Montag, 21. Dezember 2015

[Kinderbuch-Rezension] Ruth Wielockx - Der kleine Christbaum








Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: aracari; Auflage: 1 (1. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3905945541
ISBN-13: 978-3905945546
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 6 Jahre
Originaltitel: De kleine kerstboom
Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 1 x 26,4 cm

Inhalt gem. Aracari:
Bald ist Weihnachten. Voller Ungeduld wartet eine Gruppe von Bäumen darauf, dass der Christbaumverkäufer
kommt und sie holt. In welchem Wohnzimmer werden sie aufgestellt? Und welche Päckchen werden am Heiligabend zu ihren Füßen liegen? In einem Punkt sind sich alle Bäume einig: Ihr lieber Freund, der kleine Baum, ist dieses Jahr noch zu klein, um ein Christbaum zu werden. Haben sie Recht?

Zum Buch:
Er ist zu klein, sagen sie. Er wäre nicht groß genug, um an ihm Lichterketten anzubringen, sagen sie. Er wäre nicht hoch genug, dass Geschenke unter ihn gelegt werden können, sagen sie.
Der kleine Christbaum ist traurig, denn so wie es aussieht, wird er als Einziger im Wald zurückbleiben müssen, wenn die großen Bäume geholt werden, um irgendwo als Christbaum erstrahlen zu können.
Aber er hat Glück, auch ihn nimmt der Christbaumverkäufer mit.

Einer nach dem anderen werden verkauft,  nur den kleinen Baum möchte niemand haben und er steht dort einsam und verlassen rum.
Gerade, als der Verkäufer seinen Stand schließen will, kommt doch noch ein Mann, der ihn kaufen will und nun beginnt die schönste Zeit seines Lebens...

Ein wunderschönes Weihnachtsbuch hat die Autorin Ruth Wielockx für Kinder ab 4 Jahren geschrieben.
Es wird eine Weihnachtsgeschichte erzählt, die von einem kleinen Weihnachtsbaum handelt, der so gerne geschmückt werden und Kindern Freude bereiten will, aber so wie es aussieht, ist er für all das zu klein.
Aber er gibt die Hoffnung nicht auf. Auch wenn es für die großen Christbäume unwahrscheinlich ist, dass der Kleine mitgenommen wird, halten sie zu ihm. Sie bilden eine Einheit und hoffen mit ihm, dass er ein schönes Zuhause finden möge.
Natürlich ist er aufgrund seiner Größe der letzte, der verkauft werden wird, nachdem er sehnsüchtig den anderen hinterherschaute. Aber auf ihn wartet Größeres.

Manches Mal werden Wünsche wahr und aus einem kleinen unscheinbaren Bäumchen wird etwas Besonderes. Man kann nie vorhersagen, wo man enden oder welchen Weg man gehen wird. Das merkt auch der kleine Christbaum.

Eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte, die mit wunderschönen Zeichnungen von der Autorin illustriert wurde.
Eine Weihnachtsgeschichte, die man gemeinsam mit seinen Kindern lesen kann, egal, ob die Kinder sie allein lesen oder sie vorgelesen bekommen. Zu Weihnachtszeit genau die richtige Lektüre, um sich auf das Fest einzustimmen.

Das Einzige, was mich am Buch störte, war die schwarze Schrift auf dem dunkelblauen Hintergrund. Ich hätte sie mir dort in weiß gewünscht, um sie besser lesen zu können.

Ich empfehle dieses Buch sehr gern weiter.


Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom aracari-Verlag)
Ruth Wielockx wurde am 11.01.1971 in Mol geboren und ist in Balen aufgewachsen, wo
sie auch heute mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen lebt. Bereits 1977, mit 6 Jahren, besuchte sie eine Kunstklasse an der Kunstakademie in Mol. Sie studierte Ernährung und Diätetik an der Universität in Leuven und Southampton, erwarb ihr Lehrdiplom und gab auch eine Zeit lang Lektionen bis sie sich ausschließlich dem Schreiben und der Illustration von Bilderbüchern widmete.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim 




bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Kinderbuch-Rezension] Nancy Walker-Guye - Stille Nacht



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 28 Seiten
Verlag: aracari verlag; Auflage: 1 (1. August 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3905945274
ISBN-13: 978-3905945270
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 6 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 24,3 x 1 x 28,7 cm

Inhalt gem. Amazon:
Niculin, ein Bub aus einem Dorf in den Bergen, sitzt an Heiligabend mit seinen Eltern in der Kirche, als er draußen plötzlich etwas funkeln und glitzern sieht. Neugierig schleicht er sich hinaus in den Schnee. Ist das ein Stern, der so wundersam leuchtet? Niculin kann nichts entdecken. Gerade will er sich abwenden, als er ein Paar in dieser eiskalten Winternacht entdeckt. Die beiden sind mit dem Zug gekommen, der im Schneesturm stecken blieb. Verzweifelt suchen sie ein Nachtquartier. Kann Niculin helfen?Niculin, ein kleiner vorwitziger Bub aus einem Dorf in den Bergen, sitzt am Heiligabend mit seinen Eltern in der Kirche, als er draussen plötzlich etwas funkeln und glitzern sieht. Was mag das sein? Neugierig schleicht er sich hinaus in den Schnee, verfolgt von den tadelnden Blicken der Erwachsenen. Ist das ein Stern, der so wundersam leuchtet? Niculin kann nichts entdecken. Gerade will er sich abwenden, als er ein Paar in dieser eiskalten Winternacht entdeckt. Die beiden sind mit dem Zug gekommen, der im Schneesturm unterhalb des Dorfes stecken blieb. Verzweifelt suchen sie ein Nachtquartier. Was tun? Kurz entschlossen lädt Niculin die beiden zu sich nach Hause ein, mögen seine Eltern später sagen, was sie wollen. Während er auf ihre Rückkehr wartet, erlebt er das Wunder der Weihnacht ganz unmittelbar.
Eine berührende Weihnachtsgeschichte um einen mutigen Jungen in einer einzigartigen Bergkulisse wunderschön illustriert.

Zum Buch:
Es ist Heiligabend und Niculin ist mit seinen Eltern in der Kirche, als er plötzlich ein Licht sieht, dem er, sehr zum Ärger seiner Eltern, nachgeht.
Er trifft auf ein Ehepaar, das einen Gasthof sucht. Sie mussten aus einem Zug aussteigen, der wegen Schneeverwehungen nicht weiterfahren konnte.
Es gibt aber keinen Gasthof in dem Ort. Als Niculin sieht, dass die Frau schwanger ist, nimmt er sie kurzerhand mit nach Hause und überlässt ihnen sein Zimmer.
Als seine Eltern wütend von der Andacht nach Hause kommen, können auch sie das Wunder betrachten, das zwischenzeitlich passiert ist...

Die Autorin Nancy Walker-Guye hat auch mit diesem Buch wieder eine Weihnachtsgeschichte geschrieben. Sie ist der Geburt von Jesus nachempfunden und in die heutige Zeit versetzt worden.
So schön sie auch ist, so unwirklich passt sie in die heutige Zeit.
Die Geschichte ist leider nicht wirklich stimmig. Wenn Niculin gemeinsam mit seinen Eltern in der Kirche ist, ist es für mich unwahrscheinlich, dass er einen eigenen Schlüssel bei hat. Auch traue ich ihm nicht die Entscheidung zu, das Paar mit sich nach Hause zu nehmen. Sein erster Gedanke hätte sein müssen, Hilfe zu holen, ob nun in Form von seinen Eltern oder einen Krankenwagen.
Auch ein kleines Bergdorf dürfte schon am Telefonnetz angeschlossen sein
Ebenso ist für mich unglaubhaft, dass man kurz vor der Entbindung ohne Handy durch die Gegend fährt.
Das passt alles nicht zusammen.

Entschädigt wird man jedoch durch die bezaubernden Zeichnungen von Alessandra Micheltti, die dieses Buch illustriert hat.

Ich habe lange überlegt, welche Bewertung ich für das Buch abgeben soll und schwankte zwischen 3 und 4 Pfötchen. Wie sonst auch, gilt hier zu Gunsten des Angeklagten.

Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen vom aracari-Verlag)
Nancy Walker-Guye wurde in Sarnia, Kanada, geboren. Bevor sie sich entschloss, sich hauptberuflich dem Schreiben zu widmen, hatte sie in bedeutenden nordamerikanischen Zeitschriften über 100 Kindergeschichten veröffentlicht. 
Ihre Bilderbuchgeschichten sind in mehreren Sprachen erschienen. Sie setzt sich stark für die Leseförderung bei Kindern ein. Nancy Walker-Guye lebt mit ihren zwei Kindern in der französischen Schweiz.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim 




bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Von Nancy Walker-Guye wurde gelesen und rezensiert:


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Kinderbuch-Rezension] Nancy Walker-Guye - Schneehäschens Weihnachtsüberraschung



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: aracari verlag; Auflage: 1., Aufl. (3. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3905945347
ISBN-13: 978-3905945348
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 6 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 23 x 1 x 29,4 cm

Inhalt gem. Amazon:
Schneehäschen, Bär und Waschbär sind zum Weihnachtsfest bei Dachs eingeladen. Schneehäschen überrascht seine Freunde damit, dass es auch Fuchs zum Fest eingeladen hat. Doch die anderen sind gar nicht nett zu Fuchs, so dass dieser davonläuft und sich im kalten Winterwald versteckt. Als die Freunde das bemerken, machen sie sich eilig auf den Weg und suchen Fuchs, bis sie ihn finden. So gibt es dann doch noch ein fröhliches Fest im Haus von Dachs.
Eine Geschichte, die einlädt, Weihnachten einmal anders zu feiern, Fremden die Türe zu o ffnen und unerwartet neue Freundschaften zu schliessen.

Zum Buch:
Sie feiern immer Weihnachten zusammen, der Bär, der Schneehase, der Waschbar und der Dachs. Die diesjährige Feier sollte beim Dachs stattfinden, so dass sich die drei Freunde auf den Weg machten. 
Kaum dort angekommen, hält das Schneehäschen es nicht aus, denn es hat eine Überraschung. Die anderen drei Freunde sind entsetzt, als sie feststellen müssen, dass die Überraschung der Fuchs ist, der mit ihnen gemeinsam Weihnachten feiern sollte.
Der merkt jedoch sehr schnell, dass er auf Ablehnung stößt und trollt sich wieder.
Schneehäschen ist sehr traurig und geht in den Wald, ihn zu suchen.
Die drei anderen Freunde besinnen und schämen sich...

Die Autorin Nancy Walker-Guye hat hier eine sehr schöne Weihnachtsgeschichte für Kinder zu Papier gebracht.
Das Schneehäschen hat den Fuchs mit zur Weihnachtsfeier gebracht, damit er den Tag nicht allein verbringen muss, stößt damit aber auf Ablehnung bei ihren Freunden. Sie kennen Fuchs nicht und wollen niemand Fremden in ihrer Runde haben. Das Häschen kann das nicht verstehen und macht sich auf die Suche nach Fuchs, weiß es doch, dass Fuchs seinen Bau manches mal nicht mehr findet, wenn die Spuren verweht sind und es dunkel wird. Sie sorgt sich um ihn.

Das Buch bringt Kindern nahe, dass Fremde nicht immer Fremde bleiben müssen. Wenn man aufeinander zugeht, können aus Fremden Freunde werden, Freunde, die auch andere Freunde mit einbeziehen können.
Es ist nicht immer leicht, Fremde zu akteptieren, aber wenn man es nicht einmal versucht, hat man verspielt. Nur was oder wen man kennt, kann man auch an sich heranlassen.

Das Buch ist mit wunderschönen Zeichnungen von Maren Briswalter versehen, bei denen es Spaß macht, sie mit Kindern anzuschauen.

Ein wirklich schönes Buch zum Ansehen, Vorlesen, selbst lesen und nachdenken. Ich empfehle es sehr gern weiter.

Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom aracari-Verlag)
Nancy Walker-Guye wurde in Sarnia, Kanada, geboren. Bevor sie sich entschloss, sich hauptberuflich dem Schreiben zu widmen, hatte sie in bedeutenden nordamerikanischen Zeitschriften über 100 Kindergeschichten veröffentlicht. 
Ihre Bilderbuchgeschichten sind in mehreren Sprachen erschienen. Sie setzt sich stark für die Leseförderung bei Kindern ein. Nancy Walker-Guye lebt mit ihren zwei Kindern in der französischen Schweiz.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim 




bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Von Nancy Walker-Guye wurde gelesen und rezensiert:
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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Raymond A. Scofield - Der große Lord



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 255 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 2 (21. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746631726
ISBN-13: 978-3746631721
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 2,2 x 20,6 cm

Inhalt gem. Aufbau:
"Nehmen Sie mich fest – ich habe Lord Fauntleroy erschossen!"
Der sonderbare junge Mann, der an Heiligabend in die Polizeiwache von Erleboro stürmt, hat eine unglaubliche Geschichte zu erzählen. Als Kind war er für kurze Zeit Cedric Fauntleroy, der Erbe des Earl von Dorincourt. Doch dann wurden er und seine geliebte Mutter Opfer einer teuflischen Intrige, die nun, 21 Jahre später, ihrem dramatischen Höhepunkt entgegensteuert …
Die bewegende Reise des kleinen Lord Fauntleroy aus New York endete gar nicht mit der Weihnachtsfeier auf dem Schloss. Raymond A. Scofield verrät, wie es mit dem liebenswerten Knaben weiterging. Eine herzerwärmende und heitere Weihnachtsgeschichte von Freundschaft, Liebe und Güte – und einem selbstverliebten Lama …

Zum Buch:
Nicht schlecht staunte Konstabler Paddock, als an Heiligabend ein junger Mann auf seine Polizeiwache in Erleboro kam und behauptete, er habe Lord Fauntleroy erschossen. 
Er nannte sich Tom Tipton und hatte ein Lama und einen Pinguin im Schlepptau.
Das reichte aber noch nicht als Seltsamkeiten, er erzählte auch eine Geschichte, die seltsamer und unglaublicher nicht sein konnte.
Denn einst war er selbst Lord Fauntleroy, aber das ist schon viele viele Jahre her...

An jenem Heiligabend, der 21 Jahre nach dem Heiligabend liegt, an dem Lord Cedric Fauntleroy (Der kleine Lord) erstmals mit seiner Mutter und seinem erst kennengelernten Großvater Weihnachten feierte, wird in einer Polizeiwache erzählt, wie es dem kleinen Lord, der inzwischen ein erwachsener Mann ist, ergangen ist.

Durch ein dummes Unglück stirbt der alte Lord Fauntleroy bei einem Baseballspiel kurz nach Heiligabend. Cedrics Mutter verliert ihr Gedächtnis, als sie unglücklich mit dem Hinterkopf auf den Fußboden stieß. 
Mr. Havisham, der Advokat des alten Lords, der schon lange nicht mehr glücklich über das Erscheinen von Cedric ist, sieht die Gunst der Stunde und macht Cedric für den Unfall verantwortlich. Im Nu ist der Betrüger Tom Tipton wieder herbeigebracht worden und die beiden tauschen die Identität. Tom Tipton soll nun doch der rechtmäßige Erbe des alten Lord Fauntleroy sein und Cedric vom Schloss entfernt werden. Mr. Havisham macht Cedric klar, dass er und seine Mutter an den Galgen kommen würden, bliebe er hier. Er drückt Cedric, der sich fortan Tom Tipton nennt, einen Zettel in die Hand, mit dem er sich bei Jeremiah Wickham melden soll, einem Gangster in London. Aber davon hat Tom keine Kenntnis.
Tom kämpft sich durch, um nach London zu gelangen und landet dort bei dem Krämer Charlie Froggat, bei dem er sehr lange bleibt. Er bekommt ein Bett unter dem Spültisch und muss dort ungeliebte Arbeit verrichten.
Ihm wird das Cricket-Spiel beigebracht, das aber nur er so nennen wird, denn er ist in eine Diebesbande geraten und macht dort mit. 

Ich habe das Buch "Der kleine Lord" geliebt, wie auch die Originalverfilmung, so dass es ein Muss für mich war, auch die Fortsetzung zu lesen, auf die ich schon sehr gespannt war.
Leider entsprach sie so gar nicht meinen Erwartungen.
Aus Cedric, dem liebenswerten kleinen Jungen, ist Tom geworden, eine zwar noch immer liebenswerte Person, die aber nicht wirklich erwachsen geworden ist. Das, wofür er als kleiner Junge geliebt wurde, ist noch immer da. Er will es allen recht machen und kann der Realität nicht ins Auge sehen.
Er wird, zumindest in meinen Augen, als dümmlich angesehen. Wer nicht realisiert, dass er stiehlt und nicht Cricket spielt, ist für meine Begriffe recht weltfremd. Selbst als Erwachsener hat er noch Ansichten, die seinem Alter nicht entsprechen.
Sicher, er hatte eine schwere Kindheit, aufgewachsen unter Kriminellen, aber sich so zu entwickeln, halte ich für unglaubhaft.
Dann dieses Treffen an Heiligabend auf einer Polizeiwache erscheint mir mehr als zweifelhaft.

Die Idee, die Geschichte vom kleinen Lord Cedric Fauntleroy weiterzuerzählen, hat mir sehr gefallen, leider nicht die Umsetzung selbiger. Leider kann ich dafür nur 3 Pfötchen vergeben, da mich die Geschichte gar nicht überzeugen konnte.

Bewertung:


Zum Autor:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Raymond A. Scofield heißt eigentlich Gert Anhalt und ist Reporter beim Zweiten Deutschen Fernsehen. Viele Jahre hat er für das ZDF aus China und Japan berichtet und zahlreiche Romane und Thriller verfasst, darunter »Der Jadepalast« und »Die Tibet-Verschwörung«.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 20. Dezember 2015

[Neuzugänge] der 51. KW 2015

Einen schönen 4. Advent wünschen wir euch. Weihnachten folgt auf dem Fuße und nächste Woche wissen wir schon, wieviel Bücher der Weihnachtsmann schleppen musste.
Diese Woche hatten unsere Postboten nicht allzu viel zu tun, aber seht selbst.

Hier nun unsere Neuzugänge der letzten Woche.
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Kerrys Neuzugänge:

  Kleeblatts Neuzugänge:
Haran, Maeve - Die beste Zeit unseres Lebens
Evanovich, Janet - St. Plum 20: Küss dich glücklich




Kennt ihr bereits eines unserer neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?

Wir wünschen euch eine schöne Woche.

Kerry und Kleeblatt

Samstag, 19. Dezember 2015

[Rezension] Christine Lawens - Weit hinter dem Horizont


Leseprobe




Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1140 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 259 Seiten
Verlag: Edel:eBooks (10. April 2015)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00UVT31LA

Inhalt gem. Amazon:
Florence Letrec ist eine junge, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris. Lange war sie nicht mehr in ihrer Heimat, an der wild-romantischen Küste der Bretagne – zu schmerzlich sind die Erinnerungen. Florences Eltern starben bei einer Explosion auf einem Leuchtturm, als sie gerade zwölf Jahre alt war. Sie wuchs gut behütet bei ihrer Großmutter im malerischen Locronan auf. Eines Tages erhält Florence einen Brief ihrer totgeglaubten Mutter aus einem Kloster, der sie zurück in die Bretagne führt. Dort begibt sie sich gemeinsam mit ihrer Jugendliebe Serge auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Familiengeschichte, in tiefe menschliche Abgründe. Dabei entdeckt sie die Memoiren ihrer Mutter und begreift, warum ihre Großmutter alles getan hat, um ein Verbrechen zu vertuschen und Serge und sie auseinanderzubringen. Florence riskiert dabei nicht nur ihren guten Ruf, sondern auch ihr Leben in Paris und den Zusammenhalt ihrer Familie und einstiger Freunde.
Plötzlich weiß Florence, dass sie all ihre Pläne überdenken und ihrer inneren Stimme vertrauen muss

Zum Buch:
Florence bekommt Post aus einem Kloster. Ihr wurde mitgeteilt, dass ihre Mutter verstorben ist. Das Verheerende ist jedoch, dass sie glaubte, schon vor vielen Jahren ihre Mutter bei einem Brand gemeinsam mit ihrem Vater verloren zu haben. Sie kann nicht glauben, was sie gelesen hat und will nun der Sache auf den Grund gehen. Was ist Wahrheit, was Lüge.
Sie fährt kurzerhand zu ihrer Großmutter, die sie nach dem vermeintlichen Tod ihrer Eltern großgezogen hat. Von ihr erhofft sie die längst fällige Wahrheit. Aber Adélaide, ihre Großmutter hat ihre eigene Art von Wahrheit und Gründe, diese nicht zu offenbaren.
Florence trifft auf ihren ehemaligen Jugendfreund Serge. Die beiden hatte damals eine große Liebe verbunden, die abrupt beendet wurde. Obwohl er ihr anfangs ablehnend gegenüber steht, hilft er ihr bei der Wahrheitssuche, denn auch sein Vater kam bei der damaligen Explosion im Leuchtturm um...

Was gibt es schlimmeres, als feststellen zu müssen, dass man jahrelang belogen wurde? Das auch noch von Menschen, die es eigentlich gut mit einem meinen und von denen man sich geliebt fühlte.
Florence fiel von einem Augenblick in den anderen auf den Boden der Tatsachen. Ein einziger Brief vermochte das, ein Brief von ihrer Mutter, die sie schon so viele Jahre tot glaubte. Nun, da sie den Brief in Händen hält, ist diese tatsächlich tot und für Florence bricht eine Welt zusammen.
Kurzerhand entschließt sie sich, ihre Großmutter aufzusuchen, um zu erfahren, was diese weiß. Ihrem Verlobten, der sie nicht gehen lassen will, erzählt sie, dass die Großmutter krank und sie müsste unbedingt zu ihr. Wie erstaunt war sie jedoch, als ihr eine Krankenschwester die Tür öffnet, weil die Großmutter tatsächlich krank war und Betreuung benötigte. Natürlich kann sie nun nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und muss Geduld üben.
Sie trifft auf ihre alte Liebe Serge und die Gedanken an damals kommen zurück. Warum hat er nie einen ihrer Briefe beantwortet und warum konnte sie ihn trotz allem nie vergessen?

Der Roman der Autorin Christine Lawens handelt von einem alten Geheimnis, einer nie vergessenen Liebe und einer Liebe, die nie sein sollte. Das Ganze hat sie nach Frankreich verlagert, an die Küste der Bretagne. Mit diesem Grundstock kann man schon mal nichts falsch machen.
Ich liebe Geschichten, in denen es um alte Familiengeheimnisse geht, die ans Tageslicht gebracht werden müssen. In dieser Geschichte geht es nicht um Jahrhunderte alte Geheimnisse, sondern um welche in der Gegenwart. 
Florences Mutter kam ums Leben, als diese 12 Jahre alt war, so erzählte man ihr und allen anderen. Dass das nicht der Wahrheit entsprach, wussten nur ein paar Personen, die das Geheimnis bis heute bewahrt hatten.
So nach und nach kommen Florence und Serge der Vergangenheit auf die Spur und beginnen auch darüber zu sprechen, was früher zwischen ihnen war und auch, was davon noch da ist. Aber es gibt da auch noch den Verlobten von Florence, bei dem sie sich nicht sicher ist, ob es der Mann fürs Leben für sie ist. 

Der Roman ist wieder einer von denen, die man nicht aus der Hand legen möchte, viel zu interessant ist die Frage, wie entwickelt es sich und wie geht es aus? Die Autorin lässt es langsam angehen, so dass man als Leser genug Raum hat, um diverse Vermutungen zu stellen.
Der Autorin ist es ebenfalls gelungen, die Atmosphäre und Stimmung in diesem Teil der Bretagne gut herüberzubringen. Man fühlt sich dort vor Ort wohl und hat das Gefühl, live dabei zu sein. 
Sie hat einen angenehmen Schreibstil, der gut zu lesen ist.
Wer gern Familiengeheimnisse lüften will, sich vor einer Liebesgeschichte nicht scheut und sich gern an die Küste der Bretagne versetzen lassen will, dem sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.
Aber auch allen anderen, die gern gute Geschichten lesen, dem empfehle sie ebenfalls gern weiter.


Bewertung:





Zur Autorin:

(Die Autorin über sich selbst: übernommen von ihrer HP)
Man schrieb das Jahr 1964, um genau zu sein im Tierkreiszeichen Zwilling, hatte ein Mädchen in den frühen Morgenstunden, das Licht der Welt erblickt. Wie Zeitzeugen mit ihren Erzählungen vermuten lassen, dass es sich dabei um mich handelte, fehlt mir bis heute jegliche Erinnerung an diesem globalen Ereignis. 
Meine Ideale bestimmen fast immer meine Handlungen, meistens ohne Kompromisse. Die Polarität - Gut und Böse, Licht und Schatten, treten als ergänzende Gegensätze auf. Aber auch zwiespältig, wie die Tierkreiszeichen, die Sterne Kastor und Pollux, verraten. Zwei Seelen! 
Ich arbeitete fünfzehn Jahre bei einem Kommunikations-unternehmen. 1993 veröffentlichte ich mein erstes Sachbuch, danach folgte die Mitarbeit bei verschiedenen Tageszeitungen als freie Mitarbeiterin und PR-Assistentin.
Meine erste Kurzgeschichte wurde in einer Anthologie veröffentlicht.
Die immer wiederkehrende Frage, die sich darum dreht, wann und warum und mit was für Absichten ich anfing zu schreiben, beantwortete ich wahrheitsgetreu und ausweichend zugleich: Irgendwas geschrieben habe ich, seit ich lesen und schreiben lernte

Von Christine Lawens wurden gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei der Autorin 


Christine Lawens 


bedanken, die mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 18. Dezember 2015

[Rezension] Kerstin Gier - Silber: Das erste Buch der Träume


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 416
ISBN: 978-3-8414-2105-0
Erscheinungstermin: 20. Juli 2013
Format: Hardcover

Verlag: Fischer


Klappentext: gem. Fischer Verlage:
Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …


Rezension: 
Die 15-jährige Olivia "Liv" Silber und ihre 12-jährige Schwester Mia wollen nur eines: endlich ein festes Zuhause. Nicht nur, dass die beiden Scheidungskinder sind, nein schlimmer noch, ihre Eltern sind beruflich recht umtriebig, sodass sie schon sehr froh sind, wenn sie mal ein Jahr lang an einem Ort Leben. Ihr Vater ist von Beruf Ingenieur und ihre Mutter Literaturdozentin. Komplettiert wird die Familie von der 31-jährigen Lottie Wastlhuber, der deutschen Nanny der Mädchen, die bereits seit zwölf Jahren für die Familie tätig ist. Jetzt ist es endlich soweit. Ihre Mutter hat endlich einen Lehrauftrag für das Magdalenen College in Oxford, ein Lebenstraum wird für sie wahr und auch für ihre Töchter, denn sie wollen ein Cottage beziehen, in dem die Mädchen sogar eigene Zimmer haben werden.

Doch der schöne Traum zerplatzt direkt nach der Ankunft der beiden Mädchen in London. Frisch motiviert nach einem Urlaub bei ihrem Vater, freuen sie sich schon, ihr neues Leben zu beginnen, doch schnell wird klar, dass da was ganz und gar nicht stimmt und in der Tat: ihre Mutter hat einen neuen Freund, Ernest Spencer, das Cottage war angeblich unbewohnbar, sodass kurzentschlossen vorübergehend eine Wohnung in London gemietet und die Mädchen an der Frognal Academy angemeldet wurden.

Nun gut, die Mädchen müssen sich fügen und immerhin steht ein längerer Aufenthalt in London an, vielleicht werden sie ja doch heimisch, doch zur Ruhe kommen sie nicht. Ihre neue Schule ist so lala, was jedoch eher an den Mitschülern liegt. Auch ein Zusammentreffen mit den Kindern von Ernest verläuft soweit ganz gut, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als ihnen ihre jeweiligen Elternteile offenbaren, dass sie binnen eines Monats zusammenziehen wollen. Irgendwie läuft es nicht so rund und gerade Liv hat seit ihrer Ankunft in London extrem wirre Träume, in denen sie sogar auf ihren Stiefbruder Grayson und dessen Freunde aus der Schule trifft, doch was noch merkwürdiger ist, sowohl sie, als auch die vier Jungs können sich an Dinge aus ihrem Traum erinnern. Was geht hier vor?


Der 1. Band der Silber-Trilogie! Der Plot wurde fantastisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut haben mir die Szenen in der Traumwelt gefallen, denn diese wirkten auf mich herrlich surrealistisch. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir natürlich Protagonistin Liv, die, auch nachdem sie das Geheimnis rund um die Träume gelüftet hat, ihre Skepsis nicht verbirgt und einfach auf den gesunden Menschenverstand vertraut, egal, wie sich die Situation auch darstellen mag. Den Schreibstil empfand ich geradezu als fesselnd zu lesen, sodass ich mich zwischendurch nur schwer von dem Buch trennen konnte und mich schon jetzt auf die Lektüre der Nachfolgebände freue.


Bewertung

Von Kerstin Gier bereits gelesen und rezensiert:


Die Autorin:
Kerstin Gier ist Bestsellerautorin und schreibt überaus erfolgreiche Bücher für Jugendliche und Erwachsene. Ihre Leser lieben die Romane besonders für ihren einmaligen Witz, ihren unvergleichlichen Erzählton und ihre perfekte Mischung aus Humor, Romantik und Spannung. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln. (übernommen von Fischer Verlage)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich  mir geliehen.