich zu dem Buch kam: 
Dieses Hörbuch habe ich mir aus der Bibliothek geliehen.


[Hörbuch-Rezension] Ally Condi - Die Ankunft (Band 3)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl der Printausgabe: 608
ISBN: 978-3839840320
Erscheinungstermin: 8. Januar 2013
Format:
CD
Länge: 13 h 23 min
Verlag: Argon Hörbuch


Klappentext: gem. argon hörbuch
In den zerklüfteten Schluchten der Canyons hat Cassia nicht nur ihre große Liebe Ky wiedergefunden – sondern auch die Erhebung, eine Untergrundbewegung, die das System stürzen will. Als sich beide der Erhebung anschließen, müssen sie sich jedoch trennen. Ky wird auf einem Stützpunkt in einer Äußeren Provinz zum Piloten ausgebildet und Cassia in die Hauptstadt beordert. Dort trifft sie auf Xander, der als Funktionär für die Gesellschaft arbeitet. Kann sie sich ihm anvertrauen?
Als eine tödliche Seuche ausbricht und die gesamte Bevölkerung zu vernichten droht, muss Cassia eine Entscheidung treffen ...

Rezension:
Cassia und Ky scheint es einfach nicht vergönnt zu sein, zusammen zu bleiben. Sie haben sich beide dem Widerstand "Der Erhebung" angeschlossen, die die "Gesellschaft" stürzen will, doch um dieser am besten zu dienen, müssen sie sich erneut trennen. Ky wird als Pilot für die Erhebung in den äußeren Provinzen ausgebildet, während Cassia in Central, der Hauptstadt, als Sortiererin arbeitet. In Central befindet sich auch Xander, der Mann, mit den Cassia gepaart wurde und ist dort als Funktionär für die Gesellschaft tätig.

Alle drei warten gebannt auf die Dinge, die geschehen werden, denn obwohl Ky und Cassia es noch nicht wissen, auch Xander hat sich dem Widerstand angeschlossen. Doch bevor es soweit ist, bricht die "Seuche" aus, eine Erkrankung, die um sich greift. Bevor ein Heilmittel / eine Impfung gefunden wird, sterben viele Menschen und der Aufstand rückt immer näher. Tatsächlich offenbart sich endlich "Der Steuermann" und die Rebellion bahnt sich ihren Weg.

Doch zur Ruhe kommen Cassia, Ky und Xander noch nimmer nicht. Sie gehen nach wie vor ihrer Arbeit nach, diesmal im Namen der Erhebung. Anstatt jedoch endlich Ruhe in ihr Leben und das der übrigen Menschen eintritt, bricht eine neue Form der Seuche aus, eine, die ihre Opfer in ein Koma versetzt, aus dem sie nicht wieder erwachen. Cassia und Xander hatten die erste, leichte Variante der Seuche gehabt und sind immun, Ky hingegen erkrankt an der neuen Form und fällt schlussendlich ins Koma. Jetzt ist es Cassias höchstes Ziel, mit Xanders Hilfe ein Heilmittel zu finden - doch wird dieser überhaupt eines suchen, wenn doch Kys Tod endlich ihm den Weg zu Cassias Herzen freigeben würde?


Der 3. Band der Cassia-und-Ky-Trilogie! Der Plot wurde abwechslungsreich, jedoch wenig emotional erarbeitet. Ich muss gestehen, mit diesem Band habe ich mich schwer getan, denn es war leider sehr vorhersehbar, dass wenn immer sich die Gelegenheit für Cassia und Ky erbot, zusammen zu sein, irgendetwas (dramatisches) dazwischen kam, was ein Zusammensein verhinderte. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, ich muss jedoch gestehen, dass ich gerade von der Figur der Cassia sehr enttäuscht wurde. Dass sie unsterblich in ihren Ky verliebt ist, habe ich ihr nicht abgenommen, vielmehr philosophierte sie über Gott und die Welt. Nun ja, dafür konnten mich die Figuren des Ky und Xander von sich überzeugen, denn gerade bei Xander empfinde ich es als sehr deutlich, wie er mit sich und seinen Gefühlen ringt.  Die Sprecher waren sehr gut gewählt, den Zuhörer in die Geschichte einzuführen, doch auf Grund des eher langatmigen Schreibstils konnte mich die Story nicht fesseln.


Bewertung

Von Ally Condi bisher gelesen und rezensiert:


Die Autorin:
Ally Condie lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Salt Lake City, USA. Nach dem Studium unterrichtete sie mehrere Jahre lang Englische Literatur in New York, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Die phänomenal fesselnde Serie Cassia & Ky wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und war ein überwältigender internationaler Erfolg. (von Argon Verlag übernommen)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Die Sprecher:
Josefine Preuß ist als Tochter Lena in Türkisch für Anfänger bekannt. Mit ihrer temperamentvollen mädchenhaften Stimme hat die beliebte Schauspielerin schon viele Hörbücher mit großem Erfolg eingelesen. (von Argon Verlag übernommen)

Jacob Weigert ist Schauspieler, Hörbuchinterpret und Synchronsprecher. Einem breiten Publikum wurde er durch die Rolle des Enrique Vegaz in der TV-Serie Anna und die Liebe oder durch Auftritte in der Hörspielserie TKKG bekannt. 2011 wurde er mit dem German Soap Award als Sexiest Man ausgezeichnet. (von Argon Verlag übernommen)

Roman Knižka ist in dem für den Oscar nominierten niederländischen Drama Die Zwillinge im Kino zu sehen. Außerdem spielt er mit Meret Becker in Rote Glut und in Anatomie II an der Seite von Franka Potente. Roman Knižka ist aber nicht nur in Film, Fernsehen und Theater zu Hause, sondern besticht als Hörbuchsprecher durch sein genaues Gespür für Figuren und Timing. (von Argon Verlag übernommen)

  
Wie ich zu dem Buch kam: 
Auch bei diesem Hörbuch handelt es sich um eine Leihgabe der örtlichen Bibliothek.

Mittwoch, 24. Juni 2015

[Rezension] Mein Blaubeersommer



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 80 Seiten
Verlag: Bassermann Inspiration (11. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3572081904
ISBN-13: 978-3572081905
Größe und/oder Gewicht: 19,5 x 1,4 x 24,9 cm

Inhalt gem. Bassermann:
"Schicken Sie uns Ihr Blaubeer-Lieblingsrezept!" Dieser Aufforderung folgten viele Leser des Bestsellerromans "Der Sommer der Blaubeeren" - und daraus entstand dieses Buch. Tauchen Sie ein in die große Vielfalt dieser tiefblauen Frucht. Genießen Sie dieses wunderbare Aroma in süßen und pikanten Speisen.

Zum Buch:
Im vergangenen Jahr kam das Buch "Der Sommer der Blaubeeren" raus und hatte großen Erfolg.
Nun rief der Verlag auf, doch eigene kulinarische Rezepte mit Blaubeeren einzureichen.
Es gab sehr viele Rezepte, die eingereicht wurden, so dass die Auswahl doch recht schwer fiel.

Mit diesem Buch hat man nun das Ergebnis in den Händen.

Nach einleitenden Worten und wissenswertem über die kleine blaue Frucht geht es auch schon nahtlos über zu den Rezepten. Es ist alles zu finden, Kuchen, Dessert, Getränke, Eis, Chutney und natürlich auch Pfannkuchen und Marmelade nicht zu vergessen.

Der Großteil der Rezepte ist mit ausgesprochen lecker aussehenden Fotos untermalt. Die Lust auf Blaubeeren bekommt man garantiert schon beim Durchblättern. Ich hatte nach dem 1. durchsehen gleich mehrere Merkzettel angeheftet für die Sachen, die ich gedenke nachzumachen.

Einiges habe ich bisher erfolgreich ausgetestet und muss sagen, dass bis jetzt alles lecker war.
Die Rezepte sind einfach nachzuarbeiten. Unterteilt sind sie in die Aufstellung der Zutaten und der Herstellungsbeschreibung. Einige Rezepte wurden auch noch mit einem Tipp ergänzt.

Sehr gut gefällt mir die optische Darstellung der Überschriften, die ebenfalls in Blaubeerfarbe gedruckt ist. Natürlich steht auch bei jedem Rezept, wessen Lieblingsrezept es ist. 

Die gesamte Ausgabe des Buches wirkt sehr schön. Es ist ein rundum gelungenes Buch, das aus meiner Küche nicht mehr verschwinden wird, denn für Blaubeerliebhaber wie mich ist es genau richtig.

Eine Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

Hier noch ein kleiner Blick auf mein zusammengerührtes, aber bedenkt bitte, ich bin kein Fotograf :-) 
Leider ist mein Foto von dem fantastisch schmeckenden Blaubeerrahmkuchen von meinem Handy wegen eigener Dummheit verschwunden, so gibt es eben nur die Nichtkuchenbilder.

Erfrischender Blaubeersmoothie (Seite 37)

















Buchweizen-Beeren-Pfannkuchen (Seite 21)












Schnelle Quarkspeise (Seite 30)



















Bewertung:

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Gaby Hauptmann - Zeig mir, was Liebe ist


Leseprobe





Eckdaten:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (1. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492306802
ISBN-13: 978-3492306805
Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 2,6 x 18,9 cm

Inhalt gem. Piper:
Ist Geld wirklich alles? Findet Leska nicht. Valentin schon. Er kommt aus einer reichen Familie, und der Überfluss ist für ihn selbstverständlich. Bis er Leska trifft - und spontan mir ihr im Ferrari seines Vaters durchbrennt. Bloß: der seltene Oldtimer ist mehr als 10 Millionen wert. Und während sich Valentin und Leska auf ihrem verbotenem Ausflug nach Italien immer näher kommen, muss er bald feststellen, dass sie nicht allein unterwegs sind - und seine Leska mindestens noch einen Grund hatte, mit ihm durchzubrennen ...

Zum Buch:
Leska und Valentin sind jung, beide 23 Jahre alt. Sie lernen sich bei einer Oldie-Ralley kennen, bei der Valentins Vater in seinem Ferrari mitfahren will.
Es kommt jedoch ganz anders, da er durch eine Lebensmittelvergiftung unfreiwillig dazu gezwungen wird, davon Abstand zu halten. Valentin springt ein und nimmt Leska gleich als Co-Pilotin mit.
Unterschiedlicher könnten die beiden nicht sein, Valentin aus begütertem Haus und Leska aus ärmlichen Verhältnissen.
Nach der Probefahrt setzt man ihnen einen Floh ins Ohr, doch kurz nach Venedig mit dem Oldie zu fahren, was sie auch in die Tat umsetzen wollen.
Aber der Ausflug nach Italien wird für die beiden zu einem Abenteuer, denn es sieht so aus, als würden sie verfolgt werden. Jemand scheint es auf das 10 Mio. € dotierte Auto abgesehen zu haben ...

Aus einem angedachten gemütlichen Ausflug nach Venedig wird ein regelrechter Albtraum der beiden. Recht bald müssen sie erkennen, dass es jemand auf den Ferrari, der 10 Mio. € wert sein soll, abgesehen hat. Dabei scheint es egal zu sein, wer dabei auf der Strecke bleibt.

Gaby Hauptmann wirft den Leser regelrecht in die Geschichte hinein. Man ist urplötzlich mittendrin, Erklärungen folgen später.
Sie baut Spannung auf und steigert diese kontinuierlich bis zum Ende.
Es ist eine Liebesgeschichte, die gleichzeitig kriminelle Akzente aufzeigt und Roadmoviecharakter hat.

Die beiden Protagonisten Leska und Valentin waren mir von Beginn an sympathisch, so dass ich sie beide auch gern auf ihrer Reise begleitet habe. Neben einigen anderen Protagonisten möchte ich Gianna noch gesondert hervorheben, die ebenfalls eine tragende Rolle im Geschehen eingenommen hat.

Der Autorin gelingt es mühelos, den Leser mit auf die Reise zu nehmen. Stellenweise hat man das Gefühl, man befinde sich ebenfalls an Bord und würde die Landschaft mit eigenen Augen erleben. Italien ist immer eine Reise wert und dank Gaby Hauptmann hat mich die Lust gepackt, das Land doch mal wieder selbst zu bereisen. 

Der Schreibstil der Autorin ist packend und mitreißend, man möchte das Buch nicht aus der Hand legen. Durch die fehlenden Kapitel möchte man das auch gar nicht, denn so kommt das Gefühl eines abgrenzendes Abschnittes gar nicht erst auf.

Es ist schon einige Jahre her, als ich das letzte Mal ein Buch von Gaby Hauptmann gelesen habe. Nach der Lektüre frage ich mich, warum ich solange gewartet habe. Sie schreibt flüssig und leicht, ohne große Schnörkel. Man kann sich locker auf die Geschichte einlassen und sie genießen.
Dieses Buch ist ein regelrechtes Sommerbuch, macht Lust auf Italien und aufs Verreisen (natürlich sollte man nicht mit einem wertvollen Ferrari unterwegs sein).

Ein Pfötchen ziehe ich jedoch in der Bewertung ab, da ich einen der "Drahtzieher" schon ziemlich zeitig in Verdacht hatte, der sich dann auch bestätigte.

Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.


Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Piper-Verlag)
Gaby Hauptmann, geboren 1957 in Trossingen, lebt als freie Journalistin und Autorin in Allensbach am Bodensee. Ihre Romane »Suche impotenten Mann fürs Leben«, »Nur ein toter Mann ist ein guter Mann«, »Die Lüge im Bett«, »Eine Handvoll Männlichkeit«, »Die Meute der Erben«, »Ein Liebhaber zuviel ist noch zuwenig«, »Fünf-Sterne-Kerle inklusive«, »Hengstparade«, »Yachtfieber«, »Ran an den Mann«, »Nicht schon wieder al dente«, »Rückflug zu verschenken«, »Ticket ins Paradies«, »Hängepartie« und »Liebesnöter« sind Bestseller und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt. Außerdem erschienen die Erzählungsbände »Frauenhand auf Männerpo« und »Das Glück mit den Männern«, ihr ganz persönliches Buch »Mehr davon. Vom Leben und der Lust am Leben«, das Kinderbuch »Rocky der Racker«, die mehrbändigen Jugendbuchreihen »Alexa, die Amazone« und die »Kaya«-Reiterbücher, sowie »Wo die Engel Weihnachten feiern« und die von ihr herausgegebene Anthologie »Gelegenheit macht Liebe«. Zuletzt erschien »Ich liebe dich, aber nicht heute«.


Von Gaby Hauptmann wurden gelesen und rezensiert:
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An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim dem Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 23. Juni 2015

[Rezension] Markus Tillmanns - Engel des Todes (Band 2)



Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3013 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 230 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00Y2J75QW


Klappentext gem. Amanzon:
Wer bist du, dass du glaubst, du könntest die Welt verbessern?

Ein gefallener Engel wandelt über die Erde. Doch niemand bemerkt es. Nur Tabarie nimmt die Herausforderung an. Er kämpft um die Chance seines Lebens: Seine High-Tech-Stiftung soll die Welt zu einem besseren Ort machen.
Tabarie ahnt, dass er es mit dem Teufel selbst aufnehmen muss. Aber was plant Satan? Während der Engel des Todes nach der Macht greift, versinkt um Tabarie herum alles in Intrigen und Chaos.


Rezension:
9 Monate sind seit dem großen Showdown im Vatikan vergangen und Luzifer ist verschwunden. Seitdem hat der 25-jährige Journalist Aljoscha "Joschi" Tabarie die Leitung der Foundation übernommen, doch der Ruf der Foundation ist ruiniert. Zwar versucht Tabarie alles, um den Ruf der Foundation wieder herzustellen, doch das Vertrauen der Menschen in dieselbe ist bis in die Grundfesten erschüttert.

Auch privat läuft es für Tabarie nicht gut. Einerseits hat er einen stressigen Alltag, um den Ruf der Foundation wieder ins rechte Licht zu rücken und da ist dann auch noch Gül. Seine Songül "Gül", die ausgerechnet mit einem anderen Mann liiert ist und sich auch noch mit ihm verlobt hat. Es läuft also alles nicht glatt in Tabaries Leben.

Doch die Entwicklung neuer Medikamente und auch neuen Saatgutes für die Ärmsten der Armen soll zumindest die Foundation retten. Als dann jedoch Anschläge auf die Forschungsstätten verübt werden, ahnt Tabarie, dass ihm nicht jeder seiner Mitarbeiter wohl gesonnen ist. Zwar hat er viele ersetzt / ausgetauscht, aber nicht jede Position konnte er neu besetzen. Welcher seiner Angestellten spielt ein doppeltes Spiel und stecken womöglich doch Luzifer und Eisberg hinter den Anschlägen, weil sie wieder die Führung der Foundation übernehmen wollen?


Der 2. Band der Luzifer-Chroniken! Der Plot wurde wieder spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir in diesem Band gefallen, dass erst nach und nach herauskommt, wer hinter Tabarie steht und wer ihm schaden will und warum sie ihm schaden wollen. Die Figuren wurden individuell und authentisch erarbeitet. Diesmal hat es Joschi mit "Feuer" von allen Seiten zu tun und ist dennoch gewillt, nicht aufzugeben, sondern alles zum Guten zu wenden, weil er hinter der Idee der Foundation steht - auch wenn das in seinem privaten Leben bedeutet, dass er Gül ihren Weg gehen lässt, obwohl sie ihm alles andere als egal ist. Den Schreibstil kann ich nur wieder als packend beschreiben, sodass ich das Buch einfach am Stück gelesen habe, weil ich einfach wissen musste, wohin mich diese Reise führt. Jetzt beginnt das große Warten auf den 3. Band der Reihe "Die Rache Gottes".


Bewertung

Von Markus Tillmanns bisher gelesen und rezensiert.


Der Autor über sich:

„Sie wissen, warum wir Sie anhalten?“ Das Gesicht hinter der Frage scheint aus einem amerikanischen Polizeiverhör zu stammen. Und es gehört definitiv dem bösen Cop.
Ich überlege fieberhaft. Aber es will mir nichts einfallen. Ich bin noch zu abgelenkt.
„Verdammt, machen Sie die Scheibe richtig runter!“
Ich drücke den elektrischen Fensteröffner. Surrend verschwindet das Glas vollständig.
Der Polizist schneidet mir mit dem Taschenlampenstrahl ins Auge. Dann leuchtet er das Innere des Peugeot aus. „Was zum Teufel ist denn hier passiert?“
Ich bin mir nicht sicher. Die Tasche auf dem Beifahrersitz ist offen. Da war eine Windbö. Meine Sachen haben sich explosionsartig im Wagen verteilt. Ein Blatt meines neuen Manuskriptes hängt am Innenspiegel. „Ich weiß nicht genau“, sage ich unsicher. Ich war vorhin sehr abgelenkt. Und ich bin über irgendeine … Unebenheit gefahren.
„Sie wissen, warum wir Sie anhalten!“
Oh Gott, das wird doch nicht …? Vor dem inneren Auge sehe ich einen Film ablaufen, wie ich zwei Waisenkinder im Dunkeln überfahren habe. Nachts auf Landstraßen spielen hier immer Zwillinge. Es ist geradezu unheimlich.
„Was zum Teufel ist d a s da?“ Der Mann deutet auf meinen Kopf.
Ich fasse mir in die Haare. Sie kleben zusammen. „Ein Kaugummi“, sage ich. Froh, endlich einmal eine Frage beantworten zu können.
Der Polizist guckt nicht so, als ob er die Freude teilen würde. Er dreht sich zu seinem Kollegen um. „Wen haben wir denn da gerade noch erwischt?“ Die harten Augen kommen zurück. „Zeigen Sie jetzt die Fahrerlaubnis!“
Ich werfe rasch einen Blick in den Rückspiegel, um das Entsetzliche zu sehen. Aber das Blaulicht überall blendet mich.
„Den Führerschein!“
„Ja, ja. Sofort.“ Ich fasse in die Innentasche meiner Jacke. Da ist: nichts.
Nein!
 „Wird´s bald!“
„Ich … Sofort.“ Ich greife in die beiden Seitentaschen. Halstabletten, Öko-Purex-Taschentücher, ein Einkaufszettel von letztem Sommer. Kein Führerschein.
Oh, scheiße!
„Ich … es tut mir leid. Ich kann die Fahrerlaubnis nicht finden.“
Die unbarmherzige Lampe kommt zurück und sticht mir in die Augen. „Ach, so ist das.“
Der Mann reicht mir etwas herein. Führerschein. Tillmanns, Markus.
„Ist Ihnen hinten rausgesegelt. Machen Sie doch wenigstens e i n e Scheibe hoch.“
Ich nicke. Und drücke den elektrischen Fensterheber.
Surrend schließt sich das Glas wieder. (übernommen von HP)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

[Rezension] Amanda Frost - Vom Tod geliebt (Band 2)



Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1127 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 322 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00X5ZE008



Klappentext gem. Amazon:
Was könnte eine erfolgreiche Fantasy-Autorin mehr begeistern als ein Zusammentreffen mit einem Wesen der Unterwelt? Natürlich nichts! So ist Olivia hin und weg, als sie den smarten Alexander kennenlernt, der von sich selbst behauptet, der Tod persönlich zu sein. Als sie jedoch herausfindet, dass er sie belogen hat, bricht für sie eine Welt zusammen. Was sie allerdings nicht weiß: Die einzige Chance, Alexanders Leben zu retten, ist ihre Liebe!

Ist der Tod das Ende oder erst der Anfang?


Rezension:
Der 32-jährige Alexander Winter ist Kampfpilot und ein Adrenalinjunkie. Bei einem Beinahe-Crash kommt er gerade noch einmal mit viel Glück davon, ein Kollege von ihm stirbt. Nun ja, mit Glück hatte das ehrlich gesagt wenig zu tun, denn ein "Fürst der Finsternis" hat einfach mal Mist gebaut, denn eigentlich ist Alexanders Zeit bereits abgelaufen. Thanatos, der Gott der Zwischenwelt, ist natürlich wenig begeistert, dass schon wieder einer seiner Fürsten versagt hat, sodass Plan B in Kraft treten muss - Krebs. An dieser Erkrankung starb auch schon Alexanders Vater, es könnte also in der Familie liegen.

Als Alexander von seiner Diagnose erfährt, ist er am Boden zerstört. Er ist doch jung, steht voll im Leben, hat einen Schlag bei den Frauen weg und er soll auf absehbare Zeit sterben? Was wird aus Jessy, seiner 6-jährigen Tochter, die bereits ohne Mutter aufwachsen muss? Zwar kümmert sich seine Mutter um sie, wenn er zu Auslandseinsätzen unterwegs ist, aber wird sie es schaffen, Jessy alleine großzuziehen?

Auch Alexanders Schwester Lena ist schockiert, als sie davon erfährt und offenbart sich ihrer Freundin Lilly samt Ehemann Sebastian. Diese suchen sodann Alexander auf und weihen ihn ein in ihr großes Geheimnis, denn sowohl Lilly, als auch Sebastian sind nicht mehr am Leben. Denn Sebastian war vor nicht allzu langer Zeit selbst ein "Fürst der Finsternis" und sollte Lilly das Leben nehmen, doch er verliebte sich in sie und brachte es nicht übers Herz. Schlussendlich starb Lilly durch eigene Hand, doch ein Ringpaar, welches beide tragen, ermöglicht es ihnen, weiter auf der Erde zu leben und ihr Leben zu genießen. Lilly weiß, dass eine Cousine, die Schriftstellerin Olivia Moore, ebenfalls einen dieser Ringe besitzt und womöglich hat sie ja einen zweiten. Sie hätte die Möglichkeit, diesen zu verschenken, doch es muss ein Geschenk aus Liebe sein und so könnte Alexander den Tod überlisten. Alexander, von je her ein Frauenheld, reist voller Optimismus zu besagter Olivia, um ihr Herz zu erobern. Dass sie augenscheinlich mit ihren roten Haaren so gar nicht seinem rassigen Typ entspricht, ist hierbei nebensächlich und dank Sebastian hat er Vorteile, die andere Männer nicht haben, denn Olivia ist fasziniert vom Tod und kann die "Fürsten der Finsternis" dank ihrem Ring sehen, sodass er, wenn er sich als ein solcher ausgibt, ihr Herz ja wohl im Sturm erobern kann. Hier hat er allerdings die Rechnung ohne die eigensinnige Olivia gemacht ...


Der 2. Band der Tod-Reihe! Der Plot wurde unterhaltend und mit einer Prise Humor und Drama erarbeitet. Besonders hat mir gefallen, was sich Alexander alles hat einfallen lassen, um Olivia von sich zu überzeugen und gerade auch, warum er all dies getan hat und ehrlich, ich habe mich gefreut, Lilly und Sebastian aus dem 1. Band wieder zu lesen. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei mich hier gerade die Figuren des Alexander und der Olivia sehr gefallen haben. Alexander ist gerade zu Beginn des Buches ein augenscheinlicher Macho, wie er im Buche steht und dennoch ein fürsorglicher Vater. Klar liegt auf der Hand, warum er am Leben bleiben will und anfangs wäre er förmlich bereit, über Leichen zu gehen bzw. Gefühle anderer mit Füßen zu treten, doch je besser er sein "Opfer" kennenlernt, desto mehr ändert sich seine Sicht auf die Welt und das Leben. Olivia selbst empfand ich als ausgesprochen faszinierend. Eine Frau, die sich mit dem Schreiben von Büchern ihren Lebensunterhalt verdient, kann einem ja  nur sympathisch sein und auf den ersten Blick ist sie ausgesprochen taff, doch tief in ihr drin ist sie so ganz anders, als es auf den ersten Blick scheint und dies ist es, was Alexander nach und nach zu Tage fördert. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen berauschend zu lesen, was hauptsächlich am sehr flüssigen Schreibstil lag und an der wundervollen Interaktion zwischen den Figuren. Jetzt heißt es wieder gespannt warten, denn ein Band kommt noch und in diesem will der Herr der Hölle sein "Unwesen" auf der Erde treiben - es bleibt also spannend.

Bewertung
Von Amanda Frost bereits gelesen und rezensiert:

Die Autorin: 
Amanda Frost war viele Jahre weltweit im Marketing und der Logistik großer Unternehmen tätig und lebte lange in der Schweiz, bevor es sie nach München zog - ganz wie ihre Protagonistinnen Angelina und Valerie. Der Mann an ihrer Seite ist jedoch ihres Wissens nach kein Außerirdischer. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans erfüllte sich Amanda einen lang gehegten überirdischen Traum.  (übernommen von Amazon)
Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 




bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.