Montag, 27. Juli 2015

[Rezension] Sina Beerwald - Möwenbande 02: Möwenalarm



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 208 Seiten
Verlag: Emons Verlag (12. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3954514990
ISBN-13: 978-3954514991
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 1,8 x 20,6 cm

Inhalt gem. emons:
Möwerich Ahoi schlägt Alarm: Seine frisch Angetraute findet in der  Hochzeitsnacht ein Baby im gemeinsamen Nest vor. Allerdings kein Möwenküken – sondern einen menschlichen Säugling. Auf der Suche nach den Eltern gerät die Möwentruppe in aberwitzige Verwicklungen und turbulente Situationen – und kommt einem spektakulären Entführungsfall auf die Spur, der ganz Sylt erschüttert.

Zum Buch:
Sie hat JA gesagt. Endlich hat Ahoi seine Angebetete - Suzette - heiraten können Nun sind sie eine Dauerbrutpartnerschaft eingegangen, was heißt, dass Suzette seine Küken legen und ausbrüten wird. Ahoi schwebt im siebten Himmel, so hat er sich auch bei der Hochzeit nicht lumpen lassen und sehr tief in die "Taschen" gegriffen, um seiner Suzette etwas bieten zu können. Nun ja, ein klein wenig wollte er sie auch beeindrucken. Vor allem aber auch mit seinem großen gebauten Nest, das fernab von allen Möwenrouten und recht ruhig liegt.
Aber oh Schreck, als er mit seiner Angebeteten nach der Hochzeit dort anfliegt, ist das Nest belegt, mit einem menschlichen Baby. Wie kommt das denn dahin und vor allem, wem gehört es?
Suzette ist empört und fliegt wieder ab, ihre Hochzeitsnacht will sie nicht mit einem schreienden Menschenbaby verbringen.
Ahoi, dem sein gutes und weiches Herz immer mal wieder einen Strich durch die Rechnung macht, fühlt sich verantwortlich für das Baby, zumal es ja in seinem Nest liegt. Aber was tun? Aber Ahoi wäre nicht er selbst, wenn er und seine Möwenbande nicht bald eine Lösung finden sollten ...


Ahoi ist wieder da und er hat ein Riesenproblem. Stolz führt er seine ihm frisch Angetraute zu seinem Nest, da muss er feststellen, dass es mit einem Menschenbaby belegt ist. Was für ein Ärger. Nicht nur, dass Suzette ihn daraufhin gleich verlässt, steht er doch jetzt mit einem Baby da. Das will essen und sauber gemacht werden. Aber kommt Zeit, kommt Rat, denn was wäre Ahoi ohne seine Möwenbande und Frau Spatz.
Alles, was das Baby braucht, bekommt man auf der Insel und man kann es sich ganz gut zusammenstehlen. Aber wie bekommt man eine neue Windel um den Po des Säuglings? Oder wie bereitet man Nahrung zu? 
Jedes Problem zu seiner Zeit und die Ideen der Umsetzung haben der Autorin sicherlich einiges Kopfzerbrechen bereitet. Aber es lohnt sich, die gewitzten Möwen bei ihrer Sorge um das Baby zu beobachten.
Ein ganz große Aufgabe haben sie sich gesetzt, die Eltern des Säuglings zu finden, keine ganz leichte Aufgabe.

Was für ein erfrischendes Buch ist das wieder geworden. Wie viele andere habe ich den 2. Teil der Möwenbande herbeigesehnt und mich gefreut, ihn endlich in Händen halten zu können.
Ahoi, der jetzige Chef der Möwenbande ist ein Protagonist, den man einfach mögen muss. Meine Sympathie flog ihm nur so zu, denn er hat das Herz am rechten Fleck. Nicht nur für das Baby fühlt er sich verantwortlich, sondern auch für Freunde gibt er sein letztes Hemd, äh, besser seine letzten Heringe, die er selbst nach der imposanten Hochzeit gut gebrauchen könnte.

Das Buch macht den Eindruck, als hätte Sina Beerwald eine Zeitlang unter Möwen gelebt und sich gemeinsam mit ihnen auf Raubzügen befunden, so wirklich und realitätsnah erscheinen dem Leser die Erlebnisse der Möwen.
Jede einzelne Möwe hat es verdient, genannt zu werden, jede mit ihren unglaublichen Macken und Eigenheiten. Sie alle tun alles, um das Baby seinen Eltern wieder zuführen zu können. Dabei hat die Autorin alle Register gezogen, selbst Meister Adebar musste mit antreten.

Die Liebe zur Insel Sylt, auf der die Autorin auch lebt, und ihrer Tierwelt ist im Buch fest verankert. Fast möchte man glauben, dass es Ahoi  wirklich gibt, aber zum Glück sind ja viele seiner Eigenarten authentisch, wenn ich nur an das Stibitzen der Nahrung denke.

Das Buch ist voller liebenswerter, chaotischer Charaktere, die man einfach ins Herz schließen muss.
Natürlich hoffe ich auf eine weitere Fortsetzung mit Ahoi und seiner verrückten Möwenbande und ich hoffe, dass Sina Beerwald die Ideen dazu so schnell nicht ausgehen.

Ich habe mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten. Ein paar durchgeknallte Möwen, die die Eltern eines Baby suchen und damit wieder kriminalistischen Spürsinn beweisen müssen, liest man nicht alle Tage.
Einfach herrlich, zum lachen, zum grinsen und zum entspannen.
Bitte mehr davon.

Ich empfehle das Buch sehr gern weiter.


Reiheninfo:
Möwenbande 01: Mordsmöwen
Möwenbande 02: Möwenalarm

Bewertung:




Zur Autorin:
 (Text übernommen vom Emons-Verlag)
Sina Beerwald, 1977 in Stuttgart geboren, hat sich bislang mit fünf erfolgreichen Romanen einen Namen gemacht. 2011 wurde sie Preisträgerin des NordMordAward, des ersten Krimipreises für Schleswig-Holstein. Vor fünf Jahren wanderte sie mit zwei Koffern und vielen kriminellen Ideen im Gepäck auf die Insel Sylt aus und lebt dort seither als freie Autorin

Die Bibliographie von Sina Beerwald und unsere Rezensionen findet ihr auf unserer Autorenseite




An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte


Von Sina Beerwald wurden gelesen und rezensiert:


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Alexa Hennig von Lange - Die Welt ist kein Ozean



Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 352 Seiten
Verlag: cbt (27. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570162966
ISBN-13: 978-3570162965
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 13,9 x 3,5 x 21,5 cm

Inhalt gem. cbt:
Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?

Zum Buch:
Franzi ist 16 Jahre alt und will unbedingt 1 Auslandsjahr an einem Musikcollege in Australien machen. Seit vielen Jahren spielt sie Klavier, mit Hingabe und Liebe. Nun muss sie nur noch ein Vorspielen hinter sich bringen, um die Bewerbung für den Platz in Australien hoffentlich erfolgreich abschließen zu können.
Vorerst aber muss sie ein 2-wöchiges Schulpraktikum absolvieren. Sie wollte etwas ganz besonderes machen und hat sich dafür in einer psychiatrischen Klinik angemeldet.
Am ersten Tag wird sie freundlich von Schwester Maggie in Empfang genommen und sogleich voll mit integriert. Sie wird auf der Station, auf der sie eingesetzt werden soll, herumgeführt und mit den Insassen bekannt gemacht. Nicht jedem sieht man gleich sein Problem an. 
Gleich zu Beginn wird ihr nahegelegt, dass sie sich nicht mit den Insassen anfreunden soll, denn die Nähe, die sie dabei aufbaut, könnte dem Patienten zum Nachteil gereichen, wenn sie nach 14 Tagen wieder verschwunden ist.

Als sie in der Schwimmhalle ankommen, wird ihr der unnahbarste und schwerste Fall der Station vorgestellt - Tucker. Während ihr Maggie erzählt, dass der 18-jährige seit 1 Jahr bei ihnen ist und niemanden an sich heranlässt und nicht spricht, schwimmt dieser seine Bahnen im Becken völlig unbeteiligt. Als Maggie sie verlassen muss, bleibt Franzi vorerst allein in der Schwimmhalle. Sie weiß nicht wirklich, was sie dort soll und wie sie sich verhalten soll, also erzählt sie Tucker einfach irgendetwas, was ihr so gerade in den Sinn kommt. Von seiner Seite erfolgt keine Regung.
Am kommenden Tag jedoch nimmt Tucker an einer Veranstaltung teil, bei der er noch nie war. Es scheint so, als hätte Franzi einen Nerv bei Tucker getroffen, denn sie schafft es tatsächlich, sich ihm zu nähern. Aber kann das gut gehen? ...

Franzi fühlt sich gut in der psychiatrischen Klinik, merkt sie doch, dass sie gebraucht wird. Sicher sieht sie auch viel Elend, was sie sonst nie gesehen hätte. Selbstmordpatienten gibt es dort ebenso wie eben Menschen wie Tucker, die die Außenwelt außen vor lassen und sich auf sich selbst konzentrieren.

Franzi merkt, dass sie Zugang zu Tucker findet und auch er lässt sich auf Franzi ein, wenn auch nach wie vor nicht mit Worten. Seine Handlungen sprechen für sich und machen diesen großen, traurigen Jungen für den Leser interessant. 
Als ich von den Unglück las, was die Ursache von Tuckers totalem Mutismus war, sind mir fast die Tränen gekommen. Wie kann man mit solch einer "Schuld", wie er glaubt sie begannen zu haben, leben? Es ist schwer, sich in ihn hineinzuversetzen, aber die Autorin Alexa Hennig von Lange hat es geschafft, dieses auch dem Leser zu vermitteln.

Die Autorin hat sich sehr gut mit der Krankheit "totaler Mutismus" auseinandergesetzt und diese hervorragend recherchiert. Ebenso die Vorgänge in der Klinik und das Verhältnis Patient - Arzt.
Es stellte sich zwischendurch die Frage, was wichtiger ist, der Erfolg am Patienten oder die Methode, wie man ihn erringt?

Franzi, die immer mehr Zugang zu Tucker findet, steht bald eine schwere Entscheidung bevor. Sie sieht, wie Tucker immer mehr auf sie eingeht, aber was soll werden, wenn sie das Stipendium für den Australienaufenthalt gewinnt? Was soll sie machen? Auf das lang ersehnte Jahr zu Gunsten von Tucker verzichten oder sich selbst die nächste sein und ihr Ding durchziehen?

Ein wunderbares Buch, das in einem Milieu spielt, mit dem ich persönlich so gar keinen Kontakt habe und auch nicht genug Wissen mitbringe.
Ich habe mich auf die Geschichte eingelassen und sie genossen. Alexa Hennig von Lange hat mich mehr oder weniger an die Hand genommen und mich mitgenommen in die Klinik. Ich habe Franzi und Tucker beobachtet wie auch die anderen Patienten. Das Buch hat mich bewegt und noch eine ganze Weile nicht losgelassen.
Der Schreibstil der Autorin hat es mir leicht gemacht, nur so durch die Seiten zu fliegen. Ich mochte es nicht aus der Hand legen, so hat es mich gefesselt, natürlich wollte ich auch wissen, wie es ausgeht, ob die Krankheit von Tucker heilbar ist.
Mir hat die Autorin mit dem Buch wunderbare Stunden beschert und ich empfehle es sehr gern weiter und das nicht nur für Jugendliche.


Bewertung:



Zur Autorin:

(Text übernommen von Randomhouse)
Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin.




Von Alexa Hennig von Lange wurden gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


bedanken, dere mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 26. Juli 2015

[Neuzugänge] der 30. KW 2015

Und da sind sie wieder, unsere Neuzugänge der letzten Woche. Es ist wieder ganz schön viel neues Lesematerial bei uns eingegangen, einiges war Überraschungspost, über die freut man sich besonders, anderes wurde schon erwartet. Dann schauen wir mal, dass auch diese Bücher sich bei uns wohlfühlen.
Welche es diese Woche sind, seht selbst:

Hier nun unsere Neuzugänge der letzten Woche.

Kerrys Neuzugänge:

Kleeblatts Neuzugänge:
- Stirling, Joss - Die Macht der Seelen 04: Misty Falls 
- Potter, Alexandra - Der Wunschtraummann 
- Stein, Anna - Fräulein Kubitschek pfeift auf die Liebe 
- Jary, Micaela Wie ein fernes Lied 
- Graff, Pascal - Die Tarzan-Therapie 
- Müller, Nina - Kuschelflosse 
- Koppold, Katrin - Aussicht auf Sternschnuppen 




Kennt ihr bereits eines unser neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?
Wir wünschen euch eine schöne Woche.

Kerry und Kleeblatt

Samstag, 25. Juli 2015

[Rezension] Katja Montejano - Das große Schweigen



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 256
ISBN: 978-3-954-51657-5
Erscheinungstermin:
16. Juli 2015  
Format: Taschenbuch
Verlag: emons


Klappentext gem. emons:
»Atme, so lang du noch kannst!« – diese bizarre Nachricht erreicht die ehemalige Kripobeamtin Primerose Bouillé kurz nach dem Mordanschlag auf ihren Vater, einen Berner Staranwalt. Es ist für sie der Anfang eines Alptraums. Ein gnadenloser Killer beginnt ein grausames Spiel und tötet Schlag auf Schlag ihre Freunde. Als Primerose erkennt, dass auch ihr Leben bedroht ist, trifft sie eine einsame Entscheidung...

Rezension:
Es scheint ein ganz normaler Arbeitstag in der Anwaltskanzlei Bouillé & Partner AG zu sein. Wie immer herrscht geschäftiges Treiben und wichtige Termine stehen an und bekanntlich haben Anwälte ja nie Zeit. Dennoch möchte Ruth Schneider gerne den Chef Ferdinand Bouillé sprechen, hat sie doch früher für dessen Vater Jacques gearbeitet. Eigentlich hat Ferdinand dafür so gar keine Zeit, aber dennoch nimmt er sich diese, um die Frau anzuhören. Tatsächlich will Ruth Schneider nur eines von Ferdinand - die Adresse von seinem Vater. Als Ferdinand nicht gewillt ist, ihrem Anliegen zu entsprechen, greift die alte Frau ihn an und verwundet ihn schwer. Anschließend stürzt sie sich aus dem Fenster.

Primrose ist Ferdinands Tochter und eher das, was man als unkonventionell bezeichnen kann. Die 37-jährige war Polizistin gewesen, hat diesen Job aber an den Nagel gehängt und arbeitet in der Kanzlei ihres Vaters als Detektivin, wobei dies eher nicht ihre wirkliche Tätigkeit beschreibt, denn im Großen und Ganzen schafft sie Informationen ran und das nicht immer legal. Noch dazu trägt sie als Frau eine Glatze, wodurch sie immer auffällt. Aber so auffällig ihr Äußeres ist, so hat sie doch ganz konventionelle Wünsche - den Mann fürs Leben finden und eine Familie gründen, wobei sie weiß, dass sie dafür nicht mehr viel Zeit hat. Noch dazu hat Primrose so ihre privaten Sorgen. Vor zehn Jahren beging ihre Mutter Selbstmord und erst am Abend zuvor hat ihr Vater ihr eröffnet, dass er eine ihr Unbekannte heiraten will. Bisher hatte es Primrose immer geschafft, die jeweiligen Freundinnen ihres Vaters zu vergraulen, aber hier wird sie vor vollendete Tatsachen gestellt. Vater und Tochter hatten daraufhin einen großen Streit und seitdem hat sie nichts mehr von ihm gehört, was recht ungewöhnlich ist, da ihr Vater in solchen Situationen gewöhnlich um des lieben Friedens willen einlenkt.

An diesem Morgen steht jedoch ihr Ex-Freund Oliver Riss vor der Tür. Die Trennung war für Primrose sehr schwer gewesen, denn Oliver hatte sie betrogen und ist jetzt mit dieser Affäre verheiratet und sie erwartet auch noch Zwillinge. Doch Oliver ist nicht als Ex-Freund zu ihr gekommen, sondern in seiner Funktion als Kriminalbeamter, um sie vom Mordanschlag auf ihren Vater zu informieren. Primrose ist am Boden zerstört, kann sie sich doch nicht erklären, wer einen Grund gehabt hätte, ihren Vater zu ermorden. Im Spital trifft sie auf Luc Merz, ihren eigenen Nachfolger bei der Polizei, der mit den Ermittlungen betraut wurde. Dieser kann ihr sagen, dass es sich bei der Täterin tatsächlich um die 66-jährige Ruth Arzner handelte, doch auch er kann sich keinen Reim auf das Motiv machen. Primrose beschließt, mit ihren eigenen Leuten zu ermitteln und tatsächlich scheint mehr hinter dem Anschlag zu stecken, als es auf den ersten Blick erscheint, denn fast unmittelbar nach dem Anschlag erhält sie Droh-SMS von einer unbekannten Nummer. Mit Luc macht sie einen Deal - beide ermitteln mit ihren eigenen Leuten und berichten von den jeweiligen Ergebnissen. Doch dann wird ein weiterer Mensch in Prims Umfeld ermordet - und dies ist erst der Anfang eines blutigen Feldzuges ...


ATME, SOLANGE DU NOCH KANNST! (S. 41) Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Erst nach und nach stellt sich heraus, warum es zu diesen Morden kam und dass das Motiv dafür lange in der Vergangenheit zu suchen ist. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders ins Herz geschlossen habe ich die Figur der Primrose und des Luc, denn beide haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen und dennoch setzen sie alles daran, hinter das Geheimnis zu kommen, denn beide wissen, solange das nicht geklärt ist, kann jeder von ihnen der nächste sein. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, ich konnte und wollte das Buch einfach nicht aus der Hand legen, ich war förmlich wie im Rausch und musste wissen, wie es sich auflöst und ganz ehrlich, ich wäre auf diese faszinierende Täter-/Opferkonstellation nicht gekommen. Jetzt hoffe ich natürlich, dass es bald weitere Bücher der Autorin geben wird.

Bewertung

Von Katja Montejano bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin:
Katja Montejano wurde 1967 in Aarau (Schweiz) geboren und lebt mit ihrem Ehemann und Hund in Zofingen. Nach Abschluss einer Banklehre war sie in diversen Kreditinstituten und Unternehmen tätig. Seit 2001 arbeitet sie als Übersetzerin in der Informatikabteilung einer größeren Bankengruppe.

Ihre Leidenschaft zur Spannungsliteratur hat sie dazu bewogen, selber Geschichten und Thriller zu schreiben. (übernommen von Pax et  Bonum)


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich gerne bei

Katja Montejano 

bedanken, die mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 24. Juli 2015

[Rezension] S.J. Watson - Tu es. Tu es nicht.








Eckdaten:
Broschiert: 480 Seiten
Verlag: FISCHER Scherz; Auflage: 1 (23. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3651000095
ISBN-13: 978-3651000094
Originaltitel: Second Life
Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 3,8 cm

Inhalt gem. Fischer:
Du bist viel leichter zu manipulieren, als du denkst: der neue Thriller vom Autor des Welterfolgs ›Ich. Darf. Nicht. Schlafen.‹ 

Sie liebt ihren Mann. Und ist besessen von einem Fremden.
Sie ist eine gute Mutter. Und würde ihre Familie aufgeben.
Sie weiß, was sie tut. Und gerät außer Kontrolle.
Sie lebt zwei Leben. Und kann beide verlieren.

Julia führt ein scheinbar gesichertes Leben mit Mann und Sohn in London. Da wird ihre Schwester brutal ermordet. Julia begibt sich auf eine gefährliche Suche – und gerät unaufhaltsam in den Sog des Verbrechens und der Vergangenheit.

Zum Buch:
Julia ist verheiratet und hat einen Sohn. Es ist nicht ihr leiblicher, sondern der ihrer Schwester, den sie adoptiert hatte.
Sie ist mit ihrem Leben zufrieden, sie hat einen sie liebenden Mann und einen Sohn, den sie über alles liebt. 
Sie fällt in ein tiefes Loch, als ihre Schwester Kate ermordet wird. Trotz intensiver Bemühungen gelingt es der Polizei nicht, ihren Mörder zu finden. Julia ist am Boden zerstört und versucht selbst, den Mörder zu finden.
Verzweifelt versucht sie die Schritte zu gehen, die ihre Schwester gemacht hat und hofft auf diesem Weg, den Mörder zu finden. Aus diesem Grund meldet sie sich bei einer online-Dating-Firma und trifft dort auf den gutaussehenden Lukas.
Nach anfänglichen Bedenken trifft sie sich später auch mit ihm und verliebt sich in ihn, einem Fremden.
Sie beginnen eine heiße Liebschaft, bis sich die Ereignisse überschlagen und sie zu überwältigen drohen ...

Unter dem Vorwand, doch nur herausfinden zu wollen, wer ihre Schwester ermordet hat, trifft sie sich mit Lukas. Julia ist hin- und hergerissen, hat er etwas mit dem Tod ihrer Schwester zu tun oder nicht. Er hat ein Alibi, aber war er es wirklich nicht? Sie geht ein großes Wagnis ein, ist ihm aber schon recht schnell verfallen. Einmal die Woche treffen sie sich und können die Finger nicht voneinander lassen.
Kates ehemalige Mitbewohnerin Anna, die nach Kates Tod den Kontakt zur Julia suchte, wurde deren Vertraute und warnte sie immer wieder, aber Julia hat längst die Kontrolle über ihr Leben verloren.
Sie Suche nach dem Mörder belastet auch ihre Ehe mit Hugh, der lange Zeit Nachsicht mit Julia übt.
Julia schleppt nicht nur das Geheimnis der Liebschaft mit Lukas mit sich herum, sondern auch noch welche aus ihrer Vergangenheit, die sie noch heute belasten.

Um welche Geheimnisse es in der Vergangenheit geht, kommt erst langsam und nach und nach auf den Tisch. Der Autor lässt sich Zeit, dieses Geheimnis zu lösen.

Während die erste Hälfte des Buches doch ruhig, etwas zu ruhig verlief, gewann die Geschichte ab der Hälfte an Fahrt. Als sich Julias Leben zu einem Albtraum entwickelte, bewegte sich endlich der Roman. Von da an hatte ich Probleme, ihn aus der Hand zu legen.
Ihre Selbstzweifel und Ängste, die sie durchleben musste, wirkten echt  und als Leser fiel es nicht schwer, sie emotional mitzuerleben. Gerade, wenn der Punkt erreicht war, dass in ihr Leben wieder etwas Ruhe eintrat, ging es in der Beschleunigung weiter. Ein Auf und Ab und dann scheinbar im Sturzflug abwärts. Sie kommt ins Trudeln und weiß weder aus noch aus.

Julia ist eine Protagonistin, die alles hatte und doch war sie bereit, es für einen Mann wegzuwerfen. Wirkliche Sympathie konnte ich leider nicht für sie aufbringen, sie tat mir letztendlich einfach nur leid. Aber sie ist eine Kämpferin und das habe ich an ihr bewundert.

Ich habe immer mitgerätselt, wie denn die  Zusammenhänge sein könnten, auf was es nun hinausgeht, aber ich lag nur in Ansätzen richtig, die ganze Wahrheit kam dann doch überraschend.

Der Roman von S.J. Watson hat eine zu lange Anlaufzeit, weswegen ich auch ein Pfötchen abziehe, aber einmal in Fahrt gekommen, kann man ihn nicht mehr aus der Hand legen.
Ich empfehle ihn gern weiter.

Bewertung:


Zum Autor:
(übernommen von Fischer)
Von Null auf Welterfolg: S. J. Watson wurde gleich mit seinem ersten Thriller weltweit bekannt. Der Londoner Autor wurde in den Midlands geboren, hat viele Jahre für den britischen Gesundheitsdienst gearbeitet und an der Faber Academy kreatives Schreiben studiert. Sein Debüt ›Ich. Darf. Nicht. Schlafen.‹ erschien in über 40 Ländern und wurde mit Nicole Kidman und Colin Firth fürs Kino verfilmt. Auch Watsons zweiter Thriller ›Tu es. Tu es nicht.‹ ist ein internationaler Bestseller.



Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.  


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 23. Juli 2015

[Rezension] Veit Etzold - Der Totenzeichner (Band 4)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 432
ISBN: 978-3-404-17229-0
Erscheinungstermin: 16. Juli 2015 (1. Auflage)
Format: Taschenbuch
Verlag: Bastei Lübbe


Klappentext gem. Lübbe:
Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken. Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: »It’s not over, ’til it’s over«.

Ist der Totenzeichner zurückgekehrt?


Rezension:
Etwa drei Wochen sind seit dem letzten Fall von Clara Vidalis, Chefin der Abteilung für Pathopsychologie am LKA Berlin, vergangen, in welchem sie den Todeswächter stellen konnte. Nach diesem Fall brauchte sie unbedingt Urlaub, um diesen emotional sehr aufwühlenden Fall zu verarbeiten, doch nicht nur das. Auch die Sache mit Dr. Martin "MacDeath" Friedrich schwebt noch über ihr - war es eine einmalige Sache zwischen ihnen oder ist da mehr? Doch bereits an ihrem ersten Arbeitstag nach ihrem Urlaub wird sie zu einem neuen Tatort gerufen. Bei dem Opfer handelt es sich um Stephan Schiller, dem Boss der Deathguard Chapters Berlin, welcher brutal ermordet und dem noch zu Lebzeiten sein Herz aus dem Körper geschnitten wurde. Schiller, obwohl er mehr Feinde als Freunde hatte, hat auf einen Bodyguard verzichtet - hatte er doch immer seinen Kampfhund an seiner Seite. Auch dieser wird am Tatort gefunden - tot. Augenscheinlich hat der Mörder diesen ohne Waffen, sondern lediglich mit einem Kugelschreiber, getötet. Was ist das für ein Mensch, der zu so etwas in der Lage ist?

Die Ermittlungen in Schillers Umfeld bringen keinen wirklichen Fortschritt. Sicher ist, dass seine Gang nach dem Mörder suchen wird und wenn sie ihn gefunden haben, ihn sicher nicht der Polizei ausliefern werden, aber eine wirklich heiße Spur ist nicht dabei. Doch MacDeath fallen Zeichen an der Leiche auf, die er wohl schon irgendwo mal gesehen hat, nur kommt er nicht darauf, wo. Später stößt MacDeath in seinen Unterlagen auf eben jene Runen, die auch Schiller eingeritzt wurden und ein schrecklicher Verdacht reift bei Clara und ihrem Team heran. Denn vor zehn Jahren trieb in den USA ein Serienmörder sein Unwesen - der "Angel of Death". Dieser tötete mehrere Menschen, ritzte ihnen allerdings vorher noch besagte Runen ein und entnahm den noch lebenden Opfern ihre Herzen.

MacDeath nimmt Kontakt zu seinem früheren Mentoren beim FBI auf und tatsächlich scheint es so, dass besagter "Angel of Death" seine Mordserie von einem Tag auf den anderen beendet - warum konnte nie geklärt werden, auch nicht, ob er verstorben oder in Haft ist. Tatsache ist, dass dieser Killer an allen Tatorten DNA hinterlassen hat, diese jedoch in keiner Datenbank verzeichnet ist - er ist wie ein Phantom. Ist besagter "Angel of Death" nunmehr in Berlin und treibt hier sein Unwesen oder handelt es sich um einen geschickten Nachahmer? Dann stößt ausgerechnet MacDeath bei einem Workshop auf ein Leichenteil, das ebenfalls die Runen aufweist. Kann es sein, dass sie durch dieses eine Leichenteil endlich die Spur des Killers zurückverfolgen können?


Der 4. Band der Clara-Vidalis-Reihe! Der Plot wurde authentisch und spannend erarbeitet. Ich muss gestehen, besonders hat mir in diesem Band gefallen, dass die Figur des "MacDeath" einen größeren Part bekommen hat, denn dieser überaus smarte und charmante Profiler ist in meinen Augen auf jeden Fall ein Sympathieträger. Allerdings habe ich hier doch ein wenig mein geliebtes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Clara Vidalis und dem Killer vermisst. Die Figuren wurden wieder authentisch erarbeitet, wobei hier mein Liebling ganz klar "MacDeath" heißt, wobei ich allerdings realistisch gesehen zugeben muss, dass dieser Mann wohl zu gut ist, um wahr zu sein - aber man wird ja noch täumen dürfen, oder? Den Schreibstil wurde spannend erarbeitet, sodass sich abschließend sagen kann, dass mir das Buch angenehme Lesestunden bereitet hat und ich mich auf den nächsten Fall von Clara Vidalis jetzt schon freue.

Bewertung


Von Veit Etzold bereits gelesen und rezensiert:


Der Autor:
Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona. 2005 promovierte er zum Kinofilm "Matrix". Während und nach seinem Studium arbeitete er für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Management-Ausbildung. Veit M. Etzold lebt in Berlin. (Text von Bastei Lübbe übernommen).








Wie ich zu dem Buch kam:
Dieses Buch habe ich mir von meinem Geburtstagsgutschein von Sabine gekauft - nochmals vielen lieben Dank dafür.

[Lesung] Veit Etzold liest aus "Der Totenzeichner"

Endlich Mittwoch - auf den Tag haben wir schon richtig hingefiebert, denn am Mittwoch wollten wir nicht nach Hause, um zu lesen und die Seele baumeln zu lassen, nein, wir wollten uns was vorlesen lassen. Niemand geringerer als Veit Etzold stellte sein neues Buch


vor. Auf jeden Fall ein Pflichttermin für das Katzenpersonal, denn Lesungen von Veit Etzold (gewöhnlich in Begleitung seiner Frau Saskia) sind immer ein Erlebnis. Vorab hatte Kerry schon zwei Karten reservieren lassen, doch Fortuna meinte es gut mit ihr und sie gewann bei einem kleinen Gewinnspiel von Veit Etzold auf Facebook zwei Freikarten. 

 vor der Lesung

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Kerry war vorab etwas verwundert, denn sie konnte auf Anhieb keinen Büchertisch entdecken. 
Veit Etzold ist ein Name, der zieht, denn so viele Leute erlebt man selten auf einer Lesung - und wir haben wieder bekannte Gesichter entdeckt.

Mit einer leichten Verspätung legte Veit Etzold, ohne jegliches TamTam, gleich mit dem Prolog los und machte sein Publikum mit dem so genannten Blutsommer in L. A. bekannt - und der markaberen Eigenart, dass der Killer, der für diesen Blutsommer verantwortlich ist, die Herzen seiner Opfer entfernt.

wer das Buch gelesen hat, weiß, was es damit auf sich hat


Anschließend berichteten Veit und seine Frau Saskia (die beiden muss man einfach in Aktion gesehen haben) von ihrem Kennenlernen (an einem Sektionstisch) und ihrer Hochzeit.

Im Gespräch: Veit Etzold und Saskia Etzold
 
Dann wurde wieder gelesen - mittlerweile hatte sich der Schauplatz der Handlung nach Berlin verlagert und wir lernten das erste (sehr unsympathische) Opfer des Killers kennen.

 Veit Etzold lesend

Nun war es an der Zeit, dass Veit Etzold und seine Frau über einige rechtsmedizinische Fragen aufklärten (Anmerkung: Veit fragte seine Frau, welche Rechtsmedizinerin ist und wohl schon beim Schreiben des Scripts von seinen Ideen nicht immer angetan war), so zum Beispiel, ob Kiefer einer Leiche knirschen, ob Leichen bluten oder ob der Mensch in der Lage ist, rohe (Menschen)Herzen zu essen (zumindest in der Theorie).

Veit Etzold und Saskia Etzold im Gespräch
 
Im Anschluss las Veit Etzold ein weiteres Kapitel aus einem Buch und stellte dem Publikum seine Ermittlerin Clara Vidalis sehr eindrucksvoll vor. 

Nach nunmehr einer Stunde zwischen spannenden Lesepassagen und interessanten Tatsachenbeschreibungen wurde es Zeit für eine kleine Pause. Kerry stürmte natürlich gleich nach vorne, um sich ihr Exemplar von "Der Totenzeichner" signieren zu lassen und ja, sie gibt es zu, sie hat wieder Saskia Etzold belagert, weil Kerry nun mal grundsätzlich irgendwelche rechtsmedizinischen Fragen hat und wer könnte diese besser beantworten, als eine Rechtsmedizinerin? Irgendwann wird Saskia Etzold bestimmt die Flucht ergreifen, wenn Kerry sich mit ihrem Satz "Ich hätte da mal eine rechtsmedizinische Frage ..." ihr nähern will.^^

              Veit Etzold                                                   Veit signiert Kerrys Buch
 

beruhigend - es gab doch einen Büchertisch

Bereits vor der Pause wurde angekündigt, dass Veit und Saskia Etzold ein kleines Quiz vorbereitet hatten, in dem man auch was gewinnen konnte - für das Katzenpersonal (okay, sagen wir es konkret - für Kerry) war das natürlich eine Frage der Ehre, mindestens einen Preis zu ergattern und in der Tat hatte sie sogar zweimal in Folge die richtige Lösung parat - wurde dann allerdings disqualifiziert, um den anderen auch eine Chance zu geben ;-) Wobei Kerry nur auf die Fragen geantwortet hat, wo sie die Preise unbedingt haben wollte ^^

das Quizduell im vollen Gange

Kerrys erster Gewinn - eine vom "Totenzeichner" mit Blut (eines Opfers) beschriftete Serviette


Kerrys zweiter Gewinn - ein mit Anmerkungen versehenes Originalmanuskript


Gleich im Anschluss las Veit Etzold einen weiteren Part aus seinem Buch, in dem es um einen Leichenfund in einem Keller in Berlin - Kreuzberg geht, der zwar Ähnlichkeit mit einem vorherigen Leichenfund hatte, jedoch nicht hundertprozentig übereinstimmte (mehr wird an dieser Stelle nicht verraten).

Tja und mal ehrlich, wusstet ihr, wovor sich ein Mann, der solche Bücher schreibt, fürchtet? Laut eigener (Veits) Aussage ist er ein eher ängstlicher Mensch, und  seine Frau konnte bestätigen, dass Veit zwar einiges verträgt (immerhin hat er sie ja an einem Sektionstisch kennengelernt und sie war bei der Arbeit), jedoch nicht, wenn er sein eigenes Blut sieht. Sobald er dieses sieht, verliert er wohl leicht den Boden unter den Füßen (zumindest auf nüchternem Magen, wie Veit ergänzte - wollen wir es ihm mal glauben).

Auch wurde die Frage erörtert, wie ein solches Buch entsteht (bzw. dessen Vorgänger). Hier waren u. a. genauere und erschreckende Recherchen Veits in Sachen Exorzismus und Kannibalismus von nöten - wofür man auch gerne mal Deutschland verlässt.

nicht mal im Urlaub kann das Autoren-Gehirn abschalten - hinter Saskia ein Bild des Dahmer China-Wok-Imbiss


Abschließend las uns Veit noch einen weiteren Part des Buches vor, in dem es um die Festnahme eines Verdächtigen ging und dessen Verhör durch die Polizei (sehr skurill) - ob er es war? Wir verraten nichts!


Ort des Geschehens: Ellington-Hotel


die Front des Ellington-Hotels

So, das war es auch schon wieder, wobei "schon wieder" hier nicht ganz passend ist, denn ehrlich - wir hatten einen tollen Abend, wurden von Veit Etzold und seiner Frau Saskia wunderbar unterhalten, konnten lachen, Kleeblatt verzog zwischendrin bei bestimmten Beschreibungen ganz schön das Gesicht - aber jetzt mal im Ernst - solltet ihr die Möglichkeit haben, eine Lesung von Veit und Saskia Etzold zu besuchen - nehmt diese Möglichkeit wahr, ihr werdet es nicht bereuen. Übrigens touren die Beiden bald ...

Kerry und Kleeblatt

PS: Schaut doch heute Mittag nochmal vorbei, dann geht Kerrys Rezension zu "Der Totenzeichner" online.