Montag, 26. Oktober 2015

[Rezension] Silvia Konnerth - Freundinnen 02: Mit Schirm, Charme und Kaktus



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 282 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (31. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1515214850
ISBN-13: 978-1515214854
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,8 x 20,3 cm

Inhalt gem. Amazon:
Endlich hat Kerstin ihren Traummann gefunden! Alles könnte perfekt sein – wäre da nicht seine manipulative Mutter. Die möchte ihren Sohn nämlich viel lieber im familiengeführten Weingut und an der Seite einer rassigen Italienerin statt einer vorlauten Rothaarigen sehen. Wild entschlossen, die italienische Mamma für sich einzunehmen, reist Kerstin nach Bella Italia und stößt dort nicht nur unverhofft auf ein wunderschönes Fleckchen Erde, sondern auch auf einen aufdringlichen Franzosen und ein erschütterndes Familiengeheimnis. Wird Kerstin einen Weg finden, ihr Glück und das der anderen nicht zu gefährden?

Zum Buch:
Kerstins Traummann, ein italienischer Kellner, ist mal eben nach Hause wegen anstehender familiärer Verpflichtungen zu seiner Mutter gefahren. Da Kerstin die Abwesenheit ihres Freundes zu lange dauert, beschließt sie kurzerhand, ihn in Amilia zu überraschen. Sie will ihn zurückholen, denn ihre beste Freundin Anna wird heiraten und sie beide sind eingeladen.
In Amilia angekommen, muss Kerstin feststellen, dass sich Enrico gar nicht so richtig darüber freut, dass sie angekommen ist und noch weniger freut sich dessen besitzergreifende Mutter über die deutsche Frau. Diese tut alles, um Kerstin zu vergraulen. Enrico findet sich zwischen Baum und Borke wieder, ein Mann zwischen 2 Frauen, oder doch eher 3 Frauen? 
Aber er ist der Mann, den sie liebt und sie versucht alles, ihn aus den Klauen seiner Mutter zu befreien...

Mit diesem Roman legt die Autorin Silvia Konnerth ihren zweiten Roman vor. Nachdem es im ersten Roman um die Freundin Anna und Felix ging, richtet sie ihr Augenmerk nunmehr auf Kerstin und Enrico.
Kerstin liebt ihren Enrico und kann nicht verstehen, warum er nicht zurück aus Italien kommt. So macht sie sich auf den Weg, um ihn zu holen. Ihre Flugangst versucht sie zu vergessen und wird von ihrem Sitznachbarn abgelenkt. Dieser entpuppt sich später als Franzose und Cousin von Enrico.
Er wird es auch sein, der sie ab und an auf andere Gedanken bringt, wenn Enrico ihr gegenüber einmal mehr versagt hat.

Ein wenig hat mich das Buch an einen meiner Lieblingsfilme erinnert, an "French Kiss" mit Meg Ryan und Kevin Kline. Das brachte dem Spaß am Lesen jedoch keinen Abbruch.
Kerstin ist eine liebenswerte Protagonistin, die man mögen muss. Bewundert habe ich sie, als sie trotz Abneigung von Enricos Mutter es geschafft hat, ein paar Tage dort im Haus zu wohnen. Wäre mir zwar nicht im Traum eingefallen, aber ich bin ja auch nicht Kerstin. So abgebrüht muss man erst mal sein.
Es ist schwer für sie, den Enrico in Italien mit dem Enrico in Einklang zu bringen, den sie aus Deutschland kennt und den sie liebt. Und doch lässt sie sich schlecht behandeln dort, weil sie ihn liebt. 
Aber es gibt auch noch eine alte Freundin von Enrico, die Kerstin klar zeigt, dass sie Besitzansprüche stellt.
Über all dem liegt auch noch ein Geheimnis, das droht, ans Tageslicht zu kommen.

Neben den Hauptprotagonisten gibt es auch noch Protagonisten, die zu nennen man nicht vergessen darf. Natürlich Kerstins Freundin Anna, die stetig per Telefon auf dem neuesten Stand gebracht werden möchte, die alte Nonna, die Kerstin an ihre Oma Margi erinnerte und der Esel Alberto.

Ein Roman mit vielen Hochs und Tiefs, die die Geschichte am Laufen halten. Es passiert viel, man kann es als Leser aber sehr gut nachvollziehen. Die Geschichte spielt auf einem Weingut, das von der Familie Enricos geführt wird und er soll der Nachfolger seiner Mutter werden. 
Ob es jedoch soweit kommen wird und wie Kerstin sich in dieser ungastlichen Stätte führen und fühlen wird, will ich nicht verraten. 

Mir hat es Spaß gemacht, Kerstin nach Italien zu begleiten, sie bei ihren Begegnungen zu erleben. Ich habe mit ihr gelitten, geliebt und gehofft, dass alles zu einem guten Ende führen wird.
Es ist ein Roman, der zur leichten Literatur zu zählen ist, der gute Laune macht und den man mal zwischendurch lesen kann.
Ich fühlte mich gut unterhalten und empfehle ihn gern weiter.  


Bewertung:



Reiheninfo:
01: Knutschflecke gibt's später
02: Mit Schirm, Charme und Kaktus


Zur Autorin:
(Text übernommen von Amazon)
Silvia Konnerth wurde 1980 in Frechen bei Köln geboren. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Winsen / Luhe, am Rande der Lüneburger Heide.
Das Schreiben war schon als Jugendliche ihre Leidenschaft. Ihr Traum war es, eines Tages Schriftstellerin zu sein. Mit ihrem Debüt-Roman "Knutschflecke gibt's später" geht dieser Wunsch nun in Erfüllung.






Von Silvia Konnerth wurden gelesen und rezensiert:

  


 An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin 



bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 25. Oktober 2015

[Neuzugänge] der 43. KW 2015

Schon wieder ist eine Woche ins Land gezogen und auch diese Woche zeichnet sich wieder perfektes Lesewetter ab - zumal es ja mittlerweile noch dunkel ist, wenn man das Haus verlässt und schon wieder, wenn man nach Hause kommt - was gibt es da schönes, als sich in eine Decke einzukuscheln, eine Lampe anzumachen, einen Tee neben sich zu platzieren und in einem Buch zu lesen?

Hier nun unsere Neuzugänge der letzten Woche.
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Kerrys Neuzugänge:


 
Kleeblatts Neuzugänge:
Gruber, Andreas - Meyers / Pulanski 02: Racheherbst 
Troni, Angela - Kater Flo und das Weihnachtswunder 
Schröder, Michael - Schicksal 
Rabengut, Natalie - Das erste Date 



Kennt ihr bereits eines unserer neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?

Wir wünschen euch eine schöne Woche.

Kerry und Kleeblatt

Samstag, 24. Oktober 2015

[Ankündigung] der 2. Berliner Buchmesse


Zum 2. Mal wird es in Berlin eine Buchmesse geben. Die

Wir waren im vergangenen Jahr bei der 1. Buchmesse dabei. Eine Messe für eher kleine Verlage. Was wir dabei erlebt haben, könnt ihr ein weiteres Mal HIER nachlesen.
Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr wird es sie auch in diesem Jahr geben. Im Anschluss möchten wir die Ankündigung dazu an euch weitergeben. Vielleicht sieht man sich ja dort?


Prominente Autoren lesen auf der 2. Buch Berlin

100 Verlage aus ganz Deutschland präsentieren sich am 28. und 29. November 2015 in Berlin-Wilmersdorf
Liebe Frau Stutzke,
rund 300 Autoren aus allen Genres werden zur 2. Buch Berlin 2015 erwartet. „Die neue Berliner Buchmesse“ findet am 28. und 29. November im Logenhaus in der Emser Straße 12-13 in Berlin-Wilmersdorf statt. Rund 80 Lesungen sind derzeit geplant. Zu den Highlights gehören Klaus Baumgart, der das neue „Lauras Stern“-Abenteuer vorstellt, Luci van Org, Murat Ham, Totte Kühn von den „Monsters of Liedermaching“ sowie Carsten Steenbergen mit der interaktiven Lesung „Steamtown“.
Trotz der prominenten Autoren will die Buch Berlin auch in diesem Jahr Neuerscheinungen in den Mittelpunkt rücken, die man nicht in jeder Buchhandlung findet. Rund 100 kleine und mittelständische Verlage aus ganz Deutschland werden ihr Programm in der Hauptstadt vorstellen. Die neue Location, das Logenhaus nahe dem Kursfürstendamm, bietet ein elegantes Ambiente, zwei Lesesäle, Kinderaktivitäten und einen Cateringbereich mit Sitzgelegenheiten.
Jeweils von 10 bis 18 Uhr können die Besucher in besonderen Büchern stöbern, mit Autoren ins Gespräch kommen und in stimmungsvoller Atmosphäre nach Weihnachtsgeschenken suchen.
Der Veranstalter Bücherzauber e.V. rechnet mit bis zu 5.000 Besuchern. Der Verein engagiert sich für die Leseförderung in Berlin und Brandenburg sowie für die Förderung von Literatur und Bildung. Einige Autoren lesen daher auch am Freitag den 27. November in Schulen in Charlottenburg-Wilmersdorf.
Wir würden uns freuen, wenn Sie auf die 2. Buch Berlin hinweisen könnten.
Infos zur Messe auf www.buchmesse-berlin.com und auf www.facebook.com/buchberlin.

2. Buch Berlin
Logenhaus
Emser Straße 12-13
10719 Berlin-Wilmersdorf


Samstag, 28. November, 10 bis 18 Uhr
Sonntag, 29. November, 10 bis 18 Uhr
Durchgängiges Leseprogramm für Kinder und Erwachsene in zwei Lesesälen, Catering, Kinderaktivitäten


Der Eintritt für Kinder, Schüler, Auszubildende und Studenten ist frei, Erwachsene zahlen 3 Euro.

[Rezension] Timur Vermes - Er ist wieder da



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 400
ISBN: 978-3-404-17178-1
Erscheinungstermin: 8. Oktober 2014
Format: Taschenbuch
Verlag: Bastei Lübbe


Klappentext gem. Bastei Lübbe:
Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, dafür unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende startet er gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur, sondern erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und vollkommen gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und »Gefällt mir!«-Buttons.
Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Dieser Roman ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.


Rezension:
Am 30. August 2011 erwacht ein Mann mitten in Berlin. Er trägt eine alte, nach Benzin stinkende Uniform und obwohl er weiß, er wer ist, ist er sich nicht ganz sicher, was in der Zwischenzeit passiert ist. Sicherlich weiß er noch, was er als letztes getan hat, doch seitdem hat sich viel verändert. Berlin wie er es kannte, ist nicht mehr, die Stadt hat sich verändert und überhaupt, auch die Bewohner scheinen von einem Tag auf den anderen ihren Respekt verloren zu haben, immerhin waren sie bisher immer sehr respektvoll ihm gegenüber, denn er ist ja nicht irgendwer, er ist Adolf Hitler, Reichskanzler Deutschlands. Doch derzeit ist er allein, keine Verbündeten und auch keine Eva in Sicht.

Fakt ist, sein Stab steht ihm augenscheinlich nicht zur Verfügung, doch er wäre nicht Adolf Hitler, der Führer des deutschen Volkes, wenn er die Sache nicht selbst in die Hand nehmen würde. Kurz gesagt: Allein schafft er es nicht, aber er findet schnell und unerwartet Hilfe bei einem Zeitungskrämer. Dieser ist begeistert von der Performance des Mannes, der sich Adolf Hitler nennt, wirkt er doch so authentisch, das man ihn schon fast für den echten halten könnte, wäre dieser nicht schon vor Jahrzehnten verstorben. Dass dieser Mann auf die Bühne gehört, ist ihm sehr schnell klar.

Tatsächlich gelingt es dem Zeitungskrämer, Leute aus einer Produktionsfirma auf den wiederauferstandenen Adolf Hitler aufmerksam zu machen und auch diese sind so angetan, dass sie mit ihm arbeiten wollen. Schnell hat der Adolf-Hilter-Künstler Erfolg, auch wenn niemand weiß, wer er wirklich ist, die Leute amüsieren sich köstlich über ihn, doch er selbst hat so mit den Tücken des Alltags zu kämpfen, zum Beispiel mit einem Flachbildfernseher oder gar einem Handy. Doch er hat ein Ziel vor Augen - wieder in die Politik ...


Was wäre wenn? Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Ganz ehrlich, obwohl  das Thema an sich sehr umstritten sein mag, ich habe mich herrlich amüsiert, als ich Zeuge dessen wurde, was der wiedererwachte Adolf Hitler als Gegenwart kennen und damit umgehen lernen musste, denn solche Sachen wie Flachbildschirme, Computer und Handys sind für uns normale Alltagsgegenstände, aber wie sie auf Menschen einer anderen Zeit wirken mussten, die keine Gelegenheit hatten, diese Technik mitzuerleben, sondern von jetzt auf gleich damit konfrontiert werden - einfach göttlich. Jedoch muss ich sagen, ich hätte mir hier, gerade zum Ende des Plots hin, einen etwas anderen Verlauf der Geschichte gewünscht. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Gerade der Protagonist konnte mich mit seinem Unwissen der modernen Welt und seinem (aus heutiger Sicht) veraltetem Weltbild voll und ganz überzeugen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte, denn ich war wirklich gespannt, wohin mich diese Geschichte führte.

Bewertung


Der Autor:
Timur Vermes wurde 1967 als Sohn einer Deutschen und eines 1956 geflohenen Ungarn geboren, studierte in Erlangen Geschichte und Politik und wurde dann Journalist. Er schrieb für die "Abendzeitung" und den Kölner "Express" und arbeitete für mehrere Magazine. Seit 2007 veröffentlichte er als Ghostwriter vier Bücher, zwei weitere sind in Vorbereitung.  (übernommen von Lübbe)


Wie ich zu dem Buch kam:
Bei diesem Buch handelt es sich um eine Leihgabe der örtlichen Bücherei.

Freitag, 23. Oktober 2015

[Rezension] Nele Neuhaus - Wer Wind sät (Band 5)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 560
ISBN: 978-3548284675
Erscheinungstermin: 8. Juni 2012 
Format: Taschenbuch
Verlag: Ullstein


Klappentext gem. Ullstein:
Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff wird zu einem ungewöhnlichen Tatort gerufen: Ein Nachtwächter lag mehrere Tage unentdeckt in einem Firmengebäude. Schnell wird klar, es war Mord. Gemeinsam mit Oliver von Bodenstein ermittelt Pia im Umkreis einer Bürgerinitiative, die gegen einen geplanten Windpark kämpft. Dabei stoßen sie auf ein Grundstück im Taunus, das plötzlich zwei Millionen wert ist – und einen Mann das Leben kostet …


Rezension:
Im Firmensitz des Konzerns WindPro wird die Leiche eines Nachtwächters gefunden, es ist unklar, ob es sich um Mord oder einen Unfall handelt - fest steht, der Konzern gerät dadurch in die Presse, was nicht unbedingt von Vorteil ist, denn sein erklärtes Ziel ist es, im Taunusgebiet einen Windpark zu eröffnen. Obwohl alternative Energien generell positiv aufgenommen werden, gibt es gegen diesen geplanten Windpark heftige Widerstände seitens einer Bürgerinitiative, angeführt von Jannis Theodorakis, einem ehemaligen Mitarbeiter von WindPro. Dieser versucht darzulegen, dass an der geplanten Stelle ein Windpark vollkommen nutzlos ist, ja das sogar entsprechende Gutachten gefälscht wurden, nur um die Genehmigung für den Windpark zu bekommen - ein toter Nachtwächter ist also von Seiten der WindPro kein positiver Aspekt.

Mit den Ermittlungen werden Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff beauftragt. Von Bodenstein jedoch tut sich schwer mit den Ermittlungen, lassen ihn doch seine privaten Probleme nicht los. Er und seine Frau Cosima haben sich nach einer Affäre ihrerseits getrennt und Oliver leidet unter der Situation, gerade in Hinblick darauf, dass er seine jüngste Tochter nicht mehr so oft sehen kann. Pia hingegen stürzt sich in die Ermittlungen. Zwar ist sie gerade erst aus einem Urlaub mit ihrem Freund zurück gekommen und will eigentlich nach einem neuen Heim für sie beide schauen, doch dem Opfer muss Gerechtigkeit widerfahren!

Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, ist doch keine Seite wirklich bereit, mit der Polizei zusammen zu arbeiten, sondern ist gewillt alles zu tun, um ihrer eigenen Sache zu dienen. Erschwerend kommt hinzu, dass ausgerechnet der Vater von Oliver von Bodenstein ebenfalls Mitglied der Bürgerinitiative ist und dessen bester Freund im Laufe der Ermittlungen ermordet aufgefunden wird. Wer ist bereit, zu Gunsten eines Windparks über Leichen zu gehen und warum engagiert sich ausgerechnet Theodorakis so gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber? Was steckt wirklich hinter dem Tod des Nachtwächters?


5. Band der Bodenstein/Kirchhoff-Reihe! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet, war mir jedoch thematisch zu breit gefächert, sodass es mir hier teils nicht ganz so leicht viel, dem Plot zu folgen bzw. genau zuzuordnen, wer für und gegen etwas ist und was sich da im Hintergrund derjenigen Figur noch so abspielt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, jedoch hege ich nach wie vor keine sonderlichen Sympathien für Oliver von Bodenstein. Irgendwie beschleicht mich bei ihm immer wieder das Gefühl, dass er sich zwischendurch total hängen lässt und sein Privatleben ihm die Augen für alle anderen Aspekte seines (Berufs-)Lebens verschließt. Pia Kirchhoff hingegen war tough wie gewohnt und ich muss sagen, mittlerweile könnte man wohl glatt sagen, dass ich ein Kirchhoff-Fan bin, denn die Frau hat es echt drauf, hat ein sehr gutes Gespür für Menschen und Situationen und vertraut auf ihren Instinkt. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, muss jedoch sagen, dass mir dieser Band der Reihe bisher am wenigsten gefallen hat. Jetzt hoffe ich natürlich, dass die nächsten Bände wieder eher meinen Geschmack treffen.



Bewertung


Von Nele Neuhaus bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)



Die Autorin: 
Nele Neuhaus, geboren 1967 in Münster / Westfalen, lebt seit ihrer Kindheit im Taunus und schreibt bereits ebenso lange. Ihr 2010 erschienener Kriminalroman Schneewittchen muss sterben brachte ihr den großen Durchbruch, seitdem gehört sie zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen Deutschlands. Außerdem schreibt die passionierte Reiterin Pferde-Jugendbücher und, unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg, Unterhaltungsliteratur. Ihre Bücher erscheinen in über 20 Ländern. (übernommen von Ullstein)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier. 

Wie ich zu dem Buch kam:
Ich glaube, das Buch habe ich mir mal spontan gekauft, bin mir da aber ehrlich nicht mehr ganz so sicher.

[Rezension] Nele Neuhaus - Schneewittchen muss sterben (Band 4)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 537
ISBN: 978-3548609829
Erscheinungstermin: 11. Juni 2010 
Format: Taschenbuch
Verlag: List


Klappentext gem. Ullstein:
Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd…


Rezension:
Tobias Sartorius kehrt nach Hause zurück - nach zehn Jahren Abwesenheit, doch auf ihn wartet kein herzlicher Empfang in seinem Heimatdorf, nein, pure Verachtung schlägt ihm entgegen, denn die letzten zehn Jahre seines Lebens verbrachte der mittlerweile 30-jährige Tobias wegen Mordes im Gefängnis. Vor zehn Jahren verschwanden zwei junge Frauen aus seinem Umfeld, eine war seine Freundin gewesen und sie tauchten beide bis zum heutigen Tag nicht mehr auf. Auf Grund von Indizienbeweisen wurde Tobias der Prozess gemacht und er verurteilt - doch was hat er wirklich damals getan? Er selbst behauptet, sich an die besagte Zeit nicht erinnern zu können.

Mit Tobias kehrt Unruhe in das Dorf ein und kurz darauf wird eine ältere Frau von einer Autobahnbrücke gestoßen. Sie überlebt schwer verletzt, der Täter entkommt. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei der Frau um die Mutter von Tobias handelt. Wer trachtet ihr nach dem Leben? Nach der Verurteilung ihres Sohnes zerbrach ihre Ehe und sie nahm nach der Scheidung wieder ihren Mädchennamen an, um ein möglichst unerkanntes Leben zu führen - doch nicht unerkannt genug. Dieser Mordanschlag ruft Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff auf den Plan, denn diese nehmen die Ermittlungen auf.

Obwohl es sogar einen Zeugen gab, ist der Täter nicht zu ermitteln. Viele haben, auf Grund des verurteilten Tobias, ein  Motiv, doch alle ein Alibi. Deckt das ganze Dorf den Täter? Dann verschwindet ein weiteres junges Mädchen, eines, das einem der vorherigen, noch immer vermissten Opfer, fast zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Zeit drängt, denn auch sie läuft Gefahr, für immer zu verschwinden. Was steckte wirklich hinter dem Verschwinden der beiden Mädchen von vor zehn Jahren und wird es diesmal gelingen, wenigstens das letzte Mädchen zu retten?


4. Band der Bodenstein/Kirchhoff-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Im Besonderen hat mir hier gefallen, wie die Ereignisse sich mit den Geschehnissen von vor zehn Jahren verknüpfen und wie schnell klar ist, dass die Ermittler erst die damaligen Taten aufklären müssen, um überhaupt eine Chance zu haben, hinter das Geheimnis der laufenden Ermittlungen zu kommen. Jedoch muss ich gestehen, dass mich der Plot nicht voll und ganz überzeugt hat, ich hätte mir hier, gerade zum Schluss, durchaus eine andere Wendung gewünscht. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Noch immer bin ich ein großer Fan von Pia Kirchhoff, die mir mit jedem Buch immer sympathischer wird, was ich allerdings von Oliver von Bodenstein so nicht behaupten kann, irgendwie werde ich mit diesem einfach nicht warm. Den Schreibstil empfand ich als sehr mitreißend erarbeitet, sodass ich mich förmlich an das Buch gefesselt gefühlt habe. Auf die weiteren Bände der Reihe bin ich schon sehr gespannt.



Bewertung


Von Nele Neuhaus bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)


Die Autorin: 
Nele Neuhaus, geboren 1967 in Münster / Westfalen, lebt seit ihrer Kindheit im Taunus und schreibt bereits ebenso lange. Ihr 2010 erschienener Kriminalroman Schneewittchen muss sterben brachte ihr den großen Durchbruch, seitdem gehört sie zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen Deutschlands. Außerdem schreibt die passionierte Reiterin Pferde-Jugendbücher und, unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg, Unterhaltungsliteratur. Ihre Bücher erscheinen in über 20 Ländern. (übernommen von Ullstein)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier. 

Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich von meiner Mutter geschenkt bekommen.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

[Hörbuch-Rezension] Carola Wimmer - Hope: Sprung ins Glück


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl der Printausgabe: 192
ISBN: 978-3-8371-3280-9
Erscheinungstermin: 5. Oktober 2015
Format:
CD
Länge: 228 min
Verlag: cbj audio


Klappentext: gem. cbj audio
Als Leonie sich den Knöchel bricht, bedeutet das nicht nur das Aus für ihre Karriere als Eiskunstläuferin. Sie muss auch das Sportinternat verlassen und zurück in ihre Heimatstadt, wo ihr die neuen Mitschüler einen Neuanfang schwer machen. Der Zufall führt sie auf den benachbarten Pferdehof, wo sie auf Hope trifft. Sie spürt sofort, dass sie und das Pferd eine besondere Verbindung haben, doch die Besitzer verbieten ihr den Umgang mit dem Tier …

Lebendig gelesen von der bekannten Hörbuchstimme Marie Bierstedt!


Rezension:
Leonie ist eine erfolgreiche Eisprinzessin, eine Eiskunstläuferin mit hervorragenden Zukunftsaussichten. Sie besucht ein Sportinternat, um die Förderung zu erhalten, die sie braucht, um an die Spitze zu kommen. Doch während des Trainings passiert es - noch von einer Grippe geschwächt stürzt sie und verletzt sich schwer. Zwar wird ihre Verletzung ausheilen, doch Sport wird sie in dem Umfang wie bisher nie wieder betreiben können. Schlussendlich muss Leonie das Internat verlassen, denn dort ist nur Platz für leistungsorientierte Sportler.

Zurück in ihrer Heimatstadt bei ihrer alleinerziehenden Mutter muss Leonie ganz von vorne beginnen, eine neue Schule, neue Freundschaften und einen neuen Lebensinhalt finden. Der Start in der Schule verläuft nicht unbedingt reibungslos, gerät sie doch gleich mit der führenden Clique aneinander, doch da ist ein Mädchen, eine Außenseiterin, die von besagter Clique fertig gemacht wird, die sie offen und ehrlich annimmt und Leonie ihre Freundschaft anbietet. Leonie spürt, dass sie es ehrlich meint und Leonie lässt sich darauf ein, denn Freundschaften kannte sie in ihrem Leben auf dem Sportinternat eher nicht. Dort waren Missgunst und Neid an der Tagesordnung. Nur hat ihre neue Freundin eine Schwäche: Pferde.

Die Beiden schleichen sich auf einen Pferdehof und dort begegnet Leonie, die sich nie etwas aus Pferden gemacht, der Stute Hope und sofort spürt sie, dass sie und das Tier etwas verbindet, das tiefer geht, als alles, was sie bisher in ihrem Leben erfahren hat ...


Hoffnung! Der Plot wurde authentisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich eine junge Frau, die ein festes Ziel im Leben hatte und jahrelange auf dieses hingearbeitet hat, von einer Sekunde zur anderen dieses Zieles beraubt und förmlich in die Welt normaler Jugendlicher zurückgeworfen wird und erst lernen muss, sich in dieser Welt zurechtzufinden. Die Figuren wurden facettenreich und realistisch erarbeitet. Gerade Protagonistin Leonie empfand ich als sehr gelungen dargestellt, denn ich habe richtig gemerkt, wie sie förmlich in ein tiefes Loch fiel, als offensichtlich wurde, dass sie den Sport, den sie jahrelang betrieben hat, nicht mehr ausüben darf. Die Sprecherin, Marie Bierstedt, schaffte es, mich voll und ganz in die Geschichte eintauchen zu lassen, sodass ich das Gefühl hatte, mit Leonie in dieses neue Leben voller Hoffnung zu starten.


Bewertung

Die Autorin:
Carola Wimmer, 1970 in Berlin geboren, begann ihre Autorinnen-Karriere als Verfasserin von Kinder-Hörspielen für den ORB. Nebenbei schrieb sie Texte und Konzepte für etliche Multimedia-Agenturen und war in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Bis zu ihrem Entschluss, sich ganz auf ihre Arbeit als Kinderbuchautorin zu konzentrieren, war sie Redakteurin eines Internetportals für Kinder und Jugendliche. Carola Wimmer lebt und arbeitet heute in Berlin. (von Randomhouse übernommen)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Die Sprecherin:
Marie Bierstedt, geboren 1974, kam schon früh zum Film. So war sie bereits in den 1980er Jahren in Serien wie "Praxis Bülowbogen" zu sehen. 1988 spielte sie die Hauptrolle in dem Film "Die Mondjäger". Nach dem Abitur konzentrierte sie sich dann aber auf das Synchronisieren. Sie ist unter anderem die deutsche Stimme von Anna Faris, Kirsten Dunst, Kate Beckinsale und Anne Hathaway. Zurzeit am bekanntesten ist ihre Stimme als Kristin Kreuk in der Serie "Smallville" und als Alyson Hannigan in der Serie "Buffy". In der Erfolgsserie "Grey’s Anatomy" lieh sie Chyler Leigh ihre Stimme. Für den Hörverlag las Marie Bierstedt bereits "Blutbraut" von Lynn Raven, "Die Rache trägt Prada" von Lauren Weisberger und "Zwei an einem Tag" von David Nicholls. (von Randomhouse übernommen)

  
Wie ich zu dem Buch kam: 
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag



bedanken, der dieses Hörbuch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.